Telekom: Recherche-Ergebnisse – und Entschuldigung!

Eigentlich wollte ich mich nur bei meinen Lesern entschuldigen, dass hier nicht – wie in den letzten Monaten gewohnt – nun Geschichte auf Geschichte folgt. Ich bin z.Zt. ein wenig in meiner Arbeit behindert, weil meine digitale Verbindung zu meinem Server nicht schnell genug ist. - Normalerweise würde man jetzt – das wäre einfach – mit dem Finger auf einen Schuldigen zeigen. Aber das kann ich nicht! - Aber ich bin darauf angewiesen, dass jemand mit mir gemeinsam nach dem Fehler sucht. Das wäre in diesem Fall mein Vertragspartner Telekom. - Das gestaltet sich leider schwierig. - Zunächst weil es Probleme gab, die Störung überhaupt zu melden. Dann kam es – aus welchen Gründen auch immer – zu zeitlichen Verzögerungen bei der Telekom. - Eine lässig dahin gesprochene Anmerkung einer Telekom-Mitarbeiterin hat mich dann zu Recherchen angeregt, weil ich versucht habe, die ganzen Abläufe zu begreifen. - Da bleibt leider vieles unbegreiflich, aber meine Recherche-Ergebnisse haben Ergebnisse gebracht, die ich meinen Lesern nicht vorenthalten möchte, weil sie ein gutes Beispiel dafür sind, dass man sich nicht immer an der – wie in Hochglanz-Prospekten – präsentierten „Oberfläche“ eines Geschehens bewegen sollte, sondern auch schon mal „tiefer graben“! - So wurde daraus eine Geschichte mit dem Titel:

Telekom: Recherche-Ergebnisse – und Entschuldigung!

Der Vorname des Vorstandsvorsitzenden der deutschen Telekom ist schon ungewöhnlich: Timotheus. Dafür kann er nichts. Er lässt sich auch nur – kurz – Tim nennen. Ich kann nichts dafür, wenn ich bei der Telekom „kurz“ eine Störung melden wollte, was dazu führte, dass ich mich inzwischen seit Wochen „lang“ bemühe, eine bei mir auftretende Störung in der VDLSL-Verbindung der Telekom zu melden, um gemeinsam nach dem Fehler zu suchen, der meine Arbeit als Journalist behindert.

Heute muss ich nach langen Bemühungen als bisheriges Ergebnis meinen Lesern gestehen:

  • Die aktuelle Situation behindert mich in meiner Arbeit so, dass ich meine Leser um Verständnis dafür bitten muss, dass in den nächsten Wochen die Abfolge meiner Geschichten hier in Motor-KRITIK etwas zäher, langsamer sein wird. - Entschuldigung!

Ich habe mit der Telekom einen Vertrag (Telekom-Bestätigung vom 21.01.2019), mit dem mir eine Internet-Flatrate (Geschwindigkeit ) per VDSL von maximal 50 Mbit/sec Download und 10 Mbit/sec Upload zugesagt wird.

Erst durch die aktuelle Anmerkung einer Telekom-Mitarbeiterin, die mich – nachdem wieder ein Upload von 3,1 Mbit/swec gemessen werden konnte – darauf aufmerksam machte…

...dass damit die Telekom ihren Vertrag wieder erfüllen würde…

wurde mir klar, dass durch die Telekom bei einem Vertrag über maximal 10 Mbit/sec Upload nur minimal eine Zurverfügungstellung von 2,7 Mbit/sec garantiert wird.

Aber auf das Upload kommt es bei meiner Arbeit an, weil ich über mein Programm jeweils direkt auf meinem Server arbeite, also z.B. beim „Hinüberschieben“ von Fotos schon den Unterschied zwischen 10 Mbit/sec und gut 3 Mbit/sec in der Praxis wie folgt erlebe:

  • Einmal: Senden des Fotos mit einem kurzen Klick und der Umsetzung in vielleicht 2 Sekunden.
  • Im zweiten Fall: Nach einem Klick dauert das Senden „ewig“! - Da dreht und dreht sich „ein kleiner blauer Kreis“ scheinbar endlos. Zeit genug um sich ein Ruhe eine Zigarette anzuzünden. - Aber ich bin Nichtraucher! - Bei Versenden eines jeden - schon „abgespeckten“ (!) - Fotos dauert es so lange!

