2018-04

Nürburgring: „Es geht wieder los!“

Nach dem Frühstück morgens informiere ich mich schon mal - sozusagen „oberflächlich“ – um einen Eindruck von der augenblicklichen Stimmung zu erhalten, im Internet. Da müssen einem natürlich die „Influencer“ auffallen, die inzwischen auch die Werbe- und Marketing-Fachzeitschriften als Thema aufgegriffen haben. Auch die Industrie „nutzt“ die Influencer. - Wenn ich mal was zum Lachen sehen möchte, schaue ich mir auch schon mal bei „Youtube“ so einen „Industriebeitrag“ an und finde es wirklich „toll“, wofür man heute bei der Industrie Geld ausgibt. - Journalisten sind heute unerwünscht! - Das merkt man auch an der Bedeutung der „kleinen“ Influencer, die für den Nürburgring arbeiten. Die „liken“ schon für Freikarten! - Gerade im Umfeld des Nürburgrings – und der dortigen Aktivitäten – fallen mir die Veränderungen auf, die über die Jahre dort stattgefunden haben. Bei einem Abgleich kann man so z.B. die Bedeutung eines Robert Kah für die Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG einschätzen. Denn der arbeitet am Nürburgring – auch – mit Drohnen. Die auch bei einem aktuell gerne „gelikten“ Werbefilm für das 24h-Stunden-Rennen (in englischer Sprache, „deutsche Szenen“ werden mit „englischen Untertiteln“ unterlegt!) zum Einsatz kommen. Wenn man sich an eine Motor-KRITIK-Geschichte vom 24. März 2015 erinnern würde, dann wüsste man, dass der Nürburgring – den Einsatz von Drohnen betreffend – wie militärisches Sperrgebiet behandelt wird. Die Genehmigung zum Einsatz von Drohnen sagt also schon etwas über bestehende „interne Kontakte“ aus. - Heute tragen am Nürburgring auch manchmal Leute ein „Media-Lätzchen“, die vor Jahren noch um einen Eintritt zu Veranstaltungen betteln mussten. Ich habe zwar auch schon mal ein „Media-Lätzchen“ erhalten, aber dann in der Tasche versteckt, weil ich nicht mit „Sprachregelungen“ bei Fahrern und Teams abgespeist werden wollte. Nur als „alter Mann“ unterwegs, erhält man schon mal eher eine ehrliche Antwort! - Erstaunlich ist, wer sich alle „verbiegen lässt“, wenn man scheinbar auf die Zuneigung der Großen und Wichtigen angewiesen ist. Da beschreibt dann z.B. ein geborener Eifeler, im Umfeld des Nürburgrings groß geworden, den ihm seit Jahrzehnten bekannten „Brünnchen“-Parkplatz z.B. über Lautsprecher (in einem Video „nachzuhören) mit einer Größe „für 2.000 Fahrzeuge“. Würde der über eine Motor-KRITIK-Geschichte sprechen, in der auf die Konsequenzen hingewiesen werden, die aus der Einstufung „INTERNATIONAL“ für den Veranstalter des 24h-Rennens erwachsen sind? - Als „Sprachrohr“ des Veranstalters geht so etwas nicht. Auch so mancher „Influencer“ muss so eine Geschichte übersehen. - Damit aber andere „Kleinigkeiten“ im Umfeld des Nürburgrings – kleine Veränderungen – nicht übersehen werden, sei hier nachfolgend darauf mit einem – vielleicht – irreführenden Titel in Motor-KRITIK darauf aufmerksam gemacht:

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ADAC Nordrhein: Hilflos im Reglement-Gestrüpp!

Die „Gelben Engel“ helfen gerne – gegen eine Schutzgebühr – anderen hilflosen Autofahrern, sind aber – wie das folgende Beispiel zeigt – auch selbst in bestimmten Situationen nicht mehr als „ahnungslose Engel“. - Wie ein Blick auf die Abläufe zum am letzten Wochenende durchgeführten Quali-6h-Rennen zeigt. Hier hatte man, um das eigene finanzielle Ergebnis zu verbessern, eine große Anzahl von Spitzen-Fahrzeugen zwangsweise (lt. Ausschreibung 24h) zum Mit-Start verpflichtet und war trotz Missachtung der gerne als Argument für allen möglichen Blödsinn (z.B. Nordschleifen-Permit) genutzte DMSB- und FIA-Regeln nur auf 91 Starter gekommen. Zu dieser „General-Probe“ zum 24h-Rennen waren dann auch Renn-Tourenwagen zum Start zugelassen worden, die nicht dem gültigen FIA- bzw. DMSB-Reglement entsprachen. Ein Klub, der ADAC, der die Entscheidungen in der nationalen Motorsport-“Behörde“ (ASN = Autorité Sportive Nationale), also Träger der nationalen Sporthoheit) über seinen Sportpräsidenten wesentlich mit beeinflusst, hat sich bewusst – oder unbewusst – im eigenen Reglement-Gestrüpp verfangen und wird nun beim 24h-Rennen auf eine Reihe von Startern verzichten müssen. Denen ist unter diesen Umständen natürlich auch – wenigstens! - das gezahlte Nenngeld zurück zu zahlen. - Aber natürlich kann man sich auch anders lächerlich machen.

