VLN e.V. & Co oHG: Im Moment leider führungslos?

Laut Firmenbezeichnung ist die VLN seit dem 29. September 2016 eine „Offene Handelsgesellschaft“. Und deren „Chef“, Karl Mauer, hatte dann zum Ende des Jahres 2017 seinen Rücktritt verkündet. Schon vorher hatte sich Karl Mauer ein wenig zurück genommen, nachdem er glaubte, die Weichen für die Zukunft der VLN richtig gestellt zu haben. Vergessen wir mal die erste Zeit danach und werten sie als Einarbeitungszeit der Neuen. Bei der alljährlichen Ehrung der Zeitschrift „sport auto“, Ende November 2018, hatte dann sein angeblicher Nachfolger auch „die Blumen“ für die „Beste Breitensportserie Deutschlands“ in Empfang genommen. Im Internet war auf der VLN-Seite zu lesen, dass Dietmar Busch, der Geschäftsführer der VLN VV GmbH zusammen mit Ralph-Gerald Schlüter, die Auszeichnung in Empfang genommen hatte. Auf der VLN-Seite fand sich die Information:

„...zusammen mit Ralph-Gerald Schlüter, dem Generalbevollmächtigten der VLN oHG, die Auszeichnung persönlich im Schwabenland in Empfang zu nehmen.“
 

Dieses Zitat ist zwar kein sinnvolles Satzstück, enthält aber exakt die Information, auf die es in diesem Fall ankommt:

„Ralph-Gerald Schlüter, dem Generalbevollmächtigten der VLN oHG“

Gegen Ende 2018 konnte man z.B. in „Motorsport-Total.com“ lesen:

„Vor einem Jahr gab Karl Mauer das Zepter als Generalbevollmächtigter der VLN e.V. & Co. oHG an Ralph-Gerald Schlüter weiter. ...“

Das hatten die Fans längst registriert. Denn bei der VLN lief es nicht so wie vorher. Jetzt in 2019 lahmt die Veranstaltungsserie noch mehr. Man merkt das auch an den Starterzahlen. Und die noch starten, die machen deutlich, dass der Wirr-Warr in dieser VLN immer größer geworden ist. Natürlich auch unter dem ungesunden Einfluss des DMSB.

  • So wird es 2019 auch keine termingerechte VLN-Gesamtsiegerehrung geben können!      

Ich möchte hier nicht auf Details eingehen, sondern nur festhalten, dass ich jetzt – gegen Ende Oktober 2019 – mir vorgenommen hatte, einzelne Dinge – die VLN betreffend – mal zu durchleuchten, zumal es da „Anregungen“ gab, die auf Veränderungen – nicht sofort, sondern in naher Zukunft – schließen lassen. - Da eine oHG nun mal ein handelsgerichtlich eingetragenes Unternehmen ist… -

Über die VLN-Zukunft zu sprechen oder zu schreiben, scheint mir derzeit noch zu früh. Aber bezeichnend für den derzeitigen Zustand bei der VLN scheint mir zu sein, dass im Handelsregister des Amtsgerichts Koblenz, unter der HRA-Nr. 21779 der Veranstaltergemeinschaft Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) e.V. & Co. oHG auch in der dritten Dekade Oktober 2019 offiziell in den amtlichen Unterlagen (s. Foto eines Dokuments, das von mir farblich markiert wurde)

  • Karl Mauer immer noch als Prokurist dieser Firma geführt wird.

Vielleicht schafft man es ja, den neuen Generalbevollmächtigten – nun eigentlich – wie die VLN-Fans zu wissen glauben– seit zwei Jahren tätig, nun auch – vielleicht für 2020 – offiziell tätig werden zu lassen.

  • Dazu bedarf es einer Eintragung ins Handelsregister!

Das wird der VLN zwar auch nicht helfen, aber vielleicht dazu beitragen, dass sich „der Neue“ seiner Verantwortung bewusst wird. Auch, dass es ohne Arbeit – Entwicklung von Konzeptionen und deren Um- und Durchsetzung – nicht geht. - Golf spielen entspannt. - Das weiß man von anderen Managern. Aber die entspannen erst, nachdem sie angespannt gearbeitet haben!

Wie ich hörte, sind Schlüter-Aussagen zu vor uns liegenden VLN-Ereignissen in 2020 aus dem Internet kurzzeitig verschwunden. Nun sollte er zumindest langfristig im Handelsregister erscheinen.

