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Wer mit dem „Touristenverkehr“ am Nürburgring auch nur ein wenig Erfahrung hat, der weiß: Seit Jahrzehnten bringen die Pfingst-Wochenenden in den jeweiligen Kalenderjahren den höchsten Umsatz. - Das war schon so, als die an „Start & Ziel“ eingesetzten Ordner noch mit ihren Geldtaschen und der „Kleingeld-Maschenerie“ noch ein wenig wie Straßenbahnschaffner wirkten. Alle ordnungsgemäß in der offiziellen Nürburgring-Kluft mit Schirmmütze. Ich kann mich durchaus daran erinnern. Am Dienstag nach Pfingsten war man dann im Start- und Zielhaus mit der Abrechnung und dem Rollen des Kleingeldes beschäftigt, denn wie mir „damals“ erklärt wurde: „Um 11 Uhr kommt jemand von der Verwaltung und holt Abrechnung und Geld ab.“ - Die Zeiten sind vorbei! Heute geht alles schnell und noch schneller digital. Da bleibt noch nicht einmal mehr Zeit, die Mehrwertsteuer auszuweisen. Aber die Unfallmeldungen der Polizei erfolgen eigentlich pünktlich! - Zwar werden die Unfallmeldungen, die im direkten „Touristenverkehr“ passieren nicht unbedingt ausgewiesen. So empfinde ich es nicht als ungewöhnlich, wenn mich hier bei Motor-KRITIK am 26. Mai – am Tag nach Pfingstmontag - eine fragende Leser-e-Mail erreicht.
Man glaubt es zu spüren: Es ist Politik im Spiel!
Die Bürger im Umfeld des Nürburgrings haben inzwischen gegenüber allen scheinbaren Bemühungen der Politik ein gewisses Misstrauen entwickelt. So würde man schon gerne am Dienstag nach dem Pfingstfest erfahren, was denn nun dieses Mal über das Spektakel am Nürburgring offiziell vermeldet wird.
So erreicht dann auch Motor-KRITIK am 26. Mai – also am Tag nach Pfingsten – gegen 20 Uhr die e-Mail eines Bürgers aus dem Umfeld des Nürburgrings, in dem geschrieben steht:
„Bei uns in der Zeitung habe ich noch nichts gefunden. Aber wahrscheinlich ist man als Kölner Bürger besser informiert wie als Eifler.“
So wie ich das verstehe, bezieht mein Leser das auf den Internetbereich der Zeitungen, wo man sehr oft schon vor Erscheinen der Druckausgabe lesen kann, was man am nächsten Tag dann auf Papier gedruckt und – wenn man es für wichtig hält – mit der Schere ausschneiden kann.
Tatsächlich war bei Kölner Zeitungen – wie z.B. dem „Kölner Stadtanzeiger“ – schon ab 12:40 Uhr am 26.Mai 2026 im Internet zu lesen:
„Massenandrang zu Pfingsten
Zahlreiche Unfälle am Nürburgring – Hunderte geblitzt“
Es handelt sich da um die bearbeitet Polizeimeldung der Polizeidirektion Mayen, die am gleichen Tag – also dem 26. Mai 2026 – um 8:27 Uhr veröffentlicht worden war.
Die Polizei-Meldung hatte exakt folgenden Wortlaut:
„Bei sommerlichen Temperaturen zog der Nürburgring auch am Pfingstwochenende unzählige Motorsportbegeisterte und Enthusiasten der Rennstrecke in die Region.
Insgesamt wurden durch die Polizei Adenau an dem Wochenende 16 Verkehrsunfälle aufgenommen. In 9 Fällen blieb es bei Verkehrsunfällen mit Sachschaden. Bei 6 Unfällen waren Personenschäden zu verzeichnen. Glücklicherweise trugen die Unfallbeteiligten hierbei keine schwereren Verletzungen davon. In einem Fall verließ der Unfallbeteiligte unerlaubt die Unfallstelle. Die Ermittlungen hierzu dauern an.
