2014-07

Erlebnis Motorsport profiliert Renault

Unter dem Motto „World Series by Renault“, war der französische Hersteller nach einem Jahr Unterbrechung – in dem man in Hockenheim „aufspielte“ - dann wieder am Nürburgring. Und man nutzte nicht nur den Grand-Prix-Kurs, sondern auch die vorhandenen freien Flächen, sonst als Parkplätze genutzt, um Motorsport auf eine familiengerechte Art zu präsentieren. Ohne dabei Abstriche in Sachen Werbung und Marketing für die eigenen Produkte zu machen. Mit Hinweis auf die Historie, den Bezug zum Motorsport von geeigneten Serienmodellen bis hin zum Formel 1-Motor, in Verbindung mit dem gebotenen Motorsport-Erlebnis von Formel- und Tourenwagen-Rennen wurde den Besuchern dieses Rennwochenendes (Fr. - So.) das Bild eines Automobilherstellers vermittelt, der auf allen Gebieten dieser Sparte Kompetenz beweisen kann.

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Skandal? - Affäre? - Strategiespiel?

Ich spreche von „Nürburgring 2009“. Die Landesregierung offerierte dafür 2010 ein neues Konzept. - Man entwickelte also ein passendes Konzept erst nach dem Bau? - Nun, man hatte auch einen „Ersten Spatenstich“ ohne eine Baugenehmigung vorgenommen. Und man hatte mit dem Bau begonnen, ohne eine eigentlich notwendige Finanzierung realisiert zu haben. Es gab zunächst auch nur Teilgenehmigungen zum Bauen. Immer so, wie sie gerade gebraucht wurden. Es wurden zwei Eröffnungsparty's gefeiert, ohne dass alle Bauarbeiten abgeschlossen waren. - Ich erinnere mich gut, im Februar 2010 auf dem Baugelände des Nürburgrings gewesen zu sein, wo man in vielen Sprachen dieser Welt durcheinander redete. - Ich habe eigentlich nichts verstanden. Weil ich zum Beispiel staunend wahrnehmen musste, dass man in den Treppenaufgängen, wie die im „Informationszentrum“, die mal zu den – hoffentlich – oft benutzten gehören sollten, spanischer Schiefer verlegt wurde. Da genauso, wie in den Aufgängen der neu erbauten Tribüne.- Weil spanischer Schiefer billiger ist als Eifel-Schiefer? - Mir kam das alles spanisch vor. - 2010! - Und ich bin jetzt im Juli 2014 mal wieder die Treppen im „Informationszentrum“ hinauf gestiegen. Und ich habe wieder nichts anderes denken können als damals:

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Dr. Jürgen Pföhler: Gärtner oder Bock?

Den Namen kennt man in Verbindung mit dem Nürburgring. Schon lange. Immerhin war der Landkreis Ahrweiler an der Nürburgring GmbH mit 10 Prozent beteiligt. Und der Landrat dieses Landkreises war Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Nürburgring GmbH. Dieser Dr. Pföhler war beides zeitgleich. Die Kreisverwaltung Ahrweiler ist aber auch die Aufsichts- und Genehmigungsbehörde für den Grand-Prix-Kurs, aber auch für einen Großteil des Geländes um die Nürburgring-Nordschleife die Aufsichtsbehörde. Denn die Kreisverwaltung Ahrweiler ist dort für die Überwachung des Naturschutzgebietes verantwortlich. Die Nordschleife selbst wird dagegen von der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord in Koblenz z.B. im Hinblick auf die Geräuschimmissionen überwacht. Eine eigentliche Betriebsgenehmigung hat es für die Nordschleife nie gegeben, weil 1927, dem „Baujahr“ der Nordschleife noch eine Zeit war, wo eine Betriebsgenehmigung zum Betrieb einer Renn- und Teststrecke nicht gebraucht wurde. Und nun verwalten unterschiedliche Behörden den Gesamtkomplex Nürburgring, jede nach ihrer Fasson. Die SGD-Nord relativ offen, die Kreisverwaltung Ahrweiler unter größter Geheimhaltung. Die Schlüsselfigur dort muss sich die Frage gefallen lassen:

