Mensch gegen Computer: Der Mensch gewinnt!

Als Leser vieler „schönen Geschichten“ weiß ich, dass das „autonome Automobil“ die Zukunft in der Automobilindustrie bedeutet. - Natürlich das Elektro-Automobil auch. - In der Kombination sind sie die Zukunft der Zukunft. Es lohnt sich also darüber zu schreiben. Für Journalisten. Oder andere „Meinungsbildner“, wie z.B. Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer. Die beziehen ihre Informationen auch aus dem Internet. Da klicke ich natürlich auch herum und lese da z.B. irgendwo: „Wie die Ergebnisse der Studie zeigen, gehört die Internetrecherche inzwischen zum Arbeitsalltag von Journalistinnen und Journalisten. Ihr Vorteil liegt dabei insbesondere in der Schnelligkeit der Informationsbeschaffung im Vergleich zur Offline-Recherche.“ - Motor-KRITIK gibt es jetzt in diesem Jahr 20 Jahre im Internet. Schon viele Jahre vorher gab es diesen Informationsdienst „analog“. - Auf Papier. - Dort entstanden die Geschichten genauso wie heute: Durch Erfahrung, Wissen und ergänzt durch die daraus resultierenden Recherchen. - Heute sind die Recherchen einfacher geworden. Dank Google. - Hört und liest man. - Aber Google weiß nicht alles. Darum ist ein Journalist, der auf Google angewiesen ist, auch ein „armer Journalist“. - Motor-KRITIK hat sich mit dem was man weiß, immer bewusst auf das beschränkt, was auf eigener Erfahrung beruht, dort die Basis hat. - Darum berichten ich auch nicht über Dinge, von denen ich nichts verstehe. Auch darum trägt Motor-KRITIK den Titel Motor-KRITIK. - In der Beschränkung zeigt sich der Meister. Johann Wolfgang von Goethe hat es mal so – oder ähnlich – niedergeschrieben. - Er hätte auch heute – im digitalen Zeitalter (wie man gerne sagt) immer noch recht. - Was ich gerne nachstehend beweisen möchte. - Was dann die Bedeutung und den Wert von Motor-KRITIK für aufmerksame Leser unterstreicht:

Mensch gegen Computer: Der Mensch gewinnt!

Ich bin in diesen Tagen mit einem „normalen“ Automobil (ohne ESP) in der winterlichen Eifel unterwegs gewesen. Die kleinen Sträßchen in der Eifel sind teilweise nicht geräumt, bzw. sie waren es nicht, als ich sie nutzen musste. - Keine Probleme!

Nun fahre ich auch ein Automobil, das nur zur Fortbewegung gedacht und gebaut wurde. So wurde auch keine „Spielerei“ verbaut, das Auto ist entsprechend leicht, benötigt zum ausreichenden Vorwärtskommen keinen drehmomentstarken Motor, verfügt noch über eine richtige „Handbremse“, da gibt es auch bei auftauchenden schnee- und eisglatten Bergab-Passagen keine Probleme.

Da sind dann die SUV-Fahrer zu bedauern, die mit 2,5 Tonnen-Fahrzeugen, ausgestattet mit hubraumstarken Bi-Turbomotoren – und allen auch gegen Aufpreis erhältlichen Sicherheitseinrichtungen unterwegs sind. Und ich stelle mir vor, wie das gehen soll, wenn ein solches Automobil „in wenigen Jahren“ - wie die „Propheten sagen“ - dann „autonom“ auf schneeglattem Untergrund in der Eifel unterwegs sind, während der Fahrer die BILD liest.

Oder man fährt auf der A48 in eine plötzlich auftauchende Nebelwand hinein. - Was macht da das „autonome Automobil“?

Wenn ich so darüber nachdenke, dann weiß ich, dass es das „autonome Automobil“, so wie es in den Vorstellungen der Marketingspezialisten existiert und heute propagiert wird, niemals geben wird. So ein Automobil müsste z.B. vor einer schneeglatten Steigung die Entscheidung treffen können, die gesetzlich vorgeschriebene „Sicherheitsausstattung“ ESP auszuschalten, weil die sonst die Fahrt bei durchdrehenden Rädern so lange herunter regelt, bis dass das Fahrzeug steht. - Ein autonomes „Fahrzeug“ wird so zum „Stehzeug“. - Das ist natürlich total sicher! - Aber auch sinnvoll?

