2022-10

RCN-Rennen Schwedenkreuz: Einiges zum Nachdenken!

Wer glaubt alles zu wissen – oder versucht alles zu begreifen, der sollte keine vom DMSB genehmigten Rennen besuchen. Ich war als normaler Besucher des o.g. Rennens vor Ort, war nicht akkreditiert, erfuhr keine Sonderbehandlung, habe zwar ein wenig Erfahrung im Motorsport – auch am Nürburgring - aber das war wohl der Motorsport „von gestern“. Ich habe in der „Motorsport-Neuzeit“ dieses Rennen besucht, weil es ein 3h-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife war, durchgeführt auf dem gleichen Kurs, der acht Tage vorher auch für die NLS bei Durchführung eines  4h-Rennen genutzt wurde. - Die Differenz war aber nicht nur eine Stunde! Es gab z.B. schon einen deutlichen Unterschied beim Meldeergebnis. - Beim Betrachten der Gesamtwertung wurde aber auch ein anderer Unterschied deutlich. - Alles vom DMSB genehmigt! - Die Zuschauer des RCN-3h-Rennens hat’s nicht gestört. Es herrschte „Wohnzimmer-Atmosphäre“. - Ich habe mich gewundert. - Aber insgesamt hat’s Spaß gemacht. Offensichtlich auch den Besuchern. - Man wurde auch nicht von grenzwertig-lauten GT3-Fahrzeugen und ihren supergeilen, erfolgsorientierten Lenkern erschreckt, die dann schon mal wegräumen müssen, was so als „Breitensport-Einsatzfahrzeug“ im Weg „steht“. Deren Chefs erwarten Siege. Die Fahrer beim RCN 3h-Rennen dachten sicherlich auch alle an Sieg, aber schienen dabei mehr Spaß zu haben. - Spaß, den die Veranstalter heute nicht mehr zu verstehen scheinen – weil dafür eigentlich auch kein Anlass besteht.

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Als Politiker braucht man „Sandkasten-Erfahrung“!

Das wäre eigentlich die erste Voraussetzung. Die zweite wäre nicht, dass man Politik, Jura oder Geschichte, sondern das Leben studiert hätte! - Wieso konnte das Wort „Putin-Versteher“ zu einem Schimpfwort werden? - Eigentlich ist „Verstehen des anderen Menschen“ die erste Voraussetzung für ein vernünftiges Miteinander! - Aber die heutigen Politiker kommen aus einer anderen Generation als z.B. ich, der als Kind noch den Zweiten Weltkrieg bewusst (!) erlebt hat. Wir, die wir aus dieser „anderen Zeit“ kommen, wissen, wie man sich im Sandkasten richtig verhält. Wir erinnern uns noch an die Erlebnisse mit den anderen „Sandkastenkindern“: „Gib’ mir die Förmchen wieder! - Ich spiel nicht mehr mit dir!“ - Unsere Politiker scheinen über eine solche Erfahrung nicht zu verfügen. So wurde die Politik dann – aus meiner Sicht – inzwischen zu einem „politischer Kindergarten“, in dem die „neuen politischen Führungskräfte“ ihre ersten Erfahrungen sammeln. Und dann vielleicht, auf Grund von Berater-Vorschlägen – „Sie müssen jetzt dringend etwas tun!“ - zu „Alibi-Entscheidungen“ zu kommen.

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Der DMSB reagiert schnell und agiert (!) sensibel!

Gestern war ich zusammen mit meinem Computer im Internet unterwegs. Das geht mäßig schnell, wie mir ein „Fachmann“ sagte, der mir einen Glasfaseranschluss verkaufen wollte. Mir geht es dagegen fast zu schnell, weil ich auch noch begreifen muss, was ich sehe. Das heißt, dass ich das was ich sehe, erst lesen und dann auch noch begreifen muss. - Und manches ist sozusagen unbegreiflich!

Da fühle ich mich schon angesprochen, wenn ich im Internet an einen Ausspruch von Konrad Adenauer erinnert werde, der da lautete:

„Wir alle leben unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont.“

Da bin ich dann mal – um meinen Horizont zu erweitern – auf die Internetseite des DMSB gegangen, wie ich das oftmals tue, wenn ich beispielhaft meinen Horizont erweitern möchte. Schließlich bin ich ein moderner Mensch. - Ich denke oft an den DMSB!