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Die VLN & das "Strategische Foul"

Mütter sind meist um zwei Jahrzehnte älter als ihre "ältesten" Kinder. Das ist nicht alt, aber offenbar schon zu alt, um das moderne "soziale Verhalten" zu verstehen. Motor-KRITIK kennt das Beispiel einer "jungen" Mutter, die ihren Sohn in einem Fußballverein anmeldete, da der Junge auch durch das Vereinsleben im sozialen Verhalten geschult werden sollte. - Unauffällig, wirkungsvoll. - Und dann kommt der Junge nach einigen Wochen vom Fußball-Training nach Hause, um der Mutter zu erzählen, dass man ihm gerade beibringt, wie man "strategische Fouls" richtig macht. Dazu gehört z.B. auch die "optimale Schwalbe", die Stolperfalle, das Halten, und, und, und. - Die Mutter ist entsetzt und - hat den Jungen wieder aus dem Verein genommen. Diese Art von "sozialem Verhalten" hatte sie nicht gemeint, als sie den Jungen einem Verein anvertraute. Auch die soziale Lehre "hat sich der Zeit angepasst" - wie man so schön sagt. Wer gut "foult", kommt später auch im modernen Berufsleben zurecht. Überall ist man stolz, wenn man wegen eines "unauffälligen Fouls" ein Stück weitergekommen ist. - Auch im Motorsport ist die Lehre vom "strategischen Foul" angekommen. "Vorbilder" sind da sehr oft die Werksfahrer, die inzwischen auch das "soziale Verhalten" im Breitensport prägen. Verstöße gegen die "sportlichen Regeln" sind "normal" geworden. - So denkt, so empfindet, so handelt man. - Und wenn man gerade mal zur Fußball-WM nach Brasilien hinüber blickt, dann lernt man auch, wie Sportbehörden die Realität statistisch schönen.. - Soweit will es die VLN nicht kommen lassen. -Und so werden dann die Abläufe beim 5. VLN-Lauf zu einem insgesamt unschönen Beispiel. - Aber zumindest ist der Ansatz richtig!

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„Offen und transparent“ - neu definiert!

Die EU hat ihre Vorstellungen von „offen und transparent“. Die Insolvenz-Sachwalter haben sie auch. Die Landesregierung von Rheinland-Pfalz vertraut den Insolvenz-Sachwaltern, weil sie schon in der Vergangenheit den Eindruck vermitteln konnte, dass sie eigentlich von nichts etwas wirklich versteht. Darum ist wahrscheinlich auch das Team Robertino Wild/Dr. Axel Heinemann ihr Wunschpartner als Käufer des Nürburgrings. Robertino Wild hat in einem Interview mit Markus Lachmann („Wiesbadener Kurier“) gesagt: „Ich bin fest davon überzeugt, dass der Verkaufsprozess EU-konform durchgeführt worden ist. Der Sachwalter und die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG sind in der Öffentlichkeit mehrfach angegriffen worden. Die Kritik ist nicht berechtigt. Die haben das mit aller größten Akribie und Sorgfalt betrieben. Da waren keine Berufsanfänger am Werk.“ - Stimmt! - Die Herren haben „mit aller größter Akribie und Sorgfalt“ im Teamwork die Begriffe...

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Nur so geht es: Offen und transparent!

