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DMSB-Thema: Die Geschichte ist zu lang – zu kurz?

Wenn ich das erste Echo auf meine DMSB-Geschichte zum Maßstab nehme, ist sie eigentlich – gleichzeitig (!) - zu lang und zu kurz. Da wird beanstandet, dass ich auf Wiederholungen auch verzichten könne, dann ginge es auch kürzer. - An welcher Stelle? - Nun ich hätte doch schon mal geschrieben, dass die Frau Dr. Julia Walter und Herr Dr. Ennser nicht miteinander können.

  • Das ist richtig! - Aber ich denke, dass sich die Situation verschärft hat!
    (Wer diese Geschichte ab 18. Mai liest, findet vorstehend die richtigen Namen! Zunächst hatte ich - mal wieder - die Vorstandsdamen des DMSB e.V. verwechselt. - Entschuldigung!)

Es gibt auch die Leser-Meinung, dass doch gar nicht sein könne, was ich als Realität geschildert habe, denn in der Vereinssatzung… - Da fühle ich mich dann ertappt! - Tatsächlich hat dieser Anrufer (!) recht. Wenn die ursprüngliche Vereinssatzung noch gelten würde… - Aber da gab es eine Satzungsänderung, die auch vom DMSB vermeldet, aber in der nicht unbedingt alle Details genannt wurden, mit denen man eine „kleine, heile Welt“ verändert hat.

  • Es müssen nun nicht mehr die eigentlichen Gründungs-Vereine, ADAC, AvD und DMV auch im Präsidium vertreten sein!

Überhaupt sei meine Geschichte zum Thema DMSB sehr lückenhaft. Meint ein anderer Leser. - Am Telefon! - Ich hätte doch mal klar schreiben können, wer zu den „Schreckgespensten“ für die vielen Amateur-Sportler – und nicht nur diese Gruppe - geworden ist. Denn schließlich – und gerade die Entwicklung in Sachen NLS/NES zeige das deutlich – sei doch gerade im Motorsport Vieles sehr emotional.

  • Richtig! - Nicht nur im Motorsport sollte man eigentlich immer den Menschen zum Ausgangspunkt für seine Betrachtungen machen!

Da kann ich dann noch ein schönes Beispiel aus der DMSB-Mitgliederversammlung vom 20. April 2024 erwähnen. Da unterlag ein Volker Strycek (AvD) in einer Stichwahl (!) dem dann zum Präsidiumsmitglied gekrönten Jürgen Hieke (ADAC), der genauso wieder gewählt wurde, wie andere Präsidiumsmitglieder auch.

Und ein Herr Lutz Leif Linden (AvD) findet sich inzwischen im „Beirat“ wieder, der in einer offiziellen Pressemitteilung im November 2021 so vorgestellt wurde:

„Ein Jahr vor seinem 25-jährigen Bestehen 2022 hat sich der DMSB mit den nun verabschiedeten letzten Details eine zeitgemäße, schlagkräftige Struktur gegeben. Im letzten Schritt, der nach dem Beschluss der Mitgliederversammlung nun realisiert wird, wird die Beratung über anstehende Beschlüsse in neue Formen gebracht. Das bisherige Exekutiv-
komitee wird durch einen schlankeren, regelmäßig tagenden Beirat ersetzt, der mit hauptamtlichen Mitarbeitern von ADAC, AvD, DMV, den sonstigen Mitgliedern, den sonstigen Motorsportverbänden, den LMFV sowie dem hauptamtlichen Vorstand des DMSB besetzt ist. Das Gremium berät über die Vorschläge der vier Kommissionen, die als Schnittstelle zwischen Sport und Sporthoheit fungieren. Die Kommissionen für Automobilsport und Motorradsport, für Technik und Nachhaltigkeit sowie Sicherheit und Medizin können Beschlüsse künftig selbstständig treffen und umsetzen. Erst im Fall
von Grundsatzentscheidungen wird in Zukunft eine Konsultation des Beirats und ein anschließender Beschluss des Präsidiums notwendig. Das Kollegium der ehrenamtlichen DMSB-Präsidiumsmitglieder wird damit entlastet, bleibt aber auch in Zukunft bei wichtigen Entscheidungen das beschlussfassende Gremium, während die Kommissionen viele laufende Beschlüsse künftig selbstständig treffen und so ihren Fachbereich weiterentwickeln können.“

Es ist also inzwischen – nach entsprechenden Satzungsänderungen – durchaus nicht so, dass die drei wesentlichen Gründungsmitglieder auch im Präsidium vertreten sein müssen, wie das ursprünglich einmal war!

Daraus resultiert dann heute – natürlich rein  zufällig – eine ADAC-Dominanz im Präsidium, wie sie von mir auch hier in Motor-KRITIK richtig beschrieben ist. Und das Präsidium bestimmt, „wo es lang geht“! - Darum ist auch eine mitdenkende Vorstandsvorsitzende in diesem Verein so wichtig!

Aus Allem – aus der bekannten und unbekannten Entwicklung beim DMSB - könnte man auch schließen, wie das ein Leser richtig tat:

„Manchmal könnten Ihre Geschichten wirklich besser sein, wenn sie länger wären!“

Wo der Leser recht hat, hat er Recht! - Oder so! – Oder doch:

  • In der Kürze liegt die Würze?
MK/Wilhelm Hahne
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12. Mai 2024 „Muttertag“: 1984 Eröffnung GP-Kurs!

Natürlich war ich dabei, als 1984 bei der Eröffnung des GP-Kurses am Nürburgring, Ayrton Senna das Feld von fahrerisch sehr gut besetzten baugleichen Mercedes 16-Ventilern „von hinten aufrollte“. Ayrton Senna war der Überraschungssieger an diesem regnerischen Tag. Der „große Unbekannte“ hatte nicht trainieren können, startete darum vom letzten Startplatz und „pflügte durchs Feld“ der bekannten Formel 1-Größen, zu denen er dann bis zu seinem Unfalltod, rd. zehn Jahre später, selber zählte.

Ich habe – leider – nicht nur diesen Höhepunkt gleich bei der ersten Veranstaltung auf der neu erbauten Grand-Prix-Strecke des Nürburgrings erlebt, sondern auch dessen Entstehung.

Das war schon eine wilde, eindrucksvoll „matschige“ Baustelle. Und das zu einer Zeit, als der Nürburgring, damals noch im Besitz des Landes Rheinland-Pfalz, gleich zwei Geschäftsführer hatte. Rainer Mertel und Friedhelm Demandt. - Rainer Mertel war an einem Tag z.B. in  Gummistiefeln und mit dem Fahrrad auf der Baustelle unterwegs, während Friedhelm Demandt mit einem Allrad-Geländewagen auf der unwegsamen Baustelle „stecken blieb“ und „rausgezogen“ werden musste.

