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Das könnte das Motto sein, mit dem man als Teilnehmer an diesem Wochenende ins 1. Qualifier zum 24h-Rennen fährt, das im Vorfeld des 24h-Rennens im Mai ausgetragen wird. Ein 24h-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife bedarf schon einer Vorbereitung, die auch der Einstimmung des gesamten Teams dient. Auch die Konkurrenz arbeitet mit „allen Mitteln“. So ein 24h-Stundenrennen zu gewinnen ist schwer, weil dazu auch noch eine gute Portion Glück gehört. Vorbei sind die Zeiten, in denen zwei Helfer beim letzten Tankstopp das Reserverad auswechselten. Vorbei auch die Zeiten, in denen man „aus thermischen Gründen“ die Blackbox in den Beifahrer-Fußraum verlegt hatte, oder beim letzten Boxenstopp noch mal mit dem Laptop kontrollierte, ob auch die Daten alle stimmig sind. Wir leben inzwischen im Zeitalter der „KI“! - Inzwischen werden selbst bei Serienwagen Funktionen „by Air“ zu- oder abgeschaltet. Da kommt es denn beim Qualifier 1 am Wochenende schon auf den Fahrer an. Es wird auch einen regen Funkverkehr geben. - OK? - OK!“ - Und wenn nicht: Dann war man im entsprechenden Streckenabschnitt eben zu schnell! - Was aber nicht ausschließt, dass man auch bei einem „OK!“ immer noch zu schnell war, wenn „Kollegen“ auf dem gleichen Fahrzeugtyp noch langsamer waren. 24h-Rennen der Neuzeit können allerdings – dafür gibt es auch ein Beispiel – auch schon mal „damenhaft“ enden. - Dann auch zu früh! - Man sollte eben immer zur rechten Zeit am rechten Ort sein. - Oder:
„Richtig langsam fahren – um schnell zu gewinnen!“
Die NLS macht aktuell darauf aufmerksam, dass das 1. Qualifier zu ihrer Serie zählt, dass aber manches anders ist. Da ist z.B. wegen der anderen Streckenführung – entsprechend der, die dann auch beim 24h-Rennen gefahren wird – um rd. einen Kilometer länger.
• So sind die hier gefahren Zeiten nicht mit denen vergleichbar, die bei einem NLS-Lauf gefahren werden.
Es sind auch deutlich mehr GT3 am Start. Zu diesem 1. Qualifier sind gleich 37 Fahrzeuge in der SP9 gemeldet. Zu den Startern in dieser Kategorie zählt auch ein AMG-Mercedes GT3, der dieses Mal von May Verstappen, dem achtmaligen F1-Weltmeister zusammen mit Lucas Auer gefahren wird. Diese Profis wollen sich auch ein wenig auf das Hereinfahren in die Dunkelheit gewöhnen.
• Es könnte sein, dass sie dazu auch noch die Strecke bei Regen „erlernen“ können!
Es wird ein langer Samstag werden, der wie bei der NLS üblich, zwar schon um 8:30 Uhr mit dem ersten Training beginnt. Das eigentliche Rennen startet aber erst gegen 17:30 um gegen ab 21:30 Uhr zu enden.
- Dazwischen können die Zuschauer aber noch ein anderes Rennen – über drei Stunden erleben. Ab 12 Uhr wird das der erste Lauf zur „Deutschen Historischen Langstrecken-Meisterschaft“ über drei Stunden durchgeführt.
Hier werden rd. 100 „historische“ Fahrzeuge am Start sein und der Ablauf wird an Rennen „von damals“ erinnern. Hier gilt noch das Motto: „Der Beste soll gewinnen!“
Beim 1. Qualifyer zum 24h-Rennen soll – so sagt man – jeder die gleiche Chance zum Sieg haben. Da sind bei der GT3 alllerdings dann Antriebs- und Motoren-Versionen bunt durcheinander gewürfelt. Da kommt es nicht darauf an, dass sich mit Bestimmtheit ein Konzept als das Bessere erweist.
- Eigentlich weiß jeder erfahrene Techniker, was man auf der Nordschleife wirklich braucht!
Also werden im Sinne der – nennen wir es „Gleichberechtigung“ - die „besseren Konzepte“ an den Möglichkeiten“ der „schlechteren Konzepte“ ausgerichtet. - Theoretisch! - Von einer speziellen Kommission! - In „alten Zeiten“ hätte man das unter „Quatsch mit Soße“ abgelegt!
- So kommt es denn auch heute auf den „Vorführ-Effekt“ an, der von den „Werksfahrern“ dann entsprechend den Anweisungen – funküberwacht – umgesetzt werden muss.
Das ist sicherlich nicht im Sinne einer technischen Weiterentwicklung der Automobile. Aber so werden selbst „Kraut und Rüben“ zu einer verträglichen Marmelade.
- Die sollte aber eigentlich in der Realität unserer Tage zu Magenschmerzen führen!
Die erwähnte „Sonderkommission“ überwacht die Zeiten auf den einzelnen Abschnitten und greift evtl. regulierend ein. - Mit der „BoP“, der „Balance of Performance“ als regulierende Variante.
Auch sonst wird alles reguliert, ist einem Reglement unterworfen, dass man auch im Detail kennen sollte – auch als Fahrer – um keine Fehler zu machen.
- So artet schon mal ein Rennen zum Kampf zwischen „Machern“ und sportfremdem Controlling aus.
