31. Dezember 2021: Jedes Ende ist ein neuer Anfang!

Darum das Letzte zuerst. - In Vorbereitung auf ein paar erholsame Feiertage hatte ich mir Anfang Dezember noch etwas Fachlektüre gekauft. Wissend, dass das Jahr 52 Wochen hat, habe ich am Zeitschriftenstand zu Heft 26 von „auto motor und sport“ gegriffen. - Das war aber nicht das Letzte! - Ich hätte eigentlich schon beim Blick auf den Titel sehen müssen, dass – zumindest – ein paar Themen „von Gestern“ sind:

„Kraftpakete“
„Power-Limos“
„Kommt so der neue M-BM“?“
„Hybridkonzept-Vergleich“ und
„800-Volt-Crossover“

...waren die Haupt-Titelthemen. Und beim Aufschlagen des Heftes war neben dem Foto, das die  Chefredakteurin zeigt, zu lesen:

„Neue Besen kehren gut – oder was meinen Sie?“

Ich hatte also beim Lesen über die Festtage eine Menge Lesespaß! - Schade, dass es mir als „alter Besen“ auch nach langen „Dienstjahren“ nicht gelungen ist, zu solch lockerem Umgang und Mischung mit und von Motor-Themen zu finden.

Ich habe in diesem Heft – bei flüchtigem Überfliegen - so viele interessante Geschichten und Formulierungen gefunden, dass ich noch die nächsten Wochenenden mit dem Lesen der Geschichten in diesem Heft, Nummer 26, verbringen werde. - Selbst manche Anzeigen bereiten ein richtiges Lesevergnügen!

Aktuell freue ich mich über mehr als 1 Million Besucher auf diesen Motor-KRITIK-Internet-Seiten in 2021. Nicht nur darum möchte ich mich bei Ihnen, dear readers*, bedanken! - Aus meinem Leserkreis habe ich auch in 2021 so manche Anregung erhalten, die zu einer Exklusiv-Geschichte wurde. - Danke!

Ich freue mich, dass ich so zu einem Ihrer Mitarbeiter werden durfte. Für meine Informanten konnte ich so oft Ihre anregenden Informationen durch ergänzende Recherchen abrunden. So gab es per Saldo für alle, die an Motor-KRITIK mitarbeiten oder diese Seiten frequentieren, eine Win-/Win-Situation!

  • Ich würde mich freuen, wenn sich diese Art von Zusammenarbeit auch in 2022 fortsetzen würde. - Danke im Voraus!

Wir stehen am Ende eines Jahres vor dem, was in 2022 nicht nur den Anfang bestimmen wird:

  • Die Arbeit einer neuen Bundesregierung, die unser Leben, die Klima- und Preisentwicklung bestimmen wird!

Damit verglichen werden dann die Geschichten zu Motor-Themen hier in Motor-KRITIK nur unerheblich sein. Obwohl alle – nach bestem Wissen und Gewissen – sorgfältig recherchiert sind, werden sich – gerade wegen meiner „alten“ Erfahrung – wohl schon mal Fehler einschleichen. - Unbeabsichtigt! - Also keine „Fake News“!

Auch in 2022 wird sich Motor-KRITIK nicht als Multiplikator von Presse-Informationen der Industrie verstehen. Aber die können durchaus eine Anregung für neue Motor-KRITIK-Geschichten sein, weshalb ich auch die Zusammenarbeit mit den Presseabteilungen durchaus schätze.

  • Leider ist das umgekehrt nicht immer unbedingt der Fall.

So werden wohl auch im kommenden Jahr die Informationen, die mich aus meinem Leserkreis erreichen, auf diesen Internetseiten eine größere Bedeutung haben!

Auf eine gute Zusammenarbeit in 2022!

Und kommen Sie gut ins Neue Jahr!

Wilhelm Hahne

*steht auch für: Liebe Leserinnen!

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Feststellung: Motor-KRITIK verbreitet „Fake News“!

