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Robert A. - "Bob" Lutz: Unvergessen, unverstanden!

„Bob“ Lutz feierte zwar schon am 12. Februar seinen 90. Geburtstag, aber auch Ende März sind immer noch Geschichten über ihn erschienen, die diesen Geburtstag zum Anlass nehmen, über sein Buch „Idole und Idioten“ zu schreiben, das aber bereits 2014 erschienen ist und in dem „Bob“ Lutz, ein gebürtiger Schweizer, z.B. auch etwas über einen seiner Lehrer schreibt. Aber darüber wird jetzt kaum geschrieben, sondern mehr über das, was dann der jeweilige Journalist gerne zitiert, weil es ja die Aussagen eines anderen, über die „Idioten“ in der Automobilindustrie sind. - Das ist ohne jedes Risiko für ihn selbst! - Dabei hat es diese „Idioten“ wirklich gegeben! - Es gibt auch heute noch solche!

Es gab auch bei den ersten Rezessionen des Buches – damals 2014 – schon mal die Feststellung, dass man gerne auch mal kritische Anmerkungen zu seinem eigenen – zu „Bobs“ Leben – gelesen hätte und nicht nur „Enthüllungen“ über andere „Führungspersönlichkeiten“.

Es ist in diesem Buch z.B. aber auch zu lesen:

„Ich war zu ehrgeizig, zu sprunghaft, zu unberechenbar, zu undiplomatisch und neigte viel zu stark dazu, im falschen Moment das Falsche zu sagen.“

Aber das ist wohl überlesen worden. - Welcher Mensch - auch Journalisten sind Menschen - ist schon vollkommen? - Ich finde auch interessant, dass ich nichts gefunden habe, was die Erlebnis-Schilderungen von „Bob“ Lutz in seinem Buch bestätigt. Höchstens mal den Hinweis, dass die Buchbesprechung auf einer Buchversion beruht, die nicht mehr erhältlich ist? - Wurde also die erste Übersetzung noch einmal übersetzt? - Wurde eine moderne, zeitgemäße, angepasste Form gesucht?

„Bob“ Lutz war eigentlich auch – wie andere, die er beschrieben hat – ein normaler Mensch. Aber zur richtigen Zeit immer in der richtigen Position. Bei Ford, bei BMW, bei Opel, bei GM, bei Chrysler. Er hat dabei nichts verdrängt, sondern aus allem gelernt. Sonst hätte er es auch für mögliche Leser später nicht so präzise beschreiben können. - Aber „so etwas macht man heute nicht mehr“! -

Sucht man im Internet nach Details aus seinem Leben, die – z.B. mir – aus eigenem Erleben bekannt sind, dann gibt es schon mal Lücken in seiner Biographie. Ich kann mich z.B. erinnern, ihn bei Ford in Köln schon erlebt zu haben, als auch Jochen Neerpasch bei Ford war. Es wird wohl aber darüber geschrieben, dass Jochen Neerpasch von „Bob“ Lutz von Ford zu BMW geholt wurde, als „Bob“ Lutz dann bei BMW – wie ich aktuell lesen konnte – dort „Marketing“-Chef wurde. Aus meiner Sicht war er „damals“ Vertriebschef! - Das war eine Zeit, in der nur wenige Marketing-Spezialisten ein Teil der Vertriebsabteilung waren. Heute überwuchert das Marketing mit einer übergroßen eigenen Abteilung jeden Vertrieb! - Aus meiner Sicht eine „ungesunde“ Entwicklung!

In seiner ersten Ford-Zeit trug „Bob“ Lutz einen „Sturzhelm“ beim Motorradfahren – auch so etwas „Verrücktes“ hat er gemacht - den ich einem anderen Ford-Vorstandsmitglied, der mich um meine Meinung bat, empfohlen hatte. Es sollte nach Wunsch von „Bob“ Lutz ein „leiser Helm“ sein. Wie selbstverständlich ist er wohl davon ausgegangen, dass alle Motorradhelme im Hinblick auf die Sicherheit gleich sind. - Was natürlich nicht stimmt!

Bei BMW hatte er nicht nur die Idee, die Motorradentwicklung nach Spanien zu verlegen, weil das Wetter dort weitaus bessere Testmöglichkeiten bot, als sie in München vorhanden waren. Lutz hat „damals“ auch dafür gesorgt, dass ich ein BMW-Motorrad zum Testen erhielt, was mir vorher von der Münchner Presseabteilung abgelehnt worden war.

Später - wieder bei Ford – hat mir „Bob“ Lutz dann – in einem „vertraulichen Gespräch“ -  vorgeschwindelt, dass er neben dem Foto seiner damaligen Freundin, auch immer das Foto eines noch geheimen neuen Ford-Modells in seiner Brieftasche tragen würde.

Wie ich dann festgestellt habe, hatte er dieses Märchen auch anderen „wichtigen“ Motor-Journalisten erzählt – und durch Zeigen bestätigt!. „Bob“ Lutz wusste also auch immer, was er zu tun hatte.

Aber recht hat er auch, wenn er über seine damaligen Chefs „böse Wahrheiten“ veröffentlichte, die in diesem Fall der Teil der „Geschichte“ sind, die bis dahin den meisten Menschen verborgen bleiben musste.

  • „Bob“ Lutz beschreibt den „idiotischen Teil“ der „Idiole“ nicht nur klar, sondern auch gut!

Ich kann mich noch erinnern, dass „Bob“ Lutz – mit seiner damaligen Freundin – als Ford Europa-Chef zu einem Kurzbesuch beim Genfer Salon anreiste und die dort anwesenden leitenden deutschen Ford-Mitarbeiter in einer „Frühabstimmung“ (ca. 7:00 Uhr) beschlossen hatten, die mit anreisende Freundin ihres „Über“-Chefs einfach zu „übersehen“. - Chef mit Freundin? - Das ging bei solchen „Spießbürgern“ doch gar nicht!

„Bob“ Lutz kam um 11 Uhr. Ich sehe ihn noch mit wehendem, offenen Mantel auf den Ford-Stand zu eilen, seine Freundin war ein paar Schritte zurück. Aber als sie auch den Ford-Stand erreichte, schienen alle Ford-Mitarbeiter ihre morgendliche Absprache vergessen zu haben. - Die Dame wurde wie eine Dame behandelt. - „Küss’ die Hand, gnäd’ge Frau!“

Typisches deutsches Management! - Das habe ich mir damals gedacht. Da kannte ich mich aus. Darum empfinde ich nicht nur das Buch von „Bob“ Lutz als ehrlich und gut, sondern habe auch „Bob“ Lutz in seinen damaligen Industrie-Funktionen immer als „passend“ empfunden!

Er hat z.B. auch einen Eberhard von Kuenheim (BMW) in seinem Buch gut und richtig beschrieben. Der war z.B. ein Vorstandsvorsitzender, der in seinem Urlaub mit seiner Frau, in einem 7er-BMW selber am Steuer, dann durch Deutschland fuhr, um die Gräber seiner Vorfahren zu besuchen.

Aber das konnte selbst ein „Bob“ Lutz nicht wissen, als er sein Buch schrieb! - Aber ein Mann wie er hat es verdient – lange zu leben!

Herzlichen Glückwunsch zum 90. Geburtstag nachträglich!