MK/Wilhelm Hahne
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Auch ein Argument: Dat Klima in Lima is‘ prima!

Zum drohenden Klimawechsel, dem wahrnehmbaren Klimawandel, habe ich mir in den letzten Monaten auch ein Bild machen wollen, habe mit einer Reihe von intelligenten und sehr gebildeten Menschen über dieses Thema gesprochen. Ich habe den Vortrag eines Professors zum Thema „Klimawechsel“ gehört, einem Doktor der Geologie aufmerksam gelauscht. - Nein, ich bin nicht auf die Straße gegangen, um zu protestieren. Ich wollte mir zunächst eine Meinung – auch im Interesse meiner Leser – bilden. Dabei musste ich – leider – feststellen, dass die „Fachleute“ zum Thema Klima zwar eine Meinung haben, die ihre Basis in ihrem Fachwissen hat und darum oft auch begrenzt ist. Wenn man einmal nachbohrt, wie zuverlässig ihre Argumente sind, dann habe ich niemals „100 Prozent“ gehört, sondern man hat sich auf 66 oder gar 33 Prozent beschränkt. Klar ist aber wohl, dass es schon vor Millionen Jahre Klimakatastrophen gegeben hat. Und man weiß aus Bohrungen in der Antarktis, wie hoch der CO2-Anteil vor hunderten von Jahren war. Man kann auch die Abhängigkeit der Klimaentwicklung vom CO2-Gehalt der Atmosphäre darstellen. Während aber Geologen vor CO2 warnen, begasen zur gleichen Zeit Gärtnermeister ihre Pflanzen in den Treibhäusern mit CO2, weil das für die Pflanzen praktisch eine Art Dünger ist. Haben die zu wenig davon, gehen sie ein. - Nachstehend habe ich einmal Stücke meiner Rechercheergebnisse zur Situation niedergeschrieben, nachdem ich versucht hatte mich kundig zu machen und oft auf Fachleute gestoßen bin, die ihr Wissen offensichtlich aus einer bestimmten Schublade holen. Die einen aus dieser, die anderen aus jener Schublade. Wie man das heute eben so macht. - Offensichtlich ist „Schubladendenken“ zeitgemäß. Andere schwimmen im Mainstream mit. - Ich habe zumindest den Versuch gemacht, nicht in ähnliche Fehler zu verfallen.

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VLN 8 & DSQ: „...weil ein „schwebendes Verfahren“!

Wenn ein Team gegen eine solche DSQ-Entscheidung, die man zu „alten Zeiten“ noch mit „a.d.W“ (= „aus der Wertung“) als deutscher Motorsport-Fan besser verstand, dann in die Berufung geht, dann wird das zu einem „schwebenden Verfahren“ und kein Verantwortlicher sagt mehr etwas zu dem Fall. Da muss man im Normalfall das Urteil, in diesem Fall das des DMSB-Gerichts, abwarten. Darum gab es auch in meiner „Zurverfügungstellung von Fakten“ zu VLN 8 vor Tagen keine Erwähnung der Disqualifikation (DSQ = englisch Disqualified) der Start-Nummer 979, einem Porsche-Cayman des Mühlner-Teams. Da dauert dann eine gute Recherche schon etwas länger, weil man da als Journalist eben andere Kanäle nutzen muss, die man hoffentlich auch hat, wenn man ein Fachjournalist ist. - Das ist umständlich, aber schon – auf die Ergebnisse bezogen – interessant. - Darum schreibe ich auch erst heute, sechs Tage nach dem Rennen, die Hintergrundgeschichte zu dieser DCQ-Entscheidung. In VLN 8 wurde zwar auch noch der BMW M6 GT3 des Walkenhorst-Teams disqualifiziert, nachdem er auf Platz zwei im Gesamtklassement die Ziellinie überfahren hatte. Aber dieses Team hat auf eine Berufung verzichtet, was darauf schließen lässt, dass das „DSQ“, die Disqualifikation, in diesem Fall berechtigt war. Darum habe ich dazu in meiner letzten Geschichte schon eine kurze Anmerkung machen können, die sich auf den bei der dann bei schneller Recherche erfahrenen Grund für den Wertungsausschluss bezog: Federteller! - Auch dazu gibt es nachstehend ergänzende Informationen, die auch – im Zusammenhang mit der anderen „DSQ“ ein bezeichnendes Licht auf die derzeitige Situation bei der VLN und deren z.T. unverständliches Reglement + „BoP“ wirft, die noch von anderen Reglements ergänzt werden. - Oder umgekehrt.

