VLN 7: Gibt es im Motorsport unsinnige Proteste?

Ich empfinde den – die – Proteste in VLN 7 als „unsinnig“.  Aber die insgesamt durch die Proteste  in den „Sozialen Medien“ ausgelöste Diskussion lässt mich zu diesem Thema noch einmal nachfassen. Da ist in einer Darstellung des „Protestführers“ zu lesen, dass dieser Protest vielfach „mit einem gewissen Halbwissen“ kommentiert wurde. Da fühle ich mich natürlich angeregt, meine „Bewertung“ zu überprüfen, habe noch einmal  einen Schritt zurück getan und hatte vor  – damit meine Leser eine Basis für ihre persönliche Einschätzung haben – hier den Ausgangspunkt aller Diskussionen zum Thema Protest (Proteste) in VLN 7 zu veröffentlichen: Die Proteste im Original, so wie sie den Sportkommissaren eingereicht wurden. Es waren zwei Proteste gleichen Inhalts. Der „Protestführer“ hatte dann später  – vielleicht sogar unbewusst – in der Darstellung „seiner Version“ in den „Sozialen Medien“ gegenüber dem Veranstalter bzw. der VLN-Organisation einen Vorwurf erhoben, auf den ich nachstehend nicht nur aufmerksam machen möchte, sondern ich wollte gleichzeitig dazu dann auch den Kommentar des für dieses Thema bei der VLN Hauptverantwortlichen veröffentlichen. - Ich möchte aber daran erinnern: Zu allen Zeiten wurden nicht nur so genannte „Grauzonen“ der entsprechenden Reglemente  intelligent ausgenutzt, sondern oft auch primitiv und direkt dagegen verstoßen. Wobei davon nicht nur einige, sondern viele Verstöße unentdeckt blieben, während andere sich zwar auswirkten, aber anders, als von den jeweiligen „Regelunkundigen“ gedacht. Denn oft wird Unwissenheit als Entschuldigung  für Regelverstöße von denen genannt, die eigentlich damit eine gewisse „Erfolgs- Absicht“ verfolgten. - Leider hat sich die Grundidee zu meiner folgenden Geschichte nicht in idealer Form umsetzen lassen. Der „Protestführer“ blieb nach meiner Anfrage stumm. - So ein Verhalten spricht nicht gerade dafür, dass die Proteste berechtigt und sinnvoll waren. - Kindergarten-Streitereien? - Von all‘ dem soll nachstehend die Rede – und die Frage erlaubt - sein:

VLN 7: Gibt es im Motorsport unsinnige Proteste?

Für mich eigentlich nicht! - Man kann daraus lernen, wird besser mit Details des Reglements vertraut, lernt evtl. neu entdeckte „Grauzonen“ kennen. Wenn aber der gleiche Teilnehmer in Klassen in den er glänzen möchte, kurz hintereinander für Unruhe sorgt, die Konkurrenz sozusagen mit „Kleinigkeiten“ zu verunsichern bemüht ist, dann sollte man natürlich versuchen, den Eindruck von „unsinnig“ – der in diesem Fall mein persönlicher ist - noch mal zu überprüfen.

Darum habe ich versucht, den Originaltext zu bekommen, der den Sportkommissaren nach VLN-Lauf 7 in der CUP 2-Klasse eingereicht wurde. Das GetSpeed Performance-Team nämlich dazu nach der Ablehnung des Protestes in den „Sozialen Medien“ u.a. geschrieben:

„Aufgrund der hohen Anzahl der verschiedenen Klassen und des sehr komplizierten VLN Reglements, ist es den VLN Kommissaren eben nicht möglich, jedes einzelne Fahrzeug entsprechend zu prüfen, daher sind hier die Teilnehmer untereinander aufgefordert, die Einhaltung des Reglements selbst zu überwachen. …
„... ‚haben wir uns sodann entschlossen, das unerlaubte Abkleben von Fahrzeugteilen, einen signifikanten Regelverstoß, bei den Kommissaren zu melden. Vieles wird leider mit einem gewissen Maß an Halbwissen gesehen und kommentiert, daher können wir gerne jeden interessierten Leser oder Fan genau über diese Dinge informieren.‘ erklärt Fahrzeug- und Kundendienstleiter Thomas Lennackers des GetSpeed Performance Teams.“

Also habe ich diesen Herrn Lennackers am Morgen des 26. September 2018, um 8:18 Uhr wie folgt per E-mail angeschrieben:

Sehr geehrter Herr Lennackers,

ich habe gerade im Internet gelesen, was Ihr Team "interessierten Lesern oder Fans" anbietet:

"Vieles wird leider mit einem gewissen Maß an Halbwissen gesehen und kommentiert, daher können wir gerne jeden interessierten Leser oder Fan genau über diese Dinge informieren.“ erklärt Fahrzeug- und Kundendienstleiter Thomas Lennackers des GetSpeed Performance Teams.