Der Grand-Prix-Kurs am Nürburgring wurde aus damaliger Sicht „sehr modern und sehr sicher“ geplant. Wie man das schon mal – gerade in Deutschland – erleben kann, war Vieles deutlich überzogen – oder sollte man sagen – falsch angelegt. Da war z.B. Porsche für das „Sicherheitskonzept“ des neuen Grand-Prix-Kurses verantwortlich. Darum haben die Rennfahrzeuge auf diesem Kurs dann aus Zuschauersicht auch nur „Spielzeug-Größe“. Die Strecke hatte auch „zu wenig Grip“, weil man einen „falschen Asphalt“ verwendet hatte und die steilen „Curbs“ wurden bei den ersten Motorradrennen zu „Abschussrampen“. - So wurden die Motorräder immer zu Totalschäden. Die Verletzungen der Fahrer waren so auch oft – unnötig – größer.

  • Es war eben die Planung von „Experten“! - Deutschland scheint voll davon. - Jeder Rundfunk-, jeder Fernseh-Sender, jede Zeitungsredaktion, die auf sich hält, zitiert nur „Experten-Meinungen“! - Achten sie mal darauf, liebe Motor-KRITIK-Leser!

Man hat später neuen Asphalt aufgetragen, die Curbs abgesenkt und große Fernseh-Bildschirme installiert, damit die zahlenden Besucher das besser sehen konnten, wofür sie bezahlt hatten. Für echte Rennfahrer war – und ist – ein Rennen auf dem GP-Kurs mehr eine Pflichtübung, wenn man die mit dem fahrerischen Erleben auf der Nordschleife vergleicht.

Mir ist das jetzt wieder eingefallen, als ich eine Presse-Information des neuen Nürburgring-Besitzers zum Jahrestag – „40 Jahre“ – der Nürburgring-Eröffnung las. Darin das Übliche:

„In den späten 1970er Jahren machten sich weltweit führende Experten im Rennstreckenbau daran, den Nürburgring neu zu gestalten. Sie entwickelten in kürzester Zeit innovative Entwürfe für eine moderne und sichere Grand-Prix-Rennstrecke, die neben der historischen Nordschleife bestehen sollte. Eine ursprünglich vorgeschlagene, fast sieben Kilometer lange Streckenführung mit zwei Boxengassen wurde aus Kostengründen verworfen.
Die Entscheidungsträger einigten sich schließlich auf einen rund 80 Millionen DM teuren Neubau, der am Standort des bisherigen Start- und Zielbereichs sowie der alten Südschleife realisiert wurde. Der finale Entwurf sah eine 4,542 Kilometer lange Grand-Prix-Strecke vor, die sowohl alleine als auch in Kombination mit der Nordschleife befahren werden konnte. Zum Erhalt dieser wirtschaftlich und kulturell bedeutsamen Strecke entstanden mehrere Bürgerinitiativen, darunter der Verein „Ja zum Nürburgring“, gegründet von Otto Flimm. Dieser spielte eine entscheidende Rolle bei der Sicherung der Finanzierung für das Bauprojekt.“

Immerhin hat man Otto Flimm und „Ja zum Nürburgring“ erwähnt, der mit seinem Verein – und dem ADAC im Rücken – auch später noch den Nürburgring „begleitet hat“. Nicht nur beim Bau der FIA-Zäune – über die Motor-KRITIK auch berichtete – sondern später auch beim Verkauf des Nürburgrings, der – wegen der Einwände von „Ja zum Nürburgring“, damals noch unter der Führung von Otto Flimm - bis heute noch nicht abgeschlossen ist, da noch die abschließende „Beurteilung“ eines EU-Gerichts fehlt.

  • Da politisch offenbar nicht erwünscht, dauert das eben ein wenig länger! - Der „Kläger“ („Ja zum Nürburgring) droht inzwischen – aktuell in 2024 - mit einer Untätigkeitsklage!

Auch die Insolvenz (in Eigenverwaltung) der Nürburgring GmbH, einer landeseigenen GmbH, ist bis heute – rd. 12 Jahre nach der Anmeldung beim Insolvenzgericht in Ahrweiler – noch nicht abgeschlossen.

  • Macht jeder hinter den Kulissen inzwischen „sein Ding“? - Schau’n mer mal!

Ich habe Rainer Mertel, nachdem er als CDU-Mann – nach einem Regierungswechsel in Mainz – durch einen SPD-Mann (Dr. Walter Kafitz) als Nürburgring-Geschäftsführer ersetzt worden war gefragt, ob er einen neu zu bauenden GP-Kurs noch einmal so konzeptionieren und umsetzen würde, wie das in der Vergangenheit hier am Nürburgring geschehen ist.

  • Seine Antwort war ein klares NEIN!

Insofern ist das aktuelle 40jährige Jubiläum schon von Bedeutung!

Mir erscheint es richtig, zum Jubiläum des Grand-Prix-Kurses am Nürburgring daran zu erinnern, dass es immer gut ist, in Zusammenhängen zu denken. Es würden sich so durchaus auch andere Zusammenhänge herstellen lassen. - Aber dann hätte man vielleicht keinen Grund mehr zu feiern.

Ich weiß nicht, warum mir jetzt – zum „Muttertag“ (?) -  ein altes chinesisches Sprichwort einfällt, das da heißt:

 

如果人們只說出他們所理解的內容,地球很快就會陷入一片寂靜

MK/Wilhelm Hahne
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NES 2: Fakten & Hintergründe, Null Unterstellungen!

In Motor-KRITIK hat es keine Unterstellungen gegeben. Hier wurden in der letzten Geschichte vom 6. Mai nur Fakten aufgezeigt. Auch in Form von Foto-Dokumenten. Das hat nicht unbedingt alle Leser befriedigt, aber als Journalist kann ich nur Fakten veröffentlichen. – Auch solche, die auf eigener Recherche basieren. Das habe ich gemacht. Manchen Lesern reichte das nicht. - Aber leider kann ich nicht mehr als – „mit menschlicher Intelligenz“ - arbeiten!

  • Ich verschwende meine Zeit auch nicht damit, Gerüchte in den Raum zu stellen oder denen evtl. dann Platz auf meinen Seiten einzuräumen!

