Tolles Marketing = Große Zahlen

Natürlich erlebt man es nicht nur vor dem 24-Stunden-Rennen am Nürburgring: „Das größte Autorennen der Welt“, „ Die besten Tipps“, „Die schnellsten GT-3-Autos“. Aber die Superlative fallen dann besonders auf. „Bis zu 200.000 Menschen strömen jedes Jahr im Mai an den Nürburgring.“ - Das stimmen dann in einem Satz sogar zwei Angaben nicht. - Macht nichts, denn es passt ja ins moderne Konzept. - Auch der Journalisten und Verlage. - Der Rennveranstalter auch. - Aber auch der Automobilhersteller.

Große Zahlen = Tolles Marketing

Heute wird oft geradezu hemmungslos gelogen. Es gilt das Gesetz der großen Zahl. Größer bedeutet eben besser. Klein und fein hat an Bedeutung verloren. - Das war gestern.

Eine Hinterachskonstruktion sollte in der Entwicklung schon mindestens eine Milliarde kosten. Sonst wird sie vom Autofahrer nicht ernst genommen. Eine einfache Starrachse, vielleicht zu einer De-Dion-Lösung verfeinert? - Schrott von gestern! - Dass man damit aber – z.B. bei Regen – einem modernen Elektronik-Monster mit Sechslenker-Hinterachse evtl. deutlich „um die Ohren fährt“, das werden die Technik-Freaks nicht begreifen.

Schließlich hat doch die moderne Konstruktion deutlich mehr gekostet. Und dann hat „der Neue“ doch noch ESP, ASR, ABS, Displayeinblendungen auf der Windschutzscheibe, Regensensor und automatische Einparkhilfe. - Aber keine Öltemperaturanzeige. - Was soll man auch damit?

Die Zuschauer haben in dieser Woche mal wieder Gelegenheit, auf der Nürburgring-Nordschleife fahrwerkmäßig die Unterschiede zwischen „gestern“ und „dem Vorsprung durch Technik“ zu vergleichen. Am Freitag gibt es die „24-Classic“ (von 12:55 – 15:25 Uhr) auf dem Gesamtkurs. Am Samstag wühlen sich dann um 30 GT3 durch den „Bodensatz“ der restlichen Teilnehmer. Alle gleichschnell, da durch Gewichtsausgleich, Drosselung der Luftzufuhr eine „Balance of Performance“ (BoP) angestrebt wird. Und wenn dann ein paar GT3 gleichzeitig durch den „Tiergarten“ stürmen, dann appeliert man an die Vernunft der Teilnehmer.

Vielleicht sollten sich die Sportfunktionäre mal daran erinnern, dass der Motorsport einmal der Weiterentwicklung der Technik, dem Fortschritt dienen sollte. Heute gibt man einem Sportwagen, dessen Hersteller den überall angestrebten Leichtbau verwirklicht hat, 100 Kilogramm Gewicht ins Fahrzeug. - Damit der Motorsport für den Zuschauer attraktiver wird. - Sagt man.

Und versucht sich in Gleichmacherei. - Und keiner schreit auf.

Bei der Formel 1 wird Pirelli gelobt, weil es denen gelungen ist im Jahre 2012 den schlechtesten Reifen zu fertigen, der dann beim Rennen für Spannung sorgen soll. - Toll! - Und im Qualifying der letzten Zehn startet man aus taktischen Gründen heute oft besser nicht, weil man so dann einen Reifenvorteil hat. - Das ist intelligente Taktik.

Boxenstopps entscheiden heute über Sieg und Niederlage. Aber es gibt in einer anderen Serie auch Boxenstopps, deren Länge vorgeschrieben ist. Oder Tankvorgänge werden gleichlang – durch unterschiedliche Durchlaufmengen beim Tanken – vorgeschrieben, damit ein sparsames Automobil, das nur 90 Liter für eine bestimmte Distanz benötigt, genauso lange braucht, wie ein Fahrzeug mit durstigem Verbrennungsmotor, das 120 Liter benötigt. - Wer besser ist, sollte keinen Vorteil haben. Damit die Spannung für den Zuschauer erhalten bleibt und möglichst noch gesteigert wird. - ??? -

Aber passieren darf nichts. Die Risiken sollen minimiert werden. Damit selbst Anfänger unfallfrei über die Runden kommen. So baut man dann Retorten-Rennstrecken mit großen Auslaufzonen. Damit die nicht einzelnen Fahrern zum Vorteil gereichen, bringt man dann Farbmarkierungen auf, deren Überfahren deutlich bestraft wird.

