Nürburgring-Affäre: Wer sucht nach dem Motiv?

Gestern hat der Prozess zur juristischen Aufarbeitung der Nürburgring-Affäre begonnen. Plötzlich ist  das Thema auch für die Medien außerhalb der Eifel-Region von Bedeutung. Man berichtet über Details, die am Ende einer Geschehnis-Kette stehen. Und erregt sich. Als wenn man erst heute, gerade jetzt erst erkannt hätte, was sich hier seit Jahren – von der Politik gewollt – über viele Jahre entwickeln konnte. Ich begreife das LG-Verfahren anders: Es dient mit dem Fingerzeig auf Details, der Ablenkung von der eigentlichen Motivation. - Wie konnte es eigentlich dazu kommen? Wir wissen aus vielen Fernsehkrimis, dass bei schwerwiegenden Verbrechen – z.B. Mord – immer zunächst danach gefragt wird, wer ein Motiv hatte. - Wie war die Ausgangsposition, die zu einem Eklat führte? - Beim hier zu untersuchenden Verbrechen, dessen Auswirkungen für Einzelne dramatisch sind, ist das anders.

Nürburgring-Affäre: Wer sucht nach dem Motiv?

War am Anfang das Chaos  am Nürburgring? - Nein, es gab geordnete Verhältnisse, es wurde mit einem kleinen Team (um 45 Mitarbeiter!) hart und intensiv gearbeitet und man erreichte mit einem kleinen aber gekonnten Sidestep („Rock am Ring“) auch „schwarze Zahlen“ in der Bilanz.

Andere Pläne, die übrigens auch die Wetterlage in der Eifel berücksichtigten, die kamen nicht zum Tragen, weil sich die Privat-Finanzierung (!) als „unmöglich“ herausstellte.

Gelitten hatte der Nürburgring in der Vergangenheit immer wieder darunter, dass er unfachmännisch geführt, in vielen Fällen auch nur „verwaltet“ wurde. Er diente gewissen Gruppen schon mal dazu, „verdiente Freunde“ dort abzustellen, bis evtl. über kritisch zu beurteilendes Verhalten „Gras gewachsen“ war. - In der Provinz geht das.

So konnte man z.B. in einer gewissen Nachkriegsphase auch schon mal einen NS-Schnellrichter als Geschäftsführer der Nürburgring GmbH begrüßen. Da war sie noch im Besitz des Bundes.

Als sie dann überwiegend in der Hand des Landes war, waren die dort „abgestellten“ Persönlichkeiten dann von anderer Art. Leute wie Rainer Mertel, die nutzten ihre Chance und waren in der Folge „per Saldo“ positiv.

Nach den Landtagswahlen war ein solcher Mann dann aber parteipolitisch nicht mehr tragbar, weil er über das falsche Parteibuch, das der CDU, verfügte. Also musste ein Austausch erfolgen. Der wurde vom damaligen Ministerpräsidenten Scharping verantwortet. Als gewiefter Politiker – auch Kurt Beck ist einer – hinterlässt man aber keine Spuren.

Eine der ersten Fragen, um deren Beantwortung man sich zunächst bemühen müsste wäre also:

Waren Walter Kafitz und seine Frau mit der Familie Scharping befreundet?
Gab es eine gemeinsame Affinität zum Thema Radsport?
War Dr. Kafitz vor seiner Berufung durch die Landesregierung eigentlich arbeitslos?

Dann hätten wir eine Ausgangsposition, die auch erklären wurde, warum Dr. Kafitz schon sehr schnell aus dem Kreis der dem Thema Nürburgring eng verhafteten Mitarbeiter den Spitznamen „Dr. Kann-Nix“ erhielt.

Es ist an den Ergebnissen der „progressiven“ Geschäftsführung nachzuweisen, dass man Dr. Kafitz als Fehlbesetzung empfinden musste. Die Politiker in den jeweiligen Landesregierungen haben das anders gesehen. Weil das wohl von der Landes-Spitze so erwartet wurde. Dass der Landesrechnungshof z.B. nach gewissen Abläufen dann schon mal zu ähnlichen und gleichen Erkenntnissen wie ich vorher kam, ist durch die Jahresberichte – z.B. in Sachen „BikeWorld Nürburgring“ - nachweisbar. Der Landesrechnungshof hat eben den Nachteil, nur im Nachhinein Überprüfungen vornehmen zu können.

Und Dr. Kafitz eilte mit Unterstützung seiner Parteifreunde weiter von Firmen-Neugründung zu Firmen-Neugründung. Ich äußerte damals schon den Verdacht, dass die Folge dieser Neugründungen nach einem gewissen System erfolgte, nachdem ich Einblick in die Handelsregister genommen hatte.

