Luftrettung in Rheinland-Pfalz: Mal so – mal so!

Anfang 2018 hatte die ADAC-Luftrettung mit „Christoph 77“ ihren Modernisierungsprozess mit der Einstellung eines modernen Airbus H 145-Hubschraubers als „Dual-Use“-Rettungs-Hubschrauber auf dem Landesplatz des Johannes-Gutenberg-Universitäts-Klinikums in Mainz vorläufig abgeschlossen.

Dort besteht lt. Bescheid des Wirtschaftsministeriums in Mainz seit Juli 2008 eine Genehmigung zur Durchführung von Flügen nach Sichtflugregeln bei Tag und Nacht, die aber erst jetzt – im Jahre 2020 – von der ADAC-Luftrettung in der Praxis genutzt wird, wie man einem SWR-Fernsehbeitrag in diesem Wochen entnehmen konnte.

Eine Nachtfluggenehmigung nach §6 Luftfahrtrecht für den Johanniter-Hubschrauber am Nürburgring – vor rd. zwei Jahren beantragt – wurde bis heute nicht erteilt. Eine aktuelle Auskunft des zuständigen Mainzer Ministeriums lautet:

„...Ein derartiges Genehmigungsverfahren zur Anlage und zum Betrieb eines Hubschrauberflugplatzes erfordert unter anderem die Beteiligung von Fachbehörden als auch der Öffentlichkeit durch die Obere Landesluftfahrtbehörde. Beispielsweise bei schwierigen topografischen Bedingungen und betrieblichen Anforderungen Dritter, die auf die Anlage und den Betrieb eines Hubschrauberflugplatzes einwirken, können umfangreiche Abstimmungen und Verfahrensschritte erforderlich sein. Umfangreiche Gutachten müssen eingeholt und mit diversen Fachbehörden abgestimmt werden.

Die Verfahrensdauer eines derartigen Genehmigungsverfahrens zur Anlage und zum Betrieb eines Hubschrauberflugplatzes hängt von den Umständen des jeweiligen Einzelfalls ab. Sie beträgt regelmäßig mehrere Monate, kann sich aber auch über Jahre hinziehen. ...“

In 2019 flog der Johanniter-Hubschrauber vom Typ Eurocopter AS 356 N3 am Nürburgring 821 Einsätze im 12-Stunden-Betrieb, wodurch eigentlich schon deutlich wird, dass dort eine Nachtfluggenehmigung als eine sinnvolle, praxisgerechte Ausweitung der Unterstützung von Rettungskräften in der Eifel-Region um den Nürburgring empfunden werden könnte.

MK/Wilhelm Hahne

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