So ist eine Boxen-Standzeit vorgeschrieben aber auch die maximale Stintlänge. Es gibt aber auch noch Vorschriften, die die Reifennutzung betreffen. Es müssen „Musterreifen“ hinterlegt sein. Die Reifenmischungen sind auf vier begrenzt.
Bei den „Qualifiers“ dürfen insgesamt pro Fahrzeug nur 48 Slicks benutzt werden, d.h. dass am Samstag die Zahl auf 24 begrenzt ist. - Am Sonntag dürfen dann noch mal 24 Reifen „verheizt“ werden. - Wenn das Rennfahrzeug nicht schon vorher „seinen Geist aufgegeben hat“.
Also muss man in den Teams darauf achten, dass man bei dem Allerlei der Gleichmacherei dennoch einen kleinen Vorteil hat, den die eingesetzten Kommissare und Kommissionen jedoch zu verhindern suchen.
Ein Werkfahrer sprach mir gegenüber einmal aus, was von mir als Lob empfunden wird:
„Selbst wenn du der schnellste Mann auf der Nordschleife wärest: Du könntest niemals Werksfahrer sein!“
Wenn die Besucher dieser Rennen wüssten, was da in den so genannten „Fahrerbesprechungen“ der Teams nicht einfach besprochen, sondern „angeordnet“ wird, die würden sie sich schon wundern, was man heute als „Werksfahrer“ so alles hinnehmen muss!
Natürlich sind diese „Team-Meetings“ alle „geheim“. Man ist als Teilnehmer zum Schweigen verpflichtet und hat umzusetzen, was vom Teamchef angeordnet ist.
Das hat mit dem ursprünglich einmal vorhandenen sportlichen Gedanken, der auch im Motorsport mal eine Rolle spielte, eigentlich gar nichts mehr zu tun.
„Der Zweck heiligt die Mittel!“
So umschreibt man vornehm eine pragmatische Haltung, die oft negative Handlungen entschuldigt, damit um jeden Preis ein Erfolg garantiert ist.
- Denn so ein 24h-Rennen ist einschl. der Vorbereitungskosten, zu denen auch die „Qualifiers“ gehören, sehr, sehr teuer!
Nun sind die Fans bei unter solchen Bedingungen ausgetragenen Rennen, auch nicht die „Fans“ von „damals“. Als alter Mann, mit entsprechender Erfahrung, muss ich mich den „Träumern“ zurechnen lassen.
Meinen Leser würde ich empfehlen, mal an einem Sonntagvormittag im Mai, während sich das 24h-Stundenrennen noch einige Stunden in der unsicheren Phase befindet, wer wohl dieses Rennen gewinnen wird, einmal genau der Live-Übertragung zu widmen und sehr genau aufs Fernsehbild zu schauen:
- Da leeren sich dann schon die Zuschauer-Standard-Plätze der „modernen“ Fans am Sonntagsvormittag, weil eigentlich das Ende auch gar nicht interessiert!
„Moderner“ als bei der NLS – obwohl es angeblich ein Lauf zu NLS-Serie ist, nur auf einem anderen Streckenverlauf sein soll, ist auch die erste offizielle Information über die Anzahl der Teilnehmer an diesem 1. Qualifier zum 24h-Rennen:
- Es wird keine Zahl der angegebenen insgesamt „vorläufigen Nennungen“ genannt!
Da muss man schon selber zählen und stößt dabei darauf, dass es weniger sind, als beim letzten NLS-Lauf 3. Zum 1. Qualifier“ am Wochenende, sind nur insgesamt 132 Fahrzeuge genannt.
Am Sonntag findet aber schon das 2. Qualifier“ statt, bei dem dann sicherlich deutlich weniger Fahrzeuge am Start sein werden. - Ein wenig „Schwund“ ist bei solchen Rennen nämlich immer!
Immerhin lohnt es sich aber trotzdem für manche Fans, zu diesem lange Rennwochenende persönlich „vor Ort“ zu sein. Am Samstagabend ist nicht etwa – wie bei der NLS sonst – schon alles vorbei, sondern alles findet dann noch am Sonntagmorgen seine Fortsetzung.
Da gibt es ab 8:45 Uhr das übliche Training, bzw. Zeitfahren für das 2. Qualifier, das dann mit dem Top-Qualifying ab 10:40 – 11:40 Uhr seine Fortsetzung in dem wichtigen Einzel-Zeitfahren findet. Die Ergebnisse dort finden dann auch evtl. noch ihren Niederschlag in der „BoP“ fürs 24h-Rennen!
Um 13:00 Uhr ist dann der Start zu dem weiteren 4h-Rennen an diesem Wochenende geplant, dass dann logischer Weise ab 17 Uhr endet.
- Viel Motorsport an diesem Wochenende am Nürburgring, der vielleicht in manchen Positionen mehr zu einem „Geschachere“ wird.
Für die Einsatz-Teams zu einem teuren! - Und das nicht nur, weil der Nürburgring-Pächter auch bei den Treibstoffpreisen den Teams zwanghaft (!) in die Tasche greift.
Auch das 24h-Stunden-Rennen im Mai wird eigentlich nicht mehr sein, was es einmal war. Es ist anders geworden, neuzeitlich. Das Spannende daran ist, dass noch nicht einmal mit „KI“ ein Endergebnis vorhergesagt werden kann.
- „FF“! (= Fiel Fergnügen)
Das wäre mein passender (?) Wunsch an die Besucher dieser Rennen!



