2017

Verschiebung „aus dienstlichen Gründen“?

Gestern, am 17. März 2017, sollte am Landgericht in Düsseldorf ein Urteil verkündet werden, zu dem die letzte Verhandlung am 9. Dezember 2016 stattgefunden hatte. Der ersten Verhandlung hatte Motor-KRITIK noch als Zuhörer beigewohnt, um im Interesse seiner Leser zu einer möglichst objektiven Meinungsbildung zu kommen. Weil noch einmal durch eine der Parteien sehr spät ein Schriftsatz eingereicht worden war, hatte man die Urteilsverkündung schon mal vom 10. Februar 2017 auf den 17. März 2017 verschoben. - Dafür gab es immerhin eine verständliche Erklärung. - Gestern fand in der Sache „AZ 15 O 173/15“ aber auch keine Urteilsverkündung statt. Obwohl dieser Termin offiziell verkündet worden war. - Schließlich war in Erfahrung zu bringen, dass dieses Mal die Urteilsverkündung „aus dienstlichen Gründen“ auf den 28. April 2017 verschoben wird. - Dabei müsste das Urteil doch eigentlich vorliegen. Die Richter haben in zwei Verhandlungen beide Seiten gehört, die Beweisanträge und die Schriftsätze der Gegenseite an den Gesetzestexten gemessen. Das Urteil müsste also eigentlich feststehen. - Aber es kommt zu keiner Urteilsverkündung! - Motor-KRITIK staunt:

4.923075
Average: 4.9 (39 votes)

Kategorie: 

Rolf Schmidt: Mentor, Macher, Manager – tot!

Ich, Wilhelm Hahne, erlebe jetzt eine Phase in meinem Leben, in der ich öfter auf Beerdigungen daran erinnert werde, dass für uns alle das Leben endlich ist, als dass ich zu Hochzeiten eingeladen werde. So ist nun mal das Leben, in dem ich schon bisher viele Menschen erleben durfte, die ich aufgrund ihrer Persönlichkeit, ihrer Fähigkeiten, ihrer Menschlichkeit als etwas Besonderes empfunden habe. - Und nun gibt es sie nicht mehr. Ich erinnere mich z.B. noch gut, in den 60ern John Surtees bei einem 1000 km-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife erlebt zu haben, als er in strömendem Regen mit einem Ferrari gewann. Für mich war er ein Idol, ein Mann der nicht nur Motorrad-Weltmeisterschaften gewonnen hatte, sondern auch im Rennwagen fahrerische Extraklasse war. - Vor allen Dingen im Regen kam seine auf dem Motorrad entwickelte Sensibilität für Grenzbereiche zum Tragen. - John Surtees ist tot! - Vor einigen Tagen in London gestorben. Er wurde 83 Jahre alt. Vier Tage vorher war Rolf Schmidt gestorben. Mit 89 Jahren. Auf „seinem Gebiet“, als Rennleiter, ebenso einmalig, wie es John Surtees als Rennfahrer war. Und ich erinnerte mich, dass „damals“, als Surtees noch Rennen fuhr, vor vielen Jahrzehnten, mal ein junger Mann neben mir am „Brünnchen“ gestanden hat, der damals noch in Wiesbaden sein Brot verdiente, aber „seinem Vögelchen Wasser gab“, in dem er für eine Motorsportzeitschrift von Rennen berichtete, die ihn faszinierten. Er ist als Rainer Braun – später nur noch Journalist und Streckensprecher – bekannt geworden. Er hat den (damaligen!) Motorsport geliebt und er hat ihn eindrucksvoll geschildert. - Da kann ich mich nur respektvoll „in die zweite Reihe stellen“, wenn es darum geht, den Nachruf auf einen Mann zu schreiben, der eine bestimmte Art des Basis-Motorsports in „seiner Zeit“ geprägt, bestimmt hat. Und so mache ich hier Platz für meinen Kollegen Rainer Braun, der keinen der üblichen Nachrufe schreibt, wenn es um einen Mann wie Rolf Schmidt geht, der am 14. Februar 1928 geboren wurde und am 6. März 2017 starb. - Es sind Erinnerungen an „Monsieur Rolf“, an die Zeit dazwischen.

4.97959
Average: 5 (49 votes)

Kategorie: 

Nürburgring aktuell: Alles paletti?

