„JA zum Nürburgring“

Am 24. Mai 2012 wird es vor dem Landgericht Koblenz eine interessante Verhandlung geben, bei der eine Klage des o.g. Vereins gegen die Nürburgring GmbH (zu 90 Prozent im Besitz des Landes RLP) verhandelt wird. Es geht um 1,6 Mio Euro, die der gemeinnützige Verein zur Durchführung von Sicherheitsmaßnahmen an der Nordschleife des Nürburgrings beigesteuert hatte und die er nun – wegen einer offensichtlichen „Fehlentwicklung“ am Nürburgring – zurück fordert. Bei der am 11. Mai durchgeführten Pressekonferenz in Koblenz wollte der Verein aber nicht nur daran erinnern, sondern auch Lösungsansätze zur Lösung des aktuellen Dilemmas in der Eifel präsentieren.

„JA zum Nürburgring“

Es ist selten, dass die angedachte Funktion eines gemeinnützigen Vereins sich so deutlich in seinem Namen widerspiegelt wie hier. Es ist auch selten, dass die Leute, die so deutlich JA zu etwas sagen, genauso deutlich NEIN sagen, wenn die Entwicklung eine Richtung nimmt, die für das betreute Objekt das Schlimmste erwarten lässt.

Otto Flimm, der Vorsitzende des Vereins, ist auf dem Motorsport-Sektor ein „alter Hase“. Er hat den Motorsport nicht nur über Jahrzehnte beobachtet, sondern in den unterschiedlichsten Funktionen konstruktiv begleitet. Und jetzt sagt er:

„Ohne ein schnelles und beherztes Handeln der politisch Verantwortlichen wird es zu einem schweren Schaden für die Region und die einzigartige Sportstätte des Nürburgrings kommen.“

Und er scheut sich auch nicht darauf hinzuweisen, dass der verantwortliche Landesvater, Kurt Beck, am Vorabend in einer Fernsehsendung Dinge gesagt hat, die nicht der Realität entsprechen. So hat er z.B: davon gesprochen, dass beim Bau des neuen GP-Kurses, der 1984 fertig gestellt wurde, ausschließlich staatliche Gelder, Gelder der öffentlichen Hand, Verwendung fanden.

Otto Flimm dagegen stellt fest, dass der gemeinnützige Verein „JA zum Nürburgring“ damals schon einen Beitrag vom sechs Millionen DM leistete. Flimm verweist auch auf andere Widersprüche in den Aussagen des Herrn Ministerpräsidenten. Aber der ist ja gewohnt, dass ihm keiner widerspricht. Beck geht wohl  davon aus, dass niemandem auffällt, dass seine eigenen Aussagen oftmals widersprüchlich sind. Aber sie passen ihm jeweils gut in seine dann aktuellen Darstellungen.

Was – nicht nur - Otto Flimm und seinen Verein stört: Die derzeit problematische Situation am Nürburgring wurde durch fehlgeleitete Investitionen aus staatlichen Mitteln in sportfremde Wirtschaftsaktivitäten (wie z.B. Hotels, Feriendorf, Achterbahn, Diskothek usw.) ausgelöst. Die so geschaffene kritische Situation wurde dann durch die Verpachtung des Gesamtkomplexes an einen privaten Betreiber (ohne jede Ausschreibung) weiter verschärft.

So hat man auch Vergabe- und Beihilfebeschwerden bei der Europäischen Kommission eingereicht. Sagt Otto Flimm, der meint:

Nur durch ein grundsätzliches Umdenken und eine enge Abstimmung mit der Europäischen Kommission wird sich die Lage beihilferechtlich klären lassen.

Mit dieser Klärung in Abstimmung mit der EU-Kommission wurde übrigens die stellvertretende Ministerpräsidentin (und Wirtschaftsministerin) Eveline Lemke beauftragt. Dieses Mal hat sich Kurt Beck also als „Schwarzen Peter“ eine Dame ausgesucht. Sicherlich um den Frauenanteil bei den „Schuldigen“ (die Kurt Beck jeweils ausguckt!) zu erhöhen.

