Über DMSB-Träume zum Haushaltsplan des Jahres 2026!

Meine Leser werden wohl kaum das wichtigste Präsidiumsmitglied des DMSB kennen. Er ist auch gleichzeitig ADAC-Sportpräsident.  – Aber wer kennt den schon mit Namen? - Schon aufgrund seiner Position im größten e.V. in Europa – ich kenne keinen größeren – fühlt er sich beim DMSB e.V. wohl in der Position des „Anführers“. Obwohl er es von seiner Einordnung her beim DMSB e.V.gar nicht ist. Er spricht aber jeweils – um es so zu formulieren – in diesem kleinen e.V.  „das Wort zum Sonntag“. Nur findet er immer weniger Leute die ihm zuzuhören und zu folgen bereit sind. - Denn einige seiner letzten „Empfehlungen“ waren – wie man es vielleicht „platt“, aber verständlich formulieren würde, „ein Schuss in den Ofen!“ - Aber wer merkt das schon? - Vielleicht das Finanzamt? - Weil die Realität so grausam ist, ist man beim DMSB e.V. auch zur Zeit ziemlich  nervös. Denn es steht eine Mitgliederversammlung bevor. - Na und? - Das Problem ist, dass man den Mitgliedern bei dieser Gelegenheit auch einen Haushaltsplan für das Jahr 2026 präsentieren muss. Der sollte zumindest ausgeglichen sein. - Eine solche Darstellung  ist, realistisch betrachtet, aber z.Zt. kaum möglich. - Um das Wort „unmöglich“ zu vermeiden. -  So werden im Moment in Frankfurt träumerische Ideen zu einer Vorlage entwickelt, deren Umsetzung in die Praxis aber aktuell noch „in den Sternen steht“! - So folgt denn eine Geschichte...

Über DMSB-Träume zum Haushaltsplan des Jahres 2026!

Der Termin für die Mitgliederversammlung des DMSB e.V. ist selbst engagierten Motorsport-Fans  kaum bekannt. Er ist für April 2026 geplant. Intern ist der Termin natürlich schon exakt festgelegt, aber man rudert derzeit diesem Termin intern – nach meinen Beobachtungen - etwas hilflos entgegen. 

Unter uns: Es wird der 18. April 2026, ein Samstag sein, an dem sich ab 12 Uhr mittags, im Frankfurter „Steigenberger“ die Mitglieder des DMSB e.V. zusammen finden. 

  • Zu diesem Termin soll  – natürlich unauffällig – der DMSB e.V. ein Stück weiter in Richtung ADAC gerückt werden.

So wird Robert Kreuz, ein „altes“ Präsidiums-Mitglied, zu diesem Termin aus dem Präsidium des DMSB e.V. „aus Altersgründen“ zurück treten. Er war bisher im Präsidium noch der Einzige, der nicht unbedingt ADAC-Interessen im DMSB e.V. vertrat. Damit war er inzwischen - quasi - zu einem „Fremdkörper“ geworden. 

Robert Kreuz war von 2010 bis 2012 nicht nur Präsident des DMV, sondern vertrat innerhalb des aktuellen DMSB-Gremiums immer noch die Interessen des DMV, der  zu den Trägervereinen – also zu den Gründungsvereinen - des DMSB e.V. gehört.

  • Vor der Mitgliederversammlung jetzt im April 2026 ist er im Präsidium des DMSB e.V. das einzige Präsidiumsmitglied, dass nicht dem ADAC zugerechnet werden kann!

Dr. Gerd Ennser, auch ADAC-Sportpräsident, regiert eigentlich schon längere Zeit im DMSB e.V. nach „Gutsherren-Art“. Er wirkt in seinen Entscheidungen – aus meiner persönlichen Sicht – manchmal etwas weltfremd, vermittelt einen überzogenen Willen  bei der Durchsetzung von ADAC-Interessen.

  • Aber Dr. Gerd Ennser ist im DMSB e.V. schon von Bedeutung!

Er war es z.B. der die Auflösung der DMSW GmbH zum Jahresende 2024 anregte, einer Firma, die wie eine „Tochter“ des DMSB e.V. wirkte, aber tatsächlich, wenn man einmal weiter zurück blickt, als „ONS GmbH“ eigentlich die Basis für den heutigen DMSB e.V. war. Das garantierte auch durch die handelsgerichtlich eingetragene GmbH-Form,  dem DMSB e.V. die ihm als „gemeinnütziger Verein“ zugestandene Steuerfreiheit bei entsprechendem Verhalten. 

  • Alle steuerpflichtigen Aufgaben waren vom DMSB e.V. der DMSW GmbH übertragen.

Als ehemaliger Amtsgerichts-Direktor und nun in der bedeutenden Funktion eines ADAC-Sportpräsidenten, scheint Dr. Ennser bei seinem Freischlagen für eine „klare“ ADAC-Kontrolle,  ein wenig das Gefühl zum normalen Geschehen außerhalb seines ADAC-Gesichtsfeldes verloren zu haben.

