2017-03

Genfer Salon: „IAA“ auf neutralem Boden!

Anfang März am Genfer See zu verbringen kann für einen Bewohner der Eifel sicherlich so etwas wie Urlaub und Erholung bedeuten. Wenn dazu noch ein Auto-Salon lockt, der sich auch durch besonders kurze Wege – verglichen mit der IAA in Frankfurt – auszeichnet, dann müsste eigentlich dieser Termin einer der wichtigen im Terminkalender eines Motor-Journalisten sein. - Aber schon im Vorfeld dieses ersten großen Automobilsalons in diesem Jahr wurde klar, dass die Großen der Automobilindustrie diesen Messetermin nicht nutzen würden, um die europäischen Autokäufer mit innovativen Neuheiten – auch technologisch – zu überraschen, sondern man macht da weiter, wo man – entgegen allen Beteuerungen – immer noch nicht aufgehört hat: Mit gewichtsstarken SUV‘s und PS-Monstern, die auch Verbrauchsmonster sind, wenn man deren Leistung wirklich nutzt. - Unter uns: Wo geht das noch? - Wie das Senckenberg-Museum in Frankfurt schon seit langem (auch) der Darstellung der Welt der Dinosaurier dient, so bot der Auto-Salon in Genf die Möglichkeit noch einmal eine Übersicht über eine aussterbende Gattung von Automobilen zu erhalten. Also gab es einen Grund nach Genf zu fahren, der aber – aus Motor-KRITIK-Sicht – keiner war. Trotzdem wollte Motor-KRITIK seinen „Genf“ dazu tun und – hat einen Sonderberichterstatter nach Genf entsendet. - Dass der dann enttäuscht zurück kam, hat uns in der Eifel nicht verwundert. - Was dieser Kollege zu berichten hatte, haben wir nachfolgend – relativ kurz – in Wort und Bild zusammengefasst. - Ganz offen wird notiert, was in Genf gesehen – und beim Betrachten gedacht wurde.

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Das große „Track-Day“-Kuddelmuddel!

Wie das Echo auf meine Geschichten zu den Kernpunkten von Touristenfahrten und Track-Days zeigt, werden die in der Öffentlichkeit – aus welchen Gründen auch immer – gerne vermischt. Aber es besteht schon ein grundlegender Unterschied dadurch, dass sich bei Track-Days die Frage, „Ist der Nürburgring nun eine Öffentliche oder eine Privatstraße?“, erst gar nicht stellt. Die Frage ist ausschließlich für die Durchführung von Touristenfahrten wichtig. Bei einem Track-Day ist selbst die Nürburgring-Nordschleife immer dann eindeutig eine Privatstraße, wenn zur Durchführung einer solchen als „Fahrertraining“ gedachten Veranstaltung ein privater Verein diese Rennstrecke angemietet hat. Das „Hausrecht“ liegt dann beim Veranstalter und er bestimmt auch durch die Formulierungen in der Ausschreibung zu „seiner“ Veranstaltung, die Bedingungen, unter denen diese Veranstaltung durchgeführt wird. - Mir liegen – als Folge meiner Veröffentlichungen – eine Reihe von Ausschreibungen vor, weil mich Motor-KRITIK-Leser gebeten haben, ihnen doch einmal zu sagen, ob… - Das kann – und werde ich nicht tun, schon weil ich Rechtsanwälten nicht ins Handwerk pfuschen werde. Wobei ich aber auch hier feststellen muss, dass sich auch Rechtsanwälte und Richter in Unkenntnis der realen Situation bei solchen „Lehrgängen“ oft bei der Einschätzung besonderer Situationen bei solchen Veranstaltungen sehr schwer tun. Der eigentliche Grund dafür ist, dass die unterschiedlichsten Veranstalter, mit unterschiedlichster Vorbildung und Erfahrung (!), das Gebiet „Track-Day“ inzwischen „abgrasen“, auch weil sie auf „schnelles Geldverdienen“ aus sind. Natürlich bei „Null Risiko“. - Und sie formulieren ihre Ausschreibungen entsprechend. Denken sie! - Oft falsch! - Da wirken dann selbst Automobilhersteller - mit deren Firmennamen auch gearbeitet wird - dann schon mal sehr dümmlich. - Nachstehend möchte Motor-KRITIK nicht nur auf „dumme“, sondern auch auf grundsätzliche Fehler in Ausschreibungen zu Track-Days aufmerksam machen. Teilnehmer an solchen Veranstaltungen sollten schon vorher – auch das evtl. „Kleingedruckte“ - lesen, bevor sie es „anerkennen“ und unterschreiben. - Sie sollten übrigens auch nicht nur ihre Versicherungsbedingungen – z.B. im Kasko-Fall – genau kennen, sondern auch grundsätzliche „landestypische“ Unterschiede in der Haftpflichtversicherung, die eine Reihe von Track-Day-Veranstalter überhaupt nicht zu interessieren scheinen.

