Ein Erklärungsversuch

Manchmal schreibe ich auch zu Dingen, die nicht die Branche betreffen. Aber sie berühren mich, obwohl es keine Motor-Themen sind. Manchmal bin ich nur als Mensch betroffen, manchmal auch als Journalist. Aktuelle Vorkommnise lassen mich nun etwas schreiben, was meine Leser hoffentlich so empfinden, wie es auch gemeint ist:

Ein Erklärungsversuch

Der Chefredakteur des „Handelsblatt“-online hat in einem Vorwort zu den Kommentaren auf seinen Internetseiten kurz zusammengefasst, was ich eigentlich – bisher – für selbstverständlich hielt:

„Wir freuen uns auf Ihren Kommentar. Gerne kritisch. Gerne auf den Punkt - von mir aus kurz und schmerzhaft. Auch Lob würden wir annehmen. Am meisten freuen wir uns, wenn Sie zu Ihrer Meinung mit Ihrem wirklichen Namen stehen. Wir möchten wissen, mit wem wir diskutieren, und Sie möchten wahrscheinlich auch wissen, mit wem Sie sich auseinandersetzen. Wir glauben, dass es zu einem fairen Umgang miteinander im Netz gehört, sich offen gegenüberzutreten. Dafür steht die Handelsblatt-Online-Redaktion. Dafür stehe ich.“

Ich könnte also diesen Text 1:1 übernehmen, wenn man „wir“ durch „ich“ ersetzt. Aber ich halte solchen Hinweis auf meinen Seiten, die sich durch eine kleine – aber geradezu feine – und sehr sachkundige Leserschaft auszeichnet, eigentlich für überflüssig.

In Motor-KRITIK lasse ich aber auch ganz bewußt anonyme Kommentare zu - weil ich auch Lesern Gelegenheit geben will sich zu äußern oder Informationen zu geben, für die es nicht gerade sinnvoll wäre, wenn sie das unter ihrem Namen tun würden - Stichwort Whistleblower. Außerdem würde ein Anmelde-Prozedere auch keine Garantie dafür sein, dass der Unterzeichner auch wirklich identisch mit der real existierende Personen ist - s. Facebook.

Es ist auf meiner Internetseite durch die Zuordnung der einzelnen Kommentare zur jeweiligen Geschichte klar, dass hier über Fakten, deren Auswirkungen im möglichen Zusammenspiel, ein fehlerhaftes Denken des Autors z.B. geschrieben wird. - Ich betreibe kein Forum! - So erfuhr ich bisher dann hier sowohl sachliche Kritik als auch Anregungen, habe so auch neue Themen aufgreifen können, die sich aus einer ernsthaften Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Thema entwickelten. Manche Dinge sollte man eben übergreifend betrachten, sie nicht nur „für sich“ stehen lassen. - Ich bin noch lernfähig.

In Motor-KRITIK müssen die Kommentare nicht erst von mir "freigegeben" werden bevor sie erscheinen, sondern ich schreite - im Interesse der meiner ausschließlich an Sachthemen interessierten Leser - wenn – dann erst HINTERHER ein.

Als ich dann per Zufall hörte, dass man in einem Forum, eine Geschichte von mir kommentierend, von „gequierlter Scheiße“ lesen konnte, da habe ich mir das angeschaut und mir lächelnd überlegt, dass ich so einem „Kritiker“ doch am besten klar machen könnte, dass solche Kritik an einer meiner Geschichten besser mir selbst gegenüber geäußert werden sollte, indem ich diesen „Kommentar“ auf meine Seite kopiere und dazu Stellung nehme.

Das habe ich getan. Damit habe ich sicherlich auch bewiesen, dass ich Kritik nicht grundsätzlich ablehne, sondern geradezu brauche. Zur Überprüfung der eigenen Meinung. - Wenn ich dann – wie bei dem Beispiel – am Anfang einer klaren und unmissverständlichen Negativ-Kritik, eigentlich zum Thema nur Zustimmung erfahre, frage ich mich schon: Was soll der erste Satz? - Und dann auf diesem Niveau?

