2013-03

Ein bißchen Spaß muss sein...

Rheinland-Pfalz hat mit rd. 45 Prozent einen hohen römisch-katholischen Anteil in der Bevölkerung. Der verteilt sich nicht gleichmäßig übers Land, sondern ist im rheinländischen Teil des Landes besonders groß. Dort liegt der Nürburgring. Klar ist, dass die Landesregierung die Pfalz, wo der evangelische Anteil in der Bevölkerung besonders hoch ist, auch in seiner Gesetzgebung berücksichtigt hat. Darum ist in RLP zwischen Karfreitag und Ostermontag Ruhe angesagt, was Vergnügungen wie z.B. Tanzveranstaltungen betrifft. Die SPD wird doch ihr Wählerpotential in der Pfalz nicht verärgern. Für evangelische Christen ist nämlich z.B. der Karfreitag ein besonders hoher Feiertag. Die Katholiken nehmen diesen Tag als Feiertag hin. Aber ein besonders hoher? - Nun, sogar deren Kirchenglocken schweigen. So genau hat das sicherlich der Marketingmann nicht empfunden, der bei der Nürburgring GmbH (inzwischen in Konkurs) die Idee zu einem „Car-Friday“ - andere schreiben „Car-Freitag“ - hatte. Er kam aus Bremen, muss denen zugerechnet werden, die hier in der Region als Teil der „Bremer Stadtmusikanten“ empfunden werden. - Und so ist hier der „Car-Friday“ am Nürburgring inzwischen mehr ein Tag für vergnügungssüchtige Jugendliche geworden, auf die sich die Verantwortlichen in Verwaltung und Polizei nach Negativerfahrungen in den letzen Jahren auch entsprechend vorbereiten. Auch in 2013. Denn der Start hinein in eine „Fröhliche Ostern“ kann sonst schnell in Krawall ausarten. - Wird Karfreitag am Nürburgring wie ein christlicher Feiertag begangen?

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28. März 2013: Lieber Leser!

Inzwischen sind rd. 90 Tage vergangen, an denen in Motor-KRITIK ein Teil der neuen Geschichten nur dann gelesen werden kann, wenn man ein Abo abgeschlossen hat. Es ist also Zeit, mal einen Blick auf die neue Entwicklung zu werfen und den „Wert“ der aktuellen Seite grundsätzlich zu beurteilen. Genügend neue Geschichten sind seit dem 1. Januar eingestellt worden. Mehr als 40. Das bedeutet, dass die Abonnenten bis Ende März pro neuer Geschichte bisher weniger als zwei Euro bezahlt haben. Jede weitere Geschichte, die im Laufe des Jahres erscheint, senkt die Kosten noch weiter. Schließlich wird man nach 12 Monaten pro Geschichte klar unter einem Euro bezahlt haben. - Diese Rechnung nur für die meiner bisherigen Leser, denen 80 Euro im Jahr zu viel waren. - Aber sie haben noch die Möglichkeit entgangene Geschichten nachzulesen. - Mit einem Abo.

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„Böse Onkels“, „Kannibalen“ & „Brave Bübchen“

Sachlicher wäre der Titel gewesen, „Ist Motorsport noch Sport?“ - Die Frage muss erlaubt sein, da nun die ersten Motorsportereignisse der Saison 2013 hinter uns liegen. Man kann sie einfach in der Art der Durchführung und als Ergebnis hinnehmen, aber auch bestimmte sichtbar werdende Tendenzen und – aus der Sicht eines Sportlers – deutlich werdende Abnormitäten hinterfragen. Wer abnormes Verhalten im Sport als Normalität verkauft, der versteht das aus der Sicht der heute geltenden Regeln von Angepasstheit im „Mainstream“ als richtig. Und ist mit großer Sicherheit ein Marketingmann. Je nach Bedarf „verkauft“ ein solcher Fachmann Normalität auch als Premium zu überhöhten Preisen, mit überzeugenden „dummen“ Agumenten, die jedem (naiven) Konsumenten einleuchten. Marketing eben, wie wir es derzeit bei der Automobilindustrie erleben. - Aber könnte man nicht z.B. auch das teamintern bestimmte Endergebnis im Spitzen-Motorsport (in der „Königsklasse“ der F1 z.B.) als Wettbetrug empfinden? - Oder ist jetzt vielleicht der aktuell betriebene Motorsport nicht mehr unbedingt Sport? - Muss er evtl. den als notwendig empfundenen Marketingmaßnahmen der Industrie zugerechnet werden?

