Eine „Implosion“ kann auch zum Leserbrief werden!

Zu meiner „Implosion“-Geschichte vom 25. Juni 2026 hat sich aktuell ein Leser bei mir gemeldet, der zu dem Thema auf seine Art weiter recherchiert und sich dazu ein paar Gedanken gemacht hat. Da sind Feststellungen und Gedanken enthalten, die ich gerne auch meinen anderen Lesern näher gebracht hätte. Aber ich wollte mich „nicht mit fremden Federn schmücken“! - Darum habe ich meinen Leser gebeten, seinen Leserbrief – der eine e-Mail war - eigentlich unverändert, aber in der Darstellung eher meinem Stil angepasst, auf diesen Internetseiten veröffentlichen zu dürfen. - Mein Leser ist einverstanden! - So folgt dann die von mir in der Sache unveränderte e-Mail meines Lesers, die ich auch nicht durch einen großartigen Kommentar ergänzen möchte. Ich finde: Mein Leser hat ganze Arbeit geleistet! - Danke! - Seine gute Arbeit und sein Wissen sprechen für sich!

Eine „Implosion“ kann auch zum Leserbrief werden!

Nach seiner korrekten Anrede kommt mein Leser gleich zur Sache:

...„zu Ihrem Artikel "Kommt es zur Implosion im deutschen Motorsport" und der darin gestellten Frage betreffend Umsatzsteuer ID Nummer kann ich Ihnen mitteilen, dass auch Vereine (oder auch Städte und Gemeinden) eine s.g. USt-ID erhalten.

Hierbei ist das Umsatzsteuerrecht und die EU "schuld", denn bei grenzüberschreitendem  Waren- oder Dienstleistungsverkehr muss der leistende Unternehmer eben die USt-ID des Empfängers melden. 

Der Lieferant bzw. Dienstleister muss dann auch lediglich den Nettobetrag ausweisen, die Umsatzsteuer zahlt der Empfänger in seinem Ansässigkeits-Staat. (Wobei es hier – allgemein - zum Umsatzsteuer Karussellbetrug kommen kann!) 

  • Da von diesem Vorgang keine Ausnahmen existieren, kommt es dazu, dass Vereine/Städte/ Landkreise eine USt- ID haben.

Zum Thema Jahresabschluss 2024:

Hier wird in Anlage IV Seite 3 erwähnt, dass die Wirtschaftsdienste eine Vergütung erhielt, die sich im Vorjahr auf 2.030 T EUR belief.

In der GuV, Anlage 5 ab Seite 5, ist kein alleiniger Posten in dieser Höhe ersichtlich.
Anscheinend wurden die Leistungen dann diversen Aufwandsbereichen zugeordnet. 

Die Erlöse sind insgesamt leicht gestiegen. 

Bei den Aufwendungen sind mir aufgefallen:  (Beträge immer gerundet)

  • 5a) Löhne, Steigerung 600 T €
  • 7) Geräte sonstige Mieten Steigerung 240 T
  • 7) Werbekosten Minderung 100 T €
  • 7) Innovationsfonds Wegfall/ Minderung 220 T € (was ist der Innovationsfonds überhaupt?)
  • 7) Fremdhonorare Steigerung 370 T €
  • 7) Lizenzen Steigerung 400 T €
  • 7) Wartung Soft-/Hardware Steigerung 88 T € Standard
  • 7) Repräsentation Steigerung 33 T €
  • 7) Internet Steigerung 31 T € 
  • 9) Zinsen Steigerung 11 T € (von 63,81 € kommend!) 

Zwei Positionen finde ich noch erwähnenswert, beide unter „7“ gelistet:

  • Zuwendung an Motorsportler
  • Zuwendung an Promotor 

Bei beiden würde mich interessieren, wer die Personen bzw. Organisationen sind, welche die Zahlungen erhielten und warum.

Betreffend des Gesetzes zur Förderung des Spitzensports:

  • Das ist in Westdeutschland eh eine Sache!

Vor vielen Jahren hatte damals Herr Neckermann den Vorsitz bei einer Stiftung übernommen, die deutsche Athleten unterstützen soll. Gegründet damals schlicht, weil im Westen der Sport nicht so geführt wurde - im Spitzenbereich - wie eben im Osten.

  • Und da war sie - die Stiftung Deutsche Sporthilfe. 

Zufällig wurde in der letzten Lesung des Bundesrates im Jahr 2025 (vorher war dies nie eine Thema) dem §3 EStG die Nr 73 hinzugefügt, welche die vollständige Steuerfreiheit der Prämienzahlungen gewährt. 

Dies ist daher auch besonders, weil der BFH mit Urteil X R 19/19 die Entscheidung des thüringischen FG (3 K 273/17) bestätigte. Und in beiden steht (verkürzt dargestellt) drin, dass Zahlungen der Stiftung eben steuerpflichtig sind. 

    • Jetzt ist noch zu berücksichtigen, was DMSB Motor-KRITIK auch geantwortet hat, es geht immer um Olympische Sportarten.

Diese Unterscheidung ist anscheinend nicht diskriminierend, weil eben (meine Interpretation) so gewachsen. 

Vergleicht man jetzt mal bewusst kostenintensive Sportarten, so bleiben olympisch eigentlich nur die Reitsportarten. Denn alle Stadien werden ja durch Städte/ Gemeinden/ Landkreise gebaut und an Vereine überlassen. 

  • Wer also jetzt ein edles Pferd besitzt hat auch sicherlich hohe Kosten, da kann ein GT4 Fahrzeug sicher als preislich vergleichbar gelten.

Dazu laufende Kosten, beim Pferd der Tierarzt/ Trainingsplatz/ Pferdewart/ Nahrung, beim GT4 die Crew/ Verschleißteile/ Halle.

Wenn jetzt Reiter/Fahrer den Titel Europameister oder Weltmeister erringen, so bringt das nur dem Reiter auch Geld durch die Stiftung Deutsche Sporthilfe.

  • Der GT 4-Fahrer geht leer aus! -  Es ist eben nicht olympisch! 

Das letzte ist eigentlich ein eigenes Thema, der in Motor-KRITIK geschilderte Ablauf seitens DMSB passt aber leider wieder mal genau. 

Spitzensport ist Motorsport dann, wenn wir (irgendwie waren "wir" ja auch schon Papst) Weltmeister werden. Alles andere ist egal. 

Leider!“

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