2020

Andere Sicht der F1: Wenn aus Dunst Nebel wird!

Am Montagfrüh wollte ich eigentlich eine Geschichte zu den „Rahmenbedingungen“ schreiben, in die die Formel 1-Organisation, eine interessante Mischung von Interessen der Gruppen FIA und Liberty Media, die teilnehmenden Teams gepresst hat. Nicht unbedingt gegen ihren Willen! Da gab es am Freitag z.B. aus bestimmten Gründen kein Training! - Niemand hat darüber geweint. - Außer vielleicht ein paar Fans, die den ganzen Tag – garantiert coronafrei – auf offenen Tribünen verbracht haben. - Im Rennen selbst fand ich die Safety-Car-Situation interessant, wollte dazu meine persönlichen Eindrücke schildern. Ich wollte auch nicht zu spät diese Geschichte ins Internet stellen, so dass sich die Fans auch noch gut an die jeweils reale Situation erinnern und mit meiner Sicht der Dinge abgleichen konnten. So habe ich zwar schon mit dem Schreiben der Geschichte begonnen, sie aber dann unterbrochen – und nicht am Montag fortsetzen können – weil mir zwei „Firmen“, die ich gleich in der Frühe angeschrieben und um eine schnelle Antwort gebeten hatte, mir nicht antworteten. - Bis Montagabend nicht! - Ich werde meinen E-mail-Text mit meinen „einfachen Fragen“ und die evtl. noch eingehenden Antworten nachfolgend am Mittwoch einstellen. - Oder sollte man einer Bundesbehörde noch eine längere Zeit zur Antwort einräumen? - Auch wenn es heute keine Antwort geben sollte, folgt hier die Geschichte, die immer noch den gleichen Titel trägt wie vorgestern geplant, weil ich mir inzwischen angelesen habe, was „vor Ort befindliche“ Kollegen nach „knallharter Recherche“ zu den von mir als „berichtenswert“ empfundenen Situationen so geschrieben haben. - Sie bestätigen meinen Eindruck:

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Alle Achtung! - Meine Lokal-Zeitung ist Spitze!

Bisher dachte ich, dass eine Tageszeitung ihre Leser immer aktuell über alle Ereignisse in der Welt informiert. Den Glauben daran habe ich heute Morgen beim Lesen der aktuellen Lokal-Zeitung verloren. Sie schaffte es – wohl als einzige Tageszeitung in Deutschland – nicht über den Fall eines positiven Corona-Tests bei einem Mitarbeiter des Mercedes-F1-Teams am Nürburgring zu informieren, der am Donnerstag, 8. Oktober 2020, öffentlich wurde!

Dabei wurde dieser für die Region sicherlich bedeutsame und wichtige Vorfall nicht etwa erst nach Redaktionsschluss, sondern am frühen Nachmittag des 8. Oktober bekannt und übrigens auch von dpa vermeldet. - Wenn dann so eine Meldung, die sicherlich besonders im Raum Eifel von Bedeutung ist – aber auch darüber hinaus – dann von der Redaktion einer Zeitung, die im Raum Nürburgring sicherlich eine wichtige Informationsquelle darstellt, völlig übersehen wird, dann kann das nur aus Rücksicht auf irgendetwas erfolgt sein. - Bewusst!

Dafür wurden die Leser umfassend darüber informiert, in welchen Hotels und Pensionen rund um den Nürburgring, mit Rücksicht auf Personen- und Datenschutz, keine Auskunft über deren Gäste gegeben wurde. Auffallend – mir auffallend – dass bei den vielen erwähnten und befragten Herbergen der Formel 1-Teams und -Gäste dann schon welche fehlten, die im direkten Umfeld der Rennstrecke angesiedelt sind. - Warum wohl?

Ich habe mir dazu meinen Teil gedacht und auch darüber gelächelt, wenn der Geschäftsführer eines Mitveranstalters noch nicht wusste, wie man den Fans die Gelder zurückzahlen soll, die zwar Karten gekauft haben, aber deren Wohnort oder Herkunftsland inzwischen zum Corona-Risikogebiet geworden ist.