Alles sehr spannend. - Für die Zuschauer. - Für welche Zuschauer?

In der aktuellen Sonderbeilage „Motorsport aktuell – SPEZIAL“ lese ich z.B.:

„Die Nordschleife ist die längste und gefährlichste Achterbahn aller Rennstrecken. Für die Piloten ist sie das Maß aller Dinge, ein heiliger Gral. Sie pilgern aus fernen Ländern zum Rennsport-Mekka in die Eifel, so wie Extrembergsteiger, die sich mit dem Mount Everest oder der Eiger Nordwand enmessen.“

Weiter erfährt man:

„Bis zu 200.000 Menschen strömen jedes Jahr im Mai an den Nürburgring – und machen das Rennen zum Volksfest.“

Da stutze ich dann schon. - Wann waren zum letzten Mal 200.000 Besucher zum 24-Stunden-Rennen am Nürburgring? - Und warum kommen die jedes Jahr im Mai?

Eigentlich wurde das 24-Stunden-Rennen in den ersten Jahren immer zu einem Wochenend-Termin durchgeführt, der in der Nähe des längsten Tages im Jahr lag. Aus Sicherheitsgründen. Das wurde dann schon mal bis in den Oktober verschoben, weil man hoffte, so Werke zu einem Start  animieren zu können. Dann suchte man sich Termine aus, die für normale Besucher einen wichtigen Feiertag aufwiesen, der den Besuch des Rennens erleichterte.

Werfen wir doch mal einen Blick auf die „kleinen“ Unterschiede zwischen publizierten Zuschauerzahlen und der Anzahl der verkauften Karten:

2000 116.000/32.160
2001 132.000/42.932
2002 151.000/46.968
2003 194.000/50.653
2004 220.000/52.456
2005 180.000/41.310
2006 198.000/42.262
2007 210.000/41.824
2008 220.000/43.818

Ich ende bei 2008, weil die Zahlen aus den internen Aufzeichnungen der Nürburgring GmbH, Abteilung Marketing Kommunikation, stammen, die zufällig mit diesem Jahr enden.

Da weiß man dann auch, was man von den Informationen zu halten hat, die auch in diesem Jahr wieder publiziert werden, um schon im Vorfeld der diesjährigen Veranstaltung die Fans zu benebeln.

Da werden natürlich keine Lügen verbreitet, sondern da handelt es sich um „tolles Marketing“. Und wer's glaubt, wird selig. Und wer's nicht glaubt, der kommt in den Himmel.

Wenn Sie mal auf den letzen Truck-GP , den des Jahres 2011 blicken und registrieren, was dort von der neuen, privaten Betreibergesellschaft so an Zahlen geträumt wurde... - Nun, man hat das alles nicht gewusst. Und überhaupt... - Man ist eben erfahren. In allen möglichen Dingen. Und man gibt oben „am Ring“ sein Bestes.

Aber vielleicht macht man einfach nur ein tolles Marketing. - Und von diesem neumodischen Kram verstehe ich vielleicht zu wenig.

MK/Wilhelm Hahne

PS: Sie kennen inzwischen meine Feststellung und Meinung: Nero hat Selbstmord begangen. - Kurt Beck sollte einfach zurücktreten. - Natürlich aus gesundheitlichen Gründen. - Was sonst?

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33 Kommentare

man muss ich nur mal die verdeckten Einsätze der ...

