„Rock am Ring“ mal in den Tanzschritten der Musik!

In den letzten Tagen hat man von der Veranstaltung nicht nur im Rundfunk gehört, man hat davon auch in der Zeitung gelesen. Auch im Fernsehen wurde von dem Großereignis berichtet. Überall eine eindrucksvolle Berichterstattung über eine – inzwischen - „Kultveranstaltung“, die lt. Veranstalter 90.000 Besucher in die Eifel lockte. - Motor-KRITIK kann sich noch an die kleinen Anfänge erinnern, als schon mal viel Geld verschwunden war. Nicht alle „Musik-Events“ verliefen immer so, wie sich das die Veranstalter erträumten.  - Auch heute wird nicht immer über alles informiert, was auch zu so einer Großveranstaltung gehört, die nicht nur junge Leute in die Eifel reisen lässt. Da gibt es durchaus auch ältere Herrschaften, die auch diese „moderne Musik“ genießen möchten. - Warum auch nicht? - Aber ein kleiner Teil davon, sind die „zwanghaft Junggebliebenen“. - „Oh Gott!“. Ruft da einer aus, der „mitten im Geschäft steht“ und ergänzt: „Das sind die Schlimmsten!“. - Das soll hier nur als eines der wenigen Zitate erwähnt werden. Sonst lasse ich hier – hoffentlich - informative Fotos folgen. - Beim Rock’n’Roll“ gibt es – wenn er getanzt wird - eigentlich nur zwei Grundschritte, die evtl. dann durch akrobatische Figuren ergänzt werden. Das Zuhören ist durchaus einfacher. - Die Berichterstattung ist allgemein auch einfach: Sie beschränkt sich auf die Darstellung von schönen, bunten Bildern und einer „farbigen Darstellung“ in Worten. - Die möchte ich – auch mit bunten Bildern -  ein wenig ergänzen, um das Bild von dieser Großveranstaltung ein wenig abzurunden:

„Rock am Ring“ mal in den Tanzschritten der Musik!

Da nimmt man als Tänzer zunächst mal mit seinem Partner – der meist eine Partnerin ist -  eine Grundstellung ein. - Bevor die Musik loslegt.

So ist das auch auf Seiten der Veranstalter, der schon mit den Vorbereitungen für die nächste Veranstaltung beginnt, wenn eigentlich die letzte noch gar nicht begonnen hat, bzw. noch läuft. Denn so manche Band kann – ja, muss sogar – für die nächste Veranstaltung im folgenden Jahr verpflichtet werden. Andere sind austauschbar, müssen aber letztlich in ein Gesamtkonzept passen.

  • Wichtig! - Das Gesamtkonzept muss von der angepeilten Zielgruppe akzeptiert werden!

So steht der Termin und der Komplett-Preis für „Rock am Ring 2027“ schon fest: Wer am 4. Juni 2027 dabei sein will, zahlt für die „Festival-Kombi-Package Gold“ inkl. 3-Tage-Festival-Ticket und General Power Rock’n’Roll Campin plus Parking-Ticket inkl. Stromanschluss dann ab (!) 399 Euro!

  • Am Ende der diesjährigen Veranstaltung hatten sich schon mehr als 50 Prozent der diesjährigen Besucher ihr Ticket für den Besuch von „Rock am Ring 2027“ gesichert!

Es ist erstaunlich, was so alles organisatorisch bedacht sein will. Im Fall von „Rock am Ring“ z.B. auch, dass zum gleichen Zeitpunkt eine Rock-Veranstaltung mit den gleichen Bands in Nürnberg unter dem Titel „Rock im Park“ am „Dutzendteich“ durchgeführt wird. Da müssen die Musiker – ganze Bands - zeitlich sehr präzise per Hubschrauber zwischen Bayern und der Eifel hin und her geflogen werden.

In der Eifel hat man dazu einen Start- und Landeplatz eingerichtet. Nein, man nutzt nicht den Landeplatz auf dem Dach des großen Hotels, das im Nürburgring-Skandal entstand, der durch seine „Nicht-.Nutzung“ – neben der 12 Millionen teuren Achterbahn - eigentlich ein weiteres Beweisstück für den teuren Unsinn ist, der hier auf Kosten des Steuerzahlers von Landes-Politikern umgesetzt wurde.

Hier gibt es einen kleinen Blick auf das Hoteldach, mit einem seit Jahren ungenutzten Hubschrauber-Landeplatz, der auch nur von bestimmten Hubschraubertypen nach umfangreichen und teuren Vorbereitungen angeflogen werden kann. Da ist dann die Einrichtung eines Start- und Landeplatzes auf dem so genannten „Krebsberg“ insgesamt günstiger, zumal der direkt an der B 258, nahe dem großen neuen Fahrerlager des Nürburgrings liegt, wo dann „der Bär tanzt“.

Hier eine schnelle Folge von Hinweisschildern, die schon lange vor der eigentlich Veranstaltung aufgestellt wurden und für das direkte Umfeld der erste optische Hinweis waren, dass dann zum Veranstaltungswochenende mit einem Verkehrschaos zu rechnen wäre, das man meiden sollte.

  • Auch eine Nadelöhr wird nicht größer, wenn der Faden dicker wird!

Aber nicht nur Schilder wurden rechtzeitig aufgestellt, sondern es entstand auch eine spezielle Einkaufszentrale für die „Rock am Ring“-Besucher. Was die Adenauer Geschäftswelt nicht freut! Es wurden Campingplätze eingezäunt und hergerichtet, Funkverbindungen zwischen den Kommandostellen hergestellt und überall für die notwendige Beleuchtung gesorgt.

