Telex

Vor dem 24h-Rennen: Goodyear macht DMSB lächerlich!

Für „alte Hasen“ auf der Nürburgring-Nordschleife gab es schon vor Jahrzehnten die These:

„Im Zweifelsfalle Slicks!“

Heute, zum Top-Qualifying des morgen durchgeführten 24h-Rennens – Start 15:30 Uhr – war die Strecke feucht, mit abtrocknendem Charakter. Die Fahrzeuge hatten insgesamt drei Runden zurück zu legen. Eine zum Angewöhnen, eine zum Herantasten, eine, um richtig schnell zu sein.

Da spielt der Reifen natürlich eine große Rolle! - Interessant war, dass das Land-Team beim Audi mit der # 29 auf Slicks setzte. Der wurde aber dem Fahrer „von oben“ verordnet. - Ein Unding! - Es gibt ein ungeschriebenes Gesetz – das wie andere im Motorsport – längst von „Motorsport-Beamten“ als überholt empfunden wird: Der Fahrer bestimmt die Reifenwahl! -  Computer-Berechnungen schreiben inzwischen dem Fahrer vor, was er zu nutzen hat.

Die Start-Nr. 29 hat nach der „Einführungsrunde“ auf Regenreifen umbereift. Weil das dem Gefühl des Fahrers entsprach. - Ein einziger konnte aufgrund des passenden Angebot des von diesem Team favorisierten Reifenherstellers Goodyear, auf einen Reifen setzen, der Slick-ähnlich, nur ein paar wenige „Einschnitte“ aufwies, die eigentlich nicht dazu da sind, Wasser abzuführen, sondern die Reifentemperatur „oben zu halten“ (weil der Reifen sich so warm „arbeiten“ kann). Und Luca Ludwig hat das Goodyear-Angebot genutzt! - Mit einem Ferrari 488 des „Octane-Teams“.

Das ist eigentlich – aus meiner Sicht – ein Schlag in die Auftragsarbeit (?) von Veranstalter und Sportbehörden. Man hatte diesen Ferrari in diesem Jahr nicht nur um einen NLS-Gesamtsieg gebracht, weil einer (von vier!) Reifen – von Goodyear! - nicht exakt gezeichnet war. - Was eigentlich nur beweist, dass ein Technischer Kommissar lesen und schreiben kann. Aber – bei einem Sportgerichtsverfahren – kam man beim DMSB, einem vom ADAC bestimmten e.V., zu der Feststellung:

„Denn allein die Verwendung nicht vorschriftsmäßig gekennzeichneter Reifen stellt einen technischen Verstoß dar, für welchen die Disqualifikation als Regelstrafe angemessen ist.

Auf die Frage, ob ein Wettbewerbsvorteil vorliegt, kommt es nicht an.“

Das komplette Urteil in Schriftform finden Motor-KRITIK-Leser im Anhang zu diesem Telex. Aber auch noch eine Änderung der BoP, zu der die Fachleute beim ADAC Nordrhein gefunden hatten, nachdem sie vorher bei Prüfstandsmessungen einen Fehler gemacht hatten. - Man sollte diese Herren – s. Urteil des DMSB – doch einfach disqualifizieren. Weil sie schon die Arbeit, die sie – gegen gute Entlohnung – übernommen haben, eigentlich disqualifiziert. - Wo gibt es – außer im Motorsport – eine „Balance of Performance“, ein Passendmachen, bei dem der Beste auf das Niveau des Schlechtesten gebracht wird?

2016 hatte Mercedes (AMG) die Fachleute des ADAC Nordrhein „an der Nase herum geführt“ und wurde nicht bestraft, obwohl ein „Vergehen“ im Nachhinein nachgewiesen wurde. In Spa wurde es sofort – vor dem Rennen - entdeckt und geahndet! - In Deutschland wird das Vergehen von Premium-Herstellern eigener Nationalität gegen irgendwelche „Verordnungen“ nicht bestraft.

Da wird bei der VLN mit angeschlossenem Computer das Einsatzfahrzeug (ein Turbo!) gestartet. Da gab es Einsatzfahrzeuge, deren Steuergerät – zum Schutz vor zu hohen Temperaturen? – im Beifahrerraum „herum baumelten“. Da wurde bei einem letzten Tankstopp noch schnell ein Computer angeschlossen. Da wurde schon mal beim letzten Tankstop – auch beim 24h-Rennen – ein Reserverad von zwei Monteuren(!) zum Fahrzeug getragen und auf der Beifahrerseite montiert - Und niemand hat‘s gemerkt?

  • Wer lesen kann, ist nicht verpflichtet da genau hin zu schauen!

Mich persönlich freut, dass sich beim Qualifying ein Ferrari aus der Schweiz vor eine Reihe von werksunterstützten GT3 deutscher Premium-Hersteller in die erste Startreihe stellen konnte! - Es wäre zu wünschen, dass das so eine Art von „Friday for Future“ im Motorsport war.

MK/Wilhelm Hahne

PS: Mich beruhigt übrigens auch, das ein Christian Menzel – dieses Mal als Kommentator bei NITRO - das neue „Top-Qualifying“ zum 24h-Rennen nicht verstanden hat. - Das macht auch das Unvermögen von machtbesessenen Sport-Funktionären deutlich! - Der Zuschauer ist beim diesjährigen 24h-Rennen praktisch nicht vorhanden, man hat ihn aber auch als „Kunden“ nicht begriffen und wahrscheinlich vergessen!

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WTCR & Hyundai: Kleiner – unübersehbarer – Eklat!