Das ist so ähnlich – als Motor-Journalist sei mir der Vergleich gestattet – als wenn der verbaute Tachometer in einem Automobil scheinbar 240 km/h als Höchstgeschwindigkeit verspricht, dass Automobil dann aber in der Praxis nur rd. 65 Kilometer pro Stunde schnell ist!

  • Die Telekom empfindet eine solche Differenz als „vertragsgemäß!

Diese Feststellung war die Anregung zu einer Recherche, wer eigentlich jener Mann ist, der eine so wenig praxisgerechte Umsetzung von Versprechen an der Spitze „seiner“ Firma verantwortet?

Timotheus Höttges wird in der Sparte „Spitzenmanager“ unter „harter Hund“ eingeordnet, der niemals zufrieden ist, seine Firma – eine Aktiengesellschaft – mit harter Hand regiert. Mit Erfolg, wie man den veröffentlichten Bilanzen – und den Reaktionen der Aktionäre - entnehmen kann.

Aber als Kunde stößt man schnell darauf, dass es man eigentlich – nach Vertragsabschluss inzwischen zu einer vielstelligen Kundennummer geworden ist – und es eigentlich mit einem Gewirr von Firmen zu tun hat, von denen es nicht wenige gibt. Wo man die Telekom bei flüchtiger Betrachtung nur als Deutsche Telekom wahrnimmt, die eine AG ist, ist es vielleicht hinter dem eigentlichen Vertragspartner irgendeine der folgenden Firmen, in der man im Falle eines Falles evtl. den notwendigen Ansprechpartner findet:

  1) Deutsche Telekom AG
  2) Deutsche Telekom Deutschland GmbH
  3) Deutsche Telekom Technik mGmbH
  4) Deutsche Telekom Service GmbH
  5) Deutsche Telekom IoT GmbH
  6) Deutsche Telekom Asset Management GmbH & Co. KG
  7) Deutsche Telekom Asset Management Verwaltungsgesellschaft mbH
  8) Deutsche Telekom Außendienst GmbH
  9) Deutsche Telekom Solution GmbH
10) Deutsche Telekom Capital Partners Expert/Advisor Co-Invest GmbH & Co. KG
11) Deutsche Telekom Capital Partners Management GmbH
12) Deutsche Telekom Capital Partners Portfolio F’und Co-Invest Ia GmbH
13) Deutsche Telekom Capital Partners Portfolio Fund Carry GmbH & Co. KG
14) Deutsche Telekom Capital Partners  Venture Fund Carry GmbH & Co. KG

Es kann durchaus sein, dass ich eine Telekom-Firma übersehen habe! - Aber ich habe bei meiner Suchaktion noch etwas anderes gefunden:

Der Telekom-Vorstandsvorsitzenden Timotheus Höttges ist seit dem 8. Juli 2020 so nebenbei Aufsichtratsmitglied bei Mercedes in Stuttgart (gewählt bis 2025) und hat dort lt. Geschäftsbericht 2020 in einem halben Jahr Euro 60.991 Euro als feste Vergütung kassiert. - Das ist mehr, als einer seiner guten Telekom-Service-Leute im Jahr verdient. Die müssten auch mehr als 100 Jahre bei der Telekom arbeiten, wenn sie das Einkommen des Telekom-Vorsitzenden im Jahre 2020 erreichen wollten: 7,2 Millionen Euro.

Er hat es offenbar verdient, denn für 2021 darf Tinotheus Höttges 8,5 Millionen Euro erwarten. Das ist ihm aber eigentlich nicht genug. Er verhandelt auf 10 Millionen Euro!