Motor-KRITIK hat darüber informiert, wie intelligent direkt in den Anfangstagen des Monats Oktober deutsche F1-Fans angeschrieben wurden, die bereits Karten gekauft hatten. Inzwischen sind nicht nur neue Risiko-Orte hinzu gekommen, sondern auch ganze Länder. Diese Leute werden nicht etwa in der jeweiligen Landessprache angeschrieben, sondern in der Sprache, die mehrheitlich im Motorsport gesprochen wird: Englisch. - Daran hat auch der Brexit nichts geändert.

Das hier eingefügte Foto zeigt den Teil einer Information, wie sie z.B. einem holländischen Landsmann zuging. Den gleichen Text dürften z.B. auch französische oder tschechische Motorsport-Fans erhalten haben. Wer trotzdem anreist, ist es sozusagen selber schuld und wird dann wohl auch auf die Rückzahlung des Eintrittsgeldes verzichten müssen. - Wenn er aber vielleicht vor Gericht überzeugend nachweisen kann, dass er eine E-mail mit diesem Text überhaupt nicht erhalten hat… - Nicht nur Rennen können spannend sein!

Weil nicht alle 20.000 genehmigten Eintrittskarten für die Besucher dieses F1-WM-Laufs verkauft werden konnten, sondern auch noch mit vielen „Rückläufern“ gerechnet werden muss, weil in diesen Tagen immer mehr Länder, Regionen und Städte zu Risikogebieten erklärt wurden, hat sich die Geschäftsleitung der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG noch am Donnerstagabend entschlossen, alle ihre Mitarbeiter zu einem kostenlosen Besuch des Formel 1-Events einzuladen und die entsprechenden Eintrittskarten verteilt.

Der heutige Freitag war kein erfreulicher Tag für die Zuschauer. Das 1. und 2. Freie Training ist wegen Nebel ausgefallen. Der Hubschrauber hätte nicht starten können. Auch die Testfahrt von Mick Schumacher ist darum auch „ins Wasser gefallen“. - Kein guter Start ins Wochenende!

Am Sonntag wird – spätestens – alles klappen. Selbst die Tribünen werden dem Fernsehzuschauer - an den richtigen Stellen ins Bild gesetzt – hoffentlich einen „guten Eindruck“ vermitteln. Alle an dieser Veranstaltung beteiligten Akteure werden sicherlich froh sein, wenn man am Sonntagabend feststellen kann, was schon der Wunsch vor dem Rennen war:

  • ...dass wir Deutschland, die Eifel und unsere Rennstrecke bestmöglich präsentiert haben.

Bestmöglich! - Und die Hotels, die von Team-Mitgliedern der F1-Crews bewohnt waren, werden ihren Räumen einer Grundreinigung zukommen lassen müssen, um in der Zeit der Schulferien den nun hoffentlich folgenden Urlaubern eine garantiert virusfreie Unterkunft bieten zu können.

MK/Wilhelm Hahne
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F1/Corona/GP-Kurs/Mythos: Die Mischung macht‘s!

Die Spitze des F1-Tross ist schon vor einer Woche aus Russland in die Eifel gerollt. Der Aufwand, mit dem in 2020 die Formel 1 betrieben wird ist unübersehbar. Nur zufällig ist der Nürburgring Grand-Prix-Kurs wieder zu einer Formel 1-Rennstrecke geworden. Dabei war dieser Kurs einmal extra dafür gebaut worden. Leider ist er – nicht nur – für Zuschauer unattraktiv. Da hilft es ebenfalls  nicht, wenn man versucht den Mythos der Nürburgring-Nordschleife auf den Grand-Prix-Kurs zu übertragen. Spannend ist allein, wie man mit dem Thema Corona umgeht. Da hilft es auch nicht, wenn man – vielleicht – argumentieren würde, dass doch in Russland - Sotschi – beim letzten F1-Grand-Prix dann gleich 30.000 Besucher die Strecke säumen durften. - Hier am Nürburgring dürften es nach einer Genehmigung der lokalen Behörden 20.000 sein. - Eigentlich wenig, doch in diesem Fall – nicht nur wegen Corona – zu hoch gegriffen. - Wer will schon im tristen Oktober-Wetter viel Geld für eine Veranstaltung ausgeben, die man preiswerter am heimischen Fernseher erleben kann? - Dort kann man auch um- und abschalten. - Allerdings erlebt man so nicht die Schwachstellen der Organisation mit, die sich schon im aktuellen Titel zu dieser Veranstaltung andeuten: „Großer Preis der Eifel“. - Eine Provinz-Veranstaltung im „Sibirien Preußens“?

