Das Nürburgring-Umfeld in Gegenwart und Zukunft!

Die Geschichte zu den Abläufen am ersten langen Mai-Wochenende dieses Jahres am Nürburgring hat ein Echo gefunden. Natürlich kam das nicht von Seiten der Veranstalter, die sicherlich das Ergebnis für sich als positiv bewerten werden. Das Echo kam – und kommt – aus dem Umfeld des Nürburgrings und es ist damit nicht nur ein Reflektieren der gegenwärtigen Situation, sondern auch ein Ausblick in die Zukunft. Der wird davon bestimmt, dass das aktuelle Handeln heute in Politik und Wirtschaft von möglichen „Mitnahme-Effekten“ bestimmt wird. Dem hat sich alles unter zu ordnen. Langzeit-Strategien gibt es noch nicht mal mehr in der Politik. Da konzentriert sich alles auf die aktuelle Ruhigstellung der Wähler, die man vorher schon mit der Darstellung von „Angst-Szenarien“ versucht hat, leichter beeinflussbar zu machen. Kaum ein Politiker gibt eine klare Richtung vor, sondern lässt sich in seiner Darstellung von Zukunft von der Meinung seiner so genannten Koalitionspartner bestimmen. Überall versucht man, den Anderen zu gefallen. - Ausnahmen sind bestenfalls sinnfreie Ausreißer! - Bei Beanstandungen aus der Masse der wichtigen Wähler, die Politiker „an die Macht bringen“ oder auch abwählen können, hört man so immer öfter die scheinbar wichtige, dämpfende Floskel der Politiker: „Richtig! - Da müssen wir mal Geld in die Hand nehmen!“ - Geld wird als Beruhigungsmittel eingesetzt, wo eigentlich Ideen gefragt sind. Aber gute und richtige Ideen würden vielleicht den Koalitionsfrieden stören. So nimmt dann die „Entwicklung“ ihren freien Lauf, auf den dann das Umfeld – auch das am Nürburgring – nur noch reagieren kann. - Davon handelt die folgende Geschichte.

Das Nürburgring-Umfeld in Gegenwart und Zukunft!

Zunächst einmal die Feststellung, dass die aktuelle Ausgangsposition am Nürburgring deutlich von den Fehlleistungen der Politik bestimmt ist. Da wurde nicht nur von Leuten, die sich wohl selber als Experten empfanden, riesige Summen Geld sinnlos verschleudert, da wurde auch nicht wirklich klar saldiert, ein Strich gezogen und ein klarer Neuanfang gewagt, der in eine bessere Zukunft führen könnte.

In Mainz hat man lange Zeit versucht, eine breite Öffentlichkeit „hinters Licht zu führen“, um - aus welchen Gründen auch immer – ein Projekt in die Realität umzusetzen, das – um es vorsichtig zu formulieren – „ein wenig unpassend war“!

  • Der Versuch endete als „Nürburgring-Skandal“, ohne wirklich ein Ende zu finden!

Eine landeseigene GmbH ging dann – eigentlich gut beraten - in eine selbst bestimmte „Insolvenz in Eigenverwaltung“. Diese dabei bestehen bleibende „Eigenverantwortung“ wird bis heute geleugnet, obwohl sie auch durch die Einsetzung eines Insolvenz-Geschäftsführers offiziell dokumentiert ist!

  • Ein guter Politiker delegiert eben Verantwortung gerne. Was auch im Fall des „Nürburgring-Skandals“ mehrfach erfolgte und so manchem „Helfer“ dann auch Vorteile brachte. - Und wenn es nur ein „Langzeiturlaub“ von Staatssekretären ist.

Die „Pleite“ war im Jahre 2012 nicht mehr zu verbergen nachdem man eine breite Öffentlichkeit durch Tricksen und Täuschen über lange Zeit versucht hatte, still und bei Laune zu halten.

  • Diese Insolvenz in Eigenverwaltung ist inzwischen in ihrem 14 Jahr noch nicht abgeschlossen! - Die dabei aufgelaufenen Kosten würden/werden bei einer Endabrechnung zu einem neuen Sturm der Entrüstung der Öffentlichkeit führen. 

Versucht man deshalb „Gras über die Sache wachsen zu lassen“?

Der sozusagen „gewaltsam“ durchgezogene Verkauf der Kult-Rennstrecke Nürburgring an einen Käufer ohne jede wirtschaftliche Voraussetzung, ist bis heute nicht nur durch die EU-Kommission nicht  genehmigt, obwohl sie dazu seit Jahren gerichtlich verpflichtet wurde. 

