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Der eine träumt von einem Haus auf Hawaii. Der andere von einer Wohnung in Monaco. Da wird es doch nicht als ungewöhnlich empfunden werden, wenn jemand, im Westen Deutschlands wohnend, sich nach einem Erholungsort irgendwo am Meer sehnt. Natürlich sind da die Malediven nicht die schlechteste Wahl. Ich kenne auch sehr schöne Buchten am Pazifik. - In Japan. - Wenn man es aber gerne etwas näher hätte: Warum nicht Nizza? - Aber ganz realistisch ist doch, wenn man z.B. in Düsseldorf wohnend mal schaut, ob es nicht ziemlich nahe ein Meer gibt, das man vielleicht ohne Flugzeug – ganz einfach mit dem Auto – zu einem Wochenend-Kurzurlaub sehr schnell erreichen kann. - Wenn man da mal den Blick über die Landkarte gleiten lässt, dann muss man auf das belgische Knokke stoßen. - Weil ich noch „mit eigenem Kopf“ (nicht mit „KI“) arbeite und mein Kopf mit Knokke „überläuft“ folgt hier eine beispielhafte Geschichte zu Knokke. Die Entfernung von Düsseldorf aus beträgt weniger als 300 Kilometer, die man bequem in dreieinhalb Stunden Autofahrt zurücklegen kann. - Knokke ist eigentlich ganz vernünftig, aber – inzwischen schon ein wenig elitär, mondän – und teuer!
Ein wilder Traum: Ein Haus in Knokke wäre knorke!
Wenn man einmal die Miet- und Kaufangebote von Wohnungen und Häusern in Knokke ein wenig studiert, dann wird einem schnell klar, dass man mit dem normalen Einkommen eines leitenden Angestellten nicht hin kommt. - So kann denn ein Traum schnell mal zum Trauma werden!
Aber es gibt schon mal „Sonderangebote“ von Hotels in Knokke zu einem Wochenend-Urlaub. Den hat sich vor Kurzem auch ein Freund mit seiner Lebensgefährtin gegönnt. Natürlich war man da untergekommen, wo eigentlich Knokke am schönsten und interessantesten ist: In Knokke-Heist.
In dieser Gegend ist man am Wochenende sehr umtriebig mit Ferrari, Lamborghini, Porsche und anderen fahrbaren Untersätzen unterwegs, deren Anschaffungspreise deutlich im sechsstelligen Euro-Bereich liegen, so dass schon das Addieren der Preise beim Zuschauen überfordert.
Aber man scheint dort großen Wert darauf zu legen, mit diesen Fahrzeugen auch gesehen zu werden. So fahren die immer wieder – und immer wieder – durch die gleichen „wichtigen“ Straßen von Knokke-Heist.
Meinem Freund und seiner Frau war dieser permanenter Trubel einfach zu groß, alles zu laut. Da sind sie zum Essen lieber mal ein paar Kilometer entfernt nach Holland gefahren, wo man in Ruhe und ohne permanente Lärmbelästigung essen konnte.
Als ich in den 60er-Jahren mal ein Wochenende in Knokke verbrachte, war das noch anders. Mich hat „damals“ die Atmosphäre beeindruckt, die noch etwas „von der guten, alten Zeit“ hatte. Sie ist mit von beeinflusst, von einem großen Bestand von alten, luxuriös wirkenden Villen der verschiedensten Stile.
Mein jüngster Bruder hat schon seit vielen Jahren – neben seinem Haus in der Eifel – ein Domnizil auf Zeit in Knokke. So erreichen mich von da schon mal e-mail, die dann mit der Floskel enden:
„Viele Grüße aus Knokke“
Da muss einem doch – in diesem Fall dem Schreiber dieser Zeilen - „der Kopf“ - bei so viel Knokke - „überlaufen“!
Andere Bundesbürger empfinden vielleicht aus anderen Gründen das belgische Knokke als beachtenswert.
Man braucht vielleicht auch die etwas „gehobene Atmosphäre“, in der man dann auch auf Gleichgesinnte trifft. Oder auf Leute, die einem helfen können, weil man vielleicht als mittelständischer Unternehmer gerade mal – „Sie wissen ja selber, dass das schon mal passieren kann“ – ein „kleiner Engpass“ auftritt, weil vielleicht ein großer Kunde die Skontierungsfrist nicht nutzt. - Oder so! - Oder anders!
Jedenfalls kann es kein Fehler sein, wenn man in einer Stadt wie Knokke – und dann speziell in Heist – eine schnieke alte Villa zum Wochenende bewohnen kann.
Mein Bruder spielt zwar gerne Golf, aber selbst wenn man kein Golf spielen würde, ist der Standort einer Villa in Nähe des Golfplatzes als „persönlicher Rahmen“ zur Selbstdarstellung bestimmt eindrucksvoll.
Wenn man mal suchend einen Blick ins Internet wirft, wird man schnell fündig. Hier verlinke ich mal zu einem „alten“ Angebot, das – beispielhaft - die genannten „wichtigsten“ Ansprüche erfüllen könnte. (Bitte HIER klicken!)
Das wäre doch was! Das ist zwar – auch nur beispielhaft - weder beim Mieten noch Kaufen - nicht ganz billig, aber liegt auch nicht so weit im Golfplatz entfernt und ist verkehrsmäßig gut zu erreichen.