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CNG? - Kann man in der Pfeife rauchen!

Während FIA & DMSB noch nicht gemerkt haben, dass sie „auf einem toten Pferd“ unterwegs sind, ist der Nürburgring-Streckenbetreiber inzwischen „zum gemütlichen Teil“ übergegangen. Man versucht sich in „Sicherheitskonzepten“. Natürlich in Abstimmung – und auf Anregung – mit bekannten Rennfahrern. - Sagt man – und ist dabei so korrekt wie Donald Trump in seinen Äußerungen. - Und verbaut Rasengittersteine auf der Nordschleife, um „Auslaufzonen“ zu schaffen, die der Strecke eine gewisse „Fülle“ geben. Stefan Raab hat den „Maschendrahtzaun“ in die Top-Hits gebracht, da wird es doch ein Mirco Markfort mit „Rasengittersteine“ sicherlich auch in die Charts schaffen. - Es ist erstaunlich, dass selbst Amateure im Motorsport dann zu Spitzenleistungen auflaufen können, wenn sie in den ihnen zugeordneten Aufsichts-“Behörden“ Mitspieler auf gleichem Niveau finden. - Denn auch die „Umbauten“ auf der Nürburgring-Nordschleife finden sicherlich die ungeschmälerte Zustimmung der DMSB-Gewaltigen. Da ist durchaus aktuell „kein Hängen im Schacht“, sondern da startet nun „Günther“ voll durch. - Seit gestern ist z.B. eine sehr farbenfrohe, korrigierte Ausschreibung für 2017 auf den VLN-Seiten zu bewundern. Immer noch ohne DMSB-Genehmigung. - Das gut 14 Tage vor dem ersten Rennen! - Und das Präsidentel, der „Gaudi-Bursch“ und Gesamtsiegabstauber (1998, 24h-Rennen Nürburgring) schreibt in der neuen Ausgabe des Vereinsblattes „Vorstart“: „... wir packen auch einige wichtige Reformen an, die unseren Verband fit für die nächsten 20 Jahre machen werden.“ - Toll! - 20 Jahre DMSB sind eigentlich genug! - Man schaue nur einmal in Sportgerichtsverfahren hinein, wozu das „Vereinsorgan“ der FIA-Repräsentanten dann eine Plattform bietet. - Platter geht‘s nimmer! - „Vorstart“ sollte man in „Frühstart“ umbenennen. Und der ist nun mal strafbar! - Aber beginnen wird doch einfach mal mit den „Fachleuten“ bei der CNG, die kurz vor ihrer ersten großen Veranstalteraufgabe in der Saison 2017 stehen: Sie verantworten die Test- und Einstellfahrten am 18. März 2017. - Schaut man in deren „Ausschreibung“, ist man geneigt das Urteil zu fällen:

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MM 166: Ein „Gedankenbericht“ aus 1988!