Aber natürlich habe ich weiter recherchiert und habe natürlich so auch die letzte Verlautbarung der NES GmbH von heute zur Kenntnis genommen, in der u.a. zu lesen ist:

„Die ungeheuerlichen Behauptungen und Unterstellungen, dass von Anfang an nicht genügend Sportwarte ihre Zusage zum Einsatz bei NES.02 gegeben hätten, weist die NES mit aller Deutlichkeit und Entschiedenheit zurück. …. Es mag sich jeder sein eigenes Urteil bilden, die NES wird zu diesen Gerüchten und geschäftsschädigenden Unterstellungen, die ohne jede Substanz in Social-Media-Kanälen veröffentlicht werden, keine weitere Stellungnahme abgeben.“

Der betreuende Pressesprecher hat sich sehr viel Mühe gegeben, in dieser neuesten NES-Information einmal darzustellen, was so alles zur Organisation eines 4-Stunden-Rennens gehört:

„Zu diesen umfangreichen Investitionen zählen beispielsweise Flaggensätze, Code-60- und andere Schilder, vier Intervention-Cars vom Typ BMW 330iX inklusive umfassenden Ausrüstungen, IT-Ausstattungen, Startnummern und Scheibenaufkleber usw., Nennungssystem und weitere Software, Ausstattung für Techniker, Kassensysteme, neues Reglement, diverse Druckkosten, GPS-System, Website und weitere Kommunikationsmaßnahmen sowie vieles mehr. Die NES bucht zudem einen Hubschrauber für TV-Aufnahmen, bucht die komplette TV-Produktion inklusive zwei Livestreams und drei Onboards sowie Kameramänner, Kommentatoren etc., bucht Hotelzimmer, ordert Catering und so weiter, wohlwissend, dass alles nicht gebraucht wird? Die NES lässt die Teams und Fahrer, teilweise aus Übersee, und das gesamte Orga-Team, Rennleitung, das Technik-Team, das Zeitnahme-Team, die Besatzungen der diversen Fahrzeuge, die Abschlepp- und Bergedienste, E-Unit, Feuerwehr und viele weitere Helfer (insgesamt mehr als hundert Personen) zum Nürburgring anreisen, in der bewussten Absicht, das Rennen nicht durchführen zu können oder zu wollen?“

Ich kann hier in Motor-KRITIK dazu ergänzend nur noch folgenden Recherche-Ergebnisse als Fakten ergänzend vermelden:

Die Streckensprecher und Kommentatoren bei NLS/NES-Langstreckenrennen, sind bei der Nürburgring TV GmbH & Co. KG, die der NR Holding AG (= Nürburgring-Besitzer) zugerechnet werden muss, vertraglich angebunden. Für NES 2 waren die Herren Olli Martini und Uwe Winter als Kommentaren vorgesehen.

  • Beide Herren haben gegenüber dieser Firma (GF Frank Caspers, Adenau) erklärt, dass sie für diese Aufgabe bei NES 2 nicht zur Verfügung stehen!

Die Gründe für ihre Absage sind mir nicht bekannt.

Mir ist aber bekannt, dass die aktuelle Vorsitzende des Rheydter Club für Motorsport (RCM) (ihr Vorgänger war der jetzige Geschäftsführer der NES GmbH, Ralph-Gerald Schlüter) am 2. Mai 2024, die Mitglieder ihres Vereins – um 7:34 Uhr, am Donnerstag(!) – mit einer e-Mail angeschrieben, in der u.a. zu lesen war:

„Liebe RCMler,
wer hat Lust und Laune, am Samstag auf dem Nürburgring zusammen mit erfahrenen Leuten Aufgaben als Sportwart an der Strecke zu übernehmen? Die Nürburgring Endurance Serie (NES) kann noch viele Helfer gebrauchen, die einspringen, sollte es zu unerwarteten Ausfällen kommen.“

Das war doch sehr weitsichtig! - Von wem wohl? - Die Vorsitzende des RCM, einem e.V. im DMV, hat dann in der Fortsetzung dieser e-Mail nicht nur die Konditionen und den Verantwortlichen genannt, bei dem man sich melden könne, sondern diese e-Mail dann folgendermaßen enden lassen:

„Eins noch zum Schluss.
Der RCM stellt keine Helfer und tritt auch nicht in Erscheinung.
Wer sich meldet als Helfer macht das nicht als Clubmitglied.
Es steht jedem einzelnen frei als Helfer bei einer Veranstaltung am Nürnburgring teilzunehmen.
Bitte denmzufolge auch keine RCM Kleidung tragen.
Viele Grüße“ …

Das sind die ergänzenden Fakten (!), die ich heute als verantwortungsvoller Journalist meinen Motor-KRITIK-Lesern per heute zur Verfügung stellen kann.

MK/Wilhelm Hahne

(Ich bitte um Nachsicht! - Ich habe im Sinne einer korrekten Information sowohl Tipp- als auch Kommafehler aus der e-Mail der RCM-Vorsitzenden so abgeschrieben, wie sie in der mir vorliegenden Unterlage gemacht wurden.)

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Der Tod kommt immer überraschend und zu früh!

In der Nacht von Sonntag auf Montag (28./29.April) ist völlig überraschend die Frau des derzeitigen DMSB-Präsidenten Wolfgang Wagner-Sachs gestorben. Sie wäre im Oktober dieses Jahres 63 Jahre alt geworden. Man hat niemals etwas bei ihr von Vorerkrankungen gehört. Sie war fit, agil, saß auch im eigenen Bus-Unternehmen schon mal am Steuer eines solchen Fahrzeugs. Sie war – wie auch ihr Mann – Geschäftsführerin der Sachs GmbH in Schotten. Außerdem hatte sie Prokura - zusammen mit ihrem Bruder Hans Sachs – in der Firma Hans Sachs, Omnibus- und Fuhrbetrieb, Mietwagen e.K, die nach dem Tod ihres Vaters ihrer Mutter Maria gehört.

Der April ds. Jrs. wird so zum Schicksalsmonat für ihren Mann, der gerade auf der DMSB-Mitgliederversammlung am 20. April 2024 in seiner Position als Präsident des DMSB bestätigt und wieder gewählt wurde.

Wolfgang Wagner-Sachs wirkliche Leidenschaft im Motorsport gehörte dem Zweiradsport. So war es auch nicht erstaunlich, dass er gerade am letzten Wochenende zu einer Enduro-Veranstaltung unterwegs war. Er war beim Tod seiner Frau nicht zu Hause.

Was nun passiert, wie dieser überraschende Tod seiner Frau seine berufliche Zukunft beeinflussen kann und wird, ist schwer vorherzusagen. Wolfgang Wagner-Sachs ist derzeit nicht nur DMSB-Präsident, sondern auch 1. Vorsitzender beim ADAC Hessen-Thüringen e.V, aber auch beim ADAC Ortsklub MSC Rund um Schotten.