.. ganzen Werksteams von Aston Martin, Audi, BMW, Mercedes, Nissan, Toyota, Porsche, Volkswagen aber auch der Reifenhersteller Dunlop, Michlein, Pirelli und Yokohama ansehen, um einen Eindruck dafür zu bekommen, welche gewaltigen Marketingbudgets hiner dem immensen materiellen und personellen Aufwand steht. Ais Köln ist eine "private" Truppe angereits aus dem Werk in dem Toyoyta Team Europe und aich da F1 Team von Toyota stammt(e), bei allen anderen Herstelelrn stehen die Motorsportabteilugen hinter dem Einsatz der privaten Teams, es werden keine Mühen und Kosten gescheut, eines der Teams als Repräsentaten der Masrke auf dem Pdium zu platzieren. Auch die durch die NAG strak erhöhten Startgelder und Nebenkosten werden ohne mit der Wimper zu zucken gezahlt, vielen kliene wirklich privaten Teams sit hier schin längst die Luft ausgegangen, nun domiterne die GT3 Boliden, von Breitensport kann überhaupt keine Rede meher sein. Mit der Dominaz der GT3 Boliden werden aber auch die Grenzen aufgezeigt, Mängel bei der Steckenaustattung und Streckensicherung wie eine magelnde Kommunikation und Signalisierungsmöglichkeiten werden deutlcih erkennabt und zeihen schwere Auffahrunfälle nach sich, Überholvorgänge können gar nicht anzegt werden, Gelb - und rotphasne nur vberspätet und nicht immer an allen Streckenposten .... Aber das interessiert niemanden, die Gelder flieesen leber in Betonburgen und nichtnutzbarfe Stahtlgerüste wie Aachterbahnne und Startampelanlagen, LOL Axel J. Zahn NürburgLeaks

Ihre Rechtschreibung

Lieber Herr Zahn, sollte Ihnen an der Arbeit von Herrn Hahne auch nur ein wenig am Herzen liegen, so wäre es dringend angeraten diese durch Ihre unsäglichen Texte in Zukunft nicht weiter herab zu würdigen. Der Inhalt Ihrer Kommentare geht regelmäßig an den von Herrn Hahne veröffentlichten Artikeln vorbei. Allein Ihre Rechtschreibung ist eine Beleidigung gegenüber den Mühen von Herrn Hahne! In diesem Sinne Rob Roy

Ich vermute mal stark, das

Ich vermute mal stark, das wurde auf einem "smart" phone via Touchscreen geschrieben ;)

Ich bitte um Entschuldigung ....

... wegen der Tippfehler. Als Linkshänder wurde ich vor 40 Jahren gewaltsam zum Rechtshänder umerzogen, wenn ich viel Text schreibe und auch emotional stark engagiert bin, geraten die Tasten auf meiner Tastatur durcheinander und ich erkenne die Fehler beim direkten Lesen leider auch nicht sofort. Ich vermisse auf dieser Seite die Möglichkeit, solche Postings korrigieren zu können. Auf diese Fehler hinzuweisen weicht jedoch deutlich weiter von Thema ab als der entsprechende Beitrag, der zumindest inhaltlich gut zu verstehen ist, IMHO. Zurück zu Thema: Wie am Ring gezählt wird, wissen wir doch alle: 30,000 Besucher an 4 Tagen multipliziert mit ihren Besuchen der Toiletten ergibt die erfreulich hohe Zahl von 200,000. Denn jeder Besuch einer Toilette ist ein Besuch, oder? ;-)

24h

Ich wette auf Rennabbruch während der Nacht, sind e´nur 30.000 Zuschauer da (200.000 Besuche). Die Fehlzeit im TV kann mit sonstiger Werbung gefüttert werden. Vorausgesetzt der richtige (Co.-Sponsor des ADAC - Motorwelt oder die größte gemietete Fläche am Ring für Besuche) führt das Rennen an. AUDI. Das im Morgengrauen wieder gestartete Rennen wir dann aufgrund der Sondersendung zum Bundesligarelegation Skandal zur Mittagszeit aus Sicherheitsgründen endgültig beendet. Es sind e´ nur noch 10.000 Zuschauer da (Geld im Sack). Der Rennausgang ist egal. Die Marketing Strategen haben in den Sonntagszeitungen schon veröffentlichet das AUDI "sensationell" (123 Ltr. Tank) das Rennen anführt. Die VIP`s sind längst Zuhause. Dann kann die Nordschleife für Touristenfahren um 16.00 Uhr geöffnet werden (NAG: Geld im Sack). BOP = B reitensport - O hne - P erspektive BMW Z4 GT3 mit ESP (Electronic Stability Control ). Das sind schon jetzt die besten Playstationfahrer! Kassiert das Finanzamt Mehrwertsteuer für 200.000 Eintrittskarten? Vergnügungssteuer? Oder könnten in diesem Fall dann genauere Angaben seitens des Veranstalters gemacht werden? Gruß aus Alzenau