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Statt ADAC-24h-Rennen: In 24 Stunden nach Portugal?

Die Berichterstattung über das o.e. 24-Stunden-Rennen in Motor-KRITIK ist durchaus umstritten. Die Leser scheinen z.T. „hin und her gerissen“. Schließlich ist die mehrheitliche Berichterstattung zum Rennen in anderen Medien durchaus positiv. Man sollte dabei aber nicht vergessen, dass die Automobilfirmen, die bei diesem Rennen auch eine Reihe von Einsatz-Teams auf unterschiedliche Weise unterstützten, auch gute Anzeigenkunden dieser Medien sind. - Oder sie sollen es werden. - Meine Informationen sind durch nichts und niemanden beeinflusst. - Diese Geschichte vielleicht durch das Video eines Teilnehmers und die E-mail eines Lesers, die mich auch an ganz persönliche Erlebnisse erinnerte und bei mir die Frage auftauchen ließ:

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Meuspath: Schlendern wir mal durch‘s Gewerbegebiet!

Die zwei Herren, die am 16. Januar 2014 in Mainz unterwegs waren, die schlenderten nicht, sondern waren „zielgerichtet“ unterwegs. Man war zu einem „Informationsgespräch“ mit der Regierungschefin des Landes Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, verabredet. - Gut zwei Woche später konnte man sich daran – in einem persönlichen Gespräch mit mir im Meuspather Gewerbegebiet – nicht mehr erinnern und hat mir eine interessante Ausrede aufgetischt, die – wenn man sie ernst nehmen würde – als ein Hinweis gedeutet werden könnte, warum der Ex-Regierungschef des Landes Rheinland-Pfalz, Kurt Beck, später dann mal einen Beraterposten bei Boehringer in Ingelheim erhielt. Auf meine Nachfrage hin – vor gar nicht so langer Zeit - konnte sich bei Boehringer niemand erinnern, wer – intern – auf die Idee gekommen war, Kurt Beck als Berater zu verpflichten. - Auch das ist inzwischen Vergangenheit. Der Vertrag ist ausgelaufen. - Aber nicht mein Interesse an meinen Gesprächspartnern von Ende Januar 2014, die auch im Gewerbegebiet Meuspath immer noch vertreten sind. - Gerade zu diesem Gewerbegebiet, zu vielen Firmen, die dort arbeiten, die kamen und gingen, gäbe es eine Menge zu erzählen. Also habe ich einen ruhigen Sonntag – im Gewerbegebiet – genutzt, um mich ein wenig umzusehen und – anders als andere – die nur gezielt im Gewerbegebiet unterwegs sind, mich zu neuen Recherchen anregen zu lassen, einmal ein paar Dinge zu hinterfragen und evtl. in einen Zusammenhang zu bringen. - Das geht nicht, indem man durch‘s Gewerbegebiet rast! - Es gilt dort übrigens eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 km/h. - Ich habe es noch langsamer gemacht und mir gedacht:

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Kurze 24h-“Spätlese“ nach letzten Insider-Infos!

Wer sich als Journalist um die Berichterstattung über ein Rennen bemüht und sich nicht primär als ein Vermittler von Endergebnissen versteht, der kann dem wirklichen Motorsport-Fan auch viele Tage nach einem Rennen noch interessante Details vermitteln.

 

Jedes Thema – auch ein Rennen – ist im Entstehen und seinen Abläufen so komplex, dass – wenn man so rührend um die Information seiner Leser bemüht ist, wie eine fliegende Relaisstation um die perfekte technische Umsetzung einer Fernsehübertragung für NITRO – die Informationen dazu kaum abreißen. Sie sind dann auch nicht in eine einzige Geschichte zu packen.

