Es geht auch klaglos! - Ein Signal?

Eine klaglose Räumung ist nur dann auffallend, wenn man sich um die Besitzverhältnisse Gedanken machen muss und der Räumer eigentlich nicht zu den (T)“Räumern“ zu zählen ist. Wer nachfolgende Geschichte verstehen, begreifen will, der sollte zunächst noch einmal auf diesen Internetseiten um zwei Jahre zurückklicken. Am 12. Februar 2010 stellte ich die Frage: „Wieviele Häuser stehen im 'Lindner-Ferienpark' in Drees?“ (http://motor-kritik.de/node/126). Wenn Sie nun schon mal im Jahr 2010 sind, sollten Sie gleich noch meine Geschichte vom 25. April 2010 anklicken: „Ist der neue Betreibervertrag ein Beleg für die umsichtigen Verhandlungen von Hering mit den Betreibern?“ (http://motor-kritik.de/node/111). - Wenn Sie dann beim Lesen folgender Geschichte das Theater um die aktuelle Kündigung der NAG und die damit verbundenen Klagen beider Seiten (NG ./. NAG und umgekehrt)  - aber auch an die geheimen  „Vergleichsgespräche“  - und die Verkündung von Halbwahrheiten (die Gerichtskosten sind eingezahlt) nicht vergessen, dann liest sie sich so, wie sie gemeint ist.

Es geht auch klaglos! - Ein Signal?

In diesen „klaglosen“ Fällen sind zumindest die Besitzverhältnisse klar, bzw. sie lassen sich klären. Manche „Kleinigkeiten“ waren da in der Vergangenheit einfach untergegangen, nicht beachtet, falsch bewertet worden. Jetzt wird nun offensichtlich etwas aufgegeben, was eigentlich mal als „Bindemittel“ zur Eifel-Region gedacht war. - Oder habe ich da etwas falsch verstanden?

Beginnen wir mal in Nürburg, wo nahe der Rennstrecke, direkt an der Hauptstraße die Tribüne T13 steht, die – aus welchen Gründen auch immer – offenbar bei der Nürburgring Automotive GmbH einen Sonderstatus genießt: Sie wird bei wichtigen Rennen nicht mit Zuschauern belastet – oder um es anders auzudrücken: Es werden für die T13 keine Karten verkauft. Das war z.B. beim letzten Formel 1-Grand-Prix schon so (ich habe das s. Zt. mit einem Foto belegt) und das sollte auch zum 24-Stunden-Rennen so sein, wie ich hörte. - Ich hatte nicht falsch gehört, wie folgende Aufnahmen beweisen:

 

 

Am gleichen Tag mit einer anderen Optik in eine andere Richtung – nämlich der Tribünen an Start und Ziel – geschaut, was gleichzeitig einen Eindruck von der Masse der Besucher zum 24-Stunden-Rennens vermittelt. (Ich habe vor Kurzem ja schon über die Zahlen-Realitäten der letzten Jahre informiert.) Man rechnet mit 200.000 Besuchern, sagt der Veranstalter. Und u.a. der SWR vermeldet dann in „öffentlich-rechtlichem“ Auftrag brav – wie andere Medien auch: „Rund 200.000 Besucher werden erwartet“. - ??? - Hier ein Foto vom Freitag, bei der Startaufstellung zum Rennen der „24-Classic“  auf der Gesamtstrecke:

 

Und es wurden dann auch – wirklich frech und ohne reale Basis – 235.000 Besucher für das 24h-Rennen vermeldet. Und die Medien plappern es nach. Klar - bei „so wenigen“ Besuchern musste die T13 leer bleiben. Sonst wären es wohl noch deutlich mehr gewesen. - Oder? - Wer sich mit Mainzer Politikern über viele Millionen (Euro!) streitet, hat wahrscheinlich jedes Gefühl für realistische Zahlen verloren.