Aber nun folgten auf die Darstellung auf meiner Seite dann Kommentare, die völlig losgelöst von eigentlichen Thema, persönliche Empfindlichkeiten spüren ließen und wohl auch auf der anderen Seite auslösen sollten. Die ersten „Kommentare“ dieser Art habe ich lächelnd registriert, aber dann das Thema mal mit meinem Webmaster diskutiert. - Sollte man meine Kommentarseite, die von vielen Lesern als besonders qualitätsvoll empfunden wurde, nun praktisch zu einer „Müllhalde“ verkommen lassen? - Ich wollte auch nicht durch kurze Kommentare zu diesen Kommentare die Schreiber in irgendeiner Weise lächerlich machen. - Was sicherlich kein Problem gewesen wäre.

In rd. einem Jahr vieler geschriebener Kommentare auf meinen Seiten, war es erstmals – wie ich es empfand – zu solchen „Entgleisungen“ gekommen. Und ich habe, da ich selbst mit einem 16-Stunden-Tag das Pensum das ich gerne erledigen möchte, kaum geschafft bekomme, dann meinen Webmaster gebeten, die Kommentare, die – aus meiner Sicht - „da nicht hingehören“ zwar nicht zu löschen, aber für die normalen Besucher meiner Internetseiten „unsichtbar“ zu machen.

Daraufhin gab es dann aus einer bestimmten Richtung einen Großangriff, den ich zunächst so nicht erlebt habe, da ich tatsächlich nicht den ganzen Tag am Computer sitze, sondern in den letzten Tagen zu – aus meiner Sicht – wichtigen Terminen unterwegs war. - Mir fliegen die Geschichten nicht zu, ich recherchiere.

Wer unter der neuen Flut von Angriffen gelitten hat: Mein Webmaster, der aber ohne meine Zustimmung keine Eigenaktionen starten wollte.

Nein! - Es gab und gibt auf meinen Seiten keine Zensur. Wenn die Schreiber der von mir „hinter einem Vorhang gelegten“ Visitenkarten der besonderen Art es wünschen, werde ich diese Art der „Kommentare“ gerne auf meine Seite 1 – und damit insgesamt zur Diskussion – stellen. - Ist es dieses Niveau, dass bei mir gewünscht und erwartet wird?

Gleichzeitig werde ich zum nächsten Termin aus dieser Auseinandersetzung eine „Frage des Monats“ machen. Wir leben in einer Demokratie. Die Mehrheit der Stimmen sollte entscheiden, ob das dargestellte Niveau auf meinen Kommentar-Seiten Einzug halten sollte.

Motor-KRITIK ist nicht „Facebook“. - Woran sollte man auch beider Bedeutung messen?

Vielleicht auch in Zukunft an den veröffentlichten Kommentaren. Und an den Namen ihrer Schreiber. Denn wie ist doch bei „Handelsblatt“-online zu lesen:

„Am meisten freuen wir uns, wenn Sie zu Ihrer Meinung mit Ihrem wirklichen Namen stehen.“

Noch einen schönen Sommertag!
Wilhelm Hahne

...und werden Sie bitte nicht ungeduldig, wenn ich irgendeinen E-mail-Wunsch von Ihnen nicht umgehend erfülle. Manchmal bin ich nicht nur Stunden, sondern auch Tage unterwegs. Und dann wartet eine dreistellige Anzahl von E-mail aufs Abarbeiten. - Auch Lesen kostet Zeit. - Danke!