Otto Flimm machte auf der Pressekonferenz deutlich, dass sein Verein gerne einen konstruktiven Beitrag zur Lösung der von der Politik eigenverantwortlich geschaffenen Problematik leisten will. Aber schon vor Jahren wurde gute Vorschläge des Vereins – z.B. zur Einsetzung eines Fachmanns mit Motorsporterfahrung als Geschäftsführer der Nürburgring GmbH – von den Politikern missachtet. Für lange Zeit war diese Position eben eine Abstellplatz für Gescheiterte jeder Schattierung, die man aus dem prallen Licht der politischen Bühne in den Schatten der Provinz verfrachten wollte, da sie für bestimmte Leute der politische Szene aus bestimmten Gründen interessant waren.

So wurde der Nürburgring immer wieder für einige Zeit von den teuersten Lehrlingen der Welt geführt, die – wenn sie denn wenigstens pfiffig waren – die Politiker auf der Fährte von Statistiken, Gutachten und wissenschaftlichen Untersuchungen in Richtung Abgrund führten. Die Politiker haben das – da weit von der Realität entfernt – nicht begriffen, da sie immer nur den Horizont mit ihren Visionen im Auge hatten.

Der Verein „JA zum Nürburgring“ erinnerte auf der Pressekonferenz daran, dass dieses Mal folgende Eckpunkte beachtet werden müssen:

1. Trennung der Sportinfrastruktur des Nürburgrings von Hotellierie- und Freizeitaktivitäten.
2.  Betrieb der Sportstätten des Nürburgrings durch eine öffentlich-rechtliche Gesellschaft.

Otto Flimm ist in Kenntnis der wichtigen Eckdaten davon überzeugt, dass die Rennstrecke kostendeckend betrieben werden kann. Kostenmäßig unnötige Belastungen erfuhr diese Sportstätte erst,  nachdem man – aus welchen Gründen auch immer – sich in betriebsfremde Wirtschaftsaktivitäten verstrickt hatte.

Die Träger des Vereins „JA zum Nürburgring“ sind davon überzeugt, dass dem Komplex Nürburgring durch die aus staatlichen Mitteln finanzierten neuen Hotel-, Gastronomie- und Freizeitaktivitäten mehr Schaden als Nutzen zugefügt wurde.

In der offiziellen Presseerklärung des Vereins heißt es:

„Die aus Sicht des Vereins unabdingbare strukturelle Trennung der Rennstrecken von den sportfremden Wirtschaftsaktivitäten sollte durch eine Veräußerung der Unternehmen des Hotellerie- und Freizeitbereichs im Rahmen transparenter Verfahren ergänzt werden. Dies wäre ein klares Signal an die Europäische Kommission, dass in Zukunft Wettbewerbsverzerrungen ausgeschlossen werden sollten.“

Man hat auf dieser Pressekonferenz auch noch weitere detaillierte Vorschläge gemacht, die aber alle nur unter der Voraussetzung erfolgen können, dass die wesentlichen Eckpunkte – wie oben genannt – erfüllt werden.

Bezeichnend ist, dass diese Pressekonferenz von den beratenden Rechtsanwälten des Vereins (FREY Rechtsanwälte, Köln) organisiert war. Diese Rechtsanwälte werden den Verein auch beim bevorstehenden Prozess vor dem Landgericht in Koblenz vertreten.

MK/Wilhelm Hahne

PS: Sie kennen inzwischen meine Feststellung und Meinung: Nero hat Selbstmord begangen. - Kurt Beck sollte einfach zurücktreten. - Natürlich aus gesundheitlichen Gründen. - Weil alles andere einem Schuldeingeständnis gleich käme. (So empfindet das wohl Kurt Beck.) - Sie verstehen?

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17 Kommentare

Verein "Ja zum Nürburgring"

Wir stehen vor der grössten Energie- und Rohstoffkrise der Menschheitsgeschichte, und in Deutschland gelten Vereine als "gemeinnützig", die sich die "Förderung des Motorsports" zum Ziel gesetzt haben. Man fasst sich an den Kopf. Herzlich willkommen in Deutsch-Absurdistan!

