Nürburgring: Russische Exklave oder EU-Kulturerbe?

Wenn man einmal nüchtern betrachtet, wie eine aktuelle Geschichte in Motor-KRITIK von den Lesern bewertet wird, dann begreift man schon, dass eine persönliche Meinung in der heutigen Zeit wesentlich von der öffentlichen Meinung bestimmt wird. Nicht vom Ergebnis eigenen, persönlichen  Nachdenkens und Wertung auf der Basis der eigenen Erfahrung und Fakten. - Auf welchem Gebiet? - Wer hat schon Kriegserfahrung? - Richtig ist auch, dass kaum noch das Ergebnis von exaktem Wissen und daraus resultierender ehrlicher Meinung der Öffentlichkeit präsentiert wird. Ich persönlich kenne das aus den Erfahrungen aus dem 2. Weltkrieg. - Da vermeldete das Berliner Propaganda-Ministerium – wie es ehrlich (!) benannt war - die eine Meinung. Eine andere war auf den mit den Bomben abgeworfenen „Flugblättern“ der Alliierten zu lesen. Eine dritte Meinung gab es – nachts, unter der Bettdecke – bei der BBC zu hören. - Das alles diente z.B. mir dem Versuch, mir eine eigene Meinung zu bilden. - Heute hat eigentlich nur noch eine Meinung Gültigkeit: Die öffentliche Meinung. Das ist die Meinung „der Masse“, die „von Wenigen“ bestimmt wird. Die wiederum ist beeinflusst von drei wesentlichen Dingen. - Aber das erkläre ich dann später in einer Geschichte, die schon recht allgemein, obwohl der Ausgangspunkt ziemlich regional ist:

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Car-Friday ..."because the audience is international"!

Das habe ich so auf „Facebook“ bei „VLN International“ gelesen. Das stimmt! Die Nürburgring-Rennstrecke ist deutsch, der Besitzer ist russisch, die Besucher sind zwar – an „Car-Friday“ – überwiegend deutsch; aber wenn selbst an Ladentüren in kleinen Eifelstädtchen „OPEN“ steht, dann möchte man im 170-Seelen-Dorf Nürburg nicht zurück stehen. Wenn’s um Geld geht, ist man gerne international! - Immerhin ist der Nürburgring eine deutsche Kult-Rennstrecke! -Darum lässt der derzeit am Nürburgring „vor Ort“ (hinter den Kulissen) federführende Russe auch gerne Texte in einer Sprache veröffentlichen, die er selber nicht spricht. Dafür hat er „seine Leute“. So lässt man dann auch vor Karfreitag verkünden, was man gerne als „Car-Friday“ weiter führt, aber nicht dafür verantwortlich sein möchte: „Obwohl an Karfreitag keine Veranstaltung am Nürburgring stattfindet, kommen Tausende“, schreibt man – in Deutsch – am 13. April. - Da kommen dann ungewollt so einfach Tausende. Richtig unangenehm! Und zwei Tage später, an Karfreitag, kassiert man dann als Veranstalter der „Touristenfahrten“ 30 Euro pro Runde. - Oder sind die „Touristenfahrten“ – nicht nur an Car-Friday - etwa keine Veranstaltung? - Ich habe mir die Veranstaltung an „Car-Friday“ zwar nicht angesehen, mich aber sonst schon informiert. und informiere heute in deutscher Sprache zum Thema:

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Über eine „unnötige“ Sonntagsarbeit und - Ostern!

Am letzten Samstag – spät in der Nacht – gab es einen „Error“ auf dem Server, auf dem meine Motor-KRITIK-Geschichten auf den Abruf durch meine Leser warten. Ich habe die unterschiedlichsten Versuche gestartet, um den Fehler zu finden und zu beheben: Vergeblich! - Schließlich habe ich resigniert aufgegeben und meine Geschichten dann, nach Beseitigung des „Error“ erst am Sonntagvormittag eingestellt.

Soweit und – nicht gut! - Denn: Der „Error“ war von mir ausgelöst worden. Ein netter junger Betreuer meines Servers hatte sich am Sonntag (!) um mein Problem bemüht und war zu der Feststellung gekommen: „Der Fehler muss bei Ihnen liegen!“

So war es dann auch! - Ich hatte einen Fehler gemacht und ihn bei meiner Suche am späten Samstagabend immer wieder übersehen. Wie das manchmal so ist, wenn man einen Fehler selber  gemacht hat. - Dass man sich selbst wie ein Idiot angestellt hat, war dann am Sonntag eine ernüchternde Feststellung! - Man lernt nicht aus – war eine weitere.

