2000 - 06 - 10, in Virneburg/Eifel -
...ein Tag vor Pfingsten, ein Tag an dem man merkt, dass es nun wirklich Sommer wird.
Und es gibt "Rock am Ring".

Guten Tag!

Ich lese gern. Und viel. Und mir macht es auch Spaß. Gerade habe ich mal wieder lächelnd die akutelle "ams" (Nr. 12/2000) aus der Hand gelegt. Die Jungens in Stuttgart sind zuverlässig. Da hat doch gerade wieder der Mercedes 320 CDI den BMW 730d geschlagen. Liest man den Text und vergleicht die Messdaten, versteht man eigentlich nichts mehr. Oder "nur Bahnhof".

Das hat bei "ams" Tradition. Schon zu Luckners Zeiten (Wer erinnert sich noch?) habe ich einmal nach einem Test, in dem ein armes Auto kräftig verrissen wurde, mir so ein Modell gekauft. Und war sehr zufrieden. Warum es dann von den Stuttgartern so zerrissen wurde? - Sie hatten offensichtlich das Auto nicht verstanden. Und offenbar auch kein Verständnis für die mit diesem Modell vom Hersteller angepeilte Käuferschicht.

Daran mußte ich denken, wenn nun die neue Mercedes S-Klasse in "ams" den alten 7er BMW schlägt. Dabei hat der die besseren Sitze, das bessere Fahrwerk, ist um die Hälfte leiser... - Was erwartet man eigentlich von einem Automobil dieser Klasse? - Das was BMW bietet. - Und über die "Vorzüge" der Luftfederung beim Mercedes muss man mit mir nicht diskutieren. Meine Meinung zur Mercedes-Lösung ist hier im Internet nachzulesen. Und ich brauchte sie auch nach der Nächrüstaktion der Stuttgarter nicht zu ändern. - Viele Kunden, die die nneue S-Klasse fahren - sind übrigens meiner Meinung. - Und jetzt schlägt der S-Klasse-Diesel den 7er-Diesel. - Aber nur in Heft 20 von "ams".

Und die neue C-Klasse... - Aber da recherchiere ich noch. Und bin übrigens auch für jeden "Tipp" dankbar, den ich aus dem Leserkreis erhalte. (Diskretion Ehrensache!)

Ich hatte mich übrigens schon bei Heft 11 von "ams" an meine alten Erfahrungen mit der Einschätzung, der Einordnung von Automobilen meiner Stuttgarter Kollegen erinnert. Sie nehmen einfach Messwerte zu ernst, begreifen das eigentliche Automobil nicht. In Heft 11 gab es einen Vergleichstest von "kleinen Dieseln". Der "große" Verlierer (Dritter von Dreien) war (in "ams") der Peugeot 206. Und so habe ich mir - mich meiner guten Erfahrungen von "früher" erinnernd - noch in der gleichen Woche den "Verlierer" bestellt. - "Verlierer" aus "ams" sind immer eine gute Wahl.

Man sollte sich das kaufen, was zu einem passt. Und was man bezahlen kann. Und da ich mir einbilde, ein wenig von Automobilen zu verstehen, gestatte ich mir - auch ohne die messtechnische Einrichtung von "ams" - die Feststellung, dass meine Einschätzung von Automobilen oft die richtigere ist. Dazu muss man nicht Messdaten kennen, sondern ein Auto erfühlen, die Stimmung im Markt (aufgrund der richtigen "Vernetzung" der richtigen Daten) "erahnen" und - man muss die bei der Käuferschicht vorhandenen "gewachsenen" Preisgrenzen kennen.

Ein solch "wissender" Auto-Manager war vor wenigen Wochen bei mir in der Eifel. Und bewies, dass er - abgesehen von seinem - eigentlich profunden - Wissen um Automobile - auf anderen Gebieten noch richtige Wissenslücken hat.

Mein Besucher - einer aus der Großstadt - schaute bei mir aus dem Fenster, blickte über den Bach, hinüber auf die Fichtenwälder des Gegenhangs und meinte mitfühlend: "Es ist schon entsetzlich, wenn man sieht, wie stark doch hier in der Eifel die Wälder umweltgeschädigt sind. - So schlimm wie in diesem Jahr habe ich das noch nie empfunden."

Und ich wartete darauf, das seinen tiefsinnigen Sätzen nun ein glockenhelles Lachen folgte. Aber der Mann meinte es ehrlich. Dabei sah er die Situation so falsch, wie auch Herr Milberg jede Situation falsch sieht. Mal kommt Phoenix als Gesprächspartner nicht in Frage. Mal ist es der Retter. - Nun mit einer Rover-Lizenz, der Lizenz zur automatischen Geldvernichtung versehen. (Aber darüber lesen Sie dann in meiner aktuellen Geschichte - obwohl das weniger eine BMW-Geschichte ist. Ich erzähle Ihnen etwas "vom Pferd".)

