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Zwar sollen nur 19 Stück gebaut werden. Da könnte einem schon Angst und Bange werden, dass man vielleicht zu spät kommen würde, wenn man vor Monaten die Finanzierung nicht sofort hinbekommen hat. Denn – ich gehe von mir aus: Wer hat schon mindestens drei Millionen Euro gerade locker in der Schublade liegen. Oder im Kopfkissen versteckt. - Wobei ich als jemand „von gestern“ davon ausgehe, dass man so einen Super-Sportwagen in bar bezahlt. - Ich spreche vom „capricorn 01 Zagato“, der bisher nicht nur in Belgien vorgestellt wurde, wo eine große BMW-Group den weltweiten Vertrieb dieses seltenen Stücks übernommen hat. Er wurde auch schon in Amerika gezeigt und wurde Ende Juni einem staunenden Publikum nun auch in der Schweiz präsentiert. Robertino war damit nicht alleine vor Ort. Wie man in einem Video sehen kann, war auch der Entwickler des Fahrzeugs – so habe ich im Schweizer „BLICK“ erfahren – Florian Wagner mit vor Ort. - Der hat auch die freudige Botschaft verkündet, die ich hier gerne zum Titel mache:
Aus Andermatt hört man: Noch nicht alle vergriffen!
Vielleicht sollte man sich so einen „capricorn 01 Zagato“ auch nicht „greifen“. Immerhin ist das ein „Drei-Millionen-Ding“. - Wenn man keine Sonderwünsche hat, die natürlich diesen Basis-Preis noch einmal ein klein wenig anwachsen lassen würden.
In der Schweiz zeigte ihn der „capricorn“-CEO, Robertino Wild, in einer natürlich aufpreispflichtigen Spezial-Ausführung „Tutto Rosso“, zu der man dann in „Instagram“ erfahren kann:
„Tutto Rosso“ ist mehr als nur eine Farbbezeichnung.
Es ist ein Meisterwerk an Handwerkskunst, Materialbesessenheit und technischer Detailgenauigkeit.
Von rot getöntem Carbon bis hin zu hochwertigen Leichtbaukomponenten aus Titan – jede Oberfläche dieses einzigartigen Capricorn 01 Zagato wurde mit einer klaren Vision entwickelt: die kompromisslose Leidenschaft historischer Zagato-Rennwagen vereint mit Capricorns Expertise in der Entwicklung und Fertigung von Hochleistungs-Leichtbaukomponenten. Handgefertigt. Kompromisslos konstruiert.“
Robertino Wild hatte Ende Juni die Veranstaltung einer exklusiven Zeitschrift genutzt, auch mal mit einem besonders exklusiven Sportwagen – weil der noch nicht gebaut wird – im schweizerischen Andermatt aufzuschlagen, um die dort angereisten Besitzer von Super-Sportwagen mal auf seine Neu-Entwicklung „capricorn 01 Zagato“ aufmerksam zu machen.
„900+ HP, 1.000 Nm, 9.000 RPM, 1.200 kg, 2,9 seconds, 360 km/h“
Das habe ich von den „Zagato“-Internetseiten abgeschrieben! - Alles wahnsinnig toll!
Schon vorher hatte Robertino Wild mal die Absicht, zusammen mit dem chinesischen Besitzer der Markenrechte an de Tomaso einen neuen de Tomaso zu bauen. Ich hatte auch hier in Motor-KRITIK meine Leser darüber informiert.
Da gab es dazu nicht nur eine vertragliche Vereinbarung, sondern der Chinese hatte Robertino Wild, bzw. einer vom ihm geleiteten capricorn-Firma, ein wenig „Spielmaterial“ zur Entwicklung zur Verfügung gestellt. Nun klagt er heute darüber, dass er nun klagen muss!
Robertino Wild hatte wohl auch ent-, aber dann auch alles so ver-wickelt, dass jetzt – und das schon seit langer Zeit – eine unfertige „Auto-Manufaktur“ im Industriegebiet von Meuspath – nahe dem Nürburgring - auf irgendeinen Anstoß wartet, der diese – inzwischen – „Neubau-Ruine“ entweder doch noch zum Leben erweckt, oder „sonst wie“ verwertet.
- Wie ich zu wissen glaube, ist wohl eine Münchner Firma aktiv damit beschäftigt. - Aus Eigeninteresse?
Bei „Eigeninteresse“ ist mir dann die Gemeinde eingefallen, auf dessen Grundstück die „Unvollendete“ – dieses Mal von Robertino Wild, nicht die von Schubert in h-Moll – steht. Aber dort ist wohl im Moment auch alles „in Moll“!
Ein Bürger der Gemeinde klagt:
„Bis heute hat unsere Gemeinde noch keinen Euro Gewerbesteuer gesehen. Und mal gut, dass die damals nicht noch den Wald abgeholzt haben!“
Und ich erfahre, dass Robertino Wild eigentlich mehr als das jetzige Grundstück zum Bau der „Auto-Manufaktur“ haben wollte. Aber da ist der Entscheid negativ für Robertino Wild ausgefallen. - Der Wald steht noch!
- Was sich nun im Nachhinein als positiv für die Gemeinde darstellt!
Was der Gemeinde aber dann aktuell auch nicht zu irgendwelchen Einnahmen bringt, mit denen man eigentlich schon fest gerechnet hatte.
Aber Robertino Wild war jetzt im Juni – um darauf zurück zu kommen – mit so einem Super-Sportwagen, der beinahe ein de Tomaso geworden wäre, im schweizerischen Andermatt unterwegs.
Die Teilnahme an dieser Veranstaltung kostete etwas mehr als 10.000 Schweizer Franken. Dafür wurden dann auch zwei Passstraßen für die Teilnehmer exklusiv gesperrt, so dass die Sportwagen-Freaks mit ihren Fahrzeugen – ganz gleich ob für den Straßenverkehr zugelassen oder nicht – dann dort hinauf jagen konnten.
Das hat nicht alle dort gefreut. Aber Robertino Wild schon, der dem Schweizer „BLICK“ dann – wie ich lesen konnte - sagte:
„Ich kann die Fahrt viel mehr geniessen, wenn die Strecke sicher abgesperrt ist. Da kann ich zwischendurch ohne Sorge Gas geben.“
Ja, ja, - man kann schon ohne Sorge sein, wenn die Gefahr sozusagen „abgesperrt ist“! Denn wie erinnerte meine Großmutter immer gerne:
„Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um!“
Na, ganz so schlimm war es dann auch nicht! - Wobei man sich darüber streiten kann, ob so alte Bibelsprüche – um einen solchen handelt es sich nämlich – überhaupt heute noch Geltung haben.
„Aber was nicht ist, dass kann noch werden!“
Auch das war ein Spruch meiner Großmutter. -
- Die hat aber Robertino Wild und seine Sportwagen-Projekte nicht gekannt!