Als er in 2021 erstmals zum DMSB-Präsidenten gewählt wurde, schrieb er u.a. in einem offenen Brief:

„Übrigens lernt man an der Basis im Ortsclub und bei kleinen Veranstaltungen auch, dass die Leidenschaft für den Motorsport wichtig ist und nicht die Zugehörigkeit zu einem Trägerverein. Dort ist es egal, ob man ein schwarzes, gelbes oder rotes Hemd trägt – da wird zusammengearbeitet und sich gegenseitig geholfen. Diesen Geist würde ich gerne auch mit ins Präsidium nehmen. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass wir wieder näher aneinander rücken.“

Diese Grundeinstellung – durch persönliche Erfahrung (!) - machte ihn auch in seiner neuen Position für viele Motorsportler sympathisch. - Und weckte ein wenig Hoffnung!

Der überraschende Tod seiner Frau wird vielleicht etwas in seiner Einstellung zum Motorsport und Klubleben verändern. Er hat nun auch noch mehr Verantwortung für die Geschäfte der Familie zu tragen.

Er wird lange brauchen, um zu verstehen, was am letzten Wochenende wirklich geschah. Es sagt sich so leicht, dass man Ende eines jeden Lebens der Tod wartet.

Aber wann? - Und in diesem Fall auch besonders unerwartet und überraschend!

Wolfgang Wagner-Sachs hat als Mensch mein Mitgefühl! So einen Schlag steckt man nicht so einfach weg und geht zur Tagesordnung über.

Wolfgang Wagner-Sachs hat einen Menschen, eine Frau verloren, mit der er eigentlich gemeinsam alt werden wollte.

Denn ehrlich: Mit 62 Jahren ist man in dieser Zeit noch eine junge Frau, die Corinna Sachs-Bönsel auch mit all ihren geschäftlichen Aktivitäten nicht nur darstellte, sondern auch war.

Ihr Tod kam nicht nur überraschend, sondern auch viel zu früh!

Wilhelm Hahne

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DMSB: Keine Erklärung zum k. o. des DMSW Ende 2023!

Es kann kein Zweifel bestehen, dass der DMSW, Deutsche Motor Sport Wirtschaftsdienst GmbH, dem DMSB in Frankfurt zu Diensten, zum 31. Dezember 2023 aufgelöst wurde. Motor-KRITIK hatte schon Wochen vorher diese Entscheidung angekündigt. - Die dann auch so getroffen wurde! - Selbst auf der Internetseite des DMSW stellt sich das so dar. Aber eine Erklärung dazu, die man eigentlich vom DMSB erwarten konnte, gab es bis heute nicht dazu.

  • Auch die deutsche Motorsport-Presse hat dieses „Ereignis“ nicht zur Kenntnis genommen! - Es gab halt bisher keine offizielle Vorlage bzw. Presse-Erklärung dazu!

Die offizielle Internetseite des DMSW ist noch immer von jedem Suchenden zu erreichen. Das Copyright dafür wurde – sicherlich vom DMSB – auch für das Jahr 2024 noch für die Internetseite in Anspruch genommen. Auf der ebenfalls zu erreichenden Impressum-Seite wird auch noch eine Geschäftsführerin vermeldet, die längst entlassen ist. - Eine zufällige Falschinformation?

Davon ist auszugehen, wenn man einen Blick auf die offiziellen Unterlagen im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt wirft, die von Jedermann einzusehen sind. Eine Notarin hat diese Entscheidung der für die Auflösung des DMSW verantwortlichen Manager bestätigt und es ist auch ein Liquidator bestimmt, dessen Unterschrift durch die Notarin noch einmal auf seine Richtigkeit geprüft wurde.

  • Es ist erstaunlich, dass der DMSB, der in seiner Arbeit in der Vergangenheit durch den DMSW eine wesentliche Unterstützung erfuhr, zur aktuell sich darstellenden Situation keine Stellung nimmt.

Hinter vorgehaltener Hand wird selbst innerhalb des DMSB darüber nur geflüstert. Keiner – auch keiner der Präsidenten – äußert sich offiziell zu der Auflösung der Gesellschaft, die eigentlich der einzige echte Nachfolger der ehemaligen ONS, der Obersten Nationalen Sportbehörde für den Motorsport in Deutschland war.

  • Das wurde scheinbar in der gesamten Motorsport-Szene nicht zur Kenntnis genommen.

Wie man überhaupt unterlassene Handlungen – auch solche die vorgenommen werden – dem DMSB wegen seiner Bedeutung (?) gerne nachsieht.

Meine Großmutter – um sie mal wieder zu erwähnen – hätte den DMSB, schon aufgrund einer Nichterklärung zur Auflösung des DMSW, als „ einen echten Lotterladen“ bezeichnet. Ich kann das aus meiner Sicht leider nicht beurteilen, aber die Generation vor mir urteilte immer deutlich und  allgemeinverständlich. Heute verhält man sich gerne „diplomatisch“. - Was dann ab und an schon mal zu Kriegen führt!

Das ist alles zwar unverständlich, aber eigentlich heute „normal“. - Denn, so hatte ich gerade in einer Geschichte vor Tagen schon mal geschrieben:

„Normal ist, dass nichts normal ist!“

Da muss man sicherlich auch das Verhalten des DMSB in dieser Sache dazu rechnen!

Aber es könnte natürlich auch sein, dass es Dinge gibt, über die man  nicht so gerne spricht!

Aber so ist das nun schon mal bei kleinen Vereinen, die in ihrer Selbstdarstellung gerne mal ein wenig überziehen. - Und damit offensichtlich auch – manchmal – Eindruck machen.

Auf Motor-KRITIK würde Eindruck machen, wenn sich jetzt der DMSB – endlich (!) - einmal zum Ende des DMSW erklären würde. Denn es muss doch ein Grund – oder Gründe (?) vorliegen, die für eine Be-Gründung reichen!

Oder wollte man nur die alte ONS mit ihrer Handelsregister-HRB-Nummer 1505, die die DMSW GmbH zu einem legitimen Nachfolger der ONS machte, zum 31. Dezember 2023 endgültig eliminieren?

Oder anders herum:

  • Der DMSB war niemals der legitime Rechtsnachfolger der ONS!

Wie auch schon gerichtlich festgestellt wurde, weil der DMSB diese Position für sich in Anspruch nahm!

Aber man sollte gegenüber dem DMSB schon etwas nachsichtig sein! - Oder?

MK/Wilhelm Hahne
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NLS 1: Ein Rennfahrer mit Umgangsformen – und … ?

Ich habe in meiner letzten Geschichte den Unfall des Robert Wickens in den Mittelpunkt meiner Berichterstattung gestellt, weil er – aus meiner Sicht ein gutes und - darum erwähnenswertes -  Beispiel dafür ist, wie nach einem schweren Unfall eine Rettungsaktion professionell ablaufen sollte.

