Telex

Entschuldigung! Eure Hoheit möge bitte verzeihen!

Diese formvollendete Entschuldigung gilt der (Sport-)Hoheit DMSB e.V. in Frankfurt. Dort hat man zwar auf meine Anfrage vom 14. Dezember 2021 bis heute immer noch nicht geantwortet, aber sie entsprach auch wohl nicht der Art, die man eigentlich von Untergebenen erwartet. Darauf wurde ich auch schon von „Abhängigen“ aufmerksam gemacht. Immerhin wurde dem DMSB e.V. von der FIA die Sport-Hoheit für Deutschland übertragen! Es ist zwar sicherlich noch aufzählbar, was der DMSB seit der Übertragung dieser Hoheit für den Motorsport getan hat; es ist aber sicherlich auch erinnerlich, über was viele Motorsportler zunächst hinter vorgehaltener Hand gelacht haben, um schließlich darunter zu leiden.

Seit dem 1. Januar 2022 kann der DMSB e.V. sich auch nur noch auf seine Sport-Hoheit – wie einen Krückstock – stützen. Die Motorsportarten werden inzwischen von anderen Vereinen  bearbeitet, da der DMSB dafür die Verantwortung delegiert hat. Aus den Vertragstexten, die aus meiner Sicht etwas von „Franchise-Verträgen“ haben müssen -  obwohl ich sie natürlich im Detail gar nicht kennen kann - könnte man das zwar ersehen, aber die sind natürlich geheim. - Aber nur so macht diese Aktion, die den ADAC noch stärker gemacht hat, als er bisher schon war, eigentlich Sinn und zu einem Verein, der dann – wenn der DMSB e.V. mal „Schiffbruch“ erleiden sollte – elegant in die entstandene Lücke hinein grätschen könnte. - Oder war das eine Sicherheits-Übereignung?

Das sind natürlich alles nur Gedankenspiele, die ich anstellen muss, nachdem ich vom DMSB ohne Antwort auf meine Fragen bin. Praxis ist das, was beim DMSB e.V. zur Zeit so läuft. Da fühlt sich z.B. ein Michael Günther, Fachausschuss-Vorsitzer Sicherheit Automobilsport, inzwischen ein wenig „in die Ecke gestellt“. Kein Wunder, denn er hatte bei einer internen Abstimmung gegen den ADAC gestimmt. Andere „wichtigen FA-Leute“ wurden dagegen sogar aus dem Weihnachtsurlaub gerufen, weil es wohl noch eine Terminsache gab, die schnellstens erledigt werden musste. - Toll, dass das noch jemandem eingefallen ist!

  • Manchmal hat man den Eindruck, dass all’ diese Aktionen in Summe einer gewissen Erwartungshaltung beim DMSB entsprechen!

Insgesamt – von außen betrachtet – hat man schon den Eindruck, das beim DMSB e.V. derzeit einiges „mit heißer Nadel“ gestrickt bzw. fehlerhaft bearbeitet wird. Dazu zählt nicht nur die bis heute nicht erfolgte Antwort auf meine Anfrage. Dazu fällt den Verantwortlichen beim DMSB wohl nichts mehr ein. Dafür gibt es dann eine aktuelle Pressemitteilung (vom 17. Januar 2022) mit einer...

„DMSB-Einladung: Europäisches Finale FIA Rally Star"

Weiter ist auch zu lesen:

"Medienvertreter sind herzlich eingeladen
Als Gäste vor Ort sind auch Medienvertreter herzlich willkommen, denn neben den talentierten Rallye-Fahrerinnen und -Fahrern haben sich auch hochkarätige Vertreter der FIA und des DMSB angekündigt. Interessierte Medienvertreter werden gebeten, sich als Gast anzumelden."

Aber eigentlich ist wohl Folgendes wirklich wichtig:

• Paneuropäisches Finale der FIA-Sichtung für die Rallye-Champions von morgen
• Talente treffen sich vom 28. bis 30. Januar auf dem Estering (Buxtehude)

Die wichtigen Teilnehmer – aus deutscher Sicht - werden auch namentlich erwähnt:

„Eingeladen sind 89 Teilnehmer (69 männlich / 20 weiblich) aus 19 Ländern – die besten aus insgesamt 1.440 Kandidaten in der ersten Sichtungsrunde. Die deutschen Kandidaten sind Stephan Bollig (Trittenheim), Fabian Brügge (Ibbenbüren), Lars Kaulen (Aachen), Luca Kita (Duisburg), Sebastian Lange (Schwäbisch Hall), Chantal Linden (Feusdorf), Celine Mattern (Braunschweig), Niklas Möller (Ahaus), Ricardo Sobkowski (Berlin) und Sabrina Obenlüneschloß (Wilnsdorf).“

Beim DMSB läuft sonst mal wieder einiges aus dem Ruder. - Jetzt wäre z.B. für Fahrer, die die NLS-Serie für 2022 ins Auge gefasst haben der richtige Moment, ihren Lehrgang für das Nordschleifen-Permit online zu machen. Da gehen dann bei 75 Prozent der Fragen die „Lehrvideos“ nicht. Sie sind (waren?) nicht aufrufbar. Es gibt auch kleine Fehler: Ein BMW blinkt angeblich falsch; dabei ist zu erkennen (wenn man sich auskennt!), dass es nicht die Blinkleuchten sind, sondern LED-Schlussleuchten, die nun mal auf Videos scheinbar immer „an und aus gehen“.

Die DMSB App war (ist?) nicht zu starten. Aber – das muss auch erwähnt werden - man kann den „Abschlusstest“ – obwohl sich die „Lehrvideos“ nicht öffnen lassen -  am Ende doch absolvieren und ist dann stolzer Besitzer eines Nordschleifen-Permits!

  • Das ist keine Theorie, sondern von „Teilnehmern“ eine mir gemeldete Praxis!

Das bestätigt auch meine - hier oftmals - geäußerte persönliche Meinung zum Wert dieses lt. DMSB absolut notwendigen Dokuments, wenn man bei Rennen (nicht bei „Touristenfahrten“!) auf der Nordschleife unterwegs sein möchte. - Außer Spesen nichts gewesen?

Der DMSB möge entschuldigen, wenn ich über solche Spaßeinlagen dieses hoheitsvollen Vereins inzwischen nicht mehr lachen kann!

Aber selbstverständlich bin ich Eurer Hoheit getreuer Diener! - Aber mit einer eigenen Meinung nach Ermittlung von Fakten!

Die man in Frankfurt gerne – kostenlos - zu einem „Abgleich“ nutzen kann. - Bitte!

