2014-07

Capricorn im „Nürburgring-Wunderland“!

Wer in Rheinland-Pfalz einen Realwert von um gut 700 Millionen Euro erstehen will, kommt mit einem Angebot von 77 Millionen – nur so als Beispiel – im März dieses Jahres ins Geschäft. Natürlich zahlt man nicht sofort, sondern erst zu Anfang des nächsten Jahres. - Zumindest in der Hauptsache. - Wenn man dann kann. Auch eine Ratenzahlung in monatlichen Teilbeträgen wird akzeptiert. Aber man stellt schon einen Geschäftsführer bis zum Termin dahin (1.1.2015) und bestimmt die Richtlinien des Geschäfts neu. Man trennt sich von einem Festival-Veranstalter, verunsichert Rennveranstalter, möchte z.B. eine Beteiligung bei einer anderen Veranstaltung realisieren – natürlich ohne mit ins wirtschaftliche Risiko zu gehen – schließt für Hotels und Feriendorf (die man noch nicht bezahlt hat!) einen Managementvertrag für „zunächst drei Jahre“ ab (mit der Möglichkeit den Vertrag für weitere drei Jahre zu prolongieren!), favorisiert z.B. Track-Days vor der DTM, lässt sich einen Nachlass auf die 77 Millionen-Kaufsumme einräumen und hat im Übrigen ein vertragliches Rücktrittsrecht, wenn die EU-Kommission in Brüssel dem Kauf aus einer Insolvenz nicht zustimmen sollte, weil die Ausschreibung z.B. nicht „offen, transparent und diskriminierungsfrei“ war. So weit ist die Öffentlichkeit informiert, die das alles nach und nach – mehr oder weniger - verständnislos registriert. Sie hat inzwischen aber wohl begriffen, dass hier irgendwie zwischen Politik, Insolvenz-Sachwaltern und Wirtschaft ein „gemeinsamer Wille“ umgesetzt oder anders gesagt, „ein besonderes Verhältnis herrschte“. - Denn normal verläuft eine Verkaufsabwicklung anders. - (Übrigens auch die Ausschreibung des „Bieterverfahrens“!) Bis man darauf stößt, dass es hier noch interessanter und „politischer“ (= undurchsichtiger) zugeht, als man ahnen konnte. Die Abläufe sind wie in einem schlechten Film. - Dessen Titel könnte sein:

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VLN-Vorstand: Rücktritt von Karl Mauer

Auf der VLN-Internetseite wird von „persönlichen Gründen“ geschrieben – lese ich gerade - die Karl Mauer zu seinem Rücktritt von seiner Vorstandsposition bewogen haben. Man versucht das Thema klein zu halten. Dabei hat dieser Rücktritt sicherlich einen Grund, der bedeutender ist als ein „persönlicher“. Das Thema ist „Sicherheit“. Darum hat sich Karl Mauer immer bemüht. Schließlich ist er jemand, der das Thema von Grund auf kennt, weil er jahrzehntelang im Motorsport aktiv unterwegs war. Als Journalist, zum Beispiel auch als Chef der Sportabteilung bei Opel, aber auch als Fahrer immer wieder bei VLN-Läufen oder 24-Stunden-Rennen. Karl Mauer war – und ist – immer bei der Diskussion von Motorsport-Themen ernst zu nehmen, weil er weiß, wovon er spricht. So ist auch sein heutiger Rücktritt als Vorstand bei der VLN als bedeutend, als ein Einschnitt zu werten. - Dieser Termin stellt eine Zäsur dar, obwohl man heute eigentlich ganz nüchtern nicht mehr dazu sagen sollte als:

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Deutscher Formel 1-Weltmeister: Mercedes-Wunsch?

Jeder Mensch mit etwas Lebenserfahrung weiß, dass es nicht genügt einen Wunsch zu haben; man muss auch etwas für die Erfüllung tun. Wunder dauern meistens etwas länger. Und warum auf Wunder warten, wenn man es selbst realisieren kann? - Der Große Preis von Ungarn war ein schönes Beispiel. Es ist sicherlich keine Frage, dass Nico Rosberg den Stuttgarter Marketing-Spezialisten als Formel 1-Weltmeister in diesem Jahr exakt in das Bild passen würde, das sie nach draußen zu vermitteln suchen. Und wann hat man schon mal die Gelegenheit eine Weltmeisterschaft so einfach steuern zu können, wie das in diesem Jahr für Mercedes möglich ist? - Dachte man! - Aber dann kam der Regen. - Lewis Hamilton ist aus Sicht von Motor-KRITIK zwar der „komplexere Rennfahrer“ als Nico Rosberg, aber Nico hat eben „mehr Glück“. - Glück ist durch Technik heute steuerbar, erst recht im modernen Motorsport. Motor-KRITIK hat schon in der Vergangenheit über Beispiele geschrieben und möchte nach dem Großen Preis von Ungarn noch einmal an Beispiele erinnern. - Selbst als Fernsehzuschauer muss man nicht auf das Geplapper der deutschen RTL-„Spezialisten“ hereinfallen, wenn man mal kritisch zuschaut. Und zuhört! - Ein wenig zuviel Deutsch, zuviel Nationalbewusstsein! - Haben Sie aufgepasst? - Vorteil: Man schläft dann auch bei der Fernsehübertragung nicht ein.