Wilhelm Hahne

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Nicht immer real: „Immer wieder geht die Sonne auf“

Bei mir war es heute morgen der Wecker, der mir diese Situation vorspielte, die es in Wirklichkeit nicht gab. Dazu zwitscherten Vögelchen. - So etwas gibt’s heute. Dabei war es um diese Zeit noch dunkel, kein Vogel zwitscherte, denn – es ist Sommerzeit! Aber mein Schlafzimmer wurde in weichem Orange – scheinbar – von der aufgehenden Sonne erleuchtet – die es noch nicht gab. - Aber mir war bewusst, dass das nicht die Realität war.

In meiner Geschichte zum ersten NLS-Lauf habe ich mit vielen Fotos gezeigt, wie schön sich ein Sport darstellen kann und habe mit Worten Kritik an der tatsächlichen Realität geübt. Das kommt bei den Betroffenen – aber auch bei den Fans – nicht unbedingt gut an. Man lebt heute eben gerne nach dem Satz der schwedischen Schriftstellerin Astrid Anna Emilia Lindgren (geborene Ericsson), die in einem Kinderbuch ihre Hauptfigur sagen lässt:

„Ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt!“

Das hat Vielen gefallen. Es gibt heute diesen Satz nicht nur vorgetragen in einer Karaoke-Version, sondern er wird auch von Hauptdarstellern einiger Firmen und Organisatoren vorgelebt. Dabei denke ich dann – weil es auch leicht ist, diesen Zusammenhang herzustellen – an die Verantwortlichen für die NLS-Ausschreibung und die, die eine solche Ausschreibung als „richtig und real“ genehmigen.

Jeder kleine Schauspieler in Politik und Wirtschaft versucht heute durch seine Art des Vortrags eine Welt darzustellen, die es eigentlich nicht gibt, die ihm aber wohl gefällt.

Da muss dann missfallen, wenn ich die neue NLS-Welt als eine von GT 3 und Cup-Klassen bestimmte Welt beschreibe, die eigentlich kaum noch etwas mit einer „Breitensportserie“ zu tun hat, wie sie in der aktuellen Ausschreibung immer noch beschrieben wird.

  • Beim aktuellen 1. NLS-Lauf 2022 wurden  128 Starter (von denen 3 nicht am Start waren) in 23 Klassen gestartet.

Nach der Zieldurchfahrt sah das dann so aus:

  • In 13 Wertungsklassen erreichten 0 – 3 Fahrzeuge das Ziel
  • In   8 SP9 und CUP-Klassen konnte man insgesamt 65 Fahrzeuge zählen.

Was das noch mit dem „Breitensport“ zu tun hat, der mit der ehemaligen VLN einmal dargestellt wurde ist sicherlich nicht erklärbar, wird aber so dargestellt! (s. Astrid Lindgren)

Ein eingeschriebener NLS-Teilnehmer schrieb mir übrigens nach dem Lesen meiner Geschichte zum ersten NLS-Lauf der Saison 2022:

„Ihr aktueller Beitrag NLS 1 spricht mir aus der Seele“...

Ich will meine Leser nicht mit Details langweilen, die sicherlich von den Verantwortlichen der Serie auch kaum begriffen würden, weil die offenbar meinen – wie mein Leser feststellt:

„Ansonsten: die üblichen Durchhalteparolen, alles toll!, tolles Racing, tolle Atmosphäre, tolles Wetter. Ich bin am Samstag ziemlich niedergeschlagen nach Hause gefahren. Übrigens: die Autos sind ja da. (siehe RCN)“

Um dann mit der Feststellung zu enden:

„So kann es jedenfalls nicht weitergehen.“

Ich hätte es nicht klarer formulieren können. - Aber ich habe auch nur einen Wecker, der mir eine Scheinwelt vorgaukelt. - Andere schaffen die sich selber!

MK/Wilhelm Hahne
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Corona/Russland: Bundesrat verlagert das Gewicht!

Die Corona-Pandemie hat ihre Schuldigkeit getan. Die Politik hat nun scheinbar ein neues Druckmittel: Den Russland/Ukraine-Krieg. Da lässt man dann die meisten der bundesweit geltenden Corona-Beschränkungen entfallen. Der Bundesrat hat das am 18. März 2022 beschlossen.

Aber man hat gleichzeitig darauf hingewiesen, dass die Länder bei regionalen Corona-Ausbrüchen weiter auch scharfe Beschränkungen erlassen können. - Man hat die Verantwortung – nach bewährtem Muster – delegiert!

Das war in den einzelnen Bundes-Ländern den meisten verantwortlichen Ministern schon vor dem Bundesrat-Beschluss klar. So sagte der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister, Clemens Hoch (SPD), schon am 14. März, in Kenntnis der Planungen – und Stimmung – in Berlin:

„Ich werde dem rheinland-pfälzischen Ministerrat vorschlagen, dass wir diese Übergangsregel nutzen und unsere aktuell geltenden Maßnahmen im Wesentlichen zunächst bis Anfang April beibehalten. Dieses vorsichtige Agieren halte ich für notwendig und angemessen, um die sehr hohe Dynamik noch genauer einordnen zu können.“

Entsprechend fiel auch eine Einladung des rheinland-pfälzischen Landtags zu einer öffentlichen Sitzung des Innenausschusses am 23. März – also dem folgenden Mittwoch - aus, die am 16. März veröffentlicht wurde..

Hier steht auf Seite 3 – deutlich in Gelb vom Einladenden markiert - was man an diesem Tag – drei Tage nachdem die neuen Bestimmungen des Bundesrates gelten – nun in Rheinland-Pfalz noch aufgrund der insgesamt im Bundesgebiet zunehmenden Corona-Infektionszahlen von den Eingeladenen bei einem Besuch der öffentlichen Sitzung im Mainzer Landtag erwartet wird.

 

Dieses Foto zeigt die Seite 2 der Einladung, der man entnehmen kann, dass an diesem Tag im Innenausschuss - auch - ein Thema behandelt wird, das besonders die Bewohner der Region Nürburgring (aber nicht nur die) interessieren wird. Aber es wird sicherlich kaum so entschieden werden, wie das anderswo – bei ähnlichen Voraussetzungen – zum gleichen Thema schon der Fall war.

Damit meine Leser auch den genauen Termin und Ort der öffentlichen Sitzung des Innenausschusses kennen, füge ich hier auch noch Seite 1 der Einladung ein, die lt. Einladungsschreiben um 14 Uhr am Mittwoch beginnen wird.

  • Tipp: So ist damit zu rechnen, dass in den Abendnachrichten des SWR (19:30 Uhr) etwas zu den Ergebnissen dieser Sitzung zu erfahren ist.

Am Freitag, 18. März, war in Berlin die CDU gegen den neuen Corona-Beschluss, nach dem zum jetzigen Zeitpunkt wichtige Corona-Schutzregeln fallen, weil damit eigentlich nur ein neuer Wirrwarr erzeugt wird.

Es wird interessant sein zu beobachten, wie sich die Partei-Fraktionen am Mittwoch in Mainz zu einem Thema verhalten, das Politiker durch ihre Maßnahmen und Äußerungen in eine bestimmte Richtung – auch bundesweit - angeheizt haben. Es ist aus meiner Sicht genau die Thematik, die die Berliner Politiker veranlasst haben, nun durch ihre „entlastenden“ Beschlüsse in Berlin, das Gewicht auf ein für sie anderes wichtige Thema zu verlagern: Den Russland/Ukraine-Krieg.