Da passt es dann auch gut in „mein Bild“, wenn es heute – nachdem nun die Welle von Firmengründungen verebbt ist – diesen Notar Kunze in Adenau nicht mehr gibt. - Aber wen interessiert das schon, wenn ein ehemaliger Minister in Koblenz auf der Anklagebank sitzt?

Wer erinnert sich noch an einen Herrn Schumacher in der Staatskanzlei? - Wer hat die Karriere einer Frau Dagmar Barzen verfolgt, nachdem sie die Staatskanzlei in Mainz verlassen hatte? Ich habe sie zuletzt bei der Grundsteinlegung am Nürburgring erlebt. Sie war eingeladen.

Andere dumme Frage:

Wie kam es zu den ersten Kontakten der Landesregierung – und über welche Personen - mit einem Herrn Kai Richter aus Düsseldorf?

Warum haben alle „großen“ Gutachter und – über den „grünen Klee gelobten“ - Berater die von der Nürburgring GmbH (mit Dr. Kafitz an der Spitze) ermittelten Besucherdaten ungeprüft übernommen? Aus Mangel an Verantwortungsbewusstsein?

Diese Daten sind von niemanden – sowohl in quantitativer als auch qualitativer Sicht – überprüft worden. Der Inhalt dieser Gutachten war zwar immer die Basis für Entscheidungen von Politikern – wie das auch Herr Kurt Beck immer wieder gerne vorträgt – wurden aber im ganzen Umfang niemals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Entsprechende Anfragen von mir – z.B. bei Minister Deubel oder auch bei Ernst & Young – wurden leider abschlägig beschieden.

Natürlich mit berechtigter Argumentation: Einmal waren es interne, vertrauliche Firmendaten einer Privatfirma (im überwiegenden Landesbesitz), dass andere Mal wurde mir bedeutet, dass nur der Auftraggeber ein Recht auf den Einblick habe. - Alles richtig! - Und darum sollte auch klar sein, warum jeder halbwegs gescheite Politiker seine Entscheidungen mit Gutachten absichert. - Am besten natürlich mit solchen, bei denen er die Basisdaten selber stellt.

Ich habe mich schon zu Zeiten des Geschäftsführers Rainer Mertel mit ihm über Wetterdaten unterhalten, wenn es um eine Situation ging, die wir hier in der Eifel im Falle der Nürburgring GmbH mit berücksichtigen müssen. Darum war ich erstaunt, dass weder die Geschäftsführung der GmbH, noch irgendein Politiker, noch irgendein Gutachter und Berater, mit den Betreibern der Wetterstation gesprochen hat, die damals noch direkt am Nürburgring angesiedelt war. (Inzwischen in Barweiler, weil der Nürburgring als „Betonwüste“ eine „weitsichtige“ Wetterbeobachtung nicht mehr zulässt.)

Es wurde hier in der Eifel sozusagen „nach Gutsherren-Art“ regiert, jeder vernünftige Einwand wurde mit einer schnellen Handbewegung vom Tisch gewischt. Und die regionalen Politiker waren gerne behiflich. Auch die vor Ort die, die z.B. nicht der SPD irgendwie verpflichtet waren. Da drückte man schon mal in Sachen Baugenehmigung ein Auge zu, begann auch einen Bau mit siebenstelligem Kostenvolumen schon mal ohne Baugenehmigung (FIA-Zaun), da wurden Baufirmen ausgetauscht, oder mit Teil-Baugenehmigung gearbeitet, so lange, bis das es keine andere Möglichkeit mehr gab, als den Bau nun endgültig zu errichten. Oder man setzte Bürger und Bürgermeister unter Druck.

Das wird alles nicht Thema des Prozesses in Koblenz sein, weil Teil-Baugenehmigungen z.B. nicht gegen Gesetze verstoßen. Dass die Herren Prof. Deubel und Dr. Kafitz aber Ortsbürgermeistern schriftlich gaben, dass gewisse Erweiterungen (z.B: im Hotelbereich) nur dann erfolgen würden, wenn eine Privatfinanzierung dieser Projekte möglich sei, das ist eine Tatsache. Die auch erklärt, warum immer wieder der Versuch gemacht wurde, unter Einschaltung von „Strohmännern“ (die werden auch gerne von Bauern als Vogelscheuchen genutzt) eine Privatfinanzierung darzustellen, die eigentlich keine war.

