2020

Todesanzeigen: Mehr Aufmerksamkeit durch Größe?

Als ich am Samstagmorgen, kurz nach 8 Uhr,  durch die Fußgängerzone von Mayen ging, wurde ich schon von Bekannten – denen ich zufällig begegnete - angesprochen, was ich denn so früh in einer Stadt machen würde, in der die meisten Geschäfte erst um 10 Uhr öffnen. - Abgesehen von Bäckern und dem Zeitungsladen.

Ich war so früh unterwegs, um mir eine Ausgabe des „Kölner Stadtanzeiger“ zu kaufen. Ich vermutete, dass an diesem Tag die Todesanzeigen zum Tod vom Otto Flimm dort erscheinen würden. - So habe ich auf die Nachfragen auch geantwortet:

„Ich kaufe mir so früh eine Zeitung.“

Es war eigentlich das erste Mal, dass ich mir eine Zeitung nur wegen der Todesanzeigen – genau genommen: Wegen einer Todesanzeige – gekauft habe. Mich interessierte, wann das Begräbnis stattfinden würde, da ich eine Einladung mit genauem Termin kaum erwarten konnte. - Von wem auch?

Ich war dann nach dem Aufschlagen der Zeitung doch über mich selbst erstaunt, weil ich – wie wahrscheinlich viele Leser – aus der Größe der Anzeige auf die Bedeutung geschlossen habe, die der Verstorbene für die hatte, die mit einer Anzeige die Öffentlichkeit vom Tod einer besonderen Persönlichkeit informieren wollten.

Den Text der „Belegschaftsanzeige“ habe ich z.B. als passend empfunden, die Größe der Anzeige des ADAC-Gesamtklubs dagegen – gerade wenn man wie in diesem Fall vergleichen kann – war doch überraschend. - Immerhin war Otto Flimm einige Jahre Präsident des ADAC-Gesamtklubs.

Man muss sich da schon die Frage stellen:

  • Wird die Größe einer Persönlichkeit von der Größe seiner Todesanzeige bestimmt?

Sicher nicht! - Aber man kann – vielleicht – aus der Größe schließen, wie wichtig jemand von Jemandem genommen wurde. - Was dann aber auch bedeuten würde, dass man durch die Größe einer Todesanzeige etwas heucheln kann, was gar nicht vorhanden ist.

Bisher habe ich eine Todesanzeige als eine geradezu sachliche Information der Öffentlichkeit empfunden, mit der einem Toten nahe stehende Menschen aber auch versuchen, ihre Beziehung zum Verstorbenen deutlich zu machen.

Was ist dann da wichtig:

  • Wenig Text in einer großen Anzeige?
  • Viel Text in einer kleinen Anzeige?

Eigentlich habe ich bisher solche Anzeigen, wenn es Anzeigen von Familien waren, immer ziemlich wertfrei gelesen. - Plötzlich mache ich mir Gedanken!

Weil in diesem Fall verschiedene „Nachrufe“ vergleichbar zusammen standen. (Wie das Foto zeigt.)

Und die Gedanken sind frei!

MK/Wilhelm Hahne
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Achtung! - Das Finanzministerium antwortet nicht!

