Michael Preute alias Jacques Berndorf ist gestorben

Michael Preute ist 85 Jahre alt geworden. Am Sonntag ist er in seinem Haus in Dreis-Brück nicht mehr aufgewacht. Wir sind zwei wichtige Mal im Leben aufeinander getroffen. Per Zufall. Das erste Mal Mitte der 50er Jahre, als er an einem Sonntag am Haus meiner Eltern klingelte. Er wohnte auf der gleichen Straße, wie meine Eltern und ich.

Ich habe die Tür geöffnet und der junge Mann vor mir fragte, ob ich ihm vielleicht eine Schreibmaschine leihen könne, da er für eine Lokalzeitung dringend noch einen Sportbericht schreiben müsse. - Seine sei plötzlich defekt geworden.

Ich hatte eine kleine Reiseschreibmaschine und er hat sie mir dann am nächsten Tag zurück gebracht.

Jahrzehnte waren vergangen, ich lebte längst in der Eifel. Da habe ich zusammen mit meiner Frau eine Lesung in Adenau besucht. Ein Jacques Berndorf las aus einem „Eifel-Krimi“. Ein Freund hatte uns einen seiner ersten Eifel-Krimis geschenkt. Wir fanden „Eifel-Blues“ gut, weil das Umfeld real geschildert wurde und wir wollten diesen Krimi-Schreiber dann mal live erleben.

Je länger ich damals seiner Lesung lauschte – Stimmen verändern sich auch über Jahrzehnte kaum - desto klarer wurde mir – ich kannte inzwischen auch seinen bürgerlichen Namen, Michael Preute – dass ich diesen Mann vor Jahrzehnten schon mal erlebt hatte – nämlich an der Tür zum Haus meiner Eltern.

So habe ich dann auch das Gespräch nach der Lesung gesucht und tatsächlich: Mein Erinnerungsvermögen funktionierte so gut, wie dann auch seines. Er hat sich gefreut, an seine damals erfreulichen Lehrjahre als Journalist erinnert zu werden und wir haben uns in der Folge dann schon mal im „Stellwerk“ in Monreal oder anderswo getroffen.

Oder er rief mich schon mal an, ob ich nicht auch eine Idee zu einem weiteren Eifel-Krimi hätte. Ich hatte. Aber nicht alle haben ihm gefallen. So ist aber z.B. „Eifel-Rallye“ entstanden, wo ich – zusammen mit meiner Frau – mit ihm durch ein Stück Eifel gefahren bin, um ihm die Orte der möglichen Handlung näher zu bringen. So ist es fast normal, dass sich im Inneren dieses Taschenbuches auch die Widmung findet:

„Ganz herzlich für Bigi und Wilhelm Hahne in Virneburg“

Wir hatten bei manchen Büchern viel Spaß. Wenn er mir z.B. versprach:

„In meinem nächsten Krimi lasse ich dich gleich zwei Mal sterben!“

Zu „Nürburg-Papiere“ habe ich eine Menge Fakten zugeliefert. Aber Kurt Beck hat Michael wohl mit einer kleinen Spende milde gestimmt. Und ich war sauer, als er dieses Buch – dessen Inhalt ich nicht kannte – dann zunächst in Mainz vorstellte und erst danach im „Dorint“-Hotel am Nürburgring.

Jahre vorher hatten wir aber nochmal so richtig gut – übrigens auch im „Stellwerk“ – zusammen mit einigen anderen Freunden meinen 70. Geburtstag gefeiert. - Und dabei viel gelacht. - Wenigstens bei dieser Geburtstagsfeier. An meiner Küchenwand hängt seitdem ein Foto von uns – inzwischen von der Sonne gebleicht -  auf dem wir beide herzlich lachen. Über Alle und Alles!

Später hat nicht nur unser Kontakt etwas gelitten, unter Einflüssen, die ich nicht beeinflussen konnte und wollte. Auch andere seiner Freunde berichteten über empfundene „Störeinflüsse“.

Was mir an Michael gefallen hat war, dass alles was er machte, konsequent machte. Er hat nicht ab und an getrunken. Er war Alkoholiker. - Er hat dann nicht etwa „etwas weniger“ getrunken, sondern konsequent keinen Tropfen mehr. Er war Journalist durch und durch. - Immer! - Auch später, als er – wieder ein wenig in der Eifel zur Ruhe gekommen – „nur noch“ Kriminal-Romane schrieb.