Ähnlich kann es den Kollegen der schreibenden Zunft ergehen, wenn sie sich auf die Transparenz des Internets verlassen. Das Internet ist auch nicht allwissend. Man kann sich nicht darauf verlassen, dass das Internet alle Informationen bietet, die man benötigt, um die schon vorliegenden Fakten zu einer Geschichte auch richtig „abklopfen“ zu können.

Google – bzw. deren über die Server huschenden „Such-Roboter“ - finden nicht alles, was vielleicht in einem besonderen Fall interessant ist. - Dazu ein kleines Beispiel:

Ins Internet wurde - vor dieser – eine Geschichte von Motor-KRITIK eingestellt, der eine 16seitige pdf-Datei angehängt war. Das passierte am 13. Januar 2017. Danach habe ich mit einigen Lesern dieser Geschichte gesprochen, die alle diese 16 Seiten „angelesen“, überflogen, quergelesen hatten.

Nein, richtig und gründlich gelesen hatte die niemand.

Da fand ich es interessant mal festzustellen, was wohl die „Such-Roboter“ von Google in diesem Fall gemacht hatten und wie gut die Algorithmen sind, die Google so groß gemacht haben. Also habe ich in die Suchmaske drei Worte eingegeben, wie sie in der Kombination wohl nur in dem von mir veröffentlichten 90 Jahre alten Dokument vorkommen.

So sieht dann das Ergebnis aus. Ich habe es nicht abgeschrieben, sondern zeige hier ein Screenshot von meinem Computer-Bildschirm. Entweder haben die Google-Suchcomputer das Dokument noch nicht entdeckt, es wurde von ihnen verfehlt oder die Such-Algorithmen stimmen nicht. - Wobei Google argumentieren könnte, dass ich beim Suchen etwas falsch gemacht habe.

Darum zeige ich jetzt hier die Stelle aus dem Dokument, das die Worte beeinhaltet, die ich in die Suchmaske eingegeben habe. Der hier dargestellte Ausschnitt stammt aus Seite 8. Die Mehrzahl meiner Leser wird diese Stelle auch nicht gelesen haben, weil sie der Meinung sind, dass – wenn man nicht gerade im Straßenbau tätig ist – das Lesen dieses Dokuments doch „ohne jeden Wert“ für sie ist.

Kann sein. - Mir war – und ist – aber wichtig zu erfahren:

  • Das Reichsministerium in Berlin hatte den Nürburgring zu einer „Reichsversuchsstraße“ erklärt!
  • Haben die Rechtsnachfolger des Deutschen Reiches diesen Status jemals wieder aufgehoben?

Von dieser Frage ausgehend, gäbe es sicherlich noch weitere interessante Fragen zu stellen. Ich bin mir sicher, dass ich die Auflösung nicht bei Google finden werde. - Sonst wären sie von den fleißigen, im Internet surfenden Kollegen, schon längst freigelegt worden. - Aber vielleicht fehlte denen auch nur die Basis.

Motor-KRITIK hat sie ins Internet gestellt. - Aber nur wenige lesen sie. - Noch weniger begreifen, dass damit ein „Ansatz“ freigelegt wurde, den es sich zu verfolgen lohnt. Vielleicht stößt man so auch noch auf andere interessante Puzzle-Stücke zum Thema Nürburgring.

Was Sie, lieber Leser, bei Google nicht ohne weiteres finden, wird Ihnen – vielleicht – bald von Motor-KRITIK serviert. - Hier werden zwar die Vorteile der digitalen Welt genutzt, aber wir verlassen uns nicht ausschließlich auf Computer. - Der Mensch ist auf vielen Gebieten nicht zu ersetzen.

Nicht nur im Journalismus wird der Mensch unersetzlich bleiben. - Auch beim Autofahren unter allen Bedingungen, auf allen Straßen und Wegen dieser Welt.

Denken Sie mal darüber nach! - Das Ergebnis könnte – wenn Sie mich informieren – für mich dann eine Anregung sein, mich auch mal mit dem Thema „autonomes Automobil“ und sein realer Wert in der Zukunft, in weiteren Beiträgen zu beschäftigen.

MK/Wilhelm Hahne
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