Die letzte Ruhestätte des Erich Zakowski + Umfeld!

Sein Tod hat eine Welle der Anteilnahme ausgelöst. Auch Sicht seiner Familie – seiner Söhne – kam die jedoch etwas zu früh. Intern war angedacht, den Vater zunächst zur letzten Ruhe zu betten, bevor man die Öffentlichkeit informiert. - Das ist dann anders gekommen! - Ich bin mal zum Grab von Erich Zakowski gegangen, weil ich damit wohl auch einem unausgesprochenen Wunsch meiner Leser nachkomme. Ich habe nicht nur sein Grab fotografiert, sondern bin einmal gedankenvoll durch die Grabreihen des kleinen Friedhofs geschritten. Es ist erstaunlich, was einem bei so einer besinnlichen Wanderung an einem Ort die Friedens alles ein- und auffällt. - Das alles gehört zum Umfeld eines neuen Grabes, das nun – zunächst auf einem Holzkreuz – den Namen Erich Zakowski trägt. - Ein anderes Holzkreuz steht seit Jahren unverändert. Das Holz verwittert langsam und erinnert den, der zumindest einen Teil der Hintergründe kennt daran, mal irgendwann darauf aufmerksam zu machen, - Man sollte das alles doch einmal hinterfragen! - Aber eigentlich war ich dort, um meine Leser zu informieren:

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Immer aktuell: Sandkasten- & Kindergarten-Sprüche!

„Gib’ mir meine Förmchen wieder, ich spiel nicht mehr mit dir!“ - Die Umsetzung dieses Satzes, den ich noch aus Sandkastenaufenthalten im Kopf habe, scheint auch bei groß gewordenen kleinen Kindern noch Gültigkeit zu haben. Da braucht man doch nur mal ins aktuelle Weltgeschehen zu schauen. Das klingt zwar in anderen Sprachen vielleicht etwas anders, aber überall auf der Welt handelt man entsprechend. Weil sich das so gehört. - Moderne Kinder spielen zwar nicht mehr im Sandkasten – schließlich hat man eine „Sandkasten-App“ auf dem Handy – aber man hat in den Eltern sicherlich große Vorbilder. - Da braucht man keine Angst um die Zukunft zu haben. - Zur Not kann man sich auch eines anderen Klein-Kinder-Spruchs erinnern: „Hau ab, ich sprech’ nicht mehr mit dir!“ - Sowieso sind direkte Kontakte heute nicht mehr erwünscht. Es sei denn, es erwachsen einem Vorteile daraus. Sonst bedient man sich geflissentlich mehr einer distanzierten Kommunikation. Geht doch! - Gerne auch digital! - Ich persönlich empfinde das als „unmenschlich“, aber es kann ja auch sein, dass jemand einen Ansatz zu einer Phobie in sich trägt, die von anderen ausgelöst werden könnte. - Mit meiner Sandkasten-Erfahrung habe ich dafür – manchmal - Verständnis!

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NLS-Parkgebühren: Grundsätzlich JA – Aber zu hoch!

Ich hatte vor kurzer Zeit dazu geschrieben und meine Leser gebeten, sich dazu doch einmal zu äußern. Das ist auf die unterschiedlichste Art geschehen. Weil persönliche Kontakte und telefonische Anregungen favorisiert waren, habe ich den Eindruck gewonnen, dass die Nürburgring-Fans mit fast einer gewissen Angst vor einer öffentlichen Darstellung ihre Meinung nach meinen kleinen Aufruf zurück halten.

Das ist – leider – in der heutigen Zeit nicht ungewöhnlich. Nicht nur zu Nürburgring-Themen. Das macht aber auch deutlich, wie sehr unsere Mitbürger inzwischen durch die unterschiedlichsten Reaktionen mit einer klaren kritischen Äußerung - schon fast verängstigt – zurückhalten. Zumindest dann, wenn die „Gefahr besteht“, dass sie öffentlich wird. - Schade!

Trotzdem – und gerade deshalb – betrachte ich es als meine Aufgabe - als Journalist - die Meinung einer vorhandenen Mehrheit – so mein Eindruck in Sachen Nürburgring-Parkgebühren – auch denen nahe zu bringen, die die Höhe der aktuellen Zuschauer-Belastung zu verantworten haben.

