2019

24h-Rennen 2019: Beginn einer langen Geschichte?

Eigentlich beginnt diese Geschichte schon nach dem diesjährigen 24-Stunden-Rennen, Ende Juni, auf der Nürburgring-Nordschleife. Hier in Motor-KRITIK wurde darüber berichtet: Man hatte nach dem Rennen bei einer technischen Überprüfung festgestellt, dass der Porsche 911 GT3 des Manthey-Racing-Teams – gemessen an den Vorschriften der „BoP“ (Balance of Performance) – zu viel Leistung hatte. Ich glaubte das schon während des Rennens „mit bloßem Auge“ wahrgenommen zu haben. - Das Manthey-Racing-Team verlor darum den heraus gefahrenen  zweiten Platz im Gesamtklassement, wurde disqualifiziert. Dieses schriftliche Urteil des DMSB wurde vom Team angenommen, obwohl man sich Vorwürfe machte, dass man die vom „Technikausschuss“ des Veranstalters vorgenommene „BoP“-Einstufung in der Praxis nicht überprüft und nachgerechnet hatte. - Denn eigentlich… - Als Beobachter hatte man aber den Eindruck: Bei Porsche hat man die „DMSB-Kröte“ - oder war es eine „BoP“-Kröte? -  geschluckt. - Aber irgendwie… - Vielleicht störte auch irgendwas! - Aber man darf nicht vergessen, dass es in 2020 auch wieder ein 24-Stunden-Rennen gibt. - Auch da wird es wieder ein „interessantes Reglement“ geben, mit einer „BoP“, deren Vorschriften durch einen Technik-Ausschuss bestimmt werden, der von der Industrie bezahlt wird. - ??? - Das muss man nicht verstehen! - War vielleicht darum das 24-Stunden-Rennen des Jahres 2019 noch nicht endgültig?

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Erinnerungen sind auch ein Ausblick in die Zukunft!

Aktuelle Ereignisse können ein Anlass sein, sich mal zu erinnern. Das Erinnern kann dann so erfolgen, dass man einfach mal „in seinem Kopf“ kramt, was denn da so hängen geblieben ist. Man kann dieses vorhandene persönliche Vermögen, Erinnerungen zu speichern auch noch dadurch ergänzen, dass man noch einmal in alten Unterlagen blättert. Die bei einem persönlich „hängen gebliebene“ Erinnerungen – die auch von der „damaligen“ persönlichen Einstellung bestimmt sind – werden so mit Nachschlagen in aktuell zugängliche Unterlagen „von damals“ - noch mit Fakten - unterfüttert. - Nicht anderes habe ich am letzten Wochenende gemacht. - Anlass waren die Proteste gegen die Schließung der Chirurgischen Abteilung des Krankenhauses in Adenau, das dann eigentlich genau so „wertvoll“ wäre, wie eine Rennstrecke mit Geschwindigkeitsbeschränkungen. - Der Nürburgring war schon mal in 2015 auf diesem Niveau und er würde durch die aktuell anstehende Schließung der Basis-Abteilung eines Krankenhauses „am Fuß der Rennstrecke“, auch wieder auf dieses Niveau zurück fallen.

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Adenau - Nürburgring – Krankenhaus – Tourifahrten

Erkennt jemand einen Zusammenhang? - Das macht den Unterschied aus! Laut dem Verbandsbürgermeister von Adenau ist alles gut. Wen stört schon, dass das Hallenbad abgerissen wurde? Adenau ist „die“ Stadt am Nürburgring! - Man kann es auf großformatigen Plakaten lesen. - Aber was tut man dafür, um diesem Anspruch zu genügen? - Man erhöht die Polizeipräsenz, stellt Hinweise zur Geschwindigkeitsbeschränkung gleich mit zweisprachigem Text auf. Aber man sollte ein Problem nicht nur einseitig sehen. Auch nicht das derzeitige Krankenhausproblem, das sich eigentlich schon lange ankündigte. - Erinnert sich noch jemand daran, dass die mal in Adenau auch  vorhandene Geburtenstation still verschwunden ist? - Also stellt Motor-KRITIK einfach mal aktuell zu beachtende Zusammenhänge her:

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RKA 2019: Kaum „Just Fun“ - mehr „Matsch-Salat“!

