Das Herz der Briten "rast" in der Eifel besonders!

Der Besitzer des Nürburgrings versucht es zum „geflügelten Wort“ zu machen: „We make your haert race“. Aber auch schnell schlagende Herzen „ticken“ leise! - Am Nürburgring, auf der Rennstrecke, da klingt das dann anders. Für den Rennbetrieb sind eben auch andere Lärmgrenzen genehmigt. Bei den „Touristenfahrten“ sollte es aufgrund von anderen geltenden Lärmgrenzen dann schon deutlich ziviler zugehen. - Denkt man! - Dass es bei „Rock am Ring“ dann so richtig laut wurde, damit hatte man als Normalbürger mit entsprechender Vorstellung von Rockmusik schon gerechnet. Aber dass die Musik dann so laut war, dass der Veranstalter kostenlos „Ohrenstopfen“ verteilte, um sich vor Klagen von Besuchern des „Rock-Konzerts“ schützen zu können, weil man ihn sonst vielleicht für Hörschäden verantwortlich machen könnte, damit hatte zumindest ich nicht gerechnet. - Aber so ist das Leben! - „Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt!“ - Aber dann gab es eine weitere Überraschung: Ich hörte, dass relativ junge Engländer – keine „Rock am Ring“-Besucher – darüber erstaunt waren, dass das Rockkonzert hier in der Eifel so besonders laut wäre! - ??? - Sind denn Rockkonzerte in England leiser? - Die Erklärung war überraschend. - Plötzlich verstand ich auch:

Das Herz der Briten „rast“ in der Eifel besonders!

Auch während „Rock am Ring“ ist es laut! - Nicht nur wegen der Musik, deren „Strahlkraft“ in diesem Jahr weit reichte. Aber dieses Mal gab es nicht nur – abhängig von der Windrichtung – selbst weit entfernt noch Musik zu hören, sondern es gab im gesamten Umfeld der Nürburgring-Nordschleife den unüberhörbaren „Touristenfahrer“-Lärm!

Während es „früher“ während der „Rocktage“ im weiten Umfeld der Nordschleife sehr leise war, weil man die eigentliche Rennstrecke als Parkplatz nutzte, möchte jetzt der aktuelle Rennstreckenbesitzer wohl nicht darauf verzichten, der Bundesregierung bei ihrem chronischen Geldmangel ein wenig zu helfen. - Hilfst du mir, dann helfe ich dir?

  • Aber das ist dann wieder eine andere Geschichte, die man dem Thema deutsch/russische Zusammenarbeit zurechnen könnte! - Ich erzähle sie mal später.

(Das wäre nämlich eine „leise Geschichte“, die man bestenfalls auch nur „leise“ – ganz unter uns -  weiter gibt.)

Hier soll aktuell aber vom deutschen Wesen die Rede sein. Wir übernehmen halt überall die Führung! - So auch mit dem regelmäßigen Dauerlärm der „Touristenfahrten“, den es dann in diesem Jahr auch während der „Rock am Ring“-Veranstaltung am Nürburgring auf der Nordschleife gab.

Tatsächlich geht es in England leiser zu. Nicht nur in den englischen Clubs, wo evtl. nur das Klirren von Eis in den Gin-Gläsern zu hören ist, während ein „Sir“ gerade beim Umblättern in der „Times“ – gerade „frisch aufgeschnitten“ - ein leises Knistern mehr ahnen lässt.

  • In England hat man selbst auf Rennstrecken – z.B. bei Trackdays – kein Verständnis dafür, wenn z.B. deutsche Sportwagen zu laut sind. - Serienmäßig!

Trackdays gibt es nämlich auch in England. Da werden sie sogar – richtig – mit Trackday bezeichnet, weil man dort – nicht zufällig - auch englisch spricht. Aber in England ist ein „Trackday“ leiser als am Nürburgring. In Silverstone darf ein Automobil selbst dann nicht lauter als 102 dB(A) sein.

  • Am Nürburgring darf man es dagegen z.B. bei Trackdays mit 130 dB(A) „krachen lassen“!