In einer Geschichte auf diesen Motor-KRITIK-Seiten, die allerdings nur von Abonnenten zu lesen war, hatte ich über Fragen von Motor-KRITIK und Antworten des Finanzministeriums in Mainz berichtet. Die Antwort hatte 12 Tage auf sich warten lassen, enthielt nicht präzise Antworten auf alle meine Fragen, war aber in einem Punkt so „klar“, dass ich mit einer E-mail vom gleichen Tag in diesem besonderen Punkt um eine – für mich verständliche – Darstellung gebeten hatte. Diese E-mail ist bis heute – nach 24 Tagen – noch ohne jede Antwort, so dass ich diese Nicht-Antwort heute so werten muss, dass mein Hinterfragen der ersten Antwort aus dem Finanzministerium, für unsere Ministerin Doris Ahnen problematisch war, so dass sie versucht, das politische Stilmittel Schweigen zu nutzen. - Das hat meinerseits zu weiteren Recherchen geführt, die zumindest bei mir die  Erkenntnis reifen ließ, dass die SPD-geführte Regierung „mal wieder“ etwas zu verschleiern hat. In einem CDU-Fraktionspapier vom 30. Juni 2014 war zu lesen: „Das ‚Zukunftsprogramm‘ (Anmerkung: für den Nürburgring) war kein Rettungsprogramm für den Nürburgring, sondern allein ein staatlich finanziertes Rettungsprogramm für die SPD.“ - Nun scheint man sich bei der Abwicklung der Nürburgring-Insolvenz in Eigenverwaltung (!) zu einem neuen  „Rettungsprogramm“ entschieden zu haben, indem man sich an ein anderes „Rettungsprogramm“ nicht zu erinnern sucht:

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Luftrettung in Rheinland-Pfalz: Mal so – mal so!

Anfang 2018 hatte die ADAC-Luftrettung mit „Christoph 77“ ihren Modernisierungsprozess mit der Einstellung eines modernen Airbus H 145-Hubschraubers als „Dual-Use“-Rettungs-Hubschrauber auf dem Landesplatz des Johannes-Gutenberg-Universitäts-Klinikums in Mainz vorläufig abgeschlossen.

Dort besteht lt. Bescheid des Wirtschaftsministeriums in Mainz seit Juli 2008 eine Genehmigung zur Durchführung von Flügen nach Sichtflugregeln bei Tag und Nacht, die aber erst jetzt – im Jahre 2020 – von der ADAC-Luftrettung in der Praxis genutzt wird, wie man einem SWR-Fernsehbeitrag in diesem Wochen entnehmen konnte.

Eine Nachtfluggenehmigung nach §6 Luftfahrtrecht für den Johanniter-Hubschrauber am Nürburgring – vor rd. zwei Jahren beantragt – wurde bis heute nicht erteilt. Eine aktuelle Auskunft des zuständigen Mainzer Ministeriums lautet:

„...Ein derartiges Genehmigungsverfahren zur Anlage und zum Betrieb eines Hubschrauberflugplatzes erfordert unter anderem die Beteiligung von Fachbehörden als auch der Öffentlichkeit durch die Obere Landesluftfahrtbehörde. Beispielsweise bei schwierigen topografischen Bedingungen und betrieblichen Anforderungen Dritter, die auf die Anlage und den Betrieb eines Hubschrauberflugplatzes einwirken, können umfangreiche Abstimmungen und Verfahrensschritte erforderlich sein. Umfangreiche Gutachten müssen eingeholt und mit diversen Fachbehörden abgestimmt werden.

Die Verfahrensdauer eines derartigen Genehmigungsverfahrens zur Anlage und zum Betrieb eines Hubschrauberflugplatzes hängt von den Umständen des jeweiligen Einzelfalls ab. Sie beträgt regelmäßig mehrere Monate, kann sich aber auch über Jahre hinziehen. ...“

In 2019 flog der Johanniter-Hubschrauber vom Typ Eurocopter AS 356 N3 am Nürburgring 821 Einsätze im 12-Stunden-Betrieb, wodurch eigentlich schon deutlich wird, dass dort eine Nachtfluggenehmigung als eine sinnvolle, praxisgerechte Ausweitung der Unterstützung von Rettungskräften in der Eifel-Region um den Nürburgring empfunden werden könnte.

MK/Wilhelm Hahne
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Über kleine Unterschiede im Motorsport-Reglement!