Vor dem Start zur „Rallye Köln-Ahrweiler“ war hier in Motor-KRITIK zu lesen, was eigentlich „unter der Decke bleiben“ sollte. Es ist auch in der öffentlichen Darstellung alles „normal“ verlaufen. Auch der Organisationsleiter war vorher lt. Darstellung im Internet der Meinung: „‘Just Fun‘ – das soll denn auch das Motto unserer diesjährigen Int. ADAC Rallye Köln-Ahrweiler sein. ‚Just Fun‘ – die geniale Verbindung aus Motorsport, Freizeitspaß und automobiler Geschichte.“ - Dass es – schon vor dem Start (!) -  ein wenig anders kam, liegt auch am DMSB – wie bei Motor-KRITIK nachzulesen. Aber auch beim Ablauf der diesjährigen „Rallye Köln-Ahrweiler“ ist dann nicht alles so verlaufen wie geplant. Das lag sicherlich nicht unbedingt daran, dass der „DMSB Safety Delegate“, Michael Thiesing, DMSB Lizenznummer SPA 1077026, nicht vor Ort war. Das war bereits mit „Bulletin 1“ angekündigt. Dort wurde auch die Strecke ein wenig gegenüber den Angaben in der Ausschreibung korrigiert. Es gab wohl auch, obwohl es – wie lt. 13maligem Seriensieger, Georg Berlandy vermeldet wurde - keinen kompletten Wegfall der „Gruppe 15“. Es gab einen Alibi-Starter. - Weil der bisherige Seriensieger – aber auch viele ausländische Teilnehmer – auf einen Start verzichteten, gab es einen neuen Gesamtsieger. - Aber insgesamt muss man am Ende der diesjährigen Veranstaltung feststellen:

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Wer suspendiert die Verantwortlichen des DMSB?

Wer für sich in Anspruch nimmt Recht zu sprechen, der muss seine eigenen Entscheidungen und sein Verhalten auch mit dem Maß messen lassen, das er bei der Beurteilung der Anderen angelegt hat. Das ist ganz sicher dann angebracht, wenn hier nicht bürgerliches Recht bei dem nicht paragrafengetreuen Verhalten von Bürgern, sondern ein besonderes Sportrecht bei einem scheinbar nicht sportgerechten Verhalten von Sportlern oder den in dieser Sportart tätigen Funktionären angewendet wird. „Sport“-Richter beurteilen hier das Verhalten von Menschen nach Gesetzen, die evtl. ein e.V. selber aufgestellt hat oder so empfindet, wie es im Urteil zum Ausdruck kommt. - Manchmal entsteht dann bei der Betrachtung durch Außenstehende der Eindruck, als wolle man mit der entsprechenden Rechtsentscheidung die eigene Bedeutung – in diesem Fall - im Motor-Sport unterstreichen, indem man ein Exempel statuiert. - Was dann natürlich auch Auswirkungen hat! - In diesem Fall zum Beispiel die, dass ich hier in Motor-KRITIK die Frage stellen möchte:

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Motorsport: Minimiert Verschweigen Unfall-Risiko?

Beim Moto-GP- & F1-Wochenende haben wir gerade wieder die Sonnen- und Schattenseiten des Motorsports miterleben können. - Motorsport ist gefährlich! - Über die Sonnenseiten wird gerne berichtet. Auch die Motorsport-Fans lieben die schönen Seiten des Motorsports. Die Schattenseiten werden gerne verdrängt. Aber sie werden wahrgenommen! - Leider nicht immer richtig gewertet oder verarbeitet!