MK/Wilhelm Hahne
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„auto motor und sport“-SPEZIAL: Innovation Issue?

Ich bin schon seit vielen Jahren nicht mehr ein Leser, der regelmäßig „auto motor und sport“ liest. Als ich im letzten Jahr mal das letzte Heft des Jahres kaufte, war das ein Missgriff, da ich nicht das letzte Heft gekauft hatte. - Dafür habe ich dann in den ersten Geschichten des neuen Jahres diese Zeitschrift, die ich als schon als „Das Auto“ kannte, mal als Anregung für Geschichten hier in Motor-KRITIK genutzt.

Wie ich in einer anderen Geschichte bereits schrieb, habe ich mir dann aus einem bestimmten Grund von meiner Frau das Heft 3/2022 mitbringen lassen. Ich war ein wenig überrascht, dass sie dafür 6,50 Euro bezahlt hatte. Aber – sie hatte ein „Doppelheft“ gekauft! Zwei Zeitschriften waren zu einem Sonderpreis – mit 34 Prozent Nachlass! - in einer Folie verpackt zum „Sonderpreis“ am Zeitschriftenstand zu haben.

 Das habe ich mir natürlich genauer angeschaut! - Das mit der Ausgabe Nr. 3 von „auto motor und sport“ verbundene „SPEZIAL“ trug als Sonderausgabe den Titel „Innovation Issue“. Das kann man auch mit „Innovation-Problem“ übersetzen. Das scheint es tatsächlich derzeit bei „auto motor und sport“ zu geben.

Im Inneren des „Sonderausgabe“ zum „Sonderpreis“ stand die Chefredakteurin – genauso wie schon in „auto motor und sport“, Heft 26/2021 – auf einer Treppe abwärts – an das Geländer gelehnt. Innerlich lächelnd habe ich gedacht: Gibt es nur das eine Foto von ihr in Dauerverwertung? - Und habe mich dann mit den Details von Heft 3, sowie der „Sonderausgabe“ beschäftigt. - Wie man das als Journalist so macht.

„auto motor und sport“ Heft 3 hat immerhin 148 Seiten! - Die „Sonderausgabe“ hat 132 und kostet eigentlich – lt. Aufdruck – 5,60 Euro. Das ist viel, in Relation zum Einzelpreis von „auto motor und sport“, der 4,50 Euro beträgt. - Da es in einem Verlag für jede Zeitschrift einen so genannten „Anzeigenschlüssel“ gibt, der vor Jahrzehnten, als ich „ams“ noch regelmäßig las, von mir als relativ hoch empfunden wurde, habe ich dieses Mal die Anzeigen in beiden Heften gezählt. - Und war überrascht:

Auf insgesamt 280 Druckseiten habe ich nur 36,5 Seiten Anzeigen gefunden. Das würde einen Anzeigenanteil - einschl. Kleinanzeigen und Eigenanzeigen (!) - von nur 13 Prozent bedeuten!

Dann habe ich mir die aktuellen Auflagenzahlen von „auto motor und sport“ mal angeschaut. Dabei habe ich mich erinnert, dass meine Kollegen von „auto motor und sport“ in der Vergangenheit schon richtig nervös waren, wenn ich sie bei irgendwelchen Veranstaltungen traf und die Auflage gerade mal unter 500.000 Exemplare abgerutscht war.

Inzwischen wird man wohl erst nervös werden, wenn die Auflage unter 300.000 abrutscht, habe ich mir gedacht und mich mal gedankenvoll mit dem aktuellen Layout – auch der Titelgestaltung – beschäftigt. Auf mich wirkt das schon irgendwie provinziell, hat so etwas von einem „Gemischtwaren-Laden“, wie man sie „früher“ kannte: Es ist alles im Angebot. Das erforderte dann schon mal „übervolle Schaufenster“. - So wirkt dann auch die Titelseite.

Richtig nachdenklich bin ich aber erst geworden, als ich beim Stöbern in der „Sonderausgabe“ auf die Geschichte von einer Rekordfahrt mit einem e-Porsche gestoßen bin, weil ich mich zu erinnern glaubte, dass die doch schon mal gegeben hatte. - Schnell nachgeschaut: Das war Mitte des Jahres 2021! - Wieso schreibt man erst heute darüber in einem „Sonderheft“? - Damals wurde diese Rekordfahrt, wie ich in anderen Beiträgen im Internet lesen konnte, kräftig diskutiert. Und niemandem ist aufgefallen, dass dieser Rekord-Porsche auf dem Lausitzring aus einem „tollen Lade-Truck“ superschnell mit Strom versorgt wurde. - Ich möchte mal ein paar Sätze aus der Geschichte hier zitieren:

...„In Zuffenhausen ist man mutig und stellt uns einen heckgetriebenen Basis-Taycan zur Verfügung. Und damit es auch mit dem Laden solide klappt, gleich noch einen tollen Lade-Truck dazu.“ …

Nirgendwo steht, dass man den Wert dieses „Schnelllade-Trucks“ auf 2.000.000 Euro (in Worten: Zwei Millionen Euro) schätzen muss. - Und ich schlage innerlich lächelnd das Heft zu.

Dabei schaue ich dann noch mal auf den Titel und entdecke: „Heft 1/2021“. - ??? - Da hat man wohl  noch eine Menge „alter Hefte“ herum liegen gehabt und die jetzt – aus welchen Gründen auch immer – zusammen mit der aktuellen Ausgabe Nr. 3 von „auto motor und sport“ zu einem „Sonderpreis“ in den Verkauf gebracht.

    • Tolle Marketing-Idee! - So entsorgt man Altpapier und macht damit dann noch Gewinn!

Immerhin war zur gleichen Zeit aber auch die Nr. 3 – ganz „solo“ – für wohlfeile 4,50 Euro (bei dem geringen Anzeigenanteil!) am Kiosk zu kaufen. Meine Frau hatte nur – wie sicherlich viele andere Käufer auch – ohne lange zu überlegen beim „Sonderpreis“ zugegriffen!

So ist das eben bei Innovations-Problemen!

MK/Wilhelm Hahne
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18. Januar 2022: Jeder Tag ist einzigartig!

Gestern war er dann aber doch schon etwas Besonderes. Zumindest für mich. Denn ich wurde an einem 18. Januar vor 89 Jahren geboren. In einem solchen Alter genießt man eigentlich jeden Tag. Vor allen Dingen dann, wenn man ihn noch in einem gesundheitlichen Zustand erreicht, den man bei einem Gebrauchtwagen mit „wenig gebraucht und gut erhalten“ bezeichnen würde.