Selbst ein so erfahrener Sport-Funktionär wie Otto Flimm (auch Vorsitzender von „JA zum Nürburgring“) nimmt das Handeln der neuen privaten Betreiber in dem o.e. „Tribünen- Fall“ als notwendig hin, geht davon aus, dass dieses Handeln von Fakten bestimmt ist. Das kann man aus seinen Ausführungen schließen, die er am 11. Mai 2012 auf einer Pressekonferenz in Koblenz machte. - Sind die Handlungen der privaten Betreiber in diesem Fall wirklich glaubwürdig?

 

Ich habe mal beim Bauamt in Adenau nachgefragt. Dort hat man zwar (privat) auch schon davon gehört, auch von dem Gerücht, dass man die Tribüne aus Gründen der Statik nicht mehr belasten könnte, aber es gibt dafür keine belastbare „amtliche“ Unterlage oder irgendeine sachliche Information. „Uns ist dazu offiziell nichts bekannt“, sagte man mir und machte mich gleichzeitig darauf aufmerksam, dass man diese T13 – gleich aus welchen Gründen – nicht einfach abreißen könne. „Die Tribüne hat gleichzeitg die Funktion einer Schallschutzwand in Richtung Nürburg.“

Es kann durchaus sein, dass die eigenartige Abwicklung eines Grundstücks- und Hauskaufs in Nürburg die Gerüchteküche geschürt hat. Denn direkt an der alten Zufahrt zur Nürburgring-Nordschleife, die z.B. auch von der Industrie bei den so genannten „Industriewochen“ genutzt wird, war vor einiger Zeit ein Grundstück (mit Haus) im Angebot. - Teuer, zu teuer. - Trotzdem hörte man plötzlich von Verhandlungen mit einem Interessenten.  - ??? -

Der „Interessent“ erwies sich als eine Dame, die zum Zeitpunkt ihrer Kaufsabsichten Mitarbeiterin der NAG war. - Woher hatte die Mitarbeiterin das Geld? - Wer räumte ihr einen Kredit in der notwendigen Höhe ein? - Was wollte sie mit dem Objekt?

Die Dame hat es schließlich zu einem – wie ich finde – zu hohen Preis erstanden. Und plötzlich sickerte durch, dass der tatsächliche Käufer im Umfeld einer der Nürburgring-Firmen von Kai Richter/Jörg Lindner zu finden wäre. Die Dame wurde wohl nur „zum Schein“ vorgeschoben. - Kaufte sie für einen „Dritt-zu-Benennenden“?

Dann haben nach der Abwicklung des Kaufvertrages auch Mitarbeiter der NAG auf dem Grundstück Aufräumungsarbeiten durchgeführt, Bäume, Büsche beseitigt. „Aber die Jalousie hängt immer noch schräg in einem Fenster“, beanstandet ein Nürburger Bürger mir gegenüber.

Die hängt also auch heute noch schräg. Aber inzwischen ist für alle sichtbar ein wirklich großes Schild aufgestellt worden, das – wenn man fotografisch die Nähe zur T 13 darstellen will – sich so darstellt:

 

Obwohl tatsächlich das Grundstück mit einem Haus (wenn auch in nicht sehr gutem Zustand und von geringem Bauwert) bebaut ist, wird in dem „Verkaufsangebot“ auf eine Erwähnung dieses Bauwerks verzichtet:

 

Nur das Grundstück findet Erwähnung und eine Bauvoranfrage für ein Appartmenthaus. Der Preis? - Jetzt beim Verkauf  höher als vorher. (Unter uns: Gekauft für unter 300.000 €, verlangt werden über 300.000 €.) Die Aufräumarbeiten haben wohl ihren Niederschlag im Preis gefunden. Tatsache ist aber, dass sich der (die?) Besitzer wohl – nach der neuesten Entwicklung  durch Entscheidungen in Mainz/Nürburg – nun wieder von dem Grundstück trennen, es wieder zu Geld machen will (wollen). - Normal? - Was ist am Nürburgring in Verbindung mit den Partnern der Landesregierung schon normal?