  • Mein Dank gilt jenem jungen Mann, der am Sonntag für mich mit gedacht hat!

Nachdem ich die eigentlich für Samstag angedachte Einstellung meiner Geschichte dann – weil an diesem Sonntag zu spät und eigentlich  -  so„unnötig“, dann vorgenommen hatte, bin ich am Nachmittag am Nürburgring unterwegs gewesen, nachdem – nach dem Schneefall in der Nacht - die Nordschleife schon wieder weitgehend durch die Sonne schneefrei geworden war.

Ich bin nicht „vor Ort“ gewesen, nur um Fotos zu machen. Zwei dieser Fotos zeigen nur, dass am Sonntag – gegenüber Samstag – „richtig Betrieb war“. Entsprechend ging es auch der Strecke zu. Da gab es nicht nur am Nachmittag dann noch mal einen Schneefall im Bereich „Brünnchen“, sondern es gab – wie auch sonst bei „Touristenfahrten“ – die üblichen Einschläge/Unfälle.

  • Meine Informanten haben 8 Einschläge gezählt.

Natürlich gab es auch einen solchen am Unfallschwerpunkt „Schwedenkreuz“. Oder es gab einen am „Wippermann“.

Ich war aber nicht an den Nürburgring gekommen um Unfälle zu fotografieren, sondern ich habe „nur so“ ein paar schöne Fotos zum Thema „Touristenverkehr“ gemacht.

Natürlich wurde nicht auf Geschwindigkeitsbeschränkungen geachtet, die es auch auf dieser Rennstrecke – aber nur bei „Touristenfahrten“ - gibt und… - aber ich möchte mich hier nicht wiederholen. Aber ich möchte im Hinblick auf die vor uns liegenden Osterfeiertage auf eine Information der Polizeidirektion Mayen hinweisen, in der es u.a. heißt:

„Zum Auftakt des Osterwochenendes am Karfreitag, dem 15.04.2022 wird wetterabhängig rund um den Nürburgring mit mehreren tausend Besuchern gerechnet. An diesem Tag, wie auch an den folgenden Ostertagen, ist mit einem hohen Fahrzeug- und Fußgängerverkehr im Bereich der Hauptzufahrtstraßen zum Nürburgring, in der Stadt Adenau und in den umliegenden Ortschaften zu rechnen. Zur Verkehrslage: Beim An- und Abreiseverkehr kann es daher vermehrt zu Staubildungen kommen. Verkehrsverstöße werden konsequent geahndet. Im Fokus der Polizei stehen hierbei die Verkehrssicherheit und die Vorschriftsmäßigkeit der Fahrzeuge, sowie insbesondere auch das Verhalten der Fahrzeugführer:innen. Wer sich im Bereich des Nürburgrings "daneben" benimmt muss mit der konsequenten Ahndung der Verkehrsverstöße rechnen, die in letzter Konsequenz zu ganztägigen Platzverweisen oder zu Fahrzeugsicherstellungen führen können. Zudem erfolgen bei Ungeeignetheit zur Teilnahme am Straßenverkehr Mitteilungen an die Fahrerlaubnisbehörden. Bei Gefährdungen kann im Einzelfall auch der Führerschein beschlagnahmt werden. Verkehrswidriges Parken außerhalb ausgewiesener Flächen führt in letzter Konsequenz zum kostenpflichtigen Abschleppen der Fahrzeuge. Hier wird das Ordnungsamt der Verbandsgemeinde Adenau, insbesondere im Stadtgebiet von Adenau das Hauptaugenmerk auf Falschparker legen.“

Mein Hinweis für Oster-Reisende in die Eifel wäre, dass es dort viel mehr zu entdecken gibt, als nur schnell fahrende Automobile um und auf dem Nürburgring. Manche dieser „anderen Dinge“ findet man auch im direkten Umfeld des Nürburgrings. Nicht nur für Auto-Fans ist die Eifel-Landschaft um den Nürburgring ein Eldorado, ein kleines Wunderland. - Man muss nur mit offenen Augen mal durch die Natur wandern. - Man kann sogar – bei entsprechendem Interesse mehrere Dinge miteinander verbinden.

Vergessen Sie einfach die ganzen Verbots-, Gebots- und Hinweisschilder und Warnungen der Polizei beim Wandern durch die herrliche Natur. Als Wanderer hat man auch im Umfeld des Nürburgrings noch eine Menge Freiheiten!