„Ich denke oft an Piroschka“, dürfte ich heute zwar (noch) sagen, weil auch Audi in Ungarn Motoren produzieren darf, aber das wäre – wenn ich einem Film-Kritiker glauben darf – eine „Erinnerung an Opas Kino“. - Wer geht noch ins Kino?  - Popkorn macht dick. - Mache ich mir vielleicht vor, darum gehe ich eben ins Internet! - Und finde gleich einen Anstoß zum Nachdenken!

Was nutzt mir da ein Glasfaseranschluss. Es geht eben nichts ohne mein „Kopf-Archiv“! Ich denke also. Dabei fällt mir ein... – also da war doch was! - und denke mal nicht an „Piroschka“, sondern an Claudia Pechstein. Da hatte doch das Verwaltungsgericht… - War da nicht sogar ein Urteil des BGH-Urteil aufgehoben worden? - Richtig! - Es war auch festgestellt worden, dass Urteile öffentlich sein müssen. - Boah! - Da hatte der DMSB aber verdammt schnell reagiert! - Da werden im Oktober 2022 schon Urteile von 2021 veröffentlicht! - Na ja, das „Pechstein-Urteil“ ist auch erst aus Juli 2022!

Und während ich gedankenvoll mit der Maus weiter über die Seite cruise… - Verdammt! - Was ist das? (Übrigens: „cruise“ ist englisch und „to cruise“ ist – übersetzt - = „herumfahren“. Das nur, damit die Leser meinen Horizont kennen! - s.o. Adenauer-Zitat!) - Jetzt folgt das Zitat von der DMSB-Internetseite, am 25. Oktober 2022 dort eingestellt:

„Vorschriften für die Ausrüstung der Fahrer/ Beifahrer
Ab sofort wird der Artikel 1.1.h) (Nur für den Slalomsport zulässige Helmnormen) um die Norm ECE22/06 ergänzt.
Es wird darauf hingewiesen, dass ab 01.01.2023 Overalls gemäß dem FIA-Standard 8856-2000 welche vor 2013 hergestellt wurden ihre Gültigkeit verlieren. Erkennbar ist dies am fehlenden FIA-Hologrammlabel (Darstellung nachfolgend). Des Weiteren wird darauf hingewiesen, dass auch die übrige Flammhemmende Bekleidung (mit Ausnahme der Socken) ab dem 01.01.2024 ihre Gültigkeit verliert, sofern lediglich die Kennzeichnung ohne FIA-Hologrammlabel vorhanden ist.“

Da werden sich die Lieferanten von Renn-Overals aber freuen! - Aber wo wollen die so schnell – in wenigen Wochen! - und zu welchen Preisen? - noch das notwendige NOMEX-Material herbekommen und verarbeiten? - Wer kennt von den betroffenen Teams und Fahrern überhaupt die neue Bestimmung?

Der DMSB ist schon ein toller Verein! Er ist nicht nur „eingetragen“, sondern hat auch die richtige Einstellung. Ich lese nämlich auch auf den DMSB-Seiten:

„Angesichts der anhaltenden Lieferkettenprobleme durch die nach wie vor herrschenden globalen Rohstoff- und Logistik-Engpässe ruft der DMSB alle Sportler, Funktionäre und Vereine zu vorausschauendem Handeln auf. Da sich die bereits seit Wochen angespannte Lage über den Winter durch eine kritische Phase in der nationalen Energieversorgung verschärfen könnte, hat der DMSB bereits wichtige Maßnahmen ergriffen.“

Der DMSB hat eben – zu Allem! - die richtige Einstellung. Beim Cruisen finde ich auch:

DMSB-NACHHALTIGKEITSSTRATEGIE
Stand: 1. Februar 2022
...„Der tatsächliche Impact von Motorsport auf die Umwelt ist vermutlich weitaus geringer,
als es in der öffentlichen Wahrnehmung eingeschätzt wird. Dem Motorsport kann
deshalb nicht die Aufgabe zukommen, einen gesamtgesellschaftlichen
Transformationsprozess zu bewerkstelligen. Als traditionelles, manchmal
öffentlichkeitsträchtiges Betätigungsfeld vieler Unternehmen aus der Automobil- und
Zulieferindustrie sind aber seine Symbolkraft und sein subjektiv wahrgenommener
Umwelteffekt groß.“ ...