Wenn man sich einmal weiter umschaut, passt das aber ins Bild. Es ist optisch ein schönes Bild.

 

Vorher gab es hier nur Bäume und Wiesen:

 

Der Berater, Projektentwickler und (lt. Aussagen von Mainzer Politikern) „Investor“, Kai Richter, hat in Drees durch den Ankauf von Ackerland und die Umwandlung in Bauland nicht nur die Basis für ein Feriendorf geschaffen, dass nun unter der Bezeichnung „Lindner Ferienpark Nürburgring“...

 

...vermarket wird, sondern wirklich versucht, den Gästen einen guten Eindruck von der Landschaft in der Hocheifel zu vermitteln:

 

So harmonisch – einschließlich der passenden Wolken – stellt sich hier die Eifel dar, wenn man aus diesen Häusern...

 

 

...über's Land schaut.

 

Es hatte mich schon vor Jahren interessiert, wieviel Häuser wohl hier in Drees stehen. Wenn Sie meine „alte“ Geschichte dazu gelesen und die Fotos betrachtet haben, dann wissen Sie, dass die Bauantrag 103 Häuser vorgesehen waren. Im Zahlenraum bis 100 bin ich wohl nicht so ganz sicher;  hatte ich es bisher auch niemals geschafft – selbst mit Hilfe meiner vielen Leser nicht – zuverlässig (!) die genaue Zahl zu ermitteln.

Die angeschriebenen Lieferfirmen der Fertighäuser – es waren zwei (Weber u. Reif)– haben entweder nicht auf meine Anfragen geantwortet oder eine Antwort mit Hinweis auf „Datenschutz“ abgelehnt. So bin ich auch nicht sicher, ob der Kauf der Häuser damals über die MI-Haus in Cham (Schweiz) oder die MI-Haus in Düsseldorf erfolgte. Beide haben etwas mit Kai Richter zu tun, obwohl der bei der MI-Haus in Cham schon vor Jahren offiziell ausgeschieden ist.

Immerhin gab es schon lange vorher einen Hinweis auf MI-Haus, als nämlich ein „Musterhaus“ in Kirsbach entstand, das dann zum Firmensitz unterschiedlicher Unternehmungen des Düsseldorfers Kai Richter, Geschäftsführer der Mediinvest, wurde.

 

 

Wenn man sich aber die Daten der Firmengründungen der MI_Haus, Düsseldorf, ansieht, die Vorlaufzeiten bei der Bestellung von vielen Fertighäusern berücksichtigt, dann müsste eigentlich der erste Auftraggeber in der Schweiz (Cham) seinen Firmensitz haben. MI-Haus, Düsseldorf, war dann später der „General-Übernehmer“ (lt. Bauschild).

 

Erstaunlich für mich auch, dass die Fertighausfirmen einen Auftrag für eine so große Anzahl Häuser akzeptierten, obwohl es für den vorgesehenen Aufstellungsort keine Baugnehmigung gab. Auf dem Weg dahin wurden immer wieder – wie schon beim Bau der „Abfertigungshallen“ am Ring – nur Teilbaugenehmigungen erteilt. Die letzte so spät, dass eigentlich die Häuser schon vorproduziert sein mussten. - War also die Umwandlung von Acker- in Bauland und die grundsätzliche Baugenehmigung nie in Frage gestellt? - Wurde hier der Öffentlichkeit, dem interessierten regionalen Hotel- und Beherbergungsgewerbe nur ein Theater in mehreren Aufzügen vorgespielt worden? - Das könnte ein
politisches Schmierentheater gewesen sein!

Jetzt, diesen Wochen, fand ich zufällig ein Angebot im Internet, das mich als Journalist interessierte:

 

Da wurde ein Haus, komplett eingerichtet, zum Kauf angeboten. Nicht nur die Lagebeschreibung machte mich neugierig, sondern auch der Verkäufer:

 

Wenn ich mir das Angebot genauer angeschaut habe...