Wenn aus einer noch nicht genehmigten Ausschreibung für die VLN Langstreckenserie 2020 eine vom DMSB genehmigte Ausschreibung für die „Nürburgring Langstreckenserie 2020“ (Nr. 620/20) wird, so ist dieser Weg ein langer, beschäftigt viele Mitarbeiter in den verschiedensten Organisationen, hat viel Zeit in offenbar unsinnigen Meetings verschlungen.

Nachdem nun knapp 40 Tage vor dem ersten Lauf der Serie, am 21 März 2020, die (end-)gültige, vom  DMSB (Deutschen Motor-Sportbund) genehmigte Ausführung erschienen ist - gestern, am 11 Februar 2020 - habe ich mal kurz hinein geschaut, weil im „ersten Entwurf“ - oder was immer das sein sollte – schon – zumindest für mich - unverständliche Dinge standen.

So weit das zum Beispiel die TCR-Fahrzeuge betrifft, ist tatsächlich ein Abschnitt weggefallen. Das wird nur den direkt Betroffenen auffallen, denn diese Information findet man auf den Internetseiten unter „Teilnehmernews“:

„28.01.2020 11:43 Uhr | Offizielle Mitteilungen der VLN | 01.01.2020
2019er-Bestimmungen für TCR-Fahrzeuge bleiben bestehen
Für die am 21. März 2020 beginnende Saison der Nürburgring Langstrecken-Serie gibt es für die Teams mit TCR-Fahrzeugen Neuigkeiten: Entgegen der ursprünglichen Vorgaben der TCR-Rechteinhaber für die Saison 2020 können umgebaute und entsprechend modifizierte TCR-Fahrzeuge, wie im vergangenen Jahre, auch in anderen Klassen, zum Beispiel in der SP3T, in der Nürburgring Langstrecken-Serie 2020 an den Start gehen. Voraussetzung dafür ist die Einhaltung der spezifischen technischen Regularien der betreffenden Klasse und ein entsprechender Eintrag im Wagenpass. Der Rechteinhaber hat die anfängliche Vorgabe zugunsten der Teams und Teilnehmer zurückgezogen.“

 

Dazu keinen Kommentar! - Auf der gleichen Seite findet man übrigens auch folgende Zeilen:

„10.02.2020 10:25 Uhr | Formulare für Teilnehmer | DMSB-Permit-Nordschleife
  00 Fahrzeugklassen und DPN Nordschleife in der VLN 2010“

Klar, das ist nur ein einfacher Tippfehler. - Entschuldigung, dass ich ihn nicht übersehen habe! - Denn eigentlich wollte ich nur mal schauen, was sich denn in Sachen „Bremsanlagen“ zwischen der „vorläufigen“ und nun „endgültigen“ Version der Ausschreibung geändert hat. - Nach meiner Feststellung: Nichts! - Da findet man auf unterschiedlichen Seiten der nun gültigen Ausschreibung folgende Formulierungen. Die erste beschreibt ein Beispiel aus der V-Klasse:

„Die Bremsanlage, das Getriebe, das Differential, Wasserkühler, Ladeluftkühler und der Achsantrieb einschließlich der Übersetzungen müssen dem verwendeten Fahrzeugmodell entsprechen.
Bei verwendeten Varianten müssen alle Komponenten komplett verwendet werden.“

Ein paar Seiten weiter ist zu lesen:

„In allen Klassen dürfen die vorderen Bremsscheiben und Bremssättel durch andere Bremsscheiben und Bremssättel ersetzt werden, wobei Kohlefaser- oder Keramik-Bremsscheiben nicht zulässig sind.“

Was denn nun? - Teilnehmer an der „Nürburgring Langstrecken-Serie“ 2020 bestätigen mir inzwischen, dass sie so einen Umbau natürlich längst vorgenommen haben.

Inzwischen sind dann z.B. die „Serienwagen“ in der Klasse V4 in 2020 nicht nur mit einem Sperrdifferential unterwegs, das es in den Serienfahrzeugen nicht gibt, sondern auch mit einer selbst entwickelten Bremsanlage vorne.

