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24h-Rennen Nürburgring: TOTAL & außer Kontrolle?

Corona macht‘s möglich. Ein 24h-Rennen mit deutlich weniger Startern als möglich wären? Das Rennen in diesem Jahr wird wohl von allen bisher am Nürburgring durchgeführten 24h-Rennen die wenigsten Starter haben. Vom Veranstalter wurden schon mal knapp über 100 gemeldet. Aber die Zahl geht mehr und mehr nach unten.

Wobei nicht nur „irgendwelche“ Starter ihren Start aus den unterschiedlichsten Gründen absagen. - Auch z.T. absagen müssen, weil das Geld nicht reicht, die sonst anfallenden Kosten zu decken.

  • Aber es gibt auch Ausfälle bei den Startern, die wirklich Corona-bedingt sind:

So hat „Grello“ heute durch „Manthey-Racing“ seinen Rückzug als Starter beim 24h-Rennen verkünden lassen. Das Team, das gerade vom Einsatz in Le Mans zurück kam, informiert wie folgt:

„Gemeinsam mit Porsche Motorsport hat Manthey-Racing entschieden nicht beim diesjährigen 24-Stunden-Rennen am Nürburgring teilzunehmen. Grund hierfür sind positiv ausgefallene Covid-19-Tests, die routinemäßig am Sonntag nach den 24 Stunden von Le Mans durchgeführt wurden. Dies hat zur Folge, dass kein Mitarbeiter, der in Le Mans vor Ort war, am 24-Stunden-Rennen Nürburgring teilnehmen wird. Diese Entscheidung betrifft neben Rennfahrern auch Mitarbeiter von Manthey-Racing sowie Porsche Motorsport und führt dazu, dass der Einsatz des Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 911, bekannt als „Grello“, nicht durchgeführt werden kann.“

Da noch eine Reihe von Mitgliedern anderer Teams, die auch in Le Mans waren, einen Start beim 24h-Rennen vorgesehen hatten, ist durchaus möglich, dass aufgrund der oben beschriebenen Tatsachen, am Nürburgring weitere Teams – weil dann Fahrer, Helfer und Ingenieure fehlen – ihren Rückzug verkünden müssen.

Auch die bisher bei Rennen an der Nürburgring-Nordschleife eingesetzten Sportwarte sind total verunsichert, weil der Veranstalter, der ADAC Nordrhein, offiziell Helfer sucht, deren besondere Voraussetzung zum Einsatz beim 24h-Rennen darin bestehen muss, schon 18 Jahre alt zu sein.

Da fragen sich die bisher international, nach FIA-Regeln zertifizierten Sportwarte natürlich, die man inzwischen sogar dazu verpflichtete, ein zusätzliches Nordschleifen-Permit zu machen: Was soll das eigentlich alles?

Das im Lehrgang erlangte Permit konnte bisher durch den DMSB – aus welchen Gründen auch immer – den Sportwarten noch nicht zugestellt werden. Ebenso konnte ihnen bisher der im Lehrgang-Erfolgsfall zugesagte Sicherheitshelm noch nicht ausgehändigt werden, weil am Nürburgring Kurzarbeit herrscht.

Auch ohne Helm war bei den letzten Rennen auf der Nordschleife die Sicht der eingesetzten Sportwarte mit Nordschleifen-Permit schon stark eingeschränkt, da – auch wegen Kurzarbeit – kein Grünschnitt vorgenommen worden war. - Was soll da das Permit? - Was soll da der Helm?

Das sie mit dem „Prämien“-Helm nichts hören können, weil dann die Kopfhörer… - Aber Motor-KRITIK hat darüber schon berichtet. (12.08.2019 „Empfehlung an den DMSB: Erst denken – dann handeln!“ - HIER klicken!)

Bei NLS-Rennen soll man über ein zusätzliches Nordschleifen-Permit (zur FIA-Zertifikation!) verfügen, beim 24h-Rennen genügt es 18 Jahre alt zu sein und Mittwochs vor dem Rennen an einem Kurzlehrgang teilgenommen zu haben.

DMSB und ADAC machen sich in vielen Dingen unglaubwürdig. Die Permit-Regelung, nicht nur für Fahrer, sondern auch Sportwarte, ist zu einer Farce verkommen. - Und keiner wehrt sich?

MK/Wilhelm Hahne
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Versuch einer Erklärung zum „Farbfehler“ gestern!

In meiner DTM-Geschichte gestern, habe ich die deutschen Nationalfarben von schwarz-rot-gold in schwarz-weiß-rot geändert. Ein Leser hat mich sofort darauf aufmerksam gemacht und ich habe diesen Fehler – auf meine Art – geändert. Denn ich stehe zu meinen Fehlern und versuche daraus zu lernen. - Wie konnte so etwas passieren?

Eigentlich ist alles mit meiner Arbeitsweise erklärlich und – dass sich gestern eine Kleinigkeit geändert hatte. So schreibe ich meine Geschichten erst, wenn sie bei mir „im Kopf“ komplett sind. Das kann – wie auch bei der Geschichte gestern – viele Wochen oder gar Monate dauern.

Die Geschichte, die ich gestern niederschrieb, war zwar „im Kopf“ fertig, aber beim Schreiben wird sie dann um Nuancen verbessert. So wollte ich der DTM-Serienwagen-Sonderserie nicht ein einfaches schwarz-rot-gold zuordnen, sondern habe mir – beim Schreiben – Metallicfarben einfallen lassen, die aber nicht alle mit Metallic benannt sein sollten.