Nun hat es nicht nur mündliche und telefonische Meinungsäußerungen gegeben, sondern auch schriftliche per e-Mail. Eine davon möchte ich hier in vollem Umfang veröffentlichen, weil hier – wie übrigens auch in anderen Meinungsäußerungen mir gegenüber, eine vernünftige Kritik geübt wird, die aus meiner Sicht auch voll berechtigt ist.

Hier nun der ungekürzte Text einer Leser-e-Mail:

„Guten Abend Herr Hahne,

Sie baten in einer Ihrer letzten Artikel um die Lesermeinung zu den Parkgebühren. Gerne möchte ich Ihnen meine mitteilen:

Ich kenne noch die VLN-Rennen, bei denen man nur 5 €-Parkgebühren bezahlen musste. Das war ok.

Ich bin allerdings der Meinung, dass man für eine Anhebung um 100 Prozent auch etwas bieten muss. Und da ist leider gar nichts passiert.

Mit ganz viel Wohlwollen könnte man die „Neuasphaltierung“ des „Brünnchen“ nehmen.

Wenn es regnet, parkt man an den meisten Parkplätzen im Dreck. Und seit der Erhöhung auf 10 € sind die kostenfreien Parkplätze (Wanderparkplatz „Hohe Acht“, Parkbucht gegenüber vom“Brünnchen“ usw.) fast immer voll. Da freuen sich bestimmt die nicht-renninformierten Wanderer.

Der Eintritt ist teurer geworden, die Parkgebühren wurden erhöht. Und irgendwie hat man als Fan davon keinen Mehrwert. - Nichts, gar nichts!

Vielleicht sollte ich noch kurz erwähnen, dass eine Fahrt zum Ring für mich 400 Kilometer  Anreise sind. Und nochmal 400 Kilometer zurück. Da freut sich auch der Tank über jeden gesparten Euro.

Und wenn man regelmäßig Ihre Artikel liest, weiß man dann ja auch, wo das ganze Geld landet.

Mit freundlichen Grüßen“

Ich habe diese e-Mail ausgewählt, weil sie zwar klar und unmissverständlich die Meinung vieler VLN-/NLS-Besucher wieder gibt, auf der anderen Seite aber auch sachlich bleibt.

Das kann ich durchaus nicht von allen Informationen zu diesem Thema sagen, die mich nach meiner Anregung zu einer Meinungsäußerung erreichten.

So darf ich aber davon ausgehen, dass diese einzelne Meinungsäußerung, die für die Meinung von vielen anderen VLN-/NLS-Besuchern steht, die „Macher“ am Nürburgring mit dazu anregt, sich in Sachen Parkgebühren auf die wirtschaftliche Gesamtsituation in unserem Land zu besinnen und bei solchen „Zusatzkosten“, die die Parkgebühren nun mal sind, zur Normalität zurück zu kehren.

MK/Wilhelm Hahne
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Buch-Preis gleich dem einer Touristenfahrer-Runde!

Wenn man während der „Touristenfahrten“ auf der Nürburgring-Nordschleife zuschaut, muss man den Eindruck gewinnen, dass 30 Euro nicht viel Geld sind. Manche Fahrzeuge sieht man im Laufe einer Stunde mehrfach. Wenn ein Fahrer gut – und sein Automobil noch besser ist – schafft der in einer Stunde 4 Runden. Das macht – an einem normalen Wochentag – 120 Euro, die er dann allein an Gebühren zahlen müsste. Hinzu kommen Treibstoff- und Verschleißkosten. An einem Wochenende wird das dann noch einmal um 5 Euro pro Runde teurer.

Als ich vor ca. 45 Jahren – wegen der Nürburgring-Nordschleife – vom Niederrhein in die Eifel zog, ging es mir darum, die entstehenden Kosten beim Besuch der Nordschleife um An- und Abfahrtkosten zu senken. Außerdem war eine Jahreskarte – damals noch in DM – verglichen mit den heutigen Euro-Preisen verdammt günstig. Ich habe hier in den ersten Jahren meines Eifel-Lebens immer eine Jahreskarte gekauft.