Aber das alles wird jetzt vor Gericht sozusagen aus dem Zusammenhang gerissen. Denn eigentlich muss doch klar sein, was ich dem Leitenden Oberstaatsanwalt in Koblenz noch vor Tagen schrieb:
Dass nämlich die Eröffnung des Prozesses in Abstimmung mit der Generalstaatsanwaltschaftschaft und dem Justizministerium, als vorgesetzte Behörde erfolgte. Auch ein Leitender Oberstaatsanwalt ist in Deutschland Weisungsempfänger. Anders formuliert: Die Landesregierung wollte dieses LG-Verfahren.

Ich habe das offenbar in meiner E-mail missverständlich niedergeschrieben, so dass mir der Leitende Oberstaatsanwalt in diesen Tagen antworteten konnte:

„Im Übrigen darf ich darauf hinweisen, dass die Benennung von Zeugen in einer Anklageschrift nicht in Abstimmung mit vorgesetzten Behörden sondern allein aufgrund der Ergebnisse der Ermittlungen erfolgt.“

Richtig. - Ich werde in einer späteren Geschichte auf den eigentlichen Sinn meiner Anfrage zurück kommen.

Ich finde es interessant, dass von klugen Rechtsanwälten z.B. eine Lüge als „kommunikatives Missverständnis“ empfunden werden kann, dass andere Lügen – z.B. von Politikern – als Lügen einfach deshalb unentdeckt bleiben, weil sie niemand hinterfragt.

Manchmal wären es ganz einfache – aber ehrliche! - Antworten auf ganz einfache Fragen, die mögliche Missverständnisse aufklären – aber auch Sachstände verdeutlichen – könnten. - Ein Beispiel:

Warum machten Prof. Deubel und Kai Richter im August 2009 zur gleichen Zeit auf der Insel Sylt Urlaub?

Dass sie dann auf dieser kleinen Insel – natürlich zufällig – aufeinandertrafen und miteinander sprachen: Kein Wunder.

Mir scheint, dass gewisse Vernetzungen, Verstrickungen – die dann evtl. zu Abhängigkeiten ausgewachsen sind – noch garnicht aufgedeckt sind. Hier werden Verfahren streng getrennt. Das eine ist schon eröffnet, während die Ermittlungen im anderen Fall noch nicht abgeschlossen sind.

Als mich vor Tagen ein Fernseh-Journalist daran erinnerte, dass man sich doch auch mit einer klaren, kurzen, deutlichen Aussage den Zuschauern in anderen Bundesländern verdeutlichen könnte, was hier in der Eifel einmal seinen Anfang nahm, da habe ich das – ein wenig krass, die  Vokabular-Sparte eines volkstümlichen Ministerpräsidenten missbrauchend – so formuliert:

„An der Theke würde man sagen: Da sind ein paar Idioten zusammen gekommen, hatten zu viel getrunken und dann haben sie gebaut.“

So eine Aussage wirft natürlich nur in einem Video Schatten, obwohl das die einzig verständliche Erklärung wäre, was dann zu einem Ergebnis führte, dass jetzt in einem Prozess einzelnen Personen angelastet werden soll. Eher kann man heute nach einem Gruppensex-Vergnügen die Vaterschaft einer einzelnen Person anlasten, als hier die Verantwortung einer Gruppe von Aufsichtsräten und Politikern, die auch schon mal in Istanbul oder London tagten.

Wir alle wissen um die Gruppendynamik die entstehen kann, wenn gewisse Typen an gewissen Punkten zu gewissen Ritualen zusammen- und aufeinander treffen. Es kann auch sein, dass daraus auch ein Herden- oder auch Horden-Verhalten resultiert. Auch das kann man steuern. Im gewissen Rahmen. Sowohl am „Ballermann“, als auch in Zürich, Istanbul oder London. - Gemeinsame Erlebnisse – gleich welcher Art - können auch verbinden.

Ich habe den Eindruck, dass auch jetzt nach der Insolvenz (auch gesteuert?) die Arbeiten am Nürburgring-Thema wie nach einem Drehbuch in der erweiterten Szene weiter gehen. Da sind dann nicht nur die handelnden Personen vorgegeben, sondern auch der Text. Damit man stets alles unter Kontrolle hat.

Wer ist im aktuellen Fall der Regisseur?

In Verbindung mit einer Sendung des Deutschlandsfunks und meiner Berichterstattung darüber, sind mir Zuordnungen zugetragen worden, mit denen ich als Journalist – ganz vorsichtig – in eine bestimmte Ecke gestellt werden soll. Ein Äußerung, wie oben von mir wiedergegeben, unterstützt natürlich z.B. so zunächst vorsichtige Einordnungen, wie sie vor Jahren von Prof. Deubel kamen:

„Ach, der alte Mann aus der Eifel.“ (In Verbindung mit einer wegwerfenden Handbewegung.)