Beim Überlegen ist mir eingefallen, dass ich auch mal (als „Dienstwagen“) einen Lamborghini Espada gefahren habe, dessen Farbe Weiß-Cristall oder Cristall-Weiß war. Damit – mit der Farbe – dieses Lamborghini habe ich mir übrigens mehrfach den Spaß erlaubt, wenn nach der Farbe „meines“ Lamborghini gefragt wurde, mit „fliederfarben“ zu antworten. - Das gab dann immer (!) einen Aufschrei, ähnlich: „Wie kann man nur...“ - Weil jeder den Begriff „fliederfarben“ mit „lila“ verbunden hat.

  • Versuchen Sie es mal selber: Kaum einer verbindet den Begriff „fliederfarben“ mit weiß!

Nachdem mir das gestern eingefallen war, bin ich beim Schreiben bei „Weiß“ geblieben und habe die Nationalfarbe „Gold“ ganz verdrängt. Auch beim mehrfachen Überlesen und Korrigieren direkt nach dem Schreiben, habe ich diesen Fehler – weil von mir gemacht – überlesen.

Darum habe ich mir eigentlich angewöhnt, jede Geschichte nach dem Schreiben eine Nacht liegen zu lassen, weil es mir – nach so einem zeitlichen Abstand – meist gelingt, auch selber gemachte Fehler – gleich welcher Art – zu finden und zu beseitigen.

Aber gestern schien es mir wichtig, direkt nach dem Bekanntwerden der „DTM-Lösung“ von Gerhard Berger meine Geschichte gegenüber zu stellen. - Was wohl grundsätzlich richtig war, aber zur falschen Nationalfarbe führte.

Sonntag hat Gerhard Berger „seine“ Idee verkündet, gestern hat Motor-KRITIK eine andere Möglichkeit aufgezeigt. Aber:

Auch gestern noch hat dann der ADAC gleich durch seinen Sportpräsidenten zurück schlagen lassen. Der nutzte dazu „seine Keule“ DMSB, der umgehend eine Presseveröffentlichung zu einer neuen „Deutsche GT-Meisterschaft“  veröffentlicht hat. Das macht deutlich, wie Gerhard Bergers Idee von einer „GT-Plus-DTM“ blitzschnell „gestört“ (zerstört?) werden kann. - Was ist eine „Masters“ verglichen mit einer „Meisterschaft“? - Der wichtigste Satz in der DMSB-Veröffentlichung ist der erste:

„Der Deutsche Motor Sport Bund wird ab dem Jahr 2021 die Internationale Deutsche GT-Meisterschaft als höchstes Prädikat im Rundstreckensport ausschreiben.“

Die gesamte Pressemitteilung des DMSB finden meine Leser – wie gewohnt – im Anhang zu dieser Geschichte.

MK/Wilhelm Hahne
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1 + 8 + 0 = eine neue „Sport Marketing Agency“!

Kann sein, dass ich – nun seit mehr als 40 Jahren in der Eifel lebend – das alles nicht mehr so recht verstehe? Denn im Internet wird einem digital vermittelt… - aber das darf ich leider hier nicht schreiben, weil ich dazu keine schriftliche Genehmigung habe. - Darum zeige ich hier auch nicht den Schriftzug der neuen Agentur, die nun neuen Schwung in die Arbeit der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG bringen soll. - Wenn ich das alles richtig verstanden habe.

Weil die Internetseite der „180“ - so ist es wohl richtig aus dem Englischen in römische Zahlen übersetzt – für mich als Journalist tabu sein muss, wie mir ein Blick in deren Impressum zeigte. Da habe ich mal ins Handelsregister schauen müssen. Das ist öffentlich. Dort ist zu lesen, was ich hier einkopiert habe:

HRB 30364: ONE8Y GmbH, Wiesbaden, Ungenannte Str. ??, D-65189 Wiesbaden. GmbH. Gesellschaftsvertrag vom 03.04.2018. Geschäftsanschrift: Ungenannte Str. ??, D-65189 Wiesbaden. Gegenstand: die Beratung von Firmen, Vereinen, Verbänden, Rechte-Inh.n, Agenturen und Organisationen im Bereich der Kommunikationsplanung und -steuerung, insbesondere im Bereich Marketing, Sponsoring und Marktforschung, sowie die Entwicklung von Beratungsinstrumenten und die Erstellung von Markt- und Mediastudien. Stammkapital: 25.000,00 EUR. Allgemeine Vertretungsregelung: Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten. Geschäftsführerin: Sternebeck, Valérie, Frankfurt am Main, geb. ????, einzelvertretungsberechtigt; mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen. Geschäftsführer: Dr. Zengel, Michael Horst, Obernburg am Main, geb. ????, einzelvertretungsberechtigt; mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Das war 2018, wie man auch dem Datum des Gesellschaftsvertrags entnehmen kann. Danach sind einige kleine – auch personelle - Veränderungen registriert. Aber eine Firma, die exakt den Firmennamen trägt, die sich im Internet als neuer Geschäftspartner des Nürburgringspächters bezeichnet, die habe ich im Handelsregister nicht finden können. Auch vom Nürburgring-Pächter wurde noch keine Zusammenarbeit vermeldet. - In der öffentlich wahrnehmbaren Internet-Information bezeichnet sich der neue Nürburgring-Berater so:

  • „ONE8Y Sports Marketing Agency“

Ich habe wohl Firmen gefunden, die in Verbindung mit dem Namen eines der aktuell verantwortlichen Manager der o.g. Wiesbadener Firma mit dem Hinweis „i.L.“ auftauchen. In Berlin und Frankfurt.