  • Eine solche Genehmigung wäre vielleicht angreifbar. So wird offensichtlich versucht, durch eine Hinhalte-Taktik alle vorhandenen Unklarheiten dem Vergessen anheim zu stellen. 

Da wäre eine Antwort auf die Frage nach den „Mitspielern“ interessant, die auch durch Stillhalten zu Mittätern werden könnten!

  • Die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses und das zeitliche Ziehen bis hin zu seiner „normalen“ stillen Auflösung, ähnelte einem Scheingefecht nach dem Motto: Wir haben doch alles getan!

Die gesamte „moderne“ Lösung von Problemen lässt den Begriff „Demokratie“ zu einem Wort werden, das in der Vergangenheit auch mal eine klare Funktion beschrieb.

Natürlich resultiert alles aus dem Fehlverhalten einer Partei. Eine andere Partei muss sich aber vorhalten lassen, dass sie ihrer Kontrollverpflichtung in der Opposition nicht wirklich nachgekommen ist. 

  • In der Hoffnung darauf, einmal ein angenehmer Koalitionspartner zu werden?

Inzwischen ist man scheinbar zu einem starken, federführenden Koalitionspartner geworden, der tatsächlich mehr ohnmächtig als mächtig das träge Schiff der Landesregierung in die richtige Richtung steuern soll. Leider arbeiten die von beiden „Partnern“ genutzten Navigationsgeräte in ihren Vorgaben aber z.T. stark different.

  • Exakt heute unterschreibt man in RLP einen Koalitionsvertrag! - Der Start in eine ungewisse Zukunft! 

Da wird man sicherlich entstehende Differenzen zu „nivellieren“ versuchen, was einen „klaren Kurs“ unmöglich machen wird. - So wird der Start zu einer Reise ins Ungewisse!

  • Das lässt dann auch den Begriff „Demokratie“ zu einem alten – scheinbar überholten - Begriff mit Vergangenheit werden! - Im alten Griechenland war „Demokratie“ ein Begriff für „Volksherrschaft“!

Eine Meldung der örtlichen Polizei, zuständig für den Bereich Nürburgring, am  Montag veröffentlicht, lässt hoffen. Da werden doch tatsächlich alle (!) Unfälle während der drei Veranstaltungstage Anfang Mai während der „Touristenfahrten“ mit dem einprägsamen Titel,   „Green Hell Driving Days“ powered by Goodyear, exakt notiert und registriert.

  • Von insgesamt 26 Verkehrsunfällen im Bereich der Polizei-Inspektion Adenau wurden 14 Verkehrsunfälle auf der Nürburgring-Nordschleife registriert!

Es gab auch eine Radarmessung und es wurden 9 Ordnungswidrigkeiten registriert und angemessen bestraft.

Ich persönlich finde interessant, dass nach meiner Kenntnis zum ersten Male auch ein britischer Staatsbürger mit einem „falschen Kennzeichen“ ermittelt werden konnte. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Leider gab es auch an diesen drei ersten Maitagen eine Reihe von Verstößen gegen die StVO., die zwar von privaten Besuchern am Ring beobachtet wurden, die aber – weil sie z.T. auch zu „nachtschlafender Zeit“ erfolgten, von der Polizei nicht geahndet wurden – geahndet werden konnten. - Es fehlt an „Manpower“!

Ich hätte beinahe vergessen, dass auch der Fahrer eines Pkw bestraft wurde, der im Bereich „Brünnchen“ auf einem Parkplatz das Driften übte! - Doch wohl nicht durch den großen Drift-Wettbewerb animiert, dessen erster Lauf schon am 28. April am Nürburgring stattgefunden hatte.

Aber es gibt noch weitere zwei Läufe im Juli und September. Der Nürburgring-Pächter meint auf seinen Internetseiten dazu:

„Der Nürburgring Drift Cup 2026 verspricht, neue Rekorde aufzustellen.“ - Und weiter: „Motoren dröhnen, Reifen qualmen, Adrenalin schießt in die Höhe: Der Nürburgring Drift Cup 2026, präsentiert von Skylimit Events, steht in den Startlöchern und verspricht eine Saison, die die Fans begeistern wird. Mit einem hochkarätigen internationalen Teilnehmerfeld, das spektakuläre Duelle Seite an Seite und präzises Tandem-Driften liefern wird, können sich Zuschauer, Fahrer und Teams auf eine Saison der Extraklasse freuen.“ 

Das nur zur Information meiner Motor-KRITIK-Leser!