Weil weit über 100 Glückwünsche eingegangen sind, wird man sicherlich verstehen, wenn ich  nicht jeden Glückwunsch einzeln beantworte, obwohl ich die Grußworte eines jeden Einzelnen schon als eine persönliche Auszeichnung empfunden habe.

Das auch, weil die Gratulationen überwiegend aus meiner – ständig wachsenden – Leserschaft kamen! Sie waren, bis auf Wenige, deren „Bedeutung“ ich wohl noch richtig einschätzen kann, ehrlich gemeint.

  • Es gab z.B. keine Glückwünsche aus der Automobilindustrie!
  • Es gab keine Glückwünsche aus den „Profit-Centern“ des Motorsports!
  • Es gab keine Glückwünsche aus dem direkten Umfeld des Nürburgrings!      

Auch das hebt den Wert der erhaltenen Glückwünsche und festigt meinen Eindruck, dass meine journalistische Arbeit noch einen Sinn hat. Gerade auf diesem Gebiet ist persönliche Erfahrung immer noch nicht durch künstliche Intelligenz (KI) zu ersetzen.

Den ersten Glückwunsch zu meinem 89. Geburtstag habe ich am Vorabend von einem Fotografen eher zufällig erhalten, der sich nach Jahrzehnten (!) telefonisch bei mir meldete, weil er die Zusammenarbeit mit mir „damals“ als angenehm empfunden hat. Dass sein Glückwunsch um Stunden zu früh kam, hat mich nicht gestört. Denn was sind ein paar Stunden in Relation zu der Zeit, die ich inzwischen auf dieser Erde verbringen darf?

Der letzte Glückwunsch erreichte mich am Geburtstag kurz vor Mitternacht! - Nett und persönlich!

  • Ich möchte mich hiermit bei allen Gratulanten bedanken!

Nicht nur die Gratulationen im Internet, sondern auch die Briefe, Karten, Telefonate und eingegangenen Sachgeschenke („Rotwein ist für alte Knaben…“) haben diesen Tag für mich wirklich zu etwas Besonderem gemacht! Jedenfalls wird damit auch mein Gefühl verstärkt, dass meine Arbeit „nicht für die Katz’ ist“.

Ich arbeite also gerne – wie bisher – weiter! - Auch wenn das in einer Welt, in der z.B. Vorstände von DAX-Unternehmen ihren Wert an der Anzahl der verdienten – und ihnen zugestandenen – Millionen messen – nicht gerade intelligent scheint.

„Ein wenig verrückt sein hilft immer!“

Das sagte schon meine Großmutter vor Jahrzehnten. Wenn ich mich so umschaue, dann hatte sie – und hätte auch heute noch -  recht! - Nur: Die „Verrückten“ werden immer weniger!

Die nächste Geschichte auf diesen Internetseiten ist dann wieder eine Geschichte, die dem Oberbegriff Motor-KRITIK gerecht wird. - Versprochen!

Aber diese „Danksagung“ musste einfach sein, weil ich damit vielleicht meiner Leserschaft einen Eindruck von meinem Eindruck vermitteln kann, den ihre Glückwünsche auf mich gemacht haben.

Danke!

Wilhelm Hahne

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Kein Nachruf, sondern Erinnerung: Yörn Pugmeister!

Ich habe erst verspätet davon erfahren. Yörn Pugmeister ist tot. Er ist an den Folgen eines Treppensturzes am 8. Januar 2022 in Würzburg gestorben. Ich habe erst aus den Todesanzeigen gelernt, dass er eigentlich Jörn Gerald Pugmeister hieß.

In der Trauer-.Anzeige der Familie ist zu lesen:

„Der PUG hat sich verabschiedet wie er gelebt hat.“

Da ist was dran! -  Das muss eigentlich auch jeder so empfinden, der ihn gekannt hat. Mit Katherina, seiner Frau, war er mehr als 50 Jahre verheiratet.

Ich habe vor Jahrzehnten mit beiden schon mal telefoniert. Wir haben uns damals auf einem bestimmten Themenfeld ausgetauscht. Damals war das für mich der Yörn. Und als Yörn wird er in mir weiter leben. Gestorben ist jetzt der Jörn Gerald.

Zu dem war er nur durch liebenswerten Zufall geworden. Aber diese „Hülle“ hat ihm geholfen. Es ist mit ihm – von kleinen Abschwüngen abgesehen – immer „treppauf“ gegangen. Darum passt auch der eine Satz aus der Traueranzeige so gut.

Ich mag Menschen, die sich so unverklemmt ihrem jeweiligen Gegenüber darstellen. Yörn war immer ein Darsteller seiner selbst. Ganz gleich in welcher Position er sich jeweils befand.

Als meine Frau gestern zum Tanken fuhr, hatte ich sie gebeten, mir doch die neueste „auto motor und sport“ mitzubringen. Die musste vom 13. sein. Und wenn Yörn am 8. … - Schließlich hat er in den unterschiedlichsten Positionen für den Motor-Presse-Verlag in Stuttgart gearbeitet.

Aber ich habe in „ams“ – wahrscheinlich wegen der langen Vorlaufzeiten – nichts gefunden. Dafür eine Erinnerung an den alten VW Scirocco von 1977. Auch hier aber kein Wort über Yörn Pugmeister. Der hatte nämlich im Auftrag des Volkswagenwerkes dem ersten „Cup“  mit einem Scirocco – der natürlich anders hieß - noch das Laufen auf der Rennstrecke beibringen sollen.
 
Das erste Rennen – 1976 – in Hockenheim wurde dann zum Fiasko. Die Renn-Scirocco bewegten sich dort zum Teil auf dem Dach fort und „flogen“ rechts und links von der Strecke. Yörn hatte aus dem serienmäßig zum Untersteuern neigenden Modell, mit einer Abstimmung, die ihm wohl persönlich sehr lag, das Fahrzeug zu einem kräftigen Übersteurer gemacht, mit dem die meisten der damaligen „Rennfahrer“ dann nicht zurecht kamen.

So war Yörn eben. Er hat alles auf seine Art gelöst. Wenn er z.B. vor einem Flug in die USA noch vorher vom Flughafen seine Sekretärin im Verlag anrief und die war nicht sofort zu erreichen, dann hat er sie sehr spontan entlassen. - Fristlos. - Stunden später hat er sie dann wieder eingestellt.