 

...dann bin ich ins Grübeln gekommen: Die Einrichtung war praktisch mit jenen Häusern identisch, wie sie in Drees aufgebaut sind. Die Möbel, viele andere Details, sogar die Wandbilder, die von einer Düsseldorfer Firma geliefert wurden, die von einer Dame ins Leben gerufen worden war, die ihr Leben mit einem Geschäftsführer teilt, der selbst  - und mit seiner Firma - als Berater, Projektentwickler, Investor gilt und nicht nur Jagden (in der Eifel) gepachtet hat, sondern auch eine Yacht besitzt. (Auf Empfehlung des Bundespräsidenten-Anwalts, durch das Kölner Landgericht bestätigt, nenne ich hier keine aktuelle Liegeplatznummer, zumal ich auch nicht in ein "schwebendes Verfahren" der Staatsanwaltschaft Koblenz eingreifen will.)

Aber ich bin mal nach Welcherath gefahren. Das ist nicht weit von Drees entfernt, auch nicht weit von Kirsbach, wo Kai Richter im Anfang seines Auftretens hier in der Eifel dann auch schon mal Lokal-Politiker zu sich einlud. (s. Seite 218 meines Buches zum Thema Nürburgring) Oder wo ein Pferdestall (im „Außenbereich“ – natürlich mit amtlicher Genehmigung)...

 

...entstand, der aber schon im letzten Jahr zur sonst üblichen Zeit (z.B: Sommerferien) zum Erstaunen von Kirsbacher Mitbewohnern nicht genutzt wurde. - Von wem wohl?

Will man nach Welcherath fahren, biegt man im Kreisverkehr am „Lindner-Congress-Hotel“ (das leider „irrtümlich“ mit seiner Baustelle ein wenig gegenüber der ursprünglichen Planung „verrutscht“ ist) auf der B 258 ab und sieht nach wenigen Kilometern dann den kleinen Ort (um 125 Einwohner) vor sich.

 

Wenn man näher kommt, dann fallen eigentlich die zwei Häuser kaum auf, die mich aber besonders interessierten.

 

Schauen Sie mal – vom rechten Bildrand ausgehend – auf die Häuser zwei und drei. - Zugegeben: Ich habe da vielleicht einen anderen Blick, aber ich zeige sie Ihnen mal aus anderer Blickrichtung und Sicht:

 

Erinnern Sie diese Häuser nicht auch an solche, wie sie in Drees im Ferienpark stehen? - Wobei bei mir wieder die Frage (die „alte“ Frage von 2010) auftauchte: Wievele Häuser stehen eigentlich in Drees?

Ich bin dann auf eine Unterlage gestoßen, die die Lindner Hotels AG wohl für ihre Gäste erstellen ließ, damit die zu ihren angemieteten Häusern finden können. Da ist klar zu erkennen: In Drees wurden 98 Ferienhäuser aufgestellt. (Eine pdf-Datei der Lindner-Info finden Sie unterhalb dieser Geschichte als Anhang.)

Auf den Internetseiten der Firma Mediinvest in Düsseldorf, die von Herrn Kai Richter als Geschäftsführer betrieben wird, ist zum Projekt „Lindner Ferienpark Nürburgring“ zu lesen (http://www.mediinvest.de/site.php?id=2):

„An der Rennstrecke in der Eifel ist die neue "Erlebniswelt Nürburgring" entstanden. Teil des Gesamtkonzeptes ist der Lindner Ferienpark, den die Mediinvest GmbH in unmittelbarerer Nähe des Kurses verwirklicht hat. In drei Bauabschnitten sind rund 100 einladende Ferienhäuser entstanden.“

Noch klarer ist es in einer Pressemitteilung der Motorsport Resort Nürburgring GmbH vom 9. Dezember 2009 formuliert, wo man lesen kann:

„'Mit dem Wellness- und Empfangsbereich ist der letzte Bauabschnitt des Ferienparks fertig gestellt. Der Ferienpark mit den 100 Häusern ist in Rekordbauzeit von nicht einmal neun Monaten errichtet worden. Dem am Bau beteiligten Unternehmen - insbesondere MI-Haus GmbH, Streif GmbH, Weber Haus GmbH & Co. KG und Peter Weber Architekten - möchte ich herzlich danken', erklärt Kai Richter, Geschäftsführender Gesellschafter der Mediinvest GmbH.“

Zwei im Sinn, hundert schreib' hin. - Nun weiß ich also, dass Welcherath wohl als so'ne Art „dritter Bauabschnitt“ empfunden werden kann. Denn hier stehen die in Drees fehlenden zwei „einladenden Ferienhäuser“.  - Oder habe ich da etwas falsch verstanden?

Jedenfalls wird eins der zwei in Welcherath stehenden Ferienhäuser nun verkauft. Für 258.000,-- Euro. Von der RIVV. - Kennen Sie nicht? - Das ist die Rheinische Immobilien-, Versicherungs- und Vertriebsgesellschaft mbH, Emanuel-Leutze-Straße 20, 40547 Düsseldorf. Geschäftsführer dieser Gesellschaft sind die Herrn Jörg Lindner und Alexander Kenderdine.

Die Dame die den Verkauf des Hauses in Welcherath innerhalb der RIVV aktiv betreibt, heißt übrigens – Sie erinnern sich an die oben gezeigte Anzeige? - Jill Kenderdine. Das Haus in Welcherath wurde übrigens in der Zeit vor dem Verkauf wohl von einem Lindner-Mitarbeiter bewohnt, der dort seinen Dienstwagen, einen Audi mit Kennzeichen D, dann auf dem „überdachten Stellplatz“ (rechts neben dem Haus) parkte und auch als Besitzer des Hauses gilt. Nun sind Haus und Stellplatz verlassen, leer. - Still verlassen dieses Haus:

 

Das Haus steht an einer Straße, die es z. Zt. des von Google im Internet platzierten Kartenmaterials noch nicht gab. Sie wurde erst neu benannt. Logisch, dass man ihr einen positiv klingenden Namen gab: „Sonnenweg“.

 

Das zweite in Drees fehlende Ferienhaus (nach obigem Abgleich von Fakten) ist übrigens nicht zu verkaufen. Ich möchte die Privatsphäre des Besitzers nicht verletzten (nenne auch nicht den Liegeplatz oder Hausnummer), darf doch aber wohl lobend  feststellen, dass er zur Ausschmückung der Außenanlagen einen erheblichen Aufwand getrieben hat.

Und es ist auch eine gewisse Nähe zu den gekündigten Betreibern des Nürburgrings feststellbar. - Jedenfalls für mich. Wenn man sich dafür interessiert, wie es denn sein kann, dass... - Nun, man kennt sich. Nicht erst seit gestern. - Damit Sie einen Eindruck von diesem geradezu königlichen Wochenend-Sitz erhalten:

 

Dass das andere Haus gerade jetzt verkauft, aufgegeben wird, das wird von mir – gerade in Verbindung mit dem Grundstücksverkauf in Nürburg – als ein Signal empfunden. Der Besitzer ist nämlich nicht irgendwer aus dem Lindner-Team, sondern gilt intern als Mann mit vielen  guten Antennen und Sensoren, die sehr sensibel Pro- und Contra-Strömungen aufnehmen.

Diese „Empfindlichkeit“ hat er nicht nur durch lange und tiefe Einblicke in die nordafrikanische Kultur erfahren. Dieser Mann ist Geschäftsführer der Lindner Hotels Real Estate GmbH, kurz LHRE genannt, auch in Düsseldorf beheimatet. Unter seiner Leitung entstehen die Machbarkeitsanalysen, nach denen der Vorstand der Lindner Hotels AG sich entscheidet, ob für den Kauf - oder das Management - eines Hotels der Daumen nach oben oder nach unten geht.