Zwar bin ich beides, aber darüber hinaus auch Journalist. Da interessiert mich schon die Basis des Protestes, der - wie ich zu wissen glaube - schriftlich eingereicht werden muss.

Bitte sind Sie doch so freundlich und senden mir diesen schriftlich bei den Sportkommissaren eingereichten Protest ohne weitere Erklärungen als pdf-Datei (einfach als E-mail-Anhang) zu, damit ich ihn dann nach ergänzender Recherche zu Details, zum Ausgangspunkt der ganzen Angelegenheit in einer neuen Geschichte zu diesem Thema auf meinen Internetseiten machen kann.

Denn es gibt in der Internet-Darstellung Ihres Teams noch eine interessante Darstellung:

"Aufgrund der hohen Anzahl der verschiedenen Klassen und des sehr komplizierten VLN Reglements, ist es den VLN Kommissaren eben nicht möglich, jedes einzelne Fahrzeug entsprechend zu prüfen, daher sind hier die Teilnehmer untereinander aufgefordert, die Einhaltung des Reglements selbst zu überwachen."

Ich würde mich freuen, wenn Sie mir meinen Wunsch kurzfristig erfüllen könnten.

Mit freundlichen Grüßen
Wilhelm Hahne

Meine Bitte wurde leider nicht erfüllt. Es gab bis zu diesem Moment der Veröffentlichung keine Antwort. Dieses Verhalten laste ich natürlich nicht Herrn Lennackers, sondern seinem Chef, dem Geschäftsführer der Firma GetSpeed Performens GmbH & Co. KG, Adam Osieka an, den ich aufgrund von jahrelangen Beobachtungen schon ein wenig einchätzen kann.

Um es positiv auszudrücken: Adam Osieka ist ein Wettkampftyp, jemand, der den Erfolg um jeden Preis sucht. Er wäre mit seiner Art im so genannten „Profi-Motorsport“ sicherlich nicht alleine, aber hier, im so genannten „Basis“- oder „Amateur-Motorsport“ wirken Proteste der Art, wie er sie entweder angeregt oder selber eingereicht hat – oder einreichen ließ – auf das Umfeld schon ein wenig eigenartig.

Bei meinen Nachrecherchen bin ich darauf gestoßen, dass auch die technische Untersuchung durch den Promotor der CUP 3-Klasse (nach VLN 6), die zu einer deutlich verzögerten Bekanntgabe der finalen Ergebnisse des Rennens führte, eigentlich von ihm ausgelöst wurde.

Adam Osieka hatte in „Hintergrundgesprächen“ vorher angedeutet, dass er gegen die Konkurrenten seines Teams in der CUP 3-Klasse Protest einlegen würde, weil ein kleines Loch im Seitenteil der Manthey-Cayman nicht homologiert wäre. Bei „seinem Fahrzeug“ sei es dagegen vorschriftsmäßig geschlossen.

Warum auch immer: Tatsächlich ist bei allen für diesen Cup umgebauten Cayman ein kleines Loch in einer Seitenwand. Das ist tatsächlich nicht homologiert. - (Am 29. September habe ich die vorstehende Information wie folgt korrigiert: "Der angedrohte Protest bezog sich auch auf CUP 2-Fahrzeuge mit einem nicht homologierten Loch für die Öleinfüllung in der Motorabdeckung". - Das ist die bessere Information!)

Zwar hat der Promotor der Serie verhindern können, dass so ein Protest eingelegt wurde, was ihn aber gleichzeitig angeregt hat, einmal die Steuergeräte der zwei Erstplatzierten in der Klasse nach dem Rennen einer Untersuchung zu unterziehen, bevor die vom GetSpeed-Team ausgehenden Spannungen in der Klasse weiter eskalieren.