Nein, ich gehöre nicht zu den Menschen die darauf aus sind, bei anderen Fehler zu suchen. Ich akzeptieren alle Menschen, jeder Art und Hautfarbe, gleich welche „Macken“ sie auch haben sollten. Ich akzeptiere aber nicht, wenn sie an dem Platz, an den sie von der „Gesellschaft“ gestellt wurden, nicht funktionieren. Oder eine Position ausnutzen, in der sie eigentlich – verantwortungsvoll – die Interessen einer bestimmten Gruppe wahrzunehmen haben, aber eigentlich nur persönliche Interessen zum Maßstab ihres Handelns machen. - Aber das ist eigentlich für einen Journalisten normal. - Sollte es jedenfalls sein, ist darum auch nichts Besonderes. Darum sind auch meine Feststellungen zu Organisationen, die sicherlich oft kritische Anmerkungen enthalten, nichts Besonderes. Mit dem gleichen Verantwortungsbewusstsein als Journalist beschäftige ich mich auch mit Automobilen. Es müssen nicht immer Fahrberichte sein. Oder – wie es heute üblich geworden ist – Geschichten, die dann einen ähnlichen Titel tragen wie: „Wir saßen als Erste drin!“. - Marketinggeschichten! - Darum schreibe ich heute mal einen „Gedankenbericht“. Es müssen nicht immer Fahrberichte sein. Warum nicht einmal ein Bericht über jene Gedanken, die mir beim Fahren - beim Genießen - eines alten Automobils kamen. Vor 29 Jahren, im Jahre 1988. Warum also nicht mal ein "Gedanken-Bericht? - Sie finden ihn nachstehend. Natürlich ist es auch ein Erlebnisbericht, die Erinnerung an ein Automobil, das ich vor fast 30 Jahren hier in der Eifel gefahren habe; ein Automobil das heute fast 65 Jahre als ist und inzwischen einen „Wert“ von vielen Millionen Euro – oder auch Dollar darstellt. - Und ich orientiere meine Eindrücke und Gedanken an den Automobilen jener Zeit und der Neuesten – um und nach 1988 – weil die nicht nur inzwischen Vergangenheit sind, sondern man an diesen Hinweisen auch die Weiterentwicklung der Automobile über die Zeit besser verfolgen und werten kann. - Ist nun heute alles besser? - Oder hat die Entwicklung eine Richtung eingeschlagen… - Sie sollten sich solche Gedanken erst am Ende dieser Geschichte machen, die meine Fahrt in einem alten Ferrari schildert, mit dem ich - hier in der Eifel - auf den Spuren der Automobile von morgen war.

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3. März 2017: Lieber Leser!

„Eigentlich würde ich gerne mehr von Ihnen lesen“, sagt mir ein Leser und hat sicherlich kaum eine Vorstellung davon, wie schwer es ist, zu bestimmten Themen zu recherchieren. Das scheint auch vielen Redakteuren so zu gehen, die darum gerne Meldungen oder Geschichten von Agenturen nur oberflächig überarbeitet und evtl. dem Layout entsprechend gekürzt oder gelängt, in ein Druckerzeugnis einbauen. Ins Internet kommt so etwas inzwischen sogar automatisch, selbsttätig, wird sozusagen vom Computer durchgereicht. - Redakteure sind in ihren Redaktionen oft „Vielzweck-Waffen“, arbeiten auf vielen Wissensgebieten. Manchmal hat man den Eindruck, den mal ein Eberhard von Kuenheim – in meinem Beisein – gegenüber einem Kollegen, der gerade die Chefredaktion einer Zeitschrift übernahm, von deren Thematik er bestenfallen einen Hauch verstand, so äußerte: „Ihr Journalisten könnt über alles schreiben und braucht von Nichts etwas zu verstehen.“ - Wir haben damals gemeinsam darüber gelächelt. - Heute kann ich das oft nicht mehr, wenn ich sehe – und lese – wie oberflächlich Kollegen bestimmte Vorkommnisse oder Ereignisse kommentieren. Manchmal haben auch Sachinformationen über bestimmte Dinge – aus meiner Sicht – einen falschen Touch. - Ich mache mir mit Hinweisen auf solche Geschehnisse sicherlich keine Freunde. - Aber die mache ich mir mit manchen Geschichten überhaupt nicht, weil ich damit dann schon mal gleichzetig alle treffe, die dabei eine Rolle, gleich auf welcher Seite, spielen. - Ich möchte auch mit diesem „Lieber Leser“ keinen Schlussstrich ziehen, sondern mal ein Beispiel aufzeigen und ein weiteres Beispiel erwähnen, auf das ich dann in einer späteren Geschichte noch einmal ausführlicher – und mit Details – eingehen werde. - Damit schließe ich nicht aus, dass auch mir mal Fehler unterlaufen können. Aber das ist – aus meiner Sicht etwas anderes – als eine vom Marketing beeinflusste, unreflektierte und auf einen bestimmten Zweck ausgerichtete – eigentlich dümmliche – Meinung eines Redakteurs im Kommentar einer Zeitschrift, die man eigentlich ernst nehmen sollte.