Solche Fotos kann man – sozusagen als sinnfreies Tun - auch im direkten Umfeld des Nürburgrings machen. Dort findet sich auch die höchste Erhebung, die „Hohe Acht“ mit einem Aussichtsturm, von dem man bei gutem Wetter bis Köln sehen kann. Die „Hohe Acht“  ist immerhin die dritthöchste Erhebung in Rheinland-Pfalz.

Lassen Sie sich also nicht durch Verbote, Gebote oder „Androhungen“ von einer Ostertour durch die Eifel abhalten. - Wenn Sie den Wunsch dazu verspüren! - Nehmen Sie Ihre Kamera mit. Ein Handy reicht da nicht! Und man kann auch Verbote lustig finden! - Es ist alles eine Frage der Einstellung!

Frohe Ostern!

Wilhelm Hahne

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Live is Life: Nürburgring, Samstag, 9. April 2022!

Gegen „Error“ gibt es kein schnell wirkendes Rezept. Das habe ich gestern Abend so gegen 22:30 Uhr feststellen müssen, als ich – ganz aktuell – die folgende Geschichte einstellen wollte, in die ich an diesem Samstag eine Menge Arbeit gesteckt hatte. Doch ich kam nur bis zum Einstellen des ersten Fotos. Die nahm der Server nicht an – und meldete „Error“. - Ich habe dann versucht, meinen Server-Vertragspartner zu erreichen. - Aber es war praktisch Nacht. - Da schlafen halt die Leute, die den Sonntag frisch beginnen wollen. Sicher auch die „Touristenfahrer“, die an diesem Sonntag um Punkt 8:00 Uhr an der Nürburgring-Nordschleifen-Einfahrt stehen wollen, um den Tag für das Fahren von vielen Runden Nordschleife nutzen zu können. - Eine solche Nutzung war zu der Überraschung von vielen Fans aber schon am Samstag möglich gewesen. - Bei Motor-KRITIK wurde das schon am Mittwoch – nach er Absage des 2. NLS-.Laufs vermutet. - Und heute am Sonntag soll‘s dann weiter gehen. - Lassen Sie mich aber zunächst von einem interessanten Samstag berichten. - Den ich nun – wegen „Error“ - um eine „Live“-Information von Sonntagfrüh ergänzen kann.

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NLS 2: Eine Überraschung ist die Absage nicht!

Als gestern vom Nürburgring vermeldet wurde, dass heute, am Mittwoch um 11 Uhr entschieden würde, ob NLS 2 zum vorgesehenen Termin – dann in Kenntnis der aktuellen meteorologischen Vorhersagen -  überhaupt möglich sei, da habe ich von „Breitensport“-Teilnehmern telefonische Anfragen erhalten, wie ich denn die Situation einschätzen würde. Meine klare Auskunft:

  • Das Rennen am kommenden Wochenende wird abgesagt!

Heute morgen – in der Frühe – habe ich im Internet u.a. lesen können:

Wie wird das Wetter Samstag 09.04.2022 in Nürburg?
In Nürburg bleibt am Morgen die Wolkendecke geschlossen und die Temperatur liegt bei 0°C. Im Laufe des Mittags kann es zeitweise etwas Regen geben und die Höchstwerte liegen bei 6°C. Am Abend stören in Nürburg nur einzelne Wolken den sonst blauen Himmel bei Werten von 0°C. In der Nacht ist es klar und die Temperatur fällt auf -1°C. Böen können Geschwindigkeiten zwischen 26 und 54 km/h erreichen.“

Nun ist das Rennen „nur“ verschoben worden. Auf den 5. November! - Da ich kein Meteorologe bin, möchte ich eine solche Terminierung nicht kommentieren. Aber ich erkläre gerne, warum ich im aktuellen Fall so sicher war.

Wenn ein Veranstalter eine mögliche Absage so rechtzeitig ankündigt, dann hat er wahrscheinlich eine Ausfallversicherung abgeschlossen. Die gibt aber einen festen Termin für eine Absage vor. Wird der nur um Minuten verpasst, zahlt die Versicherung nicht.

In diesem Fall kam noch die „anregende“ Tatsache dazu, dass man – entgegen der erlebten Praktik bei NLS 1 – schon einen Tag früher eine Teilnehmerliste veröffentlicht hat:

  • Renntermin 9. April, vorläufige Teilnehmerliste mit Status 5. April, 17:40 Uhr (und 55 Sekunden!)