Energiekrise

Ihre "grösste Energiekrise der Menschheitsgeschichte" ist genauso selbstgemacht wie das Debakel am Ring. Daneben trifft sie bei uns zu, andere Länder haben davon nichts mitbekommen da sie nicht alles glauben was in der Qualitätspresse geschrieben steht. Und gerade in Rheinland Pfalz entsteht ein Windspargelfeld neben dem nächsten. Die Energiekrise ist also weit weg, HIER wird alles gut, denn die Energie muss politisch verordnet unbezahlbar werden.

Keine Energiekrise?

Die Verknappung von Ressourcen hat nichts mit Glauben zu tun, sondern ist eine Tatsache. Vor der Küste Brasiliens stochert man momentan in einer Wassertiefe von 1500m mit einem 4000m langem Bohrgestänge im Meeresboden herum, um an das Erdöl heranzukommen. Das ist nicht nur extrem teuer, sondern ebenso riskant. Und man macht es trotzdem, nicht um der "Qualitätspresse" Stoff zu bieten, sondern weil die "angenehmen" Öl-Vorkommen mittlerweile erschlossen sind. Das Gebräu, das die Saudis aktuell fördern, besteht übrigens bis zu 50% aus Wasser. Trotzdem wird man auch in 50 Jahren problemlos 5000 Liter Heizöl bestellen können. Die Frage ist nur, ob man es auch bezahlen kann. Und selbst wenn der Liter Benzin 5 Euro kostet, wird man auf dem Nürburgring immer noch im Kreis herumrasen wollen. Aber kein Politiker wird es sich dann noch erlauben können, diesen Irrsinn mit Steuergeldern zu subventionieren. Als Gerhard Schröder 1998 Bundeskanzler wurde, da kostete ein Barrel Erdöl ca. 15 Dollar. Heute liegt der Preis bei ca. 100 Dollar je Barrel. Und die meisten Inder und Chinesen fahren immer noch mit dem Fahrrad durch die Gegend Alles klar?

Realität

Vor 40 Jahren war das Öl schonmal alle. Kein seriöser Experte weiss wirklich wieviel Erdöl vorkommen noch unentdeckt sind. Allein das Öl auf Norwegischen Hoheitsgebiet würde für Europa viele Tausend Jahre ausreichen. Und was ist mit dem Fund in Brandenburg? Es hat doch Methode das darüber kaum berichtet wird, es wäre ja eine Katastrophe wenn Deutschland nun ein Ölförderland würde. Wahrscheinlich werden diese Flächen schnell unter der Hand für ein Butterbrot an die Ölmultis verkauft, die uns den daraus gewonnenen Sprit wieder Teuer zurück verkaufen werden. Und alle Politiker die an dem Deal beteiligt sind bekommen einen hoch dotierten Posten im Aufsichtsrat. So läuft das hier...

Gratulation, da plappern Sie

Gratulation, da plappern Sie genau das nach, was die Öl-Multis uns immer erzählen. Fakt ist, mit den neuen Fördermethoden (momentan Fracking) muss mehr investiert werden. Das wird durch die großen Gewinne aber wieder mehr als ausgeglichen. Trotz aller Widrigkeiten sind die Öl-Konzerne äußerst profitabel (Bsp. Exxon-Mobil, Rekordgewinn 2011!). Die Politik schaut zu bzw. weg, denn die Umweltauflagen sind lasch oder überhaupt nicht vorhanden. Künstliche Verknappung ist neben Obsoleszenz die Grundlage für die heutige Wachstumswirtschaft. Alternativen wären längst verfügbar. Z.B. das 1l-Auto von VW, eine sündhaft teure Studie, die sich bestimmt prima unter Verwendung günstigere Werkstoffe als 1,5 l-Auto fertigen ließe. Auch das Elektro-Auto könnte längst flächendeckende Realität sein, wenn die Öl-Konzerne nicht maßgebliche Patente aufgekauft hätten und die technologische Entwicklung bremsen würden. Stattdessen wird jahrelang das Wasserstoff-Auto als Heilsbringer gepriesen. Was das Subventionieren dieser Technologien angeht, das wird so lange weiter gehen wie noch Öl gefördert werden kann. Die heutigen Preise für Öl wären vor 40 Jahren undenkbar gewesen, Geschichte wiederholt sich ...

Krise

Wir steuern in diesem Land auf eine ganz andere Krise zu. Die totale Volksverblödung.

