2022-06

NLS 4: Mal ohne „spannende Duelle“ und „Romantik“!

Gestern habe ich unter „Aktuell“ mehr als nur die reinen Starterzahlen für den 4. NLS-Lauf am kommenden Samstag vermeldet. Kommentiert habe ich die - realistisch betrachtet - kleinen Zahlen nicht direkt. Ich persönlich fand sie auch nicht romantisch. Darum habe ich mich auch über die offizielle Vorschau zum 45. RCM DMV Grenzlandrennen am 25. Juni 2022 schon ein wenig gewundert, die getitelt ist:

„Duelle an der Spitze und ein Hauch Romantik bei NLS4“

Da heißt es dann gleich im ersten Absatz:

„Das Teilnehmerfeld verspricht spannende Duelle um vordere Platzierungen in allen Klassen und brandheiße Action.“

Warum brandheiße „Äcktschen“ interessanter ist als sehenswerte „Aktionen“ – weiß ich nicht. Ich weiß auch nicht, wo es in 25 Prozent der teilnehmenden Klassen „spannende Duelle“ geben soll, wenn da nur jeweils ein einziges Fahrzeug in der Klasse startet.

Interessant fand ich aber, dass man auf der offiziellen „VLN“-Seite (so ist sie immer noch benannt!) eine offizielle Erläuterung fand, der man entnehmen kann, wer eigentlich diese „brandheiße Action“ in 24 Klassen verantwortet. - Ich habe diese offizielle Darstellung unverändert hier einkopiert:

„Die Nürburgring Langstrecken-Serie wird von zwei Firmen durchgeführt: der VLN VV GmbH & Co. KG und der bisherigen VLN e.V. & Co. OHG. Aus der VLN e.V. & Co. OHG wurde die VLN Sport GmbH & Co. KG. Gesellschafter sind nach wie vor die neun Motorsport-Vereine, die Ausrichter der Rennen sind. Geschäftsführer ist der bisherige Generalbevollmächtigte Ralph-Gerald Schlüter. Durch die Namensgebung VLN Sport GmbH & Co. KG wird auch im Namen dokumentiert, dass die sportliche Ausrichtung hier angesiedelt ist, während die VLN VV GmbH & Co. KG für die Veranstaltung und Vermarktung der Serie steht.“

Ich wurde inzwischen von Fans gefragt, ob sich der Besuch des Rennens bei einem so kleinen Starterfeld und den aktuell so großen Benzinpreisen überhaupt lohnen würde. - Ich meine: JA!

Nur sollte man sich vorher mit dem Starterfeld beschäftigen und für sich Akzente setzen. Man kann sich mit bestimmten Streckenabschnitten beschäftigen, sich an bestimmten Stellen dafür interessieren, in welchem Gang die Teilnehmer hier – bei einem Vergleich von gleichen Fahrzeugtypen – vorbeikommen. - Oder aber, wo – und wie unterschiedlich – in die nächste Gangstufe geschaltet wird. - So kann man – auch – Fahrerkönnen einschätzen!

Man kann sich auch – bei den reinen Tourenwagen – mit dem Beobachten und dem persönlichen Werten von  Fahrverhalten und der unterschiedlichen Leistung beschäftigen. - Man kann auch einfach nur beim Zugucken Spaß haben!

Mich persönlich wird z.B. der Toyota GR 86 interessieren, der in der Klasse SP4, als eins von drei dort genannten Fahrzeugen – werksseitig eingesetzt (!) - sich der sportlichen Auseinandersetzung stellt. - Zum ersten Mal! -  Großzügig betrachtet ist der GR 86 eine Weiterentwicklung des bekannten Toyota Sportwagens GT 86. Aber er wurde so „großzügig“ überarbeitet, dass es eigentlich ein neues Automobil geworden ist, dass in der reinen Straßenversion auch noch preislich erschwinglich – aber erst für das Jahr 2023 zu bestellen ist. Es werden auch – soweit mir bekannt – nur 600 Fahrzeuge nach Deutschland kommen.