Die lieben „lsr-freun.de“ schreiben dazu:

„Wurde gestern in den Abendstunden noch die vorläufige Teilnehmerliste mit 143 Nennungen veröffentlicht, kommt heute die Ernüchterung für die Teams und Fans der NLS.“

Nachdem man vorher von „weiteren GT3-Teams mit Werksunterstützung sowie die Scuderia Cameron Glickenhaus“ geschwärmt hatte, die auch bei den 143 Nennungen zu finden waren.  

Gerade diesen „Werksteams“ hätte aber ein Rennen am Wochenende, bei den zu erwartenden Temperaturen gar nichts gebracht. Der Veranstalter hätte damit rechnen müssen, dass die ihre Nennung zurück ziehen. - Vielleicht waren auch schon Nennungen zurück gezogen worden! - Denn:

    • Diese „Werksteams“ versuchen bei den NLS-Rennen vor dem 24h-Rennen Erfahrung und Daten im Hinblick auf dieses große Rennen zu sammeln, was bei Luft-Temperaturen um 4 Grad zum eigentlichen Renntermin absolut nicht möglich ist. Da würde man nur „unsinnige Kosten“ anhäufen.

In der Ankündigung des Veranstalters zur „Verschiebung“ wird natürlich das Thema Sicherheit betont. Damit lenkt man – wie man hofft, erfolgreich – davon ab, dass der Motorsport heute vom Geld bestimmt wird, dessen Ausgabe nur sinnvoll ist, wenn sich damit werbeträchtige Erfolge einfahren lassen. - Auch bei einer Vorbereitung dazu in der „größte und populärste Breitensportserie weltweit“, wie die NLS in der Rahmen-Ausschreibung des Jahres 2022 von ihren Betreuern empfunden wird, ist ein Start nur sinnvoll, wenn man damit die selbst gesteckten Ziele erreichen kann..

  • Profi-Teams wären unter den zu erwartenden Umständen nicht zum Start angetreten, weil ein Einsatz unsinnig gewesen wäre, weil er keine nutzbaren Daten für das 24h-Rennen gebracht hätte!

Für diese Profis – weil auch die nicht alles lesen, was sie eigentlich lesen müssten – hier ein Zitat aus dem Internationalen Sportgesetz der FIA:

Abs. 2.1.6.b: „Im Falle einer Verlegung von mehr als 24 Stunden müssen die Nenngelder zurück erstattet werden.“

Warten wir also nun auf NLS 3, das am 23. April unter dem Titel „53. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy“ auf der Nürburgring-Nordschleife durchgeführt werden soll.

  • Mitleid ist nicht angebracht. - Die wirklichen Fans wird man allerdings auch mit einer Verlegung des Rennens nicht trösten können!

Auch die Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG verdient kein Mitleid, weil die so vielleicht – Sicherheit hin, Sicherheit her - die Möglichkeit erhält, am Wochenende dann „Touristenfahrten“ zum wohlfeilen Preis von 30 Euro pro Runde durchzuführen.

MK/Wilhelm Hahne
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Wetter-Kapriolen: Spezielle Nürburgring-Reaktion?

Das Wetter-Drama begann am Freitagnachmittag, dem 1. April. Die „Touristenfahrten“ liefen wie immer. Da musste die Strecke geschlossen werden, weil es eine Betriebsmittelspur von „Metzgesfeld“ bis hinunter nach „Breidscheid“ gab. Die Strecke war geschlossen. - Danach liefen zwar die „Touristenfahrten“ wieder, aber es hatte Schneefall eingesetzt. In der „Hatzenbach“ wurde es schon weiß, aber die „Touristenfahrten“ liefen immer noch. Man kann dem Veranstalter, der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG, nicht vorwerfen, keinen Mut zu haben.

Aber man hatte schon am Tag vorher, am 31. März die geplante Großveranstaltung „Anlassen abgesagt. Da war auf den Nürburgring-Internetseiten zu lesen:

„Der Motorrad-Gottesdienst „Anlassen“ ist abgesagt worden. Auf Grund der Vorhersage von winterlichen Bedingungen hat sich die Betreibergesellschaft des Nürburgrings bereits am Donnerstag dazu entschieden, das Zweirad-Event nicht stattfinden zu lassen. So soll allen Besuchern, Partnern und Dienstleistern eine bestmögliche Planung ermöglicht werden. Die Anreise mit dem Auto zum Nürburgring lohnt sich am Wochenende trotzdem. Die wetterunabhängigen Angebote haben wie geplant geöffnet. Auch die Touristenfahrten sollen stattfinden – kurzfristige Änderungen sind hier aufgrund des Wetters jedoch jederzeit möglich und werden hier bekannt gegeben.“

Wie man lesen konnte, waren die „Touristenfahrten“ das Letzte, was man absagen würde, weil die Einnahmen daraus einen wesentlichen Teil der ausgewiesenen Jahres-Gewinne ausmachen. Das wird am Nürburgring ganz realistisch gesehen!