Ist der Manager an der Spitze dieser jungen Firma deshalb so geeignet, weil man davon ausgehen kann, dass jemand aus gemachten Fehlern lernt und nicht wieder die gleichen Fehler machen wird? - Aber vielleicht möchte er auch nur wieder mal etwas Neues machen.

Jedenfalls versucht die neue „Sport Marketing Agency“ den Eindruck zu vermitteln, dass jetzt Schwung in die bisherigen Nürburgring-Aktivitäten kommen wird. Immerhin bezeichnet sie sich im Untertitel zum Firmennamen als:

„Agentur für den Nürburgring“ - (In Gelb auf schwarzem Grund!)

Da ich mich gerne an die guten Sprüche meiner Großmutter erinnere, fällt mir dazu als eine passende Anmerkung ein, die sie wahrscheinlich zur jetzigen Situation in 676 m n.NHN gemacht hätte:

„Jeder bekommt das, was er verdient!“

MK/Wilhelm Hahne
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0,2 sec: Kein Thema in der F1-Berichterstattung?

Das vergangene F1-Wochenende mit dem WM-Lauf in Monza ist eigentlich nur der Anlass um festzustellen, warum wir uns wohl „modern“ vorkommen, wenn nichts mehr hinterfragt wird, selbst Extreme nicht wahrgenommen werden. Alles in dieser Welt wird scheinbar von der digitalen Entwicklung bestimmt. Inzwischen wird selbst die positive Einstellung von Politikern zur digitalen Entwicklung von denen als Argument für die Darstellung der eigenen „Modernität“ im Denkens genutzt.

Darum werden Grundschulen mit digitalen Tafeln ausgestattet, der Wert von Aktiengesellschaften wird nicht mehr vom Gewinn bestimmt, sondern vom „Wachstum“ - selbst wenn das Verluste sind. Und das Fahrkönnen „moderner“ Autofahrer wird von den „digitalen Helfern“ inzwischen genauso „normalisiert“, wie das von Rennfahrern mit GT3-Fahrzeugen. - Und natürlich von der „BoP“!

Bestandspflege ist bei großen Firmen zum Fremdwort geworden, weil sich dadurch erreichte Erfolge in modernen Statistiken schlechter darstellen lassen, als der Gewinn von „Neukunden“. Ein in einem Konzern neuer Vorstandsvorsitzender tut gut daran, die Firmen und Abteilungen intern zunächst einmal umzuorganisieren, damit die Statistiken – digital erstellt - unvergleichbar werden. - Nur so ist man erfolgreich! - In der Darstellung.

Die Darstellung von der eigenen Bedeutung im entsprechenden Marktsegment erfolgt heute nicht etwa mehr durch eigene Zugewinne, sondern durch Zukäufe. - „Geld kostet ja nichts!“ - Alles muss „groß“ sein, entsprechend dargestellt werden und wenn es die eigene Bedeutung durch den Kauf eines SUV ist. - Da ist kein Raum mehr für „Kleinigkeiten“.

So ist auch in der aktuellen Formel 1-Berichterstattung nicht mehr von Bedeutung, wie groß – oder wie klein – der Unterschied zwischen schnellster Quali- und Rennrunde ist, bzw. wie der sich durch bestimmte Reglementseingriffe verändert. - Wenn die „Show“ stimmt, ist alles gut!

Beim F1-Grand-Prix in Monza stimmte die Show, es gab viel zu berichten. Da ist für solche Kleinigkeiten wie eine Veränderung der Zeiten zwischen schnellster Quali- und Rennrunde um 0,2 sec pro Kilometer Streckenlänge kein Platz!

  • Das Verbot des „Party-Modus“ im Qualifying durch die FIA war in den Auswirkungen unwesentlich!

Offenbar ist der Hybrid-Einfluss bedeutender, denn immer noch liegen – pro Rennstrecken-Kilometer! - mehr als 0,6 sec Differenz zwischen schnellster Quali- und Rennrunde beim derzeit Führenden in der F1-WM.

Man fährt inzwischen – einschl. der „elektrischen PS“ - mit einer Leistung von insgesamt um 1.000 PS! - Trotzdem besteht in Monza der Rundenrekord seit 2004 (Rubens Barrichello, Ferrari) und ist immer noch um 0,7 sec besser als die in 2020 gefahrene schnellste Zeit in einer Rennrunde!

In Francorchamps (Spa) besteht der Rundenrekord in der Formel 1 seit 2018, wird von Bottas (Mercedes) gehalten. - Immerhin!

Die neueste Technik – was sich auch auf die Reifen bezieht – ist offenbar nicht die beste! Eigentlich geht es auch bei der „modernen“ F1 nicht mehr um die Weiterentwicklung der Technik, sondern um die Weiterentwicklung der „Show“.

Und die war doch beim Rennen in Monza perfekt! - Einschlließlich dem Ausscheiden von Vettel mit Bremsendefekt, dem Abflug von Leclerc, der Bestrafung von Hamilton und dem Sieg von Gasly.

Alles ist gut! - Wirklich?

MK/Wilhelm Hahne
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Automobile: Neue EU-Regeln für die Typgenehmigung!