Tatsächlich wirken die Bäume derzeit hier in der Eifel - aus der Distanz betrachtet - braun , wie vertrocknet. Und wenn man aus der Großstadt kommt, hat man vom Verhalten der Bäume über die Jahreszeiten so viel Ahnung, wie Herr Caspers vom Automobilgeschäft. - Denn erst unter seiner Oberleitung konnte der 1.FC Köln ab- und nun wieder aufsteigen. - Auf den Aufstieg von Ford Köln muss man wohl - unter seiner Oberleitung (Aufsichtsratsvorsitzender!) - wohl noch länger warten. (Auch zu Ford gibt es eine aktuelle Geschichte)

Wie es um Ford Köln wirklich bestellt ist, wird auch durch die Besetzung von "Big Brother" deutlich. Der, der sich dort (bei RTL II) als "Gesamtsieger" abzeichnete, heißt Jürgen. Und ist Ford-Mitarbeiter. Im Prototypenbau. Weil es dort wohl nichts für ihn zu tun gibt, nutzt der seine "Freizeit", um 100 Tage bei "Big Brother" zu verbringen. - Nun wurde er noch von John geschlagen. - Alles ist wie im richtigen Leben. - Ob es jetzt wohl wieder bei Ford im Prototypenbau  etwas für ihn zu tun gibt?

Sabrina, dem netten Dachdecker-Luder bei "Big Brother", wird dort auch geholfen. Es gibt sogar ein Sonderkonto, auf dem die Zuschauer ihre Anteilnahme in Mark und Pfennig ausdrücken können. - Ob es das später einmal auch für die Herren Schoch und Gaul gibt, dann, wenn sie's wirklich brauchen?

Aber zurück zu den "umweltgeschädigten Bäumen" hier in der Eifel.

Mein Besucher war voller Anteilnahme. Aber das lag an seiner Agnosie. Und ich konnte sie leicht beseitigen. Was die Bäume so schadhaft erscheinen ließ, waren ihre Blüten. Derzeit - vor 14 Tagen noch mehr - sind eben die Bäume voller Blüten, die Luft ist voller Blüten. Es ist Frühling. Auch hier in der Eifel.

Zugegeben - in diesem Jahr war der Frühling ein paar Wochen früher als sonst. Und viiiiiiel intensiver. Auch schon deshalb, weil keine Nachtfröste gestört haben. Wenn ein wenig Wind aufkommt, schwabbern geradezu dichte Blütenwolken durch die Luft, hinunter ins Tal. Die Eifel wirkt derzeit in ihrem dunklen Grün so satt und kraftvoll, wie man es sonst nur auf einem um eine halbe Blende unterbelichteten Dia (für Tiefdruck) kennt. Und das Autowaschen lohnt sicher derzeit kaum, weil schon Minuten nach der Wäsche die Fahrzeuge mit gelblichem Bütenstaub überzogen sind. Auf denen dann - nach kurzem Parken im Dorf - die Katzen ihre Fußabdrücke hinterlassen haben. (Aber keine Kratzer!)

Unsere Katzen in der Eifel sind eben Auto-Fans. Und nicht nur die Katzen. Darum beschäftige ich mich z.B. auch mit den Fehlern der Automobile. Damit sie beseitigt werden. - Oder wenn sie mal "still" beseitigt werden sollen (wie z.B. bei Ford), dann mache ich schon darauf aufmerksam. Weil man doch aus den Fehlern anderer kostengünstiger lernen kann, als aus eigenen Fehlern. (Wobei ich in diesem Falle an die "Fachleute" der jeweiligen Konkurrenz denke.)

Doch zurück zum Frühling. Der macht sich auch dadurch bemerkbar, dass nun wieder Protoypen durch die Eifel kreisen. Der neue "D1" von VW versteckt sich zwar noch unter der Hülle eines Audi A 6 mit Braunschweiger Kennzeichen, aber er ist schon am Sound erkennbar. Und auch an der "Le Mans"-Version des BMW X 5 wird kräftig gearbeitet. Toller Sound. Dieses Fahrzeug wird "King" Wiedeking mit seinen Geländewagen-Plänen bei Porsche schon treffen. - Aber dann ist der vielleicht schon bei BMW. - Wenn er klug ist. - Wobei er aus meiner Sicht aber dort nicht hinpasst. Weil er eigentlich kein "Automann" ist. - Schau'n wir mal.

Und auch unter der Motorhaube der hier (noch von BMW) getesteten Land-Rover tönen Zwölfzylindermotoren. Und Porsche-Versuchsfahrer, mit 996-Typen unterwegs, schrecken zusammen, wenn sie so ein Land-Rover mit mehr als 260 km/h auf der Nürburgring-Geraden überholt. - Der Land-Rover in dieser Motor- (und sonstigen) Ausrüstung wird auch dem Herrn Wiedeking Kunden für den kommenden Porsche-Geländewagen wegnehmen. - Das von Herrn Wiedeking angestrebte Zusatzgeschäft wird nicht einfach werden. Die Konkurrenz ist schneller. Um mindestens einen Frühling.

