Der neue F1-Weltmeister tritt zurück!

Für Alle war es ein Schock. Da hat man nun endlich wieder einen deutschen F1-Weltmeister – und dann das! Einer, der glaubte sein Freund zu sein, war (fast) beleidigt, dass ihn Nico nicht vorher informiert hatte. Nico Rosberg hat aus Motor-KRITIK-Sicht alles richtig gemacht. Für uns war der Rücktritt zwar auch zu diesem Zeitpunkt überraschend, aber wir hatten schon vor Monaten etwas in einem „Lieber Leser“ geschrieben, was in nachfolgender Geschichte noch mal einkopiert werden soll. - Und Sie können es auch nochmal insgesamt nachlesen. Ein „Lieber Leser“ vom 6. Juli 2016 ist schnell gefunden. Da müssen wir auch nicht verlinken, zumal Sie, lieber Leser, den entsprechenden Abschnitt der Geschichte unten einkopiert finden. Hier in der Eifel hat kurz nach 14 Uhr das Telefon ständig geklingelt. Interessant war auch, die unterschiedlichen Theorien zu hören, die insgesamt betrachtet dann alle Möglichkeiten aufzeigten, die Mercedes nun hat. - Von Vettel bis Wehrlein. - Aber bleiben wir doch zunächst mal bei der aktuellen Meldung:

Der neue F1-Weltmeister tritt zurück!

Nein, diese Entscheidung eines Nico Rosberg war nicht von der Art, die in der bisherigen Planung eines „Toto“ Wolff für die neue Saison eine Rolle spielte. In 2017 sollte der neue F1-Weltmeister, Nico Rosberg, mit der Start-Nr. 1 bei 20 Starts rund um die Welt – von Australien bis Abu Dhabi - die Überlegenheit deutscher Automobil-Technologie präsentieren.

Nun wird – wieder (!) - kein Mercedes mit der Start-Nr. 1 am Start sein. - Lewis Hamilton hatte darauf in 2016 – nicht zur Freude von „Toto“ Wolff und des Mercedes-Marketing - verzichtet. - Wer Motor-KRITIK regelmäßig liest, weiß warum.

Lewis Hamilton hat zwar einen Vertrag mit Mercedes bis 2019, aber wer in den letzten Jahren aufmerksam die Formel 1 verfolgt hat, weiß um den Wert solcher Verträge.

Nun möchten wir zunächst aus der Motor-KRITIK-Geschichte vom 6. Juli 2016 zitieren:

"Natürlich war früher nicht alles besser, aber ich denke schon, dass es mehr „echte Racer“ gab, wirkliche „Fahrer-Persönlichkeiten“, wie man sie heute immer noch im Motorradsport findet. Die vom Marketing herangezüchteten Automobil-Rennfahrer werden mit ihren nichtssagenden Standardantworten und angelernten Marketing-Phrasen eigentlich gar nicht ernst genommen. Solche Interviews dienen oft nur noch dem Füllen von vorhandener – und evtl. gekaufter – Fernseh-Sendezeit. - Was hat der Zuschauer, der Leser davon?


Oder sollte man die „Standard-Journalisten“ mit ihren „Standardfragen“ wie, “Was geht jetzt in Ihnen vor?“, wirklich ernst nehmen?
Es gibt auch Jemanden – einen Leser - der sich speziell zum „Fall Nico Rosberg“ geäußert hat und eine interessante Feststellung trifft, deren Aussage – jetzt wo ich sie gelesen habe – klar und schlüssig ist:

'Hoffentlich wacht der Nico Rosberg auch mal irgendwann auf. Dann hat er eine Chance der zu werden, der er im Innersten ist. Keine Ahnung, was er ist. Aber sicherlich ist der kein Rennfahrer. Er ist ein "Hineingeborener", der sich arrangiert hat.'

Der letzte Satz ist von einer Art, von dem ich nun weiß – da ich ihn gelesen habe – dass er in mir schlummerte. Er trifft eigentlich das, was ich zu Nico Rosberg hätte schreiben müssen. - Mein Leser war schneller, besser!"

Nico Rosberg hat heute, am 2. Dezember 2016, vor dem FIA PRIZE GIVING, auf der er auch als Weltmeister geehrt werden sollte, seinen Rücktritt bekannt gegeben. - Das hat Stil!

Hier der wichtige Beweggrund, der ihn nach eigener Darstellung dazu gebracht hat, sich direkt nach Erreichen seiner ersten Weltmeisterschaft vom GP-Sport zurück zu ziehen:

„Ich folge meinem Herzen!“

Und:
„Das fühlt sich richtig für mich an.“

Das passt exakt zu der Einschätzung, wie sie schon im Juli bei Motor-KRITIK zu lesen war.

Wir gratulieren Nico Rosberg zu seinem Entschluss, der ihm nun die Chance gibt, sein Leben nach seinen Vorstellungen, nicht nach „fremden“ zu führen.

Wir verstehen auch, dass das ein Hans-Joachim Stuck nicht versteht! - Er versteht auch andere Dinge im Motorsport nicht.

Niki Lauda hat inzwischen informiert, dass man bei Mercedes den 2. Mann im Mercedes F1-Team noch bis Weihnachten 2016 benennen wird. Wer das auch immer sein wird: Er wird die Dominanz eines Lewis Hamilton akzeptieren müssen.

Damit ist aber noch nicht klar, wer denn Weltmeister 2017 wird, ob nämlich Mercedes mit der neuen Version eines F1-Boliden wieder das „Große Los“ zieht, wird man erst nach den ersten Rennen in der neuen Saison wissen.

Mercedes bleibt – soweit jetzt bekannt – der „Joker“ Lewis Hamilton erhalten.

Man wird ihn aber in 2017 anders behandeln müssen, wenn man seine fahrerischen Möglichkeiten wirklich ausschöpfen möchte. - Auch der beste Rennfahrer der Welt braucht Motivation!

Niki Lauda sollte das wissen!

MK/Wilhelm Hahne
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