Zugegeben: Ich komme aus einer Zeit des Motorsports, den ich selbst aktiv über rd. 40 Jahre betrieben habe, in der noch der als Sieger gewertet wurde, der als erster nach einer bestimmten Zeit oder Rundenanzahl die Ziellinie überquerte. Das war eine Zeit, in der ein Colin Chapman (Lotus) die Ansicht vertrat, dass der beste Rennwagen der wäre, der sich nach Überfahren der Ziellinie in seine Bestandteile auflösen würde. - Ein Leser machte mich auf die aktuelle Situation aufmerksam: „In keinem Rennen ist das Live-Timing das Endergebnis. Offizielle Ergebnisse werden immer nach der technischen Untersuchung im Parc Fermé und der Einhaltung der Regeln veröffentlicht.“ - Er machte mir dann auch die offiziellen Ergebnisse des 24h-Rennens für E-Automobile am Nürburgring in ihrer dritten ‚Version zugänglich, über das ich meine Leser informiert hatte. - Dabei war ich davon ausgegangen, das ein Rennen – auch wenn es nur auf dem Papier 24 Stunden lang war – dann beendet sei, wenn die Fahrzeuge nach 24 Stunden durch Überfahren der Ziellinie (nach Ablauf dieser 24 Stunden) das Rennen beendet haben. - Wenn aktuell Rennen mit Verbrenner-Fahrzeugen in der Boxengasse beendet werden, werden die nicht gewertet. Mit E-Automobilen sollte man sie in der Boxengasse beenden, wenn man Ärger vermeiden will. - Das habe ich neu dazu gelernt! - Und auch die Meinung meines Lesers zur Kenntnis genommen, wenn ich hier meine Geschichte zu dem 24h-Stunden-Rennen mit E-Rennern jetzt mit dem Titel starte:

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Auch eine Antwort? - Der DMSB antwortet nicht!

Meine e-Mail-Anfrage an den DMSB ist vom 14. Dezember. Da müsste man in Frankfurt eigentlich – bis heute - zu einer Antwort gefunden haben. Die Zeit müsste eigentlich auch gereicht haben, die Frankfurter Antwort in Köln vom Pressesprecher noch einmal weihnachtlich verpacken zu lassen. - Ich möchte jedenfalls meine Leser „zum Fest“ – d.h. vorher - zu meinen Überlegungen informieren. Es sind eigentlich normale Überlegungen, solche, die jedenfalls für mich als Journalist normal sind. Ich habe auch keine Angst davor, mich schon mal mit „dummen Fragen“ lächerlich zu machen. - Wenn ich denke, so bin ich!

Ich habe nach einer entsprechenden offiziellen Presseinformation des DMSB („DMSB beschließt umfassendes Reformpaket“) zwar schon – nach ein paar Recherchen – dazu meine Leser informiert. Vielleicht waren diese Informationen, obwohl die von Motor-KRITIK schon ein wenig abweichend – und damit ergänzend – zu den offiziellen DMSB-Informationen waren, trotzdem nicht so komplett, wie sie hätten sein müssen. - So habe ich nach einigem Überlegen empfunden – und eine E-mail geschrieben.

Das ist allerdings alles erst nach der Veröffentlichung am 7. Dezember 2021 („Motorsport in Deutschland: Verraten und verkauft?“) passiert, die meine Leser übrigens – wenn es sie interessiert – noch mal mit einem Klick HIER schnell erreichen können.

Vorher – Ende Oktober - hatte es allerdings schon eine Veröffentlichung bei „facebook“ gegeben, die nicht nur zu einer Anfrage beim DMSB von mir, sondern auch zu Leser-Anfragen bei mir geführt hatten. Auf „facebook“ war zu lesen:

„DMSB stellt Insolvenantrag“

Da habe ich natürlich dann auch beim DMSB der Ordnung halber angefragt. - Umgehend(!) erhielt ich diese Antwort:

„direkt auf der Startseite von 24aktuelles.com ist dies hier zu lesen:

+++
Über uns
24aktuelles.com - ist eine Internetseite die zur Unterhaltung dient, die falschen Witz werden von unseren Usern verfasst. Alle Witze dieser Seite sind frei erfunden und fiktiv, es ist alles nur Spaß! Keine der Witze sollte ernst genommen werden oder als seriöse Informationsquelle benutzt werden.
+++

Ich denke, damit ist Ihre Frage beantwortet.“

Beim DMSB hat man vielleicht über meine Anfrage gelächelt. Aber über meine neue Anfrage, von 14. Dezember, offensichtlich nicht mehr. Meine wesentlichen Fragen waren:

„Hat der DMSB mit seinem "Reformpaket" die Sportarten mit einer Art
‚Franchise-System‘ an andere Organisationen vergeben?
Oder anders: Erhält der DMSB von seinen Vertragspartnern dafür Geld?“

