„Der nächste Kater kommt bestimmt!“

Zur Zukunft der Automobilindustrie war über die Jahre eine Menge zu lesen. So manche dieser Gedankenspiele beschäftigte sich – wenn man vom Heute ausgeht – mit dem Morgen. Es gibt allerdings Marktbeobachter die weiter denken – und weiter dachten. - Auch weiter als Übermorgen! - In der Automobilbranche sollte ein Voraus-Denken und -Planen von 5 Jahren selbstverständlich sein. - Auch hier bei Motor-KRITIK gab es in der Vergangenheit eine Reihe von Geschichten, die sich mit Detailaspekten der Zukunft der Automobilindustrie beschäftigten. „Strom oder Benzin – eine Glaubensfrage?“ hatte z.B. bis heute rd. 48.000 Leser. (Inzwischen ist die Geschichte nur noch für Abonnenten lesbar.) - Nun hat Motor-KRITIK im Internet eine Geschichte entdeckt, wie man sie besser selber gar nicht schreiben kann, wenn man sich nicht in Detailschilderungen verlieren will, sondern die derzeitige Gesamtsituation im Markt für Automobile „knallhart“ beschreibt. Motor-KRITIK hat sich um die Genehmigung bemüht, diese Geschichte auf diesen Seiten öffentlich machen zu dürfen. - Leider gab es kein Echo! - Das bedeutet – und nun kommt Freude auf – dass diese tolle Geschichte für alle Motor-KRITIK-Leser zugänglich ist. - Wenn – ja wenn man den „Klick-Anweisungen“ in der folgenden Geschichte folgt. Der Witz bei dieser frisch ausgegrabenen Geschichte ist, dass… - Aber das lesen Sie dann später. - Beginnen wir also mit einem Satz aus dieser Geschichte, die hier zum Titel wurde:

„Der nächste Kater kommt bestimmt!“

Eigentlich war ich auf einem ganz anderen Trip, als ich – durch Zufall (?) – auf eine Internetseite stieß, die ich interessiert – auch das Archiv – gründlich durchstöberte. Da ich bin dann auf eine glasklare Darstellung der aktuellen Situation der Automobilindustrie gestoßen. Aber mehr noch: Hier gab es auch Anregungen und klare Hinweise dafür, wie man die voraus zu sehende Situation ändern könne. - Ändern muss! - Klar, dass ich mich im Interesse meiner Leser darum bemüht habe, diese Geschichte bei Motor-KRITIK veröffentlichen zu dürfen.

Leider gab es dazu weder ein JA noch ein NEIN. Es könnte sein, dass ein Öffentlichwerden den Herren Berater in diesem Moment nicht gefällt, vielleicht nicht in ihre Strategie passt. - Wir müssen also auf eine Veröffentlichung der Geschichte auf diesen Seiten verzichten.

Aber Motor-KRITIK möchte seine Leser darauf aufmerksam machen, wo – und wie - man diese Geschichte finden kann:

  • 1) Klicken Sie einfach HIER...
  • 2) ...öffnen dann – dort angekommen - im Archiv die Jahreszahl „2010“
  • 3) ...und rufen die Geschichte auf, die unter „Download 10/2010 (98 KB) „Die Zukunft der Automobilindustrie“ gelistet ist.

Nehmen Sie sich die Zeit zu einem aufmerksamen Lesen!

Kann es eine bessere, eine klarere Darstellung der Realität geben? - Motor-KRITIK würde gerne den Autor dieser Geschichte kennen. - Wer schenkte - scheinbar abhängig - seinen möglichen Auftragebern bei der Automobilindustrie schon im Jahre 2010 „solch‘ reinen Wein ein“?

Das ist nämlich der „Witz der Geschichte“, von dem ich eingangs sprach:

  • Diese Geschichte wurde im Oktober 2010 (!) geschrieben, ist 6 Jahre alt!