Yörn Pugmeister hat sein Leben gelebt. Auch als Journalist! - Er hat eindrucks- und stimmungsvolle Berichte geschrieben, die auch – manchmal – auf die Betroffenen „ein wenig hart“ wirkten. Er verfügte über einen tollen Sprachschatz, war mehrsprachig und hat sich in der ganzen Welt wohl gefühlt.

Zeit seines Lebens war er ein Porsche-Fan! - Er war auch schon mal – fast vorübergehend – für die Firma Porsche als Pressesprecher tätig. Yörn konnte aber selbst „Chefs“ nicht ausstehen, wenn ihre Beziehung zum Produkt geringer war als seine.

Zuletzt lebte er in Würzburg, im Umfeld des Vogel-Verlages, zumal seine Frau Katherina aus diesem Umfeld kam.

Sie sollte nicht traurig sein. Sie hat einen Mann mehr als 50 Jahre erlebt, der ein Unikat war. Es wird nicht immer leicht gewesen sein, mit ihm zusammen zu leben. Es war wohl sicherlich eine „Erlebnisehe“, die sich aber so manche Ehefrau wünschen würde.

Natürlich hat sie mein Mitgefühl! - Aber sie sollte nicht traurig sein, wenn sie an Yörn denkt. -

    • Yörn war kein Schauspieler! - Yörn war „echt“!

Aus meiner Sicht ist es das Beste, was man von einem Menschen in der heutigen Zeit sagen kann!

Wilhelm Hahne

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Zeitzeichen Capricorn: Chinesen bald in Meuspath?

Was der KPMG beim Verkauf des Nürburgrings nicht gelungen ist, macht nun der von der Landesregierung Rheinland-Pfalz hoch geschätzte erste deutsche Käufer des Nürburgrings, Besitzer  eines mittelständischen Industrieunternehmens möglich, das in vier europäischen Ländern  vertreten ist:

  • Er holt chinesisches Kapital in die Eifel!

Was bei Daimler allein durch Aktien möglich wurde, gelingt dem Düsseldorfer Unternehmer durch eine Darstellung, die sich in der gerade veröffentlichten Pressemitteilung angenehm liest. Sie wird in der Presse sicherlich ein positives Echo finden. Zunächst natürlich auf der Internetseite einer der großen Fachzeitschriften des Landes: „auto motor und sport“

Wer von meinen Motor-KRITIK-Lesern interessiert ist, kann mit einem kleinen Klick HIER zur Interpretation der Fachleute in Stuttgart gelangen.

Die Pressemitteilung liest sich sehr gut. Meine Leser finden sie – komplett, aber ohne Anhänge - am Ende dieser Geschichte als pdf-Datei. Jeder Leser kann sie so auf seine Art interpretieren. Motor-KRITIK wird das erst später tun, zumal an der Pressemittlung kaum etwas zu beanstanden ist. - Weil man auch den Machern einen gewissen  Interpretations-Spielraum zugestehen muss.

 

Das sind die ersten Fotos, die die neuen Partner, auch zusammen mit dem Prototypen des neuen De Tomasao, in den Hallen der capricorn Composite GmbH in Meuspath in der Eifel zeigen. (Das Copyright für diese Fotos liegt bei De Tomaso) Direkt daneben, auf einem der Firma „capricorn“ gehörenden Grundstück, soll nun – nachdem dessen Verkäufer an die Frist erinnerten, die ursprünglich beim Verkauf gesetzt war – mit einiger Verspätung eine neue Automobil-Manufaktur entstehen.

Motor-KRITIK hat den Bau dieser neuen „Handwerk-Stätte“ in Meuspath vom ersten Zusammenschieben von Abraum bis zum Stand von heute verfolgt, hat auch vorher von Fall zu Fall über das informiert, was im „capricorn“-Umfeld real geschehen ist. In diesem Fall möchte ich aber  internationale Spannungen vermeiden. - So habe ich auch die anhängende Pressemitteilung im Detail unkommentiert gelassen. - (Das Copyright für diese hier gezeigten Fotos liegt bei Motor-KRITIK)

Aber natürlich werde ich meinen Lesern als kleinen Service noch zum Namen „Capricorn“ und „De Tomaso“ – auch nach Auffrischen meines persönlichen Wissens im Internet - ein paar Zusatzinformationen liefern:

Capricorn steht im Englischen und Rätoromanisch für Steinbock,
ist auch ein Film,
„Unternehmen Capricorn (1978),
sind z.B. auch folgende Firmen,
Capricorn Concept GmbH
Capricorn Consulting GmbH
aber auch:
ein Mikroprozessor von Hewlett-Packard,
eine Inselgruppe des Great Barrier Reefs,
ein Nationalpark,
der Name einer Plastik von Max Ernst,
eine ehemalige hessische Metal-Band,
eine Figur (der Bösewicht) in der „Tintenwelt“-Trilogie von Cornelia Funke,
ein Triebzug der Rhätischen Bahn,
aber auch ein Unternehmer, der im Zeichen des Steinbocks geboren wurde
und darum seine inzwischen zu einer Firmengruppe gewachsene Firma – mit der Zentrale in Düsseldorf – mit „capricorn GROUP“ (-Gruppe) benannte.

Diese Gruppe hat die Absicht geäußert, nun gemeinsam in einer Firma, die auf einer von einer chinesischen Gruppe (ITV = Ideal Team Venture) zugekauften Namensrechten beruht, einen neuen, in Kleinserie, 72 Stück x 1.000.000 USD – Basispreis!) gefertigten Sportwagen, unter dem Namen De Tomaso P72 zu bauen. In ca. 12 Monaten soll der Start sein – Liest man im Internet. - In „wikipedia“ ist zum Namen zu lesen:

„De Tomaso war ein italienischer Hersteller von Renn- und Straßensportwagen. Das von dem gebürtigen Argentinier Alejandro De Tomaso gegründete Unternehmen war in Modena ansässig. Es war zeitweise eng mit dem Ford-Konzern verbunden, der für fast alle Serienfahrzeuge der Marke die Motoren lieferte. Die De-Tomaso-Modelle waren leistungsstark und luxuriös, wurden aber wegen ihrer US-amerikanischen Großserienmotoren nicht als gleichwertige Konkurrenten Maseratis oder Ferraris wahrgenommen. Das erfolgreichste Modell De Tomasos ist der Mittelmotorsportwagen Pantera, der über zwei Jahrzehnte lang im Angebot blieb und mehr als 7000 Mal produziert wurde, alle übrigen Fahrzeuge erreichten nur dreistellige Produktionszahlen. In den 1960er-Jahren entstanden in Modena auch Rennwagen für die Formel 1, die erfolglos vom eigenen Werksteam Scuderia De Tomaso eingesetzt wurden. Nach einer Insolvenz 2012 gehören die Rechte am Namen De Tomaso seit 2015 einem chinesischen Investor.“

Der Vertrieb des neuen Exklusiv-Sportwagens soll in Europa über einen der großen europäischen Automobil-Importeure, die niederländische Louwman Group erfolgen.