In Mainz wird man das wahrscheinlich, weil man z.B. durch die Insolvenz der landeseigenen Besitz-GmbH des Nürburgrings besonders betroffen ist und auch beim überhasteten Verkauf des Nürburgrings an einen nicht solventen Käufer keine gute Figur machte, zu einer anderen Einschätzung kommen, als es von der Öffentlichkeit aufgrund der allgemein geschaffenen Stimmung erwartet werden kann.

  • Dumme Frage: Was soll bei einer erneuten „Störung“ auch aus der nach gut 7 Jahren noch immer nicht abgeschlossenen Insolvenz (in Eigenverwaltung!) werden?

Zum Kaufpreis der gesamten Nürburgring-Anlage stellte mal der Freund des neuen Besitzers, Roman Arkadjewitsch Abramowitsch bei einem Besuch bewundernd fest:

„Dafür erhalte ich in England noch nicht mal einen guten Mittelstürmer!“

Auch die Situation am Flughafen Hahn, die in der jetzigen Form wesentlich von den Fehlleistungen der Politik in Rheinland-Pfalz bestimmt ist, wird eine andere Einschätzung erfahren, als man erwarten sollte. Da wird in der Sitzung am Mittwoch in Mainz wohl mal wieder die unterschiedliche Position von Regierung und Opposition deutlich werden.

  • Ohne dass sich daraus irgendwelche sinnvollen Ergebnisse ableiten lassen!

Wie das halt in der Politik so ist. Politiker müssen eben wie gute Schauspieler sein, die im richtigen Moment die richtigen Texte sprechen. - Damit die Öffentlichkeit applaudiert!

In der kriegerischen Auseinandersetzung sind inzwischen weltweit auch Politiker eingebunden, die mal gute Schauspieler waren! - Die haben Erfahrung!

Wir aber schauen zunächst mal am Mittwoch ins Provinz-Theater nach Mainz! - Das Ergebnis wird wohl kaum zum Singen und Lachen sein! - Karneval war auch schon!

Am Nürburgring hat man am letzten Sonntag – gestern (!) - schon die Richtung für eine Entscheidung der Landesregierung in Mainz – ganz im Interesse des neuen Besitzers - zu einem Teil von TOP 6 am Mittwoch vorgegeben:

„Startklar: Die NLS-Saison kann kommen!“

MK/Wilhelm Hahne
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...“hat es auf der Nordschleife noch nicht gegeben“!

Michael Bork, der Leiter VLN-Sport, hat das über das geplante „12 Stunden Nürburgring“-Rennen am Nürburgring gesagt, das im September 2022 stattfinden soll. Eigentlich denkt er dabei weniger an eine sportliche Veranstaltung, sondern mehr an ein „Event“. Natürlich ist dabei auch noch einiges unklar. - Gibt es darum noch keine Ausschreibung für dieses Rennen?

Wenn man einmal auf der VLN-Internetseite nachschaut – und jeder Interessierte hat dazu die Möglichkeit . dann muss man darauf stoßen, dass es bisher – per heute – für keines der NLS-/VLN- Rennen eine vom DMSB genehmigte Ausschreibung gibt. Es gibt auch – und das per 9. März 2022 – auch immer noch keine genehmigte Serien-Ausschreibung für die Saison 2022. Dabei soll das erste Rennen am 26. März 2022 durchgeführt werden.

  • Warum sollte ein Team ein Wettbewerbsfahrzeug für eine Serie vorbereiten, die es – wenn man es genau betrachtet – nur eventuell geben wird? (Bei dem heute dafür notwendigen Aufwand!)  

Die vielen VLN-Fans zählen inzwischen auf „Facebook“ die Tage bis zum ersten Rennen der Saison rückwärts. Der PR-Chef der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG, Alexander Gerhard, lässt über die „Rhein-Zeitung“ verkünden, dass man sich darauf konzentriert, „dass der Wirtschaftsmotor Nürburgring wieder zum Laufen kommt. Denn davon“, stellt er fest, „profitiert die ganze Region“.

    • Plaudertaschen unter sich? - Und die Fans klatschen Beifall! - Politiker-“Speech“?

In der „Rhein-Zeitung“ wird auch beklagt, dass die CDU-Opposition im rheinland-pfälzischen Landtag wahrscheinlich moralische und wirtschaftliche Interessen miteinander verquickt, wenn sie am 23. März 2022 – also in wenigen Tagen – im Innenausschuss des Landtages erfahren möchte, welche Auswirkungen der russische Angriffskrieg in der Ukraine auf die wirtschaftliche Situation am Nürburgring hat.

Zunächst mal – meint Motor-KRITIK – wird die allgemeine Situation zu einer Verunsicherung beitragen. Darum gab es auch von mir – und das rechtzeitig – eine Anfrage zur aktuellen Situation – bei der rheinland-pfälzischen Landesregierung. (Die Antwort findet man in einer Motor-KRITIK-Geschichte vom 24. Februar) Darum ist für mich unverständlich, dass man dieser allgemeinen Verunsicherung nicht mit dem Verweis auf Ergebnisse von eigenen Vorarbeiten gegensteuert, sondern nur Triviales absondert.

So ist für die VLN-Langstreckenserie, die aktuell wohl unter der Bezeichnung „NLS“ (Nürburgring Langstrecken-Serie) vermarktet werden soll, die vorbereitende – sicherlich harte Tagesarbeit – wohl vergessen worden. Man hat sich – s. Leiter VLN-Sport – gleich der „Kür“ gewidmet, die aber für die Teams noch genauso unsicher ist, wie alle Rennen der VLN-/NLS-Serie in 2022.

  • Es gibt per heute keine vom DMSB genehmigte Ausschreibung für keines der geplanten Rennen!
  • Es werden bis heute zu keinem dieser Rennen von den Veranstaltern Nennungen entgegen genommen!

Darum habe ich in diesen Tagen einmal beim DMSB nachgefragt, wann denn mit einer  Genehmigung der „vorläufigen“ Ausschreibung, seit 3. Januar 2022 im Internet, wohl zu rechnen sei. Darauf antwortet der DMSB mir u.a.:

...„Die Bearbeitung des NLS-Reglements nimmt beim DMSB schon aufgrund seiner Komplexität tatsächlich etwas mehr Zeit in Anspruch. Nach Rücksprache mit den Kollegen ist der Prozess aber inzwischen kurz vor dem Abschluss. Die Bearbeitungszeiten werden außerdem durch den erhöhten Arbeitsanfall zu Jahresbeginn beeinflusst –  auch im vergangenen Jahr dauerte dieser Prozess deshalb ziemlich lange, die Genehmigung erfolgte am 5.3.21.“…

Erstaunlich, dass zu VLN-Zeiten, als die VLN-Serie noch eine echte Breitensportserie war – und wohl weniger „komplex“ – eine Ausschreibung für die nächste Saison schon jeweils im November verfügbar war.

Damit meine Leser die Verantwortlichen für die aktuelle „komplexe“ Ausschreibung-Situation  kennen, habe ich hier einmal den aktuellen „Sport Organisation Chart Nürburgring-Langstrecken-Serie“ eingefügt und auch einen Screenshot von gestern, mit dem ich nachweise, dass aktuell noch keine Nennung für eine Serie angenommen wird, dessen erstes Rennen am 26. März 2022 durchgeführt werden soll.