Andere - wichtige - Kollegen ließen sich die schenken. Mir ging es aber darum, immer – und in jeder Form – unabhängig von allen Einflüssen der jeweiligen Nürburgring-Besitzer denken und handeln zu können. Auch damals schon – und erst recht in einem aktuellen Zeitrahmen der Teuerung – sind aber die meisten Menschen zu kleinen Rechenkünstlern geworden.

  • Wer an der Nürburgring-Nordschleife den „Touristenfahrern“ zuschaut, muss allerdings nicht diesen Eindruck haben!

Ich habe über die aktuelle Gesamtsituation nachdenken müssen, als mir ein Buch in die Hand geriet, bei dem ich beim Durchblättern an „alte Zeiten“ erinnert wurde. Da stellte sich die Nürburgring-Nordschleife noch ganz anders dar. Und es gab noch eine „Südschleife“, die mit dem Bau des Grand-Prix-Kurses, seit 1984 nur noch für „Kenner“ in Teilstücken wahrnehmbar ist.

In dem Buch von dem ich heute sprechen möchte, gibt es sie noch. In einer Reihe von Fotos ist zu sehen, dass auch hier  - nicht nur auf der Nordschleife - ernsthaft Motorsport betrieben wurde. Und auf der Nordschleife – „damals“ – brauchte es keine Markierungslinien oder gar Sensoren, die ein Überfahren der Fahrbahngrenzen  signalisieren, um dann – evtl. - eine Bestrafung des Fahrers auszulösen.

  • Beim Überfahren der Fahrbahngrenzen „damals“, landete man bestenfalls im Krankenhaus. Wer „Pech hatte“ konnte sich danach noch nicht einmal mehr an seinen Fehler erinnern. - Er war tot!

Das Autoren-Team Michael Behrndt, Jörg-Thomas Födisch, Nil Ruwisch und Rainer Rossbach, haben nach ihrem Verkaufserfolg „Nürburgring-Album“, für die sie im Mai ds. Jrs. mit dem deutschen „Motorsport-Literatur-Preis“ ausgezeichnet wurden, mal wieder einen „Volltreffer“ gelandet, mit dem sie an die guten alten – gefährlichen – Zeiten auf der Nürburgring-Nordschleife erinnern. Auf 180 Seiten bringen sie mit rd. 400 Fotos, viele davon in schwarz/weiß, den interessierten Nürburgring-Fans der Neuzeit, den „alten Nürburgring“ näher, machen „bildhaft“ verständlich,  warum er mal als „Grüne Hölle“ bezeichnet wurde.

Die ihn heute noch so empfinden, haben inzwischen den Rennfahrern ein „Permit“ verordnet, während er für Herrn und Frau Jedermann als „normale Landstraße“ (ohne Geschwindigkeitsbegrenzung) befahren werden kann. Wenn solche Schilder irgendwo stehen, dann um geflissentlich übersehen zu werden. Für die Testfahrer der Industrie werden sie „ins Abseits gedreht“.

Das Buch bringt dem Leser aber nicht nur die „alte Nordschleife“ nahe, sondern erinnert auch mit vielen Farbfotos an die Schönheiten der Eifel und damit des Nürburgring-Umfeldes.

Das alles war nur möglich, weil es schon seit 1865 einen kleinen, feinen Postkarten-Verlag in Adenau gibt, bei dem die Buch-Autoren eine Vielzahl von alten Fotos ausgegraben haben. Das „Verlagshaus Klein“, in dem sich in Stadtmitte die Nachfahren des Gründers immer noch mit Erfolg fotografisch und künstlerisch betätigen.

Am Nürburgring selbst hat man sich schon vor langer Zeit aller „alten Materialien“ entledigt, das alte Archiv aufgelöst. Man ist dort „modern“ und zukunftsorientiert. - Auch bei den Preisen! - Nicht nur bei den Parkgebühren!

Anders bei dem Buch:

  • Im Format – 24 x 24 Zentimeter – und damit, wie man aus der Werbung weiß, quadratisch und gut, kann es jeder Interessierte im Buchhandel für 29,90 Euro erstehen.