Als Motor-Journalist bin ich erstaunt, wenn ich in „social media“ aktuell lese, dass es unter den Spitzensportlern dieser Genre Mörder geben soll. Hier zeigen sich die negativen Auswirkungen einer immer extremer sich selbst darstellenden Gesellschaft. Man ist zwar nicht unbedingt kenntnisreich, hat aber eine Meinung, die man dann – unmissverständlich – und extrem äußert. - Auch wenn sie falsch ist!

Der andere Fall ist, dass Akteure – die über ein gesundes Wissen verfügen – sich nicht äußern, weil sie unter ihren – dann ehrlichen Äußerungen – zu bestimmten Vorfällen im Motorsport nicht leiden wollen. Sie haben Angst, durch Offizielle „abgestraft“ zu werden! - Alles ist gut?

Da gab es bei VLN 9 den Unfall von „Grello“ - klar in Führung liegend – in der letzten Runde. Hier in Motor-KRITIK habe ich mich nach ersten Recherchen auch dazu geäußert. Meine Darstellung war falsch. Ich habe sie direkt danach – weil ich weiter recherchiert hatte – richtig gestellt. Aber das ist dann  von Akteuren, die den Unfallhergang beobachtet hatten, nicht wahrgenommen worden.

So konnte man dann bei „Sozial Media“ u.a. ein Zitat aus meiner Geschichte und als Leser-Meinung lesen:

„ als Beide gleichzeitig das „Code 60“-Schild erblickten. Beide machten eine Vollbremsung .… - ist das nicht genau das, was man bei Code 60 nicht machen sollte, eine Vollbremsung?! Wofür eine extra Permit, wenn schon Basiswissen fehlt?“

Diesem Leser ist nicht vorzuwerfen, dass er keine Rennerfahrung – auch nicht - auf der Nordschleife hat. Anders ein Akteur, der sich dann so äußert:

„... und das ist auch genau FALSCH!!! - Ich war beim Unfall des Grello im ‚direkten Umfeld’ und es war weder ein BMW beteiligt, noch wurden hier Vollbremsungen hingelegt!! Der Bericht über den “911”- Unfall ist FALSCH!“

Er kann eigentlich nicht meinen „falschen“ Bericht gelesen haben, weil ich nirgendwo von einer Beteiligung eines BMW geschrieben habe. Was ich ihm „ankreide“, dass er sich zwar im „direkten Umfeld“ befunden hat, aber – aus welchen Gründen wohl? - nicht sagt, wie es denn wirklich war!

Ich hatte zum „Grello“-Unfall ein privates Video für meine Leser ausgegraben und meine erste  Darstellung danach umgehend korrigiert. Was zum „Grello“-Unfall zu sagen ist, dürfte nun klar sein. - Weil es aber auch zum Unfall der #193 keinerlei offizielle Darstellungen gibt, die Betroffenen wohl vor den „Offiziellen“ kuschen, möchte ich diesen Unfall dann doch noch mal über das von mir veröffentlichte erste Foto hinaus verdeutlichen. - Zunächst also das aus meiner Veröffentlichung schon bekannte Foto, dann der Unfallort aus – nicht aktueller – Google-Sicht und dann – ohne weiteren Kommentar der Unfallort und das Unfallobjekt aus unterschiedlichen Blickwinkeln:


 

 

 

MK/Wilhelm Hahne
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Persönliche Anmerkungen & ein Video-„Bonbon“!

Die Leser von Motor-KRITIK können sich auf unterschiedliche Art zu meinen Geschichten äußern. Sie können sie – am Ende der Geschichte – mit „Sternchen“ schmücken; sie können mir auch schreiben. Alles zusammen ergibt eine Wertung, die ich sehr wohl zur Kenntnis nehme. - Gerade bei meinen letzten Geschichte zum Thema VLN gehen dann schon mal die Wogen hoch, zumal sich Verantwortliche sehr betroffen geben und es wird auch – hinter meinem Rücken – der Inhalt meiner Geschichten abwertend beurteilt und der Wert meiner Arbeit – insgesamt – in Frage gestellt.