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Erwarteter EU-Bescheid: Gegen Capricorn?

Ich habe in meiner Geschichte vom 18. Juli 2014 die Aussage des Herrn Robertino Wild, dass man zu 99 Prozent sicher sei, dass die Entscheidung der EU-Kommission zu seinen Gunsten ausfällt, als „lautes Rufen im dunklen Wald“ empfunden. Dazu hatte ich Anlass, den ich in der Folge versucht habe, argumentativ bestätigt zu bekommen. Da ist das „Sommerloch“, mit seinen Urlaubstagen hier und da, nicht gerade der ideale Zeitpunkt. Aber nach intensiven Recherchen zum Thema „EU-Entscheid wie?“, erlaube ich mir heute zu den 99 Prozent des Herrn Robertino Wild exakt 99 Prozent anderer Meinung zu sein: Die EU-Kommission wird Capricorn als Käufer des Nürburgrings aufgrund der durch den „Juristischen Dienst“ in Brüssel festgestellten Fakten ablehnen. Schien bisher noch fraglich, ob sich die rein sachlich und korrekte Bewertung der beratenden Abteilung in der Kommission durchsetzen könne, so ist nach den emotionsgeladenen Auseinandersetzungen um den Flughafen Zweibrücken klar: Die Kommission wird der sachlichen Argumentation des „Juristischen Dienstes“ folgen. Motor-KRITIK möchte das gerne in folgender Geschichte erklären, ohne jedoch die Entscheidungsgründe der EU-Kommission nach den Sommerferien vorweg nehmen zu wollen. - So muss der Titel der folgenden Geschichte ein Fragezeichen tragen:

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23. Juli 2014: Lieber Leser!

Alle reden vom „Sommerloch“. Ich weiß nicht was das ist. Hier in der Eifel wird uns per Brieftaube Meldung um Meldung zugetragen. Manches kommt ins Töpf'chen, manches kommt ins Kröpf'chen. Es gibt eben Dinge, die müssen reifen. Über andere Dinge, solche von „gestern“, schreibe ich erst gar nicht. Schön ist auch, dass Sie, meine Leser, so intensiv mitdenken, mitarbeiten, zuarbeiten. Aber nicht alles was mich so erreicht ist veröffentlichungsfähig. Und das aus den unterschiedlichsten Gründen. So gibt es Dinge, deren Veröffentlichung bei mir aktuell nicht gerne gesehen werden. Obwohl die Fakten über andere Internetseiten längst bekannt sind. Aber nicht unbedingt in der richtigen Art interpretiert werden. - Meine ich. - Aber gerade heute hat mich das Leser-Echo auf eine meiner Geschichten der letzten Tage erreicht, dass ich Ihnen unbedingt nahe bringen muss.

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Motorsport heute: Unter falscher Flagge?

Der ADAC Mittelrhein hat sich bei Motor-KRITIK heute telefonisch gemeldet und findet, dass „man auch alles kaputt schreiben kann“. Und bleibt bei seiner Version, die man auch in einer Pressemitteilung verkündet, wo man von 170.000 Besuchern für die „Veranstaltungswoche“ spricht. Natürlich ist diese Zahl dann nicht mit den 52.000 Besuchern vergleichbar, die Hockenheim für seine Formel 1-Veranstaltung nennt. Aber schon aus „Marketinggründen“ müsse man bei den 170.000 Besuchern bleiben, denn „wir stehen in Konkurrenz zu anderen Messen“. - Messen? - Motor-KRITIK dachte bei „Truck Grand-Prix“ an ein Rennwochenende, an dem sich Fahrer mit ihren Renn-Trucks auf dem Grand-Prix-Kurs des Nürburgrings messen. - Den Herren des ADAC Mittelrhein tut es leid, wenn ich das nicht verstehe, oder der SWR alles falsch versteht, „weil wir das so nicht gesagt haben“. - Feststellung Nr. I nach dieser Belehrung: Journalisten sind dumm. - Feststellung Nr. II:

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Motorsport heute: Event – kein Sportereignis!