Es trägt den Titel „Natur und Technik – Motorsport in der Eifel“ und ist unter der ISBN-Nummer 978-3-9825637-0-1 zu finden. Übrigens, wie ich nachgeschlagen habe, auch im so genannten Versandbuchhandel.

Bitte beehren Sie, lieber Motor-KRITIK-Leser, beim nächsten Einkaufsspaziergang aber besser mal wieder den Buchhändler Ihres Vertrauens. - Der freut sich!

Und Sie dürfen sich darüber freuen, dass dieses interessante Buch zum wohlfeilen Preis von 29,90 Euro zu kaufen ist.

Beim Blättern darin, wurden bei mir Erinnerungen wach. Bei anderen, jüngeren Menschen, entsteht so – vielleicht - aber erst ein „richtiges Bild“ vom Nürburgring, der mit seiner „Nordschleife“ noch heute – trotz seiner inzwischen an ihm erprobten Sicherheitsmaßnahmen - selbst einen DMSB immer noch sehr stark zu beeindrucken scheint!

  • Vorschlag: Auch in Frankfurt sollte man mit Euro 29,90 mal weniger als für eine Runde im „Touristenverkehr“ ausgeben! - Damit man auch hier einen Eindruck erhält.

Selbst die Bundesregierung beklagt einen vorhandenen allgemeinen Bildungsmangel!

MK/Wilhelm Hahne
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Erich Zakowski: Er ließ nur den Erfolg miterleben!

Sein Leben ging am Mittwoch, dem 1. November 2023 zu Ende. Am 25. November wäre er 90 Jahre alt geworden. Erich war in letzter Zeit immer häufiger – wie man schon mal sagt – „nicht so gut drauf“. Er hatte sich ziemlich zurück gezogen. Wer ihn in seiner Zeit als Chef des „Zakspeed-Teams“ erlebte, hat ihn niemals in“düsterer Stimmung“ erlebt. Dazu war – wenn man es von außen betrachtet – auch kaum jemals ein Grund vorhanden. Vor allem nicht in den „Hochzeiten“ des Tourenwagensports. Dabei stand deutlich ein Fabrikat in Verbindung mit seinem Namen im Vordergrund: Ford!

Seine Kontakte zum Hersteller waren durch seine Erfolge mit Fahrzeugen dieser Marke sehr eng. Ein Michael Kranefuß oder später, ein Lothar Pinske, wussten, was sie an ihm hatten. Und wer für ihn als Fahrer in Rennen unterwegs war, konnte sicher sein, mit konkurrenzfähigem Material eine gute Ausgangsbasis für seinen und den Erfolg des Zakspeed-Teams zu haben.

Noch vor wenigen Wochen haben sich Jörg van Ommen und seine Mutter hier in der Eifel getroffen, um Erich Zakowski mal einen privaten Besuch abzustatten. Nicht nur Jörg hat Erich viel zu verdanken! Sehr oft war in der Vergangenheit eine Motorsport-Karriere auch eng mit dem Namen Erich Zakowski verbunden.

Wobei der es nicht lassen konnte, auch mal einen Sprung in die Formel 1 zu wagen. Mit einem Ford-Motor natürlich, für dessen Konstruktion und Anpassung für ein F1 damals Norbert Kreyer verantwortlich zeichnete. Der gleiche Norbert Kreyer, der heute die „BoP“ z.B. beim 24h-Rennen und der VLN/NLS verantwortet. - Im Anschluss hat es auch nicht mit einem Yamaha-Motor geklappt. - Bernd Schneider könnte zu diesem Kapitel sicherlich viel erzählen.

Es gibt nicht nur diesen einen Namen aus dem motorsportlichen Umfeld des Erich Zakowski, der erst durch die Erfolge im Zakspeed-Team bekannt wurde. Das trifft auch für viele Fahrer und  andere Mitarbeiter seines Teams zu.