  • Warum schreibt man eigentlich noch eine Klasse SP-X, eine Prototypen-Klasse aus?

Da gibt es nun einen Generalbevollmächtigter VLN oHG, einen Leiter Sport + Renndirektor VLN oHG, einen Leiter Technik VLN oHG, einen Geschäftsführer VLN VV und – um nur einen der Hauptverantwortlichen zu nennen, den DMSB – Delegierten, Michael Günther – und alle überlesen sich widersprechende Vorschriften?

Oder muss man im Besitz von „DMSB Permit Nordschleife“ sein, um das zu verstehen? -

Was ich dann auch nicht verstehen würde!

MK/Wilhelm Hahne
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Im Zeitraffer gesehen ist am Nürburgring alles gut!

Als Journalist sollte man schon wissen, über was man schreibt. Als Journalist ist man auch erstaunt, wenn man am Echo auf die eigenen Geschichten erkennt, was die Leser eigentlich von einem erwarten. Wobei es DEN Leser nicht gibt. - Bestimmte Leser-Gruppen erwarten eine bestimmte Berichterstattung! - Mehrheitlich werden „schöne Geschichten“ erwartet. - Diese Erwartungshaltung kann ein Journalist nicht erfüllen! - Schließlich gibt es nichts, was wirklich perfekt ist. - Auch nicht ein Journalist! - Besonders schwer hat er es, wenn die Sicht eines oberflächlichen Betrachters einfach anders sein muss, als die eines Journalisten, der dazu noch etwas – nicht nur – von seinem Fach versteht, sondern auch von dem Thema, das er in seinen Berichten, Informationen, Kritiken behandelt. - Vor ein paar Tagen habe ich gerade mal wieder einen Spaziergang am Nürburgring gemacht und kann meinen Lesern sagen, dass „dort oben“ -  627 Meter über dem Meeresspiegel – bei rein oberflächlicher Betrachtung - der derzeitige Rennstreckenbesitzer sein Privateigentum sehr gut behandelt und sich diese Arbeiten auch positiv darstellen lassen. - Ich möchte das mit ein paar Fotos auch unterstreichen und nur kleine Anmerkungen machen, dass demnächst – mit Sicherheit (!) – über Geschehnisse und Abläufe berichtet werden muss, die nicht in die Darstellungen eines positiven Bildes passen. Ich könnte  heute schon darüber schreiben, möchte aber meinen Kollegen die Möglichkeit geben, mit exklusiven Berichten über den Nürburgring mal in den Fokus der Fans zu kommen. - Ich recherchiere schon früh, wenn es hinter den Kulissen noch (erst) knistert. - Dazu fehlt meinen Kollegen leider die Zeit. - Da ist die Wiedergabe von offiziellen Darstellungen effektiver! - Weil die auch den Lesern gefallen. - Mein Kommentar dazu:

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Wie eine traurig endende Satire: Otto Flimm ist tot!

Otto Flimm ist im Alter von 90 Jahren quasi „zufällig“ am 10. Februar 2020 gestorben. Dabei war sein Tod von „Fachleuten“ viel früher prognostiziert worden. Otto Flimm litt an einer Krebserkrankung.

Otto Flimm hat das wenig beeindruckt, auch nicht beeinflusst. Er hat weiter um „seinen“ Nürburgring gekämpft, eine Rennstrecke, die in seinem Leben immer eine bedeutende Rolle  gespielt hat.

Im beruflichen Teil seines Lebens! - Es gab, gerade in seinem letzten Lebensabschnitt, sicherlich etwas, was für ihn größere Bedeutung hatte: Seine Frau! - Sie hat ihn in den letzten Jahren seines Lebens nicht nur begleitet, sie hat es ihm verschönt!

Was man vom Nürburgring nicht sagen kann, dem Otto Flimm einen großen Teil seiner Arbeit gewidmet hat. Engagiert – nicht immer effektiv! - Er hatte nicht nur immer eine klare Meinung zu den Dingen, er hat sie auch nach außen vertreten!