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3. F1-Lauf: Safety-Car entscheidet Heineken-GP!

Ich möchte auch heute nicht die Motor-KRITIK-Leser mit einer umfänglichen Darstellung meiner Meinung zu den Abläufen beim F1-Grand-Prix in China langweilen. Sie können sich aufgrund der folgenden Tabelle selbst ein Bild von den Abläufen machen, die ich – grundsätzlich – mit dem Titel zu dieser Geschichte schon kommentiert habe.

 

Und hier ist die Tabelle, wie ich sie auch schon zu den ersten beiden WM-Läufen in der Formel 1 erstellt habe. Sie vermittelt ein gutes Bild, ist eine objektive Darstellung von unwiderlegbaren Fakten, die nicht nur etwas über die fahrerischen Qualitäten aussagen. In diesem Fall auch etwas über die strategischen. - Es war sicherlich eine gewagte – aber richtige – Entscheidung, Daniel Ricciardo zu zwei Reifenwechseln zu bitten. Er war damit die Ausnahme. - Dann auch bei der schnellsten Runde!

Man muss – meine ich – in diesem Fall aber noch zwei Fahrer mit der Differenz ihrer schnellsten Runde im 3. Qualifying und im Rennen gegenüber stellen.

  • Daniel Ricciardo 3,801 sec
  • Sebastin Vettel     6,384 sec

Über die Gründe, die zu so einer Differenz führen, lohnt sich nachzudenken. Man sollte dabei auch bedenken, dass sich diese Differenz auf eine Rundlänge von 5.451 Meter bezieht. Das zeigt eigentlich schon auf, dass bei der Formel 1 im Reglement etwas nicht stimmen kann. Solch große Unterschiede zwischen schnellster Runde im Zeittraining (Qualifying) und schnellster Rennrunde gibt es sonst in keiner Motorsportart!

Meine Leser können das leicht selber ausrechnen, indem sie die aktuell gerade feststellbaren Unterschiede auf jeweils 1.000 Meter Streckenlänge umrechnen und damit vergleichbar machen.

Natürlich kann man mir vorhalten, dass die heutige Formel 1 die „moderne Art“ des Motorsports ist, die schon aufgrund ihres Reglements mit der „alten Art“ unvergleichlich geworden ist.

Aber das ist es gerade, auf das ich hinweisen wollte.

Als Fernsehzuschauer ist mir am Sonntag auch aufgefallen, dass meine Sicht der Dinge auf bestimmte Dinge, auch die Einordnung von Personen in eine Entwicklung, schon eine andere sein muss, weil ich in der Lage bin Zusammenhänge herzustellen, die junge Fans irgendeiner Motorsport-Art nicht haben können.

  • Ich habe schon geniale Rennfahrer erlebt, die nicht aus dem Kartsport kamen. - Weil es den noch nicht gab!
  • Ich habe schon talentierte Rennfahrer auf der Nürburgring-Nordschleife erlebt, als es noch kein „virtuelles Rennstreckentraining“ am Computer-Bildschirm gab und man (darum?) auch noch kein DMSB-Nordschleifen-Permit brauchte!
  • Ich kenne also noch die „gute alte Zeit“ des Motorsports, in dem es klare Reglements und kein wirres Reglement-Gestrüpp gab! - Auch eine andere Funktionärs-Generation!

Aber nicht nur der Motorsport hat sich verändert, sondern – wie ich gerade am Sonntag bei der RTL-Fernsehübertragung des Grand-Prix in China feststellen konnte, die Einstellung zum Journalismus. - RTL würde sich sicherlich als „Medienpartner“ der Formel 1-Organisation bezeichnen. Entsprechend sind auch die Kommentare der in dieser Sache „Dienst tuenden“ Mitarbeiter des Sender ausgelegt. - Eigentlich ist es eine Werbesendung, mit der man nicht journalistisch informiert, sondern einseitig zu beeinflussen sucht.

