F1-Termine & Nationalhymne: Nichts verbindet!

Nachdem zum GP-Termin in Portugal die Abfolge der Renn-Termine für die Saison 2021 festgelegt und bekannt gegeben wurde, weiß man eigentlich als deutscher Formel 1-Fan, dass im nächsten Jahr bei den „Großen Preisen“ die deutsche Nationalhymne weder vor noch nach einem Rennen gespielt werden wird.

  • In Deutschland wird es keinen „Großen Preis“ geben!
  • Es wird in 2021 auch keinen F1-Sieger mit deutscher Nationalität geben!

Das wird ständige Beobachter der Formel 1-Szene nicht überraschen, wohl aber Träumer, die noch nicht einmal begriffen haben, warum es wohl einen „Großen Preis der Eifel“, aber keinen „von Deutschland“ gegeben hat. Aber auch besonders jene, die sogar die Nürburgring-Nordschleife als nutzbare Strecke und einen möglichen Austragungsort für einen Formel 1-WM-Lauf empfinden.

Man muss nicht zwei Totalschäden auf der Nürburgring-Nordschleife erlebt haben – wie z.B. „Toto“ Wolff – um zu wissen:

„So, wie es heute ist, ist es viel zu gefährlich. Es gibt keine Auslaufzonen, dafür aber so viele Bodenwellen, dass ein Formel 1-Auto dort nie sicher fahren könnte. Und wenn man Hand an die Nordschleife legen würde, um sie kompatibel zu machen, so würde man die DNA der Strecke zerstören. Lass uns sie so lassen, wie sie ist. - Das ist Vergangenheit!“

Das ist der O-Ton „Toto“ Wolff, dem ich den O-Ton des deutschen Geschäftsführers der Nürburgring-Pächterfirma zum Thema „Formel 1 auf der Nordschleife“ gegenüber stellen möchte:

„Der Traum ist sicher auch bei uns da. Das wäre wirklich fantastisch. Um bei diesem Thema aber weiterzukommen, müssten alle Parteien an einen Tisch kommen – von der FIA und Liberty bis zu den Rennställen und den Fahrern. Da müsste man gemeinsam schauen, wie man das umsetzen kann. Die Fahrzeuge bräuchten sicherlich ein anderes Setup. Aber in Monaco und in Baku fährt man ja auch. Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Aber das ist natürlich noch weit entfernt.“

Um seinen Traum gegenüber „auto motor und sport“ dann mit der Feststellung zu ergänzen:

„Ich denke also schon, dass es die Strecke hergeben würde. Was die jährlichen Modernisierungsmaßnahmen angeht, gilt für die Nordschleife natürlich das gleiche wie für die Grand-Prix-Strecke. Wir haben hier in den letzten Jahren einen großen Kraftakt geleistet, und viel neuen Asphalt verlegt und zusätzliche Fangzäune errichtet. Man kann die Nordschleife also nicht vergleichen mit den Zeiten von Niki Lauda.“

Nur kurze Zeit später in Portugal wird klar: In 2021 wird in Deutschland überhaupt kein F1-Lauf stattfinden! Dafür aber: 23 F1-Läufe in 20 anderen Ländern dieser Welt. - Als würde es dann den Corona-Virus nicht mehr geben!

Aber es gibt noch die „Aramco“ als Sponsor. Und auch Corona wird noch zu berücksichtigen sein. - Also vielleicht doch noch der Nürburgring als ein „Lückenbüßer“?

Der Geschäftsführer des diesjährigen Mitveranstalters vom „Großen Preis der Eifel“, wird – trotz „Aramco“ – nicht böse sein, wenn der F1-Tross nicht in die Eifel einfällt. Der diesjährige „Große Preis“ war kein Erfolg! - Man muss auch die offiziell genannte Zahl von 13.500 Zuschauern in Zweifel ziehen. - Wie hier schon zu lesen, hatten die Mitarbeiter des Mitveranstalters freien Eintritt.  Am Renn-Sonntag selbst wurden dann auch die freien Mitarbeiter, die an den Parkplätzen Dienst taten, nach Abschluss ihrer Arbeit dort gebeten – passend zum Rennbeginn – dann kostenlos auf den Tribünen Platz zu nehmen.

  • Sie mussten die sonst im Fernsehen als „unschön“ empfundenen Besucher-Lücken auffüllen!

„Deutschland, Deutschland über alles“? - Andere Nationalhymnen sind vom Text her auch nicht besser. - Aber besonders die italienische ist musikalisch reizvoller! - Meine ich. -  Auch vor oder nach einem Formel 1-Lauf.

Aber auch 2021 wird öfter die Nationalhymne des Vereinigten Königreichs von Großbritanien und Nordirland zu hören sein:

„Gott schütze unsere gnädige Königin!“

Lewis Hamilton‘s Beitrag zur Erinnerung an die Gleichberechtigung von Mann und Frau!

MK/Wilhelm Hahne

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