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Wenn ich die spürbare Nervosität mancher Anrufer in den letzten Tagen richtig deute, so hat man sich schon Sorgen gemacht. Ein bekannter mittelständischer Unternehmer aus Düsseldorf wurde vermisst. - Diesen Eindruck musste ich haben. Ich konnte auch zwar nur mit dem bekannten Sprichwort antworten, „Wer suchet, der findet!“ - Ich hatte nämlich auch keine Ahnung. Da kann man das bekannte Sprichwort dann drehen und wenden wie man will. Auf die Idee gebracht, auch mal nach einer bestimmten Person Umschau zu halten, haben mich also die Telefonanrufe unterschiedlicher Leser. Ich konnte auf Nachfrage auch nur über seinen normalen Aufenthaltsort informieren: „Meistens in seinem Büro in der Düsseldorfer Hafenstraße.“ - Dort ist er sogar von der Straße zu entdecken, wenn er an seinem Schreibtisch sitzt. - Das ist mir dazu auch eingefallen. Weil mich aber nicht nur eine Anfrage in dieser Sache erreichte, wollte ich als Journalist nicht nur eine vernünftige Auskunft geben können, sondern das hat mich dann auch beruflich interessiert. - Steckt was dahinter? - Meine gerade erst angelaufene Recherche hat nun schneller als gedacht ein glückliches Ende gefunden:
„capricorn“-Chef: Zum „Tag der Arbeit“ zurück!
Robertino Wild, unter seinen alten Schulfreunden aus dem Kaiserswerther Gymnasium auch als Werner Wild bekannt, der von Malu Dreyer mit dem Zusatz „Doktor“ am 30. April 2014 hochgelobte „Auch-mal-Käufer“ des Nürburgrings, fehlte inzwischen – wenn ich den Aussagen meiner Anrufer Glauben schenke - seit Wochen. Er war wohl für einige Interessierte unauffindbar.
- Die Hintergründe – sowohl hier als auch da – kenne ich nicht.
Ich wurde zu dem Thema befragt, hatte keine Ahnung, keine Antwort und erfuhr:
- Er sei nicht in seiner Firma zu erreichen, niemand hat ihn in seiner bisher vertrauten Umgebung gesehen. Und das war bisher nun mal überwiegend in Oberkassel bzw. Düsseldorf und in den Standorten seiner Firmen..
Es gibt zwar in der Tiefgarage eines Hotels, in direkter Umgebung seiner Firmen-Zentrale in Düsseldorf sechs Einstellplätze, die er für seine Automobile fest angemietet hat, trotzdem stand nun schon lange – seit vielen Tagen, wie man mir sagte - sein so genanntes „Winter-Auto“, ein 6er Audi, bei Wind und Wetter vor seinem sehr schönen, alten Haus in Düsseldorf-Oberkassel. - Das Haus steht unter Denkmalschutz!
- Der „Winter“-Audi sei vom „Fahr-Zeug“ zu einem dekorativen „Stand-Zeug“ im Frühling direkt in Nähe des Rhein-Ufers geworden! - Hörte ich von einem einfühlsamen Beobachter.
Da habe ich mal mein Grundwissen aktiviert und versucht, dies durch Recherchen zu ergänzen. Vielleicht war dieser Mann ganz einfach nur in Urlaub.
Das Haus von R.W. hat zwar eine Tiefgarage, die von Robertino Wild gegen alle Widerstände – weil als sehr wichtig und passend zu seinem Haus empfunden – schließlich auch gebaut wurde. Leider ist sie wegen ihrer der Realität angepassten Auf- und Zufahrt kaum – oder nur von besonderen Automobilen befahrbar.
- Die Steigung hinauf oder hinunter gefällt sicherlich nicht allen Automobilen und würde bei manchen (allen normalen?) beim „Auf“ wenigstens zu „Kupplungs-Schmerzen“ mit Rauchzeichen führen.
Also steht dann auch schon mal ein Porsche, ein Ferrari oder eben dieser Audi vor der Tür seines Hauses. Nun stand da der Audi – und nur dieser eine - aber schon seit so vielen Tagen unbewegt, dass die sich dann inzwischen schon zu Wochen addierten. - Hörte ich! - So gab es dann auch Leute, die sich Gedanken machten.