24h

Sicherlich wird man die in diesem Jahr erstmalig erhobene Parkplatzgebühr ( die bis jetzt immer im Eintrittspreis enthalten war ) von 5€ pro Tag oder 15€ für alle Tage dazu verwenden die Wege zun den Audi VIP Zelten neu zu planieren und neu mit Lava zu schottern. ( siehe z.B. Flugplatz, Galgenkopf bis Schwalbenschwanz außen ). In der Mühlenbachschleife hingegen lauter Matschlöcher rund um das DSK Zelt und man wird dazu noch von Audi Streckenfahrzeugen die durch diese Löcher nicht gerade langsam fahren vollgespritzt und ausgelacht. Der einfache Motorsportfreund scheint den Herren beim ADAC nicht wirklich etwas Wert zu sein. Vielen Dank Herr Hahne " Don't crack under pressure " Ulli

24h Rennen

Habe mich gestern aufgerafft und nach langer Zeit mal wieder den Ring bzw.das 24h Rennen besucht. Parkplatz am Ausgang von Nürburg bekommen,5 Euro bezahlt,Auto in den Acker gestellt und den unumgänglichen Fußmarsch angetreten. Im Fahrerlager angekommen,erstmal umschauen was so los ist........... 1 Audi Sattelzug noch ein Audi Sattelzug noch ein....noch ein....noch ein.... aahhh ein Audi VIP Zelt,mehrere Haribo Sattelzüge,ein Haribo VIP Zelt,noch mehr Sattelzüge usw.usw. Kleineren Teams beim hektischen schrauben zuschauen.....Fehlanzeige........... Also zum Nachttraining auf die Tribüne und zwischendurch nochmal ins Fahrerlager..... Nachdem ich zum fünften mal von einem Audi Golfkarren angerempelt und teils bepöbelt wurde habe ich um 21 Uhr den Rückzug angetreten. Für die nächsten Jahre hat das 24h Rennen sicher wieder einen Besucher weniger,aber wen kümmerts eigentlich.......

...wir möchten aber doch

...wir möchten aber doch nicht das 2-stöckige! Gebäude des Herstellers mit dem schnellsten Buchstaben der Welt vergessen oder!?;-)

200000 Zuschauer

SWR übernimmt natürlich im Videotext den Schwachsinn von den 200000 Zuschauern. Würde gerne mal sehen wenn wirklich diese Anzahl kämen. Das gäb einen Stau bis Bonn.....lmw

Zuschauer

,dieses Jahr war es bisher recht leer auf den Zuschauer Plätzen, selbst im Brünchen ist noch jede Menge Platz . Mal sehen wie das zum Wochenende wird . Aber bei dem Wetter werden bestimmt 500.000 Zuschauer lieber das Werbefernsehen des Sport1 Senders anschauen .

Zuschauerzahlen

:-( 500.000 :-( in der nachfolgenden Quelle sind die "Mediazahlen" von 2011(nur 24h-Rennen): adac.24h-rennen.de/uploads/media/Mediadaten_24h_2011_04.pdf Simpel nachzurechnen sind die "Karfitzchen" ab 2000 aufwärts - mir ringt das immer ein müdes Lächeln ab (wie alle Wunschzahlen): Zuschauer (Wunschzahl) ./. Meter der Nordschleife (20.820) Vorausgesetzt sind Zuschauerplätzer einseitig rund um die Nordschleife ergibt bei 220.000 abzgl. 11.800 (die sind gerade in der Pause oder an der GP-Strecke) ./. 20820 = 10 Zuschauer hintereinander. Dies ließe sich locker abmildern wenn auf beiden Seiten Zuschauerplätze wären - die Kleinen und die mit Sofas natürlich nach vorne - die Großen nach hinten (mit Stehleiter) und jeder kann was sehen. Also ich finde das logisch - oder? Schließlich wurde ja auch jahrelang von jeder verkauften Eintrittskarten am Ring auch Beträge für den Besuch des Museums = tolle Besucherzahlen "weggebucht"!! mfg walter p. klöser

Nordschleife

Entschuldigung, aber müssen die ganzen Besucher um die Nordschleife herum Eintritt bezahlen? Bei den VLN Rennen kauft der Grossteil der Zuschauer ja auch keine Karte.