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18 Kommentare

Zen, und die Kunst der Sure.*

Sie sind nicht das Handelsblatt und man möchte hier einmal an den Kollegen Tucholsky erinnern, der von Kaspar Hauser über Paul Panter bis Theobald Tiger so einiges an Pseudonymen genutzt hat und etwas schönes über Löcher schrieb.
Wer ist denn z.B. der Webmaster - Netzmeister, wenn nicht Sie ? Sie pflegen eben auch Anonymität, wenn sie gelegen kommt. Wenn sie denn schon über die VLN Familie schreiben, dann nehmen Sie zur Kenntnis, dass die Belobigung der eigenen Frikadellen bei Ihrem Brummfrosch, neben der "gequirlten Scheisse", bei gleichzeitiger Herabwürdigung von Klaus Abbelens Frikkos, ein hübsches Detail zum Zustand der Serie abgibt. Von diesem Detail lässt sich durchaus auf etwas mehr als nur Frikadellen schliessen. Da ist eine Menge Neid und Missgunst im Spiel.
Die Abbelen/Schmitz Ecke hatte jedenfalls keine Probleme schon "FRÜH" und deutlich konstruktive Kritik zu üben. Dafür mussten sie einige hässliche Nachteile in Kauf nehmen.

Und dann komm so ein Quakfrosch und pisst mal eben an die falschen Beine.
Das Zerlegen solcher Texte, auch über Stilfragen, stellt eher eine Aufwertung dieser Spartendiskussion da.
P.S.: Köln hat als Stadt ein Haushaltsloch von 200 Millionen Euro.
Die grosse Zahl ist sehr schnell klein geworden wie Sie treffend feststellen. Auch die der NAG. Dssd. ist allerdings schuldenfrei? Nun ja.)
Sie bezeichnen die Kommentare generalisierend als einer "Müllhalde" zugehörig. Warum?
Im übrigen stehen Ihnen die IP Adressen zur Verfügung und es gibt diese Anonymität Ihnen gegenüber nicht. Nur gegenüber anderen Mitgliedern. Aber selbst das wurde wunderbar vorgeführt: Guido Brummfrosch lässt sich ohne Probleme aus seiner Anonymität herauslösen.
Versuchen sie das doch mal beim Höllenthaler. Mein Freund hätte sicher nichts dagegen.
Genauso wenig wie Zenzi Bell; ein Mädchen aus einer dieser typisch belletristischen Bäckersfamilien aus dem Blankenheimer Raum.
Sie sollten das Medium besser beherrschen, mit dem Sie da spielen. Aber es ist eben eine Illusion zu glauben, dass man es beherrschen kann. (Da muss man nicht erst 1&1 zusammen zählen...)
Ich bin sehr auf ihrer Seite und empfinde diese Kritik auch nicht als Gotteslästerung. Aber sie schwächen sich da selber, wenn Sie nicht auch den Kommentatoren eine kritische Reaktion auf den Brummfrosch erlauben. All zuviel Platz auf der Platte nimmt das nicht ein und da ist auch keine "Müllhalde" entstanden. Seien Sie souverän. Ich habe sehr geschätzt, was sie da in der Vergangenheit so alles zugelassen haben. Das hat verhindert, dass ein Familiengrab daraus wurde. Für das Handelsblatt schreibt auch nicht nur einer. Aber genau das ist hier ein Problem welches Sie durch Ihren offenen Umgang mit den Kommentaren hervorragend gelöst haben.
War jetzt leider wieder etwas zu lang aber seis drum.
Beste Grüsse und schöne Sommertage,
Dr. Derboven

*Schrift - surta / Zeile - schura

Zen ist Nichts und Alles

Sehr geehrter Dr. Derboven,

natürlich haben Sie Recht: Ich bin nicht das Handelsblatt. Und Sie sind nicht Wilhelm Hahne. Darum muss Ihre Art zu denken und Fakten zu verarbeiten eine andere sein. Aber natürlich sind da Ihre Gedanken zur vorliegenden Situation eine wunderbare Ergänzung und Anregung.

Ich habe in meinem „Erklärungsversuch“ natürlich nur Teilaspekte aufnehmen können und wichtige Teile vielleicht – aus Ihrer Sicht – simplifiziert. Ich habe nicht Kommentare als der „Müllhalde“ zugehörig bezeichnet, sondern ich möchte nicht, dass auf meinen Kommentarseiten der Eindruck erweckt wird, das sei eine „Müllhalde“, eine Halde, auf der man alles ablegt.