Am Ende der Polizei-Meldung zum ersten Mai-Wochenende ist zu lesen:

„Zudem kündigt die Polizei an, weiterhin die Raser/Poser-Szene im Blick zu halten, konsequent Verkehrskontrollen durchzuführen und Verstöße zu ahnden.“

Das lässt hoffen! - Während so mancher Bewohner aus dem Umfeld des Nürburgrings die Hoffnung längst aufgegeben hat.

Man hat den Eindruck, dass sich unter dem Druck von Politikern und Geschäftemachern eine Gruppe gebildet hat, die ihre Ziele primär an ihren persönlichen Interessen, nicht an dem Wohl der Bewohner in der Umgebung des Nürburgrings orientiert.

  • Da scheint dann so manchem Bewohner im Nürburgring-Umfeld „jeder Widerstand zwecklos“!

So sind in Quiddelbach die ersten Häuser bereits verkauft und deren bisherigen Besitzer weggezogen. Quiddelbach ist wahrscheinlich auch der lärmmäßig höchstbelastete Ort durch die „Quelle“ Nürburgring, da er praktisch von der Rennstrecke „umzingelt“ ist.

Selbst wenn z.B. eine „DTM“ nur das direkte Umfeld des „Start- und Ziel-Bereichs“ nutzt, ist ein gemütliches Kaffeetrinken in einem Quiddelbacher Garten an einem sonnigen Wochenende nicht vorstellbar.

Erstaunt sind die bisherigen Hausbesitzer nur, wenn die neuen Besitzer bisher dort nicht selber eingezogen sind. Die haben zwar renoviert und die Häuser damit „aufgewertet“, aber… - 

In der Eifel geborene und aufgewachsene Menschen sind wohl weniger geldgierig!

  • Die Häuser werden jetzt vornehmlich an britische Staatsbürger für jeweils eine Woche vermietet. Wie zu hören, ist man derzeit bis Ende Oktober 2026 ausgebucht! - Aber man sollte schon den Mietpreis kennen, um auch die neuen Hausbesitzer einer bestimmten Gruppe zuordnen zu können: Um 1.000 Euro pro Woche!

Eine aktuelle Leser-Stimme dazu:

„Entweder man verdient mit und akzeptiert den Lärmlevel – oder aber man leidet bzw. zieht weg.“

In der Realität trifft sich in den Wochen, in denen die „Touristenfahrten“ florieren, dann eine Gruppe von entspannten britischen „Petrolheads“ abends am Ortseingang von Quiddelbach zum gemeinsamen Grillen und Feiern. Man hat viel Spaß dabei, die vorbei fahrenden „Touristenfahrer“-Frends auch zu kräftigem Gasgeben anzufeuern.

  • Eine besondere Art von „Ballermann“, weil ohne Meer und deutsche „Baller-Männer“!

Die angefeuerten „Nürburgring-Fans“ wären auch ohne ein Anfeuern sowieso auf dem Weg, in Fortsetzung der B 257, die kurvenreiche Bergauf-Strecke hinauf zum „Potsdamer Platz“ unter vollem Einsatz ihrer fahrerischen Möglichkeit zu bezwingen.

Die derzeitige Entwicklung am Nürburgring wird natürlich durch den aktuellen Besitzer bestimmt, der so auch für eine entsprechende Stimmung sorgt. In Kenntnis vieler Zusammenhänge stelle ich mir dann schon mal die Frage:

  • Was wäre, wenn die landeseigene Nürburgring GmbH nicht erst im Juli 2012 in Konkurs gegangen wäre, sondern man bei der Landesregierung in Mainz schon vorher eingesehen hätte, dass man eigentlich von jeder Art Geschäft etwas verstehen sollte, wenn man es erfolgreich betreiben möchte.

Da hatte z.B. Porsche im Mai 2012 die Teststrecke im italienischen Nardo gekauft. Da gab es dann nach dem Konkurs des Nürburgring Ende Juli 2012 bei Audi zwar schon mehr als eine Überlegung, den Nürburgring zu kaufen. Aber sie wurde nicht umgesetzt, weil… - 

  • Nach dem Nardo-Kauf durch eine Firma im Porsche/Piech-Konzern schien es nicht mehr sinnvoll, nun auch noch den Nürburgring zu kaufen. - Obwohl der für 77 Millionen Euro ein „Schnäppchen“ gewesen wäre!

Zwar wären auch noch hohe Kosten angefallen, um den Nürburgring zu einem wirklichen Testcenter zu machen. Das schreckte weniger ab. 