Es gibt in der Motorsport-Szene Andere, die meine Berichterstattung anders gewertet haben. Ich möchte darauf nicht näher eingehen!

Ich halte es aber für bemerkenswert, dass sich der verunfallte kanadische Rennfahrer, der vor Jahren einmal für Mercedes in der DTM unterwegs war, sich nun nach seinem offenbar glücklich verlaufenen Unfall auf dem Nürburgring mit einem Brief an seine Helfer bedankte.

Das ist eine Foto-Wiedergabe des Briefes, den Robert Wickens den Helfern zustellte. Ich möchte hier die Übersetzung des Inhalts in Deutsch folgen lassen:

„Nochmals vielen Dank an alle an der
Strecke und im Krankenhaus für die
Betreuung in den letzten Tagen.

 

Ich fahre heute nach Hause, um mich
auf unser IMSA-Event Anfang Mai in
Laguna vorzubereiten.

 

Ich freue mich darauf, in Zukunft nach
Deutschland zurückzukehren und eine
weitere Chance auf den Ring zu haben.

 

Vielen Dank an die Fans, Familie und
Freunde für all ihre Nachrichten. Wir
sehen uns alle ganz bald an der Strecke.

 

gez. R. Wickens“

Robert Tyler Wickens, so sein voller Name, ist Kanadier und im März ds. Jrs. 35 Jahre alt geworden. Im Jahre 2011 – also 22jährig - wurde er Gesamtsieger der „Formel Renault 3.5“, die wir vor Jahren bei „Familientagen“ der Firma Renault hier auch am Nürburgring erleben konnten.

Von 2012 an war Robert Wickens für Mercedes in der DTM am Start, wobei ein vierter Platz in der Gesamtwertung des Jahres 2016 sein bestes Resultat war. Ab 2018 startete er dann in der IndyCar-Serie, wurde dort offiziell schon vor seinem dramatischen Unfall durch seine Erfolge zum „Rookie des Jahres“.

Am 19. August 2018 erlitt er dann bei einem IndyCar-Rennen im Bundesstaat Pensylvania einen schweren Unfall, bei dem er sich u.a. eine Rückenmarkverletzung zuzog. Er hatte mehrere Operationen zu durchleiden, ist immer noch auf einen Rollstuhl angewiesen, aber nicht querschnittsgelähmt!

Seit der Saison 2022 ist er wieder im Motorsport unterwegs und fährt in einer amerikanischen TCR-Serie einen Hyundai Elantra N TCR, der mit einer Handsteuerung für’s Gasgeben und Bremsen ausgestattet ist.

Mit einem solchen Fahrzeug war er auch am Nürburgring am Start, um das DMSB-Permit-Nordschleife der Stufe A zu erreichen, das mehr Sicherheit garantieren soll! - Für wen eigentlich? - Das ist leider nicht gelungen, da sein Unfall in Runde 13 geschah.

Ich möchte, um bei Hyundai mit dieser Geschichte nicht eine falsche Bewertung zu erfahren, nachfolgend einen Kollegen mit seiner „cleanen“ Schilderung des Unfalls und den Folgen zitieren:

„Die Ursache des Unfalls mit dem Hyundai Elantra N TCR ist noch völlig unklar. Das Fahrzeug, dessen Sicherheitssysteme ebenso wie die passiven Sicherheitssysteme an der Strecke bei dem Unfall tadellos funktionierten, wurde direkt ins Hauptquartier von Hyundai-Motorsport nach Alzenau gebracht. Warum er mit ungewöhnlich hoher Geschwindigkeit geradeaus geschossen ist, wird noch untersucht.“

Im Interesse meiner Motor-KRITIK-Leser habe ich den Presse-Verantwortlichen bei Hyundai in diesen Tagen schriftlich gebeten, mir doch zum Unfallgrund seine offizielle Erklärung zukommen zu lassen.

Über den Inhalt dieser Information werde ich meine Leser sofort nach Eingang informieren!

MK/Wilhelm Hahne
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„Touristen-Fahrten“ 2024: Der Rubel rollt wieder!

Das erste Wochenende für „Touristenfahrten“ in der Saison 2024 war vom Veranstalter, der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG, für den 16. - 17. März terminiert. Und alles war wie immer. Es gab wieder neue „schwarzen Striche“ auf den Bundesstraßen, der Parkplatz „Brünnchen“ war prall gefüllt, am Imbisswagen gab es eine „Schlange“, die Fans drehten mit ihren Fahrzeugen Runde um Runde. - Jede Runde kostete – wenigstens – 30 Euro. Für einige der „Touri“-Fahrer wurde sie deutlich teurer. - Jeder „Einschlag“ kostet zusätzlich Geld! - Und natürlich gab es wieder Unfälle. In den meisten Fällen blieb es bei Blechschäden!

  • Das erspart der Polizei Arbeit und lässt die Unfallstatistik des Nürburgrings gut ausschauen!

Aber natürlich kamen auch die „Abschlepper“ zum Einsatz. Auch der Krankenwagen war unterwegs. Es gab Streckensperrungen. Es gab Ölspuren. - Es war eigentlich alles wie immer! - Nur die Curbs ausgangs der „Fuchsröhre“ (links) sind höher geworden!

Das Wetter war zwar nicht gerade frühlingshaft; es wehte ein kalter Wind; aber das hat die Nordschleifen-Fans nicht von einem Besuch der Nürburgring-Nordschleife abhalten können!

Ich lasse hier mal zunächst unkommentiert eine Reihe von Fotoaufnahmen folgen, die optisch einen ersten Eindruck vermitteln können:

 

 

 


 

 

Es gab die kleinen (bis größeren) Blechschäden an Automobilen, die sich auch in den Leitplanken widerspiegeln, die üblichen Ölspuren, die dazu führten, dass auch schon mal die Motorradfahrer von den „Touristenfahrten“ ausgeschlossen wurden.

Als ich am Samstag so gegen 15:30 einraf, hatte es gerade am „Brünnchen“ geknallt. Das Fahrzeug konnte aber weiter fahren. Es dauerte nicht lange, bis dass dann die neuen Sicherheitsfahrzeuge – gleich mehrere – der Marke BMW eintrafen, der Firma, die in der Saison 2024 als Partner diese Fahrzeuge - aber auch die Fahrzeuge für die offizielle Geschäftsleitung (!) – zur Verfügung stellt.

Man sicherte die Fahrzeuge durch Schwenken einer gelben Flagge vor der ehemaligen Unfallstelle ab und einer der Nürburgring-Mitarbeiter markierte die Einschlagstelle auf den Leitplanken mit grüner Farbe. - Nach dieser Markierungstätigkeit löste man die „Gefahrenstelle“ wieder auf. - Und fuhr von dannen!