- Why? - Wie der Brite fragt. - Oder „Perché“ der Italiener. - Antwort: ¡No lo sé! (Spanisch)
Ich habe natürlich versucht, mir ein genaues Bild zu machen. Wie man das als verantwortungsvoller Journalist so macht.
So stand der 6er Audi da. Nach Angaben meiner Leser unverrückt über viele Tage. - Das ist die Aussage nicht nur eines, sondern verschiedener Leser von mir, die sich in ihren übereinstimmenden Aussagen nicht abstimmen konnten.
Keiner von ihnen hat mir eine sachliche Erklärung dafür genannt, warum er sich Gedanken über seinen Aufenthaltsort machte. - Ich habe auch nicht gefragt!
- Eine kleine Umfrage unter diesen scheinbaren „Insidern“ führte nur zu der Feststellung, dass es dort auch nur Vermutungen gab.
So wurde sein aktueller Aufenthaltsort eigentlich in fast allen Ländern der Welt vermutet. Das konnte nach dem Empfinden des Einen die USA sein. Andere vermuteten ihn in England.
Ich persönlich habe ihn – wenn er schon nicht in Deutschland war - in Italien vermutet, weil er dort sicherlich einiges in Verbindung mit seinem neuen Hyper-Sportwagen „capricorn 01 Zagato“ die verschiedensten Dinge zu regeln hätte. - Denke ich!
Aber Denken ist bekanntlich Glücksache. Man sollte es auch eigentlich „den Pferden überlassen, weil die einen größeren Kopf haben“! - Empfahl mir schon früher meine Großmutter!
Ich arbeite aktuell noch nicht einmal mit „KI“! - Darum hatte ich die „stromsparende“ Idee – weil ich noch mit eigenem Kopf arbeite (!) - dass man doch einfach mal bei seiner Mutter nachfragt. Und weil die eine Eisdiele mit dem unverwechselbaren Namen „Lido“ betreibt und... - Aber dazu hatte ich bereits informiert.
Leider war meine Idee nicht umsetzbar, weil dort, wo man die Mutter vermuten könnte – nämlich in besagter Eisdiele „Lido“ in Kaiserswerth – auch zu besten Geschäftszeiten niemand anzutreffen ist. Der „Laden“ ist geschlossen! - „Chiuso“, wie der Italiener sagt!
- Dabei leben wir doch derzeit in einer Jahreszeit, die zu den „Hoch-Zeiten“ von Eisdielen gehört.
Aber warum sollen wir weiter spekulieren? - Schließlich ist die Dame auch im besten Rentenalter!
- Es wird sich alles, alles klären! - Kommt Zeit, kommt Rat! - Alles wird gut?
Das habe ich fragend gedacht. - Und… -
Aber nun ist er wohl schon wieder da!
- Pünktlich zum „Tag der Arbeit“ ist Robertino Wild in Düsseldorf zurück! - Höre ich. - Der Audi rollt wieder. - Beruhigend! - Er ist nun auch nicht mehr vor seinem Privathaus geparkt!
Oder kam Herr Wild nur pünktlich zum „Tanz in den Mai“ zurück? - Man weiß es nicht!
Ich informiere meine Leser dazu auch nur, weil das wie selbstverständlich zu den Aufgaben eines Journalisten gehört. - Denke ich!
- Aber ist das eigentlich meine Aufgabe?
Ich stelle mir diese Frage, weil ich aktuell vom Chef eines Ausbildungsbetriebes hörte, dass sein neuer Koch-Lehrling von seiner Frau gebeten wurde, doch ihm – dem Chef und Lehrherrn - beim Ausladen von Einkäufen für die Küche seines Restaurantbetriebs aus dem Automobil – bitte – kurz zu helfen. Der Junge überraschte mit einer unerwarteten Ausspruch. Die Feststellung des jugendlichen Lehrlings:
„Das ist nicht meine Aufgabe!“
Nun bin ich – leider (?) - kein Lehrling mehr!
Kann ich mich jetzt wirklich beruhigt zurück lehnen?