Tickets

...leider ja, nachdem unser Auto Schrott war wollten wir noch etwas an die Strecke gehenund selbst an den Zugängen zum Hatzenbach wurden wir freundlicherweise darauf hingewiesen doch auch unsere Karten vorzuzeigen...so dass auch der kleinste Fisch noch ins Netz geht.

Perspektive?

Meiner bescheidenen Meinung ist diese Veranstaltung tot, weiß es nur noch nicht und beginnt schon zu stinken. Verzeihen Sie bitte diese unappetitliche Analogie, aber manchmal muss man extreme Vergleiche aufbieten, um eine Aussage zu untermauern. Die Veranstaltung in der jetzigen Form wird es gewiss nicht mehr ewig geben. Man stelle sich nur vor, wie schnell der Haupt-"Sponsor" das Interesse verliert, wenn denn nun endlich der "Sieg" (wir alle kennen den Grad der Einflußnahme des Sponsors auf gewisse Variablen....) gelingt und entsprechend ausgeschlachtet wurde.... Bis dahin gibt es sicher noch reichlich Zeit, ein echtes Breitensport 24h-Rennen zu planen - für die Zeit danach. Zurück in die Zukunft. Ohne Ringe.

24h

Die propagandierten Besucherzahlen sind umgekehrt proportional zu den Teilnehmenden Teams. Mit Stolz wurden 171 Teilnehmer vermeldet. Nur 171? Waren das früher nicht 210, oder gar 230? Und musste man sich dafür nicht sogar noch qualifizieren? Weil es noch viel mehr Teilnahmewillige gab? Irgendwie ist das nicht mehr mein Rennen. Aber ich hatte immer schon ein Faible für die kleineren Klassen. Ich schaue es jetzt im Fernsehen. Und was mir auffällt bei den Bildern, die Besucherareale an der Nordschleife sehen nicht mehr so prall gefüllt aus wie in frühernen Jahren.

die Markteingexperten der NAG ...

,,, haben ihr Ziel erreicht: Die Zahl der Starter sollte deutlicih rediziert werden, ich glaube 170 war deren erklärtes Ziel. Die Experten träumen von einer Markenmeisterschaft mit Werksunterstützung, da haben Privatiers mit ihren alten Klapperkisten und geringen Budgets keinen Platz. Wie also wird man sie los? Man erhöht einfach die Kosten, da bleiben viele schon einfach weg. Dann ändere man den Zugang zum Fahrerlager, denn dort haben Partyzelte nichts mehr verloren, dies gehört nun Motorhomes, die man so bisher nur in der Formel 1 und DTM gesehen hat. Darüberhinaus klebe man den Preis/Liter an den Zapfsäulen ab, denn die Teams, die sich das noch leisten können, schauen da ohnehin nicht drauf. Da geben auch alte Hasen wie Willi Obermann irgendwann auf. :-( Den Fans versperrt man die Zugänge zu den Naturschutzgebieten, kassiert Müllpfand und Parkgebühren und macht für das Benutzen der Toiletten und dem Erwerb einer Currywurts die RingCard obligatorisch. Letztes Jahr haben noch Hunderte gegen diese Entwicklung protestiert, dieses Jahr bleiben Tausende weg! Kein Wunder das die Rechnung der Herren nicht aufgeht: erst eine Carbon Card für 6900 EUR ausgegen? Das reicht nicht wie folgendes Zitat aus der "Welt" von heutigen Tage zeigt: >>> Fünf Mio. Euro Mindestpacht sollte die NAG im Geschäftsjahr vom 1. Mai 2011 bis zum 30. April 2012 an die Nürburgring GmbH überweisen, geflossen sind laut Auskunft des für den Ring zuständigen Innen- und Infrastrukturministeriums des Landes gegenüber der "Welt" nur 320.000 Euro. Über die rückständige Pacht streiten sich NAG und Land vor Gericht, gleichzeitig droht das Land Lindner und Richter mit einer Räumungsklage. Pacht-Einnahmen von 320.000 Euro reichen der Nürburgring GmbH nicht, um ihren Zins-Verpflichtungen gegenüber der landeseigenen Investitions- und Strukturbank nachzukommen, demnach müsste die Nürburgring GmbH so gut wie insolvent sein. <<< auchg ein Zahlenwerk, welches nicht aufgeht: also: Wie ermittelt man die Zahl der Besucher? indem man die Zahl der Toilettenbesuche zählt! (man akn aber auch den erhöhten Wasserverbrauch und Zahl der Toilettenpapierrollen hochrechnen) denn: Jeder muss mehr 1 Mal, das wusste schon der ein oder andere Doktor vor den Lords of the Ring ;-) Axel J. Zahn NürburgLeaks

ist euch eigentlich

ist euch eigentlich aufgefallen das viels Spitzenteams aus den kleinen Klassen nicht mitfahren? vor allem aus der Clio-Klasse....?