Heute ist man dann bei „Verfolgungswahn“ angekommen, unter dem ich leiden soll, weil ich offenbar nicht über so kluge Berater verfüge, die aus einer „normalen“ Zuckerkrankheit eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse zu machen empfehlen. Weil das gut ankommt. - „Verfolgungswahn“ nicht!

Ich habe mit Bundestagsabgeordneten gesprochen, die mir sagten, dass nach der Erklärung von Kurt Beck zur Unterfütterung seiner Rücktrittsankündigung als Ministerpräsident, in Berlin zunächst auch von Bauchspeichel-Krebs geflüstert wurde. Das hat sich dann aber schnell gegeben, nachdem Wissenschaftler... - Ich lasse langatmige Erklärungen weg, sondern möchte festhalten, dass mir selbst selbst aus „gehobenen SPD-Kreisen“ eine Unterfunktion der Schilddrüse (= zuckerkrank) bei Kurt Beck bestätigt wurde.

Späte Korrektur eines Fehlers - 20. Januar 2013: Tatsächlich bin ich erst durch die Gratulation von Christian Menzel zu meinem 80. Geburtstag darauf aufmerksam geworden. Es musste an der obigen Stelle natürlich Bauchspeicheldrüse heißen. Ich habe den Fehler vielfach überlesen und niemand hat mich darauf aufmerksam gemacht. Aber als jetzt Christian Menzel in der Gratulation von mir schrieb: "Das ist der Mann, der Kurt Beck hat 'schilddrüsenkrank' werden lassen", da habe ich es (aber auch erst nach einigem Nachdenken) begriffen. - Danke, Christian. Und erst jetzt, nachdem du öffentlich davon gesprochen hast,Christian, melden sich auch andere. Von den bisherigen 6.300 Lesern der Geschichte haben es die meisten aber wohl tatsächlich nicht bemerkt. - Ich will mich bessern. - W.H.

Und das mit der Zuordnung von „Verfolgungswahn“ bei mir, das will ich auch gerne am Beispiel der Live-Sendung im Deutschlandfunk erklären, von wo es wohl auch seinen Weg nahm. Weil man so von meiner geradezu rücksichtsvollen Berichterstattung profitieren konnte. - Aber nun nicht unwidersprochen.

Tatsache ist:

Ich war niemals zu der Live-Sendung eingeladen. Folglich konnte ich auch nicht ausgeladen werden.

Schlussfolgerung einiger Freunde: Wenn ich aber in meiner Geschichte entsprechende Andeutungen gemacht habe, so konnten die nur „einem kranken Hirn“ entsprungen sein. - Das klingt doch überzeugend, oder? - Gefällt dann sowohl „Freund“ wie Feind.

Also doch Verfolgungswahn? - NEIN!

Ich habe nach der Sendung die Mitarbeiterin des DLF (Deutschlandfunk) angeschrieben, die die Live-Übertragung aus Nürburg (mit Zuschaltung eines Diskussionspartners aus London) organisiert hatte und habe ihr u.a. folgende Frage gestellt, die ich „mit ein wenig Umfeld“ mal hier einkopiere:

„...Die Nürburgring-Affäre bleibt spannend - und ist noch nicht Ende.

In diesem Zusammenhang hätte ich noch eine Frage an Sie:

War Herr Nuvoloni zu "Abstimmungsgesprächen" vor der Sendung bei Ihnen in der Redaktion des DLF?
Denn bei Ihnen lag doch, lt. Internet-Ankündigung des DLF, die Organisation.

Klar: Das ist schon wieder eine "dumme Frage". Ihre Antwort darauf kann nur intelligent geschickt oder ehrlich sein. - Ich habe ein Gefühl für solch' kleine Unterschiede. (Darum kann ich auch die Person des Herrn Nuvoloni - und seine Art - sicherlich richtig einschätzen.) - Ich wäre auch nicht beleidigt, wenn Sie mir nicht antworten. - Auch das hilft mir bei meiner Arbeit als Journalist. (Mit einer "alten" Einstellung zu diesem Beruf.)...“

Das ist nun schon ein paar Tage her. Eine Antwort dazu gibt es (noch?) nicht. Mit meiner „alten Einstellung – und Erfahrung! - habe ich daraus meine Schlüsse gezogen, die ich dann versucht habe mit Fakten zu untermauern.

Ich denke, mit dem folgenden Beispiel kann ich auch die These eines vom Nürburgring-Skandal Betroffenen unterstreichen, der in der abendlichen Berichterstattung zum Prozessauftakt in Koblenz des SWR eine Mitschuld an dem Nürburgring-Skandal auch den Medien zuordnete. Durch Nichtberichterstattung, durch eine „gefärbte“ Berichterstattung (entsprechend den Absprachen), durch eine „vorteilhafte“ Berichterstattung, durch die Übernahme von „Sprachregelungen“.