 

Natürlich hatte ich vorher auch bei „wikipedia“ nachgesehen, wo ich lesen konnte:

„Der Franchise-Geber will seine Produkte, Dienstleistungen usw. nicht (nur) selbst vermarkten, sondern sucht nach Franchise-Nehmern, die bereit sind, unter umfassenden Vertragsbedingungen diese Produkte im eigenen Namen und für eigene Rechnung zu vertreiben.“

Da nach der „Reform“ des DMSB dem e.V. eigentlich nur noch Einnahmen auf Basis der „Hoheit“ bleiben, die man einmal von der FIA „verliehen“ bekam, die angedockte Wirtschafts GmbH entsprechend der zuletzt veröffentlichten Bilanz wohl auch schon mal bessere Zeiten gesehen hat, muss man sich in Frankfurt wohl Gedanken machen. - Ich mir als Journalist  zu dieser Situation – auch! - Das habe ich getan!

Nun ist eine Sport-Hoheit – weil ein Monopol – in einigen Fällen den entsprechenden Vereinen in anderen Ländern schon abgesprochen worden. - Gerichtlich! - Und auch der Europäische Gerichtshof… -

Also hatte ich als verantwortungsbewusster Journalist wohl allen Grund, beim DMSB mal nachzufragen, ob das „Reformpaket“ für den DMSB auch ein kleines und regelmäßiges „Geldpaket“ bedeutet.

Meine Leser mögen sich jetzt Gedanken machen, warum der Frankfurter Verein bis heute nicht auf meine Anfrage vom 14. Dezember 2021 geantwortet hat, während ich sonst Antworten – gerade auf dumme Fragen (s.o.) – umgehend erhalten habe.

Waren meine Fragen vielleicht dieses Mal gar nicht so dumm?

MK/Wilhelm Hahne
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Sind Beck & Pföhler „beispielhafte“ Politiker?

Beide Politiker sind Mitglieder in unterschiedlichen Parteien, die sich aber als „Volksparteien“ empfinden. Die SPD hat deutschlandweit - wie auch die CDU - etwas über 400.000 Mitglieder. - Das bei rd. 83 Millionen Bewohnern der Bundesrepublick! - Gibt das diesen Parteien - bzw. ihren Politikern - die Bedeutung, die sie für sich in Anspruch nehmen? - So ist das bei den Parteien! - Und wer nichts zu sagen hat, der ist selber schuld. Kurt Beck wurde vom „Volk“ als „König“ von Rheinland-Pfalz empfunden. Das Motto seiner Regierung war: „Wir machen es einfach!“ - Ganz gleich, wie viele Millionen dann praktisch im „Mülleimer“ landeten. - Dr. Pföhler gehört zu dem Pragmatikern, eine Einstellung, die bei „modernen“ Politikern nicht unüblich ist!  Wenn er von jemandem Vorteile erhoffen konnte, so war er seiner Meinung. - Darum war er auch als stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der Nürburgring GmbH von Bedeutung. Und die so genannten Aufsichtsratssitzungen waren für ihn eine Gelegenheit zum „guten Essen und Trinken“! - Als es dann mit der GmbH bergab ging, da hat er die GmbH still – und rechtzeitig - verlassen und damit auch auf einen Millionen-Anteil verzichtet. - Es war schließlich nicht sein Geld, sondern das Geld der Bürger seines Landkreises. - Als besondere Leistungen von ihm – so war es auch bei Kurt Beck – gefordert wurden, da hat man gerne sein Amt zur Verfügung gestellt. - Krankheitshalber! - Man wird sich doch nicht so einfach entfernen – oder entfernen lassen - ohne eine möglichst gute Pension mitzunehmen! - So muss denn auch die Frage erlaubt sein:

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Nürburg: Ex-Bürgermeister Reinhold Schüssler tot!

Als ich gestern Abend nach Hause kam, habe ich kurz über die vielen E-mail geschaut, die im Laufe des Tages eingegangen waren. Scheinbar nichts Besonderes. Bis auf ein Foto! - Das hat mich angeregt, noch gestern Abend an eine aufregende Zeit am Nürburgring zu erinnern, die der Ex-Bürgermeister von Nürburg, Reinhold Schüssler - zum Teil darunter leidend – mit erlebt hat.