Sie gelten ab heute, dem 1. September 2020 und wurden 2018 vom Europäischen Parlament und dem EU-Rat beschlossen. In Brüssel setzt man so die Lehren um, die man aus dem Betrugsversuch von unterschiedlichen Automobilherstellern, durch Manipulationen die eigentlich gesetzlich vorgegebenen Abgasgrenzwerte zu umgehen, vor fünf Jahren gezogen hat. Der Europa-Kommissar für den Binnenmarkt, Thierry Breton, erklärte dazu:

„Die Europäerinnen und Europäer erwarten zu Recht, dass sie die saubersten und sichersten Fahrzeuge fahren können. Dies setzt strengste Kontrollen an Fahrzeugen voraus, die in Verkehr gebracht werden und auf unseren Straßen fahren. Es erfordert auch eine echte Durchsetzung und Überwachung auf europäischer Ebene: Aus diesem Grund wird die Kommission künftig in der Lage sein, Fahrzeuge zu kontrollieren, EU-weite Rückrufe auszulösen und Geldbußen von bis zu 30 000 Euro pro Fahrzeug zu verhängen, wenn gegen das Gesetz verstoßen wird.“

Die drei wichtigsten Elemente der neuen EU-Vorschriften sind nach den Drstellungen aus Brüssel:

  • Unabhängigkeit und Qualität der Prüfungen vor dem Inverkehrbringen eines Fahrzeugs: Technische Dienste, die neue Fahrzeugmodelle prüfen und inspizieren, werden von unabhängigen Stellen auf der Grundlage strenger Kriterien geprüft, um ihre Benennung durch die Mitgliedstaaten zu erhalten und beizubehalten. Nationale Typgenehmigungsbehörden werden nun gegenseitigen Begutachtungen (Peer Reviews) unterzogen, um dafür zu sorgen, dass die geltenden Bestimmungen in der gesamten EU umgesetzt und konsequent durchgesetzt werden.
  • Kontrollen bereits auf dem Markt befindlicher Fahrzeuge: Der neue Rechtsrahmen verbessert auch die Kontrollen von Fahrzeugen, die bereits auf dem Markt sind und von Händlern zum Verkauf angeboten werden. Von nun an sind die Mitgliedstaaten verpflichtet, regelmäßig eine Mindestzahl von Fahrzeugen zu prüfen. Außerdem sind sie nun in der Lage, Schutzmaßnahmen gegen nicht konforme Fahrzeuge in ihrem Hoheitsgebiet zu ergreifen, ohne abwarten zu müssen, dass die Behörde, die die Typgenehmigung erteilt hat, tätig wird.
  • Europäische Aufsicht: Darüber hinaus kann die Kommission nun an Fahrzeugen Einhaltungs- und Konformitätsprüfungen in Laboratorien oder auf der Straße durchzuführen. In Fällen, in denen Hersteller gegen die Typgenehmigungsvorschriften verstoßen (z. B. im Fall von Abschalteinrichtungen oder gefälschten Erklärungen), kann die Kommission EU-weite Rückrufe anordnen und Sanktionen in Höhe von bis zu 30.000 Euro pro Fahrzeug verhängen. Bis heute konnten nur die nationalen Behörden, die das Fahrzeug typgenehmigt haben, solche Maßnahmen verhängen.

Auch bei bereits auf dem Markt befindlichen Automobilen sollen also regelmäßig in Deutschland Überprüfungen durch das Kraftfahrtbundesamt in Flensburg, eine Behörde, die dem Bundesverkehrsministerium zugerechnet werden muss, durchgeführt bzw. veranlasst werden. Wer die bisher mit einer gewissen Zurückhaltung gepflegte Kontrolle der Automobilindustrie in unserem Land beobachten konnte, darf auf die zukünftige Entwicklung gespannt sein.

Der Diesel-Skandal, der der EU-Kommission als Anregung für die neue Verordnung diente, wurde im Jahre 2015 aufgedeckt. - Wir schreiben jetzt das Jahr 2020! - Gut Ding will Weile haben?

MK/Wilhelm Hahne
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Hockenheim 1958: Nachbetrachtung mit Leser-Hilfe!

Nachdem ich mich erinnerte, was vor dem 6-Stunden-Rennen für Kleinwagen im Jahre 1958 geschah, haben mich Leser informiert, was während – bzw. gegen Ende des Rennens passierte. Grundsätzlich haben Leser, die diese Zeit – 1958 – erlebt haben, damit „schöne Erinnerungen“ verbunden. Sie haben mich darauf aufmerksam gemacht, dass es auch Literatur gibt, in denen auch dieses Rennen erwähnt wird:

  • In einem Buch, „Der Hockenheinring“, ISBN 3-930 986 43 4 – finden sich noch zwei Fotos zu diesem von mir nur im Training erlebten Rennen,
  • In einem Buch über „Wilhelm Herz“, ISBN 9783613034129, gibt es sogar einen ausführlichen Artikel zu dem Kleinwagen-Rennen.

In diesem Buch sind u.a. auch folgende Details zu diesem „Produktionswagenrennen“ (!) notiert, die ich dann noch mit eigenem Wissen ein wenig ergänzt habe:

Rainer Günzler, der zusammen mit Wilhelm Herz auf einem NSU „Prinz“-Werkswagen genannt war, sollte den Start fahren. Aber er kam verspätet – mit/wegen Damenbegleitung – zur Strecke, so dass Wilhelm Herz den Le Mans-Start gefahren hat. Der war 1958 kein Problem, denn es gab keine Sicherheitsgurte. Man sprang ins Auto und ab ging‘s! - Der Start erfolgte sehr früh, um 6 Uhr morgens!

In der letzten Runde wurde der NSU „Prinz“ von Rainer Günzler gefahren und führte knapp vor zwei Lloyd „Alexander“. Ungefähr 300 Meter vor dem Ziel – so erklärte es Rainer Günzler später – traten bei seinem Fahrzeug irgendwelche „Motorprobleme“ auf. Das Fahrzeug verlor an Leistung – sagte Günzler – so dass dann die zwei Lloyd „Alexander“ ihn noch vor der Ziellinie überholen konnten – und siegten!