Meine Frau und ich haben schon mal nach Erscheinen eines seiner Krimis bestimmte dort geschilderte Orte – die wir bisher nicht kannten – besucht. - Alles war so, wie dort beschrieben. Michael hat auch diese Arbeit journalistisch genau genommen!

Aber schon vor Jahren hatte er plötzlich keine Lust mehr. Nach einem Telefonat mit seinem Verleger habe ich ihm dann – er hatte zufällig Geburtstag – einen langen Brief geschrieben. Ich hoffte, ihm wieder Mut machen zu können. - Er hat sich darauf nicht mehr gemeldet.

Nun ist Michael Preute tot. - Als Jacques Berndorf wird er weiterleben. Nicht nur in vielen, vielen Bücherschränken, sondern auch im Gedächtnis vieler seiner Leser.

So hatte er den Katzen in seinen Büchern einen Platz eingeräumt, weil er wusste, dass er damit auch einen Teil seiner Leserschaft erfreuen würde. - Morde gab es als „erschreckende“ Zugabe.

Mich hat er als Mensch erreicht. - Ich denke gerne an ihn! - Er ist ein positives Beispiel dafür, dass man auch das Negative ins Positive verkehren kann. - Wenn man will!

Michael wollte. - Auch gerne leben. - Er wusste auch, dass jedes Leben endlich ist. - Aber er hatte keine Angst vor dem Tod!

Nun ist er einfach gegangen. Ohne sich zu verabschieden.

Michael, ich denke gerne an Dich!

Wilhelm

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„Die Grenze“: Eindrucksvolle 60.932 Kilometer lang!

Eigentlich ist das, was folgt, der Hinweis auf ein Buch. Man sollte es gelesen haben, bevor man sich zu dem Krieg in der Ukraine äußert. Dazu äußern sich derzeit viele. Und eigentlich kommen alle Äußerungen – und Bewertungen (!) - von Leuten, die noch niemals einen Krieg erlebt haben. Das ist auch normal, denn zwischen dem Ende des Zweiten Weltkriegs und heute liegen viele Jahrzehnte.

Bei einer solchen Rechnung sollte man aber nicht vergessen, dass es nach dem Zweiten Weltkrieg schon viele „kleine Kriege“ gegeben hat, die aber von unserer Gesellschaft, die gerade damit beschäftigt war, sich zu einer Wohlstands-Gesellschaft zu entwickeln, kaum wahrgenommen wurden. - Man hatte Wichtigeres zu tun!

Wenn ich z.B. aktuell in einem Gespräch versuchen würde darauf hinzuweisen, dass schon damals, als Russland die Krim annektierte… - Da könnte es schon passieren, dass man mir ins Wort fallen würde mit dem Hinweis:

Richtig! - Schon damals hätte man Putin…

Putin? - Entschuldigung, ich spreche von der Annektion der Krim durch Russland im Jahre 1783! - Und wieso Putin? - Haben Sie nicht gelesen – oder davon gehört – dass Putin schon vor einiger Zeit gestorben ist?

Nein, dass kann doch nicht sein! Ich habe doch erst gestern noch… -

So kann man also auch eine Buchbesprechung beginnen, die auch eigentlich keine Buchbesprechung sein soll, aber ein – hoffentlich – überzeugender Hinweis darauf ist, dass man sich nicht auf eine Basis verlassen sollte, die z.B. die „Öffentlich-Rechtlichen“ mit ihrer aktuellen Russland-Berichterstattung schaffen.

Versuchen Sie es, lieber Leser, lieber mal mit einer Basis, die Sie selber schaffen, indem Sie sich z.B. für 13 Euro ein dickes Taschenbuch kaufen, das nicht nur mit mehr als 600 Seiten einen guten Gegenwert bietet, sondern auch mit einem ganz anderen Ansatz als dem heutigen Ukraine-Krieg, viel Basis-Wissen zu Russlands Geschichte und dessen Umfeld vermittelt.

Die norwegische Journalistin Erika Fatland hatte schon lange vor dem aktuellen Ukraine-Krieg eine Reise rund um Russland unternommen. Sie hat den Grenzen von Nord-Korea, China, der Mongolei, Kasachstan, Aserbaidschan, Georgien, der Ukraine, Weissrussland, Litauen, Polen, Lettland Estland, Finnland und Norwegen entlang, sozusagen Russland ein Stück umkreist, hat auch die sogenannte Nordostpassage nicht ausgelassen.