Ich hatte gar nicht begriffen, dass das Foto zu einer Information gehörte, die mir deutlich machen sollte, das Reinhold Schüssler gestorben war. Das wurde mir erst heute klar, als ich E-mail für E-mail durcharbeitete.

Wer Reinhold Schüssler praktisch regelmäßig – auch in den letzten Monaten – begegnet ist, der wird nur schwer begreifen, dass es diesen Mann nun nicht mehr gibt. Reinhold Schüssler war in der „schweren Zeit“ des Nürburgrings Bürgermeister dieses Ortes. Ihm war immer klar, dass das Wohl und Wehe in Nürburg vom Nürburgring mit bestimmt sein würde. Darum hat er auch unter dem, was da passierte, gelitten.

Nach der Insolvenz in Eigenverwaltung der Nürburgring GmbH und ihrer Satelliten-Firmen war er es, der z.B. das Fahrsicherheitszentrum aus dem Insolvenz-Vermögen für seine Gemeinde heraus gekauft hat. Verkäufer war der Insolvenz-Sachwalter. Ich erinnere mich, dass mir Reinhold Schüssler nach dieser Rettungsaktion im Sinne seines Ortes sagte:

„Wilhelm, ich wusste gar nicht, wie teuer ein 41-Prozent-Anteil am Fahrsicherheitszentrum sein kann!“

Reinhold Schüssler war 81 Jahre alt, als er seinen Bürgermeisterposten aufgab. Er fühlte sich zu alt für eine Weiterarbeit.

„Nun ist es genug“, hat er gemeint. Er wollte den Rest seines Lebens an der Seite seiner Frau Linda in Ruhe verbringen, denn auch sie war inzwischen im Ruhestand. Beide habe ich noch vor Wochen – oder waren es schon Monate? - mittags in einem Nürburger Restaurant beim Essen getroffen. Wir haben – am gleichen Tisch sitzend - über Dieses und Jenes gesprochen und ich hatte nicht den Eindruck, dass es ihm schlecht ging. Reinhold war mit mit jetzt 83 Jahren immerhin auch fast ein halbes Dutzend Jahre jünger als ich.

Darum habe ich gestern zunächst auch gar nicht begriffen, was wirklich geschehen war. Reinhold war – auch weil ihm die wirtschaftliche Bedeutung für „seinen Ort“ bewusst war - ein kritischer Beobachter der Geschehnisse am Ring. Obwohl ein engagiertes Mitglied der CDU, hat er nicht begriffen, was andere Mitglieder seiner Partei am Nürburgring versäumt haben. Dass Mitglieder der SPD… - Schwamm drüber!

Reinhold Schüssler ist tot. Ein Mensch ist gestorben. Ein Mensch, der von seinem Umfeld nicht immer verstanden wurde. Weil er – meinten andere – im falschen Moment unangepasst reagierte. So war er bei vielen nicht beliebt, weil er eine klare Linie hatte, die sich an Werten orientierte, die heute „in gewissen Kreisen“ ohne Bedeutung sind.

Nein, Reinhold Schüssler war kein Pragmatiker, der in eigenem Interesse mit einer immer passenden Meinung unterwegs war. Er hatte eine begründete Meinung und ist so lange nicht von ihr abgewichen, wie er nicht argumentativ – mit echten Fakten – von der Richtigkeit einer anderen Meinung überzeugt sein konnte.

So gab es im Umfeld der Nürburgring-Insolvenz durchaus eine Reihe von Leuten, die den Kontakt zu ihm gemieden haben. Von denen wurde er auch – natürlich unauffällig – ins Abseits gestellt. Reinhold Schüssler passte ihrer Meinung nach „nicht mehr in unsere Zeit“.

Nun hat er „unsere Zeit“ verlassen, muss sich keine Sorgen mehr um eine richtige Politik im Großen wie im Kleinen machen. Was wird nun aus dem „Abend der Lieder“ den er Jahr für Jahr im Januar in der „Graf-Ulrich-Halle“ organisierte. Das war – und ist? - eine Benefiz-Veranstaltung, die ihm genauso am Herzen lag wie der Nürburgring.

Seine Frau Linda hat er erst spät geheiratet. Wenn man es nach der Zahl der Jahre wertet, haben sie wenig voneinander gehabt. Jetzt hatte eigentlich erst die Zeit begonnen, in der sie wirklich zusammen leben wollten.

Das Schicksal hat es anders bestimmt! - Meine Anteilnahme gilt seiner Frau.