Da reklamieren Teilnehmer am diesjährigen 24h-Rennen z.B. nach Beendigung des Rennens vorwurfsvoll in Richtung Motor-KRITIK: Ein moderner GT3 wäre mit den vom DMSB genehmigten Reifen bei den zum 24h-Rennen herrschenden Wetterbedingungen – auch als Fahrer mit einem DMSB-Nordschleifen-Permit - kaum auf der Straße zu halten gewesen.  Was bedeuten würde:

a) die vom DMSB als Sicherheitsvorschriften empfundenen Vorgaben sind ohne jeden Wert.
b) die eingesetzten GT3-Fahrzeuge sind – da außerirdisch – auf einer normalen Rennstrecke, als die auch die Nürburgring-Nordschleife empfunden werden muss, nicht zu fahren.

Wie ich einer anderen Teilnehmer-Information entnehme, wurden die Teams nach dem Re-Start des 24h-Rennens (lt. Ausschreibung) am Morgen des 27. September mit einer Lautsprecher-Durchsage darauf aufmerksam gemacht, dass jeder Fahrer – auch bei einem verkürzten 24h-Rennen – die 15-Runden-Regel (lt. Ausschreibung) einzuhalten hätte.

  • Nur der Veranstalter hatte wohl das Recht, das 24h-Rennen um 9,5 Stunden zu kürzen!

Was aber – ebenfalls nach einer aktuellen Teilnehmer-Aussage gegenüber Motor-KRITIK - nicht erforderlich war, weil zum Zeitpunkt des Abbruchs auf der Nordschleife nur im Bereich des Streckenabschnitt „Bellof-S“ so eine Art von Nebel auftrat, der eine Anpassung durch eine entsprechende Fahrweise erfordert hätte.

Es gab aber noch ein zusätzliches Problem für manche Fahrer:  Es waren beim 24h-Rennen vom Veranstalter auch Doppelstarter zugelassen, die es – bei den wenigen Rennstunden – schwer machten, in zwei Fahrzeugen je 15 Rennrunden zu absolvieren. - Weil man vorab den Zeitpunkt und die Dauer der Rennunterbrechung nicht kennen konnte.

Es gab andererseits aber auch Fahrer, die mit dem 24h-Rennen am Nürburgring nicht ausgelastet schienen und am gleichen Wochenende auch in Zandvoort/Holland am Start waren. Wie man den jeweiligen Ergebnislisten entnehmen kann, sogar auch erfolgreich.

Feststellung von Motor-KRITIK: Das 24-Stunden-Rennen scheint in unseren „modernen Zeiten“ ein Format zu sein, das als Basis-Motorsport nicht mehr so recht in die aktuelle Entwicklung des Motorsports – hin zum SIM-Format (vom DMSB als „echter Motorsport“ anerkannt) – zu passen scheint.

Genauso wenig – das ist mein Eindruck – wie GT3-Sportwagen auf eine Natur-Rennstrecke wie die Nürburgring-Nordschleife bei regennasser Strecke zu gehören scheinen. Mit der entsprechenden Aerodynamik ausgestattet, eignen sie sich offensichtlich besser zum (ab-)fliegen!

Nachdem der DMSB den digitalen Motorsport kraft seines Amtes zum „echten Motorsport“ - wie schon erwähnt – deklariert hat, täte er gut daran, 24-Stunden-Rennen nur noch auf dem Computer - bei schönstem Wetter! - zu genehmigen, zumal dann auch Fahrerwechsel bei normaler Zimmertemperatur problemloser durchgeführt werden könnten.

Die Fahrer könnten auch problemloser an mehreren Rennen gleichzeitig teilnehmen. - Und das  unberührt von Corona-Auflagen, auf allen Rennstrecken der Welt, ohne Reise-Stress und -Kosten.

Die Frage wäre nur: Wen interessiert das dann noch? - Die Sponsoren dann noch weniger!

MK/Wilhelm Hahne
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Nachlese: „Wunderbarer Bericht vom 15h Rennen“?

Einer meiner Leser, der meine Berichterstattung oft mit kritischen Anmerkungen begleitet, war von meiner Geschichte aus Anlass des 24h-Rennen ganz begeistert. - Andere waren es weniger. - Nicht immer weil sie anderer Meinung waren, sondern weil sie nur eine Meinung – entsprechend ihrem Abhängigkeitsverhältnis – äußern durften.