Christian Danner ist da schon als eine „Ausnahme“ zu bezeichnen. - Und das will etwas heißen!

Darum lasse ich meine Leser auch jetzt mit meiner übersichtlichen Tabelle allein. - Jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung!

Motor-KRITIK bietet ein Stück Grundlage dazu. - Übrigens nicht nur mit dieser Geschichte!

MK/Wilhelm Hahne
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AUDI TT RS: Stille Post für‘s Kraftfahrtbundesamt!

Die Zeitschrift „sport auto“ hatte im Oktober 2017 (Heft 10) auf eine Bremsenschwäche eines 92.035 Euro teuren Audi TT RS-Testwagens aufmerksam gemacht, die bei deren „Supertest“ auf der Nürburgring-Nordschleife festgestellt werden musste.

Motor-KRITIK hatte die „Anregung“ des Test-Redakteurs, Christian Gebhardt, aufgegriffen und nicht nur versucht die Hintergründe zu recherchieren, sondern hatte auch das Kraftfahrtbundesamt informiert, das z.B. durch solche Ereignisse wie den Diesel-Skandal immer mehr in den Verdacht geraten ist, als „Tochter“ des Bundesverkehrsministeriums mit zu den Verbündeten der Auto-Industrie zu gehören.

Auf den Hinweis, dass die Bremsen des Audi TT RS offensichtlich nicht den normalen Ansprüchen genügen, die an die Bremse eines – nicht billigen – aber sehr schnellen Sportwagen zu stellen sind, hatte man im Fall des „sport auto“-Testwagens in Flensburg mit der simplen Feststellung reagiert, dass es sich bei dem von „sport auto“ getesteten Audi TT RS…

...“um einen Rennsport-Testwagen im Supertest– nicht um ein typgenehmigtes Serienfahrzeug für den Straßenverkehr“...

gehandelt hat, also wohl um ein Fahrzeug aus der Vorserie, das noch nicht über eine KBA-Zulassung verfügte.
Motor-KRITIK hat dann später noch einmal beim KBA nachgehakt und die Auskunft erhalten, dass das Modell Audi TT RS inzwischen


„im Rahmen der Typgenehmigung die Anforderungen nach UNECE Regelung R13-H“

erfüllt hatte und ihm danach zu Recht die Typgenehmigung erteilt wurde. Die Antwort erhielt aber auch den Hinweis:

„Unabhängig davon  behält sich das KBA vor, Nachprüfungen zu von ihm erteilten Typgenehmigungen vorzunehmen.“

Das wird nun notwendig sein! - Nicht nur, weil im Internet inzwischen dazu eine erregte Diskussion zu dem Thema stattfindet, eine Reihe von „Bremsen-Geschädigten“ sich bei Motor-KRITIK gemeldet haben, nicht nur, weil auch das KBA davon Kenntnis hat, sondern weil auch Audi reagiert. - Natürlich „pfiffig“! - Schließlich ist auch deren Vorstandsvorsitzender, Rupert Stadler, „im Bilde“.

    • So ist es denn auch kein Wunder, dass man bei Audi auf der Suche nach einer „billigen Lösung“ ist.

Die wird gerade aktuell am Nürburgring getestet. - Aus der Aufmachung des Testwagens als „Erlkönig“ ist zu schließen, dass man – schon wegen der „angenehmen Zusammenarbeit“ mit dem KBA - der Öffentlichkeit diesen Audi TT RS als „neues Modell“ verkaufen wird. Um „abzulenken“, wird man auch die Motorleistung – vielleicht - geringfügig angehoben haben, was aber auch hier in Sachen Kühlung Verbesserungen voraussetzen würde, da schon „das alte Modell“ thermisch sehr hoch belastet war.

Diese Aufnahmen stammen von heute, Freitag, dem 13. April 2018 und sollten in jedem Fall für das KBA in Flensburg der Anlass für eine Nachprüfung sein. Auch in diesem Fall wird – wie schon beim Diesel-Skandal – mit den Kunden ein falsches Spiel gespielt. Nur: Dieses Mal handelt es sich um ein teures Produkt des Konzerns, der aktuell – entsprechend einem Aufsichtsratsbeschluss – in drei Gruppen gesplittet werden soll. - Audi soll danach zur „Premium-Gruppe“ gezählt werden! - Rupert Stadler ist deren Chef!