Privat hat Erich Zakowski nicht nur Erfolge erleben können. Das Leben ist eben ein Auf und Ab! -Ich erinnere mich, dass Erich mich vor Jahren bat, doch seine Memoiren zu schreiben. „Du weißt doch alles. Dir muss ich doch nur noch wenig erzählen. Das spreche ich dir auf Band und du schreibst über mein Leben.“

Ich war ein wenig überrascht und habe gefragt: „Ich soll alles schreiben, was ich von dir weiß?“ - Da musste Erich nicht lange überlegen und hat gemeint: „Natürlich nicht alles!“

Ich habe Erich sagen müssen, dass ich dann „nicht der richtige Mann bin“. - Dafür hatte er Verständnis. Es gibt auch andere Beobachter der Motorsport-Szene, die die Lebenserinnerungen eines Erich Zakowski schreiben könnten. Aber sie vermeiden es auch, weil sie das Bild eines Mannes nicht „ankratzen“ möchten, das aus Sicht der Öffentlichkeit nur von Erfolgen bestimmt war.

Private Niederlagen hat Erich auf seine ostpreußische harte Art einfach weggesteckt. Sie haben ihn nicht in seiner Arbeit gehindert, auch nicht daran, seine Ziele zu erreichen, die er sich selbst gesteckt hatte.

Manchmal hat Erich mir von Dingen erzählt, die er nicht verstehen konnte. Auch weil er wohl wissen wollte, ob er vielleicht der Einzige war, „der die Welt nicht mehr verstand“. - Erich war sicherlich nicht naiv, aber manche Entwicklungen – privat wie geschäftlich – haben ihn doch überrascht. Auch schon mal in dieser Kombination. Aber ihm war das – wenn man ihn nicht genau kannte – kaum anzumerken.

Auch nach seiner aktiven Zeit im Motorsport war Erich immer noch – und immer wieder – geschäftlich aktiv. Auf eine unauffällige Art. Genauso unauffällig, wie er vorher das Auf und Ab des Lebens verarbeitet hatte.

Genauso, wie er jetzt – fast unauffällig – von uns gegangen ist.

Wir alle, die wir den Motorsport lieben, haben einem Erich Zakowski auf seinem insgesamt nicht immer einfachen Weg, eine Menge guter Eindrücke und Erlebnisse zu verdanken.

Wilhelm Hahne

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VLN/NLS 2024: Man arbeitet an „Zwischenlösungen“!

Die für diesen Fall verantwortlichen Organisationen möchten wohl das Wort „Endlösung“ vermeiden, weil das – meint man vielleicht – „negativ belegt“ ist. Aktuell „gendert“ man wohl lieber, erhöht den Frauenanteil in der Führungsebene, bestellt im Restaurant kein „Zigeuerschnitzel“ und verhält sich eigentlich insgesamt so dumm, als hätte man nichts dazu gelernt. - Es ist hier zu der besonderen Situation gekommen, dass ein Rennstreckenbetreiber am Wohl und Wehe einer Rennserie genauso beteiligt ist, wie eine Gruppe von Veranstaltern, deren Einfluss über die Jahre aber etwas gelitten hat, geringer wurde. Während „früher“ die sportlichen Interessen überwogen, werden aktuelle Entscheidungen primär durch die kaufmännischen Interessen beeinflusst. - Man scheint zwar die Formulierung, „nichts Halbes und nichts Ganzes“ genau zu kennen, versucht sie aber in der aktuellen Situation zu vermeiden! - Darum:

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Der Motorsport ist überschätzt und bedeutungslos!

„Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil!“ - Natürlich kenne ich diese volkstümliche Gebrauchsanweisung. Aber was macht man, wenn man auf eine feinsinnige Anhäufung von übersüßen - vielleicht visionären - Erklärungen stößt, die per Saldo dann wirklich realitätsfern sind? - Leider reicht – wahrscheinlich – meine Restlebenszeit nicht, um dazu eine ebenso feinsinnig angelegte Buchreihe entstehen zu lassen, die mit ihren Argumentationsfäden dann zu einem festen Gewebe werden könnten, das den aktuellen Motorsport und die aktuelle Nachwuchsförderung (!) in Deutschland dann in einem richtigen Licht erscheinen lassen würde. - Man möge mir darum meine relativ kurze und „brutale Antwort“ – die nun folgt – verzeihen! - Jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung! - Natürlich auch die FDP! - Es hat auch zu allen Zeiten jede Art von Propaganda gegeben, aber die gerade gelesene, „schlägt dem Fass den Boden aus“! - Da kann ich dann auch  – grob – nur gegenüber stellen:

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„Sonderprüfungen“ für einen Präsidenten in Passau!