Bisher war nur „Glut unter der Asche“. Nun wurden gestern erstmals bei einem motorsportlichen Wettbewerb Differenzen zwischen Teilnehmern, Sport-“Behörden“ und Promoter deutlich:

  • In der WTCR haben zwei Hyundai-Kunden-Teams ihre Nennung zum WTCR-Lauf im Rahmen des 24h-Rennens am Nürburgring (= 4 Fahrzeuge) zurück gezogen und so wird – nachdem dieser sachlich begründete Rückzug nicht ohne Gesichtsverlust der „Behörden“ aus der Welt zu schaffen war, die Starterzahl beim Rennen um 20 Prozent reduziert.

Hyundai fühlt sich benachteiligt, kritisiert die BoP (Balance of Performance), die beim Hyundai in dieser Saison die vorher von 100 Prozent auf 97,5 Prozent gedrosselte Motorleistung auf 95 Prozent senkte und dazu führte, das der Gesamtsieger 2019, Norbert Michelisz (36) mit seinem Hyundai N TCR z.B. beim Saisonauftakt – auch mit dem Hyundai N TCR - rd. um 1 sec langsamer war als der Pole-Sitter.

Außerdem ist für 2020 in dieser Serie neu ein Einheits-Steuergerät vorgeschrieben. Alfa Romeo, Audi und Renault haben es – natürlich – rein zeitlich nicht geschafft, dieses Einheits-Steuergerät zu verbauen, dürfen nun mit einer Ausnahmegenehmigung „ihr altes“ benutzen, müssen aber ein Zusatzgewicht mitführen.

Nun agieren bei Hyundai eigentlich keine „Jammerlappen“. Man fühlt sich benachteiligt, als „nicht willkommen“ behandelt. - Weil man ein koreanischer Automobilhersteller ist?

Der ADAC Nordrhein hat – bevor es bei „seiner Veranstaltung“ zum Eklat kam – auch etwas zu Hyundai auf seiner Internetseite veröffentlicht:

„Emotionen und leidenschaftliches Engagement – darum geht es bei Hyundai’s vielfältigen Kooperationen mit starken Partnern auf nationaler und internationaler Ebene. Seit 1999 ist Hyundai offizieller Partner aller FIFA™ -Weltmeisterschaften; seit 2017 durch die Kooperation mit sporttotal.tv auch als Förderer des Amateurfußballs in Deutschland aktiv. Familien stehen bei der Partnerschaft mit dem LEGOLAND® Deutschland Resort im Vordergrund. Ebenso wie bei der Zusammenarbeit mit der Caritas, die in 14 Jahren Zusammenarbeit bereits über 140.000 hilfsbedürftige Familien und Kinder in 75 Projekten erreicht hat. Auch im Motorsport ist Hyundai aktiv. Hyundai ist auch in diesem Jahr offizieller Partner des ADAC Zurich 24h-Rennen am Nürburgring. Das im bayerischen Alzenau ansässige Hyundai Motorsport Team startet mit dem Hyundai i20 WRC in der World-Rallye-Championship und peilt in der neuen Saison wieder zahlreiche Podiumsplätze an.“

Und es gibt inzwischen auch zu dem „Vorfall“ am Nürburgring eine offizielle, gemeinsame  Erklärung von FIA, WSC und Eurosport Events, nachdem sich Hyundai vom „FIA WTCR Race of Germany“ am Nürburgring zurück gezogen hat. - Ich habe diese Erklärung ins Deutsche übersetzt und füge sie hier ein:

„Der FIA-, WSC- und WTCR-Veranstalter Eurosport Events Limited (EEL) bestätigt die Entscheidung der Hyundai Motorsport-Kundenteams, sich vom FIA WTCR Race of Germany zurückzuziehen. Alle drei Parteien sind sich in ihrem Auftrag einig, einen fairen Wettbewerb für alle Teilnehmer aus sportlicher, technischer und werblicher Sicht zu bieten und eine Plattform für gleichberechtigte Wettbewerbe zu schaffen.
EEL, FIA und WSC freuen sich auf einen kontinuierlichen und konstruktiven Dialog mit den Kundenteams von Hyundai Motorsport. Gleichzeitig liegt der Schwerpunkt auf der Durchführung eines erfolgreichen WTCR Race of Germany auf der legendären Nürburgring Nordschleife vom 24. bis 26. September.“

Weniger kann man wirklich nicht mit mehr Worten sagen! - Die Motor-KRITIK-Einstellung zum Thema BoP, Einheitsreifen, Standzeiten und all‘ die als Sicherheitsmaßnahmen getarnten Willkür-Maßnahmen der Sport-“Behörden“ ist bekannt. Sie wird mit diesem „Vorfall“ noch mal bestätigt.

MK/Wilhelm Hahne
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24h-Rennen Nürburgring: TOTAL & außer Kontrolle?

Corona macht‘s möglich. Ein 24h-Rennen mit deutlich weniger Startern als möglich wären? Das Rennen in diesem Jahr wird wohl von allen bisher am Nürburgring durchgeführten 24h-Rennen die wenigsten Starter haben. Vom Veranstalter wurden schon mal knapp über 100 gemeldet. Aber die Zahl geht mehr und mehr nach unten.

Wobei nicht nur „irgendwelche“ Starter ihren Start aus den unterschiedlichsten Gründen absagen. - Auch z.T. absagen müssen, weil das Geld nicht reicht, die sonst anfallenden Kosten zu decken.