Die Zuschauer-Lügen der Veranstalter am Nürburgring beweisen die Hilflosigkeit der Verantwortlichen. Der ADAC scheint immer noch voll im „Ramstetter-Trend“ zu liegen. Am Hockenheimring gibt man sich ehrlich, aber verzweifelt. Nicht nur Niki Lauda sucht (in DIE WELT) nach Erklärungen, auch jene Journalisten, die eigentlich immer versuchen „voll im Trend zu liegen“. Man sucht nach Erklärungen, warum der Motorsport für den normalen Fan unattraktiv geworden ist. Sollte man sich nicht auch fragen, warum der Inhalt einer Tageszeitung den normalen Bürger immer weniger interessiert? Und der Online-Journalismus geht mit sensations-triefenden Schlagzeilen, wohlabgestimmt auf die Ansprüche der vielen Suchmaschinen, auf Besucherfang. Es geht nicht mehr um Inhalte, sondern um „Visits“. Auch bei Motorsportveranstaltungen, die inzwischen keine mehr sind. Sie werden von „Eventabteilungen“ gestaltet, wollen mit einer Wundertüte von „Reizen“ zum Besuch animieren. Dabei ist die wichtigere „Basis-Tüte“, die „Sport-Tüte“, eigentlich schlaff und leer, obwohl sie von draußen betrachtet „aufgeblasen“ wirkt. Aber alles ist gut organisiert und mit Befehlsempfängern bestückt, die darauf verzichten eine Persönlichkeit zu sein, weil man sie gedrillt hat, nur ein angepasstes Verhalten diene dem Motorsport, dem Konzern, der Firma. - Und jeder Kameramann stellt sich in den Dienst der Sache. Es geht darum, „nach draußen“ ein eindrucksvolles Bild zu vermitteln. - Das ermüdet. - Auch den Zuschauer, weil er unterschwellig begreift, dass man ihn zu nutzen versucht. Als Masse, als Zahl für die Werbewirtschaft. Natürlich interessiert da nur die werberelevante Zielgruppe zwischen 14 und 49 Jahren. - Da werden dann Zahlen für die Statistik – wenn es denn sein muss - „gemacht“. - Wie am Nürburgring. - Nicht erst seit diesem Wochenende.

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EU-Beschluss: Unkalkulierbar?

Klar ist, dass die rheinland-pfälzische Landesregierung mit ihren in Brüssel unangemeldeten Millionen-Investitionen für den Nürburgring von der EU-Kommission eine Klatsche erhalten wird. Inzwischen wird es nicht mehr hinter vorgehaltener Hand geflüstert, sondern man kann es z.B. auch in der „Wirtschaftswoche“ Schwarz auf Weiß lesen: „In Rheinland-Pfalz regieren Inkompetenz und Größenwahn.“ So werden denn auch die „Beihilfen“ der Landesregierung zu „Nürburgring 2009“ von der EU zweifelsfrei als „illegal“ eingestuft werden. Wichtig – noch wichtiger! - ist es jedoch, wie die EU-Kommission die Europäische Kommission das Vergabeverfahren an den Bieter „Capricorn“ beurteilt. Hier ist nicht entscheidend, dass sich die Insolvenz-Sachwalter inzwischen gegenseitig auf die Schulter klopfen und ihre Leistung an „Stammtischen“ rühmen, sondern was in dieser Sache wirklich ablief. Auch hinter den Kulissen an Beeinflussung der öffentlichen Meinung. Auch z.B. durch die Gewerkschaft ver.di. - Der kommende EU-Beschluss für oder gegen Capricorn entscheidet auch über die Glaubwürdigkeit der EU. - Darum ist die Frage eigentlich überflüssig:

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Inspiration-Anreger: Sind Sie bereit?

Motor-KRITIK möchte Sie anregen. - Vielleicht auch aufregen. - Wer weiß das schon? - Schön wäre, wenn Motor-KRITIK mehrfach im Monat anregend sein könnte. Nicht nur dieses Mal. - Denn manche Dinge erschließen sich einem erst, wenn man darauf hingewiesen wurde, wenn man sich angeregt fühlt mit Dingen auseinander zu setzen, die man sonst (vielleicht) übersehen hätte. Manche Dinge nimmt man auch einfach so hin. Weil sie vielleicht von Leuten gemacht, gesprochen und ausgedacht sind, die man vorher schon als besonders qualifiziert empfunden hat. - Warum eigentlich? - Das weiß man nicht unbedingt. - Aber die Leute machen doch einen guten Eindruck. Manche scheinen gar extra dafür geboren, einen guten Eindruck zu vermitteln. Ich stelle Ihnen solche Leute, ihre Projekte, ihre Worte, ihre Ankündigungen, ihre Versprechen beispielhaft vor. Motor-KRITIK bietet:

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Journalismus geht anders!

Heute stammt das Beispiel aus der „Rheinische Post“. Man könnte ohne großen Aufwand in anderen Zeitungen auch andere Beispiele finden. Es ist heute schwer geworden, bei dem großen Angebot an Informationen die richtigen zu verwenden. Oft sind die „direkten“ Informationen die falschen. Weil sie geschönt sind, in den Aussagen der Befragten ihr Wunschdenken zum Ausdruck kommt, das oft wenig mit der eigentlich erlebten Realität in der Vergangenheit zu tun hat. - Aber wer überprüft das noch? - Schließlich hat man klare Aussagen von jemand „der dabei war“. - Ich weiß wie schwer einem heute der Versuch gemacht wird, der Wahrheit nahe zu kommen. Hat man den Versuch erfolgreich unternommen, muss man sich beschimpfen lassen. Zum Beispiel mit dem Vorwurf, man habe „das Gastrecht missbraucht“. - Als Journalist? - Weil man Aussagen der Interviewten nach einer Überprüfung nicht „Eins zu Eins“ übernommen hat? - Anderswo funktioniert das anders. - Wie man am genannten Beispiel sehen kann. - Aber:

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