Das waren mehr als 20.000 Kilometer, die sie entlang der russischen Grenzen zurück gelegt hat. Bei dieser Reise durch 14 Länder hat sie mit den unterschiedlichsten Menschen dort gesprochen, die die unterschiedlichsten Berufe ausübten. Sie hörte zu, stellte Fragen, bekam interessante Antworten. Nicht nur von Geschichtsprofessoren, sondern sie schildert z.B. auch das Gespräch bei einer Taxifahrt in Georgien, bei der sie gemeinsam mit einem Geschäftsmann unterwegs ist, auf Seite 298 des Buches so:

„Übrigens“, fügte der Geschäftsmann hinzu, „ist Putin tot.“
„Tot?“
„Ja“, bestätigte der Fahrer, „das weiß doch jeder. Der echte Putin starb vor vielen Jahren an Krebs. Und der sich jetzt als Putin ausgibt, ist ein Doppelgänger.“
„Woher wissen Sie das?“, fragte ich fassungslos.
„Der echte Putin konnte fließend Deutsch“, erklärte der Fahrer. „Er hat viele Jahre in der DDR gelebt. Der Doppelgänger muss sich immer an einen Übersetzer wenden, wenn er mit Angela Merkel spricht. Achten Sie mal darauf.“

Die norwegische Original-Ausgabe des Buches ist schon 2017 erschienen. Man kann also sicher sein, dass hier keine aktuell von irgendwem beeinflusste Stimmungsmache betrieben wird. Auf dem hinteren Umschlagtitel wird aus einer Buch-Kritik der „Süddeutschen Zeitung“ zitiert:

„Jedes Kapitel dieser Grenzgängerin ist fesselnde Lektüre.“

Das kann ich nur unterstreichen. - Erinnern Sie sich z.B an den Krieg von 1988 bis 1994 zwischen Bergkarabach und Aserbaidschan? Oder den von 1991/92 zwischen Südossetien und Greorgien? - 1992 gab es z.B. auch noch einen Krieg zwischen Transnistrien und Moldawien.

Nach Lesen dieses Buches ist man Vielen, die „alles genau wissen“, deutlich überlegen.

Übrigens hat man mir nicht dieses Buch vom Suhrkamp-Verlag als kostenloses Besprechungs-Exemplar zugeschickt, sondern mein Augenarzt hat es meiner Frau empfohlen. Es ist ein gekauftes Exemplar.

MK/Wilhelm Hahne

PS: Die erste deutsche Auflage des Buches, das 2017 zunächst als norwegische Original-Ausgabe erschien, gab es 2021 als Suhrkamp-Taschenbuch vom gleichnamigen Verlag in Berlin. Ich zitierte aus der 2. Auflage 2022. - ISBN 978-3-518-47117-3

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Auch im Motorsport: Unterschiedliche Philosophien?

Natürlich! - So wie jeder Mensch durch seine direkte Umgebung – und deren Einflüsse – geprägt wird, so wird auch der Motorsport durch die Zeit geprägt, in der jeweils anders geprägte Menschen – auch schon durch unterschiedliche Herkunft und Erfahrungen – einen anderen Einfluss ausüben. So ist aus der VLN eine NLS geworden, denn der ursprüngliche Promotor dieser Breitensportserie war z.B. anders geprägt, als der heutige Renndirektor der Serie. Es wird zwar immer noch von Sport gesprochen, aber diese neue Form des „Breitensports“ ist längst Profi-Sport geworden. Auch der  Sport insgesamt, eigentlich ursprünglich eine Art von „sinnfreiem Tun“, wird längst von „sinnvollem Geldverdienen“, dem Geschäftemachen bestimmt. So wurde aus der VLN längst auch deshalb eine NLS, weil auch der Motorsport heute in direkter Verbindung zu den Zielen steht, die man als moderner Mensch erreichen möchte. - Das bedeutet primär: Geld verdienen! - Motorsport war in früherer Zeit u.a. auch Teil des Prüffeldes für die technische, automobile Entwicklung, aus dessen Umfeld auch wieder Weiterentwicklungen resultierten. Die Zeit scheint vorbei. - Oder doch nicht? - Am Beispiel der Teilnahme eines japanischen Teilnehmers am 4. NLS-Lauf (der eigentlich erst der dritte war) möchte ich aufzeigen, dass es hier immer noch Unterschiede gibt, die - auch – von der  unterschiedlichen Art zu Denken und der persönlichen Einstellung eines fernöstlichen Firmenlenkers geprägt sind.

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NLS 4: Mal ohne „spannende Duelle“ und „Romantik“!