Wilhelm Hahne

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Von "Eifel-Pack" und "Bremer Stadtmusikanten"

So nennt sich ein Kapitel in meinem Buch zum Nürburgring-Skandal. Es enthält Geschichten, die ich in der Zeit – hin zum Skandal – geschrieben habe. Denn dieser Skandal und die daraus entstehenden ungeheuren Verluste waren vorhersehbar. Ich habe rechtzeitig vorher darauf aufmerksam gemacht. Das war für einige Leute so unangenehm, dass sie versucht haben, mich mit einer staatsanwaltlich angeordneten Hausdurchsuchung zu beeindrucken. Staatsanwälte sind eben weisungsgebunden! - Mich hat das zwar getroffen, aber nicht beeinflusst! - Ich nenne auch heute die Dinge immer noch beim Namen! - Es gab damals wie heute – also immer schon  - Leute, die genau so aufmerksam wie ich die Entwicklung verfolgten und auch einen gewissen Aufwand betrieben, um sich selber ein Bild zu machen. Dazu gehörte z.B. auch der Nürburger Bürgermeister, genau der, der später im Gläubigerausschuss nicht für den Verkauf des Nürburgrings gestimmt hat. Der hatte sich, nachdem auffallend viele „leitende Mitarbeiter“ bei der Nürburgring GmbH anheuerten, die vorher in Bremen mit geholfen hatten, dem Stadtstaat ein „paar Verluste zuzufügen“, zusammen mit einem Nürburger Marketingunternehmer ins Auto gesetzt und waren nach Bremen gefahren, um sich selber ein Bild zu machen. - Von dieser Reise habe ich gerade heute ein Foto erhalten, dass den ehemaligen (damaligen) Bürgermeister von Nürburg, vor der Neubau-“Ruine“ in Bremen zeigt. - Ich füge dieses Foto in den dazu passenden Teil meiner Geschichte von „damals“ ein. - Eine „alte Geschichte“ – ein Teil davon (!) - der erinnern hilft.

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Wird eine Sicherheitsmaßnahme zum Unfallanlass?

Am 22. Oktober 2021 hatte ich auf diesen Seiten von einem eigenartigen Unfall berichtet, bei dem eine Sicherheitsmaßnahme der Verkehrsbehörden zu einem Unfallgrund geworden war. Ein VW-Beetle – ein Cabrio – hatte den Anfang einer Fahrbahntrennung, die als „Sicherheitsmaßnahme“ auf der B 258 in Höhe der Tankstelle „Döttinger Höhe“ errichtet worden war, als „Auffahr-Rampe“  genutzt und war – praktisch als eine Art „Schienenfahrzeug“ - auf ihr entlang gerutscht.

Das war ein Unfall, wie er nur passieren kann, wenn jemand unachtsam unterwegs ist. Denn es gibt an dieser Stelle auch noch eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 km/h. Die Fahrbahntrennung war in 2020 zwar auch schon eingerichtet, aber quasi nur für die „Hoch-Zeit“ am Nürburgring im Frühjahr gedacht, die z.B. in der Zeit um Ostern für dichten Verkehr auf der B 258 sorgt.

Gerade der Tankstellenbereich an dieser Stelle könnte bei dichtem Verkehr leicht zum Unfallgrund werden, da hier schon mal aus der Sicht anderer Verkehrsteilnehmer, überraschend in die Tankstellenzufahrt nach links abgebogen wurde.

So haben wohl auch die Verkehrsbehörden gedacht und nach entsprechenden Abstimmungsgesprächen dann eine Fahrbahntrennung einrichten lassen, die Unfälle dieser Art verhindern soll. - Nach den Erfahrungen in 2020 wurde eine Fahrbahntrennung aber nicht mehr vorübergehend, sondern als „ständige Einrichtung“ installiert.

  • In dem im Oktober 2021 hier geschilderten Fall, war diese Sicherheitsmaßnahme aber leider zu einem Unfallgrund geworden!

Schon vorher war „die Trennung“ mal von einem abbiegendem Traktorfahrer übersehen worden, der – wie gewohnt – die Tankstelle anfahren wollte und dabei die Fahrbahntrennung verschoben hat. Schon darum – wegen der Gewohnheit - sollte sie in 2021 zu einer Dauereinrichtung werden.