Wilhelm Herz hat bei der Untersuchung direkt nach dem Rennen keine Probleme am Motor feststellen können. Der Fehler blieb offiziell „unerklärlich“!

Als dann der ADAC Gau Nordrhein am 5. Oktober 1958 das nächste „Produktionswagenrennen“ auf der „Südschleife“ des Nürburgrings veranstaltete,  da hat Wilhelm Herz einen Rainer Günzler nicht mehr als Rennfahrer eingesetzt, sondern sich solch bekannter Fahrer wie Jean Behra, Eberhard Mahle, Edgar Barth, Gustav Germer bedient. Natürlich war auch Wilhelm Herz mit am Start. - Und am Ende gab es dann so einen Vierfach-Sieg des NSU „Prinz“, der nicht nur die NSU-Vorstände erfreute, die schon in Hockenheim zum Rennende – aber da vergebens - angereist waren, um einen NSU-Sieg feiern zu können.

Der Sieg am Nürburgring wurde auch werbemäßig - dann mit guter PR - durch den damaligen Pressechef der NSU-Werke, Arthur Westrup, entsprechend genutzt.

Wer sich jetzt an diesen Namen zu erinnern glaubt, erinnert sich vielleicht an den Sohn dieses Arthur Westrup, der zunächst für „auto motor und sport“ schrieb, dann später deren Chefredakteur wurde: Klaus Westrup.  Arthur Westrup wechselte in den 70ern zu Volkswagen, nachdem er schon Anfang der 50er auch den zu Mitbegründern der Zeitschrift „gute fahrt“ gehörte.

Ihm wurde auch so mancher Werbespruch zugerechnet, mit dem in seiner Zeit als NSU-Pressesprecher damals für NSU-Produkte geworben wurde. Ich erinnere mich noch an:

„Wenn ich groß bin so wie du, fahr ich auch nur NSU!“
(Das bezog sich auf den NSU-Werksfahrer Heiner Fleischmann.)
und
„Fixe Fahrer fahren Fox!“

NSU war wirklich einmal ein hervorragender, großer Motorradhersteller, machte sich später mit interessanten Automobilen – nicht nur mit dem Kleinwagen „Prinz“ - einen Namen. Es ist nicht nur interessant, mal einen Blick zurück zu werfen, sondern man wird so auch auf die Idee gebracht, mal darüber nachzudenken, wie in Zukunft unserer aktuellen Branchen-Großen von Veränderungen betroffen sein könnten.

So drastisch wie NSU?

MK/Wilhelm Hahne

Übrigens: Ich habe mich schon in E-mail bei meinen Lesern bedankt, sage aber auch hier noch einmal herzlichen Dank! - Schön, dass es noch Menschen gibt, die vergleichen und relativieren können!

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Herschbroich: Nahe am „Brünnchen-Parkplatz“?

Gefühlsmäßig ist der Parkplatz „Brünnchen“ vom Ort Herschbroich weit entfernt.  Aber es sind – quer durch den Wald gemessen - nur rd. 3 Kilometer. Für Nürburgring-Besucher ist dieser Parkplatz wichtiger als z.B. das Kurt-Beck-Denkmal „ring°boulevard“. Gerade jetzt in Corona-Zeiten täglich als richtig zu überprüfen. Am „Brünnchen“ gibt es frische Luft und eine gute Sicht auf die Rennstrecke. Grund genug für viele Eifel-Touristen, diesen Parkplatz direkt anzufahren. Man erreicht ihn bequem über die B 412.

Aber man sollte nicht zu hastig nach links abbiegen, wenn man aus Richtung der B 258 kommt. Das ist gestern kurz nach 15 Uhr scheinbar geschehen. Dazu gibt es aktuell eine Polizeimeldung die von diesem Unfall so berichtet:

„Herschbroich (ots)

Am Dienstag, den 18.08.2020 gegen 15:07 Uhr, ereignete sich auf der B 412, Höhe Zufahrt zum Parkplatz Brünnchen, ein Verkehrsunfall unter Beteiligung von zwei Fahrzeugen. Demnach beabsichtigte ein in Fahrtrichtung Hohe Acht fahrender Pkw-Fahrer nach links auf den vorgenannten Parkplatz abzubiegen und missachtete hierbei die Vorfahrt eines entgegenkommenden Pkw, so dass es im Zufahrtsbereich zur Kollision der beiden Fahrzeuge kam. Die in den beiden unfallbeteiligten Fahrzeugen vier befindlichen Personen wurden leichtverletzt und zur weiteren ärztlichen Versorgung in umliegende Krankenhäuser verbracht. Beide unfallbeteiligten Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Im Rahmen der Verkehrsunfallaufnahme kam es zu geringfügigen Verkehrsbeeinträchtigungen auf der B 412. Neben der Freiwilligen Feuerwehr und dem Rettungsdienst, war auch die Straßenmeisterei Adenau in die weitere Verkehrsunfallaufnahme bzw. Sicherung der Unfallstelle eingebunden. Der entstandene Sachschaden an beiden Unfallfahrzeugen wird von hiesiger Seite auf ca. 15.000 Euro geschätzt.“

Zufällig war ich gerade unterwegs, um mal zu schauen, wie attraktiv dieser Parkplatz für Besucher an einem ganz normalen Dienstag ist und habe so die Unfallstelle schon einige Minuten nach dem Crash passiert.

Es war zunächst noch keine Polizei da, die dann aus Richtung Kempenich die Unfallstelle erreichte. Ich habe den Aufmarsch von Rettungskräften an der Unfallstelle nicht fotografiert, aber registriert.