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VLN 8: MK-Recherche-Material zur Selbstverwertung!

Es ist für einen Journalisten schwer, die „richtigen“ Geschichten, die für jeden Geschmack zu schreiben. Beim SPIEGEL gelingt das manchmal. Diese Geschichten werden auch mit Preisen ausgezeichnet. Nur haben die nichts mit Journalismus zu tun. Meine Geschichten liegen – wenn man sie mit dem „Geschmack“ meiner Leser abgleicht, oft daneben. Sie sind eben zu nahe bei der Realität, treffen nicht unbedingt immer die Stimmung meiner Leser. Die ist natürlich beeinflusst vom Umfeld oder von der persönlichen Erfahrung. Immerhin stehen sie vielleicht – wenn es z.B. um‘s Thema VLN geht – schon seit 20 Jahren am „Brünnchen“. Oder sie haben eine andere – ähnlich enge – Beziehung zur VLN. Vielleicht kennen sie sogar „Olli“ Martini persönlich. Und der saß immerhin viele, viele Jahre an der Böschung oberhalb der kleinen Brücke „Wehrseifen“. - Und der ist Streckensprecher. Und der hat gesagt… - Da habe ich mir gesagt: Stelle deinen Lesern doch einfach dein Recherchematerial zur Verfügung, in das ich in diesem Falle in ungefähr nur 20 Stunden Arbeit investiert habe. Dann können sich meine Leser „ihre“ Geschichte zum Thema VLN – und evtl. VLN 8 – doch selber zusammen stellen. Man nimmt einfach die Stücke aus dem Angebot, die ins eigene Bild passen. - Es wird schon etwas dabei sein! - Es ist Zufall, dass mir diese Idee gerade zu dem Wochenende kam, an dem die VLN 8 durchgeführt wurde. - Also schauen Sie doch einfach mal rein. - Was heute – so hört man – jeder Computer dank „KI“ (Künstliche Intelligenz) kann, das werden doch auch intelligente Menschen schaffen.

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VLN 2019: Vieles hat so‘ nen Bart – dieses Mal rot!

Rot ist der Bart dieses Mal zum 51. Male, weil der VLN-Veranstalter des nächsten VLN-Laufs der MSC Sinzig e.V., ein ADAC-Klub aus der Barbarossastadt Sinzig ist. Sinzig ist eine kleine Stadt mit rd. 18.000 Einwohnern, die nur 45 Autominuten vom Nürburgring entfernt am Rhein liegt. Sie gehört zu den fünf deutschen Städten, die den Beinamen „Barbarossastadt“ tragen dürfen. Kaiser Barbarossa hatte sich „damals“ mehrfach in Sinzig aufgehalten.

Weil das Barbarossa-Denkmal in Sinzig in einem kleinen Park steht, möchte Motor-KRITIK es seinen Lesern und den VLN-Fans einmal zeigen. Er wurde hier - bunt - von den Schülern einer Schule gestaltet und Eveline Lemke, die den Nürburgring-Fans wahrscheinlich noch wegen ihrem „Schleudergang“ unvergessen ist, hat dazu mehr als nur eine Anregung gegeben.

Die Anregung zu dieser Geschichte entstand heute morgen beim Lesen meiner Lokalzeitung. Fast eine halbe Seite Vorberichterstattung zum vorletzten VLN-Lauf der Saison – dem 8. in dieser Saison - am vor uns liegenden Oktober Wochenende. - Titel:

„Wer zieht das entscheidende Ass aus dem Ärmel?“

Da habe ich mal geschaut, was es auf der VLN-Seite dazu zu lesen gibt. Praktisch die gleiche Geschichte, aber hier unter dem Titel:

„VLN8 wird ein packendes Strategiespiel mit vielen Assen“

Aus Spaß auch noch mal auf die Nürburgring-Internetseite geschaut. Auch hier findet man praktisch  die gleiche Geschichte unter dem – gleichen - Titel:

„VLN8 wird ein packendes Strategiespiel mit vielen Assen“

Ich habe mal nach einem anderen Ansatz gesucht, da mich auch bei der VLN „Falschspieler“, die Asse aus dem Ärmel ziehen, ein wenig stören würden. Laut offizieller VLN-Information werden am Samstag um 12 Uhr 162 Rennfahrzeuge aufgeteilt in drei Gruppen zu 53, 54 und 55 Fahrzeugen starten.