So habe ich z.B. die offizielle Veröffentlichung eines Porsche-Teams mit Interesse – und einem Schmunzeln – gelesen. Wenn man den Teameigner kennt, spürt man, dass hier „mit gebremstem Schaum“ am Text gearbeitet wurde.

Da sind die Äußerungen der Lebensgefährtin dieses Mannes „erdiger“, an der Real-Situation orientiert. Es kommt dort auch ein gewisses Unverständnis für die Entscheidungen der Rennleitung zum Ausdruck, die am Ende des 24h-Rennens, das keines war, sich dann auf Artikel 8.7.1 der Ausschreibung – zu einem 24h-Rennen! - bezog und eine Reihe von Teilnehmern als „DNC“ = nicht klassifiziert (Dit not classify) wertete, weil ein Fahrer der genannten „Vierer-Teams“ nicht die in der Ausschreibung geforderten 15 Runden in dem auf 14,5 Stunden verkürzten Rennen gefahren waren.

In Artikel 8.7.1 der Ausschreibung heißt es:

„Alle genannten Fahrer müssen mindestens 15 Rennrunden zurücklegen. … Erfolgt die Abmeldung des Fahrers bei einer verbleibenden Renndauer von weniger als 4 Stunden, kann das betreffende Fahrzeug nicht gewertet werden.“

Das Siegerfahrzeug legte in diesem Jahr innerhalb der Gesamt-Zeitspanne von 24 Stunden (bei 9,5 Stunden „Ruhezeit“) exakt 85 Runden zurück. Zum Vergleich sei hier die Rundenzahl des 24h-Siegers von 2019 am Nürburgring erwähnt: 157 Runden.

Mir war beim Schreiben meiner Geschichte zum 24h-Rennen 2020 schon aufgefallen, dass beim Siegerteam ein Fahrer im offiziellen Endergebnis nicht genannt wurde, der aber mit in der Nennung genannt war: Philipp Eng aus Österreich. - Das siegreiche BMW-Team hatte ihn rechtzeitig abgemeldet! - Durch Abmeldung vorn!

Die war z.B. bei der #30, einem „Frikadelli“-Porsche, nicht erfolgt, so dass das Fahrzeug unter „DNC“ (= nicht klassifiert) in der offiziellen Ergebnisliste aufgeführt wird, weil der 4. Fahrer – bezogen auf Artikel 8.7.1 - drei Runden zu wenig gefahren hatte. Eine aufmerksame und fachlich versierte Beobachterin empfand das vor Ort Erlebte so:

...“Wenn man sich überlegt, welches Risiko man unter diesen schwierigen Bedingungen eingegangen ist, bin ich so was von enttäuscht! Als Kundensport kann man das sicher nicht bezeichnen, zumal man an dem Wochenende von dem selben Geldbetrag ein schönes großes Haus hätte bauen können“…

Insgesamt acht Teams sind im „Official Result Race“ unter „DNC“ nicht klassifiziert. Im „Provisional Result Race“ waren es noch ein paar mehr. Die haben dann aber in die Sparte „Klassifiziert“ zurück gefunden. - Warum? - Unbekannt!

In der Ausschreibung zum 24h-Rennen, das in der Kategorie „National A/NEAFP“ durchgeführt wurde, wird übrigens darauf hingewiesen, dass deren Text „urheberrechtlich geschützt“ ist. So können Details daraus auch „ nicht ohne schriftliche Genehmigung“ zitiert werden. - Auch nicht im Kölner Karneval! - Wenn es oben im Text doch wenige Zeilen waren, so sollte dieses Mini-Zitat dem Verständnis der Leser dienen!

Im nächsten Jahr – in 2021 - wird man sicherlich einige der so präzise – aufgrund eines feinsinnigen Textes – verurteilen Teams sicherlich nicht mehr als Starter beim 24h-Stunden-Rennen am Nürburgring finden.

Vielleicht besuchen die dann – wie auch der Schöpfer meiner Titelzeile – zum Renntermin eine andere Rennstrecke dieser Welt. Mein Leser war z.B. am „Roßfeld“ (bei Berchtesgaden), wo er die Stelle aufsuchte, an der Lodovico Scarfiotti am 8. Juni 1968 beim Training zum dort durchgeführten Bergrennen den Tod fand. - Er war ein Enkel jenes Mannes, der 1899 in Turin den Automobilhersteller FIAT mit begründete und einer der erfolgreichsten Sportwagen-Rennfahrer seiner Zeit.

