2009-07-28

Guten Tag!

„Ohne kritischen Einspruch, ohne das Engagement
unbequemer Denker verkümmert die Gesellschaft.
Wir brauchen Streit und Widerspruch,
wir brauchen die Zumutungen und Fragen
unabhängiger Köpfe. Man kann sogar sagen:
Nie ist der sperrige Individualist wichtiger
gewesen als heute, besonders wenn er mit Ironie,
Witz und Eigensinn die am laufenden Band
produzierten intellektuellen, kulturellen und
politischen Moden auf ihren tatsächlichen Gehalt prüft."
(Roman Herzog, am 13. Dezember 1997
zum 200. Geburtstag von Heinrich Heine)

Meine Großmutter hatte Heinrich Heine auch nicht persönlich erlebt. Sie hatte auch sicher eine andere Art zu denken und zu sprechen. So pflegte sie gerne bei besonderen Anlässen zu sagen: "Nee, nee! - Wie schön, dat ich dat noch erleben darf!" - Ich muss mich daran erinnern, wenn ich an die Ereignisse der letzten Wochen zurück denke. Aber ich weiß nicht, ob man das was ich nun gerade erlebte, auch unbedingt als "schön" empfinden muss.

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