Das Auffahren eines Automobils, wie ich es im Oktober vermelden konnte, bei dem praktisch die Anfangs-Schräge als „Auffahr-Rampe“ missbraucht wurde, war  eigentlich ein unvorstellbares  Unfall-„Highlight“! - Dachte man.

  • Ein ungewöhnlicher Unfallgrund! - Ein ungewöhnlicher Unfall! - Ein einmaliger Unfall?

Nun hat am vorletzten Montag wieder ein Autofahrer die „Schräge“ des Anfangs dieser Fahrbahntrennung durch eine Leitschiene als „Auffahrrampe“ genutzt. Dieses Mal ist das Fahrzeug aber nicht auf der Leitschiene weiter entlang gerutscht. Nachdem der Fahrer die am Anfang stehenden Verkehrsschilder abgeräumt hatte, ist es ihm wohl – weil sehr erschreckt – gelungen, sein Fahrzeug wieder nach rechts herunter zu lenken. Das gelang ihm natürlich nicht weich und elegant, sondern wohl mit einem harten Lenkmanöver sehr abrupt.

Ein Foto zeigt den Unfallort, der dieses Mal – verglichen mit dem ersten „Rampenunfall“  auf der anderen Seite der „Fahrbahntrennung“ lag. Nahe der Abfahrt nach Meuspath, wenn man aus Richtung Nürburg kommt. Auf dieser Seite gibt es eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 70 km/h. Beim erschreckten Heruntereißen des Fahrzeugs hat der Fahrer dann die B 258 nach rechts verlassen, ist gegen eine kleine Böschung gefahren, wo er unsanft abgebremst wurde. Wäre er ein paar Meter weiter gelandet, hätte er – noch härter – auf dem Hof der Firma Jaguar landen können. - Aber auch so hat sich der Fahrer schon verletzt.

Die zuständige Polizei-Inspektion vermeldet den Unfall so:

„Unfallzeit: 06.12.2021, 16.30 h
Ein 50-jähriger Verkehrsteilnehmer aus dem Kreis Ahrweiler befährt mit seinem Pkw die B258 vom Nürburgring kommend in Fahrtrichtung Döttingen.
Aus bisher unbekannter Ursache fährt er gegen die Fahrbahntrennung und kommt anschließend rechts von der Fahrbahn ab.
Der Fahrer des Pkw wird bei dem Unfall verletzt.
Der Verkehrsunfall geht in die Verkehrsunfallstatistik ein.“

Wir bei Motor-KRITIK finden diesen Unfall deshalb vermeldenswert, weil in der Realität mit einer Sicherheitsmaßnahme der Verkehrsbehörden inzwischen offensichtlich ein neuer Unfallschwerpunkt geschaffen wurde.

  • Außerdem ist bemerkenswert, dass so ein Unfallgeschehen wohl öffentlich wenig  Interesse findet!

Auch dieses Mal werden Motor-KRITIK-Leser exklusiv in Wort und Bild informiert!

MK/Wilhelm Hahne
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Mercedes-Benz Classic-Archiv: Kann wertvoll sein!

Aus Erfahrung gesagt: Ein gut geführtes Archiv kann Entscheidungen untermauern, Auch aus Erfahrung hier notiert: Das beste Archiv ist für die Öffentlichkeit wertlos, wenn es ausschließlich zu einer Positiv-Darstellung der eigenen Person oder Firma genutzt wird. - Das – und noch mehr – ist mir eingefallen, als ich eine Presseinformation gelesen habe, die im Raume Stuttgart geschrieben wurde und von der „Historischen Kompetenz“ berichtet, die nun seit 85 Jahren Daimler-Benz- (oder auch Mercedes-Benz) vermitteln. - Wenn Archive entsprechend genutzt werden! - Manchmal wäre es gut, wenn sie genutzt würden! Erhält man aber als Außenstehender immer die Auskunft, die im Archiv zu der Anfrage zu finden wäre? - Motor-KRITIK hat auch hier – schon vor Jahrzehnten – Erfahrungen im Umgang der Stuttgarter Presseabteilung mit deren Archiv-Geheimnissen gemacht. Manchmal ist eben jeder Versuch zwecklos, wenn er zum falschen Zeitpunkt erfolgt. - Oder wenn man nicht sicher sein kann, dass die Archiv-Auskunft im für das Stuttgarter Unternehmen positivem Sinne verwendet wird. - Darum kann ich hier – auch aus Erfahrung mit den „Stuttgartern“ – die immer zutreffende Feststellung treffen:

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Motorsport in Deutschland: Verraten und verkauft?