Leider ist diese neue Einstufung nur durch die geforderten Preise gerechtfertigt, die ihrerseits nur durch den „Fortschritt durch Technik“ in der Werbung untermauert sind. Weder die Bremsen-Qualität in der Besitzer-Praxis, noch der Segen des KBA konnten bisher die Premium-Qualität der preislichen Spitzenprodukte in der Praxis bestätigen.

Was zu beweisen war. - „sport auto“ sei Dank!

Und bei der Audi AG, bzw. der Audi Sport GmbH schweigt man zu den Motor-KRITIK-Anfragen, die das o.g. Thema betreffen. - Und tauscht „still“ scheinbar Verantwortliche aus. - Man kennt das ja aus den Abläufen im „Diesel-Skandal“.

Alles wird gut!

MK/Wilhelm Hahne

PS: Die von „sport auto“-Tester Gebhardt im Herbst 2017 gefahrene Rundenzeit auf der Nürburgring-Nordschleife mit dem „alten“ Audi TT RS betrug 7:48 min. Mit dem „neuen Modell“ war ein Audi-Testfahrer am 13. April 2018 bei „einem Hauch mehr Streckenlänge“ im Mittel um 8:23 min unterwegs. - Der Versuchsbericht muss eben gut ausfallen! - Alles ist positiv! - Wirklich? - Na ja, was nicht so ist, wird eben so dargestellt! - Man verhält sich kooperativ, gibt sich solidarisch! - Jawoll! - Schnee ist schwarz, Chef!

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DTM 2018: Viele Wenig ergeben (k)ein Viel!

Audi, BMW und Mercedes sind die Marken, die in 2018 mit je sechs Fahrzeugen (= 18) als Renntourenwagen kaschierte Prototypen in der DTM an 10 Wochenenden zu insgesamt 20 Rennen antreten. Mercedes scheidet dann für 2019 aus. - Da sind es dann nur noch 12 Einsatzfahrzeuge, wenn es Gerhard Berger – dem „Chef“ der DTM - in diesem Jahr nicht gelingt, zumindest einen weiteren Hersteller zu finden, der auch mit sechs Fahrzeugen einsteigt. - Aber das kann nur ein Teil seiner Bemühungen sein, denn die DTM braucht auch ein Rahmenprogramm. Und da sieht es aktuell nicht gut aus. Die Zuschauer möchten nämlich an einem Rennwochenende Motorsport der unterschiedlichsten Art erleben. Dazu gehörte bisher auch der Audi TT-Cup, den aber Audi offiziell mit Ende 2017 eingestellt hat. Audi-Tuner Abt wollte da in die Bresche springen und den TT-Cup sozusagen „auf eigene Rechnung“ weiter führen. - Da wurde von „großem Interesse“ gesprochen und bei der DTM gab man sich sicher, dass auch in 2018 der Audi TT-Cup mit zum DTM-Rahmenprogramm gehören würde. - Aber nun ist der aktuell, kurz vor Eröffnung der Saison, auch noch weggebrochen. - Gerhard Berger‘s Probleme werden damit nicht kleiner. - Und der Beobachter kann sich nun den Titel zu der 2018er DTM-Saison durch Hinzufügen und Wegnehmen eines Buchstabens passend gestalten:

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Ergebnis F1-WM-Lauf in Bahrain kurz relativiert

Am gleichen Wochenende wie der 2. VLN-Lauf am Nürburgring, über den ich schon kurz informierte, fand der „Gulf Air Bahrain Grand Prix“ statt. Auf Wunsch meiner Leser möchte ich nun auch dieses Rennergebnis kurz in einer Tabelle so übersichtlich darstellen, wie ich das bereits zum 1. WM-Lauf gemacht habe.

 

Diese Art der Übersicht, die die schnellste Rennrunde im Vergleich zu anderen „Messpunkten“ in den Vordergrund stellt, ist zwar ungewöhnlich, hat den Motor-KRITIK-Lesern aber offensichtlich so gefallen, dass ich aus ihren Reihen gebeten wurde, auch zu diesem 2. WM-Lauf so eine Tabelle zu erstellen, die eine bessere Beurteilung von Fahrer und Material erlaubt, weil so ein schneller Vergleich möglich wird.