Schon beim Rennen vorher, hatte das GetSpeed-Team in der CUP 2-Klasse ein kleines Sponsoren-Schild bei seinem direkten Konkurrenten vor einer Belüftung vorne beanstandet und dagegen protestiert. Dem Protest wurde stattgegeben, weil das so nicht zulässig ist. Die Belüftung durfte nicht mit festem Material abgedeckt sein.

Das war das erste Mal, dass gegen das Mühlner Team in rd. 40 Jahren Motorsport erfolgreich protestiert wurde. Wegen einer „Lappalie“, wie man beim betroffenen, in Francorchamps angesiedelten Team meint. - Und jetzt nach VLN-Lauf 7 war das gleiche Team von einem Protest des GetSpeed-Teams – gleich gegen zwei seiner Fahrzeuge - betroffen, der aber abgelehnt wurde.

Da das GetSpeed-Team, bzw. dessen Geschäftsführer Adam Osieka nun glaubt, vernachlässigte Aufgaben des VLN-Veranstalters übernehmen zu müssen, wurde ich angeregt, einmal dazu die Meinung des dort verantwortlichen Renndirektor, Michael Bork, einzuholen. Der antwortet am gleichen Tag wie folgt:

„...der Vielfältigkeit der verschiedenen Fahrzeugkategorien und Fahrzeugklassen im Motorsport – so auch in der VLN – geschuldet, sind Technische Reglements sehr vielfältig und komplex und können durchaus auch ziemlich umfangreich sein.
In diesem, von Ihnen angeführten Fall, sind die Allgemeinen Technischen Bestimmungen der VLN und die Technischen Bestimmungen für die VLN Cup-2-Fahrzeuge, sowie Technische Bestimmungen des Porsche Carrera Cup Deutschland, und die grundsätzlichen technischen Regelungen der FIA und des DMSB für die Fahrzeuge der VLN Cup 2-Klasse anzuwenden.
Ich hoffe Sie stimmen mir zu, dass die Technischen Kommissare einer Motorsportveranstaltung – auch der VLN – bei der Technischen Abnahme der Fahrzeuge nicht bis ins letzte Detail überprüfen können, ob ein Fahrzeug allen für dieses Fahrzeug geltenden Technischen Bestimmungen entspricht.
Jedem Bewerber bzw. Fahrer steht es frei, bei seiner Meinung nach vorliegenden Verstößen gegen Technische Bestimmungen einen Protest einzulegen und eine Überprüfung zu erwirken.
Dieses Protestrecht hat GetSpeed für sich in Anspruch genommen und einen nach ihrer Meinung vorliegenden Verstoß prüfen lassen.
Die Sportkommissare der Veranstaltung haben den Sachverhalt geprüft und verhandelt und haben die Entscheidung getroffen, dass die von GetSpeed angeführte Beanstandung nicht gegen Technische Bestimmungen verstößt und den Protest als unzulässig zurückgewiesen.
GetSpeed hat keine Berufung gegen die Entscheidung der Sportkommissare angekündigt bzw. eingelegt und damit die Entscheidung akzeptiert.“…

Eigentlich unterstreicht der VLN-Renndirektor, Michael Bork, das, was auch Adam Osieka gesagt hat und von mir dann so formuliert wird:

Alles Regelwerk ist völlig unübersichtlich und insgesamt sind die VLN-Klassen überreglementiert. Die Technischen Kommisare sind dadurch überfordert. Es wäre dringend notwendig, dass es z.B. für die VLN nur ein Technisches Reglement gibt, das übersichtlich und klar gegliedert ist und sich auch überwachen lässt. Allein für die VLN Klasse CUP 2 sind folgende Regelungen und Bestimmungen zu berücksichtigen:

1) Allgemeinen Technischen Bestimmungen der VLN.
2) die Technischen Bestimmungen für die VLN Cup-2-Fahrzeuge,
3) die Technische Bestimmungen des Porsche Carrera Cup Deutschland,
4) die grundsätzlichen technischen Regelungen der FIA und
5) die des DMSB für die Fahrzeuge der VLN Cup 2-Klasse

Diese Regelwerke müssen von den Fahrzeugbesitzern – und den Fahrern - nicht nur gelesen, sondern auch begriffen werden. Da hat man in der Organisation wohl eindeutig überzogen! Hinzu kommen die DMSB Sondervorschriften für das Befahren der Nordschleife, mit Flaggenregelungen, die von denen der FIA deutlich abweichen, bei Rennen auf der Nordschleife zu geradezu bizarren Situationen führen – und manchmal auch zu Unfällen. Hoffentlich immer ohne Personenschaden, sonst müsste man bei einem nächsten Unfall aus diesem Grund, eigentlich die Staatsanwaltschaft bitten, mal in Richtung Frankfurt zu ermitteln.