Am Samstag, dem 2. April zeigte ein Blick aus meinem Küchenfenster, dass der Wettergott erbarmungslos zugeschlagen hatte. Da würde es auch mit den „Touristenfahrten“ nichts werden. Es gab auf der Nürburgring-Internetseite dazu zwar keine, aber dafür die folgende Information:

„Leider müssen wir die Goodyear FIA ETRC Testtage am 4./5. April witterungsbedingt absagen. Die Rennstrecke am Nürburgring ist aktuell aufgrund von Schnee, Eis und Glätte nicht befahrbar. Aufgrund der unklaren Wetterlage und der weiten Anreise unserer internationalen Teams haben wir uns schon heute zu diesem Schritt entschieden. Auch haben wir intensiv nach einem Ausweichtermin gesucht, aber das lässt der aktuelle Rennkalender zu unserem Bedauern nicht zu.“

Bei dieser Gelegenheit habe ich zum ersten Mal bewusst von einer FIA ETRC gehört oder gelesen. Um meine Leser auf meinen Informationsstand zu bringen:

  • Die Fédération Internationale de l’Automobile, (Abkürzung: FIA) ist ein internationaler Dachverband von Automobilklubs und Motorsportvereinen mit dem Hauptsitz in Paris. - Das dürfte allgemein bekannt sein. - ETRC ist die Abkürzung für „European Truck Racing“, während die ausgetragene Serie komplett mit „GOODYEAR FIA EUROPEAN TRUCK RACING CHAMPIONSHIP“ benannt ist.

Das „Herz“ dieser Serie schlägt in Koblenz, beim ADAC Regionalklub Mittelrhein, von wo aus auch die Initiative zu den zwei Testtagen ausging, bei dem nicht nur Renntrucks, sondern auch z.B. Fahrzeuge der LMP3-Serie angereist wären. Da war es schon richtig, von „internationalen Teams“ zu sprechen, deren Anreise spätestens am Sonntag, 3. April erfolgen musste. Da war die Absage der Veranstaltung am 2. April – gerade noch – passend.

Am Montag, dem 4. April wäre auch aufgrund der Wetterbedingungen kaum eine Veranstaltung möglich gewesen.

Aber so sah die Strecke am Montag, dem 4. April gegen 17 Uhr aus. Die Fotos zeigen die Situation auf der Nordschleife, für die auch keine „Touristenfahrten“ vermeldet waren. Die Zufahrt Nordschleife blieb geschlossen. Ein paar Neugierige aus dem direkten Nürburgring-Umfeld waren so gegen 17:15 Uhr zwar zur Stelle, sind dann aber gleich wieder gefahren.

Wie dieses Foto zeigt, wird es aber heute, am 5. April wieder „Touristenfahrten“ geben. Ab 17:15 Uhr. - Die Streckenverhältnisse werden dann sicherlich noch besser sein, als hier gezeigt, da auch in der Nacht in der Region um den Nürburgring kein Nachtfrost gemessen wurde. An diesem Tag hätte also auch durchaus der 2. Goodyear FIA ETRC-Testag durchgeführt werden können. - Aber wer kann schon die Wetterkapriolen – im April - so exakt vorher sehen?

Die „Touristenfahrten“ am Dienstagabend sind auch wichtiger. Sie bringen nicht nur dem Nürburgring-Pächter Gewinn, sondern evtl. auch den Abschleppern und Leitplankenbauern. - Und liefern auch der Polizei – mit hoher Wahrscheinlichkeit - neue Zahlen für die spezielle Nürburgring-Statistik!

MK/Wilhelm Hahne
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Robert A. - "Bob" Lutz: Unvergessen, unverstanden!

„Bob“ Lutz feierte zwar schon am 12. Februar seinen 90. Geburtstag, aber auch Ende März sind immer noch Geschichten über ihn erschienen, die diesen Geburtstag zum Anlass nehmen, über sein Buch „Idole und Idioten“ zu schreiben, das aber bereits 2014 erschienen ist und in dem „Bob“ Lutz, ein gebürtiger Schweizer, z.B. auch etwas über einen seiner Lehrer schreibt. Aber darüber wird jetzt kaum geschrieben, sondern mehr über das, was dann der jeweilige Journalist gerne zitiert, weil es ja die Aussagen eines anderen, über die „Idioten“ in der Automobilindustrie sind. - Das ist ohne jedes Risiko für ihn selbst! - Dabei hat es diese „Idioten“ wirklich gegeben! - Es gibt auch heute noch solche!