Dass der vorletzte Rallye-WM-Lauf am Wochenende als „Rallye Zentraleuropa 2023“ im Dreiländereck Deutschland-Tschechei-Österreich entschieden wurde, ist kein Zufall. Mit einem Beitrag dazu habe ich versucht, das in einer meiner vorhergehenden Geschichten zu verdeutlichen. Der ADAC-Sportpräsident – gleichzeitig dem Präsidium des DMSB angehörig – hatte per Saldo die richtige Entscheidung getroffen. Er hatte den einzigen Rallye-WM-Lauf, der in dieser Saison in Deutschland ausgetragen wurde, in ein Gebiet verlegt, in dem ihm die vorhandenen Kontakte zu Behörden besonders hilfreich sein konnten.  Dr. Ennser ist nicht nur in Passau, einer Universitätsstadt, geboren, sondern hat hier in Niederbayern auch den größten Teil seines Berufslebens, sowohl als Weisungsempfänger, als auch als Disziplinarvorgesetzter verbracht und verfügt darum wohl auch dort über „gute Kontakte“ in jeder Hinsicht. - So darf man dem vom ADAC im offiziellen Auftrag der FIA hier ausgerichteten Rallye-WM-Lauf auch insgesamt eine gute Note erteilen. Aber selbst an „Sonnentagen“ geschieht es manchmal, dass das Strahlen der Sonne durch einen vorüber gehenden Wolkenschleier leicht gedämpft wird. - Darum soll hier nicht nur einfach „Lob gehudelt“ werden, sondern – wie es in Motor-KRITIK schon mal vorkommt – auch über die  „Prüfungen“ informiert werden, die ein zweifacher Präsident dann schon mal – hier auch wegen seiner Doppel-Funktion -  dann „zweifach“ erleiden musste:

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Nürburgring-Parkgebühren: Passend? - Unpassend?

Immer wieder gibt es hier  bei Motor-KRITIK Beschwerden von Nürburgring-Besuchern, die das Thema „Parkgebühren“ betreffen. Mal sind welche fällig, mal sind auf bestimmten Parkplätzen die Schilder, die auf die Parkgebühren hinweisen, „umgedreht“. - Dann ist das Parken kostenlos!

  • Da gibt es dann keine Beanstandungen!

Grundsätzlich wird von allen „Beschwerdeführern“ zum Thema Parkgebühren aber deren Höhe beanstandet, die mit 10 € als eindeutig zu hoch empfunden wird, zumal dafür auch kaum etwas anderes angeboten wird, als ein Parkplatz auf unbefestigtem Boden.

  • Man parkt auf „einem Stück Acker“, wie ein Leser schrieb.

Es gibt eigentlich auch keine Bewachung, keine Garantie dafür, dass man nach Stunden als Zuschauer sein Auto auch noch vorfindet. Es gibt auch keinerlei Versicherungen. - Man zahlt nur! - Und das als Besucher einer Veranstaltung, für die man auch schon zahlen musste! - Ohne ein Parkplatzangebot hätte man diese Veranstaltung evtl. gar nicht besucht! - Man sollte aber nicht vergessen:

  • Ein Veranstalter hat evtl. nur die Rennstrecke, nicht deren Umfeld angemietet angemietet. Die Parkplätze verbleiben im Eigentum und Nutzung (auch als Pächter) beim Besitzer der Rennstrecke!

Eine Anregung zu dieser Geschichte gab es dadurch, dass ich durch eine Leser-Zuschrift auf einen neuen, scheinbaren „Höhepunkt“ zum Thema Parkgebühren am Nürburgring aufmerksam gemacht wurde. Da gab es gerade bei einer Veranstaltung – jetzt im Oktober - zu einer Situation, die von meinem Leser so dargestellt wurde:

Er besucht schon viele Jahre den Nürburgring als Teilnehmer an „Touristenfahrten“. Andere Veranstaltungen hatte er schon Jahre am Nürburgring nicht mehr besucht. Als ihn nun eine Veranstaltung im Oktober interessierte, hat er sich vorher gründlich auf der Nürburgring-Internetseite informiert. Auch zu möglichen Parkgebühren. Dazu hat er dann, in Verbindung mit der Veranstaltung (German TimeAttack Masters), auf der Nürburgring-Internetseite eine Information gefunden, die er mir als Screenshot mit gesendet hat.

