„Wir sind Nürburgring“ sagt Danke!

Am 2.September 2016 – das ist schon Freitag dieser Woche! - beginnt in Nürburg, nahe der Gemeindehalle ab 16:00 Uhr ein „STRaßenfest“, das von den Fans, die von sich sagen können, „Wir sind Nürburgring“, in Abstimmung mit drei wesentlichen Sponsoren ins Leben gerufen wurde. Dieses Mal möchte man den Sportwarten an der Nürburgring-Nordschleife und denen an den GP-Variationen einmal DANKE sagen. Da ist es fast selbstverständlich, dass in diesem Fall zu den Hauptsponsoren die VLN-Veranstaltergemeinschaft zählt. Aber auch „Ja zum Nürburgring“ engagiert sich mit einer großherzigen Spende. Und das „Hotel am Tiergarten“ - mit ihrer Besitzerin Uschi Schmitz - hat nicht nur bedeutende (und leckere) Sachspenden beigesteuert, sondern auch die Idee, die Sportwarte wirklich wie Gäste zu behandeln. Die Damen und Herren vom Streckenrand erhalten nicht etwa abgezählte Bons, sondern dürfen – wie wirkliche Gäste – nachdem sie mit einem farbigen Armband ausgestattet wurden, nach Herzenslust essen und trinken. - Wie Gäste eben, die man eingeladen hat, um sich für ihre Mitarbeit an einer guten Sache zu bedanken. - Es wäre schön, wenn an diesem „Gemeinschaftsabend“ viele, viele Besucher insgesamt eine Atmosphäre entstehen lassen würden, die einem solchen „Dankeschön“ dann auch eine gewisse Dimension verleiht.

„Wir sind Nürburgring“ sagt Danke!

An diesem Freitagabend „spielt die Musik“ mal nicht an der Rennstrecke, sondern im Umfeld der Nürburger Gemeindehalle. Es gibt „kölsche Musik“ zum Kölsch. - Oder zum „Bit“. Und natürlich werden auf dem Grill nicht nur die typischen „Rennwürste“, sondern auch saftige Nackensteaks den Besuchern angeboten.

Da hier überwiegend Fans der VLN und der Nürburgring-Nordschleife zusammen kommen, dürfte es eigentlich Gesprächsstoff genug geben. Auch durch so aktuelle Anküńdigungen, dass das „Frikadelli“-Team nun den (mit Motorschaden defekten) Porsche in der Halle lässt und sein Glück einmal mit einem BMW M6 GT3 versucht.

Eine weitere Ankündigung – vom 30. August 2016 – wird vielleicht auch für Gesprächsstoff sorgen:

Der AC Monheim im DMV ist seit dem 1. Januar 2016 offiziell aus dem „VLN-Verband“ ausgeschieden. Motor-KRITIK war bisher das einzige Medium, das darüber kurz informiert hat. Am 6. Juni 2016. Wir waren bei Recherchen zum Thema „Zusammenschluss von VLN und CNBG“ darauf gestoßen und hatten - „damals“ - auch die Information erhalten, dass aber der AC Monheim den 9. VLN-Lauf in 2016 – wie vorgesehen – durchführen würde.

Wie wir nun wissen: Dieser Lauf wird nicht mehr vom AC Monheim im DMV veranstaltet werden, sondern vom MC Adenau im ADAC. Auffallend ist, dass in der offiziellen Mitteilung kein Grund für das Ausscheiden des AC Monheim angegeben wird, nachdem dieser Club doch über Jahrzehnte bei der Organisation von VLN-Rennen am Nürburgring hervorragende Arbeit geleistet hat.

Ich glaube das beurteilen zu können, weil ich viele, viele Jahre in vielen, vielen VLN-Rennen selbst am Start war. Da fragt man sich natürlich: Warum gibt es da kein Wort des Dankes für die Arbeit vieler Mitglieder dieses Vereins, die diese Arbeit ehrenamtlich (!) getan haben?

Und als ich jetzt noch einmal – der Ordnung halber – meine Feststellungen überprüfe, ist die Meldung, die ich gerade noch als eine vom 30. August notiert hatte, auf den 26. August verrutscht. - Dass das ursprünglich mal eine Meldung vom 30. war, dafür habe ich einen Zeugen, weil wir uns darüber telefonisch aktuell (gestern) noch ausgetauscht haben.

Für Gesprächsstoff ist also auch bei diesem Thema gesorgt.