Es gab auch bei den ersten Rezessionen des Buches – damals 2014 – schon mal die Feststellung, dass man gerne auch mal kritische Anmerkungen zu seinem eigenen – zu „Bobs“ Leben – gelesen hätte und nicht nur „Enthüllungen“ über andere „Führungspersönlichkeiten“.

Es ist in diesem Buch z.B. aber auch zu lesen:

„Ich war zu ehrgeizig, zu sprunghaft, zu unberechenbar, zu undiplomatisch und neigte viel zu stark dazu, im falschen Moment das Falsche zu sagen.“

Aber das ist wohl überlesen worden. - Welcher Mensch - auch Journalisten sind Menschen - ist schon vollkommen? - Ich finde auch interessant, dass ich nichts gefunden habe, was die Erlebnis-Schilderungen von „Bob“ Lutz in seinem Buch bestätigt. Höchstens mal den Hinweis, dass die Buchbesprechung auf einer Buchversion beruht, die nicht mehr erhältlich ist? - Wurde also die erste Übersetzung noch einmal übersetzt? - Wurde eine moderne, zeitgemäße, angepasste Form gesucht?

„Bob“ Lutz war eigentlich auch – wie andere, die er beschrieben hat – ein normaler Mensch. Aber zur richtigen Zeit immer in der richtigen Position. Bei Ford, bei BMW, bei Opel, bei GM, bei Chrysler. Er hat dabei nichts verdrängt, sondern aus allem gelernt. Sonst hätte er es auch für mögliche Leser später nicht so präzise beschreiben können. - Aber „so etwas macht man heute nicht mehr“! -

Sucht man im Internet nach Details aus seinem Leben, die – z.B. mir – aus eigenem Erleben bekannt sind, dann gibt es schon mal Lücken in seiner Biographie. Ich kann mich z.B. erinnern, ihn bei Ford in Köln schon erlebt zu haben, als auch Jochen Neerpasch bei Ford war. Es wird wohl aber darüber geschrieben, dass Jochen Neerpasch von „Bob“ Lutz von Ford zu BMW geholt wurde, als „Bob“ Lutz dann bei BMW – wie ich aktuell lesen konnte – dort „Marketing“-Chef wurde. Aus meiner Sicht war er „damals“ Vertriebschef! - Das war eine Zeit, in der nur wenige Marketing-Spezialisten ein Teil der Vertriebsabteilung waren. Heute überwuchert das Marketing mit einer übergroßen eigenen Abteilung jeden Vertrieb! - Aus meiner Sicht eine „ungesunde“ Entwicklung!

In seiner ersten Ford-Zeit trug „Bob“ Lutz einen „Sturzhelm“ beim Motorradfahren – auch so etwas „Verrücktes“ hat er gemacht - den ich einem anderen Ford-Vorstandsmitglied, der mich um meine Meinung bat, empfohlen hatte. Es sollte nach Wunsch von „Bob“ Lutz ein „leiser Helm“ sein. Wie selbstverständlich ist er wohl davon ausgegangen, dass alle Motorradhelme im Hinblick auf die Sicherheit gleich sind. - Was natürlich nicht stimmt!

Bei BMW hatte er nicht nur die Idee, die Motorradentwicklung nach Spanien zu verlegen, weil das Wetter dort weitaus bessere Testmöglichkeiten bot, als sie in München vorhanden waren. Lutz hat „damals“ auch dafür gesorgt, dass ich ein BMW-Motorrad zum Testen erhielt, was mir vorher von der Münchner Presseabteilung abgelehnt worden war.

Später - wieder bei Ford – hat mir „Bob“ Lutz dann – in einem „vertraulichen Gespräch“ -  vorgeschwindelt, dass er neben dem Foto seiner damaligen Freundin, auch immer das Foto eines noch geheimen neuen Ford-Modells in seiner Brieftasche tragen würde.

Wie ich dann festgestellt habe, hatte er dieses Märchen auch anderen „wichtigen“ Motor-Journalisten erzählt – und durch Zeigen bestätigt!. „Bob“ Lutz wusste also auch immer, was er zu tun hatte.

Aber recht hat er auch, wenn er über seine damaligen Chefs „böse Wahrheiten“ veröffentlichte, die in diesem Fall der Teil der „Geschichte“ sind, die bis dahin den meisten Menschen verborgen bleiben musste.