Da wird dann  heute am Montag – die Firma Nett schon mit dem Austausch von  Leitplanken ausreichend beschäftigt sein. Auch am Nürburgring wird man mit dem finanziellen Ergebnis des ersten ‚“Touristenfahrer“-Wochenendes sicherlich zufrieden sein können.

  • Wenn auf dem Nürburgring die Räder rollen, rollt auch der Rubel beim Veranstalter!

Erstaunlich war, dass auch mal unter bestimmten Umständen – und es gab immer mal wieder welche – auch auf der Nordschleife langsam gefahren wurde. Aber den Zuschauern machte es erst richtig Spaß, wenn es nicht nur schnell, sondern auch laut zuging.

Aber wirklichen Genuss hatten die, die dann ohne Risiko – neben der Strecke – ihre Pommes mit Mayo verzehrten. - Auf dieser Seite der Mehrfach-Zäune im Landschaftsschutzgebiet war das – sozusagen – ein Genuss ohne Reue.

Was von den Rennstrecken-Nutzern am Ende dieses ersten Renn-Wochenendes sicherlich nicht jeder sagen kann!

Was die Bewohner im Umfeld der Nürburgring-Nordschleife von den „Touristenfahrten“ halten?

„Da schweigt des Sängers Höflichkeit!“

MK/Wilhelm Hahne
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DMSB-Aufruf: Zusammenarbeit auf der Nordschleife?

Nein, der DMSB fordert nicht. Wie er schreibt, ist er zur Neutralität verpflichtet. Darum gibt es auch nur einen Aufruf!

  • Damit man erkennt, welche Bedeutung der DMSB hat?

Man möchte sich nicht in die Kontroversen verschiedener Rennserien einmischen! - Schreibt man. -  Nachdem man sich bei anderen Veranstaltern eingemischt hatte. Und per Gerichtsurteil daran erinnert wurde, auf welch schwachen Beinen man derzeit steht!

Aber vielleicht möchte man gegenüber der Öffentlichkeit nur eine Erklärung dafür anbieten, dass man dem neuen Veranstalter einer Langstreckenserie am Nürburgring eine Bitte abschlagen musste, ihm auf einem bestimmten Gebiet eine besondere Hilfestellung zu geben. -  Aber das ist natürlich geheim!

Nachdem hier in Motor-KRITIK die derzeitige Situation im Nürburgring-Langstreckensport des Jahres 2024 schon ein wenig verdeutlicht wurde, möchte ich meine Leser auch mit den Aussagen dieses e.V. bekannt machen, so wie sie gestern, am 11. März 2024 auf dessen Internetseiten veröffentlicht wurden:

„DMSB ruft zur Zusammenarbeit auf der Nordschleife auf

Der DMSB betont seine Neutralität in der derzeitigen Diskussion über den Langstreckensport auf der Nürburgring-Nordschleife. Präsident Wolfgang Wagner-Sachs bringt die Forderung des Dachverbands zur gemeinsamen Pflege des motorsportlichen Kulturguts Nürburgring-Nordschleife auf die kurze Formel „Motorsport ermöglichen – nicht verhindern” und fordert eine Konzentration auf die echten Herausforderungen des Motorsports.

Der Deutsche Motor Sport Bund hat seine Neutralität in den Diskussionen um die Zukunft der Rennen auf der Nordschleife betont. DMSB-Präsident Wolfgang Wagner-Sachs erklärte, dass es der gemeinsamen Anstrengung aller Motorsportler bedürfe, die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Themen wie Kostenreduzierung, Steigerung der Attraktivität für Teilnehmer und Zuschauer und Nachhaltigkeitsaspekte stünden im Vordergrund. „Die echten Herausforderungen für den Motorsport durch äußere Faktoren sind groß genug”, so Wolfgang Wagner-Sachs. „Da sollten die Motorsportveranstalter zusammenstehen, statt sich gegenseitig Starter, Sponsoren und Rennstreckentermine streitig zu machen. Für Konkurrenzdenken und Machtspiele untereinander ist im deutschen Motorsport des Jahres 2024 kein Platz. Wir brauchen viel mehr einen Schulterschluss.”

Dies gelte insbesondere für die Nürburgring-Nordschleife, seit fast 100 Jahren ein motorsportliches Kulturgut. Dennoch will sich der Dachverband der deutschen Motorsportler nicht in die Kontroversen verschiedener Rennserien einmischen. „Die Aufgabe des DMSB ist es, den Motorsport zu ermöglichen und zu fördern, nicht ihn zu verhindern”, so Wolfgang Wagner-Sachs weiter. „Wir sind schon durch unsere Satzung zu Neutralität verpflichtet und haben daher selbstverständlich alle Genehmigungs-prozesse für die verschiedenen Rennserien sachgerecht und zügig bearbeitet. Auch die im vergangenen Winter vom DMSB und unter anderem dem DSK gemeinsam erarbeiteten vereinfachten Regeln für die Nordschleifen-Permit gelten natürlich für alle Serienbetreiber und Veranstalter, die dort Rennen durchführen wollen.” Gerade mit dem DSK befindet sich das DMSB-Präsidium im engen Austausch, um bestmögliche Voraussetzungen für Lizenznehmer auf der einen und Veranstalter auf der anderen Seite zu schaffen. „Die eigentliche Rennorganisation – von der Teilnehmerbetreuung über die Rennleitung bis hin zu den Sportwarten an der Strecke – muss aber beim jeweiligen Veranstalter liegen”, ergänzt der DMSB-Präsident.“

Die Motor-KRITIK-Leser mögen über den Wert und den Sinn dieses „Aufrufs“ selber befinden.

Das Ganze wird aber noch skurriler, wenn dann zum gleichen Zeitpunkt der DSK e.V. sich ebenfalls besorgt zur „Zukunft des Langstreckensports auf der Nordschleife“ äußert. Im „Vorwort“ ist zu lesen:

„Aktuell finden Grabenkämpfe unter den beteiligten Parteien statt, die am Ende mehr Schaden als Nutzen anrichten.“

Und der Präsident dieses e.V., gleichzeitig – zufällig - beim DMSB e.V. der „Präsidialbeauftragte für Umweltfragen“ warnt:

„Auch aktuell fischen Serien von unterschiedlichen Organisationen im gleichen Segment nach Kunden. Dies ist auch okay, solange untereinander ein fairer Umgang gepflegt wird. Und das vermisse ich im Streit um die Nordschleife gerade extrem.“

Statt sich „pastoral“ gegenüber der Öffentlichkeit zu äußern, hätte er eigentlich direkt „Das Wort zum Sonntag“ gegenüber dem Beisitzer „seines“ DSK e.V., Peter Bonk, sprechen sollen, der zu den Initiatoren der neuen „NES“ gehört. Aber das hätte natürlich weniger zur Selbstdarstellung getaugt.