Na ja, höre ich einige Leser stöhnen: Das ist ja jetzt vorbei. Nun regiert ja am Nürburgring ein Insolvenz-Geschäftsführer und ein „Vorläufiger Sachwalter“, wie er sich selbst bezeichnet. Das sind Profis, die aber durch ein besonderes Beziehungsgeflecht in diese Position gekommen sind. Und nun mit der Hilfe einer Spezialagentur „sachwalten“.

Einen ersten Eindruck werden Sie erhalten, wenn Sie mal auf folgendes Foto schauen:

 

Da schreibt die Dame, die die Live-Übertragung für den Deutschlandfunk organisierte, am 19. Spetember 2012 an den Herrn, der im Auftrag der Insolvenz-Spezialisten das Medien-Umfeld beobachtet, informiert und kontrolliert:

„Sehr geehrter Herr Nuvoloni,
vielen Dank noch einmal für Ihren Besuch in der Redaktion...“

Nun versteht man auch, warum die Dame meine Anfrage nicht beantwortet. Sie hat in dem Schreiben auch festgehalten – s. Foto:

 

 

„Zugesagt haben als Gäste:

Wilhelm Hahne (Buchautor)...“

Tatsache ist: Ich bin nicht angefragt worden, habe folglich auch nicht zusagen können. Dass da aber etwas im Hintergrund gelaufen war, das war mir nicht entgangen. Darum habe ich es auch in meinen Geschichten angesprochen. - Erst als bei mir (hinter vorgehaltener Hand) Verfolgungswahn diagnostiziert wurde, habe ich mich um eine detaillierte Aufklärung bemüht. - Danke, für den Hinweis!

Aber die Geschichte geht noch weiter. Denn am Ende der E-mail, aus der ich hier zitiere, heißt es:

 

„Zwecks detaillierter Absprachen melde ich mich falls gewünscht...“

Diese Formulierung empfand ich zunächst als etwas unglücklich, würde aber zur Tagesordnung übergehen, wenn ich nicht den Inhalt weiterer E-mail kennen würde. Da informiert der Chef der Kölner Agentur „dictum law communikation“, Pietro Nuvoloni, seine Auftraggeber.

Über Pietro Nuvoloni ist lt. Informationen, die ich den Internetseiten seiner Agentur entnommen habe, ein umfassend gebildeter Mann mit einer interessanten Medien-Vergangenheit und -Gegenwart. Lesen Sie selbst:

„...Zuvor studierte er Theater-/ Film- und Fernsehwissenschaften, Germanistik und Politikwissenschaften und arbeitete seit 1986 als freier TV-Journalist für namhafte Redaktionen innerhalb der ARD, später als Redakteur bei VOX und auch als Fernsehproduzent für das ZDF. Pietro Nuvoloni war einige Jahre Pressesprecher und Leiter der Pressestelle des Bundesverbandes der Innungskrankenkassen. Für die Spitzenverbände der Krankenkassen koordinierte und leitete er die erste bundesweite crossmediale Informationskampagne in Fernsehen, Internet und Printmedien. Pietro Nuvoloni ist u. a. auch für Krisenkommunikation bei Insolvenzverfahren tätig. ...“

Ich hab das für meine Leser notiert, damit sie den folgenden Ausschnitt aus einer E-mail richtig werten können:

 

Ich möchte meine Geschichte nicht unnötig längen. Der Text ist auch auf dem Foto oben gut zu lesen.  - Die E-mail mit diesem Text stammt übrigens vom 20. September 2012.

 

Was jetzt folgt ist der Ausschnitt aus einer E-mail, die der Spezialist für Krisenkommunikation am 4. Oktober verfasste. - Ich jedenfalls war beeindruckt:

 

Eine Erfolgsmeldung! - Ich füge noch einen weiteren Ausschnitt an:

 

Auch hier erspare ich mir ein Abschreiben oder Erklärungen. Wer das nicht versteht, der glaubt auch, dass ich – Wilhelm Hahne – an Verfolgungswahn leide.

Während ich nun auf dem Jahrmarkt in Mayen, eigentlich ein Erntedankfest für die Bewohner der Eifel, neuen Schwung hole...

 

...hoffe ich, dass andere ihre Routinearbeit mal Routinearbeit sein lassen, um sich „öffentlich-rechtlichen Problemen“ zu widmen.

Da ist z.B. Herr Michael Ebling für das Land Rheinland-Pfalz in Sachen Deutschlandfunk tätig. Der ist eine öffentlich-rechtliche Körperschaft und damit insolvenzunfähig.