Fortsetzung folgt!

MK/Wilhelm Hahne

Anmerkung: Aus technischen Gründen habe ich die De Tomaso-Pressemitteilung umkopieren müssen.

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Da leckst di müde: Bei Unterstützung von CEO’s!

Meine Frau hat mir erzählt, dass sie in diesem Jahr auf normale Briefe eine 85 Cent-Briefmarke kleben muss. - Na und? - Das habe ich gefragt. Denn der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Post war mit seinem persönlichen Jahreseinkommen im Jahre 2020 nur knapp über die 10 Millionen-Grenze gekommen. Da muss man doch verstehen, dass Frank Appel seinen ersten Platz beim Einkommen unter den CEO’s deutscher Firmen in 2022 durch eine „Anpassung“ des Portos festigen möchte.

2020 lag der beste Kassierer unter den Vorständen deutscher Automobilhersteller nur auf Platz 5 im Einkommens-Ranking deutscher Vorstände. VW-Boss Herbert Diess hat nur 7,7 Millionen Euro verdient! - Das wären 1.540.000 Scheine á 50 Euro. - So wäre selbst das Vorzählen zu teuer!

Überhaupt haben es die Vorstände der deutschen Automobilhersteller schwer. Oliver Zipse, BMW, auf Platz 14, Ola Källenius auf Platz 18 im Einkommens-Ranking 2020. - Aus Sicht dieser bedeutenden Arbeitgeber in Deutschland sicherlich beschämend!

Natürlich arbeitet man an Verbesserungen. Und das nicht nur in Deutschland. Der „Neue“ bei Renault, Luca de Meo,  hat auch schon gesagt, dass es nicht auf die produzierte Stückzahl von Automobilen ankommt, sondern darauf, was man pro Stück verdient! - Und er handelt entsprechend!

Auch ein Herbert Diess erwägt, das „qualitative Wachstum“ (= Mehrgewinn) seiner Produkte zu verbessern, indem er z.B. auf den Einbau von simplen mechanischen, handgeschalteten 5-Gang-Getrieben verzichtet und das – natürlich ganz im Sinne seiner „Volkswagen“-Käufer – Doppelkupplungsautomaten überlässt. - Das wäre eine Win-/Win-Situation! - So wird Herr Diess das empfinden.

Unter uns: Schon vor Jahren konnte der für die Produktion dieses Getriebes auch verantwortliche Entwickler keinen Jahres-Bonus dafür mehr einstreichen, da die Produktionskosten bei den zu diesem Zeitpunkt möglichen Stückzahlen ausgereizt waren!

Ola Källenius zertifiziert aktuell schon mal Lieferanten, die Ersatzteile für einen alten 300 SL-Roadster bauen. Da kostet  – lt. „auto motor und sport“ - ein vorderer Kotflügel dann 11.900 Euro. Auf diesem Niveau bewegen sich dann auch andere Karosserieteile. - Aber wie gesagt: Alles zertifiziert!

Oliver Zipse von BMW, im Jahre 2020 nur mit einem Einkommen von 5,13 Millionen Euro noch nicht einmal unter den ersten Zehn der deutschen Wirtschaft, hat auch schon mal die Ersatzteilpreise für besondere BMW’s der Vorzeit deutlich anheben lassen. Wenn man 10 Jahre nach Auslaufen einer Modellreihe noch Ersatzteile zu bezahlbaren Preisen bereit hält, so sollte das ja genügen.

Da nimmt BMW jetzt z.B. für ein Türschlosses des Z 1 (Bauzeit 1989 - 1991) inzwischen den zehnfachen Preis des Normalen, der auch schon bei 100 Euro lag. Aber beim Z 1 ist man bei BMW noch niemals knauserig gewesen. - Bei der Kalkulation!

Vor Serienbeginn – noch in der Entwicklung - war der Verkaufspreis mit ca. 65.000 DM ermittelt worden. Als er vorgestellt wurde, kostete er dann plötzlich um 83.000 Mark. - Mich hat das erschüttert, weil ich die gesamte Entwicklung – und auch die Kalkulation – aufmerksam verfolgt habe. - Natürlich habe ich auch hier nachgehakt und als glaubhafte Auskunft damals von einem Vorstandsmitglied erhalten:

„Unsere Marketingabteilung ist der Meinung, dass der Markt das hergibt!“

Erinnern sich meine Leser noch an das 8er-Coupé? - Das wurde von 1989 – 1999 gebaut und sollte eine Konkurrenz zum Porsche 928 (bis 1995 gebaut) werden. Aus meiner Sicht ist das nicht so recht gelungen. Selbst eine dann vorübergehend verbaute teure mechanische Allradlenkung machte das Coupé nicht zu einem wirklichen Sportwagen! In der Vergangenheit kostete ein Bremskraftverstärker für einen solchen E31, aus der „guten alten Zeit“ der Automobile um 600 Euro. - Aktuell lässt sich BMW den mit 1.200 Euro bezahlen.

Dieser BMW ist schließlich heute ein Oldtimer von hohem Wert! - Oder nicht oder doch? - Da muss man doch dringend die Ersatzteilpreise den „Traumwerten“ anpassen.

  • Oder den Traumwerten beim Einkommen der CEO’s? - Man weiß es nicht!

Ich weiß aber, dass auf normale Briefe nun in 2022 eine Marke mit dem Wert von 85 Cent geklebt werden muss. - Da lecke ich dann gerne! - Denn der Klebstoff auf solch teuren Marken hat doch sicherlich Geschmack!

  • Oder sagen wir mal so: Das alles hat ein „Geschmäckle“!

Schließlich wird Herr Frank Appel nun auch (zusätzlich) Aufsichtsratsvorsitzender der Telekom! Da kann man dessen CEO, Herrn Timotheus Höttges, verstehen, wenn der nun auch 10 Millionen Euro verdienen will. (2020 hatte der nur ein Einkommen von  7,2 Millionen Euro!)

Der möchte in Zukunft in Augenhöhe mit seinem Aufsichtsratsvorsitzenden – der von der Post kommt - verhandeln! Schließlich hat er gerade seinen Vertrag bei der Telekom bis 2026 verlängert!