Dass das Formel 1-Rennen auch - u.a. - immer weniger ein Rennen ursprünglicher Art ist, sondern oft in einen Benzin-Sparwettbewerb ausartet, wird deutlich, wenn man

die beste Qualifying-Zeit des Sebastian Vettel mit seinem Ferrari – die 1:27,958 min betrug –

zum Vergleich hinzu zieht. Er fuhr also auf einer rd. 5,5 Kilometer langen Strecke rd. 6,5 sec in seiner schnellsten Rennrunde langsamer als in seiner besten im Qualifying.

Weil mehr Motorleistung nur über einen höheren Verbrauch erreicht werden kann, kann im Rennen nicht mit der Motorleistung gefahren werden, die im Qualifying zur Verfügung steht, was dann auch die sonstigen „Nebendarsteller“ in der „F1-Vorstellung“ mehr in den Vordergrund rücken lässt.

Moderner Motorsport!

MK/Wilhelm Hahne
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VLN 2018: Symptome erkennen allein genügt nicht!

Der 2. Lauf zur Langstreckenmeisterschaft am Nürburgring ist beendet. Natürlich werden alle Teams, alle Teilnehmer, der Veranstalter, die VLN-Organisation, der Streckenvermieter, der DMSB und auch die Fans das als eine „tolle Veranstaltung“ empfinden und auch entsprechend öffentlich bewerten. Tatsächlich hat sie gezeigt, dass auch ein DMSB-Nordschleifen-Permit nur ein Stück Plastik, die BoP eigentlich genauso ein Blödsinn ist, wie die Mindestboxenstandzeit. Auch die „moderne Technik“ unserer Automobile hat den Motorsport nicht verbessert, sondern nur – durch die deutlich gestiegenen Kosten – eine neue Art von Motorsport geschaffen, die primär vom Geld bestimmt ist. Für diese dadurch neu entstandene Gruppe von „Rennfahrern“ wurde dann auch z.B. die SP9 so gesplittet, dass auch für manche die Teilnahme an dieser Veranstaltung durch einen Pokal nachweisbar ist. Ein Team ohne „Pressearbeit“ (sprich: PR) und „Renntaxi“-Einsatz (zur Geldbeschaffung!) ist heute bei dieser neuen Art von „Basis-Motorsport“ fast nicht mehr darstellbar. Da stellen sich dann Teams als „Förderer des Sports“ dar, nur weil es ihnen gelingt, vom Talent ihrer Söhne überzeugte Väter zum Abschluss eines Vertrages zu bewegen, der ihnen den Betrieb eines Rennfahrzeuges erlaubt. Oder man ist auf einen engen Kontakt zu Herstellern angewiesen, die nicht nur Know-how und Werksfahrer, sondern auch Geld besteuern, weil sie Erfolge zur Unterstreichung der Marketingargumente von „fortschrittlicher Technologie“ brauchen. - Die man auch gerne – wenn es sonst nicht geht – mit betrügerischen Mitteln darstellt. Aber das wird in der heutigen Zeit dann als „besondere Cleverness“ empfunden. Man muss eben „mit der Zeit gehen“. - Und dann gibt es noch – fast vergessen - „die dritte Startgruppe“, wie es ein Motor-KRITIK-Leser mit Durchblick formulierte. - Aber:

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GP-Namen: Bestimmt von wirtschaftlichen Interessen!

Meine letzte kritische Geschichte zu VLN und Formel 1 ist eben erst einen Tag alt. Nach dem Einstellen war noch keine Stunde vergangen, als mich erste Anrufe zum „Großen Preis von Deutschland“ erreichten, mit dessen komplettem Namen ich in diesem Jahr sozusagen den Reigen meiner kritischen Anmerkungen zum „modernen“ Motorsport begonnen hatte.

Ich hatte mir nichts dabei gedacht, da ich mein Wissen nicht von denen beziehe, die an dem was sie als „Sport“ verkaufen auch profitieren.

  • „Sport“ ist eben heute in erster Linie ein Geschäft!

Aber es gibt noch Journalisten die es als normal betrachten, dass man Dinge mit den Namen benennt, unter denen sie gehandelt werden. Gute Namen haben eben einen gewissen Wert. Und der „Große Preis von Deutschland“ ist ein guter Name!

Die Rechte dafür liegen beim AvD, weshalb es auch schon mal – als man sich unter „Partnern“ nicht einigen konnte – z.B. am Nürburgring den „Großen Preis von Europa“ (2007) gab.