Wer spricht in 52 Jahren noch von den Siegern des 24h-Rennens 2020 und dem dort im Endergebnis „verloren gegangenen“ vierten Mann beim Gesamtsieger?

MK/Wilhelm Hahne
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ADAC 24h: Ein Rennen – eine Demo – eine Comedy?

Wer dieses 24h-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife schon seit seiner Entstehungsphase kennt, wer selbst ein dutzendmal bei den unterschiedlichsten Wetterbedingungen bei dieser Veranstaltung unterwegs war, der hat – vielleicht – eine andere Sicht auf die diesjährige Veranstaltung als ein Fahrer der Neuzeit, der nicht versteht, dass sich ein GT3 bei solchen Wetterbedingungen – wie es sie tatsächlich gab – auf der Nürburgring-Nordschleife nicht mehr so fahren lässt, wie auf einer „Retorten-Rennstrecke“ bei Sonnenschein, der sich darüber beklagt, dass er die speziellen – vom DMSB „bis auf den Punkt“ überwachten – Rennreifen nicht mehr „ins Temperatur-Fenster“ bringen konnte. - Aber für mich ist durchaus verständlich, wenn Porsche – unter dem Namen „Manthey-Racing“ - seinen Werkswagen zurück zog. - Wegen Corona? - Drei Porsche-Mitarbeiter waren lt. einem Schnelltest in Le Mans vom Virus befallen – wurden als „positiv“ getestet. - Am Mittwoch vor dem Rennen wurden sie dann in Deutschland mit dem Ergebnis „negativ“ geprüft. - Zu spät, um „Grello“ noch einzusetzen. - In der Praxis eine Menge Geld gespart! - So war nicht nur dieses 24h-Rennen vor Beginn etwas eigenartig! - Auch die Rennunterbrechung machte nachdenklich. - Aber der Veranstalter fühlte sich wohl den wenigen Zuschauern verpflichtet, die um 23 Uhr die Tribünen verlassen mussten. Entsprechend dem genehmigten „Hygienekonzept“. - Es gibt für alles (k)eine Erklärung! - Da sei doch die Frage erlaubt:

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Vor dem 24h-Rennen: Goodyear macht DMSB lächerlich!

Für „alte Hasen“ auf der Nürburgring-Nordschleife gab es schon vor Jahrzehnten die These:

„Im Zweifelsfalle Slicks!“

Heute, zum Top-Qualifying des morgen durchgeführten 24h-Rennens – Start 15:30 Uhr – war die Strecke feucht, mit abtrocknendem Charakter. Die Fahrzeuge hatten insgesamt drei Runden zurück zu legen. Eine zum Angewöhnen, eine zum Herantasten, eine, um richtig schnell zu sein.

Da spielt der Reifen natürlich eine große Rolle! - Interessant war, dass das Land-Team beim Audi mit der # 29 auf Slicks setzte. Der wurde aber dem Fahrer „von oben“ verordnet. - Ein Unding! - Es gibt ein ungeschriebenes Gesetz – das wie andere im Motorsport – längst von „Motorsport-Beamten“ als überholt empfunden wird: Der Fahrer bestimmt die Reifenwahl! -  Computer-Berechnungen schreiben inzwischen dem Fahrer vor, was er zu nutzen hat.

Die Start-Nr. 29 hat nach der „Einführungsrunde“ auf Regenreifen umbereift. Weil das dem Gefühl des Fahrers entsprach. - Ein einziger konnte aufgrund des passenden Angebot des von diesem Team favorisierten Reifenherstellers Goodyear, auf einen Reifen setzen, der Slick-ähnlich, nur ein paar wenige „Einschnitte“ aufwies, die eigentlich nicht dazu da sind, Wasser abzuführen, sondern die Reifentemperatur „oben zu halten“ (weil der Reifen sich so warm „arbeiten“ kann). Und Luca Ludwig hat das Goodyear-Angebot genutzt! - Mit einem Ferrari 488 des „Octane-Teams“.