Da freue ich mich dann schon, wenn ich – sozusagen - „korrigierende“ Leserbriefe, bzw E-mail erhalte, die dann meistens von Lesern kommen, die viel von der Sache (VLN) verstehen und dann meine Einschätzung teilen. - Manche „spenden“ auch oder bestellen ein Abo.

Da schreibt mir z.B. aktuell ein Leser u.a.:

„...seit längerem verfolge ich mit Genuss Ihre Recherchen und Ausführungen rund um das Geschehen und Treiben um und auf dem Nürburgring. Ich bewundere Ihre Ausdauer und Energie immer wieder die Umstände ( oder sind es vlt.Missstände?) zu beleuchten und zu hinterfragen. Dass ihre Berichte den Verantwortlichen nicht immer gefallen liegt in der Natur der Sache, da Sie eine sachliche Motorkritik schreiben und kein Motorlob. .“

Andere Leser-Kommentare gehen auf spezielle Teile meiner Geschichten ein. Zum anderen finden sich in den sozialen Medien oftmals Videos, die meine Einstellung und Meinung zur Entwicklung des Motorsports in den letzten Jahren unterstreichen.

So ist auch gerade – speziell für die Motor-KRITIK-Leser und mich -  auf „youtube“ ein privates Video frei geschaltet worden, das von einem ausländischen VLN-Fan gemacht wurde, der zu den VLN-Läufen jeweils 600 Kilometer (hin + zurück) fahren muss und zufällig bei VLN 9 dort stand, wo „Grello“ strandete. Er schreibt u.a.:

„... Es ist , wie Sie schon oft geschrieben haben: " Das Ergebnis eines Rennens, das Sie live gesehen haben, ist nicht immer das Endergebnis….“

So ist es ihm dann auch bei VLN 9 gegangen. Er erinnert mich in seiner E-mail daran, dass der Titel  meines Insider-Informationsdienstes „Motor-KRITIK“ lautet und durch den Zusatz ergänzt wird „… mehr als schöne Worte“. Dazu möchte er in diesem Fall seinen Teil beitragen und hat sein privates Video für meine Motor-KRITIK-Leser und mich freigeschaltet, das zeigt, was bei der Anfahrt zum „Karussell“ mit „Grello“ wirklich passierte. Der „Kontakt“ zwischen den zwei VLN-Teilnehmern ist zwar nicht zu sehen – das Handy musste erst eingeschaltet werden – aber man sieht, welche Probleme „Grello“ beim Rückwärtssetzen hat und wie er von seinen Verfolgern passiert wird.

Mein Leser glaubte – da es die letzte Runde war – nun den Sieger und die Folgenden im Endergebnis zu kennen. Aber - so schreibt er:

„...Laut Strafliste hat die Startnummer 4 ( 185 Sekunden Zeitersatzstrafe) bekommen so wie die Startnummer 911 ( 37 Sekunden Zeitersatzstrafe ). ..“

Darum hat er erst nach seiner 300 Kilometer langen Rückfahrt erfahren, dass das Endergebnis ein anderes war als er es live gesehen zu haben glaubte.

Wenn meine Leser HIER KLICKEN, erreichen Sie das private Video meines belgischen Lesers.

Das ist dann das „Feiertags-Bonbon“!

MK/Wilhelm Hahne
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VLN 9: Stücke zum „besseren“ Puzzle-Bild vom DMSB!

Journalisten sind immer um eine schnelle Berichterstattung nach einem Rennen bemüht. So auch ich bei Motor-KRITIK. Zwar habe ich schon über wesentliche Dinge berichtet, möchte heute aber  – ein wenig verspätet – noch ein paar Fakten nachschieben, die von den „Veranlassern“ bewusst „unter den Teppich gekehrt“ wurden. Es ist auch ein (Un)Fall – alles aus VLN 9 - darunter, der aus bestimmten Gründen verschwiegen wird, weshalb auch bei den Betroffenen – unter Druck? - über diesen Unfall nichts an Foto- oder Video-Material zu finden ist.

