14. Juni 2026: Heute mal wieder ein „Lieber Leser“!

Nein, ich hoffe nicht, dass ich meine Leser vernachlässigt fühlen, wenn ich sie – wie ich das „früher“ schon mal gemacht habe, nicht so oft direkt anspreche. Der Kontakt zu meinen Leser ist tatsächlich über die Zeit gewachsen und sehr gut geworden. Ich erhalte Anregungen zu neuen Geschichten, erfahre durch Leser-e-Mail eigentlich mehr – und wichtigere Dinge (!) - als ich sie in den vielen Presse-Informationen finden kann, die mich wie „serienmäßig“ erreichen. - Dieses Mal habe ich tatsächlich einen Grund mich mal wieder direkt an meine Leser zu wenden. Auch bei denen ist die „künstliche Intelligenz“ – die „KI“ – inzwischen zu einem Thema geworden. In vielen Darstellungen und Artikeln wird ihnen verdeutlicht, dass ein Leben ohne „KI“ in Zukunft nicht mehr möglich ist. Ich würde das ein wenig anders sehen und greife heute mal ein Beispiel auf, dass mich aktuell zu dem Thema erreichte und mir wohl als Anregung dienen sollte, mich doch mal mit diesem Thema enger auseinanderzusetzen. - Das habe ich bereits vor Jahren getan. Seit dieser Zeit ist auf der Zugangsseite zu Motor-KRITIK zu lesen: „Alles mit menschlicher Intelligenz“. - Aber es gibt auch schon ein Echo auf meine letzte Geschichte zum Thema „moderner Motorsport“, zu dem es aber inzwischen noch ein weiteres aktuelles Beispiel gibt. - Wobei ich mich dabei auch an Informationen erinnere, die ich „damals“ von einem lieben Kollegen erhielt, der mir deutlich machte: „Du hast es gut Wilhelm! - Du kannst über alles schreiben!“ - Ich tue es, Gustav!

14. Juni 2026: Heute mal wieder ein „Lieber Leser“!

„KI“ ist derzeit überall ein Thema. Bei mir es – aus der Sicht eines „alten“ Journalisten – längst abgehakt. Schon lange, lange Zeit! - Daran hat sich auch nichts geändert, dass es inzwischen viele neue Angebote gibt. - „KI“ cruist auf einer Welle der Zustimmung!

  • Ich habe Verständnis dafür, wenn man sie nutzt. Als Journalist bringt sie mir persönlich eigentlich gar nichts, bzw. es ergibt sich für meine Leser kein Plus!

Sollte ich etwa meine Geschichten durch „KI“ formulieren lassen? - Ich bleibe lieber bei meinem Stil, der für eine Reihe meiner Leser sicherlich anstrengend ist. Ich empfinde es aber schon als Auszeichnung, wenn mir einer meiner Leser vor Kurzem zu einer Geschichte schrieb:

„Ein typischer Hahne!“

Dazu brauche ich derzeit auch noch keine „KI“. Die kann nämlich nur zusammen fassen, was andere schon entdeckt und geschrieben haben. - Sie ist eine neue Art von Statistik! - Ich „entdecke“ gerne noch selber, sammle aber dann wirklich „Neuigkeiten“ auf; eine wohl heute nicht mehr übliche Art!

Dafür gibt es gerade ein aktuelles Beispiel bei mir. Erst ein paar Tage alt:

Ich hatte eine Geschichte zum DMSB e.V. geschrieben – die übrigens zu diesem Thema mit Bestimmtheit nicht meine letzte sein wird – als einer meiner Leser mir ein wenig helfend unter die Arme greifen wollte.

  • Ich bedanke mich dafür, weil es mich erinnert, immer mal wieder prüfend über eine Nutzung der „KI“ nachzudenken!

Er hatte die „KI“ zum Thema DMSB e.V. bemüht und mir das Ergebnis ausgedruckt zugesendet. Ich habe es mit Interesse gelesen und ihm auch geantwortet.

Der Einfachheit halber füge ich meine Antwort als Kopie ein:

...„zunächst mal herzlichen Dank für Ihre Anregung, mich noch einmal gedanklich mit dem Thema "KI" zu beschäftigen. 

Sie haben recht: Die Ergebnisse sind meist richtig. Aber es sind nur Ergebnisse, die man als Journalist kennen sollte, wenn man - wie ich - "nur" ein kleines Fachgebiet bearbeitet. 

Auch das mir durch Sie nun bekannte Beispiel macht deutlich, dass die "KI" nur etwas für den gutgläubig, großflächig arbeitenden Journalisten ist. Der wird aber mit dem Angebot der "KI" eventuell nur abgelenkt: 

Er erhält nur Informationen, die es schon gibt. Damit kommt es zu einer Ablenkung vom eigentlichen Ziel einer journalistischen Arbeit. Man muss sich eigentlich nicht Investigativ-Journalist nennen oder in einer so genannten "Investigativ-Redaktion" arbeiten - was inzwischen "modern" ist - um einer zu sein. - Auf der Visitenkarte!