Gähnende Leere

wenn man sich auf Sport 1 die Live Übertragung 5 Stunden vor Rennende, Sonntagvormittag um 11:00 bei bestem Wetter, ansieht, dann sieht man nicht nur leere Tribünen und leere Parkplätze sondern auch rund um die Strecke weit weniger oder dünner besiedelte Zeltstädte als in der Vergangenheit. Das snd nicht mal mehr 30,000 Zuschauer! Zu Zeiten als wirklich noch 100,000 oder 200,000 Besucher an den Ring kamen, da sah das Alles noch ganz anders auch, da hat man in Nürburg und Adenau die Straßen voller Menschen erlebt. Doch heute? Gähnende Leere! Und über die Medien wird die Mär von 200,000 (Toiletten-)Besuchern verbreitet, irgendwie versucht man noch imer den Bürgern die Ganzjahresdestination und Event Location Nürburgring glaubhaft zu machen. Oder sind es nur die Politiker und die Pächter, die sich hier aufplustern und in die Taschen lügen? Axel J. Zahn NürburgLeaks

Zuschauer

Hallo, ich war am Samstag vor Ort und ich kann Eure Angaben nicht bestätigen. Schon um 10:00 Menschenmassen ohne Ende, Völkerwanderung von B5(!), dort musste ich noch nie Parken. Die Tribünen auf Start und Ziel sowie Mercedes Arena waren um 13:30 schon überfüllt. Menschenmassen in der Startaufstellung, ich hatte das Gefühl alle Fans von der Nordschleife waren im Fahrerlager. Das Fahrerlager selbst war vor und während des Rennens sehr gut besucht. Mir war das alles fast schon zuviel, man hatte nirgend ein Plätzchen zum Regenerieren. Abends waren viele Fans in Nürburg unterwegs, die Biergärten und Restaurants waren sehr gut Besucht. Was mir allerdings aufgefallen ist, sehr viele Besucher hatten nur eine Tageskarte für Samstag. Daher wohl auch die leeren Ränge am Sonntag.

Porsche spircht soagt von ....

... 235,000 Zuschauern in der Pressemeldung zum 24h Rennen: >>> Der bestplatzierte Porsche 911 GT3 R, eingesetzt vom Frikadelli Racing Team, kam vor 235.000 Zuschauern auf Rang sechs ins Ziel. Die schnellste Mannschaft des Zeittrainings, das Wochenspiegel Team Manthey, erlebte dagegen ein äußerst schwieriges Rennen mit einem tragischen Schlusspunkt. <<< wi kommen die nur auf diese Zahl? Axel J. Zahn NürburgLeaks

nix wie weg ...

Der des nachts nach Ludwig-Unfall geschriebene Kommentar von Nick Heidfeld auf Twitter sagt alles : neuer Rekord auf der Heimfahrt nach Zürich (im alten Porsche) - weniger als 4 Stunden. NIX WIE WEG !!!

auch der SWR spricht von 230,000 Zuschauern

... und reiht sich in die Reihe der Hofberichterstatter ein: >>> Etwa 230.000 Motorsport-Fans hatten das 24-Stunden-Rennen besucht. Die meisten Besucher übernachteten auf den Campingplätzen rund um die Nordschleife. Da die Rennbesucher wie gewöhnlich in langen Abständen nach Hause fuhren - manche rüsten erst heute zur Abreise - gab es kaum Verkehrsbehinderungen. <<< http://www.swr.de/nachrichten/rp/-/id=1682/nid=1682/did=9763384/1vueykv/