Gestern habe ich unter „Aktuell“ mehr als nur die reinen Starterzahlen für den 4. NLS-Lauf am kommenden Samstag vermeldet. Kommentiert habe ich die - realistisch betrachtet - kleinen Zahlen nicht direkt. Ich persönlich fand sie auch nicht romantisch. Darum habe ich mich auch über die offizielle Vorschau zum 45. RCM DMV Grenzlandrennen am 25. Juni 2022 schon ein wenig gewundert, die getitelt ist:

„Duelle an der Spitze und ein Hauch Romantik bei NLS4“

Da heißt es dann gleich im ersten Absatz:

„Das Teilnehmerfeld verspricht spannende Duelle um vordere Platzierungen in allen Klassen und brandheiße Action.“

Warum brandheiße „Äcktschen“ interessanter ist als sehenswerte „Aktionen“ – weiß ich nicht. Ich weiß auch nicht, wo es in 25 Prozent der teilnehmenden Klassen „spannende Duelle“ geben soll, wenn da nur jeweils ein einziges Fahrzeug in der Klasse startet.

Interessant fand ich aber, dass man auf der offiziellen „VLN“-Seite (so ist sie immer noch benannt!) eine offizielle Erläuterung fand, der man entnehmen kann, wer eigentlich diese „brandheiße Action“ in 24 Klassen verantwortet. - Ich habe diese offizielle Darstellung unverändert hier einkopiert:

„Die Nürburgring Langstrecken-Serie wird von zwei Firmen durchgeführt: der VLN VV GmbH & Co. KG und der bisherigen VLN e.V. & Co. OHG. Aus der VLN e.V. & Co. OHG wurde die VLN Sport GmbH & Co. KG. Gesellschafter sind nach wie vor die neun Motorsport-Vereine, die Ausrichter der Rennen sind. Geschäftsführer ist der bisherige Generalbevollmächtigte Ralph-Gerald Schlüter. Durch die Namensgebung VLN Sport GmbH & Co. KG wird auch im Namen dokumentiert, dass die sportliche Ausrichtung hier angesiedelt ist, während die VLN VV GmbH & Co. KG für die Veranstaltung und Vermarktung der Serie steht.“

Ich wurde inzwischen von Fans gefragt, ob sich der Besuch des Rennens bei einem so kleinen Starterfeld und den aktuell so großen Benzinpreisen überhaupt lohnen würde. - Ich meine: JA!

Nur sollte man sich vorher mit dem Starterfeld beschäftigen und für sich Akzente setzen. Man kann sich mit bestimmten Streckenabschnitten beschäftigen, sich an bestimmten Stellen dafür interessieren, in welchem Gang die Teilnehmer hier – bei einem Vergleich von gleichen Fahrzeugtypen – vorbeikommen. - Oder aber, wo – und wie unterschiedlich – in die nächste Gangstufe geschaltet wird. - So kann man – auch – Fahrerkönnen einschätzen!

Man kann sich auch – bei den reinen Tourenwagen – mit dem Beobachten und dem persönlichen Werten von  Fahrverhalten und der unterschiedlichen Leistung beschäftigen. - Man kann auch einfach nur beim Zugucken Spaß haben!

Mich persönlich wird z.B. der Toyota GR 86 interessieren, der in der Klasse SP4, als eins von drei dort genannten Fahrzeugen – werksseitig eingesetzt (!) - sich der sportlichen Auseinandersetzung stellt. - Zum ersten Mal! -  Großzügig betrachtet ist der GR 86 eine Weiterentwicklung des bekannten Toyota Sportwagens GT 86. Aber er wurde so „großzügig“ überarbeitet, dass es eigentlich ein neues Automobil geworden ist, dass in der reinen Straßenversion auch noch preislich erschwinglich – aber erst für das Jahr 2023 zu bestellen ist. Es werden auch – soweit mir bekannt – nur 600 Fahrzeuge nach Deutschland kommen.

Der Motor, der bekannte Vierzylinder-Boxermotor von Subaru (Toyota hat seit 2008 eine Minderheitsbeteiligung von 16,5 Prozent an Subaru) wurde durch eine Vergrößerung der Bohrungen um 8 mm auf einen Hubraum von rd. 2,4 Liter gebracht und wird so zu einem Kurzhuber.. Dadurch nahm auch das Drehmoment zu. Es beträgt nun 250 Nm/3.700U/min. In der Straßenversion leistet der Motor nun 172 kW (235 PS) bei 7.000 U/min. Da  ist das Erreichen des max. Drehmoments bei 3.700 U/min schon bemerkenswert! - Die Motorüberarbeitung ist aber noch weitergehender!