  • „Bob“ Lutz beschreibt den „idiotischen Teil“ der „Idiole“ nicht nur klar, sondern auch gut!

Ich kann mich noch erinnern, dass „Bob“ Lutz – mit seiner damaligen Freundin – als Ford Europa-Chef zu einem Kurzbesuch beim Genfer Salon anreiste und die dort anwesenden leitenden deutschen Ford-Mitarbeiter in einer „Frühabstimmung“ (ca. 7:00 Uhr) beschlossen hatten, die mit anreisende Freundin ihres „Über“-Chefs einfach zu „übersehen“. - Chef mit Freundin? - Das ging bei solchen „Spießbürgern“ doch gar nicht!

„Bob“ Lutz kam um 11 Uhr. Ich sehe ihn noch mit wehendem, offenen Mantel auf den Ford-Stand zu eilen, seine Freundin war ein paar Schritte zurück. Aber als sie auch den Ford-Stand erreichte, schienen alle Ford-Mitarbeiter ihre morgendliche Absprache vergessen zu haben. - Die Dame wurde wie eine Dame behandelt. - „Küss’ die Hand, gnäd’ge Frau!“

Typisches deutsches Management! - Das habe ich mir damals gedacht. Da kannte ich mich aus. Darum empfinde ich nicht nur das Buch von „Bob“ Lutz als ehrlich und gut, sondern habe auch „Bob“ Lutz in seinen damaligen Industrie-Funktionen immer als „passend“ empfunden!

Er hat z.B. auch einen Eberhard von Kuenheim (BMW) in seinem Buch gut und richtig beschrieben. Der war z.B. ein Vorstandsvorsitzender, der in seinem Urlaub mit seiner Frau, in einem 7er-BMW selber am Steuer, dann durch Deutschland fuhr, um die Gräber seiner Vorfahren zu besuchen.

Aber das konnte selbst ein „Bob“ Lutz nicht wissen, als er sein Buch schrieb! - Aber ein Mann wie er hat es verdient – lange zu leben!

Herzlichen Glückwunsch zum 90. Geburtstag nachträglich!

Wilhelm Hahne

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Nicht immer real: „Immer wieder geht die Sonne auf“

Bei mir war es heute morgen der Wecker, der mir diese Situation vorspielte, die es in Wirklichkeit nicht gab. Dazu zwitscherten Vögelchen. - So etwas gibt’s heute. Dabei war es um diese Zeit noch dunkel, kein Vogel zwitscherte, denn – es ist Sommerzeit! Aber mein Schlafzimmer wurde in weichem Orange – scheinbar – von der aufgehenden Sonne erleuchtet – die es noch nicht gab. - Aber mir war bewusst, dass das nicht die Realität war.

In meiner Geschichte zum ersten NLS-Lauf habe ich mit vielen Fotos gezeigt, wie schön sich ein Sport darstellen kann und habe mit Worten Kritik an der tatsächlichen Realität geübt. Das kommt bei den Betroffenen – aber auch bei den Fans – nicht unbedingt gut an. Man lebt heute eben gerne nach dem Satz der schwedischen Schriftstellerin Astrid Anna Emilia Lindgren (geborene Ericsson), die in einem Kinderbuch ihre Hauptfigur sagen lässt:

„Ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt!“

Das hat Vielen gefallen. Es gibt heute diesen Satz nicht nur vorgetragen in einer Karaoke-Version, sondern er wird auch von Hauptdarstellern einiger Firmen und Organisatoren vorgelebt. Dabei denke ich dann – weil es auch leicht ist, diesen Zusammenhang herzustellen – an die Verantwortlichen für die NLS-Ausschreibung und die, die eine solche Ausschreibung als „richtig und real“ genehmigen.

Jeder kleine Schauspieler in Politik und Wirtschaft versucht heute durch seine Art des Vortrags eine Welt darzustellen, die es eigentlich nicht gibt, die ihm aber wohl gefällt.

Da muss dann missfallen, wenn ich die neue NLS-Welt als eine von GT 3 und Cup-Klassen bestimmte Welt beschreibe, die eigentlich kaum noch etwas mit einer „Breitensportserie“ zu tun hat, wie sie in der aktuellen Ausschreibung immer noch beschrieben wird.

  • Beim aktuellen 1. NLS-Lauf 2022 wurden  128 Starter (von denen 3 nicht am Start waren) in 23 Klassen gestartet.