  • Motor-KRITIK-Vorhersage: Es werden insgesamt weniger als 150 Fahrzeuge sein.

Im Jahre 2010 wurde dieses Rennen am 25. September durchgeführt, da da damals noch 10 Läufe pro Saison durchgeführt wurden. Es gab 2010 aber tatsächlich insgesamt 188 Starter in 28 Klassen. In diesem Jahr verteilt sich die deutlich geringere Zahl von Startern auf 26 Klassen. Vergleicht man, so stellt man fest, dass es 2010 noch drei Diesel-Klassen gab, die inzwischen weggefallen sind, weil es an den Tanksäulen in der Boxengasse am Nürburgring keinen Dieselkraftstoff mehr gibt.

Der Motorsport, auch die VLN, die sich gerne als Breitensport-Serie darstellt, spiegelt im Aufgebot der Wettbewerbsfahrzeuge nicht mehr die Realität auf unseren Straßen wider. Zwar würde  Motorsport auch mit Diesel-Automobilen sicherlich für die Zuschauer interessant sein – Ende 2018 betrug in der Deutschland der Anteil am Fahrzeugbestand der mit Diesel-Motoren betriebenen Pkw‘s 32,2 Prozent – aber die „Fachleute“ des Motorsports, sprechen von „Breitensport“, während sie eigentlich nur an dem interessiert sind, was auch die Automobilindustrie interessiert. - Alles muss Geld bringen! - Auch an den Tankstellen!

  • 2010 starteten noch acht Diesel-Fahrzeuge in den Klassen VD, VD1T und VD3T.

Man möchte bei der VLN, auf deren Abläufe und Gestaltung der Rennen die „kleinen“ Veranstalter-e.V.‘s kaum noch Einfluss haben, wohl nicht mehr an Diesel-Automobile erinnert werden.

Könnte es sein, dass man sich in wenigen Jahren nicht mehr an die „alte VLN“ erinnern wird, weil die leider nicht immer einen progressiven roten Bart trug, sondern schließlich nur noch „so‘nen Bart“ hatte?

MK/Wilhelm Hahne

Übrigens: Im Italienischen steht „Barbarossa“ für „roter Bart“.

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7. Oktober 2019: Lieber Leser!

Am 3. Oktober ds. Jrs. habe ich noch mal eine Geschichte – unverändert! - eingestellt, die bereits auf diesen Seiten im (seit) Januar 2010 zu lesen war. Der Titel war damals wie heute: „Gedanken zur Zukunft des Automobils“. - In den fast 10 Jahren, in der die Geschichte hier in Motor-KRITIK zu lesen war, hatte es 2 Leser (in Worten: zwei Leser) gegeben, die den Inhalt dieser Geschichte mit „fünf Sternen“ gelobt hatten. - Die gleiche Geschichte steht nun wieder seit vier Tagen hier im Internet und es haben inzwischen mehr als 40 Leser mit „4,6 Sternen“ ihrer Meinung dazu Ausdruck verliehen. Als in den ersten Stunden so um 10 Leser ihre Meinung geäußert hatten, waren die noch einvernehmlich der Meinung, dass der Inhalt dieser Geschichte „fünf Sterne“ verdient hätte. Doch dann ging es bergab! - Der bisherige Tiefpunkt waren „4,5 Sterne“. Danach ging es wieder bergauf. - Für mich interessant zu beobachten, dass ich vor rd. 10 Jahren der Zeit so weit voraus war, dass eine Vielzahl meiner Leser diese Geschichte gar nicht interessiert hat. - Jetzt trifft sie den Nerv vieler Leser. Offenbar sind eine Reihe von Lesern ob der in der Geschichte geäußerten Ideen hell begeistert, während andere wohl innerlich „die Hände über den Kopf zusammen schlagen“. - Wenn ich überlege, was in der Politik zum Thema „Automobil der Zukunft“ in den letzten 10 Jahren gesagt und was getan wurde, könnte ich auch „die Hände über den Kopf zusammen schlagen“. - Und was haben die „hellen Köpfe“ an der Spitze unserer Automobilindustrie in dieser Zeit gemacht? Sie haben die optimalen Zielpunkte zum Erreichen der Boni-Summen vereinbart. - Oder aber die Produkte ihrer Firma so „optimiert“, dass sie die Boni-Eckpunkte leicht erreichen konnten. - (s. Diesel-Skandal). - Weil bei dem Ausgangspunkt dieser Geschichte der 3. Oktober eine Rolle spielt, möchte ich gerne hier mal niederschreiben, was mir nach dem Neu-Einstellen der „Zukunftsgedanken“ am 3. Oktober noch so aufgefallen ist.