Der Motor, der bekannte Vierzylinder-Boxermotor von Subaru (Toyota hat seit 2008 eine Minderheitsbeteiligung von 16,5 Prozent an Subaru) wurde durch eine Vergrößerung der Bohrungen um 8 mm auf einen Hubraum von rd. 2,4 Liter gebracht und wird so zu einem Kurzhuber.. Dadurch nahm auch das Drehmoment zu. Es beträgt nun 250 Nm/3.700U/min. In der Straßenversion leistet der Motor nun 172 kW (235 PS) bei 7.000 U/min. Da  ist das Erreichen des max. Drehmoments bei 3.700 U/min schon bemerkenswert! - Die Motorüberarbeitung ist aber noch weitergehender!

Bemerkenswert ist auch, dass sich die Karosseriefestigkeit des GR 86 gegenüber dem GT 86 um rd. 50 Prozent verbessert hat: vor allen Dingen durch eine Verbesserung der Vorderwagen-Struktur. Das Fahrzeug besitzt Heckantrieb und – serienmäßig – ein Torsen-Sperrdifferential. - Also ein richtiges mechanisches Differential!

  • In der in Deutschland ab 2023 wieder lieferbaren Straßen-Version wird der Toyota GR 86 um 37.000 Euro kosten.

Damit ist eigentlich klar, dass dieser Toyota ein interessantes Hecktriebler-Angebot für die Fans dieser Antriebsart ist, die sich einen BMW M3 – selbst in der einfachsten Ausführung – nicht mehr leisten können. Aber auch nicht leisten müssen! - Wenn sich denn der neue Toyota GR 86 auf der Nürburgring Nordschleife so verhält, wie man das aufgrund seiner technischen Daten erwarten kann.

Darum schaue ich z.B. beim 4-. NLS-Lauf speziell auf dieses Fahrzeug, das in der Klasse SP4 mit der Start-Nr. 244 gegen zwei BMW antritt. (#250 BMW 325i, #254 BMW 346c)

Das nur als eine Anregung - von vielen möglichen! - Jeder Besucher und Zuschauer möge den 4. NLS-Lauf so sehen und nutzen, wie es ihm gefällt – und so, dass es ihn evtl. auch beim Einschätzen vom „Wert“ mancher Fahrzeuge weiter bringt.

Wenn ihn denn überhaupt Automobile mit Verbrennermotor noch interessieren. - Mich schon!

Bei Toyota scheint man zu wissen, was sich BMW-Fans wünschen! - Schau’n wir mal!

MK/Wilhelm Hahne

PS: Für VLN-Fans, die im Fahrerlger unterwegs sind: #244 findet man in Box #10. - Dort steht auch der Werks-Lexus LC, der mit der #345 in der „VLN 24h-Special SP-Pro startet (Restriktorpflichtige Fahrzeuge über 3.000 ccm) startet und dort ohne jede direkte Konkurrenz ist! - Das ist die Renn-Version des Serien-Coupés, das man… - aber das ist noch alles geheim!

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4 Tage „Touristenfahrten“: GREEN HELL DRIVING DAYS

Für den Monat Juni 2022 hatte die Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG vier volle Tage für die o.g. Eigenveranstaltung im Kalender eingeplant. Man hatte die Zeit von Fronleichnam (16.) - einem Donnerstag – bis zum Sonntag, dem 19. Juni im Veranstaltungskalender für sich reserviert, weil man wohl zu diesem Zeitpunkt a)  gutes Wetter erwarten, b) viele „Touris“ auch für den Freitag erhoffen konnte (weil ein solcher Tag dann in diesem Fall gerne als „Brückentag“ genutzt wird) und entsprechend der geltenden Gebührenordnung 30 Euro pro Runde eben fünf Euro mehr sind, als man am Wochenanfang verlangt. Und viele sind gekommen! - Trotzdem werden es – nach den Beobachtungen von Motor-KRITIK – wohl weniger gewesen sein, als man erwartet hatte. Aber der Anteil an ausländischen Besuchern war sehr hoch. Wie von Eifel-Bewohnern zu hören, waren in den Restaurants direkt um den Nürburgring viele Fremdsprachen zu vernehmen. - Motor-KRITIK hat sich nicht nur ein Bild, sondern auch Fotos gemacht, die nachstehend zusammen mit meinen Eindrücken und Überlegungen den Motor-KRITIK-Lesern einen Eindruck vermitteln können.