Aber zunächst zu einem Fehler im Motor-KRITIK-Bericht über VLN 9. Da war zu lesen:

„Die Start-Nummer 911 hatte in der letzten Runde seine klare Führung verloren, weil es wohl zu einer kleinen Kollision unter Freunden kam. Ein Porsche lehnte sich – zum Nachteil von Porsche – an einen Porsche an. - Das war dann rennentscheidend.“

Das liest sich schön, ist aber sachlich unrichtig! - Der Unfall verlief nach Augenzeugenberichten, auf die ich erst jetzt zurück greifen kann, exakt so:

Wie man hier in einem Foto sieht, ist der Audi RS 3 mit der #310 des Fahrers Hermann Bock, von Bonk Motorsport in der Klasse SP3T eingesetzt, aus dem „Caracciola-Karussell“ in die Leitplanken geflogen. Es gab GELB, ein weißer Audi Q3 der DMSB-Sicherheitsstaffel war schnell zur Stelle und man entschied: „Code 60“.

In diesem Moment war „Grello“ aus dem „Klostertal“ in Anfahrt auf das „Karussell“ und lag gerade bei einem Überholvorgang neben einem BMW 235, als beide gleichzeitig das „Code 60“-Schild erblickten. Beide machten eine Vollbremsung, die Fahrzeuge berührten sich dabei und standen quer auf der Rennstrecke. - Der BMW war schnell wieder weg; beim GT3-„Grello“ musste erst noch der Rückwärtsgang gefunden werden. Da sind wohl ein paar Knöpfchen zu betätigen. Und das dauert!

So wurde nach Umsetzung einer DMSB-Sicherheitsmaßnahme, mit „Hilfe“ der modernen Technik der Gesamtsieg verspielt! - Pech für Manthey – in der gleichen letzten Runde - aber auch für Bonk Motorsport, wo man „im Fluge“ eine weitere wertvolle Platzierung mit Hilfe einer DMSB-Sicherheitsmaßnahme in einen kostspieligen Schaden verwandelte

In dieser letzten Runde fuhr der BMW M4 GT4, #193, mit dem Fahrer Michael Schrey in der „Hohenrain“-Schikane – aus welchen Gründen auch immer – geradeaus in die Leitplanken. Aufgrund der großen Erfahrung des DMSB mit Sicherheitsmaßnahmen (ich denke dabei an den Nissan-Unfall im März 2015 am „Flugplatz“, mit einem Toten unter den Zuschauern) gelang es auch in diesem Fall Michael Schrey mit seinem GT4-BMW den um drei Meter hohen FIA-Schutzzaun zu überfliegen und auf dem Dach – viel weiter unten – im „Metalllager“ der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG auf dem Dach (!) zu landen. - Reifenstapel vor der Leitplanke waren auch hier eine Garantie für den neuen Nordschleifen-Höhenflugrekord eines BMW GT4. - Michael Schrey wurde dabei nur leicht verletzt.

Alle Verantwortlichen haben – nicht nur in diesem Fall – alles getan, diesen Unfall zu vertuschen. Vom Einsatzteam findet man im Internet nur den Hinweis

„...In der letzten Runde kämpfte die Startnummer 193 von Schrey/Fischer/Jäger noch mit einem Konkurrenten um den Sieg. Doch wenige Kurven vor dem Ziel ging ein Manöver schief und der BMW schied nach einem Unfall aus. ...“

In einem anderen Fall kam es in VLN 9 zu einem Auffahrunfall durch „Code 60“. Einer von vielen in der Saison 2019. - Aber wenn‘s die Aktiven mit sich machen lassen… -

Reifenstapel vor Leitplanken, „Code 60“ oder das „DMSB-Permit Nordschleife“ sind nicht unbedingt eine Sicherheitsmaßnahme, sondern nur ein eigentlich unsinniger Aktionismus. - Kein Wunder, dass man solche Unfälle unter deren Einfluss dann „unter den Teppich kehrt“.