Dieser Mann hat nun für sich entschieden, die Efel zu verlassen, seinen bisherigen „Eifel-Stützpunkt“ Welcherath aufzugeben. - Zumindest mich macht das nachdenklich. Und ich werfe noch mal einen letzen Blick auf die Häuser Nr. 99 und 100 und fotografiere sie noch einmal aus anderer Sicht. - Übrigens nicht weit entfernt vom Friedhof in Welcherath:

 

Fast vergessen: Die Lindner-Hotels AG hat in Düsseldorf ebenfalls die Anschrift Emanuel-Leutze-Straße 20. Und einer der Geschäftsführer der RIVV, Jörg Lindner, auch Geschäftsführer der Nürburgring Automotiv GmbH, kommt aus dieser „angesehenen mittelständischen Hotelier-Familie“, wie man in Mainzer Politiker-Kreisen immer wieder gerne betont, denen aber z.B. die Linder-Hotels am Nürburgring und der Lindner-Ferienpark in Drees nicht gehören. - Wie Sie bei mir schon lesen konnten.

Da verbindet wohl die Betreiber mit den Räumungs-Klägern ein Managementvertrag, der sicherlich kein Risiko für das Management dieser Objekte beinhaltet. - Aber wer kennt den schon? - Wahrscheinlich wurde auch hier „Vertraulichkeit vereinbart“. - Weil ein zu geringes öffentliches Interesse besteht?

Es wurde allerdings - nach der Kündigung - nun auch die Räumungsklage im Fall des Nürburgring-Pachtvertrages eingereicht. Aber noch immer sind die vollen Gerichtskosten nicht eingezahlt. Die Politiker in Mainz hoffen wohl immer noch auf einen Vergleich. Es wäre nicht überraschend, wenn da der Eine von dem Anderen zu viel wüsste und darum... -  Aber wer weiß das schon? - Aber bisher zeigten sich die privaten Betreiber schon ein wenig störrisch. - Meine ich.
Dabei beweisen doch die oben genannten Beispiele, dass sich Betreiber und intelligente Mitarbeiter dann gerne von Grund und Boden trennen, wenn man ihn a) zu Geld und Gewinn machen kann und b) die „politische Lage“ ein wenig unkalkulierbar wird. - Und das ist sie wohl tatsächlich.

Da räumt man dann klaglos, wie die obigen Beispiele zeigen. - Das lässt doch hoffen! - Vielleicht sollte man die o.g. „Veränderungen“ als Teil 1 einer Absetzbewegung deuten. - Das wäre doch möglich? - Oder? - Die "Rhein-Zeitung" vermeldet heute zu diesem Thema:

"Trotz einer angekündigten Räumungsklage ist eine friedliche Einigung das Ziel."

Es muss ja nicht immer gleich ein „Goldener Handschlag“ sein (der übrigens lt. Darstellung der NAG-Verantwortlich nie gefordert war). Zumal etwas Ähnliches ja wohl zugunsten der Landesregierung ausfallen dürfte, wenn man der stellvertretenden Ministerpräsidentin, Evline Lemke, glauben darf, die sich zu diesem Thema (EU + „Beihilfe“) vor Kurzem in einem SWR-Interview („Zur Sache“) äußerte. - Immerhin hat sie BWL studiert!  - Die EU lässt durch ihre möglichen Maßnahmen – wenn ich sie richtig verstanden habe – so die Gelder nach Mainz zurück fließen. - ??? - Für einen Unstudierten - wie mich – ist das nur schwer zu verstehen. - Vielleicht muss man Politiker sein... -

Frau Lemke bestätigte in dem erwähnten Interview aber noch einmal ihre vor der letzten Landtagswahl gemachte Aussage:

Der von der Landesregierung mit den neuen Betreibern geschlosse Pachtvertrag ist „ein Skandal 1. Güte“.

