Falsch: „Es sieht hier aus wie nach dem Krieg!“

Es gibt zur Zeit viele Feststellungen ähnlicher Art. Sie alle (!) werden getroffen von Menschen, die bisher keinen Krieg erlebt haben, aber ihren Vergleich offensichtlich auf den 2. Weltkrieg beziehen. Es gibt da zunächst einen wesentlichen Unterschied:

  • Der 2. Weltkrieg war von Menschen ausgelöst. Aktuell war das hier eine Naturkatastrophe!

Nun sind es gerade Politiker, die sich diese Naturkatastrophe „passend machen“ und in die „Schublade“ Klimaveränderung ablegen. Das geschieht parteiübergreifend. Das ist nun einmal zur Zeit – auch noch vor einer Wahl – ein wichtiges Thema. Natürlich ist da von der „menschengemachten“ Klimaveränderung die Rede. Von einer anderen wird gar nicht gesprochen.

Jeder hätte eigentlich die Möglichkeit sich selber eine Meinung zu bilden, aber man geht wohl allgemein davon aus, dass die „gebildeten Stände“ – und dazu zählt man offensichtlich Politiker – schon wissen was sie sagen.

Damit meine Leser eine bessere Grundlage zur Beurteilung der Gesamtsituation haben, möchte ich HIER zu einer Information von „Wikipedia“ verlinken, die über die „natürliche Klimaveränderung" informiert. Die verläuft – aus den unterschiedlichsten Gründen – in z.T. sehr langen Zyklen, wenn sie z.B. den Teil betrifft, der eigentlich darauf beruht, dass sich die Erde zwar um eine Achse dreht, aber – weil nicht im Gleichgewicht – pendelt. So ist sie dann irgendwann der Sonne näher oder eben weiter entfernt.

Auch daher kommt es zu Klimaveränderungen. Unabänderbar! - Was die Eifel betrifft, so war es vor vielen Millionen Jahren hier so heiß, dass hier Palmen gewachsen sind, dass Affen von Baum zu Baum hüpften und Krokodile Bäche und Seen bevölkerten!

    • Unvorstellbar? - Besuchen Sie doch mal bei nächster Gelegenheit das Maar-Museum in Manderscheid.

Was bei dieser Naturkatastrophe wirklich mit der Situation im 2. Weltkrieg „an der Heimatfront“ vergleichbar ist, ist die Solidarität die entsteht, wenn ein „Angriff von außen“, gleich welcher Art erfolgt. Auch jetzt ist sie riesig und zeigt, dass Menschen – trotz einer anderen Ausgangsposition – sich im Kern immer noch miteinander verbunden fühlen.

Bei einer solchen Naturkatastrophe in „modernen Zeiten“ kann man sich nicht nur mit „schwerem Gerät“ und Hubschraubern helfen, sondern unabdingbar, ist die Hilfe, die von Mensch zu Mensch erfolgt, sozusagen „von Herzen kommt“, Mitgefühl spüren lässt, so den Lebenswillen der Betroffenen stärkt.

  • Sie spüren: Man lässt sie nicht alleine. Sie werden unabhängig von Herkunft, Hautfarbe und Bildung als Menschen empfunden – und so behandelt: Ihnen wird geholfen! Sie haben das Mitgefühl ihrer Mitmenschen!

Das ist allerdings so, wie im 2. Weltkrieg. Aber doch ein wenig anders. „Damals“ war das alles noch  menschlicher und unverkrampfter, heute liegt ein „Hauch moderne Zeit“ über allem. Die Hilfe der anderen wird kritisch betrachtet. - Wer lächelt,  macht sich verdächtig!

Damals hat man beim Trümmerräumen gescherzt, sich beim Steineklopfen und Aufräumen auch angelacht. Die Stimmung war im Grunde immer positiv. Hätten wir sonst in so kurzer Zeit den Wiederaufbau nach dem Krieg geschafft?

Die heute darüber reden, wurden in die Zeit des wirtschaftlichen Booms hinein geboren, haben damit eine andere Ausgangsbasis als die, die wirklich noch den 2. Weltkrieg miterlebt haben. Die „jungen Leute“ sprechen aber so, als wären sie dabei gewesen. Schließlich haben sie in ihrer Ausbildung auch gelernt… -

  • Gelernt ist nicht erlebt! - Das betrifft auch die Akademiker, die nach ihrer Ausbildung gleich in der Industrie „angemessene“ Positionen einnehmen!

Ich empfinde es als positiv, auch jetzt wieder eine – vorher eigentlich unvorstellbar - große Welle der Solidarität mit den Opfern einer Naturkatastrophe mit erleben zu können, die deutlich macht, dass der Mensch sich im Kern – trotz aller modernen Verformungen – eine gewisse Ursprünglichkeit bewahrt hat.

Damit bekommt dann auch ein sonst so leicht dahin gesprochener Spruch wieder eine sinnvolle Bedeutung:

  • Alles wird gut!

Was uns nicht davon abhalten sollte, aus unseren Erfahrungen im Erleben von Natur – ohne alle scheinbar vorhandenen Sicherheitskonzepte – zu lernen.

Manches verliert nämlich nichts von seiner Ursprünglichkeit! - Weder Mensch noch Klima!

MK/Wilhelm Hahne

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