In seiner offiziellen Darstellung gegenüber der interessierten Öffentlichkeit hat der DSK-Präsident, Dr. Ziegahn, natürlich „die Neutralität des Deutschen Sportfahrer Kreis“ betont und gewarnt:

„Das Letzte, was wir brauchen, sind Machtspiele und Grabenkämpfe. Das gilt nicht nur für den Nürburgring. Der Motorsport braucht den Schulterschluss.“

Motor-KRITIK meint: Man hört im Moment zu viel salbungsvolle Worte, aber es wird zu wenig vernünftig(!) gehandelt.

MK/Wilhelm Hahne

Übrigens: Das „motorsportliche Kulturgut Nürburgring-Nordschleife“ – wie der DMSB es beschreibt - befindet sich nach der „visionären Leistung“ deutscher Landespolitiker inzwischen - wie man überall nachlesen kann - in russischem Besitz. - Wird der Nürburgring damit zu russischem Kulturgut? - Weil es so nur zu den Weichenstellungen kommen konnte, die der DMSB und DSK jetzt gemeinsam beklagen!

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„NES“ ist… - Es kommt immer anders als man denkt!

Vielen – ja den Meisten ist klar, dass der AvD, der Automobilclub von Deutschland hinter der Neugründung „Nürburgring Endurance Serie GmbH“ steckt. Dass da dann ein Ralph-Gerald Schlüter als Geschäftsführer den Ton angibt, erklärt sich für Viele einfach daraus, dass dieser mal bei der VLN/NLS eine Rolle spielte, die er leider nicht so ausfüllen konnte, wie man sich das in  idealer Weise vorgestellt hatte. - Herr Schlüter musste gehen.

  • Der hat dann Gründe angegeben, die er – später ehrlich – korrigieren musste!

Da ist dann klar, dass der jetzt „Feuer macht“, wenn es darum geht, der traditonsreichen VLN/NLS-Langstreckenserie als Konkurrent – vom OLG Koblenz dazu bestimmt – ein paar Teilnehmer abzuknapsen.

Natürlich spielt da auch die Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG eine „stützende“ Rolle, weil die z.B. von der VLN/NLS nun für die Saison 2024 eine Bürgschaft für 50 Prozent der Mietkosten für alle Rennen der gesamten Saison forderte. Damit wurde deren Genehmigung der Ausschreibung für die Saison 2024 erfolgreich verzögert.

Die „NES“, wie sich die „Nürburgring Endurance Serie GmbH“ in Kurzform nennt, wird nun auch das erste Langstreckenrennen der Saison 2024 – dann aber auf dem Grand-Prix-Kurs durchführen. Dazu werde ich – hier in Motor-KRITIK – in den nächsten Tagen noch etwas für meine Leser zu erklären haben.

Aber zunächst möchte ich klarstellen, dass zwar über die Handlungen der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG scheinbar die ersten „Anregungen“ zur Gründung einer neuen Langstreckenserie erfolgten, nachdem die VLN/NLS nicht bereit war, die Führung in dieser Serie an eine Firma abzugeben, die klar durch den russischen Besitzer des Nürburgrings bestimmt wird.

Die beiden deutschen Geschäftsführer der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG, der Pächterfirma des Nürburgrings, werden eigentlich aus dem Hintergrund von zwei Persönlichkeiten geführt, die man als Vertraute des russischen Millionärs bezeichnen könnte, die ganz im Sinne dieses Mannes handeln.

Die Namen dieser zwei „Drahtzieher“ hinter den Kulissen sind:

  • Viktor Martin, ein gebürtiger Russe, der dem russischen Millionär und Besitzer des Nürburgrings schon länger zu Diensten ist, und
  • Michael Lemler, ein deutscher Geschäftsmann aus RLP, der Viktor Martin schon aus einer anderen Zusammenarbeit kennt – und damit auch das Vertrauen des russischen Besitzer des Nürburgrings gewonnen hat.

Es ist kein Zufall, das diese Beiden auch Geschäftsführer der Nürburgring Holding GmbH sind, die man auch schon mit anderem Namen unter capricorn Nürburgring Besitzgesellschaft erlebt hat. Dort u.a. auch zu Anfang mit einem Geschäftsführer Robertino Wild. - Lang, lang ist’s her! - Meint man!

Aber auch nicht so lang, wenn man genau hinschaut! Unter dem ersten Namen dieser Firma, in die der russische Millionär Wiktor Wladimirowitsch Charitonin einstieg, als der deutsche Mittelständler Robertino Wild eine fällige Rate nach dem Kauf des Nürburgrings nicht bezahlen konnte, hat man zu Covid-Zeiten dann, exakt am 15. Januar 2021 eine erste staatliche Beihilfe von 505.443 Euro (COVID-19 - Amendment of various aid schemes in accordance with the fourth amendment of the Temporary Framework) erhalten.

Eine zweite stattliche staatliche Förderung (??) (Modification and amendment to SA.56790, SA.59289, SA. 56814, SA.58504, SA.56787, SA.56863, SA.57100. SA.57447-Covid) war schon deutlich höher, betrug – siebenstellig (!) - exakt 4.941.695 € und wurde am 23. August 2021 geleistet, ging dann schon an die gleiche Firma, die inzwischen aber unter dem neuen Namen der Firma, Nürburgring Holding GmbH, Nürburg, arbeitete und  so auch beim Amtsgericht Koblenz unter HRB 27900 notiert ist.

Diese Firma hat eine Wanderung in den unterschiedlichen Handelsregistern von Düsseldorf nach Koblenz, nach Hanau und wieder nach Koblenz hinter sich.

Warum das hier in Motor-KRITIK so ausführlich ausgebreitet wird?

  • Die Nürburgring Holding GmbH, Nürburg ist mit 51 Prozent an der Nürburgring Endurance Serie GmbH – der „NES“ - beteiligt. Die AvD Sport GmbH besitzt einen Anteil von 25 Prozent, die BS Motorsport GmbH & Co. KG, Korschenbroich einen von 24 Prozent.

„Nachtigall, ick hör dir trapsen!“

Die Anteile werden auch bei der Aufteilung des Eigenkapitals der NES GmbH im Handelsregister deutlich, das insgesamt 25.000 € beträgt. Davon entfallen auf die „Holding“ 12.750 Euro, die AvD Sport GmbH 6.250 Euro und die Firma des Ralph-Gerald Schlüter in Korschenbroich 6.000 Euro.

Man sollte das alles wissen, wenn man an die Zukunft der Langstreckenrennen am Nürburgring denkt.