Ich habe versucht darzustellen, dass es einen Unterschied zwischen „Kommentar“-Seiten und „Forum“-Seiten gibt. So wie man im Buchhandel z.B. zwischen Belletristik- und Sach-Büchern unterscheidet. Meine Lehrerin empfahl mir in der Schule schon mal: „Bitte bleiben Sie beim Thema.“

Das ist sehr schwer. Weil ein Thema eigentlich nicht irgendwo endet, sondern von uns begrenzt wird. Nicht nur über den Wolken muss die Freiheit grenzenlos sein. Aber wer ist schon grenzenlos tolerant? - Selbst mit Zen muss man nicht unbedingt das Ziel der Selbstfindung erreichen. Aber mit einer bestimmten Art von „Kommentaren“ schon das Ziel der Selbstdarstellung.

Und da bin ich als ein alter, lebenserfahrener Mann schon der Auffassung, dass es angebracht sein kann, manche „Darsteller“ vor sich selbst zu schützen. Und ich habe nach wie vor Vertrauen zu meiner eigentlichen Leserschaft, bevorzuge den offenen Umgang mit Kommentaren die sich auf das Thema beziehen.

Sie haben Ihrem Kommentar den Titel gegeben, „Zen, und die Kunst der Sure“. Das klingt sehr gut. Mich erinnert das an „Zen und die Kunst, ein Motorrad zu warten“, ein Buch das mir vor Jahrzehnten ein Chefredakteur (Jürgen Stockmar) zu meinem Geburtstag schenkte. Aber selbst das dient nicht dem Verständnis Ihrer Titelzeile. Zen ist Nichts und Alles. - Kann es sein!

Womit aber eine andere Feststellung von Ihnen Bedeutung erhält:

„Sie sollten das Medium besser beherrschen, mit dem Sie da spielen. Aber es ist eben eine Illusion zu glauben, dass man es beherrschen kann.“ -

Dieser Illusion bin ich nicht verfallen. Natürlich bin ich fehlerhaft. Das unterscheidet mich von einer Maschine. Aber ich bin auch ein wenig komplizierter.

Und ich gehe mit den mir zur Verfügung stehenden Daten sehr sorgsam um. Mich interessiert keine IP-Adresse, wenn ich den Eindruck haben muss, dass sich jemand mit Vorsatz hinter einer (Namens-)Maske versteckt.

Wer mich direkt ansprechen will, kann das gerne direkt, über meine nicht geheime E-mail-Adresse tun. Ich antworte auch gerne. Nicht immer sofort. Da spielt der Faktor Zeit eine Rolle. Denn tatsächlich wird der Inhalt meiner Seiten von mir, meiner Erfahrung, meinen Kontakten, meinen Recherchen bestimmt. Aber ich schreibe nicht immer allein.

Trotzdem, trotz Helfern und Webmaster, hat mein Arbeitstag zwischen Wachwerden und Einschlafen nur rd. 18 Stunden. Da stören dann manche Ablenkungen von der eigentlichen Arbeit schon. Aber eigentlich sind sie für den Inhalt meiner Internetseiten genauso wichtig, wie bei einem guten Menue die Vorspeise und das Dessert.

Und damit möchte ich dann meinen kleinen Gedankenflug – natürlich auch zu lang – beenden und zu dem Teil meiner Arbeit kommen, der heute unbedingt erledigt werden muss. - Ja, es gibt auch ein Pflichtprogramm.

Herzliche Grüße aus einem kleinen Eifeldorf
Wilhelm Hahne

Dem Hahn(e)

Es kräht der Hahn, dann tagt der Morgen.
Die Hennen purzeln aus dem Bett.
Man widmet sich den Alltagssorgen,
und die sind manchmal gar nicht nett.