Aber das ist ja auch von Februar 2022, während die DMSB „Overall-Gesetzgebung“ erst vom 25.  Oktober 2022 ist. - Also bitte bis 01.01.2023 umsetzen! - Dalli, dalli! - Wie sagte schon Konrad Adenauer so schön:

„Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?“

MK/Wilhelm Hahne
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NLS 8: „Klotz am Bein, Klavier vorm Bauch“ …

...“wie lang ist die Chaussée? - Das ist eigentlich ein sehr alter Wanderreim, der dann gefolgt wird von einem weiteren – oft selbst erfundenen Reim – bevor es wieder zum „Refrain“ kommt. Eigentlich kenne ich ihn aus meiner Kindheit. - Das ist lange her. - Da habe ich mit einem Blick auf das Gesamtergebnis von NLS 8 gedacht, dass es nun an der Zeit wäre, einen neuen, in die Zeit passenden „Zwischenreim“ zu erfinden. Einen Reim, der dann nicht nur ins neue Jahrtausend, sondern auch zum Nürburgring – und ganz besonders zum Gesamtergebnis von NLS-Lauf 8 passt. Aber es gibt auch – folgend – ein paar Fotos von dieser „sensationellen“ Veranstaltung. Alle sind von mir. Ich hätte auch welche von meinen Lesern einstellen können, die auch am Nürburgring zum Rennen gekommen, aber nicht unbedingt begeistert waren. Deren Fotos waren ähnlich. Einer schreibt mir als „Fazit“ seiner Eindrücke: „Ich habe das Gefühl, 36 € verschwendet zu haben.“ (Er war mit seiner Frau dort.) - Seine daraus resultierende Entscheidung: „Also künftig meiden!“ - Diese Aussagen notiere ich, weil sie meine Eindrücke von dieser NLS-Veranstaltung nur unterstreichen. Was als VLN mal ein Erfolg war, wird durch die verschiedensten Einflüsse scheinbar „niedergeknüppelt“. - Aber ich möchte ganz behutsam durch die gerade erlebte Veranstaltung führen, der ich aus einem bestimmten Grund – den ich in der folgenden Geschichte auch erklären werde – den Titel gegeben habe:

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100 Jahre: Hans-Erdmann Schönbeck war „ein Herr“!

Bei „Wikipedia“ lebt er auch heute noch. Tatsächlich wurde er 9. September ds. Jrs. 100 Jahre alt  und ist am 18. Oktober gestorben. Nicht nur bei „Wikipedia“ lebt Hans-Erdmann Schönbeck weiter; kaum ein Medium hat seinen Tod wahrgenommen. Unauffällig, wie er – „als Herr“ – seine Arbeit in all seinen beruflichen Positionen sozusagen „mustergültig“ ausführte, hat er diese Welt für immer verlassen.

Noch in in diesem Jahr – 2022 - wurde aber besonders der erste Teil seines Lebens noch in vielen Buchbesprechungen erwähnt, als der Bestseller-Autor Tim Pröse ein Buch veröffentlichte, das mit seinem Titel - „...und nie kann ich vergessen“ – besonders auf die Erlebnisse des „Zeitzeugen“ Hans-Erdmann Schönbeck abhob. Tatsächlich war der zu diesem Zeitpunkt 99jährige ein Stalingrad-Überlebender, wurde den Widerstandskämpfern zugerechnet. Das Buch landete – darum? - dann auch direkt auf Platz 2 der SPIEGEL-Bestsellerliste in der Rubrik Sachbuch/Hardcover.

Sein Tod noch im gleichen Jahr, jetzt im Oktober, wurde dagegen kaum registriert. Ich habe Hans-Erdmann Schönbeck nach seinem Wechsel von Audi zu BMW 1974 kennen gelernt. Er war ein Mann, der – was den Vertrieb von Automobilen betraf – wusste, wovon er sprach.

Natürlich war er auch von seinen Erlebnissen als Panzer-Offizier im Zweiten Weltkrieg und seinen Erlebnissen bei Stalingrad geprägt. Aber sein Leben ging auch danach weiter. Er studierte ab 1946 an der TH in München, nachdem er schon zu Kriegsbeginn eine landwirtschaftliche Lehre abgeschlossen hatte. 1950 begann er bei der MAHAG in München, einem der großen VW- und Porsche-Großhändler dann seine eigentliche berufliche Laufbahn als Volontär, die ihn vom Gebietsleiter zum Verkaufsleiter und weiter zum Verkaufsdirektor (mit Prokura!) werden ließ.