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„Ausgegraben“: Gedanken zur Zukunft des Automobils

Hier soll noch einmal die Motor-KRITIK-Geschichte Nr. 1/2010 veröffentlicht werden. Sie wurde wirklich in 2010 geschrieben und war damals nicht gerade ein Erfolg. Sie wurde bis heute von rd. 2.700 Lesern angeklickt und nur zwei von ihnen haben sich – damals – getraut, diese Geschichte mit „5 Sternen“ zu bewerten. - Auch darum stelle ich diese Geschichte noch einmal in den Vordergrund, weil ich mich auch heute nicht schämen muss – meine ich - diese gedankliche Anregung von Motor-KRITIK, die unter Mitwirkung von wirklichen Fachleuten und Intimkennern  der Branche entstand, noch einmal aktuell zu veröffentlichen. - Wie wird das Leser-Echo im Jahre 2019 sein? - Damals hatte ich meiner Geschichte eine Empfehlung von Antoine de Saint-Exupéry vorweg gestellt:

„Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen.“

Zum Zeitpunkt des Erscheinens dieser Geschichte, waren auch gerade die Nr. 1-Ausgaben der „ADAC-motorwelt“ und „auto motor und sport“ erschienen. Ich hatte damals einen Eindruck, den ich so beschrieb: Man blättert in den genannten Nr.1-Ausgaben, liest und begreift manches nicht. Hat man in der Eifel wirklich etwas verpasst? - Ein wenig unsicher tauscht man sich mit erfahrenen Technikern aus. - Was ist mit der Zukunft des Automobils? - Und es gibt tröstende Antworten. - Tröstend deshalb, weil sie eigene, persönliche Feststellungen, Einschätzungen und Erfahrungen bestätigen. - Und so beschließe ich im Jahre 2010, unsere Gedanken und Überlegungen in einer großen Geschichte zusammen zu fassen. Die Leser von „Motor-KRITIK“ sollen gleich zu Beginn eines neuen Jahrzehnts (oder beginnt das erst 2011?) eine Vorlage erhalten, die sie lesen, aber der sie – gerne – auch widersprechen können. - Bitte mit Sachargumenten! - Die folgenden Überlegungen erwachsener Menschen mit einer Menge Technik- und Lebenserfahrung bieten da jede Menge Ansatzmöglichkeiten, sollten – und sollen heute wieder – eine Anregung sein. - Lassen Sie uns nun behutsam in ein schwieriges Thema einsteigen – und bitte nicht vergessen: Der gesamte Inhalt und Text stammt – auch heute unverändert - aus dem Jahre 2010!

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Im Stil der neuen Zeit: RCN-“Schwedenkreuz“!

Wir leben in einer Zeit, in der sich der Einzelne kaum noch zu dem bekennt, was ihm wirklich richtig erscheint. Er ist oft bereit die Meinung der Öffentlichkeit - der „breiten Masse“ - zu akzeptieren, weil das so keinen Ärger gibt. - Nur nicht auffallen, ist die Devise! Und die Entscheidungen der „Oberen“ still akzeptieren! - Warum sollte man sich Nachteile einhandeln?

So ist es auch im Motorsport. Auch dort wird eine Meinung vorgegeben, von denen, die sich als Entscheider empfinden – und so auftreten – und der sich dann eine schweigende Mehrheit – leidend -  anschließt. - Warum sollte man Widerstand leisten, wenn er einem nur zum Nachteil gereichen würde?

Entsprechend ist der Zustand auch im Motorsport. - Nur: Man will es nicht wahrhaben! - Es ist eben so! - Heute ist der Motorsport eben anders, als er früher einmal war. Und wer anders empfindet oder denkt ist eben „von gestern“!

Unter dem Titel RCN findet – überwiegend auf dem Nürburgring - Breiten-Motorsport statt. So kann  - vielleicht - der derzeit kostengünstigste, ernstzunehmende Motorsport betrieben werden.  Viele Teams kauften in der Vergangenheit ihre Reifen von VLN-Teams. - Gebrauchte Slicks! - Die hatten zwar in den meisten Fällen schon 10 Runden VLN hinter sich, waren aber für um 40 Euro pro Stück zu haben und hielten noch eine RCN-Veranstaltung durch.