Man pickt die Körner und man gackert.
Dann ruft die Pflicht, man legt ein Ei.
Am Nachmittag wird nicht geackert.
Und alle Hennen haben frei.

Die einen dösen, andre streunen.
Man liegt im Sand und nimmt ein Bad.
Im Sommer lässt man sich gern bräunen.
Man hört auf keinen guten Rat.

Doch manchmal kommt der böse Bauer.
Die Geldgier macht die Hennen kalt.
Und wer zurückbleibt, trägt dann Trauer.
Verflucht wird dann der Wiener Wald.

Der Gockel kräht nach seinen Hennen.
Das heißt für alle: Marsch ins Bett.
Man wird noch gackern, statt zu pennen.
Der Hahn zählt nach: Wir sind komplett.

Alles Gute !

Die Kunst der Kritik

Hallo Herr Dr Derboven,

Ich stimme Ihnen fast vollkommen zu. Nur einen kleinen Punkt möchte ich anmerken.
Es ist vollkommen in Ordnung andere Meinungen zu kritisieren, oder gar zu zerlegen und ggf. auch zu bewerten. Nur sollte nicht der RESPEKT vor der anderen Person auf der Strecke bleiben. Ich habe den Kommentar von Brumm-Frosch zu seinem Ursprungs-Thread auch nicht nachvollzierhen können, und hatte das Gefühl, dass da etwas nicht passt (IMHO).
Einige der Kommentare waren auch sehr amüsant und gut, insbesonder die stillistischen, geschrieben, andere aber waren persönliche Angriffe.
Aus meiner Sicht der Dinge gibt es einen Unterschied zwischen konstruktiver und destruktiver Kritik, aber wenn der nötige Respekt fehlt, wird es deskrutiv.
Zumal die Kommentare in ein persönliches Scharmützel ausgeartet sind, die ich ich ziemlich unpassend empfand. Von daher gesehen kann ich den Schritt des Löschens nachvollziehen.

Viele Grüße und schöne Tage
H.Lehmann

Abstimmen?

Über das Niveau demokratisch abstimmen?

Demokratie ist, wenn zwei Wölfe und ein Schaf über die nächste Mahlzeit abstimmen.
Oder für die Eifler:
Demokratie ist, wenn 90000 Zuschauer und 100 Anwohner über den zulässigen Lärm abstimmen.

Und damit sowas nicht vorkommt, haben wir eine Verfassung und Gesetze. Sie sollten hier Ihre eigenen machen.

Noch einen schönen Abend!

Abstimmen

Sauguter Kommentar zur Sache !

Super Kommentar !

Super Kommentar !

Kommentierfunktion

Die Kommentierfunktion der Online-Ausgabe des Handelsblatt ist in meinen Augen ein gutes Beispiel dafür, wie man ein einst seriöses Medium mit dem Zulassen auch prolligster und an der Sache sehr häufig völlig vorbeigehender Kommentare kaputtmachen kann. Man bekommt so zwar viele lesbare Zeilen zusammen (quasi kostenfreie Mitarbeit der Kommentar-Schreiber) - doch auf Dauer zerstört das Medium seine Reputation da der unterirdische Schreibstil der Kommentar-Schreiber die redaktionellen Artikel entwertet.
Meiner Meinung nach sind sie mit Ihrer von mir nun schon seit einigen Jahren sehr geschätzten "Motor-Kritik" hier auf dem völlig falschen Weg. Vergleichen Sie doch mal selbst den "Gehalt" der früher über das Medium "eMail" erhaltenen Kommentare mit dem der nun üblichen mal eben so dahingerotzten Meinungsäußerungen die oftmals nicht auf wirklichem Interesse an der Sache basieren sondern nur dem Drang freien Lauf lassen sich mal als öffentlich lesbar und somit wichtig wahrzunehmen.
Das schadet Ihrer "Motor-Kritik" - und zwar gewaltig. Der wahre innere Wert besteht nämlich in der unverrückbaren Aufrichtigkeit und Seriösität Ihrer redaktionellen Zeilen (auch wenn ich die Dinge schonmal ganz anders sehe) - dieser Wert wird durch die Blähungen irgendwelcher Leserbriefschreiber die hier "mal eben Ihr Mütchen kühlen möchten" (weil es doch so schön einfach ist und man sofort "Gehör" findet!) beschädigt.
Vorschlag meinerseits: Bauen Sie weiter darauf, daß Ihr seriöser Motor-Journalismus schon seine Interessenten erreicht - auch ohne vermeintlich permanenten Gedankenaustausch durch eine permanente Kommentierfunktion. Wenn einem Leser wirklich was unter den Nägeln brennt und eben nicht das eigene Ego der "eigentliche Grund" der Meinungsäußerung ist, reicht eine eMail-Adresse allemal.

