2013-04

Uli Hoeneß & Kurt Beck: Gleiches Niveau?

Gleich welchen Radio- oder Fernsehsender man derzeit bemüht, welche Zeitung oder welche Zeitschrift man liest: Uli Hoeneß wird in allen Lebenslagen – und mit zur Geschichte passenden Bildern – den Sehern, Hörern, Lesern vorgestellt. Entsprechende Beiträge über Kurt Beck vermisst man. Gibt es eigentlich einen Unterschied zwischen den „rechtsfreien“ Handlungen, die von Uli Hoeneß und Kurt Beck vorgenommen wurden? - Geht es nicht immer um „Steuergeld“? Der eine hat es nicht gezahlt, der andere hat damit herumgeschmissen (oder damit herumwerfen lassen) und es praktisch vernichtet. Hoeneß hat auf ein Abkommen zwischen der Schweiz und Deutschland gesetzt, das nicht zustande kam. Kurt Beck hatte – z.B. beim Projekt „Nürburgring 2009“ - wohl als Einziger das Finanzierungsprojekt seines Finanzministers verstanden und auf die Umsetzung vertraut, wegen dem (u.a) dieser Minister jetzt vor Gericht steht. - Ist Kurt Becks Versagen, sind seine Handlungen, bzw. die, die er zu verantworten hat, geringer als die eines Uli Hoeneß? - Die Frage ist:

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SWR4 „Klartext“: Unterwegs im Regierungsauftrag?

Mega-Einkaufszentren, Windkraft, Bilanz der EnBW, Fussball und Gewalt, Mittelrheintal. - SWR4 hat bei Google Spuren hinterlassen. Warum also nicht mal Nürburgring? SWR4 will „klare Positionen, gute Argumente und Durchblick verschaffen“. „Uns liegt nichts an Gefasel“, sagt man. Was dann aber in Nürburg unter dem Obertitel „Wie geht es weiter“ geboten wurde, war ein Stück Volksverdummung. Empfehlung von Motor-KRITIK: Man hört die Aufzeichnung (heute Freitag, 26.4., von 19:05 bis 21:00 Uhr, auf der Frequenz Koblenz 107,4) am besten über einen „Volksempfänger“, dessen (technisch beschnittene) Frequenzen gut ins (thematisch beschnittene) Hör-Bild passen. - Man musste sich beim Erleben der Aufzeichnung am Donnerstagabend (25.4.) fragen:

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24. April 2013: Lieber Leser!

Mich erreichen aus dem Leserkreis auch Vorwürfe. So hätte ich z.B. nicht die Zuordnung des Motorsports zum Sport gefährden, hätte als Journalist nicht durch eine Anzeige in Sachen Formel 1 agieren dürfen. - Natürlich, so sagt man, ist das alles richtig was da geschrieben steht, aber - „so etwas macht man doch nicht“. Denn so fügt man – als Journalist – ja dem Motorport noch größeren Schaden zu. Weil man mit dem Finger auf Wunden zeigt, die Funktionäre heimlich schufen, weil sie sich gerne fügen, den Industrieinteressen unterordnen. - Es soll natürlich keinem schaden. Vor allen Dingen nicht der Industrie. Und auch nicht den Funktionären und ihren Organisationen. Es ist auch nicht schlimm wenn man nicht so dumm ist, dass einem das entgehen würde. Aber da spricht man doch nicht drüber. Und schreiben schon garnicht. Das tut kein feiner Mann, höre ich. Die Leute vergessen leider, dass man sich als guter Journalist nicht immer als feiner Mann darstellen kann. - Das erwartet man hoffentlich auch nicht – bei und von Motor-KRITIK.

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Die Formel 1 & der Staatsanwalt

Wer aktuell von der Formel 1 berichten will, der schreibt davon, dass Nico Rosberg am Wochenende in Bahrein auf die Pole Position fuhr und dass dann Sebastian Vettel das Rennen am Sonntag gewann. In Journalistenkreisen ist das Thema Reifen übrigens immer noch aktuell. Motor-KRITIK-Leser wissen längst, dass das Problem bei Pirelli liegt. (Achten Sie auf den Kommentar!) - Hier in Motor-KRITIK soll heute auch aktuell von der Formel 1 berichtet werden. Das betrifft zwar ein Rennen, das nun schon Wochen zurück liegt, aber ich habe erst am letzten Samstag – also vor zwei Tagen – dazu eine Reaktion von der Staatsanwaltschaft Koblenz erhalten. Die konnte nicht schneller sein, weil sie nicht im Windschatten meiner Anzeige antworten wollte, sondern ihren Richtungswechsel (man darf in der Formel 1 „zum Sperren“ nur einmal die Fahrbahn wechseln), ihre Reaktion, gut vorbereitet hat . - Gerade darum ist meine heutige Geschichte dann aber trotzdem eine aktuelle Formel 1-Geschichte. - Mit „überholtem“ Hintergrund?

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SWR stolpert über „Tod & Teufel“

Am 25. April gibt es sowohl in Adenau als auch in Nürburg „Theatervorstellungen“. Zu beiden Veranstaltungen werden keine Eintrittspreise verlangt. Einmal zeigt die Theater-AG des „Erich-Klausener“-Gymnasiums Adenau in der „Hocheifelhalle“ ab 19 Uhr eine moderne Version des „Jedermann“, der SWR macht in der „Graf-Ulrich“-Halle in Nürburg – zur gleichen Zeit - den Versuch, ein noch aktuelleres Theaterstück, „Nürburgring 2009“, unter Mithilfe einer Reihe von Amateuren zu inszenieren. Die Texte müssen hier teilweise improvisiert werden. Allerdings darf erwartet werden, dass sich die bei der Planung bereits „gesetzten“ Hauptdarsteller an die im Drehbuch vorgegebene Rahmenhandlung halten. - Wer den Hintergrund nicht kennt, wird die Abläufe – hier wie da – als normal empfinden. Sie sind so normal wie ein Krokodil im Rhein.