Manchmal waren seine Vorstellungen geradezu romantisch verklärt, aber er hat immer versucht, die Dinge im Sinne seiner idealen Vorstellungen zu beeinflussen. Manchmal wurden seine Ideen von pragmatischen Beratern abgeschwächt, wurden dann schon mal ein wenig undeutlich. - So hat er sich auch schon mal „vor den falschen Karren spannen lassen“.

Vorbei! - Otto Flimm ist tot!

Ein Mensch ist in einem Moment gestorben, den man nicht so erwarten konnte. Es war ein unverschuldeter Unfalltod, der ihn jetzt aus dem Leben riss, das für ihn – nach einer notwendigen Beinamputation vor einem Jahr – doch ein wenig an Lebensqualität verloren hatte.

Aber er hätte um den Nürburgring immer weiter gekämpft! - Sein Nachlass ist der Einspruch seines Vereins „Ja zum Nürburgring“ gegen eine – für ihn unverständliche - Entscheidung eines Europa-Gerichts.

Otto Flimm war einmal ADAC-Präsident, er war Motorsportler, er war ein erfolgreicher Unternehmer, aber wichtiger – er war immer ein Mensch!

Es mag Pragmatiker geben, die seinen Abgang – in „dem“ Alter – als normal empfinden. Meine Sicht des aktuellen Geschehens ist ein wenig von Wehmut überlagert.

Ich trinke auf das „Original“ einen „KABÄNES“ - auch ein Original!

Wilhelm Hahne
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No Elvis Presley – Now DMSB: Love me Tender!

Wer kennt nicht den Elvis Presley-Song „Love me tender“? - Auch die, die nicht perfekt Englisch sprechen, werden diese Zeile verstehen. Wenn man im Internet nach einer Übersetzung der englischen Begriffs „tender“ sucht, dann findet man als Übersetzung ins Deutsche dort:

  • Unter Adjektive die Begriffe: zart, empfindlich, zärtlich, weich.
  • Unter Substantive dann: Das Angebot, die Offerte, das Gebot.
  • Unter Verben (to tender): Andienen, offerieren, etwas anbieten.

Nun gibt es scheinbar keinen Grund – für einen Motor-Journalisten – sich damit an einem Sonntag auseinander zu setzen. Aber der Schreiber dieser Zeilen empfindet sich nun mal als Serviceleister gegenüber seinen Lesern.

Beim aktuellen Durchstreifen von für ihn interessanten Internetseiten ist er so auf eine  Information des DMSB, des Deutschen Motorsport Bundes, gestoßen, wo zu lesen ist:

„Der DMSB sucht im Tender-Verfahren...“ - Natürlich muss man mir nichts zu „SimRacing“ erzählen. Ich habe darüber geschrieben, dass der DMSB diesen „Sport“ als offizielle Motorsport-Disziplin anerkennt. Ich weiß auch, dass der DMSB stolz darauf ist, vom DOSB, dem Deutschen Olympischen Sportbund, anerkannt und als Mitglied aufgenommen worden zu sein. - Nur hat der DOSB in Sachen Sport eine andere Einstellung als der DMSB. - Auf „Wikipedia“ ist zu lesen:

„Dem Thema E-Sport steht der DOSB kritisch bis ablehnend gegenüber.“

Aber das war nicht nur mir, sondern ist auch den Motor-KRITIK-Lesern bekannt, weil ich darüber schon informiert habe.