Dann gab es den beruflichen Sprung zum Vertriebsleiter Inland bei Audi. 1970 war er dann schließlich dort Vorstandsmitglied Gesamtvertrieb und wurde 1974 dann zu BMW nach München abgeworben.

  • Die bisherigen Privat-Importeure sollten durch werkseigene BMW-Importniederlassungen ersetzt werden! Er hatte auf diesem Gebiet Audi-Erfahrung!

So hat er mir es damals – als er schon bei BMW war – erzählt, weil mich persönlich interessierte, warum er zu BMW gekommen war. Dieser „tiefere Grund“ wurde bisher nirgendwo und niemals  erwähnt. Ich war auch nicht unbedingt – damals wie heute – der Meinung, dass seine Meinung  und die des Herrn von Kuenheim „zur Sache“ richtig war.

Hans-Erdmann Schönbeck hatte die Aufgabe, bei BMW – so nebenbei - das umzusetzen, was er vorher schon bei Audi angeregt hatte:

Schönbeck sagte mir damals, dass man damit eine schnellere Information der „Zentrale“ sicherstellen wolle, weil die durch Privat-Importeure nicht zuverlässig schnell – und vielleicht auch subjektiv beeinflusst – erfolge.

Nach meiner Erfahrung war das zwar objektiv richtig, aber real-politisch falsch. Gerade BMW profitierte z.B. stark von der Meinung des unabhängigen Privat-Importeurs Hoffmann in New York. Ohne ihn hätte es z.B. keinen BMW 507 gegeben und der Vergaserhersteller BING hätte sicherlich erst sehr viel später zum durch Unterdruck gesteuerten Vergaser gefunden.

Ich wusste aber auch zu diesem Zeitpunkt schon, wie „zuverlässig“ eine Reihe von Statistiken sind, die damals bei der Automobilindustrie im Umlauf waren. Das ist inzwischen noch schlimmer geworden, da heute z.B. jeder große Hersteller über eine eigene Leasing-Gesellschaft verfügt.

  • Aber da – könnte man sagen – „betrügt“ sich der Hersteller selber, weiß also um die „getürkten“ Statistiken!

Eine solche Situation hat sich ein Hans-Erdmann Schönbeck Zeit seines Lebens sicherlich nicht vorstellen können. Er war eben „ein Herr“, hatte die Moralvorstellungen, von denen auch ein Eberhard von Kuenheim bestimmt war.

Hans-Erdmann Schönbeck hat nach seiner BMW-Zeit, die er – nachdem er dort noch in den Aufsichtsrat aufgestiegen war, aufgrund seines Alters – kurz vor seinem 67. Lebensjahr – beendet. Er war danach aber noch 4 Jahre Präsident des VDA und danach noch ein paar Jahre Präsident des europäischen Automobilherstellerverbandes.

  • Immer „ein Herr“, immer korrekt! - Schönbeck hat alle Position in seinem Leben mit der richtigen Einstellung dazu ausgefüllt.

Da kann man fast verstehen, dass er sich nun im Alter von exakt 100 Jahren von unserer Welt verabschiedet hat. Das war auch nicht mehr „seine Welt“!

Sozusagen still und ohne eine Häufung von Nachrufen in den Medien hat er uns verlassen.

Wer so alt wird, ist in unserer modernen Welt auch schon lange vergessen!

Wilhelm Hahne

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NLS 8: Anlass – den „November-Blues“ anzustimmen“?

Als alter Mann hat man oft den Eindruck, immer häufiger mit jungen Leuten zu tun zu haben, die von dem was sie machen, relativ wenig Ahnung zu haben scheinen. Da werden z.B. tolle „Facebook“-Seiten gemacht, denen ich entnehmen kann, dass die „VLN“  eine“ Professionelle Sportliga“ ist. - Da bin ich dann schon erschrocken! - Hätte ich da eigentlich beim ersten Lauf 1977 mitfahren dürfen, weil ich doch eigentlich ein richtiger Amateur war – und bin?