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VLN 2013: Mit Hypotheken belastet

Die VLN-Langstreckenmeisterschaft geht in ihre 36. Saison. Die begann – bedingt durch den langen Winter - mit einer Verzögerung. Sie ist auch in diesem Jahr wieder mit vorschnellen – und einsamen! - Entscheidungen des ADAC Gau Nordrhein zum Thema 24-Stunden-Rennen vorbelastet, der wie selbstverständlich der VLN-Organisation in 2013 z.B. willkürliche Eingriffe in den sportlichen Ablauf der Langstreckenveranstaltungen vorschreibt. Die VLN muss auch mit Verärgerungen von Teilnehmern leben, die aus einem selbstherrlichen Verhalten der nationalen „Sportbehörde“ DMSB herrühren. Außerdem sah man sich bei der VLN durch ein vielfaches Fehlverhalten von Teilnehmern in den letzten Jahren dazu veranlasst, die Geschwindigkeit bei „Doppel-Gelbphasen“ genauer zu kontrollieren. Was mal wieder für Alle (!) eine zusätzliche Kostenbelastung bedeutet. - Man durfte also gespannt sein.

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OPEL-Neumann: Einfach „herrlich“?

Opel hat einen neuen Vorstandsvorsitzenden. Mal wieder. Es ist der 19. nach dem Zweiten Weltkrieg. (Zum Vergleich: VW hatte acht, Daimler-Benz zehn, BMW elf.) Über den neuen Opel-Chef waren auch in Motor-KRITIK schon ein paar Zeilen zu lesen. Es gab eine vorsichtige Einschätzung. Inzwischen liegen aber erste „Einschätzungs“-Berichte vom Auftreten dieses Herrn von anderer Seite vor. Er scheint GM sehr verbunden, sieht offensichtlich bei Opel eine der raren Möglichkeiten, an der Spitze einer AG tätig zu sein. Das lässt seine Verweildauer auf dem Opel-Chefstuhl nach den bisherigen Erfahrungen ungewiss erscheinen. Das aktuelle gemeinsame Auftreten mit GM-Chef Dan Akerson in Berlin bei unserer Bundeskanzlerin – und deren Reaktion – wirft aber eine andere Frage auf, die nur als Wortspiel in deutscher Sprache möglich ist:

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„Fragen Sie bitte Herrn Prof. Dr. Reitzle!“

Wenn es um die Nürburgring-Affäre geht, geht es um die Betrachtung und Beachtung vieler Details. Aber wer kennt sie schon alle, hat sie nicht nur wahrgenommen, sondern kann sie auch zuordnen und in ihrer Bedeutung werten? - Da scheint es mir einfacher, doch mal die Betrachtungsweise zu ändern: Nicht von unten – sozusagen klein-klein – eine Argumentationskette aufzubauen, sondern die aktuelle Situation des Nürburgring-Skandals mal „von oben“ zu betrachten.

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9. April 2013: Lieber Leser!

Wie ich aus dem persönlich mir gegenüber, telefonisch und schriftlich geäußerten Echo schließen kann, habe ich mich mit folgender Darstellung am 28. März ein wenig unglaubwürdig gemacht: „Als besonders beeindruckend empfand ich in den letzten Wochen den „Zufall“, dass von um 30 angeschriebenen Industriefirmen (Hersteller, Importeure, Zulieferer) sich keine einzige für ein Abo von Motor-KRITIK entschließen konnte.“ - Es kann doch nicht sein, dass die Industrie einen einzelnen Journalisten aus Ihrem aufwändig betriebenen Informationssystem ausklammert, höre ich. Man will – kann – die Realität nicht verstehen, weil sie scheinbar weltfremd ist – oder so wirkt. Dabei ist meine Darstellung Realität. Ich orientiere mich als Journalist mit meiner Arbeit an den Interessen meiner Leser, nicht denen der Industrie, die z.T. in einer Scheinwelt lebt. So hält man z.T. auch „Scheinkontakte“ zu mir aufrecht, indem mir vollautomatisch Pressemitteilungen zukommen lässt. - Wie sich die Realität wirklich darstellt, kann ich mit Ausschnitten aus alten Geschichten beweisen, die ich hier mal beispielhaft auf diesen Seiten folgen lasse. - Im Original gibt es sie natürlich auch immer noch auf diesen Seiten. - Inzwischen sind sie z.T. aber nur noch für Abonnenten erreichbar. - Darum gibt’s hier für Alle mal beispielhafte Zitate. - Dass sie Opel betreffen liegt an meiner für die Glaubwürdigkeit für Aussagen der Industrie beispielhaften Opel-Elektroauto-Geschichte vom 2. April, die auch von einer Reihe von Lesern als „April-April!“-Geschichte verstanden wurde. - Tatsächlich sind Industrieaussagen auch sehr häufig für den 1. April tauglich, obwohl sie anders gemeint sind.

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„Hoch“-Zeit im Ring-Tief

„Kennen Sie die Zusammensetzung der Kommission, die am 11. April in Brüssel aufläuft“, wurde ich von einer Kollegin gestern Nachmittag gefragt. - Ich musste passen, konnte mir aber vorstellen, dass z.B. der Nürburgring als „Chefsache“ betrachtet und behandelt wird und da... - na ja, aber mindestens ein Herr Lewentz würde die Reise nach Brüssel antreten. - Aber es kam alles noch schlimmer.

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