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„Je oller – je doller!“ - Fundstück #3 aus 2010:

Anfang 2010 hatte ich in den Nr.1-Ausgaben des Jahres 2010  von „ADAC-motorwelt“ und „auto motor und sport“ geblättert und empfand Erklärungsbedarf. Ich habe erfahrene Techniker kontaktiert und dann notiert, was dem so entstandenen Team – die Techniker wollten aus verständlichen Gründen ungenannt bleiben – in den bei den folgenden gemeinsamen Diskussionen zur Zukunft des Automobils so eingefallen ist. - Anfang des Jahres 2010! -  Die Leser von „Motor-KRITIK“ sollten gleich zu Beginn eines neuen Jahrzehnts eine Vorlage erhalten, die sie lesen, begreifen und zur eigenen Meinungsbildung nutzen konnten. - Die folgenden Überlegungen sind die von erwachsenen Menschen mit einer Menge Technik- und Lebenserfahrung und bieten eine Menge Ansatzmöglichkeiten. - Für Zustimmung und Widerspruch! - Versucht man aktuell (2022)  bei „Google“ unter Eingabe des vollen Titels diese Geschichte zu finden, so gibt es zugleich mit dem Angebot einer Auswahl von Geschichten zu diesem Thema den Hinweis, das 2.120.000 Ergebnisse in 0,46 sec gefunden wurden. Angezeigt werden 16 Seiten mit Titeln zu diesem Thema. Motor-KRITIK findet da aber nicht statt. Aber es gibt am Ende der 16 Seiten den Hinweis, dass man die bereits gezeigten Geschichten, unter Einfügung von ausgelassenen 154 Geschichten noch mal aufrufen kann: Macht man das, findet man die Motor-KRITIK-Geschichte auf der ersten Seite gleich zweimal. Mit den Datumsangaben 2015 und 2019. Da hatte ich meine Geschichte – zur Erinnerung – wohl noch mal eingestellt. - So wie ich es heute auch wieder mache! - Damals – 2010 – bin ich behutsam mit einem Zitat von Antoine de Saint-Exupéry in das komplexe, schwierige Thema eingestiegen: „Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen.“ - Bitte nicht vergessen: Man schrieb Januar 2010, als diese Geschichte hier in Motor-KRITIK veröffentlicht wurde! - Der Text dieser – hier nun folgenden - „alten“ Geschichte, ist unverändert geblieben – nicht „aktualisiert“ worden! - (Unter uns: Ich stelle die Geschichte auch deshalb noch mal ein, weil sie bisher – gemessen an den Leserzahlen – wenig Interesse gefunden hat!)

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Motor-KRITIK-Informationen: „Eine Klasse für sich“?

Ein Leser hat das nach dem Lesen meiner letzten Geschichte in einer e-mail an mich geschrieben. Er war bei der „Buchvorstellung dabei gewesen. - Um genau zu sein: Er hat nicht „Motor-KRITIK“ geschrieben, sondern „W.H.“ gemeint. - Aber diese zwei Begriffe sind eigentlich – inzwischen seit Jahrzehnten – untrennbar miteinander verbunden. - Aber gerade am Beispiel dieser Geschichte lässt sich nachweisen:„Nobody is perfect“. - Da wird schon mal beanstandet, dass meine Geschichten zu lang sind. - Stimmt! - Aber wie man nachstehend feststellen könnte, sind sie oft immer noch etwas zu kurz. - Auf meine letzte hier eingestellte Geschichte, auf die „Buchvorstellung“ bezogen, muss ich mich fragen: Hatte die vielleicht zu viele Fotos und zu wenig Text? - Na ja; jedenfalls habe ich heute – nicht nur einen - Grund, noch mal ergänzend eine „kleine“ Geschichte zu schreiben. Da steht sicherlich auch Einiges drin, was Leser – die mich nicht kennen – zu der Feststellung verleiten könnte:

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Nürburgring: Ein Wochenende mit Erinnerungen…