Das ist lt. Information meines Lesers an Motor-KRITIK das, was er zum Thema Parkgebühren dort in Verbindung mit dieser Veranstaltung gefunden hat. Nach entsprechender Anreise zu der Rennveranstaltung musste er aber feststellen, dass er auf den genannten Parkplätzen 10€ Parkgebühren zahlen musste. - Das hat diesen Leser empört. Er schrieb mir dazu:

...“aber erst zu sagen, das ist kostenlos und dann, nachdem die Besucher zum Teil mehre hundert Kilometer angefahren sind, doch Parkgebühren zu verlangen, so was grenzt an Wegelagerei.“

Ich konnte – und kann – das leider nicht (mehr) kontrollieren, da sich die Einträge auf den Nürburgring-Internetseiten inzwischen verändert haben, wie mir auch mein Leser auf mein Vorhalten bestätigen musste.

Da das aber nicht der erste Hinweis auf die „zu hohen“ Parkgebühren am Nürburgring sind, möchte ich meine Leser mit dieser Geschichte dazu anregen, mir doch einmal nicht nur ihre Erfahrungen zu diesem Thema mitzuteilen, sondern auch klar ihre Meinung dazu zu äußern.

Den neuen Nürburgring-Besitzer dazu zu befragen, ist leider überflüssig, da der zu mir – und Motor-KRITIK – keinerlei Kontakt pflegt. Ein Leser-Echo würde mich aber evtl. noch mal zu einer Ergänzung dieser Geschichte veranlassen!

Vielleicht kommt man am Nürburgring aber auch aufgrund eigener Erfahrung, gerade m Hinblick auf die nächste Motorsport-Saison, zu einer realistischen Bewertung der Bedeutung eines Parkplatzes für die Besucher einer Nürburgring-Veranstaltung.

Und dessen Auswirkung auf die Besucher-Frequenz!

MK/Wilhelm Hahne
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Am Wochenende „ennsert“ es mal wieder in Passau!

Passau ist nicht nur eine „Drei-Flüsse-Stadt“, weil dort Donau, Inn und Ilz zusammenfließen, ist nicht nur eine kreisfreie, sondern auch eine „lebenswerte“ Universitätsstadt unweit der Grenzen zu  Österreich und der Tschechei. Das hat man bei der FIA, der internationalen Motorsport-“Behörde“ in Paris sicherlich nicht gewusst, als man den ADAC in München mit der Durchführung eines Rallye-Weltmeisterschaftslaufes beauftragte.

Man wird gewusst haben, dass man den Sport-Präsidenten des ADAC, der gleichzeitig Präsident des DMSB ist, damit gut beschäftigt, wird aber kaum begriffen haben, warum der ADAC aus diesem bedeutenden Auftrag dann eine „Rallye Zentraleuropa 2023“ machte.

Der ADAC hat diese Rallye von seiner Streckenführung her nämlich ab morgen, Donnerstag, 26. Oktober 2023 nicht einfach um Passau herum, als eine Rallye durch Niederbayern angelegt, sondern lässt die wesentlichen Wertungsprüfungen auf dieser Rallye in Tschechien und Österreich austragen.

Der Start findet zwar – praktisch in einer „Zeremonie“ – in Prag statt und schon die ersten zwei Wertungsprüfungen werden in Tschechien ausgetragen, aber:

  • Der „Servicepark“ – und damit Dreh- und Angelpunkt dieser Rallye, wo man jeweils abends parkt und morgens wieder startet, ist immer Passau, die „kreisfreie Stadt“ in Niederbayern.

Nein, man wird diese Rallye nicht im Internet -„Veranstaltungskalender“ der Stadt Passau finden. Zu viel „Anregung“ würde im Fall der „Rallye Zentraleuropa 2023“ nur schaden. Schon im Vorfeld hatte die Rallye im Stadtrat für Aufregung gesorgt, als es aus den Reihen der „Grünen“ lautstarke Proteste gab.