Da habe ich mal schnell in die 2023er-Ausschreibung der Serie, die sich nun „NLS“ nennt geschaut und – war schon ein wenig beruhigt. Da ist zu lesen:

„Die Nürburgring Langstrecken-Serie (ehemals VLN) ist die größte und populärste Breitensport-Rennserie weltweit… - Mehr als 150 Tourenwagen und GT-Fahrzeuge, die in der Regel mit mehreren sich am Steuer abwechselnden Fahrern besetzt sind, gehen regelmäßig bei den einzelnen Rennen an den Start.“

Mir ist das Wort „regelmäßig“ im vom DMSB abgesegneten Text aufgefallen, weil ich gerade vorher in der „Vorläufige Teilnehmerliste“gesehen hatte, dass für den „PAGID Racing 46. DMV Münsterlandpokal am kommenden Wochenende exakt 104 Teilnehmer gemeldet haben. (Status 19.10.2022. 08:16:36).

Da ich auch über den 7. NLS-Lauf berichtet hatte, ist mir aufgefallen, dass danach anderswo „vom 6. Rennen der Saison“ oder vom „vorletzten Rennen“ geschrieben wurde. Was auch richtig (+ 1x falsch) ist, da der erste VLN-Lauf ausgefallen und in den November verlegt wurde.

  • Was soll ich nun schreiben, wenn ich über den vor uns liegenden NLS-lauf informieren möchte?

Denn der 8. NLS-Lauf ist jetzt das siebte Rennen dieser Serie in der Saison 2023 und somit – erst jetzt (!) – das vorletzte Rennen. Da hatte ich die Idee, mich mal dort zu informieren, wo auch der/die Besitzer des Nürburgrings mehrheitlich (?) leben. - Ich habe es jedenfalls mal in Russland versucht. Das Ergebnis:

Dort zählt man wohl noch anders. Oder anders formuliert: Dort hat man noch weniger Ahnung. Aber ich hatte allen Grund, noch einmal alle Rennen an den Fingern abzuzählen, was sicherlich einfacher ist, als das digital zu machen. Das Ergebnis:

  • NLS 8 ist das siebte Rennen und der vorletzte NLS-Lauf in diesem Jahr und wird am 22.10.2022 das erste Rennen seit 23 Jahren sein, in dem weniger als 100 Starter in der Startaufstellung stehen!

Ich bin dann – nach dem Frühstück - schon gegen 9:30 Uhr am Nürburgring gewesen um zu schauen, ob man jetzt auch noch die Teams – wie in der ersten kritischen Corona-Phase üblich – schon am Donnerstag anreisen lässt, um eine korrekte Aufstellung im Fahrerlager zu gewährleisten.

Heute, am Donnerstag vor dem Rennen, war aber alles anders. Die Einfahrt zum Fahrerlager war gegen 9:30 Uhr verschlossen. Ein Autotransporter setzte gerade wieder rückwärts und versuchte es dann über die Zufahrt zum „alten“ Fahrerlager. Dort, wo sonst die Anmeldung der  Rennteams erfolgt und sie alle wichtigen Unterlagen erhalten, war noch geschlossen und „zu früh“ angereiste Transporter parkten in Verlängerung dieser ersten Anlaufstelle, um auf einen möglichen Einlass zu warten.

Nun ja: Erst Freitag ist eine offene Zufahrt wichtig, weil die „VV“ dann gerne das Geld für die auch möglichen „Test- und Einstellfahrten“ kassiert. Teilnehmer an der letzten Veranstaltung beanstandeten übrigens bei „Motor-KRITIK“, dass dort falsche Zahlen angegeben waren. Es könne zwar sein, das „kleine Tourenwagen“ nur 580 Euro zahlen müssten, für GT3-Fahrzeuge würden aber 685 Euro kassiert, zu denen dann noch – in allen Fällen - 30 Euro pro Passagier kämen, von denen man gerne möglichst viele an einem Freitag-Nachmittag mitnehmen möchte. - Um Einnahmen zu generieren. - Und „VV“ generiert 30 Euro mit!

Sozusagen „knurrend“ wurde mir vorgetragen, dass man die drei Stunden Fahrt, für die man am Freitag vor NLS-Lauf 7 bezahlt hatte, dann nicht nutzen konnte, da diese Veranstaltung schon – - vertragswidrig (?) – vom Veranstalter nach zwei Stunden (!) (gegen 18:00 nicht 19:00 Uhr) beendet wurde.

Die Stimmung unter den NLS-Teilnehmern ist derzeit schlecht. Auch die Vielzahl aller reglementarisch in den letzten Jahren verordneten Maßnahmen tragen nicht dazu bei, die NLS gegenüber der „alten VLN“ attraktiver zu machen.