Die Motor-KRITIK-Geschichte vom „bösen 13.“ hat viele Leser geschockt. Doch das geschilderte Geschehen hat wie andere, über die hier berichtet wurde, auch am 15. noch kein Ende. - Aber allgemein wird verbreitet: Wir sind auf einem guten Weg! - Sogar ein Kurt Beck scheint davon zu träumen. Auf den Nürburgring bezogen hat er gerade mal wieder verkündet, dass er „nichts bereue“. - Wenn er das nun immer und immer wieder behauptet, wird sicherlich irgendwann der Fall eintreten, dass er sich eines Tages selber glaubt. - Vielleicht kann er dann zusammen mit „Silbermond“ auftreten. - In nachfolgender Geschichte werde ich nicht nur zu diesem Thema ein Stück Text aus dem dazu passenden Lied (von „Silbermond“) einfügen, sondern auch einmal darstellen, wie sich der Nürburgring heute darbot. Ich bin mal vorbei gefahren, habe mal hier und da etwas genauer hin gesehen. - Aber man muss auch hinhören! - Heute wurde vom Landgericht* Mainz z.B. die Klage eines Gläubigers der insolventen landeseigenen Nürburgring GmbH abgewiesen. Das war zwar zu erwarten gewesen – Motor-KRITIK berichtete am 16. Februar direkt nach einem Besuch der Gerichtsverhandlung darüber – wie man HIER nachlesen kann - aber wir hatten auf Einsicht gehofft, nachdem die Richterin die Argumente hier wie da noch einmal – wie die Hausfrau sagt - „bei mittlerer Hitze langsam ziehen ließ“. - Nun werden sich die Probleme in den nächsten Wochen und Monaten langsam „knubbeln“. - Nicht nur Frau Ahnen wird in Bedrängnis kommen, sondern die ganze Landesregierung. Aber wohl auch alle, die mit der Abwicklung der Insolvenz der Nürburgring GmbH beschäftigt sind. - Da hat man sich wohl inzwischen eine „Parallel-Gesellschaft“ gebildet. In Mainz wird man nichts davon wissen (wollen). Da müssen wohl „Phantome“ mit Fahrzeugen der Landesregierung unterwegs sein. - Aber das sind wohl alles Probleme, die keine sind. - Würde man eine entsprechende Frage – wie im Titel – stellen, gäbe es als Antwort die Möglichkeit von zwei Versionen: „Kein Kommentar!“ - oder „Ja-a-a-a-a!“ - Motor-KRITIK hat nicht wirklich gefragt, sondern war heute mal wieder „vor Ort“ und dokumentiert die aktuelle Situation mit Fotos und schildert die Eindrücke von heute.

4.914895
Average: 4.9 (47 votes)

Kategorie: 

„Schwarzer Freitag“ & „Montag der 13.“

Am Nürburgring ist alles anders. Er ist in Privathand (Besitz) und gehört dem Land Rheinland-Pfalz (Eigentümer). Er ist eine Rennstrecke, aber es gilt bei Touristenfahrten die StVO. Er ist lt. von den Landespolitikern beschlossenem Gesetz dem Amateur- und Basis-Motorsport vorbehalten, wird aber von einem Spezialisten für den Profi-Motorsport abgenommen. - Das heißt: Er wird nicht abgenommen, weil sich Maßnahmen eines (un)kundigen, (un)erfahrenen Geschäftsführers als „unpassend“ erwiesen haben. Da müssen so genannte „Sicherheitsmaßnahmen“ (die keine waren!) wieder zurück gebaut werden. - Auf wessen Kosten? - Wobei sich dann auch die Frage aufdrängt: Auf wessen Kosten fanden die bisher in den Jahren vom Eintritt der Insolvenz der landeseigenen Nürburgring GmbH bis heute vorgenommenen Umbaumaßnahmen (einschl. der aktuellen Rückbaumaßnahmen!) statt? Laut geltendem Recht darf ein Pächter keine Veränderungen an einem Pachtobjekt vornehmen, da er nicht der Eigentümer ist. Das Land Rheinland-Pfalz wird es zwar nicht zugeben wollen: Aber die Landesregierung zahlt mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Form, dass das Geld dafür vom Treuhandkonto (in Frankfurt) kommt, auf dass die Kaufsumme der Käuferfirma (in russischem Besitz!) eingezahlt wurde, da bisher – aus welchen Gründen auch immer, keine Umschreibung im Grundbuch erfolgt ist. - Diese Art der Kostenübernahme würde aber die Quote schmälern, die den Gläubigern der insolventen landeseigenen GmbH eigentlich zugestanden werden müsste, wenn... - Und der Insolvenz-Sachwalter nickt alles ab? - Motor-KRITIK möchte sich hier aber zunächst einmal auf die aktuellen Geschehnisse an der Nürburgring-Nordschleife konzentrieren. - Es wäre Aufgabe der politischen Parteien im Landtag sich um die geheimnisvollen Geschehnisse bei der Abwicklung der Insolvenz zu bemühen, die – soweit wir das übersehen können – noch verwirrender verläuft, als das der Öffentlichkeit vorgegaukelt wird. - Und der „Obergaukler“, Kurt Beck, kümmert sich inzwischen – weil „besonders vertrauenswürdig“ (!!! - träumen eigentlich andere Politiker nur - ???) - um die Opfer des Berliner Weihnachtsmarktes. - Das ist mehr „Unglück“, als wenn zwei Dinge zusammen kommen, die man in dieser Kombination eigentlich nicht kennt:

4.944445
Average: 4.9 (72 votes)

Kategorie: 

Genfer Salon: „IAA“ auf neutralem Boden!

Anfang März am Genfer See zu verbringen kann für einen Bewohner der Eifel sicherlich so etwas wie Urlaub und Erholung bedeuten. Wenn dazu noch ein Auto-Salon lockt, der sich auch durch besonders kurze Wege – verglichen mit der IAA in Frankfurt – auszeichnet, dann müsste eigentlich dieser Termin einer der wichtigen im Terminkalender eines Motor-Journalisten sein. - Aber schon im Vorfeld dieses ersten großen Automobilsalons in diesem Jahr wurde klar, dass die Großen der Automobilindustrie diesen Messetermin nicht nutzen würden, um die europäischen Autokäufer mit innovativen Neuheiten – auch technologisch – zu überraschen, sondern man macht da weiter, wo man – entgegen allen Beteuerungen – immer noch nicht aufgehört hat: Mit gewichtsstarken SUV‘s und PS-Monstern, die auch Verbrauchsmonster sind, wenn man deren Leistung wirklich nutzt. - Unter uns: Wo geht das noch? - Wie das Senckenberg-Museum in Frankfurt schon seit langem (auch) der Darstellung der Welt der Dinosaurier dient, so bot der Auto-Salon in Genf die Möglichkeit noch einmal eine Übersicht über eine aussterbende Gattung von Automobilen zu erhalten. Also gab es einen Grund nach Genf zu fahren, der aber – aus Motor-KRITIK-Sicht – keiner war. Trotzdem wollte Motor-KRITIK seinen „Genf“ dazu tun und – hat einen Sonderberichterstatter nach Genf entsendet. - Dass der dann enttäuscht zurück kam, hat uns in der Eifel nicht verwundert. - Was dieser Kollege zu berichten hatte, haben wir nachfolgend – relativ kurz – in Wort und Bild zusammengefasst. - Ganz offen wird notiert, was in Genf gesehen – und beim Betrachten gedacht wurde.

4.805555
Average: 4.8 (36 votes)

Kategorie: 

Das große „Track-Day“-Kuddelmuddel!