Michael Ebling, Kommunal- und Landespolitiker, ist Oberbürgermeister von Mainz und SPD-Mitglied, Vorsitzender der Mainzer SPD und war ehemals in unterschiedlichen Mainzer Ministerien als Staatssekretär tätig. - Der richtige Mann in einem Aufsichtsorgan des Deutschlandsfunk.

Wenn man jetzt noch das „Drehbuch“ kennen würde... - Aber dann wäre vielleicht auch die Spannung weg.

In jedem guten Krimi wird der Mörder auch erst am Ende des Films gefasst. Und man fasst sich manchmal als Zuschauer an den Kopf um sich zu fragen:

„Warum ich da nicht früher drauf gekommen?“

Warten wir also ab. Der Prozess in Koblenz ist erst ein Teil der tagesaktuellen Soap. Wir werden noch einige Folgen über uns ergehen lassen müssen, um das Ende, bei dem dann die richtigen Verbrecher ins öffentlich-rechtliche Licht gesetzt werden, zu erleben.

Wirklich? 

Ganz ehrlich: Ich weiß es nicht!

MK/Wilhelm Hahne
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15 Kommentare

parteiisch und befangen - Bild 7 von 9

Das haben Sie jetzt schriftlich. Sie sind parteiisch. Parteiisch und befangen. Für wen oder was ergreifen Sie jetzt noch mal Partei? Den Nürburgring? Die Eifel? Am Ende vielleicht noch für den Steuerzahler? Ich finde das ja gut, aber....... ...aber so etwas ist offensichtlich weder im öffentlich-rechtlichen noch bei einem Berater für Anwaltskanzleien (haben die nicht auch mit Parteien zu tun?) erwünscht. Sie wissen es doch auch, Herr Hahne: wer eine Meinung hat, wird nicht gefragt! (denn das könnte eigenen Interessen im Wege stehen) Gut,daß Sie Ihre Meinung dennoch verkünden! Grüße Jürgen

die Motive legen auf der Hand:

Borniertheit, Größenwahn, Engstirnigkeit, Machtbessenheit, Geltungssucht, Machtgier, Geldgier, Uneinsichtigkeit, Wankelmut ....

Was erwarten Sie/wir?

Lieber Herr Hahne, was erwarten Sie/wir? Die Schmierenkomödie zieht sich in alle Bereiche der Gesellschaft. Egal, ob "Nürburgring 2009", "Bauer sucht Frau" oder "DSDS". Und auch die Öffentlich-Rechtlichen hängen oft genug mit im Sumpf. Mich wundert gar nichts mehr in diesem Land. Meine Prognose zum Nürburgringskandal und zum Prozeß: Alles wird sich in Wohlgefallen auflösen, da die Akteure nur das Beste für die Region im Sinn hatten, Opfer von widrigen aber nicht selbst verschuldeten Umständen wurden, Maximal ein erhobener Zeigefinger, dafür Freisprüche etc. etc. Die breite Masse interessiert die lokale "Problematik" nicht, was sind schon 500 Mio EUR, in China fällt gerade ein Sack Reis um...... Ich würde mich freuen, wenn ich mich irre!

Reis

Sehr geehrter Paffenholz, der Sack Reis hat es Ihnen aber angetan. Schön wie sich jetzt hier alle zum grossen Lamento treffen. Koblenz wird nicht die Welt verändern, aber warten wir doch mal ab, statt jetzt schon zu grienen. Ein Gast

Motive aus einem Wirtschaftskrimi:

Machtgeilheit, Interessenverquickung, Geld, Sex, Drugs und RocknRoll, spektakuläre Finanzakrobatik mit Geldern, die man nicht hat, Prestige - immer das allerneueste Auto M-odell vorm Büro? Und ein Landesvater, der sich ein Denkmal setzen möchte? Trotz oder gerade wegen leerer Haushaltskassen? Oder wegen der o.g. Motiven? Dem die Presse einen Titel "König" verliehen hätte? Das wäre wahrlich der Stoff für eine mehrteilige TV-Serie? Sozusagen die "tägliche Seifen-Suppe vom Ring", wäre gesendet worden von den öffentlich-Rechtlichen? Geplantes Ende der Serie: Ein Mahnmal, ein Schuldenkönig und der Hauptdarsteller endet wie in Winnetou III mit den Heldentod? So einfach kann ein Drehbuch sein!