  • Aber die Wetterverhältnisse in der Eifel sind mit denen in Süd-Italien (Apulien) eben unvergleichlich!

Jetzt muss sich der eigentliche Nürburgring-Käufer hinter Handelsregister-Eintragungen verstecken, um politischen Ansprüchen zu entsprechen und die EU-Kommission macht besser NICHTS, als evtl. politischen „Freunden“ eine Angriffsfläche zu bieten.

  • Kurt Beck und Malu Dreyer genießen inzwischen ihren Ruhestand. Aus Sicht ihrer Parteifreunde haben sie alles richtig gemacht. Schließlich haben sie die Partei-Interessen gewahrt und so weit als möglich nicht weiter beschädigt!

Vor Ort, in Nürburg, einem Dorf mit um 150 Einwohner, dass vom Nürburgring-Besitzer dann in einer Information zur „Stadt“ aufgewertet wird, versucht die Bürgermeisterin erst gar keinen Ärger entstehen zu lassen, in dem sie möglichst alles vermeidet, was die Interessen des Nürburgring-Besitzers negativ beeinflussen könnte. - Aber nicht alles!

Man arbeitet aber inzwischen auch gemeinsam an der Vollendung alter Pläne, die noch eine Sabine Schmitz sehr schnell „auf 100“ brachte, deren Geburtstag wir übrigens am 14. Mai nicht vergessen sollten. 

Die Planungen sehen den Bau von Windrädern vor, die das Wahrzeichen des Dorfes, die Nürburg, dann wirklich „wie von gestern“ aussehen lassen würden.

Leider wurde am Eingang von Nürburg aktuell ein großformatiger Hinweis wohl entwendet, der primär die englischsprachigen Besucher  erinnern wollte:

„NO PLACE FOR POSERS AN IDIOTS“

...und ergänzend darum bat:

„Respect the Region“!

Das ist zwar ein sachlich richtiger Hinweis, der aber gerade von „Idiots“ falsch verstanden werden könnte. Schließlich haben wir es mit modernen Menschen zu tun, die Automobile fahren, die mit den modernsten Sicherheitseinrichtungen versehen sind und die so manchen dieser modernen Nutzer glauben macht, er sei unverwundbar. - Wird man so zu einer modernen Art von „Jung-Siegfried“?

  • Im antiken Griechenland bezeichnete man mit „Idiot“ einen Privatmann, der sich nicht an der Politik beteiligte!

Es hat sich eben vieles verändert. Aus einem Komiker wurde z.B. ein Staatsmann und ein Staatsmann stellt sich als Idiot dar. - Auch wenn er selbst als Privatmann ein Idiot wäre! - Und Millionär ist!

  • Es  ist eben heute alles nicht mehr so einfach! - Das Eine schließt das Andere nicht aus!

Nehmen wir doch einfach mal einen einfachen Unfall, wie er trotz aller digitalen Sicherheitsvor- und Einrichtungen z.B. während der offiziellen „Touristenfahrten“ aktuell am Wochenende auf der Nordschleife gerade passierte.

Ich schildere für meine Leser mal so einen Ablauf:

Da fährt jemand am frühen Sonntagmorgen, wohl noch ein wenig mit „Schlaf in den Augen“ den Linksknick in der „Fuchsröhre“ unten „flat“! - Geht immer! - Das wird ihm jeder gesagt haben! - Außerdem fährt er ein modernes E-Auto! - Das wird schon „piepen“ wenn es kritisch wird.

Aber nein, es „piept“ nicht, dafür „tut es Schläge wie die Sau“! Das Fahrzeug wird samt Fahrer zunächst rechts auf die Curbs befördert, wird dort ausgehebelt und nach links über (!) die dreistöckige Leitplankenanlage befördert, wo das Fahrzeug dann „im Hochformat“ – „Schnauze“ nach unten – zum Stillstand findet.

So wird er zum „Fall“ für den Nürburgring-Vertragspartner „Lenz“! Der hat auf Partnerwunsch einen seiner Abschleppwagen blickdicht verkleiden lassen, damit der „Schrott“ (die Unfall-Automobile) nicht jene Besucher erschreckt, die den Anregungen des Veranstalters noch folgen wollen:

„Werden Sie eins mit jeder Kurve und jeder Geraden – und mit dem Mythos des Nürburgrings.“

Unser „Touristenfahrer“-Experte hatte es mal „freestyle“ versucht und ist nach meiner Kenntnis der Erste, der wirklich „wegen überhöhter Geschwindigkeit“ in diesem Links-Bergauf-Knick nach rechts heraus getragen wurde. - Ein Kunststück? - Oder einfach „nur“ die Massenkräfte der nicht leichten Batterie, die per Saldo zu einer „leichten Hanglage“ führte.