Wie das Echo auf meine Geschichten zu den Kernpunkten von Touristenfahrten und Track-Days zeigt, werden die in der Öffentlichkeit – aus welchen Gründen auch immer – gerne vermischt. Aber es besteht schon ein grundlegender Unterschied dadurch, dass sich bei Track-Days die Frage, „Ist der Nürburgring nun eine Öffentliche oder eine Privatstraße?“, erst gar nicht stellt. Die Frage ist ausschließlich für die Durchführung von Touristenfahrten wichtig. Bei einem Track-Day ist selbst die Nürburgring-Nordschleife immer dann eindeutig eine Privatstraße, wenn zur Durchführung einer solchen als „Fahrertraining“ gedachten Veranstaltung ein privater Verein diese Rennstrecke angemietet hat. Das „Hausrecht“ liegt dann beim Veranstalter und er bestimmt auch durch die Formulierungen in der Ausschreibung zu „seiner“ Veranstaltung, die Bedingungen, unter denen diese Veranstaltung durchgeführt wird. - Mir liegen – als Folge meiner Veröffentlichungen – eine Reihe von Ausschreibungen vor, weil mich Motor-KRITIK-Leser gebeten haben, ihnen doch einmal zu sagen, ob… - Das kann – und werde ich nicht tun, schon weil ich Rechtsanwälten nicht ins Handwerk pfuschen werde. Wobei ich aber auch hier feststellen muss, dass sich auch Rechtsanwälte und Richter in Unkenntnis der realen Situation bei solchen „Lehrgängen“ oft bei der Einschätzung besonderer Situationen bei solchen Veranstaltungen sehr schwer tun. Der eigentliche Grund dafür ist, dass die unterschiedlichsten Veranstalter, mit unterschiedlichster Vorbildung und Erfahrung (!), das Gebiet „Track-Day“ inzwischen „abgrasen“, auch weil sie auf „schnelles Geldverdienen“ aus sind. Natürlich bei „Null Risiko“. - Und sie formulieren ihre Ausschreibungen entsprechend. Denken sie! - Oft falsch! - Da wirken dann selbst Automobilhersteller - mit deren Firmennamen auch gearbeitet wird - dann schon mal sehr dümmlich. - Nachstehend möchte Motor-KRITIK nicht nur auf „dumme“, sondern auch auf grundsätzliche Fehler in Ausschreibungen zu Track-Days aufmerksam machen. Teilnehmer an solchen Veranstaltungen sollten schon vorher – auch das evtl. „Kleingedruckte“ - lesen, bevor sie es „anerkennen“ und unterschreiben. - Sie sollten übrigens auch nicht nur ihre Versicherungsbedingungen – z.B. im Kasko-Fall – genau kennen, sondern auch grundsätzliche „landestypische“ Unterschiede in der Haftpflichtversicherung, die eine Reihe von Track-Day-Veranstalter überhaupt nicht zu interessieren scheinen.

4.982145
Average: 5 (56 votes)

Kategorie: 

CNG? - Kann man in der Pfeife rauchen!

Während FIA & DMSB noch nicht gemerkt haben, dass sie „auf einem toten Pferd“ unterwegs sind, ist der Nürburgring-Streckenbetreiber inzwischen „zum gemütlichen Teil“ übergegangen. Man versucht sich in „Sicherheitskonzepten“. Natürlich in Abstimmung – und auf Anregung – mit bekannten Rennfahrern. - Sagt man – und ist dabei so korrekt wie Donald Trump in seinen Äußerungen. - Und verbaut Rasengittersteine auf der Nordschleife, um „Auslaufzonen“ zu schaffen, die der Strecke eine gewisse „Fülle“ geben. Stefan Raab hat den „Maschendrahtzaun“ in die Top-Hits gebracht, da wird es doch ein Mirco Markfort mit „Rasengittersteine“ sicherlich auch in die Charts schaffen. - Es ist erstaunlich, dass selbst Amateure im Motorsport dann zu Spitzenleistungen auflaufen können, wenn sie in den ihnen zugeordneten Aufsichts-“Behörden“ Mitspieler auf gleichem Niveau finden. - Denn auch die „Umbauten“ auf der Nürburgring-Nordschleife finden sicherlich die ungeschmälerte Zustimmung der DMSB-Gewaltigen. Da ist durchaus aktuell „kein Hängen im Schacht“, sondern da startet nun „Günther“ voll durch. - Seit gestern ist z.B. eine sehr farbenfrohe, korrigierte Ausschreibung für 2017 auf den VLN-Seiten zu bewundern. Immer noch ohne DMSB-Genehmigung. - Das gut 14 Tage vor dem ersten Rennen! - Und das Präsidentel, der „Gaudi-Bursch“ und Gesamtsiegabstauber (1998, 24h-Rennen Nürburgring) schreibt in der neuen Ausgabe des Vereinsblattes „Vorstart“: „... wir packen auch einige wichtige Reformen an, die unseren Verband fit für die nächsten 20 Jahre machen werden.“ - Toll! - 20 Jahre DMSB sind eigentlich genug! - Man schaue nur einmal in Sportgerichtsverfahren hinein, wozu das „Vereinsorgan“ der FIA-Repräsentanten dann eine Plattform bietet. - Platter geht‘s nimmer! - „Vorstart“ sollte man in „Frühstart“ umbenennen. Und der ist nun mal strafbar! - Aber beginnen wird doch einfach mal mit den „Fachleuten“ bei der CNG, die kurz vor ihrer ersten großen Veranstalteraufgabe in der Saison 2017 stehen: Sie verantworten die Test- und Einstellfahrten am 18. März 2017. - Schaut man in deren „Ausschreibung“, ist man geneigt das Urteil zu fällen:

4.86154
Average: 4.9 (65 votes)

Kategorie: 

MM 166: Ein „Gedankenbericht“ aus 1988!