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FIA & DMSB reiten „ein totes Pferd“!

Unsere „moderne“ Gesellschaft ist krank. Es muss eine ansteckende Krankheit sein. „Früher“ hat man von weit entfernten Ländern gesprochen, die man erst auf dem Globus suchen musste, wenn man das Wort „Bananenrepublik“ verwendete. Heute genügt, dass man die Augen aufhält. Es ist auch normal geworden, dass man beim Reden Synonyme verwendet. Man vermeidet „harte“ Bezeichnungen, sagt z.B. statt „Betrüger“ Vorstandsmitglied oder Träger des Bundesverdienstkreuzes, statt „kriminelle Vereinigung“ Aufsichtsrat. - Man sagt „Uli Hoeneß“ und meint „erfolgreich resozialisierter Steuerbetrüger“, spricht von „Sponsor“ und meint vielleicht Zuhälter. - Manche Synonyme sind komplizierter, weil sie eine „Gedankenkette“ erfordern. „Stuck“ steht z.B. für DMSB, eine Buchstabenfolge, die wieder für „nationaler Vertreter der internationalen Motorsportbehörde“steht, deren Abkürzung FIA wieder für Jean Todt, ein Freund von Stuck, beide dann für Geschwindigkeitsbeschränkungen auf Rennstrecken und schnelle „Telefonketten“. - Das Kürzel FIA steht für verständnisvolle Zusammenarbeit mit der Industrie, für Überregulierung von Regularien, für kunstvolle Gesetze – die „interessante Grauzzonen“ schaffen, in denen sich dann die Spezialisten der Industrie lust- und effektvoll tummeln können. FIA steht auch für Sicherheit, mit der man dann mit Sicherheit Geld verdient. Auch im Motorsport. - Während man den Menschen immer wieder daran erinnert, Vorsorge-Untersuchungen vornehmen zu lassen, ist man da beim Sport – auch beim Motorsport – in der Vergangenheit zu nachlässig gewesen. Inzwischen hilft auch keine Notoperation am offenen Herzen mehr. Doping ist im Sport eigentlich selbstverständlich geworden. Korruption auch. Betrug wird man nicht mit Betrug benennen. - Sport ist nicht mehr Sport. - Da fährt man bei der „Tour de France“ mit Elektro-Rennrädern, gewinnt mit pfiffigen Tricks in Deutschland ein 24-Stunden-Rennen für Automobile und – alles wird gut! - Wirklich? - Nur, weil 2017 dann (wahrscheinlich) ein BMW gewinnen darf? - Ist das wirklich so einfach? - Motor-KRITIK möchte an aktuellen Beispielen aus dem deutschen Motorsport einmal nachweisen, dass ein Überregulieren schließlich zum Kollaps führen muss. - Ist der vielleicht schon eingetreten? - Und niemand hat‘s bemerkt? - Motor-KRITIK darf feststellen – und es in folgender Geschichte auch an aktuellen Details aufzeigen:

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