Es wäre dringend an der Zeit, den „Chefdirigenten“ der Serie durch einen neuen zu ersetzen. Auch der „1. Geiger“, der gerade zur NLS-Lauf 8 die Standzeiten beim Boxenstopp für SPX-Fahrzeuge noch mal von 30 sec auf 45 sec gegenüber den Zeiten für SP’9-Fahrzeuge erhöht hat, könnte besser anderswo hin passen, zumal „sein Instrument“ nicht mehr in das eigentliche „Arrangement“ passt.

Es passt allerdings sehr gut zur derzeitigen Besetzung des „Orchesters“ und ist besonders gut für einen „November-Blues“ geeignet!

MK/Wilhelm Hahne
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VLN versucht mit BMW die NLS und DNP „anzuheizen“!

Zunächst steht der Versuch nur auf dem Papier. Dieser „Wertstoff“ wird oft zum „Anheizen“ genommen. Auch bei der VLN scheint man „Grillerfahrung“ zu haben! - Weil man es bei den Münchnern auch – was den Verkauf des BMW M2 CS Racing betrifft – gerne „warm hat“, war sicherlich keine große Überredungskunst notwendig, um BMW zu einem gemeinsamen „Anheizversuch“ zu überreden. Zumal Beide damit auch noch „Pluspunkte“ beim DMSB sammeln können, in dem man eine „Permit“ (die keine Lizenz ist!) praktisch als eine scheinbare Selbstverständlichkeit darstellt. Bei der VLN müsste man das eigentlich besser wissen! - Aber wo gibt es in dieser Organisation heute noch wirkliche Fachleute? - Versucht man etwa so die Weichen für die Sportsaison 2023 zu stellen? - Das wäre den derzeitigen Spezialisten zuzutrauen! - Im Moment existiert nur ein „Teilnehmerrundschreiben mit der Nummer „2022/26“. - Der Inhalt dieses Schreibens lässt den Verdacht aufkommen:

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4 Tage Nürburgring: In Ruhe gedanklich verarbeitet!

Ich wurde überrascht davon, dass am Donnerstag vom DSK für seine Mitglieder am Nürburgring ein s.g. „freies Fahren“ angeboten worden war. Ich hatte diesen Fakt vergessen! - Am Freitag gab es dann die „Probe- und Einstellfahrten“, die nun 580 Euro kosten, die von der VLN VV GmbH & Co. KG kassiert werden und zusätzlich zum Nenngeld für die Samstagsveranstaltung zu entrichten sind. Am Samstag gab es dann einen offiziell mit NLS 7 benannten VLN-Lauf über vier Stunden und am Sonntag konnte man auf der Nordschleife dann eine RCN-Veranstaltung erleben, den „Preis der Erftquelle“. - Grund genug, sich mal mit der unterschiedlichen Art von Motorsport auf der Nürburgring-Nordschleife zu beschäftigen, wo man am gleichen - „langen“ - Wochenende als Fahrer nur 18 Jahre alt sein und im Besitz eines Führerscheins sein, dann aber, wenn man die gleiche Nürburgring-Nordschleife befahren will, auch mal eine DMSB-Nordschleifen-Permit vorweisen muss. Einmal darf man mit allem fahren, was vier Räder hat und straßenzugelassen ist, an einem anderen Tag sind nur Fahrzeuge zugelassen, über deren Zulassungsfähigkeit der DMSB, der nationale Vertreter der FIA in Paris entscheidet. Der wird allerdings von der FIA offenbar mit seiner „Gesetzgebung“ nicht ernst genommen, denn bei FIA-Rennveranstaltungen auf der Nürburgring-Nordschleife dürfen auch Fahrer ohne DMSB-Nordschleifen-Permit ins Lenkrad greifen. - Weil die FIA-Veranstaltung international, das DMSB-Permit aber nur national von Bedeutung ist. Eigentlich ist eine Genehmigung, des von der FIA so zu einem Provinz-Verein deklassierten DMSB, ohne jede Bedeutung! - Wie auch die Ereignisse am letzten Wochenende beweisen, über die nun nachfolgend ein wenig ausführlicher als sonst – und mit vielen Fotos - informiert werden soll.

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Lesertipp: Wenig Ärger durch bequemes Abschreiben?