Nein, ich gehöre nicht zu den Menschen die darauf aus sind, bei anderen Fehler zu suchen. Ich akzeptieren alle Menschen, jeder Art und Hautfarbe, gleich welche „Macken“ sie auch haben sollten. Ich akzeptiere aber nicht, wenn sie an dem Platz, an den sie von der „Gesellschaft“ gestellt wurden, nicht funktionieren. Oder eine Position ausnutzen, in der sie eigentlich – verantwortungsvoll – die Interessen einer bestimmten Gruppe wahrzunehmen haben, aber eigentlich nur persönliche Interessen zum Maßstab ihres Handelns machen. - Aber das ist eigentlich für einen Journalisten normal. - Sollte es jedenfalls sein, ist darum auch nichts Besonderes. Darum sind auch meine Feststellungen zu Organisationen, die sicherlich oft kritische Anmerkungen enthalten, nichts Besonderes. Mit dem gleichen Verantwortungsbewusstsein als Journalist beschäftige ich mich auch mit Automobilen. Es müssen nicht immer Fahrberichte sein. Oder – wie es heute üblich geworden ist – Geschichten, die dann einen ähnlichen Titel tragen wie: „Wir saßen als Erste drin!“. - Marketinggeschichten! - Darum schreibe ich heute mal einen „Gedankenbericht“. Es müssen nicht immer Fahrberichte sein. Warum nicht einmal ein Bericht über jene Gedanken, die mir beim Fahren - beim Genießen - eines alten Automobils kamen. Vor 29 Jahren, im Jahre 1988. Warum also nicht mal ein "Gedanken-Bericht? - Sie finden ihn nachstehend. Natürlich ist es auch ein Erlebnisbericht, die Erinnerung an ein Automobil, das ich vor fast 30 Jahren hier in der Eifel gefahren habe; ein Automobil das heute fast 65 Jahre als ist und inzwischen einen „Wert“ von vielen Millionen Euro – oder auch Dollar darstellt. - Und ich orientiere meine Eindrücke und Gedanken an den Automobilen jener Zeit und der Neuesten – um und nach 1988 – weil die nicht nur inzwischen Vergangenheit sind, sondern man an diesen Hinweisen auch die Weiterentwicklung der Automobile über die Zeit besser verfolgen und werten kann. - Ist nun heute alles besser? - Oder hat die Entwicklung eine Richtung eingeschlagen… - Sie sollten sich solche Gedanken erst am Ende dieser Geschichte machen, die meine Fahrt in einem alten Ferrari schildert, mit dem ich - hier in der Eifel - auf den Spuren der Automobile von morgen war.

5
Average: 5 (46 votes)

Kategorie: 

