Hier endet 2013

Andere bevorzugen einen Rückblick. Ich finde, wir haben es hinter uns. Wenn wir gut waren, haben wir daraus gelernt. Wir sollten es für den Fort-Schritt nutzen. Obwohl es schwer fällt, einen Schritt nach vorn zu tun, wo nur eine Fülle von Unbekanntem auf uns wartet. Aber eigentlich war das jedes Jahr so und wir sind jedes Jahr mit Warnungen von Verbänden, Prognosen von Wirtschaftsweisen und guten Wünschen von Freunden und Bekannten ins neue Jahr geschritten. Und irgendwie hat das immer geklappt. 2014 wird insofern nur eine Fortschreibung von 2013 sein. Die Frage ist nur: Wie werden sich bestimmte Dinge weiterentwickeln? Am Nürburgring zum Beispiel. Da ist doch Vieles wirklich nicht mehr normal. - Aber ist die Automobilindustrie in ihren Reaktionen auf die Entwicklungen über die Zeit eigentlich noch normal? - Müssen immer mehr Modell-Varianten angeboten werden? - Können immer kürzere Bauzeiten von Modellen zu Neukäufen anregen? - Baut man eigentlich noch Automobile, Fortbewegungsmittel für Menschen – oder inzwischen doch mehr bewegliche Kommunikationsmittel, die eigentlich in dieser Form niemand braucht? - Oder: Haben Sie die gegenläufigen Entwicklungen bei „Auto-BILD“ und „auto motor und sport“ mitbekommen? - Wir wollen uns das 2014 mal in Ruhe anschauen und uns hier – an diesem Tag – eigentlich nur mit uns selbst beschäftigen und feststellen:

Hier endet 2013

Motor-KRITIK hatte in 2013 mehr als eine halbe Millionen „Visits“, wie IT-Spezialisten Besuche auf Internetseiten benennen. Das ist für einen kleinen Spezialdienst viel und zeigt eigentlich, dass es immer noch genug Leute gibt, die an einer ehrlichen Meinung interessiert sind, wenn die auch nicht immer als angenehm empfunden wird.

Damit meine Leser auch hier eine Übersicht haben, hänge ich mal eine Grafik an, die Zahlen, die der Server registrierte, in farbige Säulen aufgelöst hat und so einen schnellen Überblick vermittelt:


Das ist zwar nicht der Stand per 31.12., Null Uhr, gibt aber eine Übersicht über das Jahr. - Zwar haben alle Leser meiner Internetseiten die Möglichkeit sich über Details zu meinen Seiten zu informieren...


...aber am Ende eines Jahres möchte ich auch die mit der Nase darauf stoßen, die bisher keinen Gebrauch von dem Angebot gemacht haben, das ich für selbstverständlich halte.

Meine Arbeitszeit beginnt zwar früher, aber ich zeige Ihnen auch gerne mal einen aktuellen Sonnenaufgang, der so um 8:30 Uhr hier in der Eifel, in Virneburg, stattfindet:


Welche meiner Geschichten auf diesen Seiten hat eigentlich in 2013 den meisten Beifall der Leser gefunden, wenn man den an den abgegebenen Stimmen per „Sternchen“ misst?

Es war die Ankündigung der letzten Demo zum Thema Nürburgring in diesem Jahr mit dem Titel „Demo gegen Verkauf des Nürburgring“, die zu 47 Bewertungen mit durchschnittlich 4,8 „Sternen“ führte. Dicht gefolgt von „'wiwo' entlarvt Sachwalter-Sachverstand“, die zu 46 Bewertungen, allerdings mit besseren 4,9 „Sternen“ führte.

Die am besten bewertete Geschichte aus dem Jahr 2013 war tatsächlich auch eine Nürburgring-Geschichte, nämlich die über die letzte Demo („Ring“-Demo verdeutlicht: Klarheit ist gefragt!) , die alle Leser die abstimmten, zum Klick auf „5 Sterne“ veranlasste. Es waren 37 Leser die so abstimmten, während – auch das ist für jeden Leser einsehbar – bis heute (12:30 Uhr) exakt 2.244 Besucher meiner Seiten diese Geschichte gelesen haben.

Man könnte auch sagen: Jeder der auf der Demo war, hat meine Geschichte gelesen. Aber vielleicht sind auch ein paar Leser darunter, die nicht auf der Demo waren. Immerhin wurde ihnen ein gutes, reales Bild von den Abläufen vermittelt, wie mir direkt danach von den Besuchern (und Lesern) vermittelt wurde, die sich spontan zum Abschluss eines Jahres-Abos entschlossen.

Ich möchte mich an dieser Stelle dann gleich bei all' denen bedanken, die nicht nur z.B. den kostenlosen „Nürburgring-Service“ nutzten, den es auch in 2014 geben wird, sondern die meine Arbeit auch durch den Abschluss eines Abos unterstützten. Das sind natürlich immer noch wenige. Aber ich klage nicht darüber, ich stelle nur fest. Es ist selbstverständlich so, dass die Einführung des Abos tatsächlich zu einem deutlichen Rückgang der Besucher geführt hat. Die Zeiten sind vorbei, in der eine „Glaubensfrage“ (Strom oder Benzin?) mehr als 33.000 Leser hatte, weil man von anderen Seiten mal schnell herüber klickte. - Heute müsste man Abonnent sein.

Während früher z.B. in vielen Abteilungen der deutschen Automobilindustrie durch meine Seiten geklickt wurde, ist das heute nicht mehr bei den Seiten möglich, die die Fachleute eigentlich interessieren (sollten). Eine Geschichte über den Porsche Cayman kann z.B. nicht bei Porsche gelesen werden, weil man dort kein Abo abgeschlossen hat. Aber immerhin hat sich die Prozentzahl der Leute um zwei Prozent zugunsten des Cayman bei der „Befragung“ auf meinen Seiten verbessert, nachdem meine Geschichte erschienen war.