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Luki Scheuer: „Erinnerungslücke“

Luki war ein Kollege, mit dem es sich zu streiten lohnte. So kam es manches Mal zu neuen Gedankenansätzen. Wir waren schnell unterschiedlicher Meinung, wenn wir Ereignisse diskutierten, die unsere Heimatregion betrafen. „Wilhelm, ich kann nicht gegen die Region schreiben“, war seine Standardverteidigung, wenn ich ihm z.B. überhöht genannte Zuschauerzahlen in „seiner“ Rhein-Zeitung vorwarf, wo er lange Jahre als fest angestellter Redakteur gearbeitet hat. Als er im August 2004 starb, war er „freier Mitarbeiter“ des Blattes, sehr meinungsfreudig in unseren Diskussionen, aber das leider nicht in den nachlesbaren Niederschriften im Inneren der Zeitung. Er war als Journalist zum Pragmatiker geworden, glaubte an „das große Wunder“ am Nürburgring, das uns die Politiker versprochen hatten. Mit diesem Glauben ist er – plötzlich und unerwartet – gestorben. - Im August 2004. - Ich war auf seiner Beerdigung, habe 2008 sein Grab besucht und jetzt – ganz aktuell – mal wieder.

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Aktueller Kommentar: Es war einmal...

Die aktuelle Zauberformel lautet: Einzelgespräche. Von den Düsseldorfer „Privatiers“ Richter/Lindner instrumentualisiert, machte am 20. März 2013 (Frühlingsanfang) auch das SPD-Duo Dreyer/Lewentz davon Gebrauch. - Wie hätten Sie's denn gerne? - Es war einmal - ...ein Mainzer Wirtschaftsminister, der verantwortete „damals“ auch die Entwicklung in der Eifel mit. Er war gelernter Bäcker, hatte auch einen Meisterbrief und wusste darum nicht nur, wie man kleine Brötchen backt. Hans-Artur Bauckhage wusste schon 2004: „Die Erlebnisregion Nürburgring tut der Eifel gut.“ Er sprach in diesem Zusammenhang von einem „Leuchtturm“. Denn zunächst war das Projekt „Nürburgring 2009“ bei seiner Entstehung – sozusagen als Baby – mit dem Kosenamen „Erlebnisregion Nürburgring“ versehen. - Ich würde gerne noch mal zurück blicken, um den Blick und das Verständnis meiner Leser für aktuelle Aussagen von Politikern jeder Couleur – aber auch anderer Akteure - zu schärfen. - Nur Kinder sollten bei Märchen langsam einschlafen.

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Eine Demo + zufällige Zufälligkeiten

Zufällig war für den 19. März von Nürburgring-Fans unter der „Schirmherrschaft“ des Vereins „JA zum Nürburgring“ eine Demo in Mainz geplant. Zufällig trug Eveline Lemke, sonst gerne in GRÜN unterwegs, bei der Enthüllung eines neuen Straßenschildes in Mainz am 18. März ein rotes Mäntelchen. Zufällig liegt der neue „Platz der Mainzer Republik“ ganz in der Nähe des Demo-Geländes an der „Große Bleiche“, der „Ernst-Ludwig-Platz“. Zufällig hieß der umbenannte Platz früher „Deutschhausplatz“. Zufällig schrieb man in der offiziellen Pressemitteilung von BÜNDNIS 90/'DIE GRÜNEN den alten Namen nur mit einem „h“. Zufällig ist die GRÜNE (mit rotem Mäntelchen) Eveline Lemke am Tag der Demo – am 19. - in Berlin. Dringende politische Geschäfte. Zufällig hatte der Pächter des Platzes am Flugplatz Mainz-Finthen, wo sich ein Teil der Demonstranten zu einem Auto-Corso aufstellen wollte, keinen gültigen Pachtvertrag (verlautbarte die Flughafenverwaltung am 18.!) und untersagte die Aufstellung auf dem vorgesehenen Gelände. So gab es dann – nicht zufällig – einen neuen Treffpunkt, den dann tatsächlich trotzdem noch jedem anreisenden Corso-Teilnehmer dank der „sozialen Netzwerke“ übermittelt werden konnte. Die geplante Demo wurde so zu einer „Demo plus“. Dass es zufällig keine Kontrollen im Hinblick auf eine evtl. fehlende „Grüne Plakette“ bei den Teilnehmern am Auto-Corso der Demonstranten gab... - fast ein Wunder. Die Politik zeigte Transparenz und ließ ahnen, was sie von dieser Demo hielt. - So wurde diese Demo:

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Offener Brief

Hier auf den Motor-KRITIK-Seiten sind nicht viele „Offene Briefe“ erschienen. Ich erinnere mich bisher nur an zwei. Einer ging an den Landesvater Kurt Beck, der andere war an Kai Richter gerichtet. Wenn ich schrieb, hielt ich das für die beste Möglichkeit „meine Gegenüber“ zu informieren. - Heute gibt’s mal wieder einen Anlass. Da hat sich vor dem Landgericht in Koblenz der Verteidiger des Herrn Ex-Finanzminister Ingold Deubel darüber beschwert, dass die Staatsanwaltschaft dem Landesrechnunghof schon im November 2012 die Einwände seines Mandanten gegen die Anklage – immerhin 244 Seiten stark – dem Landesrechnunghof zugänglich gemacht hat. Er spricht von einem „Zeugenkomplott“. - Na ja – wenn man es so sehen will... - Der Präsident des Landesrechnungshofes sieht das anders. Behnke ist als Jurist der Auffassun, dass es die Strafprozessordnung zulässt, dass die Staatsanwaltschaft auch in einem laufenden Verfahren Auskünfte erteilt. - Und das hat mich noch einmal nachschauen lassen und – zu dem angeregt, was nun folgt:

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Völker höret die Signale – Teil I

Ich diskutiere mit einem Kollegen. Einem netten Kollegen. „Herr Hahne“, sagt er, „die Zeiten haben sich geändert. - Sie leben im Gestern.“ - „Und was ist im Heute anders?“ - „Weniger Redakteure müssen mehr machen. Wir haben keine Zeit mehr für großartige Recherchen.“ - Aber ihre werdet doch gut bezahlt.“ - Sicher, aber darum wurden die Redaktionen auch ausgedünnt.“ - „Und was ist mit den 'Freien'?, frage ich. - „Die müssen sehen, dass sie die Namen ihrer Sponsoren unterbringen, denn von den gezahlten Honoraren kann man doch als normaler 'Freier' nicht leben.“ - Den Inhalt dieses Gesprächs, schon vor einiger Zeit geführt, sollten meine Leser kennen, wenn ich mich jetzt mal wieder mit dem Prozess vor dem Landgericht Koblenz beschäftige. - Nein, ich war nicht dort, weil dort alles so läuft, wie es auch vielfach erwartet wurde.

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Völker höret die Signale – Teil II

„Man muss sich mit der Gegenwart beschäftigen, mal unter die Geschehnisse der Vergangenheit einen Strich ziehen.“ - Da Mann der das sagt, ist ein Nürburgring-Fan mit unternehmerischem Hintergrund. Das heißt, dass er gerne – und dann mit Überzeugung - einen Fan-Schal trägt, den er aber dann ablegt, wenn er davon ausgeht, dass der seine Verhandlungspartner stören würde. So stören ihn jetzt auch alle Hinweise auf „alte Sünden“, die in der Vergangenheit von Politikern begangen wurden, die heute dann eben – exakt aus pragmatischen Gründen – auch gerne Vergangenheit sein sollen. - Andererseits wird er die Meinung vertreten: Natürlich sollte man Vergangenheit aufarbeiten, wenn es z.B. um das Dritte Reich oder die DDR geht. - Bis zu einem gewissen Grad jedenfalls. - Was den Nürburgring betrifft, da hat man nach Ansicht dieser Leute inzwischen aber eine Position erreicht, wo man gerne das „System Merkel“ übernimmt. Und dieser Wilhelm Hahne hat die Gegenwart ja nicht begriffen. - Man muss jetzt „einen Strich ziehen“ - in die Zukunft schauen, die Vergangenheit vergessen.

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14. März 2013: Überflüssige PK der NBG?

„Hockenheim-Schmidt“ hat zum 14. März 2013 zu einer Pressekonferenz eingeladen. Motor-KRITIK natürlich nicht. Aber Motor-KRITIK-Leser wissen dann auch schon – und das nicht erst „seit gestern“ - was offiziell noch nicht verkündet wurde. Zum Beispiel, dass Herr Dr. Schmidt Herrn Prof. Dr. Dr. Schmidt als Geschäftsführer der Nürburgring Betriebsgesellschaft m.b.H. abgelöst hat. - Unter welchem Titel sich die Formel1-Veranstaltung am 7. Juli am Nürburgring darstellen wird, können meine Leser auch schon heute (nachstehend) lesen. Auch andere – unangenehmere – Wahrheiten. Verständlich dargeboten. - Hoffe ich. - Denn was nutzen Informationen, die den Leser auf „eine falsche Schiene“ setzen? So wird sich Motor-KRITIK nachstehend um eine verständliche Darstellung von z.T. unerklärlichen Abläufen und Entscheidungen bemühen.

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