  • Aber es gibt auch Ausfälle bei den Startern, die wirklich Corona-bedingt sind:

So hat „Grello“ heute durch „Manthey-Racing“ seinen Rückzug als Starter beim 24h-Rennen verkünden lassen. Das Team, das gerade vom Einsatz in Le Mans zurück kam, informiert wie folgt:

„Gemeinsam mit Porsche Motorsport hat Manthey-Racing entschieden nicht beim diesjährigen 24-Stunden-Rennen am Nürburgring teilzunehmen. Grund hierfür sind positiv ausgefallene Covid-19-Tests, die routinemäßig am Sonntag nach den 24 Stunden von Le Mans durchgeführt wurden. Dies hat zur Folge, dass kein Mitarbeiter, der in Le Mans vor Ort war, am 24-Stunden-Rennen Nürburgring teilnehmen wird. Diese Entscheidung betrifft neben Rennfahrern auch Mitarbeiter von Manthey-Racing sowie Porsche Motorsport und führt dazu, dass der Einsatz des Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 911, bekannt als „Grello“, nicht durchgeführt werden kann.“

Da noch eine Reihe von Mitgliedern anderer Teams, die auch in Le Mans waren, einen Start beim 24h-Rennen vorgesehen hatten, ist durchaus möglich, dass aufgrund der oben beschriebenen Tatsachen, am Nürburgring weitere Teams – weil dann Fahrer, Helfer und Ingenieure fehlen – ihren Rückzug verkünden müssen.

Auch die bisher bei Rennen an der Nürburgring-Nordschleife eingesetzten Sportwarte sind total verunsichert, weil der Veranstalter, der ADAC Nordrhein, offiziell Helfer sucht, deren besondere Voraussetzung zum Einsatz beim 24h-Rennen darin bestehen muss, schon 18 Jahre alt zu sein.

Da fragen sich die bisher international, nach FIA-Regeln zertifizierten Sportwarte natürlich, die man inzwischen sogar dazu verpflichtete, ein zusätzliches Nordschleifen-Permit zu machen: Was soll das eigentlich alles?

Das im Lehrgang erlangte Permit konnte bisher durch den DMSB – aus welchen Gründen auch immer – den Sportwarten noch nicht zugestellt werden. Ebenso konnte ihnen bisher der im Lehrgang-Erfolgsfall zugesagte Sicherheitshelm noch nicht ausgehändigt werden, weil am Nürburgring Kurzarbeit herrscht.

Auch ohne Helm war bei den letzten Rennen auf der Nordschleife die Sicht der eingesetzten Sportwarte mit Nordschleifen-Permit schon stark eingeschränkt, da – auch wegen Kurzarbeit – kein Grünschnitt vorgenommen worden war. - Was soll da das Permit? - Was soll da der Helm?

Das sie mit dem „Prämien“-Helm nichts hören können, weil dann die Kopfhörer… - Aber Motor-KRITIK hat darüber schon berichtet. (12.08.2019 „Empfehlung an den DMSB: Erst denken – dann handeln!“ - HIER klicken!)

Bei NLS-Rennen soll man über ein zusätzliches Nordschleifen-Permit (zur FIA-Zertifikation!) verfügen, beim 24h-Rennen genügt es 18 Jahre alt zu sein und Mittwochs vor dem Rennen an einem Kurzlehrgang teilgenommen zu haben.

DMSB und ADAC machen sich in vielen Dingen unglaubwürdig. Die Permit-Regelung, nicht nur für Fahrer, sondern auch Sportwarte, ist zu einer Farce verkommen. - Und keiner wehrt sich?

MK/Wilhelm Hahne
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Versuch einer Erklärung zum „Farbfehler“ gestern!

In meiner DTM-Geschichte gestern, habe ich die deutschen Nationalfarben von schwarz-rot-gold in schwarz-weiß-rot geändert. Ein Leser hat mich sofort darauf aufmerksam gemacht und ich habe diesen Fehler – auf meine Art – geändert. Denn ich stehe zu meinen Fehlern und versuche daraus zu lernen. - Wie konnte so etwas passieren?

Eigentlich ist alles mit meiner Arbeitsweise erklärlich und – dass sich gestern eine Kleinigkeit geändert hatte. So schreibe ich meine Geschichten erst, wenn sie bei mir „im Kopf“ komplett sind. Das kann – wie auch bei der Geschichte gestern – viele Wochen oder gar Monate dauern.

Die Geschichte, die ich gestern niederschrieb, war zwar „im Kopf“ fertig, aber beim Schreiben wird sie dann um Nuancen verbessert. So wollte ich der DTM-Serienwagen-Sonderserie nicht ein einfaches schwarz-rot-gold zuordnen, sondern habe mir – beim Schreiben – Metallicfarben einfallen lassen, die aber nicht alle mit Metallic benannt sein sollten.

Beim Überlegen ist mir eingefallen, dass ich auch mal (als „Dienstwagen“) einen Lamborghini Espada gefahren habe, dessen Farbe Weiß-Cristall oder Cristall-Weiß war. Damit – mit der Farbe – dieses Lamborghini habe ich mir übrigens mehrfach den Spaß erlaubt, wenn nach der Farbe „meines“ Lamborghini gefragt wurde, mit „fliederfarben“ zu antworten. - Das gab dann immer (!) einen Aufschrei, ähnlich: „Wie kann man nur...“ - Weil jeder den Begriff „fliederfarben“ mit „lila“ verbunden hat.

  • Versuchen Sie es mal selber: Kaum einer verbindet den Begriff „fliederfarben“ mit weiß!

Nachdem mir das gestern eingefallen war, bin ich beim Schreiben bei „Weiß“ geblieben und habe die Nationalfarbe „Gold“ ganz verdrängt. Auch beim mehrfachen Überlesen und Korrigieren direkt nach dem Schreiben, habe ich diesen Fehler – weil von mir gemacht – überlesen.

Darum habe ich mir eigentlich angewöhnt, jede Geschichte nach dem Schreiben eine Nacht liegen zu lassen, weil es mir – nach so einem zeitlichen Abstand – meist gelingt, auch selber gemachte Fehler – gleich welcher Art – zu finden und zu beseitigen.

Aber gestern schien es mir wichtig, direkt nach dem Bekanntwerden der „DTM-Lösung“ von Gerhard Berger meine Geschichte gegenüber zu stellen. - Was wohl grundsätzlich richtig war, aber zur falschen Nationalfarbe führte.