  • Ob eigentlich die Sponsoren und „Bezahlfahrer“ diese Situation der Serie kennen, für die sie  bereits Verträge unterschrieben – und evtl. auch schon Zahlungen geleistet - haben?  

Die aktuelle Situation per heute ist so, wie sie der Leiter VLN-Sport – in einem anderen Zusammenhang - richtig beschrieben hat:

„So etwas hat es auf der Nordschleife noch nicht gegeben!“

Das gibt es tatsächlich erst in Verbindung mit einer neuen Organisation, die von großen Events träumt und darüber die Vorarbeiten für eine ganze Rennserie vernachlässigt! (s. Chart)

MK/Wilhelm Hahne
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Opel-Zuverlässigkeit nun mit „Sternen besetzt“?

Die Marke Opel ist auch nach der Übernahme durch Citroen/Peugeot (Groupe PSA) im Jahre 2017 als Marke erhalten geblieben. Dieser Marke war vorher eine bestimmte Käuferschicht eigentlich lebenslang treu. In Rüsselsheim konnte man fast sicher sein, dass z.B. ein Opel Ascona-Besitzer nach dem „A“ auch einen „B“ und dann einen „C“ kaufte. Auch der Opel-Rekord hatte eine treue Käuferschicht, obwohl der Nockenwellenantrieb (damals mit „Novotex“-Räder benannt) des 1,9-Liter-Motors in den 60er Jahren schon mal – so um 60 – 80.000 km - Ärger machte.

Opel hatte sogar das „Problem“ (!) zur Zeit des „Kadett“, mehr „Rekord“ zu verkaufen als den eigentlich preislich günstigeren „Kadett“, der mal als Konkurrenz zum „Volkswagen“ entwickelt worden war. - Die ursprüngliche Produktionsstätte des „Kadett“ – in Bochum – ist schon lange Vergangenheit – und ausgelöscht!.

Opel war – und ist – aber eine Automobilmarke mit einer Vergangenheit, in der auch für die Marke mit einer gewissen Berechtigung mit dem Slogan geworben wurde, „Opel – der Zuverlässige“.

Inzwischen ist Opel zu einer von 14 Marken im Stellantis_Konzern geworden, schreibt wieder „schwarze Zahlen“, auch dank der Nutzung von Synergien, die sich aus der Möglichkeit ergibt, Teile einer anderen Marke mit zu nutzen und so insgesamt größere Stückzahlen zu erreichen. So werden die Kosten dann auch reduziert.

  • „Stellantis“ ist übrigens eine Wortschöpfung, die aus „stellare” (lat. = „mit Sternen besetzen“) entstand. (Darum auch der – vielleicht – zunächst unverständliche Titel zu dieser Geschichte.)

Eine Kostensenkung ist allerdings auch durch eine „intelligente“ Konstruktion möglich, was sich dann – z.B. beim Motor – in der Verwendung von weniger Teilen ausdrücken kann (z.B. Porsche-Wasserboxer gegenüber luftgekühlter Version), aber auch durch Verwendung von preisgünstigeren Teilen.

Ich erinnere mich noch sehr gut – aber das ist Jahrzehnte her – dass mir ein Dr. Reitzle, damals noch in BMW-Diensten, während einer Schiffsreise auf der Donau mir auf meine entsprechende Frage antwortete:

„So lange ich bei BMW bin, wird es keine Motoren mit Zahnriemen geben.“

Nun liegen zwischen einem Zahnriemen, wie er zunächst von Glas (erinnern Sie sich noch an den Glas 1004 1962?) verwendet wurde und einem Zahnriemen von heute kleine Welten. Die Gründe für seine konstruktive Verwendung in Serienmotoren sind aber damals wie heute die gleichen:

  • Sie sind kostengünstiger und leiser als eine langlebigere Steuerkette!

Inzwischen sind die Zahnriemen bei modernen Motor-Konstruktionen aber noch leiser geworden:

  • Die Zahnriemen laufen inzwischen – in einigen Motoren – auch in einem Ölbad!

Da schüttelt ein alter Motor-Journalist den Kopf. - Unglaublich! - Aber wahr! - So sind z.B. alle Peugeot-Motoren des Typs EB2 - die 1,2-Liter Benziner - so ausgerüstet, wie sie auch – und damit schließt sich der Kreis – z.B. in einem Opel Crossland eingebaut werden. Das führte in der Vergangenheit nicht unbedingt zur Zufriedenheit der Besitzer dieser so ausgerüsteten Opel-Fahrzeuge. (Nachfolger des Opel-Meriva)

Man registrierte oft einen nachlassenden Öldruck und es gab teure Reparaturen, die dann wohl auch dem Hersteller auffielen, so dass es hier auch Rückrufaktionen gab. - Aber nicht jeder Opel Crossland-Besitzer - gerade die Käufer von Gebrauchtfahrzeugen - hat das mitbekommen. Da wurde dann jeweils nicht nur der Zahnriemen erneuert, der sich – oder Teile davon – im Öl aufgelöst hatten. Es musste dann auch eine Motorreinigung, bis hin zur Ölwanne erfolgen.

  • Manchmal wurde „falsches Öl“ als Grund vorgeschoben. - War das wirklich ein Grund?

Continental liefert inzwischen seit Mitte 2020 einen verbesserten Zahnriemen für die Motoren, deren Verbindung zwischen Kurbel- und Nockenwelle(n) im Ölbad laufen.

  • Der Zahnriemen mit der Bezeichnung CT1188 wurde zu diesem Zeitpunkt – mit verbesserten  Materialeigenschaften  - durch den vom Typ CT1228 ersetzt.

Ob nun ein Opel Crossland (oder auch ein Peugeot 2008) zuverlässiger geworden ist, kann ich hier in Motor-KRITIK nicht verbindlich sagen. Aber es sollte schon eine Verbesserung erzielt worden sein.

Bei Continental werden inzwischen auch Zahnriemen für Antriebe im Ölbad gefertigt, die z.B. die kleinen Zahnräder zum Ausgleich von Ausgleichswellen ersetzen sollen. - Weil das billiger ist!

So strebt der Verbrennungsmotor, der mal – von heute aus rückblickend betrachtet – hohe Laufleistungen ohne größere Reparaturen erreichte, nun ziemlich modern, aber einem „Todeszeitpunkt“ entgegen, wie er von einigen Herstellern und Politikern verkündet wird. - Und wird krank und kränker!

Ich wollte hier in Motor-KRITIK nur daran erinnern, dass man als Käufer eines neuen Automobils mit Verbrennungsmotor  sich auch heute noch vor dem Kauf über konstruktive Details eines solchen Motors informieren sollte. - Auch, wenn sie nur schwer zu finden sind!

Es gibt heute – leider – auch nur noch relativ wenige Verkäufer, die über Farben und Leasingraten hinaus, die Käufer aus ihrer Erfahrung und technischem Wissen heraus, echt beraten können. - Schade! - Aber wer interessiert sich überhaupt noch für die Technik eines richtigen Motors, der sich heute auch gerne schon mal unter großflächigen Kunststoff-Abdeckungen verbirgt?

Wer muss sich eigentlich schämen?

MK/Wilhelm Hahne
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Ukraine-Konflikt: Ist Rheinland-Pfalz außen vor?