Es wäre inzwischen zweifelsfrei nachzuweisen, dass die Blockade zu einer praxisgerechten Lösung, wie sie auch von VLN-Sportdirektor Michael Bork vorgeschlagen wurde, von DMSB-Sportdirektor Michael Günther ausgeht, der das als eine grundsätzliche Änderung des Rundstrecken-Reglements empfindet, für die noch der Fachausschuss Sicherheit des DMSB gehört und das Präsidium um Zustimmung gebeten werden müsste.

    • Übrigens ist dieser Michael Günther der Vorsitzende des DMSB-Fachausschusses Sicherheit!

Aber zurück zum fünfbändigen Regelwerk der VLN-CUP 2-Klasse: Muss (!) man bei der VLN inzwischen mehrsprachig sein? - In einer deutschen Basis-Motorsport-Serie?

Da heißt es in der deutschen, vom DMSB genehmigten Ausschreibung für die 2018er Version:

„Nur der deutsche, vom DMSB genehmigte Reglementtext ist verbindlich.“

Greife ich nun nach dem Regelwerk „ Technische Bestimmungen des Porsche Carrera Cup Deutschland“, der von einem deutschen Sportwagenhersteller, Teil eines deutschen Konzerns, der in 2018 die vorgeschriebenen Wertungsläufe überwiegend auf deutschen Rennstrecken (8 x in Deutschland, 1 x in Österreich, 1 x in Holland) austragen lässt, so gibt es dieses Reglement nur in englischer Sprache.

  • Und nur der englische, vom DMSB, dem deutschen Vertreter der FIA genehmigte Reglementtext ist verbindlich!

Was haben wir für ein Glück, dass noch keine Marken-Serie mit chinesischen Automobilen in Deutschland ausgetragen wird!

Wenn man nun mal bei Mühlner – der Ordnung halber - nachhört, warum die GPS-Antenne dort auf‘s Dach geklebt wurde, um dann noch einmal - ringsum getapt - gesichert zu werden, so kann man hören, dass man ins Dach kein Loch bohren wollte, weil, wie das von Adam Osieka aufgezeigte Beispiel beim Manthey-Cayman zeigt, so ein Loch evtl. gar nicht homologiert ist.

Ich spreche mit einem Fahrer aus der SP 9 über das in diesen Wochen erlebte Protest-Dilemma bei VLN-Rennen, in dem seit Kurzem auch ein Einsatzfahrzeug von GetSpeed unterwegs ist. Seine Meinung:

„Bald wird er auch (gemeint ist Adam Osieka) in der SP 9 Stress machen. Solche Typen tragen auch dazu bei, dass es mit der VLN weiter bergab geht.“

Da kann ich nicht widersprechen. - Ich erinnere mich dunkel, das z.B. GetSpeed und Black Falkon vor Jahren auch mal Konkurrenten in einer Klasse waren. Auch da gab es dann Proteste!

Mit Interesse wurde von mir auch wahrgenommen und vermerkt, dass ein Arno Klasen, vorher mit dem in VLN 6 im GetSpeed-CUP 2-Porsche verunglückten Amerikaner unterwegs, nun in einem Cup 2-Fahrzeug des Mühlner-Teams fährt. Auch das hat einen Hintergrund, über den ein Arno Klasen offiziell nicht sprechen will. - Was die Situation zwischen dem GetSpeed- und dem Mühlner-Team nicht verbessert hat. - Wäre vielleicht auch in dieser Situation eine Erklärung für den Protest gegen die zwei Mühlner-CUP 2-Fahrzeuge zu finden?