In England scheint man insgesamt lärmempfindlicher zu sein als in Deutschland. So gibt es dort – in England – wie ich der e-Mail eines kundigen Motor-KRITIK-Lesers entnehme – kleine Tuningbetriebe, die Besitzern von Serien-Sportwagen durch ihr Angebot auch bei „Trackdays“ in England helfen, nicht die „Schallgrenze“ zu überschreiten. Mein Leser schreibt:

 ...“Unter dem Namen "Decibel Slayer" oder "Trackday Baffles" verkaufen Händler zusätzliche mechanische Schalldämpfer-Aufsätze. Diese Rohre werden für den Trackday hinten auf den Auspuff geschraubt oder gesteckt, um den Sound künstlich um 5 bis 10 Dezibel zu drücken, damit man nicht mit der schwarzen Flagge von der Strecke fliegt. 
    D.h. in England reduzieren die Poser vor dem Einsatz auf der Rennstrecke die Lautstärke – hier am Nürburgring werden die Auspuffanlagen dagegen lauter gemacht.“…

In England ist eben alles anders. Man fährt dort nicht nur links, man fährt auch im Hinblick auf die dort vorgeschriebenen Lärmgrenzen – leiser!

  • Nun wird so auch klar, warum die Nürburgring-Nordschleife zu einem „Mekka“ der britischen Poser-Szene geworden ist. Hier kann man sich noch lautstark austoben! - Wie beim „Ballermann“ auf Mallorca in dem britischen "Hotspot"„Magaluf“.

Mir persönlich sind während der „Touristenfahrten“ am Nürburgring schon mal – zufällig - Porsche aufgefallen, wenn die nicht nur mit höchster Geschwindigkeit, sondern auch mit außergewöhnlicher Lautstärke den Streckenpunkt „Tiergarten“ auf der Nürburgring-Nordschleife durcheilten.

Schon vor einiger Zeit hatte ich hier dazu in Motor-KRITIK meine Leser informiert. Das liegt u.a. an den serienmäßig verbauten „Klappen-Auspuffanlagen“, die ab einer gewissen Drehzahl „öffnen“ und damit nicht nur die Leistung, sondern auch die Lautstärke zu erhöhen.

  • „Halte mal die Klappe“, wäre also nicht nur eine Empfehlung für Menschen!

Den Herstellern scheint es wohl im Wesentlichen darum zu gehen, über eine solch konstruktive Maßnahme die Motorleistung zu erhöhen, um in Deutschland die evtl. möglichen Vollgasfahrten auf der Autobahn oder die volle Nutzung auf einer Rennstrecke wie dem Nürburgring die Fahrer ihrer Automobile voll genießen zu lassen. - Genuss ohne Reue?

  • Der serienmäßige Einbau ist zulässig, weil der Drehzahlbereich bei der Typprüfung keine Rolle spielt. Darum ist die Lautstärkeveränderung offiziell auch gar nicht vorhanden!

Darum scheint auch britischen Posern diese Lösung – die man auch noch „verbessern“ kann – wenn sie damit in Deutschland z.B. auf der Nürburgring-Nordschleife unterwegs sind, sehr zu gefallen.

Aber in Silverstone, einer englischen Rennstrecke, könnte es dem Besitzer eines solch serienmäßig lauten – zu lauten? - Fahrzeugs passieren, dass man ihn mit „Schwarzer Flagge“ selbst bei einem „Trackday“ von der Rennstrecke holt, weil er die dann dort herrschende Lärmgrenze von 102 dB(A) überschritten hat.

  • Andere Länder, andere Sitten! - Es müssen nicht immer die schlechteren sein!

Schon vor Jahren wurden z.B. Mal die Verhandlungen über Lärm-Grenzwerte bei Automobilen unterbrochen. Es wurde in Berlin von einem aktuell aufgetauchten Korruptionsverdacht geflüstert – wie man z.B. auch im SPIEGEL lesen konnte - weil der Vorsitzende der entsprechenden Arbeitsgruppe wohl mit einer Powerpoint-Präsentation arbeitete, die direkt von einem Sportwagenhersteller kam.

Das ist eigentlich – wenn ich das mal nach Brüssel übersetze – eigentlich keine Besonderheit. Wenn ich mal Zahlen ein wenig auf- und abrunden darf, um zufällig noch aktuell herrschende kleine Unterschiede auf „runde Zahlen“ zu nivellieren um damit das „Verhältnis“ zu verdeutlichen:

  • In Brüssel werden rund 60.000 Beamte und Mitarbeiter der EU-Behörde von rund 30.000 Lobbyisten „beraten“!