MK/Wilhelm Hahne

PS: Auch diese Geschichte schrieb ich nach dem Lesen, angeregt durch „auto motor und sport“ Nr. 26/2021. - Danke!

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Nachhaltig: Preisentwicklung im Automobil-Umfeld!

Es ist vielleicht ein Dutzend Jahre her, dass mir dieser Begriff erstmals auffiel: Nachhaltig! - In den Jahren danach hat er sich ausgebreitet, wurde vielfach von den GRÜNEN mit Beschlag belegt. Inzwischen kennt man ihn auch anderswo. Die EU hat inzwischen sogar Atomkraftwerken diesen Begriff zugeordnet und bringt damit die neue Bundesregierung in wenig in Verlegenheit. Denn dort sollte eigentlich in Zukunft – erstmals mit aktiver „grüner“ Beteiligung in der Regierungsmannschaft – besonders „nachhaltig“ regiert werden.

Wenn die EU inzwischen Atomkraftwerke mit dem Begriff „nachhaltig“ auszeichnet, dann möchte Motor-KRITIK auch die Preisentwicklung auf dem Automobilsektor mit dem Begriff „nachhaltig“ belegen. Die ist  auf allen Gebieten dort nachhaltig. Da muss man nicht nur auf die Entwicklung der  „Spritpreise“ verweisen, wie das die Chefredakteurin im „Editorial“ von Heft 26/2021 in „auto motor und sport“ getan hat.

Mir ist das auch bei zwei Anzeigen in diesem Heft aufgefallen. Dort bewirbt die Firma „Genesis“ z.B. auf Seite 31 einen…

„SERVICE, DER ZU IHNEN KOMMT.“

Das ist fast unauffällig. Man versteht das dann eher, wenn man auf Seite 47 auf eine Seite Werbung für den „BMW Service“ stößt, wo man titelt:

„FÜR ALLE, DIE WEITER DENKEN.
BMW Service inclusive.“

Im Lauftext erfährt man dann, dass man „Nur für gebrauchte BMW Automobile“ in drei Jahren bei den anfallenden Wartungsarbeiten „bis zu 30%“ sparen kann. Ergänzende „Sternchen“ bringen einen dazu, beim Weiterlesen zu erfahren, dass diese Einsparung…

„im Vergleich zu den regulären Einzelpreisen der im Paket enthaltenen Einzelleistungen auf Basis der unverbindlichen Preisempfehlungen für Original-Ersatzteile sowie der durchschnittlichen Servicekosten…“

zum Tragen kommt, nachdem man die Servicekosten zu einem Festpreis per „Flatrate“ abgeschlossen hat. Im Internet kann man – wenn man so neugierig wie Motor-KRITIK ist – zum Titel der auf Seite 31 gelesenen „Genesis“-Anzeige dann ergänzend erfahren:
 

„ SERVICE NACH PLAN – WIR KOMMEN ZU IHNEN
Genesis übernimmt alle planmäßigen Inspektionen, Wartungs- und Garantiearbeiten für die ersten 5 Jahre oder 75.000 Kilometer. Unser Service beinhaltet darüber hinaus die Abholung und Rückgabe Ihres Fahrzeugs an einem Ort Ihrer Wahl. Kontaktieren Sie hierfür einfach Ihren Genesis Personal Assistant. Damit Sie umstandslos mobil bleiben, stellen wir Ihnen gerne auch ein Ersatzfahrzeug zu Verfügung.“

Wer sich jetzt fragt, was so ein Luxus-Hyundai nun kostet, der muss feststellen, dass der auf dem „gewohnten Niveau“ (40-50.000 Euro) liegt, also das Angebot schon attraktiv ist. - Wenn, ja wenn – die Kosten für Servicearbeiten bei den Luxusfahrzeugen der deutschen Hersteller besonders hoch sein sollten!

Um das – mit einem Blick nach Wikipedia – auch zu klären:

„Genesis ist eine Automobilmarke der koreanischen Hyundai Motor Group. Sie wurde zusammen mit der Obere-Mittelklasse-Limousine Hyundai Genesis geplant und offiziell als eigene Marke am 4. November 2015 eingeführt.“

Stellt man „Google“ die richtigen Fragen, so stößt man im Internet auf eine Menge verärgerter Autobesitzer, die sich bei Service- und Wartungsarbeiten bei ihren Automobilen „über den Tisch gezogen“ fühlen. Die offiziellen Händler berechnen zwar scheinbar niedrige AW-Preise, die man aber mit 12 multiplizieren muss, wenn man den „Stundensatz“ errechnen will.

Motor-KRITIK hat das im Fall einer BMW-Werksniederlassung und einem Porsche-Zenter mal getan.

  • Deren AW-Werte umgerechnet, liegen zwischen 200 und 300 Euro pro Werkstatt-Stunde!

Nachdenklich – und das „nachhaltig“ - wird man aber als Journalist erst, wenn man bei den weiteren Recherchen feststellt, dass die Automobilhersteller selber nicht bereit sind, „ihren“ Werkstätten solch horrende Stundensätze zu zahlen. Darum haben sie in Verträgen deutlich niedrige AW-Kosten für den Fall mit ihren Händlern vereinbart, dass Garantiearbeiten (zu Lasten des Herstellers!) beim Händler durchgeführt werden müssen.

Weil ich aufgrund meiner letzten Geschichte in 2021 danach gefragt wurde:

Diese Geschichte heute, konnte nur aufgrund des aufmerksamen Lesens der Fachzeitschrift „auto motor und sport“, Heft 26 in 2021, geschrieben werden. - Das liegt vielleicht daran, dass „neue Besen“ zu gut kehren. Bei „alten Besen“ bleibt so mancher Dreck zurück, der dann zu einer „schmutzigen Geschichte“ – wie heute – wird.

MK/Wilhelm Hahne

PS: Das soll in Motor-KRITIK nicht die einzige „nachhaltige“ Geschichte in 2022 bleiben!

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31. Dezember 2021: Jedes Ende ist ein neuer Anfang!