Mit freundlichen Grüßen
Stocki

Hallo Stocki

Kommentare braucht niemand zu lesen.
Die setzen sich nicht nur hier vom redaktionellen Teil ab.
In dem Moment, wo man sie raus nimmt, macht man sie unbeabsichtigt wichtiger als sie vielleicht sind. Sie sind aber Teil des Spiels und daraus ergibt sich aufschlussreiches über die Leserschaft eines Autors. Die erscheint mir hier häufig als gar nicht so dumm, bzw. dahin rotzend. Sie beteiligen sich ebenfalls recht clever.
Sicher kann man per Mail auch Privat-Kommunikation mit Herrn Hahne betreiben und sich dort jenseits des Egos als besonders kultivierter Schreiber vorstellen.
Der "Joe" z.B. (Ich kenne ihn nicht) bringt weiter oben einen kritischen Gedanken in einer wunderbaren Eifel Metapher zum Ausdruck: die Demokratie als die Diktatur der Mehrheiten.
Wenn man hier mal etwas über den Tellerrand hinaus geht, wird man unschwer feststellen, das einige der Probleme (am Ring) genau dort herrühren.
Die Alternative wäre eine etwas radikalere Spielart der Demokratie, wie sie beispielsweise in der Schweiz gepflegt wird. Konsens-Demokratie nennt man das auch. Vieles worüber hier geschrieben wird, hätte sich so vermeiden lassen. Eine so fundierte Kritik, wie hier häufig zu lesen, wäre mit Sicherheit in den Entscheidungsprozess eingeflossen.
Auch der Verweis auf das Vertrauen in die Gerichte, ist trotz einiger hier besprochener Verwerfungen, zumindest letzt-instanzlich sicher noch gerechtfertigt.

Zum guten Schluss kommt man in der Schweiz ganz ohne Rennstrecken aus.
Alle stillgelegt. Warum nur?
Man fährt aber auch von dort sehr gerne - z.B. Nick Heidfeld in unter 4 Stunden - in die Eifel.
Zu Hause schätzt man die Ruhe.

...wie es auch gemeint ist...

es wird hier auch ordentlich "gedeint". Nicht nur Meinung, sondern in der Veröffentlichung genauso "Deinung" auch wen die deutsche Sprache dieses Wort nicht kennt.
Richter, Lindner, Beck meinen ja auch dauernd etwas, das dann in ihrem Sinn verstanden werden soll.

MOTOR-KRITIK ist nicht Facebook....

Genau dieser kleine, unscheinbare Beisatz in Ihrer Geschichte, bringt es auf den Punkt.

Motor-Kritik ist, zumindest aus meiner Sichtweise, eine Informationsquelle auf wesentlich höherem Niveau als es bei Facebook jemals sein wird. Und genau darin liegt ja auch der positive Aspekt an Ihren Geschichten. Auch mag es sein, das Motor-Kritik, kein "Forum" in der klassischen Deffinition eines Forums , sein kann oder auch sein will. Dennoch ist die Kommentar-ebene hier, bei Ihnen, ein e, nicht zu unterschätzende Funktion der Meinungsbildung, auch deshalb, weil hier insbesondere auch Kritik, an dem geäußert werden kann, was zuweilen auch aus Ihrer Feder "Fliießt". Aber was definiert denn ein "Forum" nun wirklich?
Ich meine das dies ein fließender Begriff ist.und, ob man es nun "Forum" oder "Kommentarfuntion" nennt, was hier angeboten wird, völlig zweitrangig ist. Diese Begriffsdeffinition ist, bestenfalls, subjektiv, nämlich aus der Sichtweise des Lesers begründet.