Da ist – weil  z.B. das RCN-“Schwedenkreuz“ eine vom DMSB genehmigte Veranstaltung ist – heute in der Ausschreibung zu dem Rennen, das am 21. September durchgeführt wurde, zu lesen:

„Alle Fahrer müssen im Besitz einer gem. Serienreglement (siehe jeweils Art. 5.1) geforderten DMSB Permit Nordschleife sein und ggfs. die weiteren Zulassungsvoraussetzungen erfüllen.“

Ein DMSB-Permit Nordschleife ist eine Schwelle, die so mancher angehende Motorsportler nicht überschreitet. Noch mal – und nur für die Nordschleife notwendig – in den Geldbeutel greifen? - Nein! - Danke!

Trotzdem waren in diesem Jahr 147 Fahrzeuge am Start, die aber noch eine weitere, teure Schwelle nehmen mussten:

„19.5.6 Reifenreglement:
Alle Fahrzeuge müssen mit Reifen des Reifenherstellers Hankook siehe auch RCN Serien-Ausschreibung 2019, Anhang 3. 19.5.7 ausgerüstet sein.“

Vorbei ist die Zeit, wo man mit Gebrauchtreifen, billig erstanden von VLN-Teams noch eine RCN-Veranstaltung bestreiten konnte. Man kann zwar, muss dann aber eine „Bestrafung“ von 4 Minuten hinnehmen, die der gefahrenen Zeit zugeschlagen wird.

Trotzdem waren in diesem Jahr sieben Teams (= 4,8 Prozent der Starter) nicht bereit, auf zwar teueren, aber nicht unbedingt besseren Hankook-Reifen zu starten. Sie nahmen die „4 Minuten-Strafe“ in Kauf, um so ein Drei-Stunden-Rennen auch richtig genießen zu können:  Ein MINI Cooper S, ein BMW E90, ein Audi A3, ein Porsche 991, ein Toyota GT 86, ein Opel Astra Cup und ein VW Lupo.

Der Gesamtsieger dieses Rennens fuhr – nicht auf Hankook-Reifen unterwegs – rd. 5 min schneller als der der Zweite, der „richtig“ mit Hankook bereift, dann am Ende des 3h-Rennens „offiziell“ eine Minute nach dem Porsche 991 gewertet wurde.

Hinter vorgehaltener Hand hört man, dass der Veranstalter durch die eigentlich unberechtigte Forderung des DMSB nach einem DMSB-Nordschleifen-Permit auf um 10.000 Euro Nenngeld verzichten musste, weil so weniger Motorsportler ihre Fahrzeuge zum Rennen nennen.

Einen Ausgleich findet er offenbar durch das „Zubrot“, das er vom Reifenhersteller Hankook erhält, weil der so seine Rennreifen „zwanghaft“ in den Markt bringen kann.

Motorsport im Jahre 2019, betrieben in einer Breitensport-Serie des RCN, der Vereins „Rundstrecken Challenge Nürburgring e.V.“ - Wundert sich da noch jemand, wenn deutsche Motorsportler in der Spitze des Motorsports immer weniger vertreten sind? - Wenn doch die Plattform „Breitensport“ praktisch künstlich und zwanghaft immer kleiner wird!

MK/Wilhelm Hahne
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Motorsport von heute aus gestriger Sicht gesehen!

In 2018 habe ich auf die großen Differenzen zwischen Qualifying und schnellste Rennrunden bei der Formel 1 hingewiesen. Immer wieder. - Und schließlich versucht beim Mercedes-Team auf meine – im Interesse der Leser gestellten – Fragen eine Antwort zu erhalten. - Es kam keine! - Weil man eine Diskussion zu diesem Thema vielleicht aus Marketinggründen für nicht passend hielt.

Damit war für mich das Thema Formel 1 erledigt! - Vorher hatte ich schon das Thema DTM zu den Akten gelegt – und bis heute keine Anregung entdeckt, dieses Thema wieder für Motor-KRITIK zu bearbeiten. Aber es sollte schon auffallen, dass derzeit die eigentliche Zuschauer-Attraktion der bei der DTM der Auftritt der „Legenden von Gestern“ mit ihren „Oldtimern“ ist.

Motorsport mit Automobilen, zu denen die Zuschauer noch eine Verbindung hatten, weil sie evtl. die Basis-Versionen dieser Tourenwagen selber im Alltag bewegten. Ja – und es gab sogar mal eine Zeit im Motorsport, wo Team-Absprachen verboten waren.