Kritik kann nämlich nicht nur negativ, sondern auch positiv ausfallen. - Wenn das Produkt dem „Stand der Technik“ und den Anforderungen der entsprechenden Kundengruppe entspricht.

So habe ich z.B. nur offen und ehrlich meine Meinung zum Porsche Cayman niedergeschrieben. Per Saldo hatte ich offensichtlich ein Automobil beschrieben, das in dieser Form – wie von mir geschildert – bisher – zumindest von meinen Lesern - nicht wahrgenommen worden war. - Bei Motor-KRITIK gibt es weder Prospekt-Texte noch „Kaufberatungen“. (Dazu in 2014 mehr.)

Natürlich werde ich auch“ in 2014 zu automobilen Themen meine Meinung niederschreiben. Dass Reifen dazu gehören, davon können Sie als bisheriger Leser meiner Seiten ausgehen, denn hier ist ein Riesenrückstand durch die Industrie aufzuholen. Einer meiner Leser, ein „Reifenfachmann“ schreibt zu einer meiner letzten Geschichten, in der ich auch auf das Thema eingehe:

„Ihr Artikel legt ein seit Jahrzehnten bestehendes, und bis dato nicht aufgegriffenes Problem der Reifen-Entwicklung bloß – insofern verdient er einen Paukenschlag.“

Er muss es wissen. - Bei der Reifen-Industrie braucht man offensichtlich Hörgeräte.

Auch die Fahrwerkentwicklung insgesamt nimmt – aus Motor-KRITIK-Sicht - aktuell eine falsche Richtung, auch wenn man sie dem Fahrer verantwortlich überlässt. Sie geht in Richtung „hart“, was immer wieder – gerade bei jungen Leuten – mit „sportlich“ übersetzt wird. Und der Stimmung der Leute folgen die Marketing-Abteilungen.

Eine Entwicklung, die nicht nur auf dem Automobil-Sektor auszumachen ist. Wenn man sich z.B. mit Besitzern von Filmtheatern (Kinos) unterhält, wird das auch spürbar und lässt sich vielleicht in der verständlichen Formel zusammenfassen:

Je “prolliger“ der Film, desto voller die Kinos.

Mit diesem Satz lässt sich manches erklären, aber nicht alles. Zumal es offenbar Branchen gibt, die der Zeit ein wenig voraus sind. Dazu gehören die Hersteller von elektronischen Musikinstrumenten, eine Branche, die ich seit mehr als einem Jahrzehnt aufmerksam beobachte, weil sie – gemessen an der Automobilindustrie – schon immer ein wenig weiter war. Das betrifft „damals“ sowohl die Nutzung von „Mondpreisen“, wie auch die Entwicklung und Nutzung von „Touchscreens“ oder jetzt aktuell die Besinnung auf das Wesentliche:

Man versucht dem Kunden den höchstmöglichen Nutzen auf einer erschwinglichen Preisebene zu bieten.

Wenn diese Seiten mit Motor-KRITIK überschrieben sind, so bedeutet das nicht, dass seine Macher „Fachidioten“ sind. Motor-KRITIK ist – und das inzwischen seit Jahrzehnten – immer ein Fach-Informationsdienst gewesen, der versucht hat, alles Fachliche und Spezielle der Branche, in Relation zur Gesamtentwicklung zu sehen, zu setzen und zu bewerten – und für die Leser in ein verständliches Deutsch zu übersetzen.

Leider bin ich hier und da schon mal meiner Zeit voraus gewesen und habe auch nicht immer – bei der Industrie – die Gesprächspartner gefunden, die dem Niveau entsprochen hätten, dass man bei derartigen Positionen auch als selbstverständlich voraussetzen sollte. Es gibt in Führungspositionen kaum noch „Generalisten“, solche Manager, die von vielen Dingen – und vom Leben – eine Menge verstehen. Heute umgeben sich Spezialisten mit Spezialisten und hoffen auf die richtigen Vorlagen, die sie selbst gar nicht mehr richtig einschätzen können.

Man muss dem heutigen „Unnormalen“ schon mal die „normale Realität“ als Spiegel vorhalten. Damit macht man sich zwar nicht beliebt, aber es ist sicherlich nicht wichtig als „Liebling“ im Beruf ein angenehmes Leben zu führen und dafür bezahlt zu werden, dass man denen – und derer Meinung folgt – die einen bezahlen. - Ich sage gerne Danke. - Aber nicht für einen Entgelt, mit denen man meine Meinung kaufte.

Also geht es hier in 2014 genauso weiter wie in 2013. - Die Vorstände werden sich von Quartalsergebnis zu Quartalsergebnis quälen und darüber die Langzeitplanung vernachlässigen.

Wenn Sie sich manchmal über eine unverständliche Einschätzung, Feststellung, Meinung hier bei Motor-KRITIK ärgern wollen, dann sollten Sie ein Abo abschließen. - Wir beide – Leser, wie Motor-KRITIK – haben etwas davon. - Versprochen!

Zum Schluss dieses Jahres – und dieser Geschichte – zeige ich Ihnen dann nicht nur, wie hier – fast dem Wunsch der Gewerkschaft entsprechend – in dieser Jahreszeit schon um 16:30 Uhr (also nach rd. 8 Stunden) die Sonne untergeht...


...sondern wünsche Ihnen zusammen mit allen, die wir uns als Team von Motor-KRITIK empfinden, aber auch Ihren Familien

ein gutes Neues Jahr!
Wilhelm Hahne
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