Sonntag hat Gerhard Berger „seine“ Idee verkündet, gestern hat Motor-KRITIK eine andere Möglichkeit aufgezeigt. Aber:

Auch gestern noch hat dann der ADAC gleich durch seinen Sportpräsidenten zurück schlagen lassen. Der nutzte dazu „seine Keule“ DMSB, der umgehend eine Presseveröffentlichung zu einer neuen „Deutsche GT-Meisterschaft“  veröffentlicht hat. Das macht deutlich, wie Gerhard Bergers Idee von einer „GT-Plus-DTM“ blitzschnell „gestört“ (zerstört?) werden kann. - Was ist eine „Masters“ verglichen mit einer „Meisterschaft“? - Der wichtigste Satz in der DMSB-Veröffentlichung ist der erste:

„Der Deutsche Motor Sport Bund wird ab dem Jahr 2021 die Internationale Deutsche GT-Meisterschaft als höchstes Prädikat im Rundstreckensport ausschreiben.“

Die gesamte Pressemitteilung des DMSB finden meine Leser – wie gewohnt – im Anhang zu dieser Geschichte.

MK/Wilhelm Hahne
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1 + 8 + 0 = eine neue „Sport Marketing Agency“!

Kann sein, dass ich – nun seit mehr als 40 Jahren in der Eifel lebend – das alles nicht mehr so recht verstehe? Denn im Internet wird einem digital vermittelt… - aber das darf ich leider hier nicht schreiben, weil ich dazu keine schriftliche Genehmigung habe. - Darum zeige ich hier auch nicht den Schriftzug der neuen Agentur, die nun neuen Schwung in die Arbeit der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG bringen soll. - Wenn ich das alles richtig verstanden habe.

Weil die Internetseite der „180“ - so ist es wohl richtig aus dem Englischen in römische Zahlen übersetzt – für mich als Journalist tabu sein muss, wie mir ein Blick in deren Impressum zeigte. Da habe ich mal ins Handelsregister schauen müssen. Das ist öffentlich. Dort ist zu lesen, was ich hier einkopiert habe:

HRB 30364: ONE8Y GmbH, Wiesbaden, Ungenannte Str. ??, D-65189 Wiesbaden. GmbH. Gesellschaftsvertrag vom 03.04.2018. Geschäftsanschrift: Ungenannte Str. ??, D-65189 Wiesbaden. Gegenstand: die Beratung von Firmen, Vereinen, Verbänden, Rechte-Inh.n, Agenturen und Organisationen im Bereich der Kommunikationsplanung und -steuerung, insbesondere im Bereich Marketing, Sponsoring und Marktforschung, sowie die Entwicklung von Beratungsinstrumenten und die Erstellung von Markt- und Mediastudien. Stammkapital: 25.000,00 EUR. Allgemeine Vertretungsregelung: Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten. Geschäftsführerin: Sternebeck, Valérie, Frankfurt am Main, geb. ????, einzelvertretungsberechtigt; mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen. Geschäftsführer: Dr. Zengel, Michael Horst, Obernburg am Main, geb. ????, einzelvertretungsberechtigt; mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Das war 2018, wie man auch dem Datum des Gesellschaftsvertrags entnehmen kann. Danach sind einige kleine – auch personelle - Veränderungen registriert. Aber eine Firma, die exakt den Firmennamen trägt, die sich im Internet als neuer Geschäftspartner des Nürburgringspächters bezeichnet, die habe ich im Handelsregister nicht finden können. Auch vom Nürburgring-Pächter wurde noch keine Zusammenarbeit vermeldet. - In der öffentlich wahrnehmbaren Internet-Information bezeichnet sich der neue Nürburgring-Berater so:

  • „ONE8Y Sports Marketing Agency“

Ich habe wohl Firmen gefunden, die in Verbindung mit dem Namen eines der aktuell verantwortlichen Manager der o.g. Wiesbadener Firma mit dem Hinweis „i.L.“ auftauchen. In Berlin und Frankfurt.

Ist der Manager an der Spitze dieser jungen Firma deshalb so geeignet, weil man davon ausgehen kann, dass jemand aus gemachten Fehlern lernt und nicht wieder die gleichen Fehler machen wird? - Aber vielleicht möchte er auch nur wieder mal etwas Neues machen.

Jedenfalls versucht die neue „Sport Marketing Agency“ den Eindruck zu vermitteln, dass jetzt Schwung in die bisherigen Nürburgring-Aktivitäten kommen wird. Immerhin bezeichnet sie sich im Untertitel zum Firmennamen als:

„Agentur für den Nürburgring“ - (In Gelb auf schwarzem Grund!)

Da ich mich gerne an die guten Sprüche meiner Großmutter erinnere, fällt mir dazu als eine passende Anmerkung ein, die sie wahrscheinlich zur jetzigen Situation in 676 m n.NHN gemacht hätte:

„Jeder bekommt das, was er verdient!“

MK/Wilhelm Hahne
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0,2 sec: Kein Thema in der F1-Berichterstattung?

Das vergangene F1-Wochenende mit dem WM-Lauf in Monza ist eigentlich nur der Anlass um festzustellen, warum wir uns wohl „modern“ vorkommen, wenn nichts mehr hinterfragt wird, selbst Extreme nicht wahrgenommen werden. Alles in dieser Welt wird scheinbar von der digitalen Entwicklung bestimmt. Inzwischen wird selbst die positive Einstellung von Politikern zur digitalen Entwicklung von denen als Argument für die Darstellung der eigenen „Modernität“ im Denkens genutzt.

Darum werden Grundschulen mit digitalen Tafeln ausgestattet, der Wert von Aktiengesellschaften wird nicht mehr vom Gewinn bestimmt, sondern vom „Wachstum“ - selbst wenn das Verluste sind. Und das Fahrkönnen „moderner“ Autofahrer wird von den „digitalen Helfern“ inzwischen genauso „normalisiert“, wie das von Rennfahrern mit GT3-Fahrzeugen. - Und natürlich von der „BoP“!