So mancher der heutigen Motorsport-Fans würde Tränen in die Augen bekommen, wenn er wüsste, wie das heute in den Team-Meetings vor den Rennen zugeht. Manchmal wird es – auch weil man in den Teams zu nachlässig geworden ist – dann deutlich. - Wie heute beim Formel 1-Rennen in Sotschi. - Oder wenn ein Sportchef in der DTM befiehlt – dummerweise über den Äther verbreitet: „Schieß ihn ab!“

Die Formel 1 soll die „Königsklasse“ im Motorsport darstellen. Der Beste, die beste Kombination von Mensch und Technik sollte gewinnen. - Aber sind die heutigen Formel 1-Fahrzeuge, ist diese Serie, klar vom Marketing bestimmt, noch das Stück Motorsport, das der Fan sich wünscht?

Es muss auffallen, dass es die Automobilindustrie ist, die den Motorsport „verkommen“, ihn ausschließlich vom Marketing bestimmen ließ. Noch fast wichtiger: Sie hat dem Motorsport die Plattform, die Basis zerstört, weil sie heute keine Serienfahrzeuge mehr fertigt, die Ausgangsprodukt für einen kostengünstigen Breiten-Motorsport sein könnten oder sind.

So ist auch die VLN gefährdet. Da sind die GT3 keine Rettung. Sie leidet aber auch, weil diese Serie inzwischen von Leuten gemanagt und beeinflusst wird, die eigentlich keine Motorsportler sind, sondern in solchen Serien eher ein Geschäftsmodell sehen. Ohne einen solchen Effekt wäre der Motorsport für sie sinnfrei!

Dabei ist es gerade das „sinnfreie Tun“, das wir Menschen in unserer Freizeit brauchen, um wieder in unserer Arbeitswelt zu sinnvollen Entscheidungen zu kommen. Dazu muss man auch die Entwicklung im Motorsport nüchtern betrachten.

Auch ohne die „Messlatte“ Leclerc anlegen zu können, habe ich schon in 2018 geschrieben:

„Aus meiner Sicht ist Sebastian Vettel – wenn man jeweils die komplette Rennfahrerpersönlichkeit wertet – da nicht konkurrenzfähig. Auffallend gut sind aus meiner Sicht da z.B. ein Kimi Raikkönen oder ein Fernando Alonso.“

In Motor-KRITIK wurde auch schon vorher festgestellt, das Sebastian Vettel als Rennfahrer – also als komplexe Rennfahrer-Persönlichkeit! - in unseren Medien überbewertet wird. Was da in den letzten Wochen bei RTL erfolgt, ist keine journalistische Berichterstattung, sondern der Versuch einer „Gesundbetung“!

Auch die VLN wird nicht dadurch besser, dass man – das ist mein Eindruck – Zahlen schönt. Starterzahlen zum Beispiel. - Der echte Motorsport steht „auf der Kippe“, nicht durch das „Thema E“ negativ beeinflusst, sondern weil man ihn zu kommerzialisieren sucht und zu einem „Zweckinstrument“ werden lassen, missbrauchen möchte.

Das wird ihn dann so eingehen lassen, wie einen Baum ohne Wasser. Weil der Motorsport auch viele echte Fans braucht, die bei der jetzigen Entwicklung des Motorsport verloren gehen.

Da war nicht nur heute der Formel 1-Lauf im russischen Sotschi ein deutliches – und hoffentlich abschreckendes - Beispiel!

MK/Wilhelm Hahne
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„Touri-Fahrten“ nach StVO gibt es auch nach 14 Uhr!

Vor allen Dingen an einem Sonntag! - Da gibt es – evtl. - auch nach 14 Uhr noch Unfälle Wenn ich also in einer Polizeimeldung zum letzten Wochenende zum Thema „Verkehrsunfälle“ lese:

„Die Polizei Adenau musste bei bestem Spätsommerwetter am Wochenende wieder viele Verkehrsunfälle aufnehmen, darunter leider auch 6 Unfälle mit teils schweren Personenschäden (Stand 14.00 Uhr).“

...dann interessiert mich als Journalist schon, ob denn noch etwas nach diesem Termin z.B bei den Touristenfahrten am Nürburgring passiert ist, zumal bis 14 Uhr schon drei Unfälle durch die Polizei auf der Nürburgring-Nordschleife vermeldet werden. Darunter wieder einer am „Aremberg“, also ausgangs „Schwedenkreuz“. - Wo sollte ein Unfallwagen – meist nach einem „Rollover“ - aber auch anderswo landen als dort? - Bei dieser Gelegenheit wird wieder mal deutlich, wie klar die deutsche StVO von einem russischen Besitzer als Alibi , als Schutzschild für eigene  „Geschäftsmodelle“ verwendet wird.