Eine Informationsplattform wie diese hier, hebt sich nun mal von solchen wie Facebook, Twitter, etc. schon deshalb ab, weil es hier um ein wesentlich höheres Niveau geht. Aber eben auch deshalb ist es, aus meiner Sichtweise, umso wichtiger, auch Kritik, ob nun Rhetorisch, Richtig oder Falsch, zu bestimmten Themen zu äußern. Hinzu kommt, das eben nicht jederman, Rhetorish auf einem höheren Niveau denkt, oder sich entsprechend Artikuliert oder Artikulieren kann (oder vielleicht auch nicht will....) und das, Bitte ich nicht Abwertend zu bewerten.

Im gesamten Umfeld des Motorsports, wird eine "Sprache" gesprochen, die nunmal nicht jedermans "Ding" ist und genau das ist eben auch Gut so, deshalb erstaunt mich auch die Vorgehensweise des "Webmasters" oder auch Ihre, entsprechend. Kritik verhindert man eben nicht dadurch, das Meinungen, wie auch immer gelagert oder formuliert sie sind, durch verstecken oder, wie manch andere es formulieren, durch "Neutralisieren", "Zensiert".
Und das sich Meinungen oder Kritiken oder Kommentare, hier und da, vom eigentlichem Thema entfernen, ist auch ein normales Prozedere im Umgang mit einander.
Das einzige Kriterium, bei dem ich einer "Zensur" zustimmen würde, wäre ein persönlicher Angriff auf eine Person, einer Minderheit oder "Kommentare" einer Personengruppe die ihre Machtansprüche, in welcher Form auch immer, verbreiten möchte und alles was zum kriminellen Umfeld gehört.
Gott sei Dank scheint ja dieser Punkt, in soweit hier nicht Anwendbar zu sein.

Kurzum, Kritik ist ein wichtiges Merkmal der Meinugsbildung und -äußerung und somit eines der höchsten Güter unserer Kultur. Sie ist insofern auch besonders Schützenswert, auch hier bei Ihrer "Motor-Kritik".

In der Hoffnung das dies keiner der Akteure vergessen Mag...

MFG

Ralf Sudholz

Wenn die von Ihnen genannte

Wenn die von Ihnen genannte Sprache unter Motorsport-Fans tatsächlich so verbreitet ist, sollten bei den nächsten VLN-Rennen Gutscheine für Rechtsschreihpunks-Kurse verteilt werden. Diese könnte die VHS dann in den Räumlichkeiten des leerstehenden Ringboulevards abhalten. Gleichzeitig würden die Fanshops davon profitieren, der Verkauf von Plenks, Klemps und Anführungsstrichen ist nämlich ein einträgliches Geschäft.

Zum Text...Wenn die von Ihnen genannte...

Es wäre sehr schön Herr unbekannt wenn man den Mut gehabt hätte und man hätte seinen Namen dabei geschrieben, dann wüßten wir welche Person so einen Unsinn hier schreibt
MFG
Gerd Gramer

Bitte nicht...

ich denke es ist im Sinne ihrer Leserschaft das Niveau der Kommentare nicht auf "Facebookebene" fallen zu lassen. Als schlimmstes Beispiel fallen mir die Beiträge in ams ein. Besonders wenn ein Vergleich Audi - Mercedes - BMW ansteht. Über den Beitrag kann man dann zwar diskutieren über die Beiträge meiner Meinung nach aber nicht.