Ein „Lenz“ wird das anders sehen. Der hat nicht nur das Unfallfahrzeug inzwischen hinter dichten Planen versteckt, sondern verlässt bei der Rückfahrt auch nicht die Rennstrecke auf der normalen Ausfahrt, sondern nutzt die „alte“ Zu- und Ausfahrt an der T13-Tribüne.

Dann ein kleines Stück links hinunter, vorbei an Kirche und Friedhof, dann links in die „Hatzenbachstraße“ abgebogen, auf der man schließlich „oben“ auf die B 258 stößt.

  • Es geht darum, ziemlich unauffällig das Unfallfahrzeug zu beseitigen!

Dann ein kleines Stück links und wieder recht hinunter über die L 93, eine Ausfahrt hinter einer, die dann durch Müllenbach führt, um auf der „Südschleife“ geradeaus, schließlich das mit riesengroßen Steinen, die wie „Lego“ wirken, den gegen interessierte Blicke abgesicherten Hof der Abschleppfirma zu erreichen.

  • So – oder ähnlich - geht das bei allen „Touristenfahrten“ mit den Unfallwagen. Eine sichere Einnahmequelle!

Übrigens sind die „Touristenfahrten“ nicht nur für die Firma Lenz eine sichere Einnahmequelle, sondern auch für die Stahlbaufirma Nett, die inzwischen schon traditionsgemäß für die Leitplankenreparaturen zuständig ist. Das häufige laute Hämmern der Schlagschrauber macht dann noch einmal die Unfallhäufigkeit während der „Touristenfahrten“ deutlich!

    • Aber auch der Besitzer des Nürburgrings generiert mehr als 50 Prozent seiner Gewinne aus den „Touristenfahrten“‘!

Dabei wird von den „Gewinnlern“ leider übersehen, dass ihr Geschäft zu den nach heutigen Maßstäben „klimaschädlichen“ zu zählen ist, sondern auch, dass man damit die früher vorhandene Zustimmung der Bewohner des Nürburgring-Umfeldes zum Nürburgring-Geschäft nun ins Gegenteil verwandelt.

Es sind nicht Wenige, die an einen Verkauf ihrer Häuser denken und wegziehen werden. Spätestens nach Erreichen des Rentenalters, wenn man mal wirklich „seine Ruhe haben möchte“.

Einer meiner Leser meint resignierend:

„Mögen sie dann mein Haus abreißen und auf dem Grundstück 10 Garagen mit Wohncontainern (wie in Breidscheid) bauen.“

Das Industriegebiet in Meuspath, eigentlich immer wieder als Beispiel für die positiven wirtschaftlichen Auswirkungen des Nürburgrings benannt, könnte auch inzwischen ein Beispiel dafür sein, wie sich ein Gebiet einseitig zu einer öden „Garagenstadt“ entwickelt, die in der Praxis  ein so genanntes normale Leben – das immer aus einer Mischung von vielem Einflüssen besteht - absterben lassen wird.

  • Die Zukunft hat im Umfeld des Nürburgrings schon begonnen!

Ein schon länger angekündigtes Computerspiel mit einem "Eifel Free Roam" Modus, wird nicht nur für Computer-Fans von Bedeutung sein, sondern auch die reale Verkehrs-Situation im Nürburgring-Umfeld sicherlich nicht verbessern.

Open World von Assetto Corsa EVO wird den „Touristenfahrern“ die Trainingsmöglichkeiten auf dem Computer auf den normalen Straßen eines 1.600 Quadratkilometer großen Gebiets rund um den Nürburgring möglich machen.

Was einem Rennfahrer wie Max Verstappen sinnvoll erscheint – ein Rennstreckentraining per Computer - soll einen normalen Führerscheinbesitzer ein „Training“ im normalen Straßenverkehr  - leider nicht unter den Bedingungen der StVO. - ermöglichen!

  • So wird dann wohl schon bald der Geschwindigkeitsrekord im Adenauer Ortsteil „Breidscheid“ – eine „geschlossene Ortschaft“ – gebrochen werden, der derzeit mit unglaublichen 159 km/h besteht!

Was im „KI_Straßenverkehr“ am Computer geübt wird, wird dann danach mit hoher Wahrscheinlichkeit die Adenauer Polizei beschäftigen.  

Das ist die Zukunft im Umfeld Nürburgring!

„We make your heart race!“

MK/Wilhelm Hahne
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