Darum das Letzte zuerst. - In Vorbereitung auf ein paar erholsame Feiertage hatte ich mir Anfang Dezember noch etwas Fachlektüre gekauft. Wissend, dass das Jahr 52 Wochen hat, habe ich am Zeitschriftenstand zu Heft 26 von „auto motor und sport“ gegriffen. - Das war aber nicht das Letzte! - Ich hätte eigentlich schon beim Blick auf den Titel sehen müssen, dass – zumindest – ein paar Themen „von Gestern“ sind:

„Kraftpakete“
„Power-Limos“
„Kommt so der neue M-BM“?“
„Hybridkonzept-Vergleich“ und
„800-Volt-Crossover“

...waren die Haupt-Titelthemen. Und beim Aufschlagen des Heftes war neben dem Foto, das die  Chefredakteurin zeigt, zu lesen:

„Neue Besen kehren gut – oder was meinen Sie?“

Ich hatte also beim Lesen über die Festtage eine Menge Lesespaß! - Schade, dass es mir als „alter Besen“ auch nach langen „Dienstjahren“ nicht gelungen ist, zu solch lockerem Umgang und Mischung mit und von Motor-Themen zu finden.

Ich habe in diesem Heft – bei flüchtigem Überfliegen - so viele interessante Geschichten und Formulierungen gefunden, dass ich noch die nächsten Wochenenden mit dem Lesen der Geschichten in diesem Heft, Nummer 26, verbringen werde. - Selbst manche Anzeigen bereiten ein richtiges Lesevergnügen!

Aktuell freue ich mich über mehr als 1 Million Besucher auf diesen Motor-KRITIK-Internet-Seiten in 2021. Nicht nur darum möchte ich mich bei Ihnen, dear readers*, bedanken! - Aus meinem Leserkreis habe ich auch in 2021 so manche Anregung erhalten, die zu einer Exklusiv-Geschichte wurde. - Danke!

Ich freue mich, dass ich so zu einem Ihrer Mitarbeiter werden durfte. Für meine Informanten konnte ich so oft Ihre anregenden Informationen durch ergänzende Recherchen abrunden. So gab es per Saldo für alle, die an Motor-KRITIK mitarbeiten oder diese Seiten frequentieren, eine Win-/Win-Situation!

  • Ich würde mich freuen, wenn sich diese Art von Zusammenarbeit auch in 2022 fortsetzen würde. - Danke im Voraus!

Wir stehen am Ende eines Jahres vor dem, was in 2022 nicht nur den Anfang bestimmen wird:

  • Die Arbeit einer neuen Bundesregierung, die unser Leben, die Klima- und Preisentwicklung bestimmen wird!

Damit verglichen werden dann die Geschichten zu Motor-Themen hier in Motor-KRITIK nur unerheblich sein. Obwohl alle – nach bestem Wissen und Gewissen – sorgfältig recherchiert sind, werden sich – gerade wegen meiner „alten“ Erfahrung – wohl schon mal Fehler einschleichen. - Unbeabsichtigt! - Also keine „Fake News“!

Auch in 2022 wird sich Motor-KRITIK nicht als Multiplikator von Presse-Informationen der Industrie verstehen. Aber die können durchaus eine Anregung für neue Motor-KRITIK-Geschichten sein, weshalb ich auch die Zusammenarbeit mit den Presseabteilungen durchaus schätze.

  • Leider ist das umgekehrt nicht immer unbedingt der Fall.

So werden wohl auch im kommenden Jahr die Informationen, die mich aus meinem Leserkreis erreichen, auf diesen Internetseiten eine größere Bedeutung haben!

Auf eine gute Zusammenarbeit in 2022!

Und kommen Sie gut ins Neue Jahr!

Wilhelm Hahne

*steht auch für: Liebe Leserinnen!

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Auch eine Antwort? - Der DMSB antwortet nicht!

Meine e-Mail-Anfrage an den DMSB ist vom 14. Dezember. Da müsste man in Frankfurt eigentlich – bis heute - zu einer Antwort gefunden haben. Die Zeit müsste eigentlich auch gereicht haben, die Frankfurter Antwort in Köln vom Pressesprecher noch einmal weihnachtlich verpacken zu lassen. - Ich möchte jedenfalls meine Leser „zum Fest“ – d.h. vorher - zu meinen Überlegungen informieren. Es sind eigentlich normale Überlegungen, solche, die jedenfalls für mich als Journalist normal sind. Ich habe auch keine Angst davor, mich schon mal mit „dummen Fragen“ lächerlich zu machen. - Wenn ich denke, so bin ich!

Ich habe nach einer entsprechenden offiziellen Presseinformation des DMSB („DMSB beschließt umfassendes Reformpaket“) zwar schon – nach ein paar Recherchen – dazu meine Leser informiert. Vielleicht waren diese Informationen, obwohl die von Motor-KRITIK schon ein wenig abweichend – und damit ergänzend – zu den offiziellen DMSB-Informationen waren, trotzdem nicht so komplett, wie sie hätten sein müssen. - So habe ich nach einigem Überlegen empfunden – und eine E-mail geschrieben.

Das ist allerdings alles erst nach der Veröffentlichung am 7. Dezember 2021 („Motorsport in Deutschland: Verraten und verkauft?“) passiert, die meine Leser übrigens – wenn es sie interessiert – noch mal mit einem Klick HIER schnell erreichen können.

Vorher – Ende Oktober - hatte es allerdings schon eine Veröffentlichung bei „facebook“ gegeben, die nicht nur zu einer Anfrage beim DMSB von mir, sondern auch zu Leser-Anfragen bei mir geführt hatten. Auf „facebook“ war zu lesen:

„DMSB stellt Insolvenantrag“

Da habe ich natürlich dann auch beim DMSB der Ordnung halber angefragt. - Umgehend(!) erhielt ich diese Antwort:

„direkt auf der Startseite von 24aktuelles.com ist dies hier zu lesen:

+++
Über uns
24aktuelles.com - ist eine Internetseite die zur Unterhaltung dient, die falschen Witz werden von unseren Usern verfasst. Alle Witze dieser Seite sind frei erfunden und fiktiv, es ist alles nur Spaß! Keine der Witze sollte ernst genommen werden oder als seriöse Informationsquelle benutzt werden.
+++

Ich denke, damit ist Ihre Frage beantwortet.“

Beim DMSB hat man vielleicht über meine Anfrage gelächelt. Aber über meine neue Anfrage, von 14. Dezember, offensichtlich nicht mehr. Meine wesentlichen Fragen waren:

„Hat der DMSB mit seinem "Reformpaket" die Sportarten mit einer Art
‚Franchise-System‘ an andere Organisationen vergeben?
Oder anders: Erhält der DMSB von seinen Vertragspartnern dafür Geld?“

 

Natürlich hatte ich vorher auch bei „wikipedia“ nachgesehen, wo ich lesen konnte:

„Der Franchise-Geber will seine Produkte, Dienstleistungen usw. nicht (nur) selbst vermarkten, sondern sucht nach Franchise-Nehmern, die bereit sind, unter umfassenden Vertragsbedingungen diese Produkte im eigenen Namen und für eigene Rechnung zu vertreiben.“

Da nach der „Reform“ des DMSB dem e.V. eigentlich nur noch Einnahmen auf Basis der „Hoheit“ bleiben, die man einmal von der FIA „verliehen“ bekam, die angedockte Wirtschafts GmbH entsprechend der zuletzt veröffentlichten Bilanz wohl auch schon mal bessere Zeiten gesehen hat, muss man sich in Frankfurt wohl Gedanken machen. - Ich mir als Journalist  zu dieser Situation – auch! - Das habe ich getan!