Aus Richtung Adenau kam ein Rettungswagen, ein zweites Polizeifahrzeug kam aus Richtung Kempenich hinzu. Aus Richtung Kempenich rauschte dann sowohl ein weiterer Rettungswagen als auch ein Notarztwagen heran. Alle Feuerwehren der Umgebung waren alamiert, informiert und erschienen sowohl mit alten Ford Transit um die Unfallstelle zu sichern, aber es erschienen aber auch richtig große, perfekt ausgestattete  Feuerwehrwagen vor Ort.

Ein Abschleppwagen, der kurz vor dem Unfall den Parkplatz „Brünnchen“ passiert hatte, um in Richtung Nürburg zu fahren, hat dann wohl unterwegs gewendet, um auch an den Unfallort zu eilen. Auch ein weiteres Rettungsfahrzeug kam aus Richtung Nürburg, war wohl dort stationiert.

Am Unfallort wurden die insgesamt vier leicht Verletzten von den zuerst die Unfallstelle erreichenden Autofahrern inzwischen betreut, bevor sie – wie auch im Polizeibericht zu lesen – zur Behandlung in umliegende Krankenhäuser  verbracht wurden.

Mein Eindruck: Die Polizei ist sehr schnell vor Ort, die Krankenwagen etwas später und am Zeitpunkt  ihres Erscheinens am Unfallort ist abzulesen, dass es sich um eine „freiwillige“ Feuerwehr handelt.

Insgesamt war aber bei diesem Unfall zu beobachten, dass hier niemand allein gelassen wird. Der Aufwand bei diesem Unfall war zwar unverhältnismäßig groß. Aber wer konnte auch wissen, bevor er am Unfallort eintraf, wie dieser Unfall einzuschätzen war.

Es bleibt also ein gutes Gefühl bei einem normalen Autofahrer zurück, wenn er per Distanz beobachten konnte, mit welchem Aufwand hier geholfen wurde.

Trotzdem – und gerade deshalb – sollte man beim Linksabbiegen vorsichtig sein. Nicht immer ist so viel Glück – bei allem Pech – im Spiel, wie bei diesem Unfall im Bereich des Parkplatz „Brünnchen“. - Nahe Herschbroich.

MK/Wilhelm Hahne

PS: Von den „Touristenfahrten“ gestern Abend gibt es nur einen normalen Einschlag im Bereich „Klostertal“ zu vermelden.

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Verständlich: Mit 200 Stundenkilometern rasen!

Meine ITR/DTM-Geschichte von gestern hat einige Leser befremdet. Wie kann jemand eine Realität beschreiben, wenn er das als Einziger tut?

„Ich habe sofort nach dem Lesen Ihrer Geschichte das ganze Internet durchforstet und keinen einzigen Hinweis gefunden, dass das so ist wie Sie geschrieben haben.“

Das sagte mir ein Leser, der mich kurze Zeit, nachdem ich diese Geschichte ins Internet gestellt hatte anrief, um seine Verwunderung kund zu tun.

„Immerhin gibt es doch eine Menge Fachblätter! - Aber nirgendwo gibt es einen Hinweis, der Ihrem in irgendeiner Form ähnlich wäre. - Wie kann das sein?“

Da kann ich vielleicht mit einem Zitat aus einer E-mail eines Lesers antworten, der darin, auch kurze Zeit nach dem Erscheinen meiner Geschichte, dazu – quasi als Kommentar – dann an einen Ausspruch von Martin Luther King erinnerte:

"Wir werden in dieser Generation nicht nur die gehässigen Worte und Taten der Bösen zu bereuen haben, sondern auch das furchtbare Schweigen der Guten."

Ich hätte da aber noch eine Erklärung, die eigentlich viel einfacher ist:

  • Ich bin Motor-Journalist mit persönlicher Erfahrung auf vielen Gebieten über die ich berichte! - Und ich bin kein „moderner“, sondern ein alter Journalist, mit einer anderen Grundeinstellung, einer, der sich noch Zeit für die Recherche nimmt!

Darum schaue ich vielleicht genauer hin, begreife Dinge, die für andere unbegreiflich sind. Wichtig: Vieles wird auf diesem Gebiet auch heute nicht mehr so genau genommen. - Vieles stimmt noch so irgendwie. - Weil doch jeder das so – oder auch so – versteht! - Kann sein! - Aber deshalb ist z.B. die Formulierung in meinem Titel oben sachlich trotzdem falsch!

  • Die Formulierung "Kilometer pro Stunde" (km/h) wäre richtig. - Aber nicht – wie im Titel – 200 Stunden pro Kilometer!

Der jetzt vorgebrachte Einwand, dass das trotzdem richtig verstanden wird, stimmt sogar; weil in unserer modernen Welt kaum noch Wert auf eine exakte Darstellung gelegt wird. Da wird vielleicht sogar in einer Fachzeitschrift die Übersetzung eines 5. Gang mit 0,85 angegeben. Technisch korrekt wäre aber 0,85 : 1.

Auch diese Ergebnisveröffentlichung über das sonntägliche F1-Rennens in Barcelona ist sicherlich verständlich. Aber das Rennen lief nicht – lt. Ausschreibung - über „1:31:45,279 Std“, wie in der „dpa“-Grafik dargestellt, sondern ging über 66 Runden, die nur die ersten drei Fahrer kurz hinter dem Sieger beendeten. Richtig ist darum, dass vor den zwei Nächsten ein + bei den Sekunden steht, weil sie die länger brauchten als der Sieger. Vor den nächsten Fahrern, die die Ziellinie überquerten, hätte aber ein – (Minus) stehen müssen. - Weil sie in der Zeit, die der Sieger für die „vorgeschriebenen“ 66 Runden brauchte, eine Runde weniger zurück gelegt hatten, nämlich nur 65.