Und dann war am Wochenende, das in diesem Jahr dem Fronleichnamsfest folgte, die eigentliche Veranstaltung, die sich aus der Ferne betrachtet auch gut in die Landschaft einfügte. - Oder nicht - oder doch?

  • Aber alles hat ein Ende! - Nur die Wurst hat zwei!

Die folgenden Fotos wurden nicht direkt nach der Veranstaltung, sondern am Dienstag, zwei Tage danach gemacht:

Da waren nur noch einzelne „Heinzelmännchen“ mit „großem Gerät“ bei der Arbeit. Ganze Heerscharen hatten da schon große Mengen Abfälle in Säcke gesammelt und in Container verfüllt. Aber immer noch gab es an diesem Dienstag eine Menge zu tun, wie die Fotos zeigen.

  • Um 90.000 Besucher hinterlassen eben Spuren!

Für den Veranstalter dürfte sich der Aufwand gelohnt haben. Genauso für den Besitzer des Nürburgrings. Die Polizei – exakt: das Polizeipräsidium Koblenz - vermeldete am Ende der Veranstaltung, schon 18 Minuten nach Mitternacht – also am Montag sehr früh als „Vorläufige Bilanz“:

„Wenn innerhalb weniger Tage eine Menschenmenge ihren vorübergehenden Lebensmittelpunkt für ein Wochenende in die Eifel verlegt, dann ist es wieder soweit... Rock am Ring steht an.

Auch in diesem Jahr waren es laut Veranstalterangaben wieder rund 90.000 Menschen, die die "Grüne Hölle" zum Mekka der Rockfans machten. Die vorläufige polizeiliche Bilanz fällt am Sonntagabend positiv aus. Ein freundliches Publikum, dass sich überwiegend an die Regeln gehalten hat und trotzdem ausgelassen feiern konnte.

Veranstaltungsbedingte polizeiliche Einsätze waren die Ausnahme, lassen sich aber bei solchen Veranstaltungen nie komplett vermeiden. Bislang waren 15 Körperverletzungsdelikte und 12 Diebstahlsdelikte zu verzeichnen, nur wenige mehr als im Vorjahr. Knapp 30 meist kleinere Verkehrsunfälle bedeuten ebenfalls eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Insofern kann die Polizei zumindest vorläufig zufrieden sein.

So sieht es auch der Einsatzleiter und Leiter der Polizeidirektion Mayen, Kriminaldirektor Ralf Durben: "Wenn sich die Zahlen der polizeilichen Maßnahmen bis Montagabend nach der Abreise nicht noch deutlich erhöhen, sind wir zufrieden. Das zeigt uns, dass die mit dem Veranstalter und den beteiligten Behörden abgestimmten Maßnahmen gegriffen haben. Ich hoffe, dass alle Besucherinnen und Besucher wohlbehalten nach Hause kommen."

Wie in jedem Jahr kündigt die Polizei Abfahrtskontrollen an. Auch das ist eine Maßnahme, die letztendlich der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer dient.

Und schon in 12 Monaten wird es voraussichtlich wieder eine "Großstadt" sein, die für Rock am Ring 2027 entsteht.

Rückfragen bitte an:
Polizeipräsidium Koblenz
EPHK Jürgen Fachinger“

Als langjähriger Beobachter der Szene darf ich feststellen, dass sich die organisatorische Abwicklung von „Rock am Ring“ inzwischen als in höchstem Grad perfektioniert darstellt. Das hat aber nichts daran geändert, dass sich das Publikum dieser Veranstaltung in ihrer Zusammensetzung kaum geändert hat. 

Die Bands – oder Musikgruppen – und ihre Musik haben sich aber gegenüber den ersten Veranstaltungen – die schon um 30 Jahre zurück liegen - aber schon verändert. Weil sich die Musik, der nicht immer der reine „Rock’n’Roll“ ist, auch verändert hat.

  • Die Bässe „wummern richtig“ und das Schlagzeug ist  – je nach Windrichtung – auch in 10 Kilometer Entfernung noch sehr gut zu hören! - Kostenlos für die Bewohner der Eifel!

Dabei sind die Kosten für die Konzert-Besucher gestiegen. Für die Gesamtkosten eines Besuchs von „Rock am Ring“ im Jahre 2026 könnte man durchaus eine kleine Urlaubsreise in ein südliches Reiseland machen.

  • Aber wäre das wirklich ein Ersatz für ein Eifel-Erlebnis wie „Rock am Ring“?

Es gibt aber durchaus viele Bewohner im Umfeld dieser Großveranstaltung, die sich freuen, dass sich in diesen Tagen „ihre Welt“ wieder in der von ihnen herbei gesehnten Ruhe präsentiert!

Sie glaubten in einem Raum zu leben, in dem große Flächen als Landschafts- und Vogel-Schutzgebiet ausgewiesen sind, die eine gewisse Ruhe garantieren.

Wie sagte doch meine Großmutter doch immer:

„Du wirst es eines Tages auch begreifen müssen: Geld ist nicht alles!“

Sie argumentierte gerne, dass man sich auch mit viel Geld nicht alles kaufen kann! - Recht hatte sie!

 

So gefällt mir persönlich die Eifel auch besser! - Darum lebe ich auch hier!

 

  • Aber war nicht der Hauptgrund für meine Entscheidung der Nürburgring?
MK/Wilhelm Hahne
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