Wie schon geschrieben: Timotheus Höttges ist „ein harter Hund“. Er handelt offenbar auch sehr pragmatisch. Nachdem er eigentlich in der Bonner BMW-Niederlassung als BMW-Kunde mit einem 7er BMW registriert war, fährt er nun – als Auch-Aufsichtsratsmitglied bei Mercedes – einen Mercedes-Benz S 350 BlueTEC-Diesel (wahrscheinlich mit 7G-TRONIC PLUS). - Seine Frau fährt immer noch einen MINI!

Sollte es wegen der „nachhaltigen“ Wirkung in der Öffentlichkeit erwünscht sein, nutzt der Telekom-Vorstandsvorsitzende auch einen Tesla S! - Wie hätten Sie es denn gerne?

Als Mercedes-Aufsichtsrat kann er die neue Firma - „Mercedes-Benz Group AG“ – gerade „gesplittet“ – sicherlich noch weiter bringen, wie man an der Anzahl der Telekom-Firmen sehen kann. - Der Mann hat Erfahrung!

Er weiß auch, wie man Kunden heute nutzt und behandelt! - Als ich eine Störung telefonisch melden wollte, wurde ich auf 60 Minuten Wartezeit hingewiesen. Leider war nach 58 Minuten bei meinem Telefon – das ich wohl tagsüber zu sehr strapaziert hatte – (es war gegen 18 Uhr) der „Strom aus“. - Die Batterie war leer! - Bis dahin hatte ich lt. meiner geführten Strichliste exakt 82 mal gehört, dass „alle Berater noch im Gespräch“ seien. Aber immer in einer anderen Variation! - Man bekommt in einer Warteschleife während rd. einer Stunde in der Leitung der Telekom schon etwas geboten! - Nur keinen Kontakt!

Das ist anders, wenn man – bevor man in die eigentliche Warteschleife kommt, nicht etwa „Technik“ sagt, weil man „Störung“ meint, sondern „Neuauftrag“ (oder ähnliches) wegen der internen Zuordnung äußert. - Das habe ich versucht und hatte nach 3 Minuten Kontakt!

Im Service-Center Mannheim – dort war ich gelandet – habe ich dem Mitarbeiter dann gesagt, dass ich als Journalist gerade den Unterschied in der Anruferbehandlung durch die Telekom geprüft hätte, mich bedankt und das Gespräch beendet.

So bekam ich dann automatisch (!) am nächsten Tag Kontakt mit dem Service der Telekom, die mich inzwischen zu einigen Service-Centern bis zu einem nach Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern) führte. Dort bin ich inzwischen mit einer Gruppe bekannt, die man Telekom-intern wohl unter der Bezeichnung „Vorstandseskalation“ kennt. - Ein Telekom-Insider zu dieser Information von mir: „Da sind Sie aber schon weit gekommen!“

Danke! - Aber leider geht es - noch - nicht weiter! - Weil auch immer andere „Service-Stellen“ eingeschaltet sind, bei denen sich dann schon mal „Angebote“ verschieben und damit unterscheiden.

Nun werde ich einen Termin, der mir zwar noch schriftlich bestätigt werden sollte (aber bisher nicht wurde) verschieben müssen, da nun ein neuer Termin für eine Überprüfung mit einem „kollidiert“, den ich – leider – nicht verschieben kann.

  • Darum diese „Entschuldigung“ – und Erklärung – für meine Motor-KRITIK-Leser!

Weil diese Geschichte bisher „endlos“ ist, wird man sicherlich hier noch davon lesen! - Zumal der Telekom-Vorstandsvorsitzender als „harter Hund“ nun im Aufsichtsrat von Mercedes sitzt. - Das ist dann wieder ein Gebiet, das mich als Motor-Journalist interessiert.

Ob man dort mit seinem Einfluss rechnen muss?

MK/Wilhelm Hahne

PS: Der nun von mir gewünschte neue Termin mit der Telekom wurde mir heute am Abend mit Montag, 15.11., 8 – 10 Uhr schriftlich bestätigt! - Es erscheint dann ein Telekom-Techniker!

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