Bemerkenswert ist auch, dass sich die Karosseriefestigkeit des GR 86 gegenüber dem GT 86 um rd. 50 Prozent verbessert hat: vor allen Dingen durch eine Verbesserung der Vorderwagen-Struktur. Das Fahrzeug besitzt Heckantrieb und – serienmäßig – ein Torsen-Sperrdifferential. - Also ein richtiges mechanisches Differential!

  • In der in Deutschland ab 2023 wieder lieferbaren Straßen-Version wird der Toyota GR 86 um 37.000 Euro kosten.

Damit ist eigentlich klar, dass dieser Toyota ein interessantes Hecktriebler-Angebot für die Fans dieser Antriebsart ist, die sich einen BMW M3 – selbst in der einfachsten Ausführung – nicht mehr leisten können. Aber auch nicht leisten müssen! - Wenn sich denn der neue Toyota GR 86 auf der Nürburgring Nordschleife so verhält, wie man das aufgrund seiner technischen Daten erwarten kann.

Darum schaue ich z.B. beim 4-. NLS-Lauf speziell auf dieses Fahrzeug, das in der Klasse SP4 mit der Start-Nr. 244 gegen zwei BMW antritt. (#250 BMW 325i, #254 BMW 346c)

Das nur als eine Anregung - von vielen möglichen! - Jeder Besucher und Zuschauer möge den 4. NLS-Lauf so sehen und nutzen, wie es ihm gefällt – und so, dass es ihn evtl. auch beim Einschätzen vom „Wert“ mancher Fahrzeuge weiter bringt.

Wenn ihn denn überhaupt Automobile mit Verbrennermotor noch interessieren. - Mich schon!

Bei Toyota scheint man zu wissen, was sich BMW-Fans wünschen! - Schau’n wir mal!

MK/Wilhelm Hahne

PS: Für VLN-Fans, die im Fahrerlger unterwegs sind: #244 findet man in Box #10. - Dort steht auch der Werks-Lexus LC, der mit der #345 in der „VLN 24h-Special SP-Pro startet (Restriktorpflichtige Fahrzeuge über 3.000 ccm) startet und dort ohne jede direkte Konkurrenz ist! - Das ist die Renn-Version des Serien-Coupés, das man… - aber das ist noch alles geheim!

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4 Tage „Touristenfahrten“: GREEN HELL DRIVING DAYS

Für den Monat Juni 2022 hatte die Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG vier volle Tage für die o.g. Eigenveranstaltung im Kalender eingeplant. Man hatte die Zeit von Fronleichnam (16.) - einem Donnerstag – bis zum Sonntag, dem 19. Juni im Veranstaltungskalender für sich reserviert, weil man wohl zu diesem Zeitpunkt a)  gutes Wetter erwarten, b) viele „Touris“ auch für den Freitag erhoffen konnte (weil ein solcher Tag dann in diesem Fall gerne als „Brückentag“ genutzt wird) und entsprechend der geltenden Gebührenordnung 30 Euro pro Runde eben fünf Euro mehr sind, als man am Wochenanfang verlangt. Und viele sind gekommen! - Trotzdem werden es – nach den Beobachtungen von Motor-KRITIK – wohl weniger gewesen sein, als man erwartet hatte. Aber der Anteil an ausländischen Besuchern war sehr hoch. Wie von Eifel-Bewohnern zu hören, waren in den Restaurants direkt um den Nürburgring viele Fremdsprachen zu vernehmen. - Motor-KRITIK hat sich nicht nur ein Bild, sondern auch Fotos gemacht, die nachstehend zusammen mit meinen Eindrücken und Überlegungen den Motor-KRITIK-Lesern einen Eindruck vermitteln können.

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„Je oller – je doller!“ - Fundstück #3 aus 2010:

Anfang 2010 hatte ich in den Nr.1-Ausgaben des Jahres 2010  von „ADAC-motorwelt“ und „auto motor und sport“ geblättert und empfand Erklärungsbedarf. Ich habe erfahrene Techniker kontaktiert und dann notiert, was dem so entstandenen Team – die Techniker wollten aus verständlichen Gründen ungenannt bleiben – in den bei den folgenden gemeinsamen Diskussionen zur Zukunft des Automobils so eingefallen ist. - Anfang des Jahres 2010! -  Die Leser von „Motor-KRITIK“ sollten gleich zu Beginn eines neuen Jahrzehnts eine Vorlage erhalten, die sie lesen, begreifen und zur eigenen Meinungsbildung nutzen konnten. - Die folgenden Überlegungen sind die von erwachsenen Menschen mit einer Menge Technik- und Lebenserfahrung und bieten eine Menge Ansatzmöglichkeiten. - Für Zustimmung und Widerspruch! - Versucht man aktuell (2022)  bei „Google“ unter Eingabe des vollen Titels diese Geschichte zu finden, so gibt es zugleich mit dem Angebot einer Auswahl von Geschichten zu diesem Thema den Hinweis, das 2.120.000 Ergebnisse in 0,46 sec gefunden wurden. Angezeigt werden 16 Seiten mit Titeln zu diesem Thema. Motor-KRITIK findet da aber nicht statt. Aber es gibt am Ende der 16 Seiten den Hinweis, dass man die bereits gezeigten Geschichten, unter Einfügung von ausgelassenen 154 Geschichten noch mal aufrufen kann: Macht man das, findet man die Motor-KRITIK-Geschichte auf der ersten Seite gleich zweimal. Mit den Datumsangaben 2015 und 2019. Da hatte ich meine Geschichte – zur Erinnerung – wohl noch mal eingestellt. - So wie ich es heute auch wieder mache! - Damals – 2010 – bin ich behutsam mit einem Zitat von Antoine de Saint-Exupéry in das komplexe, schwierige Thema eingestiegen: „Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen.“ - Bitte nicht vergessen: Man schrieb Januar 2010, als diese Geschichte hier in Motor-KRITIK veröffentlicht wurde! - Der Text dieser – hier nun folgenden - „alten“ Geschichte, ist unverändert geblieben – nicht „aktualisiert“ worden! - (Unter uns: Ich stelle die Geschichte auch deshalb noch mal ein, weil sie bisher – gemessen an den Leserzahlen – wenig Interesse gefunden hat!)

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Motor-KRITIK-Informationen: „Eine Klasse für sich“?

Ein Leser hat das nach dem Lesen meiner letzten Geschichte in einer e-mail an mich geschrieben. Er war bei der „Buchvorstellung dabei gewesen. - Um genau zu sein: Er hat nicht „Motor-KRITIK“ geschrieben, sondern „W.H.“ gemeint. - Aber diese zwei Begriffe sind eigentlich – inzwischen seit Jahrzehnten – untrennbar miteinander verbunden. - Aber gerade am Beispiel dieser Geschichte lässt sich nachweisen:„Nobody is perfect“. - Da wird schon mal beanstandet, dass meine Geschichten zu lang sind. - Stimmt! - Aber wie man nachstehend feststellen könnte, sind sie oft immer noch etwas zu kurz. - Auf meine letzte hier eingestellte Geschichte, auf die „Buchvorstellung“ bezogen, muss ich mich fragen: Hatte die vielleicht zu viele Fotos und zu wenig Text? - Na ja; jedenfalls habe ich heute – nicht nur einen - Grund, noch mal ergänzend eine „kleine“ Geschichte zu schreiben. Da steht sicherlich auch Einiges drin, was Leser – die mich nicht kennen – zu der Feststellung verleiten könnte:

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Nürburgring: Ein Wochenende mit Erinnerungen…

Das Wetter in der Woche war sonnig und angenehm und es gab – nach meinem Empfinden – eine überraschende Einladung zu einer Buchvorstellung am Nürburgring ins „ring°werk“. - Samstag, 11. Juni, 14 Uhr, 1. Stock, „ring°werk“- Bei meinem Eintreffen bestätigten sich dann die „Fragezeichen“, die sich nach dem Erhalt einer kurz vorher erhaltenen telefonischen Einladung ergeben hatten. Es war dann nämlich – noch überraschender – eine schriftliche Einladung – praktisch 24 Stunden vor der Buchvorstellung bei mir eingegangen. - Wie dem auch sei: Ich bin der Einladung gerne gefolgt, bin auf interessante Leute getroffen, habe mir persönlich bisher unbekannte Motor-KRITIK-Leser kennen gelernt, auch Leute erlebt, die mich – obwohl sie mich kennen – „rücksichtsvoll“ übersehen haben. - Also eigentlich alles wie immer! - Aber ich habe auch eine Ausstellung kennen gelernt, die ich der Bedeutung eines vor gut 60 Jahren in Monza tödlich verunglückten – bedeutenden (!) - deutschen Rennfahrers als angemessen empfunden habe. - Die Buchvorstellung nutzte diese – sehenswerte! - Ausstellung im “ring°werk“ des Nürburgrings als Rahmen. Dabei soll hier nicht untersucht werden, warum sie inzwischen am Nürburgring gelandet ist.