Das Wetter in der Woche war sonnig und angenehm und es gab – nach meinem Empfinden – eine überraschende Einladung zu einer Buchvorstellung am Nürburgring ins „ring°werk“. - Samstag, 11. Juni, 14 Uhr, 1. Stock, „ring°werk“- Bei meinem Eintreffen bestätigten sich dann die „Fragezeichen“, die sich nach dem Erhalt einer kurz vorher erhaltenen telefonischen Einladung ergeben hatten. Es war dann nämlich – noch überraschender – eine schriftliche Einladung – praktisch 24 Stunden vor der Buchvorstellung bei mir eingegangen. - Wie dem auch sei: Ich bin der Einladung gerne gefolgt, bin auf interessante Leute getroffen, habe mir persönlich bisher unbekannte Motor-KRITIK-Leser kennen gelernt, auch Leute erlebt, die mich – obwohl sie mich kennen – „rücksichtsvoll“ übersehen haben. - Also eigentlich alles wie immer! - Aber ich habe auch eine Ausstellung kennen gelernt, die ich der Bedeutung eines vor gut 60 Jahren in Monza tödlich verunglückten – bedeutenden (!) - deutschen Rennfahrers als angemessen empfunden habe. - Die Buchvorstellung nutzte diese – sehenswerte! - Ausstellung im “ring°werk“ des Nürburgrings als Rahmen. Dabei soll hier nicht untersucht werden, warum sie inzwischen am Nürburgring gelandet ist.

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Der Tag nach „RaR“: „Touristenfahrten“ wie immer?

„Rock am Ring“ zog nach Veranstalterangaben zwischen dem 3. und 5. Juni 90.000 Besucher an den Nürburgring. Da hätte man gerne die Nordschleife zum Parken und Zelten genutzt. Wie das „früher“ auch schon mal möglich war. Aber das waren noch andere Zeiten. Es gab auch andere Verhandlungspartner. Dieses Mal hatte der „lange Arm“ des russischen Nürburgring-Besitzers, ein Deutsch sprechender Russe, Viktor Martin, aber Anweisung gegeben, dass die Nordschleife auch während „Rock am Ring“ für die „Touristenfahrten“ nutzbar sein muss. So hatten denn auch die Geschäftsführer entsprechend verhandelt. Sie hatten aber mit dem neuen „RaR“-Veranstalter auch neue Erfahrungen machen müssen. Auch dessen Bedingungen waren glasklar. Mit Vertragsabschluss hatte der nicht nur formal das Hausrecht am Nürburgring übernommen, sondern auch in der Realität. Da war mancher „Bittsteller“ schon überrascht. Ein „das haben wir doch immer so gemacht“ hatte dieses Mal keine Gültigkeit. Und die sog. Geschäftsleitung des Nürburgrings keinen Einfluss. - Dafür liefen dann aber – wie vom russischen „Fadenzieher“ gewünscht - dann die „Touristenfahrten“ auch während der Veranstaltungstage von „Rock am Ring“. Schon wegen der Verkehrsverhältnisse während der „RaR“-Veranstaltung war wohl aber das Ergebnis nicht so toll aber wohl zufrieden stellend. - Grund genug, am Tag nach „RaR“, mal nach dem Rechten zu sehen.

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Quasi mein Lebensmotto: Kein Pakt mit dem Teufel!

Der Teufel hat in meinem Leben oft mit Geldscheinen gewunken. Ich habe sie übersehen. Weil ich wohl keinen Blick dafür hatte. Wohl mehr das richtige Gefühl. Darum habe ich wohl auch in der richtigen Zeit Motorsport betrieben, weil da noch keine „BoP“ oder „Code 60“ auf der Nürburgring-Nordschleife Bedeutung hatten. Die Fahrer dieser Zeit fuhren mehrheitlich verantwortungsbewusst! Es gab da auch einige Zeit noch keinen DMSB. - Der war jedenfalls für mich – zu meiner Zeit – ohne Bedeutung. Der durfte mir – nach der ONS (den es in anderer Form immer noch gibt!) - die notwendige Lizenz ausstellen. Und wurde dafür bezahlt! - Das war’s!