3. März 2017: Lieber Leser!

„Eigentlich würde ich gerne mehr von Ihnen lesen“, sagt mir ein Leser und hat sicherlich kaum eine Vorstellung davon, wie schwer es ist, zu bestimmten Themen zu recherchieren. Das scheint auch vielen Redakteuren so zu gehen, die darum gerne Meldungen oder Geschichten von Agenturen nur oberflächig überarbeitet und evtl. dem Layout entsprechend gekürzt oder gelängt, in ein Druckerzeugnis einbauen. Ins Internet kommt so etwas inzwischen sogar automatisch, selbsttätig, wird sozusagen vom Computer durchgereicht. - Redakteure sind in ihren Redaktionen oft „Vielzweck-Waffen“, arbeiten auf vielen Wissensgebieten. Manchmal hat man den Eindruck, den mal ein Eberhard von Kuenheim – in meinem Beisein – gegenüber einem Kollegen, der gerade die Chefredaktion einer Zeitschrift übernahm, von deren Thematik er bestenfallen einen Hauch verstand, so äußerte: „Ihr Journalisten könnt über alles schreiben und braucht von Nichts etwas zu verstehen.“ - Wir haben damals gemeinsam darüber gelächelt. - Heute kann ich das oft nicht mehr, wenn ich sehe – und lese – wie oberflächlich Kollegen bestimmte Vorkommnisse oder Ereignisse kommentieren. Manchmal haben auch Sachinformationen über bestimmte Dinge – aus meiner Sicht – einen falschen Touch. - Ich mache mir mit Hinweisen auf solche Geschehnisse sicherlich keine Freunde. - Aber die mache ich mir mit manchen Geschichten überhaupt nicht, weil ich damit dann schon mal gleichzetig alle treffe, die dabei eine Rolle, gleich auf welcher Seite, spielen. - Ich möchte auch mit diesem „Lieber Leser“ keinen Schlussstrich ziehen, sondern mal ein Beispiel aufzeigen und ein weiteres Beispiel erwähnen, auf das ich dann in einer späteren Geschichte noch einmal ausführlicher – und mit Details – eingehen werde. - Damit schließe ich nicht aus, dass auch mir mal Fehler unterlaufen können. Aber das ist – aus meiner Sicht etwas anderes – als eine vom Marketing beeinflusste, unreflektierte und auf einen bestimmten Zweck ausgerichtete – eigentlich dümmliche – Meinung eines Redakteurs im Kommentar einer Zeitschrift, die man eigentlich ernst nehmen sollte.

4.97826
Average: 5 (46 votes)

Kategorie: 

FIA & DMSB reiten „ein totes Pferd“!

Unsere „moderne“ Gesellschaft ist krank. Es muss eine ansteckende Krankheit sein. „Früher“ hat man von weit entfernten Ländern gesprochen, die man erst auf dem Globus suchen musste, wenn man das Wort „Bananenrepublik“ verwendete. Heute genügt, dass man die Augen aufhält. Es ist auch normal geworden, dass man beim Reden Synonyme verwendet. Man vermeidet „harte“ Bezeichnungen, sagt z.B. statt „Betrüger“ Vorstandsmitglied oder Träger des Bundesverdienstkreuzes, statt „kriminelle Vereinigung“ Aufsichtsrat. - Man sagt „Uli Hoeneß“ und meint „erfolgreich resozialisierter Steuerbetrüger“, spricht von „Sponsor“ und meint vielleicht Zuhälter. - Manche Synonyme sind komplizierter, weil sie eine „Gedankenkette“ erfordern. „Stuck“ steht z.B. für DMSB, eine Buchstabenfolge, die wieder für „nationaler Vertreter der internationalen Motorsportbehörde“steht, deren Abkürzung FIA wieder für Jean Todt, ein Freund von Stuck, beide dann für Geschwindigkeitsbeschränkungen auf Rennstrecken und schnelle „Telefonketten“. - Das Kürzel FIA steht für verständnisvolle Zusammenarbeit mit der Industrie, für Überregulierung von Regularien, für kunstvolle Gesetze – die „interessante Grauzzonen“ schaffen, in denen sich dann die Spezialisten der Industrie lust- und effektvoll tummeln können. FIA steht auch für Sicherheit, mit der man dann mit Sicherheit Geld verdient. Auch im Motorsport. - Während man den Menschen immer wieder daran erinnert, Vorsorge-Untersuchungen vornehmen zu lassen, ist man da beim Sport – auch beim Motorsport – in der Vergangenheit zu nachlässig gewesen. Inzwischen hilft auch keine Notoperation am offenen Herzen mehr. Doping ist im Sport eigentlich selbstverständlich geworden. Korruption auch. Betrug wird man nicht mit Betrug benennen. - Sport ist nicht mehr Sport. - Da fährt man bei der „Tour de France“ mit Elektro-Rennrädern, gewinnt mit pfiffigen Tricks in Deutschland ein 24-Stunden-Rennen für Automobile und – alles wird gut! - Wirklich? - Nur, weil 2017 dann (wahrscheinlich) ein BMW gewinnen darf? - Ist das wirklich so einfach? - Motor-KRITIK möchte an aktuellen Beispielen aus dem deutschen Motorsport einmal nachweisen, dass ein Überregulieren schließlich zum Kollaps führen muss. - Ist der vielleicht schon eingetreten? - Und niemand hat‘s bemerkt? - Motor-KRITIK darf feststellen – und es in folgender Geschichte auch an aktuellen Details aufzeigen:

4.90625
Average: 4.9 (64 votes)

Kategorie: 

Seiten

Subscribe to RSS - 2017