So hat er sich seit der Auflösung der DMSW GmbH entschieden dagegen gewehrt, eine neue GmbH zur steuerlichen Entlastung des DMSB e.V. zu installieren, weil der AvD, in der Person des AvD-Präsidenten, Lutz Leif Linden, darauf bestand, in dieser GmbH auch von den Anteilen her, dann gleichberechtigt mit dem ADAC zu sein.

  • Das wurde von Dr. Ennser bisher abgelehnt, so dass dem e.V. bis heute eine steuerlich entlastende GmbH fehlt!

So hat der DMSB e.V. in 2025 durch steuerpflichtige Arbeiten anfallende Gewinne erzielt, die ihn nun steuerlich nicht nur zu einer Einkommensteuer, sondern auch zur Zahlung einer Umsatzsteuer verpflichten. Das ist dem Finanzamt natürlich nicht entgangen. Daraus resultieren dann inzwischen Steuerforderungen des zuständigen Finanzamtes, die die zuständige Geschäftsführung des DMSB e.V. ein wenig nervös nach Lösungen suchen lässt.

  • Aus aktueller Sicht ist es dem e.V. bei den eigentlich derzeit vorhandenen – und rechtlich nicht zu beanstandenden Verpflichtungen – im Hinblick auf die bevorstehende Mitgliederversammlung nicht möglich, den Mitgliedern eine ausgeglichene Haushalts-Planung für das Jahr 2026 zu präsentieren.

Der inzwischen real entstandene finanzielle Engpass ist nicht nur durch die berechtigten Steuernachzahlungen entstanden, die das zuständige Finanzamt fordert, sondern es wurden auf „Wunsch“ des Herrn Dr. Ennser auch durch eine Rechtsanwaltskanzlei alle bestehenden internen „Vor-Schriften“ bis hin zur Vereins-Satzung überprüft.

Die Vereinssatzung wurde – auf Wunsch dieses einzelnen Herrn – im Hinblick auf eine Reihe von verlorenen Prozessen, die den DMSB e.V. auch kostenmäßig – sozusagen unvorhergesehen – mit dem Vorschlag zu einer Satzungsänderung belasten, von dieser Rechtsanwaltskanzlei ganz im Sinne des Ex-Amtsgerichts-Direktors überarbeitet. - Natürlich gegen ein entsprechendes Honorar – das aber leider ziemlich hoch ausgefallen ist. - Meint man beim DMSB e.V.!

Die Höhe der Kostenrechnung für die Gesamtarbeiten hat die Nervosität der verantwortlichen Geschäftsführerinnen des e.V. deutlich erhöht. Beide sind Juristinnen, die sich ihrer Verantwortung – und ihrer Haftungs-Verpflichtung (!) – bewusst sind, bzw. sein müssen.

  • So ist die eigentliche Haupt-Geschäftsführerin derzeit damit beschäftigt, ein Konzept zu entwickeln, dass dann der bevorstehenden Mitgliederversammlung am 18. April zur Abstimmung und Genehmigung vorgelegt werden soll.

Soweit ich aktuell recherchieren konnte, werden mit dieser „Vorlage“ – wenn sie in der mit bekannten Form zu Abstimmung vorgelegt wird - alle Mitgliedervereinigungen des DMSB e.V., abhängig von ihrer Mitgliederzahl, um eine zusätzliche Einlage – bzw. eine Bürgschaft – gebeten, die dem DMSB e.V. dann einen Zufluss von wenigstens um 500.000 Euro noch in 2026 garantieren soll.

  • Nur mit einem Zuschuss in dieser – oder ähnlicher - Höhe, wäre für 2026 ein ausgeglichener Haushalt des DMSB e.V. darstellbar!

Dr. Ennser wird auch versuchen, sich auf der Mitgliederversammlung im April, sich die Satzungs-Änderungen genehmigen zu lassen, die ähnlich bereits im letzten Herbst schon mal „still“ abgelehnt wurden, weil er die damals aktuelle Vorlage zurück gezogen hatte.

Nun will er jetzt versuchen, die Änderungen, die z.T. auch eine Basis in einer Reihe von verlorenen Gerichtsverfahren haben, knallhart „durchzupeitschen“.

Außerdem wird er den Rücktritt des Robert Kreuz aus dem Präsidium des DMSB, zur weiteren Stärkung der ADAC-Position im DMSB e.V. zu nutzen versuchen.

  • Dr. Ennser wird – das ist eine Vorhersage - ganz im Sinne des ADAC e.V., einen Herrn Jürgen Fabry als neues Mitglied des Präsidiums – nach Ausscheiden des Robert Kreuz - vorschlagen.