Sie wurde auf den Internetseiten der Berater-Gesellschaft

  • Theron Advisory Group, Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln, Zürich

veröffentlicht. Diese Berater-Gesellschaft erklärt ihre Bedeutung für die unterschiedlichsten Branchen – auch der Automobilindustrie (!) - mit der Arbeit ihrer für die jeweiligen Aufgaben zusammen gestellten relativ kleinen Teams von erfahrenen Beratern, deren Durchschnittsalter bei über 40 Jahren liegt. - Wie Sie auch auf den genannten Internetseiten lesen können.

Diese Beschreibung der Situation der Automobilindustrie im Jahre 2010 hat sich seitdem nicht zum Positiven verändert. Die wesentlichen Gründe sind immer noch dieselben. Selbst für Nicht-Fachleute wird die Situation der Branche immer deutlicher, klarer. Nicht zuletzt durch Betrugsversuche der Automobilindustrie, die aber selber nicht als solche empfunden werden, weil sie eigentlich eigentlich mehr Verzweifelungtaten sind.

Werfen Sie, lieber Leser, doch mal einen Blick in die aktuellen Automobil-Fachzeitschriften des Jahres 2016. Auch hier hat man nichts gelernt, ist offenbar bereit zusammen mit der Industrie – als „Medienpartner“ (?) - weiterhin gemeinsam den Weg „bergab“ zu beschreiten. - So lange die Industrie die Zeitschriften mit Anzeigengeldern sponsert.

Aber keine Leistung ohne Gegenleistung!

So scheint man auch auf dem Gebiet der „politischen Kräfte“ - in Deutschlands Bundeshauptstadt – zusammen zu arbeiten, wo man eine schützende Hand z.B. über „Flensburg“ (das KBA) hält, der Stelle, die man praktisch als Kontaktstelle zwischen Automobilindustrie und Politik empfinden kann. - Und man entschuldigt sich dann damit – wie praktisch – dass es bei der Automobilindustrie schließlich um viele Arbeitsplätze geht. - Eine „feine Gesellschaft“!

Die neuesten Modelle der deutschen Automobilindustrie, die, die jetzt schon für 2017 in der Fachpresse angekündigt – und hoch gelobt - werden, die sehr oft größer, schwerer sind; mehr PS und eine bessere Ausstattung haben; die stellen sich so dar, wie sie in obigem Beitrag – von 2010 (!) - schon erwartet wurden. - Und Listenpreise sind derzeit sowieso schon eine Illusion!

Natürlich versucht man mit eigentlich praxisuntauglichen E-Automobilen ein Stück „heile Welt“ darzustellen. So wie man heute für Benzin- und Diesel-Automobil in Anzeigen kaum noch einen Hinweis auf den Motor, seinen Hubraum, Anzahl der Zylinder findet, so findet man in den Anzeigen für E-Automobile auch keinerlei Hinweise auf die technischen Details der verwendeten Elektromotoren. - Und da gibt es schon Unterschiede! - Ihr Wirkungsgrad kann schon deutlich unterschiedlich sein, abhängig von der Art der Konstruktion und den verwendeten Materialien.

Auch hier nimmt dann China als Zulieferer von „Seltene Erden“ eine Schlüsselposition ein, von der man sich z.B. bei „Tesla“ nicht abhängig machen möchte. - Aber wer setzt sich schon wirklich mit den technischen Details eines E-Automobils auseinander? - Die Presse tut‘s nicht, weil der Kunde das nicht verlangt. - Der verlangt es deshalb nicht, weil er noch nicht einmal ahnt, dass es Unterschiede gibt.

Das wäre aber z.B. Aufgabe der „Fachpresse“, ihre Leser ein wenig „aufzuklären“, für das Thema zu sensibilisieren. - Nicht nur bei E-Automobilen.