Aber das kommt doch von der „dpa“ und die wissen was richtig ist! Mit dieser Einstellung setzt dann auch der verantwortliche Redakteur diese Grafik in „seine“ Zeitung. Und seine Leser sind eigentlich falsch informiert, obwohl sie es richtig verstehen.

Denken Sie einfach mal darüber nach: Da steht dann + 1 Runde. - Und keiner denkt mehr darüber nach. - Man wurde informiert!

Weil hier bei Motor-KRITIK noch gedacht, nicht mit KI gearbeitet wird, weil mir auch „Kleinigkeiten“ auffallen, darum konnte ich gestern die Geschichte schreiben, die eine Entwicklung beschreibt, die eigentlich gar nicht auffällt. - Noch nicht einmal bei dpa auffallen würde!

Dort wird man sicherlich vermelden, dass der nächste Lauf zur DTM Trophy am nächsten Wochenende auf dem Lausitzring stattfindet. - Richtig! - Aber dort zusammen mit einem „GTC-Race“-Rennen. Dort sind GT3 am Start! - Wo wurde das jemals von der ITR angekündigt?

Man wird auch Grid-Girls sehen. - Aber Journalisten werden nicht zugelassen sein. - Wegen Corona!. - So war es auch beim letzten DTM-Rennen auf dem Lausitzring.

Alles eigentlich in der Kombination unverständlich! Aber das ist so wie mit den Stundenkilometern, oder den „plus 1 Runde“: Es wird verstanden! - In diesem Fall: Weil man derzeit mit Corona z.B. (fast) alles erklären kann!

Aber es verschleiert die Realität! - Bei der ITR antwortet man bisher nicht auf meine Anfragen! - „SPIELKIND“ bittet mich um meine Recherche-Ergebnisse! - Warum wohl?

  • Niemand möchte sich im Motorsport unbeliebt machen, man spielt mit! - Auch „SPIELKIND“!

Motor-KRITIK wird weiter „zur Sache“ recherchieren, aber schließlich kaum selber deutlich machen müssen, was in diesem Fall das eigentliche Grundübel ist.

Die Zeit heilt nicht nur Wunden, sondern gerissene Wunden lassen Betroffene oft auch vor Schmerzen laut werden! - Dann wird es auch nicht überhört!

Und bitte nicht vergessen: Bei der DTM steht man derzeit richtig unter Druck! - Da darf offiziell nichts, aber auch gar nichts schief gehen!

Wer schaut da auch schon genau hin? - Wer hat dazu schon die Zeit? - Man ist doch immer mit 200 Stundenkilometern unterwegs!

MK/Wilhelm Hahne
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ITR: Bei der „DTM Trophy“ mit Zitronen gehandelt?

Die ITR hat es in 2020 schwer! - Nur zwei Fabrikate sind mit je 8 Fahrzeugen in der DTM am Start. - Bei den ersten beiden DTM-Terminen kam da immer A (= Audi) vor B (= BMW). Um dem – dank Corona – nicht vorhandenen Publikum etwas Besonderes zu bieten, hat man die eigentlich farblosen DTM-Läufe am letzten Wochenende u.a. mit Rennen der TWC (= Tourenwagen Classic) angereichert.

Außerdem trifft man als Zuschauer (vor dem Fernseher) auf Rennen zur „DTM Trophy“. So steht es jedenfalls auf den DTM-Internetseiten. Dort empfindet man diese neue Serie so:

„DTM Trophy – der Start der einer neuen Ära“

Diese Rennen sollen mit GT4-Fahrzeugen ausgetragen werden, die einer speziellen BoP (=Balance of Performance) unterliegen. Davon schwärmten Teamchefs auf den DTM-Internetseiten unter dem Motto: „Die Quadratur des Kreises: Teams loben die BoP-Ermittlung der DTM Trophy“ u.a. so:

„Wir waren sehr positiv überrascht von der professionellen Vorgehensweise. Das ist auch ein Grund, warum wir uns für die DTM Trophy entschieden haben, denn dort wird eine eigenständige BoP ermittelt.„

Die ersten beiden Läufe zur DTM Trophy wurden auch – wie angekündigt – in Francorchamps im Umfeld der DTM ausgetragen. Weil mir schon im Vorfeld einiges ein wenig schleierhaft vorkam, hatte ich der verantwortlichen Serien-Managerin bei der ITR ein paar normale Fragen gestellt. - Die wurden bis heute nicht beantwortet, obwohl ich noch einmal erinnert hatte.

Auch bei „SPIELKIND“ einer Internetseite, die dem Influencer Felix von der Laden zugerechnet werden muss, der auch in der DTM Trophy an den Start gehen wollte, kam zunächst keine Antwort. Nach einer Erinnerung durch mich schrieb man dann u.a

„Leider können wir dir bei diesem Anliegen nicht weiterhelfen und bitten daher um dein Verständnis. … Wenn du uns weitere Informationen zu deinem Recherche Stand zukommen lassen möchtest, kannst du dies natürlich dennoch gerne tuen!“

Ich war darum nicht erstaunt, im Verlaufe dieses Montag-Vormittags, heute, am Tag nach der DTM-Veranstaltung auf dem Lausitzring, keine Rennergebnisse zur „DTM Trophy“im Internet finden zu können. Meine Recherchen ergaben dann auch:

  • Es gab gar keine Rennen zur „DTM Trophy“ auf dem Lausitzring! - Obwohl angekündigt! - Es wird auch keine weiteren GT4-Läufe im Umfeld der DTM mehr geben!