Genau genommen ist es ein Russland-Ukraine-Konflikt. Politiker, die bisher Entscheidungen vor sich herschieben konnten – oder Vorlagen auf dem Schreibtisch von rechts nach links – von denen erwarten nun die Wähler klare Stellungnahmen und Entscheidungen. Sie können – leider – nicht agieren; sie müssen (!) reagieren. Man hört die Ankündigungen der „westlichen Welt“ von vielen, Russland bald „hart treffenden Gegenmaßnahmen“. Sie sind nicht alle unbedingt präzise, aber sie verheißen in ihren z.T. noch schwammig angedeuteten Funktionen, für Russland, für die russische Wirtschaft, für russische Firmen – aber auch russische Einzelpersonen – nichts Gutes.

Da überrascht es nicht, wenn hier aus dem Umland des Nürburgrings, der bekanntlich in Rheinland-Pfalz liegt, an Motor-KRITIK Fragen gerichtet werden, die ich nicht beantworten kann. Aber natürlich verwende ich mich gerne für meine Leser!

So habe ich die Situation, in der sich das Land Rheinland-Pfalz durch die internationale Konflikt-Situation gebracht wurde kurz bedacht und gefunden, dass man in der rheinland-pfälzischen Landesregierung darum dazu auch eine Meinung haben müsse.

Immerhin gibt es hier den amerikanischen (!) Luftstützpunkt Spangdahlem, von dem in den letzten Tagen offiziell erhebliche Bewegungen in der Presse vermeldet wurden. Von da wurden F 15-Kampfjets  nach Rumänien verlegt; da landen „Tarnkappenbomber“, von da werden Truppen ausgeflogen.

Aber auch der (chinesische!) Flughafen-Hahn ist eine Zwischenstation für amerikanische Truppen, die aus dem US-Steuerparadies Delaware in Richtung Osten geflogen werden.

Es ist auch kein Geheimnis, dass auf dem deutschen (!) Flughafen Büchel im Interesse der amerikanischen Regierung von der deutschen Luftwaffe immer noch eigentlich eine veraltete Serie von Jagdbombern geflogen wird, weil nur die über eine Aufhängevorrichtung verfügen, in die die in Büchel lagernden Raketen – auch nicht mehr die jüngsten – eingeklinkt werden können. Es wird kolportiert, dass in Büchel sogar solche mit Atomsprengköpfen gelagert werden.

All’ diese Orte liegen in Rheinland-Pfalz. Da wundere ich mich nicht, wenn mich Eifel-Bewohner besorgt fragen, was denn nun mit dem Nürburgring wird, der sich eigentlich – nimmt man es genau - in russischer Hand befindet. Werden den nun auch Sanktionen der Landes-Regierung treffen?

    • Der Nürburgring bald eine „russische Exklave“?

Natürlich kann ich darauf als Journalist keine präzise Antwort geben. Da muss ich dort fragen, wo man sich – weil man auch die oben geschilderte Situation kennen muss – schon ein paar Gedanken gemacht haben wird.

Also habe ich die Staatskanzlei der Landesregierung von Rheinland-Pfalz in Mainz angeschrieben.

„...nachdem der russische Staatspräsident Putin nach Ansicht – auch – deutscher Politiker das Völkerrecht gebrochen hat, werden überall „Sanktionen“ vorbereitet, die auch einzelne russische Staatsbürger, bzw. die Firmen und ihren Besitz im Ausland betreffen.

    • Hat die rheinland-pfälzische Regierung irgendwelche Sanktionen gegenüber dem russischen Besitzer des Nürburgrings in Planung?

Das ist eine Frage, die von normalen Bewohnern der Eifel an mich herangetragen wurde. Welche offizielle Antwort der rheinland-pfälzischen Regierung darf ich da vermitteln?“…

Exakt 10 Minuten später erhielt ich die automatische (?) Antwort aus der Pressestelle der Staatskanzlei:

„Liebe Kolleginnen und Kollegen,
ich bin zur Zeit nicht im Büro. Ihre Mails werde ich nicht lesen und beantworten können.
In dringenden Fällen wenden Sie sich bitte ...
Hinweis: Bitte beachten Sie, dass Ihre Mail nicht weitergeleitet wird und die Benachrichtigung während meiner Abwesenheit Ihnen nur einmal angezeigt wird!

Mit freundlichen Grüßen“…

Knapp zwei Stunden später ging dann bei mir – trotzdem (!) - folgende e-Mail aus der Staatskanzlei des Landes Rheinland-Pfalz ein:

„Guten Tag Herr Hahne,

ich bitte Sie, diese Frage an die für Sanktionen zuständigen Stellen bei der Bundesregierung und der Europäischen Union zu richten.

Viele Grüße“…

Merke: Die Landesregierung von Rheinland-Pfalz hat zu jeder Situation immer eine klare Antwort!

Diese Reaktion passt gut zum bisher wahrgenommenen Verhalten der Landesregierung. Man drückt sich nicht um eine Antwort! - Man verweist auf die Verantwortlichkeit einer anderen Regierung! - Man delegiert!

  • Hat man von Ex-Landrat Dr. Pföhler dazu gelernt?

Dumme Frage, die sich aus diesem Verhalten ergibt: Löst man so Probleme oder gar Konflikte?

MK/Wilhelm Hahne
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„Don’t Stop Me Now“: Soundtrack zur Transformation?

Ola Källenius wurde von einer Jury des „manager magazins“ u.a. „für die entschlossene und beispielhafte Transformation von Daimler, deren Erfolge sich dieses Jahr in hohen Gewinnen und steil ansteigenden Aktienkursen zeigen“, zum Manager des Jahres gewählt. Er hatte – so ist im „manager magazin“ (12/2021) zu lesen, eine „Großbaustelle“ übernommen. - Zitat aus „mm“:

„Während Tesla mit seinem elektrischen Model 3 die Massen begeisterte, stand Källenius bei der wichtigsten Zukunftstechnologie fast blank da.“

Inzwischen hat Ola Källenius „blank gezogen“ und nach Daimlers erstem Elektro-SUV, dem EQC, der intern – lt. „manager magazin“ – „als totales Desaster“ galt, nun den Mercedes EQS präsentiert, den er aber selber nur ab und an mal fährt.  - Wenn es sich nicht vermeiden lässt? - Bei „manager magazin“ wird das so beschrieben:

„Ola Källenius nutzt als Dienstwagen eine S-Klasse, tauscht sie nur gelegentlich gegen einen EQS aus dem Fuhrpark. Er führe lieber elektrisch, sagt er, aber die Nachfrage ist zu hoch, und auch da ist er konsequent: ‚Wir haben beschlossen, zuerst die externen Kunden zu bedienen.‘ Sobald sich die Situation normalisiere, werde er sich auch einen EQS bestellen.“

Es ist kein Geheimnis, dass in der Vergangenheit ein Testwagenwunsch von Motor-KRITIK durch Daimler mit dem Hinweis abgelehnt wurde: „Sie passen nicht so recht zu uns.“ - Das ist sicherlich richtig. Es ist auch bisher noch keinem Hersteller gelungen, mich „passend zu machen“. Aber darum muss ich mir dann auch in solchen Fällen meine Meinung durch Informationen aus anderen zuverlässigen Quellen bilden.