Was mir unbekannt war, ist die wohl andere Bedeutung des Wortes „Tender“, die ich bisher nur aus dem Song von Elvis Presley kannte. - Und was war dann ein „Tender-Verfahren“? - Also habe ich versucht, mich im Interesse meiner Leser einmal schlau zu machen. - Hier folgt das Ergebnis:

Tenderverfahren verständlich & knapp definiert
Das Tenderverfahren dient der Ermittlung von Preisen für Wertpapiere. Dabei geben die Bieter verdeckt und einmalig ein Angebot für den Ankauf ab. Der Höchstbietende erhält anschließend den Zuschlag für die Wertpapiere.
Englisch: Tender Issue
Das Tender- oder Ausschreibungsverfahren ist eine Methode, bei der Wertpapiere ­ in der Regel Anleihen ­ über Gebote emittiert (Emission) werden: Der Anbieter sammelt die eingehenden unterschiedlichen Gebote und teilt auf deren Grundlage zu. Bei der Zuteilung haben die Bieter mit den höchsten Geboten Vorrang.
Tender-Panel-Verfahren, Auktionsverfahren;
Verfahren zur Unterbringung einer Wertpapieremission im Rahmen einer Auktion. Nach Aufforderung des Emittenten bzw. der Führungsbank (Facility Agent) an die Mitglieder des Bankenkonsortiums (Tender Panel) werden Gebote, die über einem häufig vorgegebenen Mindestpreis liegen, von diesen abgegeben. Das Emissionsvolumen wird dann an die Meistbietenden, teilweise unter Bevorzugung großer institutioneller Bieter, nach Höhe des Gebots verteilt. Die von den Banken erworbenen Papiere werden meist am Markt weiter platziert.

Da ist zwar nicht von „SimRacing“ die Rede, aber von „Wertpapieren“. Der DMSB empfindet  wohl seine Ausschreibung in Sachen „SimRacing“ auch so, bzw. möchte sie zu einem Wertpapier  machen. - Wer mehr zahlt, wird Serien-Promotor! - Immerhin geht es um die „SimRacing-Championship“ des Jahres 2020!

Natürlich müssen die Teilnehmer im Besitz einer gültigen DMSB-Lizenz sein. Die Höhe des Nenngeldes wird dann wohl primär von der Höhe des Gebots bestimmt werden, die der DMSB aufgrund dieser Ausschreibung erhält.

Weil als Ansprechpartner beim DMSB ein Kevin Meinhardt erwähnt ist, konnte ich recherchieren, dass der für den DMSB noch in einer anderen Sache tätig – verantwortlich – ist. - Zu diesem Thema habe ich zwar gerade auch schon geschrieben, werde aber zu gegebener Zeit noch einmal darauf zurück kommen müssen!

MK/Wilhelm Hahne
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Nürburgring Langstrecken-Serie: Reden wir deutsch?

Schlagen wir in der Ausschreibung zur o.g Serie nach, die bis heute – 6. Februar 2020 - vom DMSB noch nicht genehmigt wurde, weil sie in Details – in der bisherigen Form – noch nicht genehmigungsfähig ist, so stoßen wir gleich auf den ersten Seiten auf die Feststellung, „Offizielle Sprache: Deutsch“. - Nun handelt es sich auch um die deutsche Ausschreibung zu einer deutschen Breitensport-Serie, die vom offiziellen deutschen Vertreter der internationalen Motorsport-Organisation FIA, dem DMSB, einer Genehmigung bedarf. Da wird wohl die oben zitierte Feststellung aus der Ausschreibung nicht beanstandet werden. Aber interessant ist schon, dass die Organisationen – immerhin zwei „Firmen“ - für das Sportjahr 2021 eine App als für alle Teams und Fahrer verbindlich vorschreiben, die in diesem Jahr schon zu einer Nutzung empfohlen wird: Die VLN Team-Messenger App. - Deren „Rahmen“ ist in perfektem Englisch gestaltet. Da sollte der DMSB doch überlegen, ob man nicht die Teilnehmer an einer deutschen Breitensport-Serie vorher einer Prüfung in englischer Sprache unterziehen sollte. Alle Teilnehmer an dieser Serie, immerhin „National A Plus / NSAFP“ (National Series with FIA-Approved Foreign Participation) ausgeschrieben, hätten dann ein „Sprach-Permit“ bei der Abnahme mit vorzulegen, um eine Verständigung zwischen Rennleitung und Teams/Fahrer (Driver) während des Rennens garantiert möglich zu machen. - Das würde das Vorschriften-Paket des DMSB – speziell für den Nürburgring - perfekt abrunden!