Das ist eigentlich – aus meiner Sicht – ein Schlag in die Auftragsarbeit (?) von Veranstalter und Sportbehörden. Man hatte diesen Ferrari in diesem Jahr nicht nur um einen NLS-Gesamtsieg gebracht, weil einer (von vier!) Reifen – von Goodyear! - nicht exakt gezeichnet war. - Was eigentlich nur beweist, dass ein Technischer Kommissar lesen und schreiben kann. Aber – bei einem Sportgerichtsverfahren – kam man beim DMSB, einem vom ADAC bestimmten e.V., zu der Feststellung:

„Denn allein die Verwendung nicht vorschriftsmäßig gekennzeichneter Reifen stellt einen technischen Verstoß dar, für welchen die Disqualifikation als Regelstrafe angemessen ist.

Auf die Frage, ob ein Wettbewerbsvorteil vorliegt, kommt es nicht an.“

Das komplette Urteil in Schriftform finden Motor-KRITIK-Leser im Anhang zu diesem Telex. Aber auch noch eine Änderung der BoP, zu der die Fachleute beim ADAC Nordrhein gefunden hatten, nachdem sie vorher bei Prüfstandsmessungen einen Fehler gemacht hatten. - Man sollte diese Herren – s. Urteil des DMSB – doch einfach disqualifizieren. Weil sie schon die Arbeit, die sie – gegen gute Entlohnung – übernommen haben, eigentlich disqualifiziert. - Wo gibt es – außer im Motorsport – eine „Balance of Performance“, ein Passendmachen, bei dem der Beste auf das Niveau des Schlechtesten gebracht wird?

2016 hatte Mercedes (AMG) die Fachleute des ADAC Nordrhein „an der Nase herum geführt“ und wurde nicht bestraft, obwohl ein „Vergehen“ im Nachhinein nachgewiesen wurde. In Spa wurde es sofort – vor dem Rennen - entdeckt und geahndet! - In Deutschland wird das Vergehen von Premium-Herstellern eigener Nationalität gegen irgendwelche „Verordnungen“ nicht bestraft.

Da wird bei der VLN mit angeschlossenem Computer das Einsatzfahrzeug (ein Turbo!) gestartet. Da gab es Einsatzfahrzeuge, deren Steuergerät – zum Schutz vor zu hohen Temperaturen? – im Beifahrerraum „herum baumelten“. Da wurde bei einem letzten Tankstopp noch schnell ein Computer angeschlossen. Da wurde schon mal beim letzten Tankstop – auch beim 24h-Rennen – ein Reserverad von zwei Monteuren(!) zum Fahrzeug getragen und auf der Beifahrerseite montiert - Und niemand hat‘s gemerkt?

  • Wer lesen kann, ist nicht verpflichtet da genau hin zu schauen!

Mich persönlich freut, dass sich beim Qualifying ein Ferrari aus der Schweiz vor eine Reihe von werksunterstützten GT3 deutscher Premium-Hersteller in die erste Startreihe stellen konnte! - Es wäre zu wünschen, dass das so eine Art von „Friday for Future“ im Motorsport war.

MK/Wilhelm Hahne

PS: Mich beruhigt übrigens auch, das ein Christian Menzel – dieses Mal als Kommentator bei NITRO - das neue „Top-Qualifying“ zum 24h-Rennen nicht verstanden hat. - Das macht auch das Unvermögen von machtbesessenen Sport-Funktionären deutlich! - Der Zuschauer ist beim diesjährigen 24h-Rennen praktisch nicht vorhanden, man hat ihn aber auch als „Kunden“ nicht begriffen und wahrscheinlich vergessen!

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WTCR & Hyundai: Kleiner – unübersehbarer – Eklat!

Bisher war nur „Glut unter der Asche“. Nun wurden gestern erstmals bei einem motorsportlichen Wettbewerb Differenzen zwischen Teilnehmern, Sport-“Behörden“ und Promoter deutlich:

  • In der WTCR haben zwei Hyundai-Kunden-Teams ihre Nennung zum WTCR-Lauf im Rahmen des 24h-Rennens am Nürburgring (= 4 Fahrzeuge) zurück gezogen und so wird – nachdem dieser sachlich begründete Rückzug nicht ohne Gesichtsverlust der „Behörden“ aus der Welt zu schaffen war, die Starterzahl beim Rennen um 20 Prozent reduziert.

