„VLN zieht für 2018 ein positives Fazit“: „404!“

Fehler! - „Seite nicht gefunden!“ - Das ist mir heute so passiert! - Ich wollte, bevor ich zu einer kleinen Rückschau und meiner persönlichen Meinung zur Entwicklung der VLN in der letzten Zeit ansetzte, noch mal einen Blick auf die Geschichte werfen, die lt. Titel dort angekündigt war. Aber nach dem Anklicken – und auch nach einer Wiederholung der Aktion nach Stunden – kam immer die gleiche Antwort: „404! – SEITE NICHT GEFUNDEN“ - Wenn ich das auf den Titel beziehe, der tatsächlich so als „Aufmacher“ auf Seite 1 im Internet auf der VLN-Seite zu finden ist, dann verstehe ich das schon. - Wie sollte man auch ein „positives Fazit“ ziehen können? - Ich habe keine „positive Entwicklung“ feststellen können! - Vielleicht habe ich mit meinen letzten Geschichten zum Thema VLN die „Macher“ der Serie veranlasst, noch einmal die auf ihren Seiten eingestellte Geschichte mit dem „positiven Fazit“ zu überarbeiten. Denn nur diese eine Geschichte lässt sich am Sonntag den 4. November 2018 nicht aufrufen! - Vielleicht ist man wirklich dabei, sie noch mal zu überarbeiten. Vielleicht ist alles noch positiver zu sehen. - Oder realistischer? - Weil ich nachgewiesen habe, dass sogar die auf den VLN-Seiten offiziell veröffentlichten Statistikzahlen nicht stimmen?

„VLN zieht für 2018 ein positives Fazit“: „404!“

Schaut man einmal bei Wikipedia nach, was denn „404“ genau bedeutet, so steht diese Zahl einmal für „das Jahr 404 nach Christus“, oder aber z.B. - so ist zu lesen – ist „404“:

„...der HTTP-Statuscode für einen defekten Link ("404 Not Found"). Die angeforderte Seite konnte auf dem Server nicht gefunden werden.“

Immerhin wird die Seite aber auf der Titelseite der VLN-Internetseiten angekündigt, wie mein aktueller Screenshot zeigt. Damit meine Information auch glaubhaft dokumentiert ist, habe ich dann auch als Screenshot eingestellt, was heute passierte, wenn ich tatsächlich lesen wollte, was es 2018 bei der VLN Positives gab: Fehler

Eigentlich wollte ich heute in Zusammenhang mit dem Thema VLN darauf hinweisen, dass in diesem Jahr – in 2018 – ein Team aus dem Frankfurter Raum eigentlich „der/das Größte“ am Nürburgring war:

  • Das „Pixum Team Adrenalin Motorsport“!

Dieses Team stellte nicht nur oft mit um 12 Fahrzeugen die meisten Starter bei der VLN. Deren beste Fahrer:

  • Rink/Brink/Leisen/Fischer/ Konnerth/ Zils belegten auch die ersten 6 Plätze in der VLN-Gesamtwertung des Jahres 2018.
  • Mit 7 bzw. 6 Klassensiegen waren diese Fahrer auch die erfolgreichsten Starter in den Klassen V 5 und V 4.
  • Matthias Unger, der Teamchef, wurde zusammen Christopher Rink RCN-Meister 2018 in der RCN-Rundstrecken-Challenge.
  • Matthias Unger gewann die RCN-Preisgeldwertung 2018.
  • Das „Pixum Team Adrenalin Motorsport“ gewann die RCN Teamwertung 2018.
  • Die Fahrer Unger/Rink gewannen den Produktionswagen-Cup 2018.

Wer ist denn da überrascht, dass das „Pixum Team Adrenalin Motorsport“ auch die Berufung gegen den Protest nach VLN 8 gegen die Start-Nr. 490 beim DMSB in Frankfurt gewann?