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RLP: Landtagswahlen 2021 werfen Schatten voraus!

Politik braucht heute Partner, Koalitionspartner. Da vergisst man dann schon mal, was man vorher gesagt – scheinbar versprochen! - hatte. Eveline Lemke („Grüne“) war ein gutes Beispiel. Sie hat  durch ihre persönlich deutlich gemachte Einstellung zum „Nürburgring-Skandal“ sicherlich mal zum Wahlerfolg der „Grünen“ im nördlichen Rheinland-Pfalz – eigentlich ein CDU-Land – beigetragen. Als „Stellvertretende Ministerpräsidentin“ dem SPD-Ministerpräsidenten, Kurt Beck, dann später als Koalitionspartner eng verbunden, hat sie dann ihre Vergangenheit und damit auch die Probleme vergessen, die sie – und die Bürger des Landes RLP – sehr beschäftigt hatten. - Das bedeutet bei den Wahlen danach: Absturz! - 2021 sind wieder Landtagswahlen. Die CDU – eigentlich die Opposition zur aktuellen, stark SPD-geprägten Landesregierung – versucht sich heute schon in die Position eines möglichen Koalitionspartners zu bringen. Man schaut eben „nach vorne“! - So lässt man „alte Probleme“ gerne schlummern, obwohl es immer wieder Ansätze zu aktueller Kritik an der Regierungsarbeit gibt. - Natürlich kratzt man schon mal an der Oberfläche, aber man vermeidet strikt, alte Wunden aufzukratzen. - Darum ist auch der „Nürburgring-Skandal“ heute in der Landespolitik kein Thema mehr – oder anders – es ist zwar eins, aber eins, das man meidet. - Motor-KRITIK hat solche Probleme nicht, leidet auch nicht darunter, dass „Partei-Soldaten“ befehlsgemäß z.B. einen Wilhelm Hahne als kritischen Beobachter der Abläufe am und um den Nürburgring meiden. Keiner Partei angehörig, kann man ihm noch nicht einmal mit einem Partei-Ausschlussverfahren drohen. - In der folgenden Geschichte können hier Motor-KRITIK-Abonnenten journalistisch recherchierte Ergebnisse zur aktuellen Situation im Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung (!) einer landeseigenen Gesellschaft (mit beschränkter Haftung!) dargestellt finden. - Und schon ein wenig nachdenklich werden, weil so auch deutlich wird:

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Daytona: Ein BoP-Vortest für die 24h-Nürburgring?

Daytona war das zweite große 24h-Rennen in diesem Jahr. Das erste 24h-Rennen in Dubai war nur über eine Zeit-Distanz von 7h und 17 min gegangen – Wegen Regen! - Daytona wurde so zum ersten 24h-Rennen in diesem Jahr, das „voll über die Zeit ging“. Aber das Starterfeld war mit 38 Fahrzeugen dürftig und so klein wie noch nie in den 43 Veranstaltungen vorher. - Was die wenigen  Teams und Fahrer vor dem Rennen und auch danach groß erregte, war die BoP, die Balance of Performance, die hier von dem Spezialisten festgelegt wird, den der Veranstalter des 24h-Rennens am Nürburgring schon im letzten Jahr einfliegen ließ, um dessen große Erfahrung zu nutzen. - Darum lohnt sich ein Blick hinüber in die USA. - Aber es gibt zu dem Thema auch aus „heimischen Gefilden“ einiges zu berichten, das bisher „hinter geschlossenen Vorhängen“ ablief.

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