Bestandspflege ist bei großen Firmen zum Fremdwort geworden, weil sich dadurch erreichte Erfolge in modernen Statistiken schlechter darstellen lassen, als der Gewinn von „Neukunden“. Ein in einem Konzern neuer Vorstandsvorsitzender tut gut daran, die Firmen und Abteilungen intern zunächst einmal umzuorganisieren, damit die Statistiken – digital erstellt - unvergleichbar werden. - Nur so ist man erfolgreich! - In der Darstellung.

Die Darstellung von der eigenen Bedeutung im entsprechenden Marktsegment erfolgt heute nicht etwa mehr durch eigene Zugewinne, sondern durch Zukäufe. - „Geld kostet ja nichts!“ - Alles muss „groß“ sein, entsprechend dargestellt werden und wenn es die eigene Bedeutung durch den Kauf eines SUV ist. - Da ist kein Raum mehr für „Kleinigkeiten“.

So ist auch in der aktuellen Formel 1-Berichterstattung nicht mehr von Bedeutung, wie groß – oder wie klein – der Unterschied zwischen schnellster Quali- und Rennrunde ist, bzw. wie der sich durch bestimmte Reglementseingriffe verändert. - Wenn die „Show“ stimmt, ist alles gut!

Beim F1-Grand-Prix in Monza stimmte die Show, es gab viel zu berichten. Da ist für solche Kleinigkeiten wie eine Veränderung der Zeiten zwischen schnellster Quali- und Rennrunde um 0,2 sec pro Kilometer Streckenlänge kein Platz!

  • Das Verbot des „Party-Modus“ im Qualifying durch die FIA war in den Auswirkungen unwesentlich!

Offenbar ist der Hybrid-Einfluss bedeutender, denn immer noch liegen – pro Rennstrecken-Kilometer! - mehr als 0,6 sec Differenz zwischen schnellster Quali- und Rennrunde beim derzeit Führenden in der F1-WM.

Man fährt inzwischen – einschl. der „elektrischen PS“ - mit einer Leistung von insgesamt um 1.000 PS! - Trotzdem besteht in Monza der Rundenrekord seit 2004 (Rubens Barrichello, Ferrari) und ist immer noch um 0,7 sec besser als die in 2020 gefahrene schnellste Zeit in einer Rennrunde!

In Francorchamps (Spa) besteht der Rundenrekord in der Formel 1 seit 2018, wird von Bottas (Mercedes) gehalten. - Immerhin!

Die neueste Technik – was sich auch auf die Reifen bezieht – ist offenbar nicht die beste! Eigentlich geht es auch bei der „modernen“ F1 nicht mehr um die Weiterentwicklung der Technik, sondern um die Weiterentwicklung der „Show“.

Und die war doch beim Rennen in Monza perfekt! - Einschlließlich dem Ausscheiden von Vettel mit Bremsendefekt, dem Abflug von Leclerc, der Bestrafung von Hamilton und dem Sieg von Gasly.

Alles ist gut! - Wirklich?

MK/Wilhelm Hahne
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Automobile: Neue EU-Regeln für die Typgenehmigung!

Sie gelten ab heute, dem 1. September 2020 und wurden 2018 vom Europäischen Parlament und dem EU-Rat beschlossen. In Brüssel setzt man so die Lehren um, die man aus dem Betrugsversuch von unterschiedlichen Automobilherstellern, durch Manipulationen die eigentlich gesetzlich vorgegebenen Abgasgrenzwerte zu umgehen, vor fünf Jahren gezogen hat. Der Europa-Kommissar für den Binnenmarkt, Thierry Breton, erklärte dazu:

„Die Europäerinnen und Europäer erwarten zu Recht, dass sie die saubersten und sichersten Fahrzeuge fahren können. Dies setzt strengste Kontrollen an Fahrzeugen voraus, die in Verkehr gebracht werden und auf unseren Straßen fahren. Es erfordert auch eine echte Durchsetzung und Überwachung auf europäischer Ebene: Aus diesem Grund wird die Kommission künftig in der Lage sein, Fahrzeuge zu kontrollieren, EU-weite Rückrufe auszulösen und Geldbußen von bis zu 30 000 Euro pro Fahrzeug zu verhängen, wenn gegen das Gesetz verstoßen wird.“

Die drei wichtigsten Elemente der neuen EU-Vorschriften sind nach den Drstellungen aus Brüssel:

  • Unabhängigkeit und Qualität der Prüfungen vor dem Inverkehrbringen eines Fahrzeugs: Technische Dienste, die neue Fahrzeugmodelle prüfen und inspizieren, werden von unabhängigen Stellen auf der Grundlage strenger Kriterien geprüft, um ihre Benennung durch die Mitgliedstaaten zu erhalten und beizubehalten. Nationale Typgenehmigungsbehörden werden nun gegenseitigen Begutachtungen (Peer Reviews) unterzogen, um dafür zu sorgen, dass die geltenden Bestimmungen in der gesamten EU umgesetzt und konsequent durchgesetzt werden.
  • Kontrollen bereits auf dem Markt befindlicher Fahrzeuge: Der neue Rechtsrahmen verbessert auch die Kontrollen von Fahrzeugen, die bereits auf dem Markt sind und von Händlern zum Verkauf angeboten werden. Von nun an sind die Mitgliedstaaten verpflichtet, regelmäßig eine Mindestzahl von Fahrzeugen zu prüfen. Außerdem sind sie nun in der Lage, Schutzmaßnahmen gegen nicht konforme Fahrzeuge in ihrem Hoheitsgebiet zu ergreifen, ohne abwarten zu müssen, dass die Behörde, die die Typgenehmigung erteilt hat, tätig wird.
  • Europäische Aufsicht: Darüber hinaus kann die Kommission nun an Fahrzeugen Einhaltungs- und Konformitätsprüfungen in Laboratorien oder auf der Straße durchzuführen. In Fällen, in denen Hersteller gegen die Typgenehmigungsvorschriften verstoßen (z. B. im Fall von Abschalteinrichtungen oder gefälschten Erklärungen), kann die Kommission EU-weite Rückrufe anordnen und Sanktionen in Höhe von bis zu 30.000 Euro pro Fahrzeug verhängen. Bis heute konnten nur die nationalen Behörden, die das Fahrzeug typgenehmigt haben, solche Maßnahmen verhängen.