Hier in Motor-KRITIK wurde mit Details darüber berichtet. Ein Detail war ein Ausschnitt aus der Urteilsbegründung des DMSB, den ich hier noch einmal einfüge, weil diese Argumentation im VLN-Jahr 2019 keine Gültigkeit mehr haben wird. - Es wird für die nächste Saison mit einer Änderung im Reglement zu rechnen sein, da sich die „Fachleute“ erst jetzt die Frage gestellt haben:

  • Warum werden an einem Fahrzeug die serienmäßig vorhandenen Stabilisatoren oder Pendelstützen ausgetauscht?

Erst jetzt haben sie verstanden, dass so ein Austausch nur stattfindet, wenn die „Neuen“ die Eigenschaften des Fahrzeugs im Rennen verbessern. - Da wird man nun die nächsten Wochen und Monate damit verbringen, das Reglement insgesamt noch einmal zu überarbeiten. - Also irgendwie serienmäßig sollten die Fahrzeuge nach DMSB-Reglement eingesetzt schon sein. - Auch mit einer Differentialsperre (in der V4), wenn die eigentlich nicht serienmäßig ist?

Auch was den Einsatz von bestimmten Flaggen bei bestimmten Situationen auf der Rennstrecke Nordschleife betrifft, ist mit einer neuen Regelung zu rechnen. Warum die sich bisher von der international gültigen Flaggenregelung unterscheiden musste, können vielleicht nur die „Fachleute“ des DMSB erklären, die auch die Einführung des DMSB-Permit Nordschleife (DPN) für eine absolut der Sicherheit dienende Maßnahme an der Nürburgring-Nordschleife halten. - Weil man dann auch die bisher blödsinnige DMSB-Flaggenregelung kennen musste?

Dieser Permit-Blödsinn wird aber auch dadurch nicht sinnvoller, dass man ihn inzwischen drei Jahre zum Abkassieren nutzte. Und man wird – wie zu hören – für die Saison 2019 noch mal „nachschärfen“ wollen.

Dem Renndirektor der VLN dagegen scheint die Regelung zu gefallen. Er äußert sich auf den VLN-Internetseiten positiv zu den Auswirkungen. Wie wäre es, wenn DMSB und VLN in enger Zusammenarbeit die Vorzüge der DPN einmal mit statistischen Zahlen nachweisen würden und nicht nur – wie auf den VLN-Seiten zu lesen, mit:

„Man kann guten Gewissens sagen, dass die DPN etabliert ist und ihren Zweck voll und ganz erfüllt“

Wer bei einer solchen Aussage ein gutes Gewissen hat, dem ist in Sachen VLN nicht mehr zu helfen!

In dieser VLN-Geschichte, die den Titel trägt, „Daumen hoch für die DPN“, ist auch zu lesen:

„Zudem wird durch die DPN ausgeschlossen, dass Neulinge gleich in einem leistungsstarken GT4- oder GT3-Fahrzeug debütieren. Eine Regelung im Sinne der Sicherheit für alle auf der Nordschleife.“

Wenn das so ist, dann sollte man doch für die Fahrer von GT 3- + 4-Fahrzeugen jeweils Sonderlizenzen einführen, wie das auch die FIA mit der „Super-Lizenz“ für die Formel 1 gemacht hat, die – wie zu hören - „zu den teuersten Sportler-Lizenzen der Welt zählt“. - Das müsste doch dem DMSB gefallen!

Gleichzeitig sollte man sich dann die Frage stellen, was Fahrer mit DMSB-Super-Lizenzen in einer Breitensport-Serie wie der VLN zu suchen haben. - So käme man einer gewissen Normalität in der VLN wieder näher.

Vielleicht könnte man dann so Ende 2019 wirklich für die VLN ein positives Fazit ziehen?

Aber 2018? - Mit welcher Argumentation?

Gab es 2018 vielleicht die meisten Proteste?

MK/Wilhelm Hahne
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