Warum wird z.B. auf dem Benzinmotoren-Sektor das „Downsizing“ so favorisiert? Und möglichst noch in Verbindung mit „Vielgang-Doppelkupplungsgetrieben“? - Bitte als Automatik nutzen! - Die Antwort ist einfach: Weil sich so günstige Verbrauchs- und Schadstoffwerte (gemäß VO -EG- Nr. 715/2007) am besten darstellen lassen. - Den Praxisverbrauch „erfährt“ der Kunde dann nach dem Kauf. Schließlich ist der davon abhängig, wie – und ob - der Kunde die werbemäßig in den Vordergrund gestellte maximale Motorleistung nutzt.

Der oben zugänglich gemachte Beitrag aus 2010 mit seiner Warnung vor dem nächsten „Kater“, die hier in Motor-KRITIK zum Titel der Geschichte wurde, wurde von der Automobilindustrie in den Wind geschlagen. Und man agiert auch heute noch so, als würde es keine Überkapazitäten geben und man arbeitet sozusagen mit allen Mitteln, um der Öffentlichkeit eine erfolgreiche Branche vorzugaukeln. - Unterstützt von den politischen Kräften!

Und der Kunde zahlt für den technischen Aufwand der getrieben wird, um ihn – den Kunden – zum Kauf zu verführen! - Wie lange kann das noch funktionieren?

Man hat nicht auf erfahrene Berater gehört, sondern vertraut darauf, mit eigenen Mitteln – z.B. Leasinggesellschaften usw. - gegenüber der Öffentlichkeit „die richtigen Zahlen“ darstellen zu können. Die direkte Konkurrenz dürfte darauf nicht hereinfallen, denn die weiß auch „wie‘s geht“.

Oder hätten Sie gerne „bessere“ Exportzahlen? - Na denn verlagern wir doch einfach Lagerfahrzeuge von deutschen „Haldenplätzen“ z.B. auf die Gelände inzwischen geschlossener Ziegeleien im Französischen. - So erhält man dann – ganz nebenbei – die Mehrwertsteuer durch das Finanzamt zurück. - Und die Exportzahlen verbessern sich! - In der Statistik!

So schaukelt sich dann die Entwicklung – auf dem Papier - weiter hoch. Alles im Sinne einer scheinbar geschickten Geschäftspolitik. - Die Entscheidungen der Manager in die Richtung einer „verlogenen Öffentlichkeitsarbeit“ können nur als „krank“ empfunden werden.

Dagegen ist die Arbeit der professionellen Berater – auf die oben hingewiesen wurde – sehr zu loben.

Mit der oben genannten Geschichte aus 2010 hat die Theron Advisory Group bewiesen, dass sie für die Automobilindustrie „wertig“ sein kann!

Wenn das aber so ist, dann ist die „journalistische Arbeit“ unserer Fachpresse – da unkritisch – eigentlich „unwertig“.

Wer wundert sich da noch über sinkende Auflagenzahlen? - Da hilft auch kein „Goldenes Lenkrad“! Im Gegenteil: Das ist ein Beispiel für die „moderne Art“ von dummen Marketing-Aktionen, die die Wirklichkeit verschleiern soll.

Selbst die Industrie kann aktuell solche Aktionen nicht mehr ernst nehmen, unterstützt sie z.B. nicht mehr mit Gestellung von Testfahrzeugen, wie das bei „Goldenes Lenkrad“ (Springer-Verlag) gerade im Fall Mercedes passiert ist. - Das wird Folgen haben! - Damit wird man sich auseinandersetzen müssen.

Auch die Leser der „Fachblätter“. - Schließlich muss denen auch – über die Zeit betrachtet – der Unterschied zwischen den „schönen Geschichten“ in den bunten Blättern und der Realität, die sie eigentlich umgibt, irgendwann einmal auffallen.

Die daraus resultierende reale Einschätzung kann nur lauten:

  • „Der nächste Kater kommt bestimmt!“
MK/Wilhelm Hahne
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1 Kommentar

Spitzentext

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