Aber dem Stadtrat insgesamt war die vom ADAC nach Passau geplante Rallye, die insgesamt – auch wegen der zu erwartenden vielen Besucher – ein Zusatzgeschäft bedeutet – wichtiger!

Das Passau zum Dreh- und Angelpunkt dieser Rallye wurde, ist nicht der FIA, nicht dem ADAC, sondern eher dessen Sportpräsidenten zu verdanken, der nicht nur in Passau geboren wurde – damit praktisch „ein Kind der Stadt Passau“ ist – sondern in der Universitätsstadt Passau auch Jura studiert hat.

  • Dr. Gerd Ennser, der ADAC-Sportpräsident, ist ein echter Niederbayer!

Dr. Ennser hat sein ganzes Arbeitsleben in Bayern verbracht. Er war nach den Staatsprüfungen, die man als Jurist abzulegen hat, zunächst Syndikusanwalt bei einem großen bayerischen Automobilhersteller, trat dann in die bayerische Justiz ein und arbeitete – auch in Passau – zunächst als Staatsanwalt und Richter am Landgericht. Er wurde dann Gruppenleiter bei der Passauer Staatsanwaltschaft. Den Rest seines normalen Arbeitslebens hat er in leitenden Positionen bei den Amtsgerichten in Viechtach, einem kleinen bayerischen Luftkurort und Freyung, der Kreisstadt des Landkreises Feyung-Grafenau verbracht, die nicht nur – natürlich – auch in Niederbayern liegt, sondern auch im so genannten „Dreiländereck Bayerischer Wald“, nahe der Grenze zu Tschechien und Österreich.

Wer wird sich da noch wundern, wenn der ADAC den Auftrag der FIA, die man als „Fédération Internationale de l’Automobile“ mit Sitz in Paris kennt, nun rund um das niederbayerische Passau durchgeführt wird? Da ist Dr. Ennser, der aktuelle ADAC-Sportpräsident wirklich zu Hause, dort hat er alle wichtigen Kontakte zu den für die Genehmigungsverfahren zur Durchführung einer Rallye wichtigen Persönlichkeiten.

Es ist dann auch kaum verwunderlich, wenn dann alle Versuche von „Grünen“-Politikern und anderen Gruppierungen, die sich selber den „Umweltschützern“ zurechnen, irgendwo im Behörden-Aus versanden. - Dachte ich!

Aber nach Abstimmung mit den Ordnungsämtern sowohl der Stadt, wie auch dem Landratsamt des Kreises Passau kann ich vermelden, dass bis heute - zum 25. Oktober 2023, 9:15 Uhr - keine Protestaktionen von Umweltschützern angemeldet worden sind. Nach Auskunft der Pressestelle der Stadt Passau müsste eine Anmeldung eigentlich 24 Stunden vorher erfolgt sein.

Man schließt aber nicht aus, dass trotzdem – vielleicht – „Spontan-Aktionen“ stattfinden. In diesem Fall weiß man natürlich noch nicht, wie man die behandeln wird. - Kinderüberraschung?

Ich persönlich hatte den Eindruck, dass auch hier Dr. Ennser z.Zt. alles fest im Griff hat.

  • Die FIA hatte die „richtige“ Organisation, die Organisation den „richtigen Mann“, der „richtige Mann“ den „richtigen Ort“ zur Durchführung des einzigen Rallye-WM-Laufs in Deutschland ausgewählt! - Die dann aber mehr durch Tschechien und Österreich führt!

Nicht erst ab Morgen „ennsert“ es wieder in Passau. Der Sohn der Stadt macht sich um deren internationale „Außenwerbung“ verdient!

Wie hatte Dr. Ennser im Jahre 2021 bei seiner Einführung als ADAC-Sportpräsident doch so richtig gesagt:

„Motorsport, Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein schließen sich nicht aus. Und der ADAC kann mit überzeugenden Konzepten und guten Strategien eine Vorreiterrolle übernehmen.“

MK/Wilhelm Hahne
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