Nach der Zieldurchfahrt sah das dann so aus:

  • In 13 Wertungsklassen erreichten 0 – 3 Fahrzeuge das Ziel
  • In   8 SP9 und CUP-Klassen konnte man insgesamt 65 Fahrzeuge zählen.

Was das noch mit dem „Breitensport“ zu tun hat, der mit der ehemaligen VLN einmal dargestellt wurde ist sicherlich nicht erklärbar, wird aber so dargestellt! (s. Astrid Lindgren)

Ein eingeschriebener NLS-Teilnehmer schrieb mir übrigens nach dem Lesen meiner Geschichte zum ersten NLS-Lauf der Saison 2022:

„Ihr aktueller Beitrag NLS 1 spricht mir aus der Seele“...

Ich will meine Leser nicht mit Details langweilen, die sicherlich von den Verantwortlichen der Serie auch kaum begriffen würden, weil die offenbar meinen – wie mein Leser feststellt:

„Ansonsten: die üblichen Durchhalteparolen, alles toll!, tolles Racing, tolle Atmosphäre, tolles Wetter. Ich bin am Samstag ziemlich niedergeschlagen nach Hause gefahren. Übrigens: die Autos sind ja da. (siehe RCN)“

Um dann mit der Feststellung zu enden:

„So kann es jedenfalls nicht weitergehen.“

Ich hätte es nicht klarer formulieren können. - Aber ich habe auch nur einen Wecker, der mir eine Scheinwelt vorgaukelt. - Andere schaffen die sich selber!

MK/Wilhelm Hahne
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NLS #1/2022: ...und es kam – wie’s kommen musste!

„Tage an denen man plant Bananen zu essen, nennt man Bananenplantage.“ - Diesen flotten Spruch hatte ich vor Augen, als ich einen Bericht über das erste Motorsport-Rennwochenende am Nürburgring der Saison 2022 plante. Es sollte ein 4-h-Rennen am 26. März durchgeführt werden. Vieles sollte von der Organisation her, nach einem langen „Corona-Tief“ – wieder so sein wie früher. Nun – es wurde ein wenig anders. Schon weil so ein Rennbesuch für die Fans in 2022 auch ein wenig teurer wird. - Auch für die Teams. - Obwohl der Veranstalter erklärt hatte, dass er keine Energiezuschläge nehmen würde. - Spannend war das Beobachten dieses ersten Rennens der „Neuzeit“ für einen Journalisten auch deshalb, um festzustellen, wie sehr die Planungsunsicherheit – aus den unterschiedlichsten Gründen – die Nennfreudigkeit der Teams, Besitzer und Fahrer beeinflusst hatte. Und wie sich die Fans ob der insgesamt für einen Rennbesuch doch stark gestiegenen Kosten verhalten würden. So habe ich mir dann mal am Freitagnachmittag vor dem Rennen einen ersten Überblick verschaffen wollen. Dann habe ich mir auch Gedanken gemacht, wer denn wohl als Siegerteam in Frage käme. Dabei ist mir aufgefallen, dass es die Nennliste erst sehr spät und dann auch – noch später – in einer zweiten Version gab. Es war einiges modifiziert, aber…

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Politiker-Leiden: Sie können nur nach vorn schauen!

Leser wurden sich, dass man das Ergebnis einer Sitzung des Innenausschusses im Mainzer Landtag zum Thema Nürburgring in Motor-KRITIK schon vor der Sitzung hier lesen konnte. Und dass es tatsächlich – wie in Motor-KRITIK schon Tage vorher zu lesen – am Sitzungstag vom SWR-Fernsehen dann in den 19 Uhr 30-Nachrichten auch vermeldet wurde. Dabei ist das kein Wunder: Ein Journalist wird mit wachsender Erfahrung immer besser, wenn er auch immer wieder bereit ist, einen Blick zurück zu werfen, sich zu erinnern und seine berufliche Funktion in der Gesellschaft ernst nimmt. Politiker leben davon, dass sie alles vergessen was hinter ihnen liegt und immer nur nach vorne blicken. Politiker geben sich gerne als Visionäre – und wenn es darauf ankommt, können sie sich an nichts mehr erinnern. Darum war auch eine Vorhersage aus Motor-KRITIK-Sicht so einfach. Auch weil ein öffentlich-rechtlicher Sender eine Verpflichtung hat, während vielleicht eine regionale Tageszeitung mehr von der Bedeutung eines Anzeigenkunden beeindruckt ist. - Wie dem auch sei: Nach meinen Erfahrungen ist es jedenfalls ein….

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