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Der Tag nach „RaR“: „Touristenfahrten“ wie immer?

„Rock am Ring“ zog nach Veranstalterangaben zwischen dem 3. und 5. Juni 90.000 Besucher an den Nürburgring. Da hätte man gerne die Nordschleife zum Parken und Zelten genutzt. Wie das „früher“ auch schon mal möglich war. Aber das waren noch andere Zeiten. Es gab auch andere Verhandlungspartner. Dieses Mal hatte der „lange Arm“ des russischen Nürburgring-Besitzers, ein Deutsch sprechender Russe, Viktor Martin, aber Anweisung gegeben, dass die Nordschleife auch während „Rock am Ring“ für die „Touristenfahrten“ nutzbar sein muss. So hatten denn auch die Geschäftsführer entsprechend verhandelt. Sie hatten aber mit dem neuen „RaR“-Veranstalter auch neue Erfahrungen machen müssen. Auch dessen Bedingungen waren glasklar. Mit Vertragsabschluss hatte der nicht nur formal das Hausrecht am Nürburgring übernommen, sondern auch in der Realität. Da war mancher „Bittsteller“ schon überrascht. Ein „das haben wir doch immer so gemacht“ hatte dieses Mal keine Gültigkeit. Und die sog. Geschäftsleitung des Nürburgrings keinen Einfluss. - Dafür liefen dann aber – wie vom russischen „Fadenzieher“ gewünscht - dann die „Touristenfahrten“ auch während der Veranstaltungstage von „Rock am Ring“. Schon wegen der Verkehrsverhältnisse während der „RaR“-Veranstaltung war wohl aber das Ergebnis nicht so toll aber wohl zufrieden stellend. - Grund genug, am Tag nach „RaR“, mal nach dem Rechten zu sehen.

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Quasi mein Lebensmotto: Kein Pakt mit dem Teufel!

Der Teufel hat in meinem Leben oft mit Geldscheinen gewunken. Ich habe sie übersehen. Weil ich wohl keinen Blick dafür hatte. Wohl mehr das richtige Gefühl. Darum habe ich wohl auch in der richtigen Zeit Motorsport betrieben, weil da noch keine „BoP“ oder „Code 60“ auf der Nürburgring-Nordschleife Bedeutung hatten. Die Fahrer dieser Zeit fuhren mehrheitlich verantwortungsbewusst! Es gab da auch einige Zeit noch keinen DMSB. - Der war jedenfalls für mich – zu meiner Zeit – ohne Bedeutung. Der durfte mir – nach der ONS (den es in anderer Form immer noch gibt!) - die notwendige Lizenz ausstellen. Und wurde dafür bezahlt! - Das war’s!

Wir leben aber inzwischen offenbar in einer anderen Zeit. Da braucht nur jemand mit Geld zu winken – oder mit Geldstrafen zu drohen – und alle parieren! Bis auf die, die die Macht haben! Die ist heute noch bedeutender als Geld. - Aber Macht fällt einem meistens zu – oder man maßt sie sich an! - Auch manche (Amateur-)„Rennfahrer“ fühlen sich mächtig! Weil sie das Geld haben, z.B. einen GT3 zu steuern. Weil man dazu auch immer weniger können muss, es dafür aber auch mehr elektronische „Krücken“ (Fahrhilfen) gibt.

Und natürlich auch mehr Komfort, den es „früher“ beim Rennen fahren nicht gab. Da war man körperlich schon schwerer belastet. Ein Langstreckenrennen war für den Fahrer schon eine Dauerbelastung, weil er auch für all’ seine Entscheidungen, z.T. in Nano-Sekunden getroffen, selbst verantwortlich war. - Heute werden Entscheidungen beim Hersteller, von der Teamleitung, vom „Chef“ getroffen. - Oder vom Computer! -  Und vom DMSB durch Vorschriften bestimmt! - Aber grundsätzlich gilt in diesen Zeiten besonders: Geld bestimmt die Welt!

Oder Corona! - Oder ein Krieg! - Oder der Mainstream bestimmt die Handlungen eines Einzelnen!