Damit meine ich nicht Lobbyisten, die sich durch Hintertüren einschleichen müssen, sondern die bei der Brüssler EU-Behörde offiziell akkreditiert sind!

Die werden schließlich auch durch ihre Auftraggeber gut bezahlt. - Und Brüssel ist ein teures Pflaster! - Da müssen die Erfolge bringen! - Da ist nicht nur die Einführung von vielen „Assistenzsystemen“ kein Zufall!

  • Da profitiert man in diesem Zusammenhang aktuell in England schon davon, dass man sich von der EU gelöst hat!

Das ist jedenfalls meine persönliche Meinung, weil ich persönlich – auch in der Eifel wohnend - akustisch auch die „kleinen Differenzen“ wahrnehmen kann, die viele Engländer in die von ihnen „hochgelobte“ Eifel fahren lässt. - Aber das hinterlässt hier in der Eifel auch andere Spuren! - Zum Beispiel auch auf dem Asphalt!

Aber zurück zum Nürburgring und ein paar andere Rennstrecken in Europa:

Hier folgt ein schneller Überblick über einige in Europa deutlich unterschiedliche Grenzwerte!

Deutschland

Nürburgring

130 db(A)

Max. Wert besonders hoch. Bei NLS-/24h-Rennen max. 100, bei Touristenfahrten = StVO.

Großbritannien

Silverstone

102 db(A)

Kontrollen m. evtl. „Schwarzer Flagge“! - Für Formel 1 Ausnahmeregelung.

Großbritannien

Thruxton

  90 db(A)

Wahrscheinlich die "leiseste" Rennstrecke in Europa!

Italien

Mugello

100 bis  105 db(A)

Wird streng überwacht und entsprechend geahndet!! Ausnahme: Moto-GP!

Niederlande

Assen

100 db(A)

Gefürchtet wegen strenger Kontrollen! Bei Moto-GP werden FIM-Grenzen akzeptiert!

Belgien

Spa-Francorchamps

103 db(A)

Bei Tageslicht. Bei „Track-Nights“ nur 95 db(A) Bei GT 107, bei F1 = FIA-Sonderregelung.

Niederlande

Zandvoort

Wahrscheinlich die "leiseste" Rennstrecke in Europa!92 db(A)Wahrscheinlich die "leiseste" Rennstrecke in Europa!

Strenge Überwachung wegen Wohngebiete in Nordsee-Nähe! F1-GP ist von der Begrenzung ausgenommen.

        

Das nur so als beispielhafte Vergleichsmöglichkeit für meine Leser. Sie betrifft die „normale Nutzung“ von Rennstrecken. Dabei sind durchaus, wie ich beispielhaft aufzeige, auch Ausnahmen – wie z.B. bei einem Formel 1-Grand-Prix möglich.

  • Aber ein Formel 1 Grand-Prix ist nur einmal im Jahr und damit so häufig, wie die von allen Bewohnern auch akzeptierte „Kirmes im Dorf“ mit einem höheren Geräuschniveau!

Die deutschen Behörden handeln beim Nürburgring offenbar primär auf Anweisung, die dann mit entsprechender Auslegung von Gesetzen legitimiert wird.

  • Ausgerechnet in England orientiert man sich wohl „am menschlichen Gehör“ und Thruxton gehört damit zu den „leisesten Rennstrecken in Europa!

 So kann dann hier in der Eifel „der Rubel rollen“ und der Rennstreckenbesitzer die „internationale Nutzung“ des Nürburgrings als Leistung seiner Organisation darstellen! - Während eigentlich die Voraussetzungen für einen „regen Besuch“ von Engländern in der Eifel in England selber geschaffen wurden. - „We make your haert race“! - In England muss man leiser rasen!

  • Man sollte eigentlich alles nicht so ernst nehmen, weil es doch eigentlich nur um’s Geld geht!

Aber man sollte sich manchmal weniger mit dem Euro beschäftigen, sondern mehr mit dem dem Begriff „Dezibel“, der hier am Nürburgring inzwischen zu einem Problem geworden ist.

Hier in der Eifel scheinen einige Poser nach dem Motto „ihr Herz rasen“ zu lassen:

    „Lieber laut sterben als leise schlafen!“

MK/Wilhelm Hahne
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