Der Frühling sorgt auch dafür, dass altes Wurzelholz durch neues Grün überdeckt wird. Wobei mir dabei einfällt, dass - schon vor Wochen -  Fachabteilungen von Opel auf e-mails von Motor-KRITIK antworteten. Nicht Herr Borghs. Natürlich nicht. (Schon deshalb, weil der nicht antworten würde. - Weil versprochen ist versprochen!) - Aber dat die dat dürfen... - Aber wer "Capital" gelesen hat wußte, dass H.P.B. inzwischen ein "Auslaufmodell" war. Der Aufsichtsrat steht zwar voll hinter ihm. Aber sonst verläßt man sich wohl kaum noch auf ihn. (s. die Reaktion von Fachabteilungen auf Anfragen von Motor-KRITIK)

So wird altes Wurzelholz unter neuem Grün verschwinden. Schon in diesem Frühjahr. Die "SZ" meint, "Opel verliert den letzten analytischen Kopf". - Hoffentlich. Dann gibt es vielleicht auch mehr richtige "Bauchentscheidungen". Die braucht Opel dringend. - Prozesse "mit Kopf" hat man sicherlich genug geführt.

Auch in anderen Pressestellen stehen Veränderungen an.. Dabei denke ich nicht nur an Herrn Rippelmeier. Wobei Frau Dr. Wegerhoff mannhaft kämpft. Mit Herrn Dr. Riecke. - Aber nur einer kann gewinnen. - Und der Sieger steht schon im neuen Zukunfts-Organigramm. - Dumm gelaufen. - Und wird Herr Gaul wirklich beim VDA anfangen, wie es derzeit von anderen PR-Schwalben gezwitschert wird? - Wohl kaum. Dann würde er auch den Stil seiner Reden ein wenig umstellen müssen, wenn ich seinen Redeauftritt bei der Siegerehrung zur "Auto-Trophy" der Kölner "Auto-Zeitung" zum Maßstab nehme. - Aber eher geht auch Borghs beim VDA "in Stellung". - "Auf Wiedersehen!" (s. seinen Abschiedsbrief.)

Ich habe vor Wochen in einer Geschichte von Dr. Reitzle in der "WamS" gelesen (ja, ja - auch der macht Geschichten. Fragen Sie mal Richard Gaul. - Aber auch dazu gibt's ja dieses Mal eine Geschichte von mir), dass der Kerngedanke unseres Jahrtausends sei: "Think global - act lokal.". - Und so schlage ich - auch dieses Mal - lokal zu, damit es global besser wird.

Aber besser wird es nicht dadurch, dass wir uns immer mehr zu Spezialisten entwickeln. Mit mir können Sie sich auch über die Blütenträume in der Eifel unterhalten; ich weiss auch, das Seicento nicht nur ein Fiat ist, sondern man damit auch eine eigene Stilrichtung der italienischen Kunst des 17. Jahrhunderts bezeichnet. - Und Agnosie - den Begriff den ich oben (absichtlich) verwendet habe, heißt "Unwissenheit".

Mir ist es wichtig, die zu bekämpfen. Meine Unwissenheit. Und damit vielleicht auch Ihre verringern zu helfen. Denn wir alle lernen doch niemals aus. Ob das immer so ben marcato (ich hatte mal Klavierunterricht) passieren muss, wie von mir bevorzugt, ist natürlich die Frage. Aber so versteht man mich. Und so kennt man mich. Seit Jahrzehnten. - Obwohl ich manchmal auch richtig kontemplativ sein kann. (Die Auflösung finden Sie in jedem guten Fremdwörter-Lexikon.) - Aber so mag man mich wohl weniger. - Weil man mich so nicht kennt. - Aber fragen Sie mal meine Frau... -

Guten Tag!

Wilhelm Hahne

...und Herrn Glodschey "Gute Besserung". (Er zerstörte gerade vor Wochen in Niederbayern einen neuen 3er BMW, auf einer Vorstellung, die übrigens deutlich billiger - im siebenstelligen Bereich! - war, als die des 3er Cabrio in Spanien.) Seinem Beifahrer - ein guter Freund von Richard Gaul - passierte nichts. - Und ich war so mit dem Recherchieren von tausend Kleinigkeiten (von BMW über die DTM bis hin zu Opel und VW) beschäftigt, dass ich nicht mehr zum Schreiben kam. Und ich müßte eigentlich immer noch recherchieren. Schon der C-Klasse wegen, wegen... - Aber einmal muss man auch einen Strich machen. Nicht nur der "Input" ist wichtig, auch  "Output".  - Aber nun "fließt" es wieder. - Wie Sie nachlesen können. - Jetzt!
Wenn Sie die aktuellen Gechichten alle ausdrucken lassen würden, wenn Sie sich dazu (wie bei Zeitschriften üblich) einen 50prozentigen Bildanteil denken und sich dann - wie bei "ams"  - einen "Anzeigenschlüssel" von um 50 Prozent vorstellen... - Warum sollte ich Bücher schreiben, wenn's auch so geht?


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