Die Ausschreibung zum 24h-Rennen ist keine Bibel!

An der ersten Ausschreibung zum 24h-Rennen des Jahres 1970 habe ich noch mit gearbeitet. Sie ist in Teilen auf meiner Reiseschreibmaschine in meinem damaligen Düsseldorfer Büro entstanden. In Düsseldorf habe ich mich auch mit den anderen „Gestaltern“ des ersten 24h-Rennens getroffen. Das waren Willy Knupp, der damals in der Sportabteilung des ADAC Gau Nordrhein arbeitete und der 1. Vorsitzende des Langenfelder Motorsport-Club e.V., Otto-Paul Rutat, der der eigentliche Initiator zu diesem 24h-Langstreckenrennen auf der Nürburgring-Nordschleife war. Aber er brauchte das Geld des damaligen ADAC Gau Nordrhein zur Realisierung seiner Idee. Weil ich bessere Kontakte zu Willy Knupp hatte, war ich als „Mittelsmann“ ausersehen. „Damals“ haben wir Drei dann das eigentliche Basis-Konzept dann noch mal mit einer „Vorveranstaltung“ im Jahre 1969 überprüft. Die ging auch über 24 Stunden, war aber mehr eine Zuverlässigkeitsfahrt, weil die Versicherung für eine Rennveranstaltung zu teuer war. - Das konnten „wir“ uns dann erst ab dem Jahr 1970 leisten, weil der ADAC Gau Nordrhein immer schon ein „reicher Verein“ war.

Die Ausschreibung zum 24h-Rennen ist keine Bibel!

Damals war die Ausschreibung zum 24h-Rennen einfacher, klarer, im Umfang dünner. Wir konnten uns auf das Wesentliche beschränken. Heute hat das für den Sport Unwesentliche eine wesentlich größere Bedeutung. Weshalb die Ausschreibung auch sehr umfangreich geworden ist.

An manchen Stellen ist sie wahrscheinlich so lustig geworden, so dass die Gag-Schreiber des ADAC irgendwelchen anderen Gag-Abschreibern einen Riegel vorschieben wollten:

  • Aus der aktuellen Ausschreibung zum 24h-Rennen darf nicht zitiert werden!

Das ist nicht zum Lachen. Selbst Blödsinn muss heute ernst genommen werden. Wer zitieren will, kann schließlich die Bibel nutzen. Die bietet auch mehr Stoff!

  • Wobei natürlich einiges aus der aktuellen Ausschreibung zum 24h-Rennen schon zitierwürdig wäre.

Aber ich persönlich kann auch gut darauf verzichten. 

Weil ich aber z.B. eine Stelle – die ich natürlich hier nicht zitieren möchte – als etwas eigenartig empfand, habe ich einmal nachgefragt, warum das denn so sei, wie dem denn so ist.

  • Ich habe darauf leider keine Antwort erhalten!

Aber ich habe mit Erstaunen aktuell festgestellt, dass man aber wohl „Influencer“ schon ein wenig vorab informiert hat, dass man diese Stelle nun ändert bzw. schon geändert hat. Oder sagen wir mal so:

  • Jetzt dürfen mehr als 150 Fahrzeuge starten und es gibt keine Wartelisten mehr!

Damit hatte man vorher noch Teilnehmern drohen können. Vielleicht hatte man diese willkürliche Zahl auch deshalb vom DMSB genehmigen lassen. Dort wird wahrscheinlich alles genehmigt, was irgendein Klub als Ausschreibungsdetail einreicht.

  • Es sollte dann aber schon von einem ADAC-Klub kommen!

Denn dieser DMSB e.V. ist inzwischen mehr oder weniger zu einer Nebenstelle des ADAC München in Frankfurt geworden. Dort wird – wie das heute demokratisch üblich ist – immer nach einem Mehrheitsentscheid gehandelt.

  • Zufällig ist der ADAC stimmenmäßig auch in Frankfurt ein wenig im Vorteil!

Das kann schon mal passieren. Sonst hätte man eben -. wie das gerade auch in RLP geschieht – die demokratischen Bestimmungen eben ein wenig anpassen müssen.

  • Ein wenig Schwund gibt es eben überall. - Auch in der Demokratie!

Jetzt bin ich schon auf ein „Bulletin“ gespannt, mit dem eine Änderung der vom DMSB e.V. genehmigten Ausschreibung von diesem DMSB e.V. dann auch genehmigt werden müsste.

Aber man kann davon ausgehen, dass das schon alles seine Richtigkeit hat.

  • Schließlich wird diese Änderung schon von Experten auf „youtube“ verkündet!

Ich habe gerade noch mal schnell nachgeschaut und habe es gefunden:

  • Lt. „LOG B 011 Bulletin No 1“, veröffentlicht am 29. April 2026 um 14:58 Uhr sind zum ersten Training zum 24h-Rennen im Mai dann 161 Fahrzeuge zugelassen!

Bei den Teams, die genannt hatten und denen bisher mit der „Warteliste“ gedroht wurde, sollte man nicht vergessen, dass es beim Sport nicht nur viel Spiel und Spannung gibt, sondern dass man auch nicht vergessen sollte:

„Ein bisschen Spaß muss sein!“

MK/Wilhelm Hahne
Durchschnitt: 5 (bei 6 Bewertungen)

Kategorie: 

"Anstoß" für Leser – nicht nur für Abonnement-Interessierte!

 

Lieber Leser,

 

Motor-KRITIK ist vollkommen werbefrei, aber – darum – auch ein wenig abhängig von seinen Lesern. - Oder anders: Von Einnahmen. - Ausgaben haben ich genug! - Und nicht alle Leser mögen sich gleich für ein Abo entscheiden. - Obwohl: Volltanken ist evtl. teurer!
 

Wenn Sie ab und an mal auf diesen Seiten vorbei schauen und Ihnen die hier gebotene "alte Art" von Journalismus gefällt, dann machen sie doch einfach ihre Zustimmung durch eine kleine Spende deutlich. - Auch kleine Beträge können – per Saldo – eine große Hilfe und Unterstützung sein!
 

Auch wenn Sie Abonnent werden wollen - finden Sie HIER meine Kontendaten! 

 

Danke!