Trauer keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast

Also der Herr Hahne hat ja prinzipiell meinen Respekt. Aber was er hier abläst ist schlichtweg blödsinn!!! Natürlich werden nicht annähernd 200.000 Tickets verkauft. ABER: 1. gehen viele Leute einfach durch den Wald an die Strecke -> sie zahlen keinen Eintritt. 2. Viele Leute gehen nur Campen, d.h. sie haben keine Eintrittskarten für die Strecke, wohl aber für die Camping-Plätze (zumindest teilweise, denn auch dort sind viele Leute verbotener Weise ohne Ticket). Und dass keine Tickets gekauft werden, ist die NAG selbst schuld. Ich zahle 10€ für Parken übers ganze Wochenende, komme dann Samstags um 18.00 Uhr an -> tut uns leid der Parkplatz ist voll. Dann parke ich mein Auto eben im Graben (aber nicht die weiße Linie berühren, sonst wird man abgeschleppt). Dann möchte man um 2 Uhr Sonntagsmorgens sein Auto endlich mal auf dem bezahlten Parkplatz abstellen -> tut uns leid, der Parkplatz ist voll.. was sol so was??? Wofür zahle ich dann Parkgebühren. Ähnliches zum Camping: 40€ für den Hänger und 15€ fürs Auto.. hallo, gehts noch? Das ist eine Wiese, kein Campingplatz. Wenns regnet, muss man sich von einem Traktor rausziehen lassen, weil man zumindest mit einem normalen PKW nichtmehr rauskommt. Folglich kann man also nicht einfach nur die verkauften Tickets als wahre Zahlen deklarieren. Das dort manche Leute garnicht am Rennen interressiert sind, sondern nur an der Party, mag zwar dem einen oder anderen negativ aufstoßen, es ist aber nunmal Fakt und passt dann auch zum Volksfest (kein Motorsportfest ;-) ). Auch das nur noch Werksteams fahren stimmt so nicht ganz. Ich glaube kaum, das der Manta von Opel unterstützt wird. Und auch die „Balance of Performance“ wird dann hier kritisiert. Tut mir leid, aber das ist nun einfach lächerlich. Natürlich fragt man sich, warum Teams die besser sind, bestraft werden. ABER: würde dies nicht eingeführt, bräuchte kein Privatteam mehr antreten, denn dann würden die Hersteller wie doof entwickeln, und die kleinen Teams könnten dem mit ihrem kleinen Budget nichts entgegensetzen. Und nun noch etwas zu Werksunterstützung: Peugeot hatte vor ein paar Jahren darauf verzichtet, eine ordentlich Belohnung für den Erfolg auszuzahlen, während Honda das für den Civic getan hat. Die Folge war, dass selbst der Herr Nett vom Peugeot/Citroen Autohaus mit einem Civic an den Start gegangen ist (zumindest in der VLN). Das Team um Herrn Nett ist aber trotzdem ein Privatteam geblieben, es ging halt nur darum die Kosten möglichst gut zu decken. Was ist daran nun verwerflich. Peugeot hat dies erkannt und scheint nun wieder zu zahlen, jedenfalls sind seit einiger Zeit wieder 2 Peugeot RCZ am Start. Also Herr Hahne, tuen Sie mir bitte einen Gefallen, und überdenken Sie Ihre Ansichten nochmals. Diese hier ist meiner Meinung nach zumindest vollkommen einseitig und falsch.

Schweinestall

Hallo Nürburgring Freunde!!!! Ich war heute Mittag am Ring und hab mir die letzten 2 Stunden vom 24 STD Rennen angeschaut. Ich stand im Pflanzgarten und Karusell. Ich bin geschockt . Ein einziger Schweinestall aus Müll halbabgebrannte Wohnwagen Zelte Campingstühle Brennende Feuer mit Plastikmüll......Liebe Leute wenn das zur Fastination und Flair des 24Std gehört, sollte man den so von euch gehasten Zaun um die Nordschleife 10Mtr höher bauen und den Nürburgring vor solchen Wandalen wie ihr es seit schützen. Die Eintrittspreise sollten um das 5 fache angehoben werden das damit der von euch verursachte und hinterlassene Dreck und Abfall beseitigt werden kann. Ihr solltet euch als Motorsportler etwas schämen........ "Safe the Ring"

Zustimmung

Kann Herrn Aspacher nur zustimmen: Es wird immer schlimmer. Zelte, Wohnwagen (Bauwagen), Wohnzimmergarnituren, alte Kühlschränke Fernseher werden extra für das Rennen besorgt und mitgebracht. Dann bleibt der ganze Müll halbverbrannt an der Strecke liegen. Ich denke die Schätzung von 230.000 Besucher basiert auf der Menge Müll die vorgefunden wurde ! Es ist wie im Fußball - Chaoten nehmen den Sport als Vorwand um die "Sau" rauszulassen. Wenn du zu Hause den "Gelben Müll" falsch sortierst - kriegst du einen Zettel ! Am Ring spielen Umweltschutz und Gesetze keine Rolle ! Das tut weder der Umwelt noch dem Sport gut !