Weil man den „Mainstream“ heute ernst nehmen muss. So wie die „Nachhaltigkeit“. Wobei ich mich frage: Ist ein Krieg eigentlich „nachhaltig“? - Bei mir eigentlich schon. Ich wurde schon als Kind und Heranwachsender von ihm geprägt. - Und nach dem Krieg z.B. von dem Erleben an offenen Massengräbern. Aber auch davon, wie schnell aus Ortsgruppenleitern Widerstandskämpfer werden konnten. Die dann mit einem „Permit“ der Militärregierung Auto fuhren, was einfachen Normal-Bürgern („Mitläufern“) verboten war.

Eine gute Behandlung erfuhren die, die in der KPD waren. - Solange die noch nicht verboten war!  Dann war die CDU bedeutend und auch die SPD. Die FDP quetschte sich quasi dazwischen. Dann rutschte – weil man sich inzwischen „anpasste“, die CDU mehr nach links, die SPD mehr nach rechts und machten so nicht nur die „Flanken frei“, sondern ließen auch keinen Platz mehr für die FDP. Aber rechts und links konnten sich so „Die Linken“ und die „AfD“ ansiedeln.

Die „Volksparteien“ (warum werden sie eigentlich so benannt?) waren von einer Entwicklung überrascht, die sie selbst verursacht hatten!

Ebenso ist eigentlich die Entwicklung hin zum Ukraine-Krieg auch keine Überraschung. Wenn man z.B. einmal die Entwicklung dahin – unbeeinflusst – überdenkt!

Ich verstehe so nicht, dass, wenn man z.B. - aus meiner Sicht - als Kriegsberichterstatter im Irak war, völlig vergessen zu haben scheint, wer dort einmal – zumindest mir – unangenehm aufgefallen ist. Waren „unsere amerikanischen Freunde“ dort Vorbild? -  Aber ich musste auch „damals“ während des Korea-Krieges schon das niederländische Fernsehen um 20 Uhr einschalten (ich wohnte nahe der holländischen Grenze), wenn ich nicht nur über die „Großtaten unserer amerikanischen Freunde“ – einseitig und „freundschaftlich“ – informiert werden wollte!

Wie ich bei diesem Vergleich heraus fand, der mir durch einen Zufall möglich wurde!

Hat der Krieg in der Ukraine nicht auch eine Ursache in einer verfehlten, einseitig von „unseren amerikanischen Freunden“ bestimmten westlichen Politik?

Wir Deutschen sind scheinbar – so meine ich – in einen träumerischen „Wohlstands-Dämmerzustand“ verfallen. Wir glauben eben auch aller „Werbung“. Selbst Mercedes steht z.B. immer noch für „das Beste oder Nichts“!

Aktuell werden gerade mal wieder rd. 1 Million Mercedes-Automobile weltweit in die Werkstätten zurück gerufen, weil die Bremsanlage ausfallen könnte. In der Politik hätte ein „Rückruf“ auch schon vor einiger Zeit erfolgen müssen, denn inzwischen rasen wir als Passagier von „gelenkten“ Politikern sozusagen „bremsenlos“ der nächsten Katastrophe entgegen!

Verfolgt man die aktuelle Kriegsberichterstattung über den so genannten Ukraine-Krieg in unseren Medien, dann bin ich als Journalist schon froh, so alt zu sein, dass man den Krieg – bis jetzt – nur aus dem deutschen Fernsehen kennen lernt. - Denn ich weiß, was „Krieg“ wirklich bedeutet!

Aber viele deutsche Politiker sind aktuell bemüht, durch eine Art Bildungsreise selber zu "Kriegs-Fachleuten" zu werden. - Oder dienen diese Reisen nur der Selbstdarstellung? - Dieser Ukraine-Krieg muss eine neue Art von Krieg sein, den ich bisher noch nicht kannte. Wenn das so weiter geht, werden solche „Bildungsreisen“ in Kriegsgebiete sicherlich auch bald für die Vertreter „besserer Kreise“ von Reiseunternehmen zu „Schnäppchen“-Preisen als eine Art Abenteuer-Urlaub angeboten werden.

Obwohl inzwischen in einigen Ḿedien schon davor gewarnt wird, den derzeitigen Krieg im Osten Europas einfach als ein Stück Normalität hinzunehmen – und zur Tagesordnung über zu gehen.

Aber da hätten wir dann die Inflation. Oder schau’n wir aktuell mal auf die Tankstellenpreise. Warum denke dann zumindest ich  dabei an die Vokabel „Kriegsgewinnler“?

Ich bin wohl in der falschen Zeit heran gewachsen!

Und heute wohl vom Heiligen Geist erfüllt. - Denn es ist Pfingstmontag!

Wilhelm Hahne

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