Wir leben aber inzwischen offenbar in einer anderen Zeit. Da braucht nur jemand mit Geld zu winken – oder mit Geldstrafen zu drohen – und alle parieren! Bis auf die, die die Macht haben! Die ist heute noch bedeutender als Geld. - Aber Macht fällt einem meistens zu – oder man maßt sie sich an! - Auch manche (Amateur-)„Rennfahrer“ fühlen sich mächtig! Weil sie das Geld haben, z.B. einen GT3 zu steuern. Weil man dazu auch immer weniger können muss, es dafür aber auch mehr elektronische „Krücken“ (Fahrhilfen) gibt.

Und natürlich auch mehr Komfort, den es „früher“ beim Rennen fahren nicht gab. Da war man körperlich schon schwerer belastet. Ein Langstreckenrennen war für den Fahrer schon eine Dauerbelastung, weil er auch für all’ seine Entscheidungen, z.T. in Nano-Sekunden getroffen, selbst verantwortlich war. - Heute werden Entscheidungen beim Hersteller, von der Teamleitung, vom „Chef“ getroffen. - Oder vom Computer! -  Und vom DMSB durch Vorschriften bestimmt! - Aber grundsätzlich gilt in diesen Zeiten besonders: Geld bestimmt die Welt!

Oder Corona! - Oder ein Krieg! - Oder der Mainstream bestimmt die Handlungen eines Einzelnen!

Weil man den „Mainstream“ heute ernst nehmen muss. So wie die „Nachhaltigkeit“. Wobei ich mich frage: Ist ein Krieg eigentlich „nachhaltig“? - Bei mir eigentlich schon. Ich wurde schon als Kind und Heranwachsender von ihm geprägt. - Und nach dem Krieg z.B. von dem Erleben an offenen Massengräbern. Aber auch davon, wie schnell aus Ortsgruppenleitern Widerstandskämpfer werden konnten. Die dann mit einem „Permit“ der Militärregierung Auto fuhren, was einfachen Normal-Bürgern („Mitläufern“) verboten war.

Eine gute Behandlung erfuhren die, die in der KPD waren. - Solange die noch nicht verboten war!  Dann war die CDU bedeutend und auch die SPD. Die FDP quetschte sich quasi dazwischen. Dann rutschte – weil man sich inzwischen „anpasste“, die CDU mehr nach links, die SPD mehr nach rechts und machten so nicht nur die „Flanken frei“, sondern ließen auch keinen Platz mehr für die FDP. Aber rechts und links konnten sich so „Die Linken“ und die „AfD“ ansiedeln.

Die „Volksparteien“ (warum werden sie eigentlich so benannt?) waren von einer Entwicklung überrascht, die sie selbst verursacht hatten!

Ebenso ist eigentlich die Entwicklung hin zum Ukraine-Krieg auch keine Überraschung. Wenn man z.B. einmal die Entwicklung dahin – unbeeinflusst – überdenkt!

Ich verstehe so nicht, dass, wenn man z.B. - aus meiner Sicht - als Kriegsberichterstatter im Irak war, völlig vergessen zu haben scheint, wer dort einmal – zumindest mir – unangenehm aufgefallen ist. Waren „unsere amerikanischen Freunde“ dort Vorbild? -  Aber ich musste auch „damals“ während des Korea-Krieges schon das niederländische Fernsehen um 20 Uhr einschalten (ich wohnte nahe der holländischen Grenze), wenn ich nicht nur über die „Großtaten unserer amerikanischen Freunde“ – einseitig und „freundschaftlich“ – informiert werden wollte!

Wie ich bei diesem Vergleich heraus fand, der mir durch einen Zufall möglich wurde!

Hat der Krieg in der Ukraine nicht auch eine Ursache in einer verfehlten, einseitig von „unseren amerikanischen Freunden“ bestimmten westlichen Politik?

Wir Deutschen sind scheinbar – so meine ich – in einen träumerischen „Wohlstands-Dämmerzustand“ verfallen. Wir glauben eben auch aller „Werbung“. Selbst Mercedes steht z.B. immer noch für „das Beste oder Nichts“!