Auch bei bereits auf dem Markt befindlichen Automobilen sollen also regelmäßig in Deutschland Überprüfungen durch das Kraftfahrtbundesamt in Flensburg, eine Behörde, die dem Bundesverkehrsministerium zugerechnet werden muss, durchgeführt bzw. veranlasst werden. Wer die bisher mit einer gewissen Zurückhaltung gepflegte Kontrolle der Automobilindustrie in unserem Land beobachten konnte, darf auf die zukünftige Entwicklung gespannt sein.

Der Diesel-Skandal, der der EU-Kommission als Anregung für die neue Verordnung diente, wurde im Jahre 2015 aufgedeckt. - Wir schreiben jetzt das Jahr 2020! - Gut Ding will Weile haben?

MK/Wilhelm Hahne
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Hockenheim 1958: Nachbetrachtung mit Leser-Hilfe!

Nachdem ich mich erinnerte, was vor dem 6-Stunden-Rennen für Kleinwagen im Jahre 1958 geschah, haben mich Leser informiert, was während – bzw. gegen Ende des Rennens passierte. Grundsätzlich haben Leser, die diese Zeit – 1958 – erlebt haben, damit „schöne Erinnerungen“ verbunden. Sie haben mich darauf aufmerksam gemacht, dass es auch Literatur gibt, in denen auch dieses Rennen erwähnt wird:

  • In einem Buch, „Der Hockenheinring“, ISBN 3-930 986 43 4 – finden sich noch zwei Fotos zu diesem von mir nur im Training erlebten Rennen,
  • In einem Buch über „Wilhelm Herz“, ISBN 9783613034129, gibt es sogar einen ausführlichen Artikel zu dem Kleinwagen-Rennen.

In diesem Buch sind u.a. auch folgende Details zu diesem „Produktionswagenrennen“ (!) notiert, die ich dann noch mit eigenem Wissen ein wenig ergänzt habe:

Rainer Günzler, der zusammen mit Wilhelm Herz auf einem NSU „Prinz“-Werkswagen genannt war, sollte den Start fahren. Aber er kam verspätet – mit/wegen Damenbegleitung – zur Strecke, so dass Wilhelm Herz den Le Mans-Start gefahren hat. Der war 1958 kein Problem, denn es gab keine Sicherheitsgurte. Man sprang ins Auto und ab ging‘s! - Der Start erfolgte sehr früh, um 6 Uhr morgens!

In der letzten Runde wurde der NSU „Prinz“ von Rainer Günzler gefahren und führte knapp vor zwei Lloyd „Alexander“. Ungefähr 300 Meter vor dem Ziel – so erklärte es Rainer Günzler später – traten bei seinem Fahrzeug irgendwelche „Motorprobleme“ auf. Das Fahrzeug verlor an Leistung – sagte Günzler – so dass dann die zwei Lloyd „Alexander“ ihn noch vor der Ziellinie überholen konnten – und siegten!

Wilhelm Herz hat bei der Untersuchung direkt nach dem Rennen keine Probleme am Motor feststellen können. Der Fehler blieb offiziell „unerklärlich“!

Als dann der ADAC Gau Nordrhein am 5. Oktober 1958 das nächste „Produktionswagenrennen“ auf der „Südschleife“ des Nürburgrings veranstaltete,  da hat Wilhelm Herz einen Rainer Günzler nicht mehr als Rennfahrer eingesetzt, sondern sich solch bekannter Fahrer wie Jean Behra, Eberhard Mahle, Edgar Barth, Gustav Germer bedient. Natürlich war auch Wilhelm Herz mit am Start. - Und am Ende gab es dann so einen Vierfach-Sieg des NSU „Prinz“, der nicht nur die NSU-Vorstände erfreute, die schon in Hockenheim zum Rennende – aber da vergebens - angereist waren, um einen NSU-Sieg feiern zu können.

Der Sieg am Nürburgring wurde auch werbemäßig - dann mit guter PR - durch den damaligen Pressechef der NSU-Werke, Arthur Westrup, entsprechend genutzt.

Wer sich jetzt an diesen Namen zu erinnern glaubt, erinnert sich vielleicht an den Sohn dieses Arthur Westrup, der zunächst für „auto motor und sport“ schrieb, dann später deren Chefredakteur wurde: Klaus Westrup.  Arthur Westrup wechselte in den 70ern zu Volkswagen, nachdem er schon Anfang der 50er auch den zu Mitbegründern der Zeitschrift „gute fahrt“ gehörte.

Ihm wurde auch so mancher Werbespruch zugerechnet, mit dem in seiner Zeit als NSU-Pressesprecher damals für NSU-Produkte geworben wurde. Ich erinnere mich noch an:

„Wenn ich groß bin so wie du, fahr ich auch nur NSU!“
(Das bezog sich auf den NSU-Werksfahrer Heiner Fleischmann.)
und
„Fixe Fahrer fahren Fox!“

NSU war wirklich einmal ein hervorragender, großer Motorradhersteller, machte sich später mit interessanten Automobilen – nicht nur mit dem Kleinwagen „Prinz“ - einen Namen. Es ist nicht nur interessant, mal einen Blick zurück zu werfen, sondern man wird so auch auf die Idee gebracht, mal darüber nachzudenken, wie in Zukunft unserer aktuellen Branchen-Großen von Veränderungen betroffen sein könnten.