In der Fahrpraxis wird auf der Einbahnstraße „Nordschleife“ entgegen aller „StVO-Hinweise“ in der Praxis „Ideallinie“ gefahren und übrigens auch bei so genannten „Trackdays“ gelehrt, obwohl auch hier oft in Ausschreibungen – widersinnig - darauf hingewiesen wird, dass auf der Nordschleife die StVO Gültigkeit hat.

Selbst der als „Chefinstruktor“ bei der Pächterfirma angestellte „Andy“ Gülden, bewegt „seinen“ Mercedes-AMG GT-R bei den so genannten „Co-Pilotenfahrten“ nur auf der „Ideallinie“, beachtet die Vorgaben seines Arbeitsgebers nicht, nach denen eigentlich – sagt der – das Rechtsfahrgebot auf der Nordschleife gilt – weil das auch auf deutschen Einbahnstraßen Gültigkeit hat!

Wenn Motor-KRITIK-Leser einen Eindruck davon gewinnen wollen, sollten sie das Werbe-Video auf Facebook anklicken, wo „Andy“ Gülden mit Olli Martini, „einem der bestem Botschafter unserer Region Adenau“ (Begleittext), im Touristenverkehr seinen „Dienst“-Werkswagen um die Privatstraße Nordschleife (lt Innenministerium Mainz) bewegt. - (Wen‘s interessiert: HIER KLICKEN) – So kommen dann verunfallte Touristenfahrer von der Polizei „aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit“ unter Hinweis auf die StVO zur Anzeige, während hier das in der StVO verankerte Rechtsfahrgebot (§ 2) ständig – und ungestraft - missachtet wird.

  • Richtig ist, was den „Mächtigen“ - oder die sich so darstellen -  in den Kram passt!

Nach 14 Uhr hat sich am Sonntag übrigens noch ein weiterer Unfall im Bereich „Schwedenkreuz“ ereignet. Nach dem ersten Unfall dort in der Frühe, gab es dort dann noch gegen Ende - vor 19:00 Uhr - einen Unfall mit drei Verletzten, deren Verletzungen z.T. so schwer waren, dass auch wieder der Hubschrauber zum Einsatz kommen musste.

Die Unfälle im Bereich „Schwedenkreuz“ mehren sich ab dem Zeitpunkt, nachdem durch die „Fachleute“ der Besitz- und Pächterfirma in diesem Bereich „Verbesserungen“ veranlasst wurden, die auch z.B. von „Botschaftern“ sehr gelobt werden. - Aber in der Praxis…!

(18. Oktober 2019 - 17:00 Uhr:
Ein hier stehendes Foto wurde auf Wunsch des Fotografen entfernt.
Hier in Motor-KRITIK wird es dazu in nächster Zeit noch eine
interessante Hintergrundgeschichte geben, die aber nicht nur die
aktuelle Situation in Sachen Film/Foto bei Touristenfahrten
auf der Nürburgring-Nordschleife schildert. - Es liegt "da oben" noch
mehr im Argen. - Dazu dann"demnächst mehr in diesem Theater"!)

Hier ein – nicht gutes – Foto von der Unfallstelle am Sonntag-Spätnachmittag, das durch den „zerknitterten“ Zustand des Fahrzeugs schon einen Eindruck davon vermitteln kann, warum bei solchen Unfällen im Hochgeschwindigkeitsbereich – und beim Missachten des Rechtsfahrgebots – so schwere Verletzungen möglich sind.

Würden sich auf der Nordschleife im Touristenverkehr die Fahrer evtl. an das in der StVO verankerte Rechtsfahrgebot halten, würden sie dann oft gegen § 3 der StVO verstoßen müssen, wo es in Absatz 2 heißt:

„Ohne triftigen Grund dürfen Kraftfahrzeuge nicht so langsam fahren, dass sie den Verkehrsfluss behindern.“

Es wird höchste Zeit, dass der Unterschied zwischen Straßen- und Verkehrsrecht durch einen Gerichtsentscheid im Hinblick auf die verwirrenden Abläufe auf der Nürburgring-Nordschleife deutlich gemacht wird!

MK/Wilhelm Hahne
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