Darum habe man den nun auch durch die (überwiegend) landeseigene Nürburgring GmbH  (90 Prozent Anteil) kündigen lassen. - Warum aber hat man einen solchen Vertrag dann abgeschlossen? - Entschuldigung! - Aber der geht wohl zu Lasten der "alten" Landesregierung mit wirtschaftsminister Hering. Und - sagt wieder Frau Lemke - inzwischen sei auch eine Räumungsklage nicht nur eingereicht, sondern auch die Gerichtskosten einbezahlt.

So genau hat sie das aber wohl nicht gewusst, denn es ist tatsächlich nur ein kleiner Teil eingezahlt. - Also ist das mit dieser Aussage so, wie oft bei Politiker-Aussagen: Ein wenig daneben. - Eigentlich kann man sie auch vergessen. -

Na ja, ihre Beurteilung des Pachtvertrages ist dagegen ernst zu nehmen. Die wurde nicht nur vor der Landtagswahl vorgenommen, sondern auch noch mal – sozusagen von der stellvertretenden Ministerpräsidentin –  jetzt aktuell bestätigt:

Der Pachtvertrag ist „ein Skandal 1. Güte“!

Du meine Güte! - Müssen darum jetzt andere Leute Immobilien und Grundstücke schnell zu Geld machen?

MK/Wilhelm Hahne

PS: Sie kennen meine Feststellung und Meinung: Nero hat Selbstmord begangen. - Kurt Beck sollte einfach zurücktreten. - Natürlich aus gesundheitlichen Gründen. - Weil alles andere einem Schuldeingeständnis gleich käme. (Diesen Eindruck möchte Kurt Beck vermeiden!) - Sie verstehen?

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7 Kommentare

Hallo Herr Hahne,

Hallo Herr Hahne, wieder mal vielen Dank für die Recherche ! Es ist offensichtlich das die Herrn Lindner und Richter (mit ihren Helfershelfern) die Eifel verlassen und alles noch schnell zu Geld machen. In den nächsten Tagen wird man sicher von einer Einigung mit der Landesregierung hören und dann tröpfchenweise von Geld das geflossen ist (natürlich nur um Schaden von der Region abzuwenden - wie immer !). Am Nürburgring erkennt man wie koruppt die politische Kaste in Rheinland-Pfalz inzwischen geworden ist. Auch die Grünen - vor der Wahl alles Aufklärer - haben sich ganz schnell in die bequemen Sessel der Macht fallen lassen. Das schlimmste ist aber das diese Vorgänge den Bürgern in Rheinland-Pfalz herzlich egal sind. Man schein nicht zu verstehen das die 500 Millionen die hier verbaut wurden auch in den Schulen in Mainz und Koblenz fehlen. Die Eifel ist für viele halt weit weg - von daher der richtige Platz um möglichst ungesehen "Geldwäsche" zu betreiben. Ich sehe leider schwarz für die Nürburgring. Andere Rennstrecken warten nur darauf mit professionellen Angeboten Veranstaltugnen abzuwerben.

100 Häuser

oh Mann, da bin ich ja beruhigt dass da nicht 2 Häuser abhanden gekommen sind, sondern nur die Fertigbauteile an der falschen Stelle abgeladen wurden. und soll man dann wieder einen Transport bestellen? viel zu aufwändig. nur deshalb stehen die jetzt da. vielen Dank für diese schön recherchierte Geschichte!

Eine Frage ist aber doch nicht angesprochen worden...

... wer hat die 2 Häuser denn ursprünglich bezahlt? Sie werden doch scheinbar jetzt privat verkauft, aber wurden sie auch privat bezahlt? Die 2 sollten doch woanders stehen. Nicht das es auf ein paar hunderttausend hin oder her noch ankäme... anderseits wenn man wieder an Wulff denkt....

auch das ein Grund,....