Aber vielleicht ist die Dachlandung eines BMW GT4 im „Metalllager“ genauso uninteressant, wie der Standort einer Würstchenbude am „Pflanzgarten“.

MK/Wilhelm Hahne

PS: Zum Unfall der #193 in der "Hohenrain"-Schikane hat mich nach Mitternacht noch folgendes Fotodokument erreicht:

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VLN 9: Das „Finaaale“ oder „Das letzte Gefecht“?

Dem letzten VLN-Lauf in diesem Jahr wird man kaum mit einem 08/15-Rennbericht gerecht werden können. Obwohl das für einen Journalisten die „klassische Lösung“ wäre. Man schildert das für jeden Sichtbare und muss sich so auch keine Vorwürfe machen lassen. - Alles ist gut? - Wir sind alle Freunde? - Man wird heute dann als Journalist sehr gelobt, wenn man sich auf die Schilderung der aktuellen Abläufe beschränkt, obwohl einem die Entwicklung – in diesem Fall z.B. der VLN - seit 1977 bekannt ist. - Nun ist sie den meisten der aktuell tätigen Kollegen unbekannt. - Bei mir sind die Voraussetzungen andere. Darum gibt es hier auch andere Informationen zum letzten VLN-Lauf 2019, die dem Leser dann eine Ergänzung zu einer reinen Schilderung – oder auch dem eigenen Erleben – sein können. So eine „Ergänzung“ kann diese Herbstveranstaltung genau so bunt werden lassen, wie sich derzeit die Laubwälder in der Eifel darstellen. Auch da wird aber so mancher Baumschaden „bunt verdeckt“. Warum sollte das beim letzten VLN-Lauf anders sein? - Darum hier die Frage:

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„Pflanzgarten“: „Tausendmal ist nix passiert“!

Klaus Lage hat das 1984 zum ersten Mal gesungen. Da war ich vielleicht schon tausendmal über den „Kleinen Sprunghügel“ am „Pflanzgarten“ gefahren. Mit Automobilen und Motorrädern. - Und nix war passiert. Ich bin auch sicherlich mehr als tausendmal am Zaun gestanden, habe nicht nur bei Industriewochen den Testfahrern zugeschaut, wenn sie diese Stelle passierten. „Damals“ habe ich schon mal gedacht, wie toll doch alles ineinander übergeht. Die Bundesstraße 412 war im Bundesbesitz, die Rennstrecke Nordschleife war im Bundesbesitz. Dann war die Rennstrecke in Landesbesitz, aber da die LBM (Landesbetrieb Mobilität) für die Pflege der Bundesstraßen verantwortlich ist, hatte sich eigentlich wenig geändert. - Nun stand ich in diesen Tagen wieder am „Pflanzgarten“ und schaute den „Erlkönigen“ mit einem Blick nach rechts entgegen – und dann mit einer Kopfwendung nach links nach. Und irgendwann wurde mir klar, dass die aktuelle Situation nicht mehr mit der „von früher“ zu vergleichen ist. Die Bundesstraße 412 war – wie vorher auch – in Bundesbesitz. Die Rennstrecke Nordschleife ist aber nun in Privathand. - Wo verläuft da eigentlich die Grenze? - Das habe ich mich gefragt. Und dann steht auch eine Würstchenbude sehr nahe an einem grünen Drahtzaun, der nahe der Bundesstraße errichtet ist. - An wen zahlt denn eigentlich der Würstchenbuden-Besitzer seine Pacht? - Ich musste mir die Antworten auf meine Fragen selber besorgen. Am Nürburgring spricht niemand mit mir, ich erhalte von dort keine Auskünfte. - Schon lange nicht mehr! - So bin ich dann zum ersten Mal in meinem Leben bei einem Katasteramt gewesen. - Danach war ich schlauer. Nun kann ich – wie Klaus Lage – eigentlich nicht mehr singen:

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