Beim Herumstöbern im Internet bin ich dann bei „facebook“ auf diese Notiz von Rainer Braun gestoßen, den ich meinen Lesern sicherlich nicht vorstellen muss. - Diese klaren Worte – das bezieht sich auf den „Schlusssatz“ - unterstreichen eigentlich nur das, was ich aktuell im Hinblick auf die DTM Trophy, die DTM und die ITR als Veranstalter recherchieren konnte:

  • Die ITR hat mit der „DTM Trophy“ und dem Sponsor-Partner „Superdrink“ wohl mit Zitronen gehandelt!

Da werden dann einige Leute „sauer“ sein! - Nicht nur Rainer Braun!

MK/Wilhelm Hahne
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Überfällig: Die FIA schafft den „Party-Mode“ ab!

Ich habe schon lange auf so eine Entscheidung der FIA gewartet, weil man dort nicht so dumm sein kann, seit Jahren eine Entwicklung zu übersehen, die die Formel 1 auf den falschen Weg gebracht hat. - Aber es ist schwer, bei der großen Bedeutung mancher Teams in dieser Motorsportart, eine Regeländerung durchzusetzen.

Darum hat man bei der FIA einen Ausweg gewählt, indem man - nachdem es auf dem Sektor „PartyMode“ zu Auswüchsen gekommen war – nun per „Technischer Direktive“ eine Änderung allen Teams verbindlich vorschreibt. - Eine „Regeländerung“ wäre nur mit einem einstimmigen Beschluss aller Beteiligten möglich – und darum unmöglich -  gewesen.

Ab dem Formel 1-GP in Francorchamps – schon dem nächsten WM-Lauf – wird diese Technische Direktive gelten, die aber nur den Verbrennungsmotor betrifft. Das Qualifying muss demnach mit den gleichen Einstellungen – in den gleichen Modi der „Black Box“ - wie dann später im Rennen gefahren werden.

Im Qualifying macht dann „nur noch“ die geringere Benzinmenge (Gewicht) und die Geschicklichkeit des Fahrers den Unterschied, wie er z.B. die Batterie und den Heckflügel seines Fahrzeugs nutzt.

Dann wird ein anderer Unterschied deutlicher werden:

  • Der zwischen den Fahrern, ihren fahrerischen Qualitäten, ihrer Rennintelligenz – der Fahrer-Persönlichkeit(!). Kurzum: Die Bedeutung des Fahrers wird zunehmen!

Motor-KRITIK-Meinung:

  • Die FIA hätte eine solche Entscheidung deutlich früher treffen müssen!

Im Juli 2018 hatte ich nicht nur eine Geschichte zum F1-GP in Hockenheim geschrieben, sondern die auch an das Mercedes F1-Team weiter gereicht. (Mit einem Klick HIER sind Sie da!) Am 4. September 2018 habe ich per E-mail beim Mercedes F1-Team angefragt, warum der Rundenrekord in Monza im Jahre 2018 immer noch seit dem Jahr 2014 besteht? - Denn ich hatte im Juli keine Antwort erhalten!

Ich habe dieser September-E-mail ein Aufstellung beigefügt, die nicht nur zeigt, dass Hamilton 2018 in Monza in seiner schnellsten Runde mehr als 1 sec langsamer war, als Raikkönen in 2014, die aber auch deutlich machte, dass zwischen der schnellsten Quali- und Rennrunde in 2018 bei Hamilton 3,203 sec, bei Raikkönen, der bei diesem Rennen auf Platz 2 einlief, 4,396 sec lagen. - Dazu habe ich dann geschrieben:

„Wenn jemand in Ihrem Team dazu eine Erklärung einfällt, wäre es nett, wenn Sie mich es wissen ließen.“

Mercedes ist bis heute (!) dazu keine Erklärung eingefallen, weil man wohl auch zu diesem Zeitpunkt durch irgendwelche klaren Aussagen „kein schlafenden Hunde wecken wollte“. Bei der FIA ist man wohl auch erst wach geworden, nachdem Ferrari sein „intelligentes Quali-System“ dann auch in 2019 für‘s Rennen übernommen hatte. - Oder warum sonst?

Da hat dann die FIA das Ferrari-Team wohl ein wenig schütteln müssen und zu einem „Geheimabkommen“ gefunden, weil man sonst wohl auch selbst „ganz alt ausgesehen“ hätte.

Ich habe zur damaligen Zeit meinen Lesern auch mal die Vergleichs-Möglichkeit geboten, welche Differenzen es damals zwischen schnellster Quali- und schnellster Rennrunde in unterschiedlichen Motorsport-Serien –  umgerechnet pro Kilometer Rennstrecke – gab, um den „Irrsinn“ in der Formel 1 zu verdeutlichen.

Wenn Sie sich Zeit nehmen wollen, dann lesen Sie doch noch mal zwei Geschichten aus 2018 von mir zum Thema Formel 1 und den Menschen, die dort eine Rolle spielen: HIER und HIER!

Wenn Sie verstehen wollen, warum es zwischen der FIA und Ferrari erst in der „Neuzeit“ zu einem Geheimabkommen gekommen ist, dann können Sie das vielleicht, indem Sie noch eine Geschichte aus 2018 von mir lesen: HIER!

Warum sollte ich auch immer wieder neu schreiben, was ich schon Jahre vorher geschrieben habe?

MK/Wilhelm Hahne

PS: Diese neue Geschichte habe ich geschrieben, nachdem ich – wegen Gewitter in der Eifel – die Übertragung des Formel 1-Rennens in Barcelona abgeschaltet hatte. - Habe ich etwas verpasst?

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