... warum die Staastanwaltschaft Koblenz wegen des Verdachtes der Untreue gegen einen gewissen Herrn aus Düsseldorf ermittelt? Axel J. Zahn NürburgLeaks

235,000? niemals

jeder der die Luftbilder gesehen hat und auch jeder der vor Ort war, ist davon überzeugt, dass deutlch weniger Zuschauer als in den Jahren zuvor am Ring waren: - die Tribünen und Parküplätze waren leer, ganze Parkflächen wurden gar nicht genutz und frei gegeben weil offensichtlich nicht benötigt -man konnte selbst am Samstag und Sonntag ungehindert durch Nürburg fahren und an der Graf-Ulrich-Halle parken - im Polizeibericht fehlen die sonst üblichen Staus bei der An- und Abfahrt - es waren deutlich weniger Camper auf den Wiesen und Feldern - es wurde sehr viel weniger Müll produziert als noch im Jar zuvor - es gab keine langen Scöangen vor den Toiletten und Würstchenbuden - es wurde weniger Umsatz als erwartet an genau diesen Würstchenbuden erzielt da waren, auch wenn man die Besucher an allen Tagen zusammenzählt, niemals 235,000 Besucher am Ring. Wen wollen die Veranstalter mit dieser Zahl blenden? Die Hersteller, damit sie auch nächstesJahr wieder kommen? Die Betreiber, damit diese in den aktuellen Verhandlungen Erfolg vorweisen können? Oder die Politiker, damit sie nicht in Panik geraten und den Ring doch noch räumen lassen? Die Fans und Bürger lassen sich aber nicht mehr so einfach ein X für ein U vormachen! Was sollt das also? Ein GT3 Sprint Rennen über 24h Stunden mit nur einigen wenigen wirklich siegfähigen Werksteams wollen auch die Fans nicht sehen. Es waren 60 private Starter weniger am Start und somit auch deutlch weniger Fans am Ring. Axel J. Zahn NürburgLeaks

T13

Während 2011 die F1 auf dem GP Kurs fuhr, wurde die Nordschleife zeitgleich durch das "Motorrad Action Team" genutzt. Entsprechend läuft der Nordschleifen-Verkehr direkt an T13 vorbei. Es wäre komisch gewesen, wenn die Tribüne unter diesen Umständen dem Publikum zur Verfügung gestanden hätte. Auf T13 braucht man bei GP Kurs Veranstaltungen ohnehin Ferngläser. Lärmschutzmauer als Tribüne getarnt, scheint plausibel. Mitte der 80er war dort allerdings Start und Ziel Bereich der Nordschleife und T13 hatte was von Fahrerlager 2. (z.B. bei den "Zuvis") Beste Grüsse ... gute story !

Trotz alle dem eine schöne Woche

War trotz alledem eine schöne Woche mal wieder mit den Kumpels am Lagerfeuer bis in die Puppen quatschen, die Setups der Classic Renner beobachten, fachsimpeln die schönen Tansaxle Porsche ansehen... Von der Seite gesehen trotz BoP voll auf die Kosten gekommen die sich dank versehentlicher doppelter Campingbändchenausgabe und unbesetzten Campingeinfahrten mit kaputtem Lichtmast auch für ankommende PKW mit Anhänger nachts als günstig erwies :D Nette Leute kennen gelernt usw. Gibt eben auch positive Seiten, unter anderem mal den Entstehungsort dieser Seite besuchen und die schöne Landschaft vom einsamen Kaiser Wilhelm Turm aus geniessen. Und wo sonst bekommt man an einem Tag Sonnenbrand und baut am nächsten einen Schneemann? Auch die geringeren Zuschauer haben für den einzelnen durchaus positive Aspekte (Stau Gedrängel usw.) gut geht das so langfristig aber wohl nicht, das ist klar. PS. Was ist mit Ihrer Schlussstellungnahme zu Ihrer letztjährigen Renn Prognose? ;)

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