Ein Journalist sollte immer (!) investigativ unterwegs sein! 

Wenn Sie genau hinschauen, finden Sie die Bestätigung schon in dem mir zugesendeten "KI"-Ergebnis. Da wird dann u.a. auch "Motor-KRITIK" als Informationsquelle genannt! 

"KI" ist nicht anders als ein - zugeben - tolles, gesammeltes "Welt-Wissen", also mehr eine "Fläche", die aber "nicht in die Tiefe geht". 

Darum arbeite ich als verantwortungsvoller Journalist, der seine Leser wirklich gut informieren möchte, noch mit dem eigenen Kopf, in dem auch eine Menge gesammelter Erfahrung steckt, die eine "KI" erst haben kann, wenn sie von mir veröffentlicht worden ist. 

Oder anders: Eine "KI" ist eigentlich "dumm". Aber sie macht den Journalisten das Leben leichter, die "leere Seiten" mit wenig Aufwand schnell füllen wollen. So können sie auch - gerade in Festanstellung - bei ihrem Arbeitgeber glänzen, der aber auch nur an der Veröffentlichung von Informationen interessiert ist, die den Anzeigenfluss nicht stören. 

Mit dem "guten Ergebnis" einer "KI"-Recherche wird man vielleicht - auch als guter Journalist - nur abgelenkt. 

So lange ich arbeite, werde ich also bemüht sein, richtig zu denken, meinem jeweiligen Gegenüber die richtigen Fragen zu stellen. Auch wenn ich - innerlich lächelnd - hinnehmen muss, dann - aus meiner Sicht - "dumme Antworten" zu erhalten. 

Aber tatsächlich: Mit der Zusendung Ihrer "KI"-Befragung haben Sie mir sehr geholfen. Es steht nichts drin, was ich nicht schon wüsste. Aber ich möchte das wissen, was bisher noch unbekannt ist und damit dann auch meine Leser schlauer machen, bzw. ihnen einen besseren Überblick verschaffen. 

Ich bin mit meiner Arbeit zwar auch nicht immer zufrieden, aber ich wäre noch weniger zufrieden, wenn ich mich mit den Ergebnissen einer "Ki"-Recherche zufrieden geben würde. 

Nochmal: Danke! - Und... 
...herzliche Grüße aus der Eifel“...

In den nächsten Wochen werde ich sicherlich noch Gelegenheit finden, meine Einstellung zur „KI“ am Beispiel von Details – z.B. zum DMSB e.V., die bisher noch nirgendwo in der Presse zu finden sind – nicht nur für meine Leser, sondern dann auch noch gleichzeitig für die noch „dumme KI“ deutlich zu machen.

Ich versuche nicht, mich mit einer optimal genutzten „KI“ als besonders gut und intelligent darzustellen, sondern ich arbeite so, dass meine Leser mit dem dann deutlich werdenden journalistischen Ergebnis auch zufrieden sein können.

  • Damit erfülle ich natürlich nicht die Erwartungshaltung einer heutigen, neuen Manager-Generation, die quasi erwartet, dass man „ihre Bedeutung“ bzw. die „Größe ihrer Firmen“ durch ein „angemessenes Verhalten“ respektiert.

So wird man auch meine Geschichte vom 12. ds. Mts. zum Thema „moderner Motorsport“ nicht überall gerade positiv aufnehmen. Selbst ein guter Bekannter riet mir nach der Veröffentlichung doch etwas zurückhaltender zu sein.

„Du kannst doch mit dieser Geschichte die Welt nicht verändern. Du machst dich nur noch unmöglicher!“

Darum habe ich sie auch nicht geschrieben. Ich möchte damit nur darauf aufmerksam machen, dass es durchaus Menschen gibt, die eine aktuelle Entwicklung – das kann unterschiedliche Gebiete betreffen – nicht unbedingt als positiv empfinden, nur weil sie neu und damit scheinbar „modern“ ist.

  • Leider wird über bestimmte Dinge in unserer Gesellschaft weder gesprochen und geschrieben, weil „man so etwas „in unserer Gesellschaft “einfach nicht macht“! - Außerdem: Datenschutz, Persönlichkeitsrechte usw.!

Ich arbeite und schreibe für meine Leser, für die Leser von Motor-KRITIK, weil die Ergänzung im Titel, „...mehr als schöne Worte!“ von mir nicht nur als Worte empfunden werden, sondern ich versuche sie mit „Fakten, Hintergründen und Meinungen“ zu unterstreichen.