Aktuell werden gerade mal wieder rd. 1 Million Mercedes-Automobile weltweit in die Werkstätten zurück gerufen, weil die Bremsanlage ausfallen könnte. In der Politik hätte ein „Rückruf“ auch schon vor einiger Zeit erfolgen müssen, denn inzwischen rasen wir als Passagier von „gelenkten“ Politikern sozusagen „bremsenlos“ der nächsten Katastrophe entgegen!

Verfolgt man die aktuelle Kriegsberichterstattung über den so genannten Ukraine-Krieg in unseren Medien, dann bin ich als Journalist schon froh, so alt zu sein, dass man den Krieg – bis jetzt – nur aus dem deutschen Fernsehen kennen lernt. - Denn ich weiß, was „Krieg“ wirklich bedeutet!

Aber viele deutsche Politiker sind aktuell bemüht, durch eine Art Bildungsreise selber zu "Kriegs-Fachleuten" zu werden. - Oder dienen diese Reisen nur der Selbstdarstellung? - Dieser Ukraine-Krieg muss eine neue Art von Krieg sein, den ich bisher noch nicht kannte. Wenn das so weiter geht, werden solche „Bildungsreisen“ in Kriegsgebiete sicherlich auch bald für die Vertreter „besserer Kreise“ von Reiseunternehmen zu „Schnäppchen“-Preisen als eine Art Abenteuer-Urlaub angeboten werden.

Obwohl inzwischen in einigen Ḿedien schon davor gewarnt wird, den derzeitigen Krieg im Osten Europas einfach als ein Stück Normalität hinzunehmen – und zur Tagesordnung über zu gehen.

Aber da hätten wir dann die Inflation. Oder schau’n wir aktuell mal auf die Tankstellenpreise. Warum denke dann zumindest ich  dabei an die Vokabel „Kriegsgewinnler“?

Ich bin wohl in der falschen Zeit heran gewachsen!

Und heute wohl vom Heiligen Geist erfüllt. - Denn es ist Pfingstmontag!

Wilhelm Hahne

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Entschuldigung! - Eigentlich hätte ich gerne…

...mal eine ausführliche Geschichte zum Thema „smart“ geschrieben, der uns im späten Herbst dieses Jahres in einer neuen Version wieder erreichen wird. Dieses Mal aus China. - Während die meisten Firmen derzeit ihre bisher bestehenden guten Kontakte zu Russland abbrechen, um „einen guten Eindruck zu machen“, wird die Abhängigkeit von China – gerade bei der Automobilindustrie – immer größer. Bis dass dann mal wieder irgendein „Volksvertreter“ auf die Idee kommt… - Aber ich möchte hier keine Abhandlung über die „moderne Vorstellung“ von „freier Weltwirtschaft“ schreiben.

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Nürburgring-Events: Nachbetrachtung & Vorausschau!

Motor-KRITIK-Leser haben bei mir beanstandet, dass meine letzte Geschichte eigentlich keine „richtige“ Nachberichterstattung – wie von mir angekündigt – gewesen wäre. Man hätte sicherlich der Geschichte Einiges entnehmen können, was ihnen als Besucher sonst sicher verborgen geblieben wäre, aber eigentlich… - Darum gibt’s hier dann nicht nur eine kleine Sammlung von Notizen, die ich mir zum 24h-Rennen gemacht habe – schön durchnummeriert – sondern dann auch gleich noch ein paar Gedanken – ich nenne es „Vorausschau“ – zu der vor uns liegenden Großveranstaltung „Rock am Ring“. - Ich hoffe so, dann alle Leseransprüche erfüllt zu haben. So nebenbei habe ich dabei Ordnung in mein Notiz-Chaos gebracht. - Das 24h-Rennen hat sicherlich nicht zur Zufriedenheit aller Akteure  – Hersteller, Teams, Fahrer – geendet, wurde aber wohl doch zur Zufriedenheit der meisten Besucher und Zuschauer abgewickelt. Ob das auch bei „Rock am Ring“ so sein wird, wird aus den verschiedensten Gründen von mir – ganz persönlich – bezweifelt. Beide Veranstaltung sind sicherlich, was die Anzahl der zahlenden Zuschauer betrifft, die größten „Events“ in diesem Jahr, die am Nürburgring stattfinden.

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