Hyundai fühlt sich benachteiligt, kritisiert die BoP (Balance of Performance), die beim Hyundai in dieser Saison die vorher von 100 Prozent auf 97,5 Prozent gedrosselte Motorleistung auf 95 Prozent senkte und dazu führte, das der Gesamtsieger 2019, Norbert Michelisz (36) mit seinem Hyundai N TCR z.B. beim Saisonauftakt – auch mit dem Hyundai N TCR - rd. um 1 sec langsamer war als der Pole-Sitter.

Außerdem ist für 2020 in dieser Serie neu ein Einheits-Steuergerät vorgeschrieben. Alfa Romeo, Audi und Renault haben es – natürlich – rein zeitlich nicht geschafft, dieses Einheits-Steuergerät zu verbauen, dürfen nun mit einer Ausnahmegenehmigung „ihr altes“ benutzen, müssen aber ein Zusatzgewicht mitführen.

Nun agieren bei Hyundai eigentlich keine „Jammerlappen“. Man fühlt sich benachteiligt, als „nicht willkommen“ behandelt. - Weil man ein koreanischer Automobilhersteller ist?

Der ADAC Nordrhein hat – bevor es bei „seiner Veranstaltung“ zum Eklat kam – auch etwas zu Hyundai auf seiner Internetseite veröffentlicht:

„Emotionen und leidenschaftliches Engagement – darum geht es bei Hyundai’s vielfältigen Kooperationen mit starken Partnern auf nationaler und internationaler Ebene. Seit 1999 ist Hyundai offizieller Partner aller FIFA™ -Weltmeisterschaften; seit 2017 durch die Kooperation mit sporttotal.tv auch als Förderer des Amateurfußballs in Deutschland aktiv. Familien stehen bei der Partnerschaft mit dem LEGOLAND® Deutschland Resort im Vordergrund. Ebenso wie bei der Zusammenarbeit mit der Caritas, die in 14 Jahren Zusammenarbeit bereits über 140.000 hilfsbedürftige Familien und Kinder in 75 Projekten erreicht hat. Auch im Motorsport ist Hyundai aktiv. Hyundai ist auch in diesem Jahr offizieller Partner des ADAC Zurich 24h-Rennen am Nürburgring. Das im bayerischen Alzenau ansässige Hyundai Motorsport Team startet mit dem Hyundai i20 WRC in der World-Rallye-Championship und peilt in der neuen Saison wieder zahlreiche Podiumsplätze an.“

Und es gibt inzwischen auch zu dem „Vorfall“ am Nürburgring eine offizielle, gemeinsame  Erklärung von FIA, WSC und Eurosport Events, nachdem sich Hyundai vom „FIA WTCR Race of Germany“ am Nürburgring zurück gezogen hat. - Ich habe diese Erklärung ins Deutsche übersetzt und füge sie hier ein:

„Der FIA-, WSC- und WTCR-Veranstalter Eurosport Events Limited (EEL) bestätigt die Entscheidung der Hyundai Motorsport-Kundenteams, sich vom FIA WTCR Race of Germany zurückzuziehen. Alle drei Parteien sind sich in ihrem Auftrag einig, einen fairen Wettbewerb für alle Teilnehmer aus sportlicher, technischer und werblicher Sicht zu bieten und eine Plattform für gleichberechtigte Wettbewerbe zu schaffen.
EEL, FIA und WSC freuen sich auf einen kontinuierlichen und konstruktiven Dialog mit den Kundenteams von Hyundai Motorsport. Gleichzeitig liegt der Schwerpunkt auf der Durchführung eines erfolgreichen WTCR Race of Germany auf der legendären Nürburgring Nordschleife vom 24. bis 26. September.“

Weniger kann man wirklich nicht mit mehr Worten sagen! - Die Motor-KRITIK-Einstellung zum Thema BoP, Einheitsreifen, Standzeiten und all‘ die als Sicherheitsmaßnahmen getarnten Willkür-Maßnahmen der Sport-“Behörden“ ist bekannt. Sie wird mit diesem „Vorfall“ noch mal bestätigt.

MK/Wilhelm Hahne
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