Def. Gemeinnützigkeit

Gemeinnützigkeit ist ein rein steuerrechtlicher Tatbestand. Eine steuerliche Privilegierung kommt in zwei Situationen zum Tragen: 1. wenn Einnahmen erzielt werden, die als geringfügig anzusehen sind 2. wenn die Einnahmenerzielung zur Art der gemeinnützigen Tätigkeit, die Förderung von Wissenschaft und Forschung, Bildung und Erziehung, Kunst und Kultur sowie des Sports notwendigerweise dazugehört

Gemeinnützigkeit des Motorsports

Auch ich bin der Ansicht, dass die Förderung des Motorsports, insbesondere der Formel 1, meinnützig und notwendig ist. Vielen Dank dafür! Euer Ekelstone

nur wird allgemeinhin die Gemeinnützigkeit von ...

... Motorsportveranstaltungen und deren Förderung in Zweifel gezogen, weil diese Art von Veranstaltungen doch nur von einer priviligierten Miderheit betrieben würde, Breitensport in Verbindung mit Motorsport ist für viele eine Mär und bewegt schon lange ncht mehr die Massen wie zu Wirtschaftswunderzeiten.

Zukunft

Herr Flimm hat ja vollkommen recht was die Bewertung des Freizeitparks angeht (ein Fall für den Sanierer). Nur - zu hoffen das man an der Nordschleife mit Konzepten aus den 70/80 er Jahren die Zukunft meistern kann halte ich für reichlich optimistisch. Nehmen wir das 24 Stunden Rennen - sicher einmal im Jahr eine tolle Veranstaltung. Nur zeigt diese Veranstaltung auch das die Infrastruktur an der Nordschleife völlig unzureichend und veraltet ist. Über (rechtlich fragwürdige) Ausnahmegemehmigungen im Landschaftsschutzgebiet zu zelten, campen oder Wagenburgen mit Lagerfeuer (Waldbrandgefahr) zu bauen und dann Müllberge im gigantischen Ausmaß zurückzulassen - das funktioniert evtl. einmal im Jahr - aber sicher nicht über eine ganze Saison. D.h. hinsichtlich Infrastruktur müsste an der Nordschleife massiv investiert werden. Das waren ja auch immer die (vorgeschobenen) Grunde für den Bau einer Grand-Prix Strecke. Auch die hohen Unfallzahlen auf der Nordschleife werden auf Dauer nicht weiter akzeptiert werden können. Wenn Herr Flimm von Breitensport auf der Nordschleife spricht - wird auch die erhebliche Investitionen in die Sicherheit der Strecke erfordern. Also im Kern: Der Nürburgring kann eine Zukunft haben - nur selbst tragen - wird er sich niemals !

24-Stunden-Rennen

Lieber eifler, das "24-Stunden-Rennen" auf der Reichsrennstrecke Nürburgring hat nur bedingt etwas mit Motor-Sport zu tun (wenn man diesen lärmenden Unsinn überhaupt "Sport" nennen kann). In erster Linie geht es darum, den (auch von der Polizei gefürchteten) "Kampftrinkern" aller Nationen die Möglichkeit zu bieten, unter dem Deckmäntelchen einer seriösen (?) ADAC-Veranstaltung, eine Woche lang (168 Stunden) hemmungslos die Sau rauslassen zu dürfen (Saufen-Gröhlen-Blödsein). Das Personal des Adenauer Krankenhauses kennt sich diesbezüglich aus und ist bestens vorbereitet. PS. Kurt Beck nennt das "Förderung einer strukturschwachen Region" und das ADAC-Fossil Flimm "Förderung des Breitensports".