Man kennt Herrn Fabry bisher als Automobilsport-Referenten des Gesamt ADAC, Sportleiter des ADAC Nordbaden, Vorstand des MSC Weingarten und Mitglied des DMSB Exekutiv-Komitee. 

Die eigentliche Bedeutung des AvD, des Automobilclub von Deutschland, im DMSB wird dabei übersehen. Dieser Verein war es, über den die Kontakte zur FIA in Paris resultierten. Darum ist der AvD auch heute noch im DMSB e.V. von Bedeutung, die aber durch den ADAC zu minimieren versucht wird!

Vorschläge aus AvD-Richtung im DMSB e.V. sind grundsätzlich von Ablehnung bedroht. So wurde von Dr. Ennser (ADAC) auch eine Vorschlag des AvD-Verantwortlichen abgelehnt, doch die bisherigen teuren Büroräume am „Lyoner Stern“ in Frankfurt aufzugeben und den DMSB e.V. - kostengünstiger – ins AvD-Gebäude zu verlegen.

  • Der Mitgliederversammlung des DMSB e.V. im April 2026 kommt also schon eine besondere Bedeutung zu, weil dort eigentlich – so sehr ich das - über die Existenz des DMSB e.V. grundsätzlich entschieden wird!

Der ADAC lauert damit praktisch auf seine Chance, die Alleinherrschaft im deutschen Motorsport zu übernehmen.

  • Wenn man versucht die Situation realistisch einzuschätzen, wird das nicht so einfach sein.

Eigentlich hat man auch, bei all diesen Machtkämpfen, die eigentlichen Interessen des Motorsports  vollkommen aus den Augen verloren.

Man arbeitet in Frankfurt wie ein Controller, der aber inzwischen dringend einen weiteren Controller bräuchte, um ihn zu kontrollieren und auf den richtigen Weg zu bringen.

  • Wer vertritt noch die eigentlich wichtigen Interessen des deutschen Motorsports? 

In seiner jetzigen Form  verkümmert der eigentliche Motorsport, der wichtige Basis-Motorsport, immer mehr. Er hat sich quasi unauffällig durch die spürbare Kommerzialisierung immer weiter zu einer von der Industrie beherrschten Marketing-Variante verselbstständigt!

  • April! … - ??? - April?

Es wird interessant sein zu beobachten, wer das mit den entsprechenden Handzeichen nach der DMSB-Mitgliederversammlung am 18. April – mit Blick auf die obigen Satzzeichen – „so oder so“ am Ende der Mitgliederversammlung deutlich gemacht hat.

Der ADAC wird damit argumentieren, das der Präsident des DMSB e.V. , natürlich ein ADAC-Mann, gerade am 3. März 2026 den Politikern in Berlin die derzeitige Situation des deutschen Motorsport dargelegt hat. Der DMSB e.V. hat dazu die evtl. interessierten Motorsportler auf seinen Internetseiten so informiert:

„Der deutsche Motorsport appelliert an die Politik, Rahmenbedingungen zu schaffen, um den erfolgreichen Motorsport-Standort Deutschland zu erhalten und für die Zukunft zu stärken. Die konkreten Forderungen wurden vom DMSB in Zusammenarbeit mit den Trägervereinen ADAC, AvD und DMV sowie mit Rennstrecken- und Industrievertretern erarbeitet und als Positionspapier im Rahmen eines Parlamentarischen Abends am 03. März Politik und Öffentlichkeit vorgestellt. Dabei reichen die Punkte des Positionspapiers von der grundsätzlich gleichberechtigten Förderung des Motorsport-Spitzensports über die Unterstützung von Großveranstaltungen im internationalen Wettbewerb und die rechtliche Absicherung des Ehrenamts bis hin zur bundesweiten Vereinheitlichung von Genehmigungs-verfahren. Gleichzeitig blickt der Dachverband selbstbewusst auf starke Kennzahlen, die den Anspruch der deutschen Motorsportler untermauern: So gibt es etwa 14,6 Mio. Motorsportinteressierte, 1.750 Veranstaltungen in 20 Disziplinen und eine Rennsportbranche mit 30.000 Arbeitsplätzen und einem jährlichen Umsatzvolumen von mehr als fünf Milliarden Euro.“

Das ist ein Versuch, der schon Jahre überfällig ist und in dieser Form – und zu diesem Termin -  eigentlich mehr einer Alibi-Darstellung im Hinblick auf die Mitgliederversammlung zum 18. April ähnelt: 

  • Motto: Wir haben doch gerade mal wieder etwas getan!

Der deutsche Motorsport ähnelt in seinem aktuellen Zustand mehr einem „Circus Maximus“ in Rom, dessen „damals“ ursprüngliche Größe und Bedeutung heute auch nur noch durch Rasenflächen angedeutet wird!

Bei der FIA in Paris würde man zu den aktuellen Problemen des DMSB e.V. wahrscheinlich nur sagen:

"C'est la vie!" - So ist das Leben!

MK/Wilhelm Hahne
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