Da gibt es dann schon Möglichkeiten, an die man selber nicht denkt, aber die einem aber schon mal vorgemacht werden, weil man selber auf solch ausgefallene Ideen niemals kommen würde.
Man kann ja zunächst mal ein Haus – versuchsweise – mieten. Wenn man sich dann - nach einem guten Anfang, vielleicht mit der Mietzahlung ein ein wenig Zeit lässt… -
- Jedenfalls kann man dann schon einige Zeit günstig in repräsentativer Umgebung verbringen.
Natürlich wird der Vermieter irgendwann solche Spielchen leid sein. - Dann muss man sich eben von dem Objekt trennen.
Was nun tun? - Dann kaufen wir uns doch einfach mal eine kleine Villa. - Tolle Idee? - Aber sicher! - Aber „die Neue“ sollte dann schon in Golfplatznähe und damit im Umfeld der ehemaligen Miet-Villa liegen. Das macht das Erklären des Standortwechsels auch leichter.
- Hauptsache, man kann von „Sparrendreef“ sprechen.
In Belgien kommt hinzu, dass Abläufe zum Kauf eines Hauses ein wenig anders sind, als in Deutschland gewohnt.
Man zahlt beim Kaufabschluss vor dem Notar – und erst dann – so um 10 – 15 Prozent des geforderten Kaufpreises und hat dann ein wenig Zeit „den Rest“ zu zahlen, weil die Real-Abwicklung des Kaufs schon etwas Zeit in Anspruch nimmt.
Also zieht man schon mal ein. Und zahlt dann nicht. - Und zahlt dann immer noch nicht! - Und lässt sich so lange an die ausstehende Zahlung erinnern, bis das der Verkäufer daran keinen Spaß mehr hat und auf Räumung des Hauses besteht.
Ich habe mal im Internet nach einem Foto gesucht, mit dem man deutlich machen könnte, dass ein Wochenende in Knokke schon Spaß machen kann. Ich habe bei „Instagram“ eins gefunden. Wenn meine Leser auch ein Blick darauf werden wollen, sollten sie HIER klicken.
Da sitzt ein Vater entspannt auf der Bank in der Sonne. Sein Kind macht erste „Flugübungen“, die von der Mutter geschickt im Bild eingefangen werden. Sie hat halt im richtigen Moment auf den richtigen Knopf ihrer sicherlich guten Kamera gedrückt.
Diese Bild hat eigentlich alles, gibt die Stimmung wieder, die die man bei einem Wochenendausflug nach Knokke empfinden kann. - Ein wirklich stimmungsvolles Foto!
Aber natürlich kann man in Knokke seine Zeit auch anders verbringen. Zum Beispiel Museen und Ausstellungen besuchen!
Der mondäne belgische Badeort Knokke besteht eigentlich aus fünf Stadtteilen: Het Zoute, Knokke, Albertstrand, Duinbergen und Heist. Man kann sich dort mit vielerlei Beschäftigungen die Zeit vertreiben. Es gibt dort auch wirklich elegante Einkaufsstraßen.
Hier in Knokke wurde übrigens auch im Herbst 2025 der sehr interessante Sportwagen „capricorn 01 Zagato“ vorgestellt, weil sein Schöpfer, Robertino Wild, von Knokke auch sehr begeistert scheint.
Dieser neue Sportwagen wird sicherlich das Interesse von Millionären finden, die nicht in einem 08/15-Ferrari oder einem Jedermann-Porsche übersehen werden wollen. Sie sollten allerdings dabei auch nicht übersehen, dass manchmal auch Traumwagen Traumwagen bleiben müssen, weil die Wirklichkeit im Leben sehr schmerzhaft sein kann. - Oder noch härter?
- Da hilft dann selbst eine kleine Anzahlung im siebenstelligen Bereich nicht unbedingt!
Manchmal kann die Realität tatsächlich die schönsten Träume zerstören. Eventuell auch die eines Fast-Villen-Besitzers in Knokke-Heist. Auch dafür müsste man tief in die Tasche greifen können. - Aber wenn die Taschen leer sind… -
Da kann man froh sein, wenn man nicht zu jenen gehört, die immer wieder „Löcher stopfen“ müssen, weil ihnen irgendwie zufällig die Millionen ausgegangen sind.
Weil sich so manches über die Zeit verändert hat, empfinde ich manche Dinge auch ein wenig anders. Meine Großmutter stopfte z.B. noch Löcher in den Socken mit dem „Stopf-Ei“. Die Zeiten sind lange vorbei! - Wer stopft heute noch Socken?
Aber ich war schon „von den Socken“, als mir bei meinen Recherchen zu dieser Geschichte erzählt wurde, dass in Knokke z.B. der Verkäufer eines Hauses, die vom Käufer geleistete Anzahlung als Entschädigung dann einbehält, wenn der Käufer den schäbigen Rest nicht beibringt.
„Moderne Zeiten“ also. Da wird man dann vielleicht auch an das Lied erinnert: „Wärst du doch in Düsseldorf geblieben!“ - Vielleicht ist der Text auch ein wenig anders. - Ich habe es niemals gesungen.
In Knokke lebend, könnte man evtl. den Text so anpassen, dass er von Betroffenen vieler Nationen als eine Empfehlung empfunden würde.
- Wäre das nicht „knorke“?
Um phonetisch nahe bei „Knokke“ zu bleiben!