Mediale Unterstützung

Wie die (Massen-) Medien doch plötzlich die Seiten wechseln können! Habe gestern die Doku im SWR gesehen - jetzt scheint die Meinung von Herrn Hahne ja zum allgemeinen Konsens zu werden. Selbst der kränkelnde MP kommt nicht mehr gut weg (und beantwortet auch prompt keine Fragen mehr). Was mir neu war: Der begeisterte Plantscher Scharping hat, auf politischer Ebene, wohl den Anstoß zu der ganzen Malaise gegeben. So schwer wie es der ganz reizenden Frau Schmitz fällt, sich die mißlungenen Gebäude anzusehen, so schwer fällt es mir, diese ganzen Verbrecherfressen von Deubel bis Richter zu ertragen. Sie sollten am besten gepixelt werden, nicht zu ihrem, sondern zu unserem Schutz. Gerechtigkeit wird es keine geben, niemand wird in ein Arbeitslager geschickt werden, Steuergelder werden auch nicht "zurückfließen", wie man bei der EU phantasiert. Die "Motor-Kritik" hatte zwar von Anfang an Recht, konnte aber (natürlich) keinen Einfluß auf das Treiben dieser hochkriminellen Politiker-Elite nehmen. Während die Öffentlich-Rechtlichen dieses Treiben stets medial unterstützt haben, gefallen sie sich jetzt in der Rolle der Ankläger, allein - jetzt ist es wirklich zu spät.

nicht mehr mein Problem

bin nach der Sendung gestern im SWR wieder beruhtigt. Wenn ich das richtig verstanden habe muss RP bis zum Jahre 2069 pro Jahr allein 10 Millionen Euro an Zinsen für die Kirmes am Ring bezahlen. D.h. den Hauptteil werden die heute Jugendlichen bezahlen müssen - also nicht mehr mein Thema. Die meisten Wähler sehen das anscheinend auch so. Nach der akutellen Wählerumfrage (RZ von heute) kommt Rot/Grün aktuell immer noch auf 49 %. Also weiter so RP - nach uns die Sinnflut !

Handfest

mich wundert vielmehr das diesen beiden Lumpen am Ring noch niemand Handfest die Meinung gesagt hat. Ich würde auch einen kleinen Strauß Blumen ins Krankenhaus schicken. Versprochen!!

Nicht mehr mein Problem

@ eifler Zitat: Also weiter so RP - nach uns die Sinnflut! Also....das Wort "Sinnflut" ist wohl hier nicht so passend, denn "Sinn" hat dieser "Wahnsinn" seit dem Anfang der "Bauwut ohne Sinn" nie gemacht. Nehmen wir also das Wort Sintflut = immerwährende Überschwemmung. Die Wortwahl wäre wohl passender, denn die "sinnlose Bauwut" wird RLP für Generationen mit Schulden überschwemmen. Mit freundlichen Grüßen Dietmar Lorken-Korte

@ Herr Lorken-Korte

ja - Sie haben Recht. Sintflut = immerwährende Überschwemmung ==> ist aber so negativ. Vor allen Dingen - der Ring liegt auf 600 m Meereshöhe da läuft alles Richtung Holland und dem Rheinland ab. Es gibt aber z.B. das Sinnflutfestival oder manche Sinnflut-Websites ==> das steht für Spass, Drugs und Rock "n" Roll ==> hört sich doch besser an. Sehen Sie - es ist doch anscheinend ausreichend Geld da. Oder anders ausgedrück - wir haben soviel Schulden das kann (und will) eh keiner mehr zurückzahlen. Oder noch anders ausgedrückt: wenn 49 % aller Rheinland-Pfälzer trotz alle dem ihre Landesregierung wieder wählen würden - dann kann das was mit Wahnsinn zu tun haben - oder aber die Leute wollen vor der Sintflut noch eine Sinnflut erleben. Glaubt die jetzige Erwachsenengeneration wirklich das ihre Kinder den Großteil ihrer Lebensspanne damit verbringen werden die Schulden ihrer Eltern zu tilgen ? Beck 6.17 : Denn siehe ich will eine Sintflut mit Schulden kommen lassen auf Rheinland-Pfalz, zu verderben alles was Generationen erarbeitet haben. Alles was auf diesem Fleck ist soll untergehen. (Sorry - für den Sarkasmus. aber Das beste Argument gegen die Demokratie ist ein 5-minütiges Gespräch mit einem x-beliebigen Wähler)

Wasserscheide

Hallo Eifler, die Wasserscheide verläuft deutlich weiter westlich. So Richtung Ramscheider Höhe / Losheimer Graben. Da entscheidet sich ob rein in die Maas oder Nass in den Rhein. Letztlich kommt die Brühe aber wieder in der Nordsee zusammen. Deswegen: Mal nitde sou kleinlisch. Warum Sintflut so negativ besetzen? Danach war "sauber" - jedenfalls für ein paar Tage. Das Wörtchen "Sinn" wird allerdings auch hier einmal wieder mit viel zu viel Bedeutung überfrachtet. Es kommt etymologisch vom "Gehen", was sich bei uns noch am Uhrzeiger-Sinn erkennen lässt. Geht es oder geht es nicht? Et jet eben doch, und wie der Kölsche das stets zweckoptimistisch vervollständigt, wissen wir ja. Und die Mainzer wissen das ebenfalls. Prost denn mal. Janz ejal wer bezahlt. Der Hölle