Ein Leser fragte mich in einem Gespräch, warum ich mir das Leben so schwer mache, weil ich mit meiner Meinung doch sowieso nichts grundsätzlich ändern kann. - Natürlich hat er recht! - Ich möchte auch nichts ändern, sondern nur evtl. ein paar Menschen zum Nachdenken anregen. Aber tatsächlich ist das „Mitschwimmen im Mainstream“ für einen Journalisten anstrengungsloser. Man erhält zwar dann keinen Beifall, aber doch hier und da – zumindest - ein verständnisvolles Kopfnicken von Pragmatikern.

Nicht unbedingt von den Autoren, Richard David Precht und Harald Welzer, die gerade mit ihrem neuen Buch, „Die vierte Gewalt – Wie Mehrheitsmeinung gemacht wird, auch wenn sie keine ist“ schon allgemein – und nicht nur „hier und da“ – ein wenig anecken. - Obwohl sie natürlich recht haben. - Wie auch mein Leser.

  • Mit folgendem Beispiel möchte ich aber klar machen, dass man als Journalist auch mit Abschreiben anecken kann. Selbst wenn man „nur“ aus einem Roman zitiert!

Es folgen ein paar Sätze aus dem Roman „Unterleuten“, wobei schon dieser Titel ein wenig doppeldeutig ist. Die Autorin, eine Frau, könnte wohl auch „Unter Leuten“ gemeint haben. In dem Buch ist u.a. (auf Seite 114) zu lesen:

„Da waren sie also die Lösungen. Damit kannte Kron sich aus. Immerhin steckten jeden Morgen zwei überregionale Tageszeitungen in seinem Briefkasten. Früher hatte er die Blätter als Reportagen aus dem Herzen des Feindes gelesen, heute las er sie als Satiremagazine. Er wusste, wie man mit Schweinegrippe Pharmaprodukte verkaufte, mit Terrorismus Wirtschaftskriege legitimierte und mit Klimakonferenzen den heimischen Markt gegen Billigimporte schützte. Er beherrschte die dazu passende Rhetorik. Auf einer Pressekonferenz hätte er jeden beliebigen Schwachsinn erklären können, zum Beispiel, warum trotz Bankenkrise eine Regulierung der globalisierten Märkte leider nicht möglich sei. Er wusste, wann man ‚alternativlos’ und ‚Sachzwang‘ sagen musste, nämlich in jedem zweiten Satz. Er kannte die Argumentationsfiguren, mit denen Verantwortung von den Kommunen auf die Länder, von der Landesebene auf die Bundesregierung und von der Bundesregierung nach Brüssel abgeschoben wurde. Soziale Ungerechtigkeiten ließen sich bestens legitimieren, indem man darauf verwies, das Wirtschaft und Wohlstand andernfalls nach China abwandern würden.“

Das ist wirklich ein Zitat und – abgeschrieben! - Es stammt aus dem Roman einer jungen Autorin, die erst 1974 geboren wurde, Jura studierte, in Europa- und Völkerrecht promovierte. Sie hat schon Bücher geschrieben, die Welterfolge wurden und wurde nicht nur – 2018 – mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet, sondern auch zur Richterin am Verfassungsgericht des Landes Brandenburg gewählt.

Auch wenn die Autorin Juli Zeh heißt, kann man sich das Buch im November oder Dezember kaufen, zumal es – ungebunden, als Paperback – nur 12 Euro kostet. Zehn Liter Diesel – aber auch Benzin - sind teurer!

Wenn ich – normalerweise – nicht überwiegend mit „Motorthemen“ beschäftigt wäre, könnte die obige Darstellung von aktuell erlebbaren Abläufen auch auf meinem Computer entstanden sein. Aber eine solche Schilderung von Erlebbarem durch einen Journalisten wird wohl anders empfunden, als die von einer intelligenten Schriftstellerin.

Wie dem auch sei: Ich bleibe „bei meinen Leisten“ – und schreibe in Zukunft weiter über „Motorthemen“ und den Nürburgring, der in der Eifel liegt, die zu meiner zweiten Heimat geworden ist und die schon ein wenig darunter leidet, dass sich die Realität oftmals politischen Wunschvorstellungen unterordnen muss, weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

Diese Geschichte ist thematisch vielleicht auf meinen Motor-KRITIK-Internetseiten ein wenig fremd, passt aber eigentlich doch „ins Bild“.

Wie auch meine demnächst folgenden Geschichten zeigen werden. - Hoffe ich! - Denke ich!