Muss Ihnen Recht geben: Sie

Muss Ihnen Recht geben: Sie bringen selbst das stärkste Argument weshalb die Politik hier tätig wird.. Das Volk soll seine Spiele bekommen und sich dabei am besten völlig zudröhnen. Das Ziel wird erreicht.DIe wenigen echten Feens fallen nicht ins Gewicht. Ist genau wie im Fussball. Absolut notwendig ein zweites grösseres Stadion zu bauen, wenn der Schulsport ausfällt da das Hallendach nicht repariert werden kann wegen angeblichen Geldmangel. Der Sport ist völlige Nebensache.

wie Nero und anderes Despoten in der Geschichte wussten:

"Das Volk will unterhalten werden." Auch heute ziehen Gladiatoren in den Ring, Spiele wie die Formel 1 werden manipuliert um mehr Chancengleichheit zu schaffen, Beinahekatastrophen wie gestern nach dem Großen Preis von Spanien besser tot geschwiegen, alles nur Blendwerk hinter dem die Politik ihre Machtspielchen praktiziert. Das Volk will es ja nicht anders. Die wenigen, die sch dagegn auflehnen, versucht man mit legalen und nicht legalen Mitteln mundtot zu machen, nur der schnöde Mammon zählt :-(

Blinder Umweltaktivismus

An die Herren? Cäsch is Fäsch,Blue Bull und T.Fahrt. Darf man erfahren auf welcher HP bzw. in welchem Forum selbsternannter Experten und Umweltaktivisten die HP von Herrn Hahne als neues Feindbild und primäres "Angriffsziel" veröffentlicht wurde? Wie sonst ist es zu Erklären das unter dem "Deckmäntelchen" der Anonymität ,einem seriösen und anerkannten Journalisten,Zweitklassiges Halbwissen als einzige Wahrheit präsentiert wird? Genausogut kann man argumentieren das sämtliche Bundesligaspiele wegen zweifelhaftem sportlichem wert abgeschaft werden müssen,da sie nur die Plattform für Prügelnde Huligans und sonstige Kampftrinker darstellen. Da Bundesligaspiele Terminlich sowie Zuschauermässig einem 24h Rennen ebenfalls zahlenmässig überlegen sind sollten sie dringenst vorrangig auf die Agenda gesetzt werden. nicht zu vergessen die wesentlich höhere metangasbildung im Kontext zu Weltklima das Deutschland ganz alleine retten muss! Leben und Leben lassen sollte die Devise sein! Nein,ich ärgere mich immerwieder aufs neue wenn sachlich und fachlich sauber ausgearbeitete Themen von anonymen Trollen in den Schmutz gezogen werden! mfg. M. Szönyi

Anonyme Halbwissende

Sehr geehrter Herr Szönyi, ich finde es ausgesprochen grosszügig von Ihnen , dass Sie Menschen, die mit dem Motorsport der Jetzt-Zeit nichts anfangen können, dennoch ein gewisses Lebensrecht zubilligen. Es waren übrigens die "Nicht-Anonymen Vollwissenden", die das Projekt "Nürburgring 2009" realisiert haben. Mit diesen Genies kann auch Herr Hahne nichts anfangen. Und der braucht auch keine Realitätsblinden, die ihn trösten müssen, denn der Mann ist Journalist. Viele Grüsse von den halbwissenden anonymen Umweltaktivisten.

was der anonyme Halwissende noch sagen wollte

Mein lieber Herr Szönyi, ich gebe es zu: Ich weiss nicht, wo in einem Formel 1 Auto Warndreieck und Verbandskasten untergebracht sind oder wo das GPS zu finden ist. Dafür weiss ich aber, wie man aus Wasserstoff und Kohlendioxid Methan herstellen kann (keine Flatulenz!). Und ich weiss auch, wo man nach Erdöl suchen muss, wenn man wirklich welches finden will. Ferner kann ich Computer nicht nur bedienen, sondern ich weiss auch, wie sie funktionieren und wie man sie zusammenbaut. Für einen vollwissenden Motorsportler mögen das relativ belanglose Fähigkeiten sein. Ich bin damit aber bisher recht gut durchs Leben gekommen und muss mein Auto nicht mit albernen Werbeaufklebern verunstalten und um Subventionen betteln.

Schade, Sie haben nichts

Schade, Sie haben nichts verstanden oder nur zu schnell gelesen? Ich unterstütze die Position von Herrn Hahne habe nur dargelegt weshalb sich die Politik geradezu zwingend aufopfert um eine Ganzjahresdestination zu schaffen. Das in der "neuen" Eifel Freunde des Motorsports überhaupt keine Rolle spielen haben sie nur nicht bemerkt, passt aber zu den Schimpftiraden und ergibt ein durchaus rundes Bild.

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