In 2018 gibt es eben den „Großen Preis Emirates von Deutschland“ in Hockenheim. Und Motor-KRITIK-Leser fragen ungläubig:

„Wo haben Sie das her? - Wie sind die kompletten Titel der anderen von Ihnen erwähnten GP‘s?“

Sie haben die kompletten Titel für die F1-WM-Läufe selbst auf den Internetseiten der FIA nicht gefunden! - Natürlich auch nicht in der Fachpresse. Dort findet man unter normalen Umständen nur das, was dem Sport gut tut. - Und das, was die Leser gerne lesen möchten. - (?) -

  • Motor-KRITIK beschreibt dagegen die Realität im Motorsport!

Und die sieht – was die Titel der diesjährigen GP‘s betrifft – so aus:

Nun fragen Sie bitte nicht: Wo haben Sie das her? - Diese Namen sind die Realität. Sie bestimmen auch später das Umfeld, das dann z.B. im Fernsehen - bei RTL - zu besichtigen sein wird. - Motor-KRITIK ist eben bemüht, seinen Lesern die Realität nahe zu bringen.

GP-Namen werden in 2018 von knallharten wirtschaftlichen Interessen bestimmt! - Und Sie, lieber Leser, haben das nicht geahnt?

Darum gibt es oben für Sie die Liste aller 21 Formel 1-WM-Läufe 2018 mit ihren kompletten Titeln.

Vielleicht trinken Sie in Zukunft dann mehr Heineken-Bier, lassen sich von den hastigen Blicken auf eine Rolex durch den Tag jagen und rollen auf Pirelli von Termin zu Termin. - Wenn Sie nicht gerade eine der in der Liste auch genannten Fluggesellschaften zum Erreichen Ihrer interkontinentalen Ziele bevorzugen.

MK/Wilhelm Hahne
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2018: Erste VLN- & F1-Läufe kritisch betrachtet!

Eigentlich haben sie nichts gemeinsam. Außer: Sie sind beides Motorsport-Veranstaltungen. Einmal sprechen Fans vom Basis-Motorsport, im anderen Fall von der Königsklasse im Automobilsport. Dazwischen liegen eigentlich Welten, aber diese beiden Rennen und Arten haben mehr gemeinsam, als man annehmen sollte. So sind die Rennen hier wie da überreglementiert. Die Strafen sind z.T. überzogen. Das Geld spielt eine zu große Rolle. Der Einfluss der Automobilhersteller ist zu groß. Im einen Fall segelt die Sportbehörde im Windschatten wichtiger Werke, im anderen Fall versucht sie sich in der sozusagen krankhaften – oder verkrampften (?) - Darstellung einer Führungsposition. Das Eine wie das Andere ist nicht gut und führt früher oder später zum Eklat, zum „Platzen der Blase“. Denn auch Amateur-Rennfahrer sind längst aus dem Kindergarten-Alter heraus. Und: Gesetze im Sport sollten zwar festgeschrieben, aber auch sinnvoll sein. - Das alles, weil derzeit noch ziemlich unausgegoren und damit problembehaftet, wird Motor-KRITIK sicherlich noch in diesem Jahr einige Male beschäftigen. - Nachfolgend möchten ich aber am Beispiel der beiden Automobil-Rennveranstaltungen an Wochenende des 24./25. März 2018 ein wenig deutlich machen, worüber sich der Fan der einzelnen Serie kaum Gedanken macht, weil er nur an den schönen Seiten des Sports interessiert ist. - Das ist auch sein gutes Recht, weil sein Freizeit-Vergnügen! - Ich möchte nur den Teil, den die reinen Fans aus Freude an diesem Sport geflissentlich übersehen, mit nachfolgender Geschichte ergänzen, sozusagen einer sympathischen Teilversion die Version hinzufügen, die die Abläufe und Geschehnisse dann realistischer werden lässt. - Dem Leser soll es vorbehalten bleiben sie zu negieren – oder aber in sein Weltbild einzufügen. - Meine Aufgabe als Journalist ist es, oberflächlichen Eindrücken einen Hintergrund zu geben. - Oder anders: Ich versuche im sich abzeichnenden Chaos den Überblick zu behalten und für meine Leser den Durchblick herzustellen. - Nicht mehr und nicht weniger! - Dabei wird es selbst für Fachleute – aber wer ist das schon? - immer schwieriger, den Überblick zu behalten und objektiv zu urteilen.

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