So drastisch wie NSU?

MK/Wilhelm Hahne

Übrigens: Ich habe mich schon in E-mail bei meinen Lesern bedankt, sage aber auch hier noch einmal herzlichen Dank! - Schön, dass es noch Menschen gibt, die vergleichen und relativieren können!

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Herschbroich: Nahe am „Brünnchen-Parkplatz“?

Gefühlsmäßig ist der Parkplatz „Brünnchen“ vom Ort Herschbroich weit entfernt.  Aber es sind – quer durch den Wald gemessen - nur rd. 3 Kilometer. Für Nürburgring-Besucher ist dieser Parkplatz wichtiger als z.B. das Kurt-Beck-Denkmal „ring°boulevard“. Gerade jetzt in Corona-Zeiten täglich als richtig zu überprüfen. Am „Brünnchen“ gibt es frische Luft und eine gute Sicht auf die Rennstrecke. Grund genug für viele Eifel-Touristen, diesen Parkplatz direkt anzufahren. Man erreicht ihn bequem über die B 412.

Aber man sollte nicht zu hastig nach links abbiegen, wenn man aus Richtung der B 258 kommt. Das ist gestern kurz nach 15 Uhr scheinbar geschehen. Dazu gibt es aktuell eine Polizeimeldung die von diesem Unfall so berichtet:

„Herschbroich (ots)

Am Dienstag, den 18.08.2020 gegen 15:07 Uhr, ereignete sich auf der B 412, Höhe Zufahrt zum Parkplatz Brünnchen, ein Verkehrsunfall unter Beteiligung von zwei Fahrzeugen. Demnach beabsichtigte ein in Fahrtrichtung Hohe Acht fahrender Pkw-Fahrer nach links auf den vorgenannten Parkplatz abzubiegen und missachtete hierbei die Vorfahrt eines entgegenkommenden Pkw, so dass es im Zufahrtsbereich zur Kollision der beiden Fahrzeuge kam. Die in den beiden unfallbeteiligten Fahrzeugen vier befindlichen Personen wurden leichtverletzt und zur weiteren ärztlichen Versorgung in umliegende Krankenhäuser verbracht. Beide unfallbeteiligten Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Im Rahmen der Verkehrsunfallaufnahme kam es zu geringfügigen Verkehrsbeeinträchtigungen auf der B 412. Neben der Freiwilligen Feuerwehr und dem Rettungsdienst, war auch die Straßenmeisterei Adenau in die weitere Verkehrsunfallaufnahme bzw. Sicherung der Unfallstelle eingebunden. Der entstandene Sachschaden an beiden Unfallfahrzeugen wird von hiesiger Seite auf ca. 15.000 Euro geschätzt.“

Zufällig war ich gerade unterwegs, um mal zu schauen, wie attraktiv dieser Parkplatz für Besucher an einem ganz normalen Dienstag ist und habe so die Unfallstelle schon einige Minuten nach dem Crash passiert.

Es war zunächst noch keine Polizei da, die dann aus Richtung Kempenich die Unfallstelle erreichte. Ich habe den Aufmarsch von Rettungskräften an der Unfallstelle nicht fotografiert, aber registriert.

Aus Richtung Adenau kam ein Rettungswagen, ein zweites Polizeifahrzeug kam aus Richtung Kempenich hinzu. Aus Richtung Kempenich rauschte dann sowohl ein weiterer Rettungswagen als auch ein Notarztwagen heran. Alle Feuerwehren der Umgebung waren alamiert, informiert und erschienen sowohl mit alten Ford Transit um die Unfallstelle zu sichern, aber es erschienen aber auch richtig große, perfekt ausgestattete  Feuerwehrwagen vor Ort.

Ein Abschleppwagen, der kurz vor dem Unfall den Parkplatz „Brünnchen“ passiert hatte, um in Richtung Nürburg zu fahren, hat dann wohl unterwegs gewendet, um auch an den Unfallort zu eilen. Auch ein weiteres Rettungsfahrzeug kam aus Richtung Nürburg, war wohl dort stationiert.

Am Unfallort wurden die insgesamt vier leicht Verletzten von den zuerst die Unfallstelle erreichenden Autofahrern inzwischen betreut, bevor sie – wie auch im Polizeibericht zu lesen – zur Behandlung in umliegende Krankenhäuser  verbracht wurden.

Mein Eindruck: Die Polizei ist sehr schnell vor Ort, die Krankenwagen etwas später und am Zeitpunkt  ihres Erscheinens am Unfallort ist abzulesen, dass es sich um eine „freiwillige“ Feuerwehr handelt.

Insgesamt war aber bei diesem Unfall zu beobachten, dass hier niemand allein gelassen wird. Der Aufwand bei diesem Unfall war zwar unverhältnismäßig groß. Aber wer konnte auch wissen, bevor er am Unfallort eintraf, wie dieser Unfall einzuschätzen war.

Es bleibt also ein gutes Gefühl bei einem normalen Autofahrer zurück, wenn er per Distanz beobachten konnte, mit welchem Aufwand hier geholfen wurde.

Trotzdem – und gerade deshalb – sollte man beim Linksabbiegen vorsichtig sein. Nicht immer ist so viel Glück – bei allem Pech – im Spiel, wie bei diesem Unfall im Bereich des Parkplatz „Brünnchen“. - Nahe Herschbroich.

MK/Wilhelm Hahne

PS: Von den „Touristenfahrten“ gestern Abend gibt es nur einen normalen Einschlag im Bereich „Klostertal“ zu vermelden.

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Verständlich: Mit 200 Stundenkilometern rasen!

Meine ITR/DTM-Geschichte von gestern hat einige Leser befremdet. Wie kann jemand eine Realität beschreiben, wenn er das als Einziger tut?

