Es gibt ein Buch, bei dem ich beim Lesen von der ersten bis zur letzten Seite hin und her gerissen wurde. Am Anfang ist man als normaler Leser – mit normalem Denken, Empfinden und Einkommen – von dem, was man zu Automobilen aus aller Welt erfährt, richtig fasziniert. Es sind Automobile, die heute ein Stück Vergangenheit darstellen, in unserer digitalen Zeit wie Dinosaurier wirken. Dann führt die Verdichtung im Buch - die sehr schnelle Abfolge von Höhepunkten - zu einem Gefühl, das dem gleicht, wenn man an einem Sonntagmorgen mal schnell 1,5 Kilogramm Pralinen in vielleicht zwei bis drei Stunden vernascht hat. - Das ist einfach von Allem zu viel! - Aber irgendwie ist man als Leser sowohl angezogen als auch abgestoßen, weil man den Erzähler manchmal genauso wenig versteht, wie den Erzähler auf dem Marktplatz von Marrakesch in Marokko, den ich auch nicht verstanden habe. - Das allerdings wegen seiner Sprache. - Er war umringt von einer Traube von auf dem Boden hockender Zuhörern, die seinen Märchen lauschten. - Weil sie ihn verstanden! - Ich weiß wovon ich spreche. Ich habe den Märchenerzähler auf dem Markt in Marrakesch erlebt, habe auch schon mal als Kind an einem Sonntagmorgen 1,5 Kilogramm Pralinen gegessen, aber – nun erwachsen - dieses Buch mit seinen etwas über 140 Seiten bewusst gelesen.