Der SWR brachte in diesen

Der SWR brachte in diesen Tagen eine Zusammenfassung des Nürburgring-Skandals. Von politischer Seite war dass alles ein Offenbarungseid von Beck und Co. Hinterlassen haben sie Schulden und Zinsesleistungen, die für das Land eine Katastrophe bedeuten. Zwielichtige Unternehmer und die Abwatschung durch die EU gaben den Rest. Gehaftet wird von diesen Pfeifen nicht, jedoch zieht man sich aus gesundheitlichen Gründen zurück. So einfach ist das. Nein, solche Leute gehören bestraft und in den Knast. Übrigens haben Holländische Musiker aus Becks Wutausbruch einen Partysong kreirt, wenigstenes etwas belustigendes. http://youtu.be/cmKmoUhalv0 Viele Grüße aus NRW

Anmerkungen zur SWR-Zusammenfassung gestern abend:

1. Beim Betrachten der Gesichter der verantwortlichen Herren Kafitz, Deubel und Beck mag dem Ästheten eine gewisse Nachlässigkeit im Umgang mit dem eigenen Äußeren auffallen: permanent schlechte Rasuren und kongeniale Frisuren, über Jahre, machen aus den Dreien von der Tankstelle, natürlich die "Drei von der Geldstelle", wahrschaft ein echtes Unterhaltungstrio von hohem Wert! Es gibt weltweit kein Unterhaltungstrio und auch keinen Solisten, der in so kurzer Zeit auf ca. 400.000.000 € kam? Weder auf der Habenseite noch auf der Sollseite! Könnte, sollte, möchte und dürfte man jetzt den Schluß ziehen und daraus auch einen nachlässigen Umgang in Sachen Planung, Wetterdaten, Verkehrsanbindung, Baubetreuung, Finanzierung, Investorensuche usw. folgern? 2. Ein ständig hochnervös mit den Augen zuckender Herr Richter und ein Herr Lindner, der noch nicht einmal einen einzigen Satz sauber in einem Stück formulieren kann? Ohne zu verstolpern? Meine Idee: Lieber Herr Hahne, legen Sie diesen Film einmal einem anerkannten Experten für Körpersprache-Kinesik, Mimik und Gestik vor - das wird Ihnen alle noch offenen Fragen sofort beantworten können. 3. Die diversen Redebeiträge der fünf Herren erinnern mich immerzu an ein Zitat von Karl Kraus (1874-1936): "Das Geheimnis des Agitators ist, sich so dumm zu machen, wie seine Zuhörer sind, damit sie glauben, sie seien so gescheit wie er." In diesem Sinne wünsche ich ein sonniges Wochenende.

Weitere Untersuchungen möglich?

Da hier der eine oder andere einen Doktor hat, könnte sich hier für Vroni-, Schavan- und alle anderen Plagiateforscher ein weites Feld öffnen. Keiner der hier BeteilIgten zeichnete sich durch kritischen Verstand, eine sachkundige Analyse und unabhängige Schlüsse aus. Insofern ist die akademische Qualifikation der hier beteiligten ernsthaft zu hinterfragen. Dieses haben einige Bauernschlaue zu Ihrem Vorteil genutzt. P.S. Märchenerzähler und Hofnarren waren früher anerkannte Gesellen. Man war aber auch nicht verpflichtet sie ernst zu nehmen.

Wider die Regeln kaufmännischen Handelns

Wie gut, dass es den unermüdlichen Wilhelm Hahne gibt. Er macht eigentlich nichts anderes, als die Gründe dafür zu suchen, warum bestimmte Menschen jeder Regel kaufmännischen und verantwortlichen Handelns zuwider handeln. Der SWR-Beitrag hat ihn leider nicht zu Wort kommen lassen - statt dessen die immer wieder nicht verstehende Frau Schmitz. Wenn einer von uns Normalbürgern nur ein einziges Mal mit 50 Euro Fremdmitteln so umgehen würde, wie die Herren Deubel, Kafitz, Richter und Co. - er wäre seinen Job für immer los! Was bleibt ist ein wirtschaftliches Desaster ohne brauchbares Konzept für die Zukunft. Man hätte sich schon damals an die alte Haupttribüne ketten sollen...

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