„Ich habe sofort nach dem Lesen Ihrer Geschichte das ganze Internet durchforstet und keinen einzigen Hinweis gefunden, dass das so ist wie Sie geschrieben haben.“

Das sagte mir ein Leser, der mich kurze Zeit, nachdem ich diese Geschichte ins Internet gestellt hatte anrief, um seine Verwunderung kund zu tun.

„Immerhin gibt es doch eine Menge Fachblätter! - Aber nirgendwo gibt es einen Hinweis, der Ihrem in irgendeiner Form ähnlich wäre. - Wie kann das sein?“

Da kann ich vielleicht mit einem Zitat aus einer E-mail eines Lesers antworten, der darin, auch kurze Zeit nach dem Erscheinen meiner Geschichte, dazu – quasi als Kommentar – dann an einen Ausspruch von Martin Luther King erinnerte:

"Wir werden in dieser Generation nicht nur die gehässigen Worte und Taten der Bösen zu bereuen haben, sondern auch das furchtbare Schweigen der Guten."

Ich hätte da aber noch eine Erklärung, die eigentlich viel einfacher ist:

  • Ich bin Motor-Journalist mit persönlicher Erfahrung auf vielen Gebieten über die ich berichte! - Und ich bin kein „moderner“, sondern ein alter Journalist, mit einer anderen Grundeinstellung, einer, der sich noch Zeit für die Recherche nimmt!

Darum schaue ich vielleicht genauer hin, begreife Dinge, die für andere unbegreiflich sind. Wichtig: Vieles wird auf diesem Gebiet auch heute nicht mehr so genau genommen. - Vieles stimmt noch so irgendwie. - Weil doch jeder das so – oder auch so – versteht! - Kann sein! - Aber deshalb ist z.B. die Formulierung in meinem Titel oben sachlich trotzdem falsch!

  • Die Formulierung "Kilometer pro Stunde" (km/h) wäre richtig. - Aber nicht – wie im Titel – 200 Stunden pro Kilometer!

Der jetzt vorgebrachte Einwand, dass das trotzdem richtig verstanden wird, stimmt sogar; weil in unserer modernen Welt kaum noch Wert auf eine exakte Darstellung gelegt wird. Da wird vielleicht sogar in einer Fachzeitschrift die Übersetzung eines 5. Gang mit 0,85 angegeben. Technisch korrekt wäre aber 0,85 : 1.

Auch diese Ergebnisveröffentlichung über das sonntägliche F1-Rennens in Barcelona ist sicherlich verständlich. Aber das Rennen lief nicht – lt. Ausschreibung - über „1:31:45,279 Std“, wie in der „dpa“-Grafik dargestellt, sondern ging über 66 Runden, die nur die ersten drei Fahrer kurz hinter dem Sieger beendeten. Richtig ist darum, dass vor den zwei Nächsten ein + bei den Sekunden steht, weil sie die länger brauchten als der Sieger. Vor den nächsten Fahrern, die die Ziellinie überquerten, hätte aber ein – (Minus) stehen müssen. - Weil sie in der Zeit, die der Sieger für die „vorgeschriebenen“ 66 Runden brauchte, eine Runde weniger zurück gelegt hatten, nämlich nur 65.

Aber das kommt doch von der „dpa“ und die wissen was richtig ist! Mit dieser Einstellung setzt dann auch der verantwortliche Redakteur diese Grafik in „seine“ Zeitung. Und seine Leser sind eigentlich falsch informiert, obwohl sie es richtig verstehen.

Denken Sie einfach mal darüber nach: Da steht dann + 1 Runde. - Und keiner denkt mehr darüber nach. - Man wurde informiert!

Weil hier bei Motor-KRITIK noch gedacht, nicht mit KI gearbeitet wird, weil mir auch „Kleinigkeiten“ auffallen, darum konnte ich gestern die Geschichte schreiben, die eine Entwicklung beschreibt, die eigentlich gar nicht auffällt. - Noch nicht einmal bei dpa auffallen würde!

Dort wird man sicherlich vermelden, dass der nächste Lauf zur DTM Trophy am nächsten Wochenende auf dem Lausitzring stattfindet. - Richtig! - Aber dort zusammen mit einem „GTC-Race“-Rennen. Dort sind GT3 am Start! - Wo wurde das jemals von der ITR angekündigt?

Man wird auch Grid-Girls sehen. - Aber Journalisten werden nicht zugelassen sein. - Wegen Corona!. - So war es auch beim letzten DTM-Rennen auf dem Lausitzring.

Alles eigentlich in der Kombination unverständlich! Aber das ist so wie mit den Stundenkilometern, oder den „plus 1 Runde“: Es wird verstanden! - In diesem Fall: Weil man derzeit mit Corona z.B. (fast) alles erklären kann!

Aber es verschleiert die Realität! - Bei der ITR antwortet man bisher nicht auf meine Anfragen! - „SPIELKIND“ bittet mich um meine Recherche-Ergebnisse! - Warum wohl?

  • Niemand möchte sich im Motorsport unbeliebt machen, man spielt mit! - Auch „SPIELKIND“!

Motor-KRITIK wird weiter „zur Sache“ recherchieren, aber schließlich kaum selber deutlich machen müssen, was in diesem Fall das eigentliche Grundübel ist.

Die Zeit heilt nicht nur Wunden, sondern gerissene Wunden lassen Betroffene oft auch vor Schmerzen laut werden! - Dann wird es auch nicht überhört!

Und bitte nicht vergessen: Bei der DTM steht man derzeit richtig unter Druck! - Da darf offiziell nichts, aber auch gar nichts schief gehen!

Wer schaut da auch schon genau hin? - Wer hat dazu schon die Zeit? - Man ist doch immer mit 200 Stundenkilometern unterwegs!

MK/Wilhelm Hahne
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