Die Aussage in der „Stellungnahme zum Protest bei VLN 7“ durch den „Protestführer“ in den „Sozialen Medien“ ist mehr als glaubhaft, wo man lesen kann:

„In der Tat hat sich die Situation zwischen Mühlner Motorsport und uns etwas hochgekocht.“

Bernhard Mühlner, der Chef die Mühlner-Motorsport-Teams versteht solche Darstellungen des GetSpeed-Teams nicht und stellt in einer Antwort auf die GetSpeed-Stellungnahme in den „Sozialen Medien“ nur fest:

„Wir kämpfen für unsere Ergebnisse (bisher 308 Podiums!!!) auf der Strecke und akzeptieren, wenn ein Konkurrent mal besser ist.“

Weil vom VLN-Renndirektor erwähnt wurde, dass keine Berufung gegen den Entscheid der Sportkommissare eingelegt wurde, die den Protest abgelehnt hatten:

  • Die Protestkaution kostet in der VLN 300,-- Euro
  • Die Berufungskaution dann 1.000 Euro,

jeweils zu zahlen an den DMSB. - Wurde vielleicht darum auf eine Berufung verzichtet, die zunächst angekündigt wurde?

Und wenn ich jetzt höre, dass auch noch die Einbauanleitung des Herstellers der GPS-Antenne ins Spiel gebracht wird, dann müsste doch auch jedem meiner Leser klar sein, dass unserem Basis-Motorsport eigentlich die richtige Basis fehlt.

  • Wir brauchen nicht mehr Funktionäre, sondern ein übersichtliches, überwachbares Reglement!

Bei der VLN wurde in der Klasse V 4 rd. ein Jahrzehnt mit nicht dem Reglement entsprechenden Stoßdämpferbefestigung hinten gefahren. Niemand hat hingeschaut. - Jetzt hat man das Regelwerk konkretisiert und verschärft! - Aber wer schaut jetzt hin?

Ich kenne einige Teams, bei denen das Wettbewerbsfahrzeug schon Jahre nicht mehr gewogen wurde. - Keine Kontrollen während der Abnahme vor dem Rennen? - Aber es wird in der Ausschreibung eine evtl. Leistungsüberprüfung nach dem Rennen – natürlich kostenpflichtig für den Teilnehmer angedroht!

Es gibt auch eine BoP, wo dann die Elektronik-Spezialisten der Hersteller die BoP-Spezialisten der VLN „richtig über den Tisch ziehen“. - Zumindest in Deutschland.

Auch die „Code 60“-Regelung wird von diesen Spezialisten elegant erweitert. - Wie ich zu wissen glaube.  -  Und niemand hat‘s gemerkt?

Haben vielleicht schon mal Sportkommissare, Techniker, hier oben am Nürburgring „das Handtuch geworfen“, weil sie ihre Feststellungen nicht in klare Entscheidungen umsetzen durften? - Gibt es vielleicht Fabrikate, die allein schon durch die eingesetzten BoP-Sachverständigen bevorteilt werden? - Natürlich nicht absichtlich! - Nur zufällig!

Wenn man einmal zurück denkt, dann haben solche Entwicklungen synchron mit der Kommerzialisierung des Amateursports stattgefunden. - Geld scheint irgendwie den Charakter zu verderben. Und wenn man schon nicht für Geld Siege kaufen kann, so kann man doch mit Geld die Voraussetzungen dafür schaffen – oder besser: Schaffen lassen!

Wenn man so dann fast gezwungen wird, Erfolge dazustellen, werden auch die Methoden mit denen man sie zu erreichen sucht, nicht mehr von Moral und Ethik bestimmt.

Insofern sollten eigentlich - aus den unterschiedlichsten Gründen – auch den Organisatoren der VLN die letzten Protestaktionen eine Warnung sein.

In dieser Art von Motorsport darf der Spaß nicht verloren gehen. Ein Rennwochenende muss wie ein Sahnestück am Ende eines wöchendlichen Berufs-Einerleis sein. Stress ja! - Aber bitte positiver Stress!

  • Nicht solche unsäglichen, unsinnigen Proteste, die den Negativ-Stress noch vergrößern!

Schauen wir mal aufmerksam auf VLN 8. - Der Termin dafür ist der 6. Oktober 2018. - Blicken wir also nach vorne!

Tatsächlich befindet sich die VLN in einer „heißen Phase“. Nur sollte man das anders verstehen, als das derzeit auf den VLN-Internetseiten gemeint ist.

MK/Wilhelm Hahne
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