Natürlich habe ich z.B. auch den „Testbericht“ des ADAC – aber auch andere – gelesen. Die Beschreibungen und Feststellungen dort – zum Mercedes EQS – weichen doch sehr stark von der erlebten Realität eines Nutzers ab, den ich zur Abrundung meiner gesammelten Eindrücke, zu seinen Erfahrungen befragt habe. Als  – vorher - Besitzer eines Tesla 3, verfügt er schon über Erfahrung mit E-Automobilen und kann so auch besser werten.

  • Den Tesla 3 hat er 12 Monate besessen und in dieser Zeit 10 Werkstattaufenthalte registriert. Aber er hatte das Gefühl, nicht allein gelassen zu werden. Immerhin gab es alle Wochen ein Update!

Zum Kauf eines Mercedes EQS hatte er sich entschlossen, weil er das „geräuschlose“ Fahren in einem E-Automobil im Tesla schätzen gelernt hatte. Und wenn man nun dieses Geräuschwunder E-Automobil mit den „Zaubertüren“ des neuen EQS und dessen angepriesenem Mercedes-Komfort paaren könnte… - Und er hat dann „das teuerste Automobil seines Lebens“ (sagt er) zu einem Gesamtpreis von gut 146.000 Euro erstanden. Weil er es dann praktisch sofort erhalten konnte, hat er ein Ausstellungsfahrzeug genommen, dessen Farbe und Ausstattung er allerdings nicht selbst bestimmen konnte.

Nach der Zulassung durch das Autohaus, dessen zugesagter Termin schon nicht eingehalten wurde, ist er dann mit dem neuen Mercedes EQS nur rd. 20 Meter bis zur Ausfahrt des Betriebshofs gekommen: Totaler Systemausfall!

Also zu Fuß wieder zurück, der Wagen in die Werkstatt. - Aber das war nicht der einzige Ausfall! So ging das weiter: Immer wieder der Ausfall von Assistenzsystemen. Die „Zaubertüren“ funktionierten nicht. Erklärung: Die seien auch nicht verbaut. - Aber er habe sie doch bezahlt! - Eingeständnis des Mercedes-Partners: Das stimmt, aber wir haben sie auch nicht berechnet! - ??? - Erklärung zur nicht erfolgten Preiskorrektur: Dafür sei andere Zubehörausstattung teurer geworden.

Der neue EQS-Besitzer war wenig amüsiert! - Zugeständnis: Man würde ihm den Aufpreis erstatten!

Die Mercedes-Zusage, dass ihm keine Ladekosten für das erste Besitzjahr entstehen würden, konnte nicht eingehalten werden. - Angebot: Dann solle er doch die Rechnung dafür herein geben! - Sie ist bis heute nicht bezahlt! - Dafür ist beim Zuziehen der Fahrertür die Zierleiste außen abgefallen und bei immer wieder auftretendem Ausfall von Assistenzsystemen musste er immer wieder die Werkstatt aufsuchen.

Der Verbrauch bei „Kaltstart“ lag bei über 50 kW/h bei Stadt- und Kaltfahrten. Die Reichweite jetzt im Winter betrug um 350 und nicht – wie versprochen – mehr als 700 Kilometer. Auch die Ladeleistung entsprach in der Realität nicht den Aussagen der offiziellen Darstellung! (Ladekabel?)

Es gab auch keinen einzigen Ansprechpartner bei Daimler/Mercedes für seinen Fall. Nein, es waren so um zehn! - Und jeder schob die Verantwortung auf den nächsten.

Der Mercedes-Besitzer und -Fahrer hatte nun – auf Deutsch gesagt – „die Schnauze voll“! - Der Hersteller bot ihm dann „die Wandlung“ an. - Man nimmt diesen EQS zurück! - Die „Wandlung“ läuft noch, weil auch eine Türklinke inzwischen nicht mehr ausfährt. Das musste vor der „Wandlung“ noch auf Garantie beseitigt werden. Außerdem muss noch ein Gutachter den „Restwert“ ermitteln, weil das Fahrzeug inzwischen seinen Fahrer 4.000 Kilometer weit gefahren hat.

Ola Källenius sei geraten, nun schnellstens vom Titel des Queen-Songs, „Don‘t Stop Me Now“ auf ein „Stop me now“ umzustellen. - Vielleicht sollte er die von seiner Firma angebotenen Produkte „mit der wichtigsten Zukunftstechnologie“ („mm“) aber auch einmal konstant eine Zeit lang selber fahren, bevor er durch einen desolaten Zustand – wie oben geschildert – gutgläubige Kunden auf ewig verschreckt.

  • Der inzwischen „ehemalige“ Besitzer eines Mercedes EQS wird nun wieder einen Tesla kaufen.

Auch eine Art von „Transformation“, zu der Ola Källenius als „Manager des Jahres“ angeregt hat!

MK/Wilhelm Hahne
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Geringerer Druck auf die Spitze: Nun Doppelspitze!

Am Nürburgring sind für die Saison 2022 keine auffallenden Strategieänderungen bei der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG zu erwarten. Gab es bei der Betreiberin des Nürburgrings bisher eine Spitze, so wurde die – weil die alte Spitze weggebrochen war – nun durch eine Doppelspitze ersetzt. Dadurch wird sich aber in der Geschäftsführung wenig ändern. Lt. Pressemitteilung ist „bewährte Philosophie“ zu erwarten. Die „Anregung“ der aktuellen Geschäftsführung erfolgt nämlich – wie vorher auch - durch einen Vertrauten des Besitzers, Viktor Martin, ein gebürtiger Russe, der sich von einem Deutschen, Michael Lemler, assistieren lässt.

Der bisherigen „Einfach-Spitze“ war wohl der Druck zu groß geworden. Damit die Druckverteilung der neuen, der Nürburgring 1927 GmbH & Co. verordneten „Doppel-Spitze“ auch bewusst wird, wird man sie nun in einem neu zu schaffenden gemeinsamen (!) Büro im 3. Stock der Nürburgring-Verwaltung residieren lassen, wo ihre Schreibtische sich dann auf dem gleichen Höhenniveau wie die der „Macher“ Michael Lemler und Viktor Martin befinden.

Diese Herren kennen sich schon viele, viele Jahre. Unter anderem aus einem gemeinsam geplanten  Großprojekt, das von der auch bestehenden Firma Lemler Projektentwicklungsgesellschaft mbH betreut wurde, die aktuell auch von Michael Lemler als Geschäftsführer geleitet wird, der in dieser Funktion seine Ehefrau ablöste.

Michael Lemler kennt also Viktor Martin schon lange und Viktor Martin kennt seinen „Chef“, den offiziell als Käufer des Nürburgrings aufgetretenen Viktor Charitonin, z.B. aus einer gemeinsam bestrittenen Mille Miglia im Jahre 2014, aber auch schon einige Zeit vorher. Sie hatten z.B. schon gemeinsam versucht, ein Großprojekt auf einem ehemaligen amerikanischen Fliegerhorst umzusetzen. Auch mit Hilfe des Herrn Lemler. Über die Anfänge dort, hatte Motor-KRITIK in 2016 – bitte HIER klicken – schon mal informiert.