Natürlich werden sie von mir nicht als ein Produkt der „vierten Gewalt“ empfunden, sondern als eine klare, unverzerrte Darstellung der Realität, nicht nur als subjektive Meinung. - Denn diese „Meinung’“ wird auch von Fakten gestützt, die man – „von anderer Seite“ – gerne übersieht.

Das alles also „Demnächst in diesem Theater“!

MK/Wilhelm Hahne
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„Green Hell Driving Days“: Voller „Mega-Momente“!

Schon im Vorfeld dieses langen Wochenendes, das durch den „Tag der deutschen Einheit“ verlängert war, wurde diese Veranstaltung der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG auf deren Internetseiten auch als eine besondere Gelegenheit beworben:

 

„TIPP: Die nächsten Green Hell Driving Days finden vom 01. bis 03. Oktober statt! Drei volle Tage Touristenfahrten“...

...war auf den firmeneigenen Internetseiten vorab zu lesen. - Und alle, alle kamen!

Der Basispreis von 30 Euro für eine Runde Nürburgring-Nordschleife wurde von den Fahrzeugbesitzern offensichtlich als angemessen empfunden. So war der „Auftrieb“ groß. Auch viele Zuschauer reisten zu dem Spektakel an, so dass z.B. die Parkplätze entlang der B 412 besser und dichter besetzt waren, als – in diesem Jahr – z.B. die bestbesuchten NLS-Läufe.

Tatsächlich werden inzwischen die „Touristenfahrten“ von den Zuschauern als interessanter empfunden, als die – inzwischen – immer schwächer besetzten NLS-Läufe. - Ob es daran liegt, dass bei den „Touristenfahrten“ ausschließlich Automobile unterwegs sind, die auch von den Zuschauern des Spektakels gefahren werden?

Schon heute, Dienstag, dem 4. Oktober 2022, informierte die Polizeidirektion Mayen um 7:49 Uhr über einen Einsatz in den letzten Tagen am Nürburgring so:

„Raser und Tuner standen wieder rund um den Nürburgring im Fokus der Polizei. Am Freitag, dem 30.09.2022, erfolgten an mehreren Orten Kontrollmaßnahmen und Geschwindigkeitsmessungen. …“

Kein Wort von irgendwelchen Unfällen oder Vorkommnissen während der „Greeen Hell Driving Days“. - Die nachfolgenden 12 Fotos sollen einen Eindruck vom Parkplatz „Brünnchen“ am Nachmittag vom „Tag der deutschen Einheit“ vermitteln:


 

 

 


 

 

 

Selbstverständlich gab es auch an diesem langen Wochenende bei der „Touristenfahrer“-Spezialveranstaltung des Nürburgrings eine Reihe von Einschlägen in Leitplanken. Die Strecke musste teilweise gesperrt werden. Sie war -  an und ab – auch mal für Motorräder gesperrt.

Auch aus dem direkten Umfeld des Nürburgring wurde mir für dieses Wochenende ein Unfall auf der B 258 vermeldet. Und zum Abschluss dieser „grandiosen“ drei Tage, ließ ein „Touristenfahrer“ seinen nicht billigen Untersatz im Bereich „Wippermann“ abfackeln! - Es gab dabei keinen Personenschaden!

Ein Ende mit wildem „Feuerwerk“! - Die aufsteigenden Rauchwolken waren vom „Brünnchen“ aus gut zu sehen!

Dieses Feuer wurde übrigens bis zum Einstellen dieser Geschichte auf den Motor-KRITIK-Internetseiten auch von keiner Feuerwehr – weder Adenau noch Nürburg – vermeldet. - Vielleicht war sie auch gar nicht vor Ort! - Das Automobil ist so wohl richtig ausgebrannt, wie ich Informationen von Beobachtern entnehmen kann.

Die Feuerwehr Nürburg hat aktuell ihre Einsatze allerdings erst bis zum 11. August 2022 registriert; die Feuerwehr in Adenau erst bis zum 28. Mai dieses Jahres.

Und die Polizei hat von den aktuellen „Ereignissen“ am Nürburgring offenbar keine Kenntnis erlangt. - Aber sie muss auch nicht jeden Schaden vermelden. - Sie beschäftigte sich am Wochenende aber mit „Raser und Tuner“ im Umfeld des Nürburgrings, wie ich schon eingangs vermeldet habe.

MK/Wilhelm Hahne
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