Kommentare

Nun bin ich nicht der große Kritiker, Aufdecker oder Rhetoriker mit entsprechendem investigativen Spürsinn für die großen Stories. Dennoch prüfe ich die verbreiteten Informationen soweit es möglich ist, kommentiere aber nicht alles, wo es meiner Meinung nach Widersprüche aus den unterschiedlichen Blickwinkeln gibt. Ich lese hier fleißig mit und bin eigentlich froh, dass es in dem Wust der Foren und Plattformen auch Themen gibt, die auf hohem journalistischem Niveau diskutiert oder kommentiert werden.
Was ich aber gelernt habe, auch aus anderen Foren, ist nicht der krampfhafte Versuch die billigen Meinungen und Statements einiger Zeitgenossen zu widerlegen oder sie, ob des rüden Tons, zu recht zuweisen, sondern einfach zu ignorieren. Als Moderator, Webmaster oder sonst wie Verantwortlicher einer Internetpräsenz, würde ich nur darauf achten, ob gegen geltendes Recht oder Menschenwürde verstoßen wird und dann diese Beiträge mit dem kurzen Kommentar „Verstößt gegen unsere Rechtsauffassung und Menschenwürde“ löschen. Das ist auch mit dem Hausrecht des Internetseiten-Betreibers gerechtfertigt.
Ich für meinen Teil hoffe, dass es hier, trotz vieler unterschiedlicher Sichtweisen der Themen, weiter auf hohem Niveau weiter geht.

Viele Grüße
Helmut

Herr Blumberg

Ich sehe die Sache genauso wie Helmut Blumberg. Seine Aussage deckt sich 100% mit den von mir gemachten Erfahrungen als Moderator eines gut frequentierten Auto Forums (auf vergleichsweise recht hohem Niveau).

"Dont feed the troll" alles andere ist vergebene Liebesmüh, die Zeit kann man besser investieren. Das sollten aber insbesondere die mit Kommentatoren beherzigen, jeder Bezug auf so jemanden ist nur neues Futter für's Ego des Störenfriedes.

Fromme Worte

Jetzt muß ich Ihnen aber doch einmal widersprechen, werter Herr Hahne! (Aber es geht ja diesmal nicht um den Nürburgring.)
Das Handelsblatt ist schon seit längerer Zeit meine Startseite, nur habe ich es mir (weitgehend) abgewöhnt, die Kommentare noch mitzulesen. Ich mußte allerdings immer über die frommen Worte von Oliver Stock, die über den Kommentaren thronen und jetzt von Ihnen übernommen wurden, grinsen.
Herr Stock ist Journalist und verdient sein Geld mit dem Betreiben seiner Seite, die User geben dann ihren Senf dazu, kostenlos. Das ist für mich der Unterschied.
Oliver Stock steht für seinen Namen. - Sicher. Aber steht er auch noch dafür, wenn er nach Feierabend, privat sich auf Seiten herumtreibt, die thematisch vielleicht sehr, sehr weit weg sind vom Handelsblatt? Ist Herr Stock dann immer noch Herr Stock? Zweifel dürfen da wohl erlaubt sein.
Und genau das meine ich oben mit den "frommen Worten".
Im übrigen muß er sich da auch mit einem Saustall rumschlagen, um den Sie ihn wirklich nicht beneiden müssen. Nur mal ein Beispiel aus der Erinnerung: "Ich habe sowieso reich geerbt und brauche nie wieder zu arbeiten. Hä, hä, hä, hi, hi, hi, schönen Tag noch allerseits."
Daß Sie bestimmte Kommentare (den von Brumm-dings habe ich wohl gar nicht gelesen) löschen, ist für eine Seite, die nicht zur Krawall-Seite verkommen will, völlig selbstverständlich.
Nur sollten Sie Nutzern, die ein grundsätzlich argwöhnisches Verhältnis zu diesem Medium haben und vielleicht auch noch über einen seltenen Vor/Zunamen verfügen, ruhig zubilligen, sich einen "Künstlernamen" zuzulegen.
Mit freundlichen Grüßen von der NASA

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