Die EU verlangte es für das Bieterverfahren in Sachen der insolventen Nürburgring GmbH, einer landeseigenen Firma, deren Chefs und Beschäftigte sich im Schutz der Landesregierung von Rheinland-Pfalz wähnten. Aber jede Regierung ist nur so gut wie die Summe ihrer guten Mitglieder. Daran aber mangelt es offensichtlich in Mainz. Und so ging dann diese Firma im Landesbesitz „den Bach runter“. Und unter der Leitung eines renommierten Anwalts entstand dann das Drehbuch, dass die Landesregierung aller Sorgen entheben sollte und es „König Kurt“ erlaubte, sich mit einer Bauchspeicheldrüsen-Erkrankung in den Schatten zurückzuziehen, den ein großer Arzneimittelkonzern unweit Mainz gerne spendete. Zufällig gehört einer der Teilhaber an der Firma des Käufers der insolventen Nürburgring GmbH zu deren Beratern. Zufällig hatte diese Firma jene Anwaltskanzlei als Berater, die auch der Landesregierung dient. Zufällig bot die Firma dann auch auf das Gesamtprojekt – wie von Mainz im Idealfall gewünscht. Zufällig empfanden die Insolvenz-Sachwalter ihr Verhalten im Bieterverfahren „offen und transparent“. Weil die EU-Kommision das verlangt! - Offen und transparent? - Zufällig werden Anfragen von Motor-KRITIK weder von den Sachwaltern, noch von deren Sprachrohr beantwortet. Zufällig bleibt auch eine Kreisverwaltung Bad Neuenahr-Ahrweiler stumm, wenn Details hinterfragt werden. - Nicht zufällig schreibt Florian Zerfass von der „Wirtschaftswoche“ aktuell eine sehr gute Geschichte, die den Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit verdeutlicht. - Die EU steckt in der Klemme. - Auch am 23. Juli sollte es keine Entscheidung geben. - Und wenn die so ausfällt, wie nur Politiker hoffen können: Dann ist mit einem Rattenschwanz von Prozessen zu rechnen, die den Nebel einer Geheimnistuerei im Umfeld von politischer Kungelei zerreißen könnten.

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„...das dem SWR exklusiv vorliegt“?

Um 20:15 gab es am 3. Juli 2014 im Fernsehen beim SWR (RLP) einen Bericht zum Thema Nürburgring. Man musste schon ein wenig warten, wenn man etwas vom Nürburgring hören – und sehen – wollte. Zunächst kamen andere Berichte. Es gab dann auch ein Interview mit Finanzminister Kühl. Natürlich aufgezeichnet und – überholt. Das wurde auch in einem – wichtigen – Detail danach korrigiert. Aber der Bericht war – aus meiner Sicht – insgesamt enttäuschend. Denn man hat mit „altem“ Material gearbeitet. Natürlich ist das Motor-KRITIK seit langem bekannt, liegt auch hier in der Eifel in vollem Umfang vor. Aber es wurde von Motor-KRITIK nicht verwendet, weil die aus dem Papier – von 61 Seiten – zitierten Passagen, in der englischen Version vielleicht stimmen: Aber man weiß es nicht. - Denn es wird für die Entscheidung der EU-Kommissare am 23. Juli ein neues Papier geben. Auch in englischer Sprache. Aber oberhalb ist jeweils klar markiert, dass – im Zweifelsfalle – immer die deutsche Version der Maßstab ist. Und Motor-KRITIK kennt derzeit niemand, der die endgültige deutsche Version kennen würde, die allein für die Entscheidung der EU-Kommission am 23. Juli 2014 von Wichtigkeit ist. - Darum wurde die aktuell – am 3. Juli 2014 vom SWR genutzte englische Version, auch von Motor-KRITIK bisher nicht erwähnt. Es handelt sich eigentlich um rund 60 Seiten in englischer Sprache beschriebenes Papier, dass in der uns – zumindest dem SWR und Motor-KRITIK (aber nach meiner Kenntnis auch weiteren Redaktionen) in der vorliegenden Form ohne jeden Wert ist, aber....

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„Rock am Ring“: Nun ein Titel ohne Wert?

In einem EV-Verfahren mit mündlicher Verhandlung hat das Landgericht Koblenz Recht gesprochen. „Im Namen des Volkes“. Der Sprecher des klagenden Insolvenz-Sachwalters Jens Lieser, Pietro Nuvoloni sagte dazu: „Wir freuen uns, dass das Landgericht Koblenz unserer Auffassung gefolgt ist.“ - Marek Lieberberg, der beklagte Veranstalter: „Recht haben und Recht bekommen sind bekanntlich zweierlei Dinge.“ - Nach dem Urteil darf Lieberberg nicht ohne Zustimmung seiner bisherigen Geschäftspartner ein Festival unter dem Titel „Rock am Ring“ organisieren. Weder das Ankündigen noch das Bewerben einer Veranstaltung mit diesem Titel ist erlaubt. Bei einem Verstoß drohen ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro oder ersatzweise eine Ordnungshaft von bis zu sechs Monaten. - Den Streitwert setzte die Kammer des Landgerichts auf 25.000 Euro fest. - Und Motor-KRITIK stellt nach umfassender Recherche zu diesem Thema die Frage:

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Das Abgründige in Hendrik Hering + E&Y

Hendrik Hering war nicht nur einmal der Wirtschaftsminister des Landes Rheinland-Pfalz, sondern er ist auch Jurist – wie er gerne betont. Mit solchen Hinweisen versuchte er 2010 jene Bürger zu beruhigen, die wegen des von ihm arrangierten „Neubeginn“ und der Unklarheit, die von den Verträgen auszugehen schien, schon ihre Bedenken hatten. Die Bedenken waren bei denen größer, die vorher Gelegenheit gehabt hatten, die neuen Betreiber des Nürburgrings bei ihren „cleveren Aktionen“ zu beobachten. Jedem normalen Bürger musste die Argumentation eines Hendrik Hering unverständlich bleiben. Aber er wischte die Einwände „damals“ mit einem „Ich bin Jurist“ genauso vom Tisch, wie er heute die Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young dazu bringt zu sagen, dass ihre Zahlen in dem immer wieder argumentiv herausgestellten Gutachten von 2009 „hochgradig plausibel“ waren. Es war auch Ernst & Young, denen z.B. in den USA vorgeworfen wurde, dabei mitgeholfen zu haben, die Bilanzen der Pleite gegangenen US-Investmentbank Lehman Brothers mit geschönt zu haben. Das ist bei Wirtschaftsprüfungsunternehmen nun mal so, wie es auch für Juristen nicht unnormal ist, ausschließlich im Sinne ihrer Mandanten zu argumentieren. So argumentierte Hendrik Hering auch wohl damals nur „in eigener Sache“. - Das Ergebnis ist bekannt. Ernst & Young-Argumente sind da nicht bedeutender als Tapetenkleister, mit dem man dann – natürlich plus einer „Tapete“ – die Macken in der Wand einer Wohnung zu verdecken sucht. Der Landesrechnungshof hat die „Macken“ wohl freigelegt, wie all' überall zu vernehmen ist.

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U-Bahnhof am Nürburgring: Sinnvoll?

Sie finden eine solche Frage überflüssig, weil sich für einen normalen Menschen eine solche Frage nicht stellt? - Wir bei Motor-KRITIK müssen Ihnen recht geben. Da könnte man auch gleich noch einen Yachthafen am Nürburgring fordern, für die Premium-Gäste, die mit ihrer Yacht von Montecarlo oder Mallorca anreisen wollen. - Ein anderer Blödsinn wurde aber beim Projekt „Nürburgring 2009“ realisiert: Ein Hubschrauber-Landeplatz auf dem Dach des „Lindner-Hotel“. - Wenn Sie meinen dass ein solcher Vergleich nicht möglich – eigentlich „unmöglich“ - ist: Man kann die Pläne visionärer Provinz-Politiker auch nicht an den Lösungen messen, die sich zwangsweise aus den Ansprüchen und Möglichkeiten in der Realität ergeben. - Wie hier in Motor-KRITIK einmal in einer Geschichte dargestellt sein soll, weil das sonst offenbar niemandem auffällt. - Und die EU in Brüssel wird das erst gar nicht interessieren. Man ist eben gegen jede Beihilfe. Dazu gehört auch die Beihilfe zur Geldverschwendung. - Aber das ist in diesem Fall nur Zufall. - Denn die EU-Beamten orientieren sich selber auch kaum an der Realität, sondern an Gesetzen, die sie selber schaffen. - Oder: Man vermeidet Entscheidungen, die auf politischer Ebene Animositäten entstehen lassen  – und einen wichtigen europäischen Partner verärgern könnten. - Achten Sie mal auf eine EU-Entscheidung, die bald, am 9. Juli 2014 – auch in Sachen Nürburgring – fällt. - Aber hier zunächst mal die Frage – und der Versuch einer Antwort:

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