Es gibt Motor-KRITIK-Leser, die empfanden meine Geschichte vom 1. Dezember als ein wenig „zu hart“. Das wäre eine Übertreibung, die dem Sport mehr schadet als sie nutzt! - Diese Meinung wurde – gut gemeint – mir gegenüber geäußert. Dabei stellt sich mir aktuell die Situation „noch schlimmer“ dar, als meiner Geschichte zum Thema „DMSB“ – um sie einmal „einseitig“ so zu beschreiben – eigentlich zu entnehmen war. Meine Recherchen zu dem Thema waren auch noch nicht abgeschlossen. Inzwischen weiß ich mehr, konnte weiter Fakten sammeln. Die bestätigen leider meinen Verdacht, dass die Zukunft des Motorsports in Deutschland durch eine „Strukturveränderung“ beim DMSB nicht besser geworden ist. - Nachstehend findet sich – sozusagen – die Ergänzung zu meiner Geschichte, die unter dem Titel, „Stehen Motorsport-Funktionäre „voll unter Strom“?, erschienen ist. Diese Notwendigkeit meiner Frage zum 1. Dezember 2021 kann ich heute mit einer weiteren Frage aufgrund meiner Recherchen unterstreichen:

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„Alte Schule“: Eine Schicksalsentscheidung bei BMW!

Nein, ich schaue nicht nicht jeden Beitrag bei „youtube“, der dort - jeden Donnerstag neu - unter dem Titel „Alte Schule – die goldene Ära des Automobils“ erscheint. Dem Journalisten Karsten Arndt ist damit ein großer Erfolg gelungen. Ihm „folgen“ inzwischen über 50.000 Abonnenten. Aber wichtiger: Die Entscheider und „Macher“ aus (Auto-)Industrie und Motorsport plaudern offen – manchmal auch etwas selbstverliebt – vor Kamera und Mikrofon des Hamburger Journalisten.

Für „junge“ Interessierte ein guter Einblick in „die Welt von gestern“. Obwohl dort scheinbar Klartext geredet wird, hört man nicht unbedingt alles. Selber auch denen „von gestern“ zuzurechnen und mit der Entwicklung „damals“ in großen Zügen – manchmal auch in Details - vertraut, interessiert mich diese „Informationsreihe“ durchaus. Da habe ich auch ab und an mal bei „youtube“ vorbei geschaut und zugehört. - Interessant!

Aber manches weiß ich eben aus eigenem Erleben – sagen wir mal – kompletter. Trotzdem schafft man sich als „junger Autofan“ mit dem Hineinhören in diese Serie durchaus eine Basis, die – vielleicht – auch das Verständnis für die Entwicklung der Automobilindustrie in der Jetztzeit schaffen kann.

In der „alten Zeit“ war nicht alles so „golden“, wie der Untertitel vorgibt, aber es war auch nicht alles so katastrophal wie in der Jetztzeit. Nicht nur die produzierten Stückzahlen waren kleiner, auch die Probleme. - Und: Es gibt immer weniger „Reitzle“!

Ich habe über die Jahrzehnte nur wenige wirklich bewundernswerte Führungskräfte in der deutschen Automobilindustrie kennen gelernt. Einer von ihnen ist Wolfgang Reitzle, der in einem aktuellen Beitrag der Podcast-Serie über sein Ende bei BMW erzählt. Erstaunlich offen und in einer Art, die ihn auch „damals“ bei seinen Entscheidungen auszeichnete: Kurz, knapp, fundiert!

Wie man richtig erfährt, wurde Reitzle den „Wünschen“ der Gewerkschaftler geopfert, denn eigentlich war er zu diesem Zeitpunkt – 5. Februar 1999 – dazu ausersehen, Vorstandsvorsitzender der BMW AG zu werden. Es hatte dazu entsprechende Vorgespräche gegeben, die von Prof. Reitzle in dem „youtube“-Beitrag auch erwähnt, aber nicht detailliert geschildert werden.

Ich habe in dieser Zeit – „damals“ – schon als Motor-Journalist gearbeitet und auch in dieser Sache recherchiert. Ich kann die aktuellen Aussagen von Prof. Reitzle darum auch bestätigen und ergänzen.