Nun ist eine Sport-Hoheit – weil ein Monopol – in einigen Fällen den entsprechenden Vereinen in anderen Ländern schon abgesprochen worden. - Gerichtlich! - Und auch der Europäische Gerichtshof… -

Also hatte ich als verantwortungsbewusster Journalist wohl allen Grund, beim DMSB mal nachzufragen, ob das „Reformpaket“ für den DMSB auch ein kleines und regelmäßiges „Geldpaket“ bedeutet.

Meine Leser mögen sich jetzt Gedanken machen, warum der Frankfurter Verein bis heute nicht auf meine Anfrage vom 14. Dezember 2021 geantwortet hat, während ich sonst Antworten – gerade auf dumme Fragen (s.o.) – umgehend erhalten habe.

Waren meine Fragen vielleicht dieses Mal gar nicht so dumm?

MK/Wilhelm Hahne
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Nürburg: Ex-Bürgermeister Reinhold Schüssler tot!

Als ich gestern Abend nach Hause kam, habe ich kurz über die vielen E-mail geschaut, die im Laufe des Tages eingegangen waren. Scheinbar nichts Besonderes. Bis auf ein Foto! - Das hat mich angeregt, noch gestern Abend an eine aufregende Zeit am Nürburgring zu erinnern, die der Ex-Bürgermeister von Nürburg, Reinhold Schüssler - zum Teil darunter leidend – mit erlebt hat.

Ich hatte gar nicht begriffen, dass das Foto zu einer Information gehörte, die mir deutlich machen sollte, das Reinhold Schüssler gestorben war. Das wurde mir erst heute klar, als ich E-mail für E-mail durcharbeitete.

Wer Reinhold Schüssler praktisch regelmäßig – auch in den letzten Monaten – begegnet ist, der wird nur schwer begreifen, dass es diesen Mann nun nicht mehr gibt. Reinhold Schüssler war in der „schweren Zeit“ des Nürburgrings Bürgermeister dieses Ortes. Ihm war immer klar, dass das Wohl und Wehe in Nürburg vom Nürburgring mit bestimmt sein würde. Darum hat er auch unter dem, was da passierte, gelitten.

Nach der Insolvenz in Eigenverwaltung der Nürburgring GmbH und ihrer Satelliten-Firmen war er es, der z.B. das Fahrsicherheitszentrum aus dem Insolvenz-Vermögen für seine Gemeinde heraus gekauft hat. Verkäufer war der Insolvenz-Sachwalter. Ich erinnere mich, dass mir Reinhold Schüssler nach dieser Rettungsaktion im Sinne seines Ortes sagte:

„Wilhelm, ich wusste gar nicht, wie teuer ein 41-Prozent-Anteil am Fahrsicherheitszentrum sein kann!“

Reinhold Schüssler war 81 Jahre alt, als er seinen Bürgermeisterposten aufgab. Er fühlte sich zu alt für eine Weiterarbeit.

„Nun ist es genug“, hat er gemeint. Er wollte den Rest seines Lebens an der Seite seiner Frau Linda in Ruhe verbringen, denn auch sie war inzwischen im Ruhestand. Beide habe ich noch vor Wochen – oder waren es schon Monate? - mittags in einem Nürburger Restaurant beim Essen getroffen. Wir haben – am gleichen Tisch sitzend - über Dieses und Jenes gesprochen und ich hatte nicht den Eindruck, dass es ihm schlecht ging. Reinhold war mit mit jetzt 83 Jahren immerhin auch fast ein halbes Dutzend Jahre jünger als ich.

Darum habe ich gestern zunächst auch gar nicht begriffen, was wirklich geschehen war. Reinhold war – auch weil ihm die wirtschaftliche Bedeutung für „seinen Ort“ bewusst war - ein kritischer Beobachter der Geschehnisse am Ring. Obwohl ein engagiertes Mitglied der CDU, hat er nicht begriffen, was andere Mitglieder seiner Partei am Nürburgring versäumt haben. Dass Mitglieder der SPD… - Schwamm drüber!

Reinhold Schüssler ist tot. Ein Mensch ist gestorben. Ein Mensch, der von seinem Umfeld nicht immer verstanden wurde. Weil er – meinten andere – im falschen Moment unangepasst reagierte. So war er bei vielen nicht beliebt, weil er eine klare Linie hatte, die sich an Werten orientierte, die heute „in gewissen Kreisen“ ohne Bedeutung sind.

Nein, Reinhold Schüssler war kein Pragmatiker, der in eigenem Interesse mit einer immer passenden Meinung unterwegs war. Er hatte eine begründete Meinung und ist so lange nicht von ihr abgewichen, wie er nicht argumentativ – mit echten Fakten – von der Richtigkeit einer anderen Meinung überzeugt sein konnte.

So gab es im Umfeld der Nürburgring-Insolvenz durchaus eine Reihe von Leuten, die den Kontakt zu ihm gemieden haben. Von denen wurde er auch – natürlich unauffällig – ins Abseits gestellt. Reinhold Schüssler passte ihrer Meinung nach „nicht mehr in unsere Zeit“.

Nun hat er „unsere Zeit“ verlassen, muss sich keine Sorgen mehr um eine richtige Politik im Großen wie im Kleinen machen. Was wird nun aus dem „Abend der Lieder“ den er Jahr für Jahr im Januar in der „Graf-Ulrich-Halle“ organisierte. Das war – und ist? - eine Benefiz-Veranstaltung, die ihm genauso am Herzen lag wie der Nürburgring.

Seine Frau Linda hat er erst spät geheiratet. Wenn man es nach der Zahl der Jahre wertet, haben sie wenig voneinander gehabt. Jetzt hatte eigentlich erst die Zeit begonnen, in der sie wirklich zusammen leben wollten.

Das Schicksal hat es anders bestimmt! - Meine Anteilnahme gilt seiner Frau.

Wilhelm Hahne

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