  • Wobei man dabei aber noch andere Dinge berücksichtigen sollte!

Davon in den nächsten Tagen – aber in einem anderen Zusammenhang – noch einiges mehr.

MK/Wilhelm Hahne
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Formel 1: Weniger Volksfest sondern eher „Kirmes“?

Eigentlich ist das, was man derzeit auf dem Gebiet des Sportes wahrnehmen kann,  nur ein „Zeitzeichen“. Es ist die vollkommene Ausrichtung auf eine Kommerzialisierung des Sports. Eine neue Generation richtet sich auf die Nutzung von „Künstlicher Intelligenz“ ein und handelt dann schon mal ein wenig „kopflos“.

Da wechselt ein guter Formel 1-Fahrer sein Team und die Aktien des neuen Arbeitgebers – ab 2025 wird der Wechsel sein(!) - boomen aktuell, der Firmenwert steigt in den Aktien-Himmel! - Ist das normal?

Es macht die ganze Primitivität der „modernen Entwicklung“ hin zu einer oberflächlichen  Betrachtung von Situationen deutlich. Dazu gehört z.B. auch, dass eine Sport-Organisation den Neueinstieg eines Neueinsteigers in „ihre“ Serie eindeutig aus „kaufmännischen Überlegungen“ ablehnt! Wir erleben das gerade in der Formel 1, wo man sich gegen einen Neuzugang des Andretti-Teams sperrt. - Das „schlüssige“ Argument:

  • Der Einstieg eines 11. Teams in die Formel 1 würden „keinen Nutzen“ (!) bringen!

Die FIA, die sich als Weltverband der Motorsports empfindet, hatte die Frage, ob man einem Andretti-Team den F1-Einstieg gestatten sollte, bisher noch offen gelassen, aber doch eine positive Einstellung erkennen lassen. - Man gab sich „vorsichtig abwartend“! - Wahrscheinlich, weil man sich auch dort inzwischen am „Mainstream“ orientiert. Da äußert man sich nicht klar und eindeutig!

Der „Mainstream“ wird in unserer Zeit von Leuten bestimmt, die sich Ferrari-Aktien kaufen, weil ein guter, bekannter Formel 1-Fahrer von Mercedes zu Ferrari wechselt. - Ein Beispiel für zeitgerechte Normalität?

So „verkommt“ so manche Art Motorsport, bei der man sich in Zukunft nicht wundern sollte, wenn dort an den immer größer werdenden „Palästen“ im jeweiligen F1-Fahrerlager dann mal ein Aushang zu finden sein wird, auf dem man lesen kann:

Junger Mann zum Mitreisen gesucht!

Das ist nun mal in „Kirmes-Kreisen“ ein Stück der Normalität! Wir leben nun mal in einer Zeit der Gleichmacherei. „BoP“ – gleich welcher Art – wohin man schaut. Um die Spannung für die Zuschauer zu erhöhen. - Und natürlich ein „Safety-Car“! - Übrigens eine amerikanische Idee! - Um „unauffällig“ korrigierend eingreifen zu können!

Der eigentliche Sport wird als Angebot für den Zuschauer als nicht mehr ausreichend empfunden. Da muss ein passendes, „modernes“ Rahmenprogramm geboten werden. - Event, Event!

  • Könnte man nicht einen Moto-GP-Lauf in ein Musical, wie z.B. „König der Löwen“, einbauen?

Selbst eine Sportveranstaltung wie die Moto GP, kommt doch heute kaum noch ohne einen guten Regisseur aus! - Man macht passend! - Der Bessere soll gewinnen? - Das war „früher“ mal! - Schnee von gestern!

Junge, dynamische Leute – auf die sich das Interesse vieler Veranstalter und Marketing-Spezialisten richtet – die wollen den „Genuss der neuen Zeit“. - Sagt man! - Darum ist auch eine Entwicklung wie wir sie gerade am Nürburgring im so genannten „Breitensport“ erleben eigentlich „zeitgemäß“. - Niemand protestiert! - Die Kaufleute haben das Sagen! - Und man wirft „viele Förmchen in den Sandkasten“ Sport!

  • Proteste sind heute nur noch nach „politischer Anregung“ zur Ablenkung möglich und straffrei!

Ich persönlich habe noch einen Prinzen Bira in der Formel 1 fahren sehen. Wie kam der da eigentlich hin? - Wer hat den zugelassen? - Der hat sich einfach einen Serien-Formel 1 von Maserati gekauft! - Später hat er dann an Segel-Wettbewerben teilgenommen! - Weil ihm das einfach Spaß machte! Das hat alles sicherlich viel Geld gekostet! - Hatte der! - Der hat sich den Sport etwas kosten lassen!

  • Das war „Gestern“! - Im „Heute“ verdient man mit dem „Sport“ Millionen!

Unmöglich, so ein Prinz Bira! - Der hat einfach mit einem „normalen“ Formel 1-Wagen „seinen Sport“ betrieben! Jeder – der Geld und Spaß daran hatte - konnte das früher! - Das wäre heute nicht mehr möglich! - Ein Agostini könnte heute auch nicht mehr mit einer „MV“ in vielen Rennen hintereinander mit einem Riesen-Vorsprung siegen! - Dem Zuschauer von damals hat’s gefallen!

  • „Der Bessere soll gewinnen“? - Eine überholte „unmoderne“ Einstellung!

Natürlich wird der Motorsport heute immer noch mit Motorsport – exakt wie damals – benannt. Es gibt auch immer mehr wichtige Organisationen, die sich als „Hoheit“ empfinden, vielseitige Reglemente und Gebote erstellen und dafür Gebühren kassieren.

  • Aber der Sport – auf allen Gebieten – ist verglichen mit „früher“ eigentlich „ärmer geworden“.

Nein, früher war nicht alles besser! - Nur die Bezeichnungen waren zutreffender! - Zu dem was – und wie es – heute als „Sport“ betrieben wird, sollte man neue Bezeichnungen finden. Es gibt doch inzwischen tolle Agenturen, die sich mit der Schaffung von Marken-Namen selber einen Namen geschaffen haben!

Warum wird heute z.B. nicht der ADAC-Beitrag gleich „staatlicherseits“ mit vom Monatslohn abgezogen? Immerhin hat dieser Verein doch inzwischen 21,5 Millionen Mitglieder in Deutschland und damit mehr, als aktuell die Katholische Kirche!

  • Es gibt Anlass, viele Dinge heute neu zu denken, weil sie nicht mehr in die Zeit passen!

Man sollte aber wenigstens alte Bezeichnungen ändern, wenn sie nicht mehr zutreffen!

MK/Wilhelm Hahne
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