Um dazu noch einmal auf ein aktuelles Ereignis zu verweisen, das man auch interessant und sozusagen „wertungsfrei“ - oder „klinisch rein“ – beschreiben könnte.

  • Aus meiner Sicht ist es aber ein weiteres Beispiel für eine Art von Verhalten „der Großen und Mächtigen“, die im Motorsport nichts zu suchen hat! - Ich habe dazu aber auch eine Meinung!

Da fährt ein Cadillac beim Qualifying zum 2026er 24h-Rennen in Le Mans in die Poleposition, fährt die schnellste Zeit! Der Fahrer wird auf dem Podium mit seinen Team-Kollegen auch gefeiert, um dann von der Rennleitung auf Platz 10 zurück gesetzt zu werden.

Das Team hatte gegen die Anweisung der Rennleitung verstoßen, nach der man erst 3 Minuten vor der Freigabe der Strecke zum Qualifying von der „Working Lane“ in die „Fast Lane“ einfahren darf. 

Nach Auffassung des Teams war man mit der offiziellen Zeitnahme per Software richtig verbunden und hat keine Erklärung für den angeblich entstandenen Zeitfehler! -  Aber: Proteste gegen die Zeitnahme sind übrigens auch nicht zulässig!

  • So „erbt“ nun zufällig ein BMW die für eine Vermarktung evtl. wichtige Pol-Position in Le Mans!

Das Cadillac-Team hatte also die „Anweisung des Rennleiters“ angeblich nicht beachtet! - Aber was hat das mit einer Aberkennung der schnellsten Runde beim Qualifying in Le Mans 2026 zu tun, wenn man angeblich den Boxenbereich zu früh verlassen hat um die Boxengasse in Richtung „Ausfahrt“ zu nutzen?

Dort wäre dann die Ausfahrt mit „ROT“ sicherlich deutlich als „nicht zulässig“ gekennzeichnet gewesen. Ein langes Warten mit laufendem Motor hätte wegen der bewusst klein gehaltenen Kühlluftzuführungen dem Motor kaum gefallen.

Aber den Motor abstellen? - Das wäre auch nicht gegangen, weil man zum Starten solcher „Hypercars“ schon mehrere Ingenieure braucht, die zufällig nicht an der Ausfahrt der Boxengasse herum stehen.

Auch Leser, die mich direkt nach diesem Vorfall sozusagen „entgeistert“ informierten, empfanden die gewählte Rennleiter-Entscheidung als eine ziemlich willkürliche „politische“ Entscheidung!

Cadillac wird sicherlich noch im Rennen Gelegenheit haben zu beweisen, dass die „Poleposition erben“, nur die eine Seite der Medaille ist. (Ich schreibe diese Geschichte vor dem Rennen!)

In jedem Fall passt eine solche Situation in das von mir dargestellte Bild von „modernem Motorsport“, der sich inzwischen weit von einer „natürlichen Entwicklung“ entfernt hat und inzwischen deutlich vom Geld bestimmt ist. - Dazu gibt es dann ein jeweils „passendes“ Reglement! - Das wird dann auch entsprechend genutzt!

  • Da kommen dann selbst die modernen „Hypercars“ nicht ohne eine „BoP“ aus, die allerdings „geheim bleibt“! - Für die „dumme“ – aber eigentlich sicherlich interessierte – Öffentlichkeit!

Meine lieben Kollegen können sich auch in Zukunft darauf verlassen, beim Suchen in „KI“ auf Hinweise zu stoßen, die von „Motor-KRITIK“ stammen. Meine Abrufzahlen werden inzwischen deutlich von der „KI“ positiv beeinflusst!

Meine Leser können sich darauf verlassen, dass sie neue Hinweise auf „kranke Entwicklungen“ bei mir in „Motor-KRITIK“ wahrscheinlich oft etwas früher lesen können, als bei meinen „Investigativ“-Kollegen, die zunächst das „Welt-Wissen“ befragen müssen.

Meine Leser haben recht: Die Ergebnisse per "KI" erzielt, sind meist richtig. Aber es sind nur Ergebnisse, die man als Journalist kennen sollte, wenn man - wie ich - "nur" ein kleines Fachgebiet bearbeitet. 

Ich bin mit meiner Arbeit zwar auch nicht immer zufrieden, aber ich wäre noch weniger zufrieden, wenn ich mich mit den Ergebnissen einer "Ki"-Recherche zufrieden geben würde. 

  • „Motor-KRITIK“ ist mit seinen Informationen evtl. ein Teil davon!

Aber natürlich gibt es auch anderswo – und auf anderen Gebieten – andere gute Leute! Da lohnt sich schon das „Surfen“ im Internet!

Für normale Leser auch evtl. unter Nutzung der „KI“!

Bis demnächst in diesem Theater!
Wilhelm Hahne

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