Tatsächlich verlief alles so, wie es Prof. Reitzle schildert. Und ein Mann, den man auch zu den wenigen „Kleinoden“ der deutschen Automobilindustrie zählen muss, Eberhard von Kuenheim, hatte im Vorfeld einen „kleinen Fehler“ (bewusst oder unbewusst?) gemacht. So kam es dann am 5. Februar 1999 zu einer Niederlage einer Großaktionärfamilie, was in dem erwähnten Video nicht so deutlich wird.

Eine Woche vorher hatten sich nämlich wichtige an der Entscheidung Beteiligte zu einem Vorgespräch in München getroffen. Dazu möchte ich aus „alten Geschichten“ von mir zitieren:

„Nach meinen Informationen (die nicht von Herrn Reitzle stammen!) gab es exakt an diesem 29. Januar 1999 ein Essen, bei dem die AR-Mitglieder Klatten und Quandt Herrn Reitzle "das Signal" gaben, das - wie Dr. Reitzle meint - "unmissverständlich war". Ort des Treffens (und Essens) war das im historischen Teil von München liegende Hotel "Rafael", dessen Spezialitäten-Restaurant "Mark's", im Mezzanin gelegen, solche Abstimmungsessen möglich macht, ohne Aufsehen zu erregen. Dort verkehrt nicht Herr und Frau Jedermann, auch nicht jene Schicht, die man gemeinhin als Schickeria bezeichnet.“
 

„Wenn das aber so war, sind auch die Reaktionen einer Susanne Klatten verständlich, die am Ende der Aufsichtsratssitzung vom 5. Februar den Tränen nahe war.“
 

„Das Ergebnis war also offensichtlich anders ausgefallen, als von der Quandt-Familie erwartet worden war. Und im aktuellen von Kuenheim-Interview gibt es Aussagen, die eigentlich - was die Einschätzung der Fähigkeiten eines Dr. Reitzle betrifft - nur eine Zusammenfassung zulassen: Reitzle wäre für die Position des Vorstandsvorsitzenden der Beste gewesen.“
 

„Als ich am Morgen des 5. Februar 1999 aufstand - wie immer um 5.30 Uhr - gab es für Norddeutschland eine Sturmflutwarnung. Und als ich dann um neun Uhr zum ersten Mal mit BMW in München telefonierte, da stürmte es auch um den "Vierzylinder". Alles rasselte, klapperte und schepperte. - Das schien mir fast bedeutungsvoll.“
 

Eberhard von Kuenheim sagt u.a. zu seiner Einschätzung der Fähigkeiten des Dr. Reitzle: "Dass Reitzle eines Tages Vorstandsmitglied werden könnte, war mir bewusst, als ich ihn zum ersten Mal traf. Er war 28 Jahre alt. Und er ist als jüngstes Vorstandsmitglied an die Spitze gerückt, mit 36 Jahren." - Als die Sprache auf Rover kommt, sagt von Kuenheim: "...ich bin nicht selbst darauf gekommen. ... Reitzle hat gesagt, wir sollten versuchen, Land Rover zu erwerben. Und wenn es sein muss auch noch die Kleinautos." - Das war 1987.“

In der Realität aber ein wenig anders. Die entsprechende Vorstandsvorlage müsste heute noch bei BMW zu finden sein.

In 2021 schreibt ein Automobil-Fan zu dem aktuellen Reitzle-Auftritt in „Alte Schule“:

„Bin total begeistert von diesem Interview mit Prof. Reitzle. Diese tolle Zeit bei BMW war nicht nur für Ihn prägend, sondern auch für mich. Entwicklung und Produktion war im Flow und auch wir im Vertrieb hatten einen wahnsinnigen Spaß und waren unglaublich erfolgreich. Beste Zeit bei BMW.“

Was mir auffiel: Prof. Reitzle hat nicht von seiner Zeit bei Ford gesprochen, nur seine Erfolge bei Linde erwähnt, wo er den Aktienwert der Firma tatsächlich vervielfachen konnte!

Bei Ford hatte er sich 10 Jahre gegeben, um die unterschiedlichen von ihm verantworteten Marken (in USA, England und Schweden) „auf Vordermann zu bringen“.

Er war Realist genug, um schon nach kürzerer Zeit zu erkennen, dass ihm das nicht gelingen würde! - Ein Reitzle „verplempert“ keine Zeit!

MK/Wilhelm Hahne
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