Obwohl der Großteil der Ringbesucher die geltenden Verkehrsvorschriften befolgte, konnten auch an diesem Wochenende vereinzelt Verkehrsteilnehmer festgestellt werden, die sich nicht ordnungsgemäß im Straßenverkehr verhielten.
So mussten mehrere Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen des Unnötigen Verursachens von Lärm und Erlöschen der Betriebserlaubnis gefertigt werden. Zudem wurden mehrere Platzverweise ausgesprochen.
In einem Fall kam es zu einem unerlaubten Kraftfahrzeugrennen zwischen zwei PKW. Ein PKW konnte nach Mitteilungseingang durch eine Streife angetroffen werden. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft erfolgte hier die Einziehung des Kraftfahrzeugs und die Beschlagnahme des Führerscheins.
Durch die Verkehrsdirektion Koblenz wurden am Wochenende zwei Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. Auf der B 257, innerhalb der Ortslage Quiddelbach, konnten insgesamt 50 Fahrzeuge festgestellt werden, die sich nicht an die Geschwindigkeitsbeschränkung hielten. Auf der B 258, in Höhe der Ortschaft Meuspath, wurden 285 Verstöße gezählt.
Zum Teil haben die verantwortlichen Verkehrsteilnehmer hier mit empfindlichen Geldbußen und Verhängung von Fahrverboten zu rechnen.
Die Polizei Adenau kündigt auch weiterhin an, die Raser/Poser-Szene im Blick zu halten, Verkehrskontrollen und Geschwindigkeitsmessungen durchzuführen und Verstöße konsequent zu ahnden.
Rückfragen bitte an:
Polizeidirektion Mayen
Polizeiinspektion Adenau
PHK Bohr“
Am 27. Mai 2026 war diese Meldung dann auch – bearbeitet - in der gedruckten Ausgabe der „Rhein-Zeitung“ veröffentlicht.
Es ist keine Frage, dass die Polizei-Inspektion Adenau durch den Verkehr auf und um den Nürburgring sehr beschäftigt ist. Man könnte darum diese Dienststelle gerade an solchen Wochenenden als unterbesetzt empfinden. Sie wird dann auch meist von Zusatzkräften unterstützt.
Aber auch in der oben exakt wiedergegebenen Meldung, sind keine Unfälle auf der eigentlichen Nürburgring-Nordschleife ausgewiesen, die an diesen Tagen aufgrund der Tatsache, dass die Strecke dann unter den Gesetzen der StVO. befahren wird, auch zum Kontrollgebiet der Polizei-Inspektion Adenau gehört.
- Die Nürburgring-Nordschleife hat sich zu Zeiten der „Touristenfahrten“ eindeutig zu einem Unfallschwerpunkt entwickelt!
Aber politisch scheint man einen „Schutzschirm“ über die dort stattfindende Entwicklung zu halten. Das aber leider nicht erst seit Pfingsten 2026.
Darum ist mir auch die o.e. e-Mail an Motor-KRITIK verständlich!
- Die wahrnehmbare Situation verändert sich leider nicht durch auf die reale Situation hinweisende Geschichten bei Motor-KRITIK!
Wenn man die Entwicklung hin zur derzeitigen Situation begleitet hat, dann hat man zwar viele Dinge mitbekommen, aber man kann nicht alle Zusammenhänge kennen, die im Hintergrund eine Rolle zu spielen scheinen!
- Wenn mal von einem „Nürburgring-Skandal 2009“ gesprochen wurde, so bedeutet das nicht, dass die „etwas unklare Gesamtsituation am Nürburgring“ dann danach beendet war. - Sie ist bis heute unklar!
Darum sollte man selbst so eine einzelne Leser-e-Mail – wie oben erwähnt – an Motor-KRITIK schon ernst nehmen!
- Sie spiegelt den Gesamteindruck wider, den die Bürger im Umfeld des Nürburgrings haben!