Bis zu 200.000 Menschen? Glaube ich sofort!

„Bis zu 200.000 Menschen strömen jedes Jahr im Mai an den Nürburgring.“ Die Aussage ist so wenig konkret wie nur möglich und entspricht damit offenbar dem Zeitgeist. - Bis zu 200.000 Menschen: Also irgendwas zwischen 0 und 200.000. - jedes Jahr im Mai: Der Monat hat immerhin 31 Tage. - an den Nürburgring: Ich lese da nichts vom 24h Rennen; welches im Übrigen ab und an auch im Juni stattfindet. Sie etwa? ;-)

Gefühlt mehr Zuschauer als in 20122

Ich hatte jedoch den Eindruck, dass zwar weniger Camper aber wesentlich mehr Tageszuschauer als noch in 2011 das 24h Rennen besucht haben. Als ich mich am Samstagabend gegen 22.30 Uhr auf den Weg zur Grand Prix Strecke gemacht habe, waren auf dem Parkplatz A1 noch geschätzte sechs Parkplätze frei. Einen davon habe ich mir in der vorletzten Reihe gesichert. Später habe ich auf der BMW M Power Tribüne gegenüber der Boxengasse gesessen und sowohl diese, als auch die T4 und die Mercedes-Tribüne waren sehr gut gefüllt. Selbst dann noch als ich mich gegen 02.30 Uhr auf den Weg ins Fahrerlager gemacht habe um an Box 77 in der Schlange zu stehen um eine Curry-Krakauer mit Pommes und Mayo zu erstehen. Danach habe ich mich zur T12 (a+b) begeben und auch diese waren um kurz nach drei Uhr morgens gut gefüllt. Um 04.00 Uhr war ich dann wieder am Pflanzgarten und der Parkplatz war rappelvoll. Das habe ich in den vergangenen 23 Jahren so noch nicht erlebt. Ich kann mich im Gegenteil daran erinnern, noch vor ein paar Jahren, nur mit einer Hand voll anderer gegen Mitternacht auf den Tribünen gegenüber der Boxengasse gesessen zu haben.

Mehr Tagesgäste

Der Ausage bezgl. der Tagesgäste kann ich nur zustimmen. Auf unserer alljährlichen Wanderung vom Hatzenbach bis nach Breitscheid sind uns dieses Jahr weit mehr Leute entgegengekommen als die Jahre zuvor. Besonders auffällig wurde es zwischen Schwedenkreuz und dem Adenauer Forst. Dort war man eigentlich immer alleine unterwegs und konnte jeden weiteren Wanderer persönlich begrüßen. ;-) Kein Vergleich dieses Jahr, da hinten ging es zu wie am 1.Mai. Volkswandertag! Als wir irgendwann gegen 23h mit dem Shuttlebus von Breitscheid zum DSK-Zelt zurückfuhren war es an der Quiddelbacher Höhe mächtig voll. Ich habe dort noch nie so viele Autos stehen sehen. Im Pflanzgarten auf der anderen Seite der Bundesstr., wo wir unser Camp haben, war es eigentlich wie die letzten Jahre auch, entspannt. Nur der Schwalbenschwanz wird immer voller, sind vermutlich diejenigen, denen es rund ums Brünnchen zu arg wird.

Schwedenkreuz

Viele Besucher am Schwedenkreuz ist klar. Da kann man von Quiddelbach aus ohne Eintrittskarte hin - auch von der Quidelbacher Höhe kann man leicht am Wald vorbei - ohne Eintrittskarte an die Strecke ! Die Beobachtung der hier im Forum kann ich bestätigen - mehr Tagesbesucher und sicher viele ohne Eintrittskarte. Was solls - der ADAC kann es verkraften und der Ring wird eh vom Steuerzahler finanziert !

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