Das Gelände dort ist inzwischen längst an Google verkauft, aber bis heute noch nicht bebaut. Lt. einem Pressesprecher des Konzerns aus dem Herbst 2021 gegenüber „Erlensee aktuell“ :

„Das Grundstück in Erlensee gibt uns die Möglichkeit, unsere Präsenz an Rechenzentren in Europa weiter auszubauen, wenn unser Geschäft dies erfordert.“

Bisher war es wohl nicht erforderlich! - Zurück an den Nürburgring: Dort ist Viktor Martin der eigentliche „Strippenzieher“, dem von Michael Lemler assistiert wird. Immerhin ist Viktor Martin auch Vorstand der NR Holding AG, die – nicht zufällig – in Erlensee angesiedelt ist. Beide sind Geschäftsführer in einigen anderen Nürburgring-Firmen, die der Öffentlichkeit aber weitgehend unbekannt sind. Aushängeschild ist die als Pächter des Nürburgrings ausgewiesene Nürburgring 1927 GmbH & Co KG. Deren neue Geschäftsführer sind – nun als Doppelspitze - seit dem 1. Januar 2022 offiziell:

  • Christian Stephani aus St. Johann (Eifel) und Ingo Böder aus Leimbach (Eifel)

Beide werden in Zukunft durch die Herren Martin und Lemler „gesteuert werden“. Die Herren der „Doppelspitze“ werden dagegen von der Regionalpresse als „die beiden neuen Ring-Bosse“ empfunden („Trierischer Volksfreund“).

Die „Bosse“ standen Ende Januar der Regionalpresse zu einem Interview zur Verfügung. Stephani hat bisher als Geschäftsführer der VLN VV GmbH & Co. KG  bewiesen, dass er die Langstreckenserie VLN/NLS, die für die Rennstrecke Nürburgring von großer Bedeutung ist, nicht nach vorne bringen konnte. - Er hat sie auch nicht verstanden. - Es ging dort bergab, wie durch sinkenden Starterzahlen nachweisbar!

Ingo Böder ist ein – in einer anderen Firma – erfolgreicher Event-Manager gewesen und hat nach eigenen Aussagen „schon mindestens 20 Ideen im Kopf“. Aber zunächst werden beide Herren mal die Pläne der anderen Herren aus dem 3. Stock umsetzen müssen, wie z.B. - und unter anderem:

  • Bau von 30 Garagen im Bereich der alten Nürburgring-Zufahrt in Breidscheid
  • Abriss der Tribüne 13 und Bau eines neuen Luxus-Hotels

Und es wartet noch die Lösung von weiteren Aufgaben auf die neue „Doppelspitze“, die leider zum Teil unlösbar sind. Beide teilen sich zwar die Themengebiete der Aufgaben, die mit der operativen Umsetzung der normalen Verwaltung einer Rennstrecke verbunden sind. Es fehlt ihnen in der Praxis aber die früher - z.B. im Falle Böder - durch Herrn Manfred Strack vorhandene notwendige Verzahnung mit dem direkten – auch behördlichen – Umfeld . Da nutzen dann auch keine bedeutenden Titel auf einer Visitenkarte und auch nicht, dass beide aus der Region kommen.

Das Ende der „Doppelspitze“ ist für Motor-KRITIK schon absehbar, da z.B. ein Viktor Martin kein „Papa Gnädig“ ist. Als guter Automechaniker kennt er nur zwei Versionen: Funktioniert oder funktioniert nicht!

In fünf Jahren wird der Nürburgring 100 Jahre alt! Für mich ist vorhersehbar, dass die dann sicherlich geplante Feier „unter neuer Leitung“ – nicht mehr in der jetzigen Zusammensetzung mit einer „Doppelspitze“ stattfinden wird.

Eine „Doppelspitze“ ist selbst in der Politik nur eine Notlösung, hat manchmal auch Alibi-Funktion. In der Wirtschaft ist sie wenig effektiv, selbst wenn sie – wie in diesem Fall – aus dem Hintergrund von einer Person gesteuert und befeuert wird!

MK/Wilhelm Hahne
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KBA 011352: ...da bin ich um den Schlaf gebracht!

Ich weiß nicht wie die Daimler-Verantwortlichen zur Zeit schlafen. Ich wurde jedenfalls heute morgen gegen 5:20 Uhr von einem Alptraum aus meinem Schlaf gerissen, der eigentlich auf Fakten beruhte, die in Stuttgart geschaffen wurden und in den letzten Tagen des Jahres 2021 die Beamten des Kraftfahrtbundesamt in Flensburg veranlassten, einen Rückruf zu starten.

Dieser „Anregung“ des KBA ist der Hersteller Daimler Anfang Januar 2022 nachgekommen und hat die Besitzer von:

848.517 (in Worten: Achthundertachtundvierzigtausendfünfhundertsiebzehn) Mercedes-Besitzern weltweit, die Fahrzeuge des Konzerns vom Typ C-Klasse, CLS, E-Klasse, GLC, GLE, GLS und S-Klasse der Jahre 2017 – 2021, von einem Dieselmotor befeuert fahren gebeten, nach einer weiteren Aufforderung ihr Fahrzeug zur einer Kontrolle und evtl. kostenlosen Nachbesserung in eine Mercedes-Werkstatt zu bringen.

Da sind nicht nur die Besitzer solcher Fahrzeuge erschrocken, die ihren Mercedes erst im November 2021 erhalten hatten. Alle mussten nicht nur lesen, dass durch die mögliche Undichtigkeit einer Kühlmittelpumpe ein Ansteigen der Bauteiletemperatur nicht ausgeschlossen werden kann und dadurch Brandgefahr besteht, sondern es gab auch die Hersteller-Empfehlung:

  • Diese vom Rückruf betroffenen Fahrzeuge sollten möglichst nicht mehr genutzt werden, um einen möglichen Brand auszuschließén!

Gleichzeitig wurde allerdings auch darauf hingewiesen, dass die in Deutschland betroffenen Fahrzeuge – 239.832 Mercedes, der o.g. Vielzahl von Typen – erst ab Mitte/Ende Januar 2022 die Mercedes-Werkstatt ihres Vertrauens zur Kontrolle und Nachbesserung aufsuchen können.
Ich kenne die Argumentation der Marketing-Manager, die Rückrufaktionen als eine „Kundenbindungsmaßnahme“ verkaufen. In diesem Fall könnten diese Träumer auch versuchen, diese gewaltige Rückrufaktion als einen Daimler-Beitrag gegen den Klimawandel zu verstehen, da doch durch die so erfolgte Stilllegung von rd. 850.000 Dieselfahrzeugen der Ausstoß von ungezählten Tonnen CO2 verhindert wird.

  • In der Praxis sieht das jedoch ein wenig anders aus, da die jeweiligen Besitzer diese Mercedes-Fahrzeuge gekauft haben, um mobil zu sein.

Besonders betroffen sind die Fuhrparkverantwortlichen großer Firmen, die – theoretisch – bei einem Einsatz der fehlerhaft produzierten Fahrzeuge bis zum Zeitpunkt der Durchführung der Rückrufaktion, rechtlich dafür verantwortlich gemacht werden könnten, wenn so ein möglicher Brandschaden tatsächlich auftritt, der auch einen Personenschaden nach sich ziehen kann.

  • Aber eine Stilllegung der Fahrzeuge durch deren Besitzer, ganz gleich ob es sich dabei um Privatpersonen oder Firmen handelt, kostet Geld! 

Die Behebung der werksseitig verbauten Fehlerquelle kann wegen der Größe des Rückrufs auch einige Zeit dauern, so dass die Beeinträchtigung durch die eingeschränkte Art der Nutzbarkeit dann durchaus erheblich sein kann.