Hier ist das von der Gruppe „Wir sind Nürburgring“ entworfene Plakat, das wir aber – wir bitten um Verständnis – noch ein wenig „verschlimm-bessert“ haben. Wir haben die – aus unserer Sicht – so wichtigen vier Fotos mit den Sportwarten, die an diesem Abend eine große Rolle spielen, noch einmal mit kräftigen und scheinbar nachlässig gesetzten gelben Strichen aus dem bunten Einerlei der Plakatoberfläche herausgehoben. - Wir finden das so „hinweisender“.

Obwohl es manchen sicherlich unpassend erscheinen wird, in „fremden Plakaten“ herum zu malen.

Aber so ist Motor-KRITIK nun mal. Und kann es auch erklären. - Auch – und gerade - Freunden gegenüber!

Darum ist uns nicht nur aufgefallen, sondern wir sprechen es auch an, dass Fans des Nürburgrings sich manchmal wie kleine Kinder benehmen, wenn der Eine das Gefühl hat, irgendwie von einem Anderen übergangen worden zu sein. - Wer nichts zu sagen hat, ist eben selber schuld! - Aber wie man sich dann – wohl aufgrund des eigenen Selbstwertgefühls und der eigenen Selbstdarstellung wegen – benimmt, das wirkt zumindest auf mich ein wenig lächerlich.

Wenn es um den Nürburgring geht, sollte man doch an einem Strang ziehen! - Dachte ich.

Um es nicht zu vergessen: In direkter Nähe der Gemeindehalle wurde für interessierte Besucher die Möglichkeit geschaffen, ihre Zelte aufzuschlagen oder ihren Campingwagen abzustellen. Denn am nächsten Tag, am Samstag, dem 3. September 2016 läuft auf der Nordschleife das „ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen“, wie immer vom MSC Ruhr-Blitz Bochum e.V. im ADAC veranstaltet.

Dieses Rennen wird im Rahmen der VLN-Langstreckenmeisterschaft ausgetragen (jawohl, seit 2001 hat die Serie den Status einer Deutschen Meisterschaft!), von vielen Fahrern als ein Höhepunkt empfunden. 2014 war mehr als 190 Fahrzeuge genannt; 2015 waren es noch 170. - Schauen wir mal, ob am Samstag in diesem Jahr – in 2016 – noch 160 Fahrzeuge am Start sein werden.

Noch etwas wird für die Besucher des Rennens interessant sein zu beobachten: Die „Weiterentwicklung“ der schnellsten Rundenzeiten.

2010 erreichte das Porsche-Team Arnold/Menzel die Pole Position in 8:08 min; 2013 waren Stippler/Basseng/Rusinov schon 8:04 min schnell. Da darf man dann nach den Leistungskorrekturen („nach unten“!) durch die „BoP“ und die „Sicherheits-Korrektur“ am Streckenabschnitt „Flugplatz“ auf die Pole Position-Zeit 2016 gespannt sein.

Früher, als es noch eine Opel-Fertigung in Bochum gab, stand dieses 6-Stunden-Rennen übrigens ganz im Zeichen dieser Firma und auch die Oberbürgermeisterin von Bochum war immer bei diesem Rennen persönlich zugegen.

Nun gibt es Opel in Bochum nicht mehr und die „alte“ Oberbürgermeisterin gibt es auch in dieser Position nicht mehr. So läuft dann dieses Jahr das Rennen zum ersten Mal unter dem Namen des Ölhersteller ROWE, der sich auch mit seinem Einsatzteam bei der VLN inzwischen einen Namen gemacht hat.

Immer wieder gerne hier oben am Ring gesehen ist der Mann, der nicht nur einmal der Präsident des ADAC war, sondern auch aktuell immer noch mit seinem Verein „Ja zum Nürburgring“ die Interessen des Breiten-Motorsports an dieser Eifel-Rennstrecke vertritt: Otto Flimm.

Es wird sicherlich auch eine Reihe von Fahrern geben, die sich an diesem Abend die Möglichkeit des direkten Kontaktes mit den Sportwarten nicht entgehen lassen werden.

Dieses „STRaßenfest“ in Nürburg ist in jedem Fall ein interessanter Einstieg zu einem wundervollen Motorsport-Wochenende. Laut Wettervorhersage wird es am Freitag, Samstag, Sonntag hier in der Eifel zwar bewölkt sein, aber immer noch über 20 Grad Celsius warm.

Wir sehen uns also am Freitag, 16:00 Uhr, mit „Veedel for 12“, so heißt die Band, die für die Sportwarte einen „kölschen Abend“ rocken wollen. -

In Nürburg, in der Eifel, gibt‘s also auch „kölsche Tön“!

MK/Wilhelm Hahne

PS: Wer mit den Buchstaben „STR“ in der Ankündigung „STRaßenfest“ nichts anfangen kann: Das steht weder für Deutsch, noch für Kölsch, sondern für „SAVE THE RING“.

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