In den nächsten Tagen will darum z.B. der Bundesverband Fuhrparkmanagement e.V. (BVF) in einem Rat & Tat-Online-Seminar seine Mitglieder – auch rechtlich – beraten. Daimler bittet um Geduld, der Geschäftsführer der BVF ist dagegen das Meinung: „Das geht so gar nicht!“ und fordert im Interesse seiner Mitglieder z.B. Ersatz-Mobilität.

Dabei ist dieser große Rückruf von Mercedes-Fahrzeugen aktuell nur der Größte. Es gibt auch noch – stückzahlmäßig – kleinere Probleme. Bis hin zu fehlerhaften Ladekabeln für den Vorzeige-Elektro-Mercedes.

Aber Ladekabel werden nicht dem Automobil zugerechnet, werden darum in Zukunft auch nicht TÜV-geprüft. - Das E-Auto von Mercedes ist natürlich toll!

  • Nur die Ladekabel… - und so manche Software… und, und, und.

Mercedes gehört inzwischen zu den weltweit größten Herstellern von Rückruf-Automobilen!

Mercedes-Werbung: „Das Beste oder nichts“?

Meine Antwort darauf erfolgt auf Schwedisch, damit der CEO des Konzerns mich auch versteht:

Jag antar att det inte fungerade!

MK/Wilhelm Hahne

PS: Dank Google kann ich das auch  – für die Daimler-Großaktionäre – in chinesischer Sprache schreiben: 我認為它沒有工作 – Übersetzung: Ich glaube, es hat nicht funktioniert.

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Aktien: Der gute Mensch denkt an sich selbst zuerst

Wenn meine Leser glauben, dass an dem Titel etwas falsch ist, dann haben sie recht. Der richtige Spruch stammt von Friedrich Schiller und lautet: Der brave Mann denkt an sich selbst zuletzt. - Das war gestern! - Die Zeiten haben sich geändert. Wo gibt es heute noch brave Männer? - Dabei denke ich – als Motor-Journalist - in erster Linie an die CEO’s (Chief Executive Officer) der Automobil AG’s. Natürlich auch an ihre Vorstandskollegen. Alle gut verdienende Manager, die natürlich auch versuchen, ihr schon gutes Einkommen, noch mal mit Aktiengeschäften zu verbessern.

Warum man in Verbindung mit Automobilherstellern nicht immer nur an Automobile und deren Technik denken sollte, muss ich vielleicht mit einem Gespräch erklären, das ich mit einem Vorstandsvorsitzenden hatte, das allerdings auch schon vor Jahrzehnten stattfand.

Ich stand nach einer Pressekonferenz am Rande eines Platzes auf dem die Testfahrzeuge bei einer Neuvorstellung verteilt wurden und schaute dem bunten Treiben zu. Da trat dieser Vorstandsvorsitzende neben mich um zu fragen: „Worauf warten Sie?“ - Ich habe gesagt, dass ich mir die Drängelei gerne ansehe, da doch sicherlich für mich auch ein Testfahrzeug über bleiben würde. - Mein Gesprächspartner hat zustimmend genickt und wir sind ins Gespräch gekommen. Dabei hat dieser Vorstandsvorsitzende nach Beantwortung meiner dann gestellten Fragen eine interessante Anmerkung gemacht:

„Warum haben Sie das nicht auf der Pressekonferenz gefragt? - Ich höre da immer die gleichen Fragen, die sich um Technik und Verkaufszahlen drehen. Niemand spricht von den anderen Problemen, die man so als Automobilhersteller hat. Wissen Sie, dass ich manchmal an einem Tag mehr Geld durch entstehende Währungsdifferenzen verliere, als ich mit der Autoproduktion an diesem Tag verdienen kann?“

Ich wusste. - Und weiß es heute immer noch. Darum ist mir aufgefallen, dass inzwischen ein neuer Typ von CEO’s bei den Automobilherstellern am Ruder ist. Einer davon wurde gerade in einem Wirtschaftsmagazin als „eiskalter Engel“, aber auch als sehr gut empfunden. Nur hat man da nicht begriffen, dass dieses „Wunderkind“ nicht zufällig den Aktienkurs seiner Firma durch die „richtigen“ Aktionen,  Pressemeldungen und Aussagen in neue Höhen geführt hat. Er wird persönlich davon mit hoher Wahrscheinlichkeit in irgendeiner Form profitieren.

So ist es heute fast üblich geworden, dass man einem neuen CEO bei seiner Einstellung ein nicht kleines Aktienpaket schenkt. Natürlich mit dem Hintergedanken, dass der dann versuchen wird, dieses Geschenk zu mehren. Das ist natürlich auch im Interesse der Firma. Deren Bedeutung wird heute eben von einer breiten Öffentlichkeit – und der Wirtschaftspresse -  am Aktienkurs gemessen.

Ein schönes – oder unschönes – Beispiel ist Tesla. Da spielt der CEO, der ohne jedes Gehalt arbeitet, mit dem Aktienkurs auf moderne Art, indem er z.B. per Twitter persönlich Reaktionen der möglichen Aktienkäufer auslöst. - Er spielt mit ihnen – und mit der Öffentlichkeit.

Auch andere CEO’s spielen mit der Öffentlichkeit. Auch durch die Art ihrer öffentlichen Auftritte. Wichtig ist dabei, dass die Aktienkurse positiv beeinflusst werden. Da haben dann nicht nur die Aktienbesitzer etwas davon, sondern auch die CEO’s. - Wen interessieren da noch die Rückrufaktionen, die sehr oft – sozusagen – still über die Bühne gehen. - Wen interessieren schon die Einzelschicksale der Käufer?

Angeregt wurde ich zu dieser gedanklichen Anregung meiner Leser durch eine Lokalzeitung, die gerade heute berichtete, dass eine Regionalbank im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn erzielte, weil sich allein das Aktiengeschäft um 62 Prozent verbessert hatte.

„Früher“ bekam man evtl. Aktien vererbt, die man dann weiter vererbte. „Heute“ wechselt man Aktienpakete evtl. schneller als sein Hemd! - Es geht um Gewinnmitnahmen. - Das sagt evtl. der Bankberater, der eigentlich kein Berater ist, weil er einen Teil seines Einkommens durch Provisionen aus dem Aktiengeschäft sicher stellen muss und rät darum zu einer Umschichtung.

Der Vorstand der lokalen Sparkasse, von der ich heute las, sieht das so:

„Wertpapiere spielen eine immer größere Rolle; dies ist auch richtig in diesen Zeiten.“

Darum muss man als Motor-Journalist heute auch diesen Aspekt im Auge haben, wenn man schon mal Entscheidungen von Vorständen eines Automobilherstellers beurteilt. Man könnte ganz platt sagen: Der macht Politik! - Für seine Firma – und nicht zuletzt für sich. - Und nutzt gerne die evtl. vorhandene Einseitigkeit im Denken seiner Gesprächspartner.

  • Ein CEO von heute denkt weniger an seine Kunden, mehr an seinen Vorteil bzw. den seiner Firma!

Das kann man – wenn man die Entwicklung der letzten Jahre beobachtet – zumindest unterstellen!

Das System hat sich verändert, ist an Geld und Statistikzahlen ausgerichtet!

MK/Wilhelm Hahne
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